Fiskalunion + Volksabstimmung = Freiwilliger €-Austritt von Staaten ?
Ich bin mir nicht sicher, ob es zukünftig wirklich zu einer vollständigen Fiskalunion kommen wird, welche die heutige Euro-Zone in Gänze darstellen würde.
Würde es tatsächlich so beschlossen, käme es meiner Meinung nach in vielen €-Staaten zu Volksabstimmungen darüber und wie diese ausfallen dürften liegt doch auf der Hand. Das Volk dürfte primär gegen äussere Eingriffe in die staatliche Souveränität sein.
Höchstwahrscheinlich würden vor allem PIIGS nicht auf ihre vollständige Souveränität verzichten wollen und das würde langfristig bedeuten, dass sie aus der Euro-Zone ausscheiden "müssten".
Übrig blieben dann die Staaten, die in einer Fiskalunion "eh nichts zu befürchten haben", da ihre Haushalte im Rahmen sind und dadurch keine Eingriffe in ihre Souveränität erfolgen würden und "strengere Budgetdisziplin" gang und gäbe ist und sein wird.
À la longue also eine "harte" Eurozone, die mit "freiwilligem" Austritt der weichen Staaten durch deren Völker geschaffen wurde (= negativ ausgefallene Volksabstimmungen in den entsprechenden "weichen Ländern") ?
Noch ein schönes Wochenende.....
@ Paljusevic, Franjo [#1]
Das Volk dürfte primär gegen äussere Eingriffe in die staatliche Souveränität sein.
Das Zauerwort ist doch der ESM. Wird dieser nach dem Entwurf verabschiedet, dann hat sich das Volk doch sowieso von der Demokratie verabschiedet.
Für was brauchen wir dann noch Abgeordnete wenn ein Gouverneuersrat nach Gutdünken zu entscheiden hat wann und wieviel wir zu zahlen haben.
Es ist schon bezeichnend das man nirgendwo (ausser Internet) über die Tragweite diese infamen Machwerks informiet wird. Wenn das Volk wüsste was hier los ist, dann wär was los.