Forex Arbitrage: Suche Marktzugang und Handels-Plattform
Hallo an alle,
ich habe vor, Forex-Arbitrage mit einem automatischen Handelssystem zu machen und würde gern im Vorfeld die eine oder andere Frage hier loswerden. Ich hoffe, dass im Forum auch Forex-Trader dabei sind und werde euch mal kurz erzählen, um was es geht.
1. Vorhaben
Ich möchte als Arbitrageur im Forex-Markt handeln. Arbitrage heißt, dass ich Ungleichgewichte im Markt aufspüre und zum Traden nutze. Die Algorithmen dazu spielen hier zunächst keine Rolle.
2. Markt-Zugang
Für Arbitrage brauche ich einen Service Provider, der Kurse mit möglichst
- kleinem Spread,
- kleiner Verzögerung,
- schneller Order-Ausführung, und
- Ausführung mit wenig Slippage anbietet,
- wobei die Kurse möglichst vollständig sein sollten.
Vollständig heißt, dass möglichst wenig Kurse unterschlagen werden (mancher Provider vergisst, je nach Interessenlage, den einen oder anderen Kurs zu übertragen).
Ein Broker, der selbst die Kurse stellt, ist vermutlich nicht geeignet, weil er die Gewinne des Arbitrageurs aus eigener Tasche zahlen müsste. Eine Ausnahme könnte oanda.com sein – der ist sehr groß und hat einen sehr guten Ruf.
Eine Multidealer-Plattform könnte eher für Arbitrage geeignet sein, weil hier Kurse von mehreren Dealern, beispielsweise Banken, zusammengeführt werden. Ich denke dabei an currenex.com, interactivebrokers.com, 360t.com oder fxcmpro.com.
Welcher Provider könnte eurer Meinung nach am besten geeignet sein?
3. Handelssoftware
Ursprünglich wollte ich mit der Tradestation (TS) arbeiten. Ich habe zwar keine Erfahrung damit, aber ich weiß, dass TS einige Stärken hat, wie z.B. Backtesting und eine mächtige Sprache für die Handelssystem-Entwicklung. Allerdings könnte dabei problematisch sein, dass TS chartbasiert arbeitet und die gleichzeitige Verarbeitung mehrerer Symbole / Währungspaare nicht zulässt.
Alternativ habe ich an Metatrader 5 / MQL5 gedacht. Die Frage ist nur, ob dieses System für Multidealer-Plattformen geeignet ist.
Was meint dazu?
Welcher Markt-Zugangs-Provider & welches Trading-System könnten eurer Meinung nach geeignet sein?
Gruß, Rudolf
>- wobei die Kurse möglichst vollständig sein sollten.
Was soll Vollständigkeit bedeuten? Es gibt bei FX ja keine zentrale Börse, damit auch keine Referenz.
Ansonsten wie bei fast allen Brokerfragen, würde ich InteractiveBroekrs empfehlen. Die scheinen insgesamt fair und professionell zu sein. Ich würde im FX Bereich jedenfalls nie nur mit einem einzelnen Marketmaker handeln, sondern entweder mehrere oder eine börsenartige Plattform benutzen.
@ out_of_sample [#1]
ich halte, das ist aber nur eine persönliche Meinung, Dein Vorhaben für unrealistisch.
Erstens scheinst Du wenig Erfahrung zu haben.
Gehe davon aus, dass Menschen mit viel viel mehr Geld sich einen richtig tollen Server mit einer richtig tollen Anbindung und kurzen Pingzeiten mieten können.
Du brauchst auch nicht so ein Geheimnis um die Algorithmen machen, soviele Möglichkeiten gibts im FX Bereich nicht.
Broker gegen Broker.
FX Spot gegen Future
Triangular Arbitragegeschäfte.
Ich würde nach Deinen Schilderungen auf Letztere Tippen.
Wie gesagt, da bei solchen Geschäften Geld aus dem Nichts entsteht, kannst Du davon ausgehen, dass Du mit dem Metatrader-gefummel nicht weit kommen wirst.
Und auch mit Deiner Technik wirst Du nicht allzuweit kommen.
Selbst wenn Du bei IB Ordern möchtest, kann es Dir nachts passieren, dass Du trotz angeblichem "Orderbuch" im FX Spot Markt auf einmal 10 Pip Slippage in einer Nebenwährung reinbekommst. Warum auch immer.. Nur IB weiß warum :-)
Du musst Deine Zeit ja auch einplanen, aber ich halte es für verschwendete Zeit...
Du kannst davon ausgehen, dass es Leute mit besseren Gebührenkonditionen als Dich gibt, die nehmen Dir jeden Edge schon vorher weg und handeln schon, da wartest du noch auf Arbitragemöglichkeiten ...
und wenn Du hier noch mit "Tradestation" hantieren möchtest, dann kann ich Dir nur raten, mal die Jobangebote im HFT Bereich anzusehen.
Da werden Unsummen bezahlt für Leute die Erfahrung in C++ haben und äußerst effizient programmieren können.
Meine Einschätzung: Wenn Du Informatiker werden möchtest, dann gut, ansonsten wäre es vertane Zeit für Dich.
@ out_of_sample [#1]
Du must die Hosen schon komplett runter lassen. xtrade hat eigentlich alles wesentliche gesagt.
ECN gegen ECN funktioniert naturgemäß am besten, sogar mit unterschiedlichen Brokern, welche am selben ECN agieren. ;-)
Imho kommt man in Handarbeit mit dem passenden Broker am besten zum Zuge.
'Forex-Arbitrage mit einem automatischen Handelssystem'
Hr. Ducas aus der Schweiz ist dort schon meilenweit voraus und sitzt gewissermaßen an der Quelle!
Mit Sicherheit hast Du eine Nische auskundschaftet; wie gesagt, die Hosen...
Ingolf
@ sbendel [#2]
..."würde ich InteractiveBroekrs empfehlen"
Mit IB habe ich auch gute Erfahrungen, allerdings nur im Futures-Bereich. Wenn ich richtig informiert bin, agiert IB im FX-Bereich nicht als Broker, sondern stellt eine Multi-Dealer-Plattform bereit. Hast du mit IB Erfahrungen im FX-Bereich? Wenn JA, würde es mich interessieren wie dort die Parameter Verzögerung, Order-Ausführung, Slippage sind.
"Was soll Vollständigkeit bedeuten? Es gibt bei FX ja keine zentrale Börse"
Das weiss ich auch. Ich hatte allerdings in meinem Post angedeutet, was ich damit meine. Eine Unterschlagung von Kursen ist im Vergleich mit einer anderen Plattform sichtbar.
@ Ingolf Dusza [#4]
Ich will eine Variante der triangularen Arbitrage umsetzen.
"ECN gegen ECN funktioniert naturgemäß am besten"
Wenn du unter ECN ein Electronic Communication Network meinst, dann versteh ich nicht, wie ECN gegen ECN funktionieren soll. Ein ECN zu nutzen ist aber sicher sinnvoll. An welches ECN hast du konkret gedacht?
"Imho kommt man in Handarbeit mit dem passenden Broker am besten zum Zuge"
Erstens: Handarbeit ist für mich nur zweite Wahl ;). Ich ziehe ein automatisches Handelssystem vor.
Zweitens: Ein Broker, der als Trading-Gegenseite auftritt, ist für Arbitrage-Geschäfte zweite Wahl gegenüber einer Multi-Dealer-Plattform.
Dittens: Was ist "Imho"?
"Hr. Ducas aus der Schweiz ..."
Mag sein.
Trotz des Banken-Primats in diesem Geschäft ist der Markt nicht durchgehend ein effizienter Markt.
@ xtrade [#3]
"da bei solchen Geschäften Geld aus dem Nichts entsteht, kannst Du davon ausgehen, dass Du mit dem Metatrader-gefummel nicht weit kommen wirst"
Philosophisch sicher ein möglicher Standpunkt.
De facto ist nicht klar warum das "Metatrader-gefummel" im Widerspruch zu der Entstehung des Gelds "aus dem Nichts" steht.
"Selbst wenn Du bei IB Ordern möchtest"...
Ich weiss. Die Pitfalls des automatischen Handels sind mir bekannt. Mir ist auch bekannt, wie man die in den Griff bekommt. Aber danke, dass du aus dem Nähkästchen plauderst.
"Du kannst davon ausgehen, dass es Leute mit besseren Gebührenkonditionen als Dich gibt, die nehmen Dir jeden Edge schon vorher weg und handeln schon, da wartest du noch auf Arbitragemöglichkeiten"
Philosophisch sicher ein möglicher Standpunkt.
De facto ist der Markt nicht durchgehend ein effizienter Markt.
Muss ich mehr sagen?
"Erstens scheinst Du wenig Erfahrung zu haben" ... "Wenn Du Informatiker werden möchtest"...
Erstens sind deine Spekulationen unzutreffend.
Zweitens haben sie mit meinen Fragen nix zu tun.
Wozu also?
@ out_of_sample [#7]
Das ist wirklich so wie wenn Du überlegst einen Golf zu kaufen um damit beim Formel 1 Rennen mitzumachen.
Arbitrage ist ein Geschäft desse Funktionsweise jedem Marktteilnehmer klar ist. Also findet der Wettbewerb über die Geschwindigkeit statt. Wer zuerst kommt malt zuerst. Und bei einem Broker der selbst den Spread versucht zu verdienen gibts naturgemäss nichts zu holen . Bleiben also nur ECNs wie hotspot oder currenext auf denen sich "natural buyers" bewegen. Und da musst Du schnell sein.So schnell dass es auch extrem viel Know How und Geld kostet
Grüsse
@ autokor [#8]
Ich sehe das genau so wie du. Allerdings weisst du gar nicht, wieviel PS mein Golf unter der Haube hat... ;)
Der Wettbewerb findet über die Geschwindigkeit statt. D'accord. Und dazu gehört eine geeignete Plattform & ein gutes Handelssystem.
hotspot & currenext sind sicher gut geeignet, allerdings müßte ich da bezüglich Handelssystem bei Null anfangen. Was spricht gegen IB? Die sind mir einigermaßen vertraut. Sind die nicht auch ein ECN?
Erfolgreiche Arbitrageure haben immer irgendeinen Vorteil ggü. den anderen, denn nur so existiert per Definition überhaupt eine Arbitrage-Gelegenheit. Bspw. hat er einen Wissensvorsprung oder einen Technologie-Vorteil, den die Mehrzahl der Mitspieler nicht besitzen.
Ich bin normalerweise niemand, der mit der "Goldman Sachs-Keule" um sich schlägt. Damit will ich sagen, dass ich durchaus glaube, dass man auch als einzelner Trader einen Vorteil am Markt haben kann. Aber beim Thema Arbitrage bin ich diesbezüglich skeptisch.
@ out_of_sample [#9]
In welcher Größenordnung soll sich der mögliche Profit bewegen? Handelt es sich eher um eine Spielerei, die nebenbei stattfindet oder sind die Arbitragemöglichkeiten richtig lukrativ?
Das Problem mit Marketmaker-Plattformen wird sein, dass dort Orders zu Kursen, die dem Betreiber nicht mehr passen, in der Regel nicht durchgehen. Vor 10 Jahren galt ne Quote wohl noch ein paar Sekunden, aber das war der gute alte Telefonhandel. Heutzutage ist da nicht zu holen. Selbst wenn zum Zeitpunkt der Entscheidung der Preis ok ist, dauert es ja noch ein paar Millisekunden, bis die Bank dann entscheidet, ob sie das bucht.
Bei mehreren Brokern waere dann noch das Problem, dass sinnvollerweise am Ende alles auf das selbe Konto gebucht werden sollte, wenn man nicht zu grosse Positionen bei den einzelnen Anbietern aufbauen will.
Entweder es geht hier um statistische Arbitrage, also eine clevere Handelstrategie, oder das ganze halte ich fuer vollkommen unrealitisch. Das Geld liegt da sicher nicht fuer die Kunden auf der Strasse. Und die Banken haben auch nichts zu verschenken. Die viele haben vermutlich auch Probleme, mit dem market-making Geld zu machen.
@ out_of_sample [#6]
Vorab eine Grafik vom Mitglied Carmela, welche das geordnete Chaos FOREX
halbwegs erahnen läßt.
Jetzt kann man nach dem Einfügen des Bildes von meinem Rechner NICHT unter diesem Bild weiterschreiben, deshalb nur kurz.
-imho: meiner unbedeutenden Meinung nach (sinngemäß)
-bei triangel-arb. bietet sich natürlich der automat an, schon allein wegen der permanenten Rechnerei, ich nutze eher die Preisunterschiede der verschiedenen 'Player' bei Ereignissen (Grafik).
-multidealer-plattform: JE MEHR TEILNEHMER, UMSO WENIGER ARB-MÖGLICHKEITEN UND VICE VERSA. Egal ob triangel oder Marktteilnehmer gegeneinander. Es sei den, Du schaust über den Tellerrand.
Aber Du brauchst die liquidität wegen deinem robot.
-bei mir ist ein play currenex gegen ubs-.....
Viel Erfolg
@ tradingscape [#10]
"Erfolgreiche Arbitrageure haben immer irgendeinen Vorteil ggü. den anderen"
Stimmt. Ich möchte über die Geschwindigkeit + einen passenen Algorithmus meinen Vorsprung erzielen.
"Aber beim Thema Arbitrage bin ich diesbezüglich skeptisch."
Kann ich nachvollziehen. In diesem Bereich sind Banken & Hedge-Fonds aktiv, die sich mit ihrem Geld jede Menge Knowhow kaufen können. Da macht es doch gerade Spass dagegen anzutreten - oder? :)
@ kanada [#11]
"In welcher Größenordnung soll sich der mögliche Profit bewegen?"
Mit einem Trade wird man sicher nicht Millionär. Mir genügt es aber, wenn meine Trades statistisch relevant im Plus sind. Ich denke, das ist machbar.
@ Ingolf Dusza [#13]
"Vorab eine Grafik vom Mitglied Carmela, welche das geordnete Chaos FOREX halbwegs erahnen läßt."
SEHR interessant. Jetzt weiss ich auch, wo ich mich NICHT dranhängen werde: An einen MarketMaker oder an eine Bank. Wenn du die Graphik ganz stark vergrößerst siehst du einen kleinen TraderC, der am ECN dranhängt. Das bin ich... :)
"ich nutze eher die Preisunterschiede der verschiedenen 'Player' bei Ereignissen"
Dann hängst du dich also an mehrere ECNs und/oder MarketMaker und nutzt die Preisunterschiede aus. Verstehe.
Ich will es anders machen: Ich hänge mich an einen ECN an. Und nutze den BestBid / BestAsk, den ich dort bekomme, zum Handeln. Angeblich soll der Spread bis zu einem Pip (beim EURUSD) herunterkommen. Wahrscheinlich bei sehr ruhigem Handel. Bei unruhigem Handel steigt er auf 2...3 Pips. Und, ganz wichtig: Bei einem ECN bzw. einer Multidealer-Plattform kündigt mir der Provider nicht den Account, wenn er merkt, dass ich gegen ihn arbeite.
"multidealer-plattform: JE MEHR TEILNEHMER, UMSO WENIGER ARB-MÖGLICHKEITEN UND VICE VERSA."
Theoretisch d'accord. Bei unendlich vielen Teilnehmern ist der Markt effizient, dann ist keine Arbitrage mehr möglich. Das ist dann ein idealer Markt.
Allerdings denke ich, dass der reale Markt zeitweise ineffizient ist. Das werde ich mittels Backtesting feststellen.
"Es sei den, Du schaust über den Tellerrand."
Hmm... Meinst du damit, dass ich die Kurse mit einem Zeitvorsprung bekomme? Ne, dazu ist mein Handelsvolumen zu klein.
Oder, dass ich die Kursentwicklung prognostiziere? Ne, mach ich auch nicht, ist mir zu unsicher.
Ich schau allein in den Teller hinein, beobachte was dort passiert und versuche den Braten zu erwischen, sobalt er auf den Teller auftaucht.
"bei mir ist ein play currenex gegen ubs"
Interessant. Bietet UBS eine Handelsplattform, an welche du dich per API mit deinem PC (Handelssystem) dranhängen kannst? Oder wie hängst du dich an UBS dran?
Welche Erfahrung hast du mit Currenex?
Kann man darauf mit einem gängigen Handelssystem, z.B. Metatrader 5 zugreifen?
Wie ist die Liquidität dort?
@ sbendel [#12]
"Das Problem mit Marketmaker-Plattformen wird sein, dass dort Orders zu Kursen, die dem Betreiber nicht mehr passen, in der Regel nicht durchgehen."
Genau aus diesem Grund will ich mit einer Multidealer-Plattform bzw. einem ECN arbeiten.
"Bei mehreren Brokern waere dann noch das Problem, dass sinnvollerweise am Ende alles auf das selbe Konto gebucht werden sollte, wenn man nicht zu grosse Positionen bei den einzelnen Anbietern aufbauen will."
Das ist eher Ingolf's Problem, der mit mehreren "Playern" arbeitet. Ich arbeite nur mit einem, und der ist wahrscheinlich ein ECN, dem es völlig egal ist, welche Trades ich mache.
"Entweder es geht hier um statistische Arbitrage, also eine clevere Handelstrategie, oder das ganze halte ich fuer vollkommen unrealitisch."
Was verstehst du unter "statistische Arbitrage"?
"Das Geld liegt da sicher nicht fuer die Kunden auf der Strasse."
Doch, tut es. Bei der Arbitrage, ähnlich wie beim Derivaten-Markt, handelt es sich um ein Nullsummen-Spiel. Der Gewinn von A speist sich aus dem Verlust von B. Mit anderem Worten: Das Geld, das B auf der Strasse fallen lässt, kann A ganz einfach aufheben...
@ out_of_sample [#14]
es steht mir nicht zu ein "Urteil" zu fällen. Aber eine Anmerkung zu treffen: ohne 500.000 Euro Hardware plus direkte
Anbindung (weniger als 2,5 KM Distanz) von dem Handelsplatz physisch entfernt - würde ich die Idee schnell mal "vergessen".
Alles was in dem Bereich "schon erdacht" wurde - wurde bereits vor mind. 5 Jahren technisch und experimentell umgesetzt.
Habe mich gegen 2001 mit UMTS/EDGE beschäftigt - das sind Anwendungen die erst 2006-2008 auf den Massenmarkt losgelassen
wurden - im Vergleich - wer heuer meint mit Algos und dem privaten "Teppich-Porsche" (schneller PrivatPC) noch einen Vorteil
zu erzielen - kann dem MarketMaker gleich das Geld "bar" überweisen und spart dann noch Gebühren.
Ein blöder Spruch - ja aber erspart vielleicht viel Mühe und eine herbe Entäuschung wenn der Erfolg ausbleibt.
Grüße
P.S: nein ich habe dennoch auch heute kein Smartphone.
@ out_of_sample [#14]
>Angeblich soll der Spread bis zu einem Pip (beim EURUSD) herunterkommen.
Bei kleinen Tickets sollte man mittlerweile bei unter einem pip sein in normalen Marktphasen im EURUSD.
Und kleine schnelle Systeme, die insgesamt nur so wenig absoluten Profit machen, dass es sich für die grossen nicht lohnt, dort was zu entwickeln ,kann man vermutlich durchaus privat betreiben. Sollte aber wohl nichts sein, wo es auf Millisekunden ankommt. Der der schnellst ist man vermutlich nicht. Und in den Backtest sollte man auch lieber etwas Delay einbauen. Und selbst bei ECN habe ich schon Kurse gesehen, die nicht handelbar waren (weil sie einen falschen Feed von einem Anbieter reingemixed haben, der aber nicht valide war, aber trotzdem gezeigt wurde. Ist halt nicht unbedingt immer eine richtig echte Börse). Oder bei einer Bank, die falsch gepreist, ausgeführt und gebucht hat, das aber später canceln wollte. FX ist kein schöner Markt, ich ma da die Futures, die nur an einer Börse gehandelt werden (und wohl nicht so verseucht wie der Aktienhandel sind) lieber.
@ out_of_sample [#14]
Der Worte sind genug gewechselt, laßt uns Taten sehen.
Wir vereinbaren einen Deal.
Du erzählst was über Dreiecksarbitrage,
z.B. über eventuell vorhandene Tools, Triangel-Arb-Scanner etc.
und die Möglichkeiten, wann, wo und
wie lange der free lunch bereitsteht.
und ich,
ich fülle Carmela's Grafik mit Leben aus.
Wer kocht mit wem und warum und warum nicht und
wie lange gibts die Mahlzeit in welcher Qualität&Quantität,
wie wird serviert, Tischsitten usw.
Die Imbiss/Frittenbuden(MM) werden dabei NICHT berücksichtigt!
Nochmals die Anmerkung,
hier geht es um ARBITRAGE und NICHT um Algo-T/HFT!
Die Arbitrage-Vorteile sind teilweise bis zu 1min für alle Marktteilnehmer sicht-und handelbar.
Soviel zum notwendigen Equipment.
Kompanie-Besteck reicht oft schon.
Ingolf
@ Ingolf Dusza [#18]
Vor mehreren Jahren noch konnte man bekannte CFD Anbieter gegeneinander handeln, ganz ohne grosse Technik aufgrund der Latenz der Kursstellung. Auch falsche Optionspreismodelle haben auf manchen Plattformen bestanden. Diese Möglichkeiten gab es und sie waren auch teilweise sehr lukrativ, mit der schon angesprochenen Gefahr der Kontosperrung. Einige hier im Forum haben schon Erfahrung mit diversen Anbietern gemacht. Es freut mich zu hören, dass es nach wie vor Arbs mit 1min Dauer gibt. Ich denke du wirst hier nichts näheres schreiben wollen :-))) GRÜSSE SPOMI
@ SPOMI [#19]
Vor mehreren Jahren noch konnte man bekannte CFD Anbieter gegeneinander handeln, ganz ohne grosse Technik aufgrund der Latenz der Kursstellung.
Ja, das war eine profitable 'Epoche', selbst für mich.
Ich hatte den 'Weltmarktführer' an der Angel,
bis er mir die Grenzen aufgezeigt hat.
Seit dem CFD-Hype ab 2005 bis Ende 2010 hatte
jede 2.te CFD-Bude und vor allem die MM Verzögerungen/Latenzen.
Das Problem begann dann, wenn man die Profite heimholen wollte.
Aber das ist alles Geschichte, leider.
Ab und an geht bei einer illustren Klientel(MM) noch was.
Es freut mich zu hören, dass es nach wie vor Arbs mit 1min Dauer gibt.
Leider nicht so oft, wie man es gerne hätte.
Oder anders formuliert, kein Vergleich wie zu Zeiten der Latenz-MM.
Es ist ja auch DIE LIGA der BIG-PLAYER, umso schöner, wenn das FOREX-Chaos an seine Grenzen stößt und zum 'free lunch' bittet.
Von mir aus gerne immer wieder! ;-)
Ich denke du wirst hier nichts näheres schreiben wollen :-)))
Das ist nicht der Punkt, ich versuche gerade mit ooS zu 'dealen'.
Ingolf
@ Ingolf Dusza [#20]
Was ist ooS ? out of sample? SPOMI bittet um Aufklärung.
@ pullPUSH [#16]
Alles was in dem Bereich "schon erdacht" wurde - wurde bereits vor mind. 5 Jahren technisch und experimentell umgesetzt.
Ich kann diese - schon vielfach geäußerten - Bedenken gut verstehen. Deshalb packe ich diese Sache nicht mit blindem Optimismus an. Aber mit Zuversicht :)
@ sbendel [#17]
Und selbst bei ECN habe ich schon Kurse gesehen, die nicht handelbar waren
Kann ich mir gut vorstellen. Aber ich denke, dass man da programmtechnisch was machen kann.
@ Ingolf Dusza [#18]
Wir vereinbaren einen Deal.
Ist nur fair.
Allerdings kann ich dir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vielmehr sagen als bereits gesagt. Nicht weil ich Geheimnisse hüten will, sondern weil die Ausführungsdetails beim Backtesten & bei den ersten real-time Trades reifen.
Den Triangel-Arb-Scanner & die sonstigen Tools kaufe ich nicht, sondern mache sie. Entweder selbst oder lasse sie machen. Das heißt: Was ich kann mach ich selbst, und was ich nicht kann machen Programmierprofis, mit denen ich in solchen Fällen zusammenarbeite.
Ich gehe davon aus, dass die passenden Tools nicht zu kaufen sind. Wer ein solches Tool hat verdient Geld indem er es benutzt und nicht indem er es verkauft. Denn mit jedem verkauften Tool geht (mindestens) ein weiterer Konkurrent einher, der den Markt ein kleines bisschen effizienter und einem damit das Leben schwerer macht.
Um den Programmieraufwand gering zu halten brauche ich ein Handelssystem, das eine auf das Traden orientierte Entwicklungsumgebung bereitstellt. So was wie Tradestation oder Metatrader. Wobei Tradestation weniger gut geeignet ist.
erzählst ... wie lange der free lunch bereitsteht
In einer Studie von 2009 hab ich mal gelesen, dass die Verweildauer des free lunch in der Größenordnung wenige Sekunden ist. Mit fallender Tendenz... Eine Minute ist entweder lange her oder am äußersten Ende der Normalverteilung.
@ Ingolf Dusza [#20]
Ab und an geht bei einer illustren Klientel(MM) noch was.
Dabei liest man immer wieder, dass man bei CMC mitunter minutenlang auf die Execution warten muss, falls ich mal ins Blaue schießen darf, wobei einem das bei jedem MM passieren kann. "View only-free lunch"
@ out_of_sample [#22]
Nach kurzer, liebloser Suche gefunden.
Hauptsächlich tools für den MT4/5:
http://www.forexfactory.com/showthread.php?t=4509&page=2
In einer Studie von 2009 hab ich mal gelesen,
Ach so, da stehst Du. Besser sind allemal eigene Erfahrungen und Erkundungen und dann auch abgeschlossene Geschäfte.
Eine Minute ist entweder lange her oder am äußersten Ende der Normalverteilung.
Man nimmt ja auch gern die Extrembeispiele, das veranschaulicht so schön.
Wenn man die Normalverteilung auf arbitragefähigen Vorteile an FOREX ansetzt, dann war der Vorteil mit Sicherheit im Bereich >3 Sigma.
Sagt aber immer noch nichts über dessen Qualität/Liquidität aus. Dann wieder mehrere NVT?
Ich Dödel war so perplex zu den NFP-Zahlen im Juni 2010, daß ich viel zu wenig, in dem Fall Kontrakte, handelte.
watch the gap!
ingolf
@ tradingscape [#23]
falls ich mal ins Blaue schießen darf
Daneben.
Eher scorpions neueste Errungenschaft.
Aber die haben die Stachel auch gespürt
und manchmal wehren Sie sich auch.
Ingolf
Von Technik habe ich keine Ahnung. Was mich interessieren würde ist die Umsetzung unter der Wahrung der Risikokontrolle. Der free lunch mag zwar da sein, aber was ist wenn jemand dir den Broken vor der Nase wegschnappt. Dein Automat gibt zwei Market-Order ab und du hast eine Slippage anstatt einen Free-lunch. Daraus ergibt sich die Frage nach der größe für einen Versuch. Da es auf Zeit ankommt will man den ganzen Broken auf einmal nehmen. Was natürlich das Risiko steigen läst. Die entscheidende Frage wird sein, wie lange der Free-Lunch relativ zur Reaktionszeit besteht. Daraus ergibt sich die Trefferquote. Bei diesem Risiko ist der Begriff Free-lunch auch nicht mehr angebracht und man sollte von Edge reden.
@ tantan [#26]
out of sample ist derjenige mit den Automaten!
Meine robots dürften NIE eine Market-Order abgeben.
Aber noch ist bei mir alles handgemacht.
Eine Order reicht oft schon,
mit der Dreiecks-Arbitrage
habe ich noch keine Erfahrungen.
So wie aus seiner Studie hervorgeht, scheint mir < 1sec Vorteilsdauer
recht wenig, hängt ja dann auch von der Qualität des arbitragefähigen Vorteil (pips oder % :-))) und liquidität) ab.
Die einzige Gefahr ist, wenn der Markt Haken schlägt wie
beim Zinsentscheid USA Nov. 2010.
Und man kommt mit seinen 2 orders nicht zeitgleich zum Zuge.
Dann kann vieler Tage Arbeit umsonst gewesen sein.
Und noch schlimmer.
@ Ingolf Dusza [#27]
Ohne Market-Order erscheind mir die Warscheinlichkeit einer nicht zeitgleichen Ausführung extrem hoch. Ich handele auch schon mal Spreads über einzelne Legs. Ohne Mkt-Order komme ich nie aus. Man kann Limits setzen aber wenn ein Fill kommt sollte man die anderen Legs Mkt nehmen oder man fängt an zu spekulieren. Eine All-or-none-Order gibt es im Spreadhandel nicht.
@ tantan [#28]
"Man kann Limits setzen aber wenn ein Fill kommt sollte man die anderen Legs Mkt nehmen oder man fängt an zu spekulieren."
Um das gehts - habe selber schon zu oft "irgendwelche Wakelpositionen" aufgebaut. Auf der einen Seite per limit drin - auf der anderen Seite nicht eingestoppt. Der Markt lief weg - und beim Aussteigen das gleiche Spiel wieder "rückwärts" - not my Business.
Grüße
@ pullPUSH [#29]
not my Business
Was soll man machen, wenn man nichts anderes gelernt hat.
Augen auf bei der Berufswahl?!
Viel Erfolg weiterhin!
@ Ingolf Dusza [#24]
Hauptsächlich tools für den MT4/5
Na ja... wenn du so ein Tool einsetzt kann dir leicht passieren, wenn es ein exe-File ist, dass mehr Leute auf dein Konto zugreifen als dir lieb ist. Und deine Urlaubsfotos tausendfach im Internet kursieren.
Besser sind allemal eigene Erfahrungen und Erkundungen und dann auch abgeschlossene Geschäfte
Sehe ich auch so. Aber so weit bin ich noch nicht, deswegen habe ich erst einmal diesen Thread eröffnet.
Meine robots dürften NIE eine Market-Order abgeben.
Gerade in einem schnellen Markt ist es auch gut so.
Aber keine Medaille ohne ihre Rückseite. Limitierte Orders haben auch eine. Am wenigsten Rückseite haben die All-or-none-Orders.