Fleischproduktion im Jahr 2010 mit Rekordwert
Die Fleischproduktion erreichte in Deutschland 2010 einen Rekordwert von insgesamt 8,0 Millionen Tonnen, so die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts.
Es gibt hier auf TMW einen Thread "Fleischmärkte USA" und mich würde interessieren, wie sich die Preise bei dieser starken Nachfrage verändert/entwickelt haben. Ich meine, wenn sich die Geflügelfleischproduktion seit 2000 verdoppelt hat, müsste sich das doch auf die Verkaufspreise niederschlagen. Ebenfalls auch über die Schweinefleischpreise. Oder? Die Preisentwicklung an der Theke verfolge ich nicht, aber rein subjektiv denke ich, dass die Preise "stabil" geblieben sind.
Somit muss doch der Druck auf die Produzenten bestehen. Diese müssen dann noch "effizienter" die Massentierhaltung bewirtschaften. Oder? Irgendjemand muss den Mehraufwand, die höheren Kosten tragen.
Welche Meinungen gibt es? Danke im voraus.
Das ist eine so komplizierte Frage, da bin ich zumindest etwas überfordert.
Vielleicht erbarmt sich ja noch ein Grünstern Deiner.
Falls sonst niemand antwortet wenigstens ein paar Informationen:
Für die langfristige Preisentwicklung bei Fleisch sind sicher viele Aspekte von Bedeutung. Ganz ungeordnet zumindest einige:
-Steigender Proteinbedarf in Entwicklungsländern - Export, siehe Diagramm


-Fortschritte in der Tierhaltung - Impfungen, Optimierung der Aufzucht, geringere, wie sagt man da auf deutsch, in englisch "litter"-Raten, etc.
-Zentralisierung z. B. der Schweinemast in riesigen Mastbetrieben.
-Änderungen der Essgewohnheiten - Bevorzugung von magerem Hühnerfleisch, siehe Diagramm.
(Hühnerfleisch ist ja die effizienteste Art Futtermittel in Fleisch umzuwandeln)
-etc.
Gute Statistiken zu den detaillierten Entwicklungen findet man beim
Economic Research Service des amerikanischen Landwirtschaftsministerium.
http://www.ers.usda.gov/Data/
Wenn Du wirkliches Interesse hast ist das lesenswert:
http://www.cmegroup.com/trading/agricultural/files/LivestockFundamentals.pdf
@ peterg [#2]
Ok, danke.
@ peterg
muss mich select anschliessen und dir für deine recht ausführlichen Recherchen danken.
SPOMI
Gern geschehen,
aber das ist weiß Gott nicht ausführlich ein paar Aspekte vom Supply-Demand hier aufzusagen.
Es wäre halt schön wenn im Forum, gerade wenn es um Agrarfragen geht, etwas häufiger Beiträge auch der Grünsterne, die kommerzielle Interessen haben, bei uns stattfinden würden.
@ peterg [#5]
interessant wäre es etwas über Kostenstrukturen und Förderungen zu erfahren. wie schauts aus im internationalen Vergleich mit USA, Ukraine oder Brasilien. ich denke die Agrarwirtschaft in D und EU ist stark reglementiert. Aufklärung und Einblick in agrarische Strukturen finde ich wünschenswert. Grüsse SPOMI
@ peterg [#5]
Es wäre halt schön wenn im Forum, gerade wenn es um Agrarfragen geht, etwas häufiger Beiträge auch der Grünsterne, die kommerzielle Interessen haben, bei uns stattfinden würden.
@ SPOMI [#6]
interessant wäre es etwas über Kostenstrukturen und Förderungen zu erfahren. wie schauts aus im internationalen Vergleich mit USA, Ukraine oder Brasilien. ich denke die Agrarwirtschaft in D und EU ist stark reglementiert. Aufklärung und Einblick in agrarische Strukturen finde ich wünschenswert.
Diese Informationen und Diskussionen gibt es täglich auf http://www.rmx-forum.de . Dort sind die Grünsternchen aus der Agrarbranche registiert bis hin zu den jeweiligen Marktführern aus der Agrar- und Lebensmittel Branche.
Schöne Grüsse, Richard Ebert
@ Richard Ebert [#7]
Klar, aber mich reut die Geldausgabe.
Die einzige Geldausgabe, die ich mir bislang (aus Prinzip) leiste ist das Chartbuch-Abonnement.
@ peterg [#8]
Klar, aber mich reut die Geldausgabe.
6 Euro monatlich für das Abo RMX-Forum (als Chartbuch-Abonnent) ? Das sind doch keine Kosten. Und dazu noch vier Wochen zum Test ganz ohne Kosten.
Schöne Grüsse, Richard Ebert