Fundamentaldepot 2010
Angesichts des Kommentars von Hardworker lege ich gerne offen, was ich für Investmentpositionen in meinem Depot (Global Strategy Fund) habe:
Zielsetzung: Investition in möglichst solide Companies zu vernünftigen Bewertungen. Renditeziel: besser als Tagesgeld/Bundeanleihen.
Ich halte nicht viel von Tippspielen, darum wird es von mir keine Details zu Einzelgewichtungen etc. geben. Der Großteil der Positionen wurde 2009 aufgebaut und liegt komfortabel über den Einstiegskursen, einiges sind Altpositionen (vor 2009). Es handelt sich nachfolgend daher um eine Momentaufnahme meines Depots (Ende Q1 2010) und nicht um ein Tippspiel für die zukünftige Entwicklung. Ein Handel findet unregelmäßig statt, primär um Positionen in ihrer Größe zu verändern oder sie durch attraktivere Titel zu ersetzen. Eine wöchentliche Performanzliste (wie Scorpion260) führe ich (noch) nicht.
Mir fehlt jedoch die Zeit zum aktiven Traden, ebenso kann ich aktuell nur begrenzt laufendes Research zu börsennotierten Unternehmen durchführen. Wenn jemand Titel kennt, die vom Anlagestil sehr gut mein Depot ergänzen würden, bin ich immer an Vorschlägen interessiert. Mein Depot trägt eine gewisse Handschrift: die hohe Gewichtung von Energieversorgern ist derzeit absichtlich, da ich als Value-Investor derzeit in anderen Sektoren nur begrenzt Value finde (vielleicht, weil ich mich mit den Finanzmärkten aus Zeitgründen derzeit zu wenig auseinandersetzen kann).
Auch Kritik oder Hinweise, dass einzelne Positionen nun ZUKÜNFTIG eher kein gutes Investment sein werden und damit nun zukünftig eine schlechte Wahl wären, sind ebenfalls sehr willkommen.
Aktien:
CEZ AS INH. KC 100 (CZ0005112300) http://www.cez.cz
LUKOIL N.K.SP.ADR RL-025 (US6778621044) http://www.lukoil.com/
TERNIUM S.A. ADR 10 (US8808901081) http://www.ternium.com
NWS HLDGS HD 1 (BMG668971101) http://www.nws.com.hk/html/eng/index.aspx
RWE AG Vz. (DE0007037145) http://www.rwe.com/web/cms/de/8/rwe/
IRIDE S.P.A. EO 1 (IT0003027817) http://www.gruppo-iride.it/
HOLCIM LTD. NAM. SF 2 (CH0012214059) http://www.holcim.com/
COGNIZANT TECH. SOL.A (US1924461023) http://www.cognizant.com
SIAM CEMENT PCL, REG. SHS (FOREIGN) BA 1 (TH0003010Z12) http://www.siamcement.com/en/index.php
GARDNER DENVER,01 (US3655581052) http://www.gardnerdenver.com/
SYNTEL INC. (US87162H1032 ) http://www.syntelinc.com/
AMETEK INC. ,01 (US0311001004) http://www.ametek.com/
HERA S.P.A. EO 1 (IT0001250932) http://www.gruppohera.it
PALL CORP. ,10 (US6964293079) http://www.pall.com/main/home.page
DRESSER-RAND GROUP ,01 (US2616081038) http://www.dresser-rand.com/
CIA SANEAMENTO BA.ADR/2 (US20441A1025) http://www.sabesp.com.br
CIMPOR SGPS NAM. EO 1 (PTCPR0AM0003) http://www.cimpor.com/
TELEFLEX INC. (US8793691069) http://www.teleflex.com/
COMPUTER SCIENCES (US2053631048) http://www.csc.com/
NOVOLIPETSKIY MET.KO.REGS (US67011E2046) http://www.nlmksteel.com
_aktuell_ nur indirekt via Derivaten/Zertifikaten (direct stakes wieder beabsichtigt)
LINDE AG (DE0006483001) http://www.linde.com/
EVN AG (AT0000741053) https://www.evn.at/
ALLIANZ SE (DE0008404005) (nur sehr wenig) https://www.allianz.com/index.html
VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A (AT0000746409) http://www.verbund.com/at
VOSSLOH AG (DE0007667107) http://www.vossloh.com
SAP AG (DE0007164600) http://www.sap.com/index.html
ETFs:
LYXOR ETF MSCI INDIA A (FR0010361683)
LYXOR ETF HONG KONG HSI A (FR0010361675)
Rohstoffe / Forex etc.
aus Zeitgründen derzeit nix
ein Fonds mit ähnlichen Zielsetzungen wäre der DJE - Dividende & Substanz von DJE Capital:
http://www.dje.de/documents/factsheet/pdf.php?ISIN=LU0159550150&ISO=DE
Daten zum DJE - Dividende & Substanz:
Kein alltägliches Depot. Da hast Du viel mehr research reingelegt als Du in Deiner Bescheidenheit zugibst.
Es sind also Auswahlkriterien ähnlich wie bei den dogs of the DOW. Also erprobte Taktik. Wann wirfst Du einen Wert wieder raus?
MfG
hw
@ Global_2 [#1]
Schöne Auflistung.
Warum eigentlich nicht.
Ich gebe auch mal meine aktuellen Positionen preis, mit Gewichtung:
DAX Allianz 6,72%
BASF 13,45%
Bayer 18,11%
Commerzbank 1,94%
Daimler 2,18%
Merck KGaA 2,15%
Linde 1,98%
RWE AG 2,90%
Siemens 2,03%
K+S 23,78%
ThyssenKrupp 0,76%
MDAX Wacker Chemie 0,30%
Demag Cranes 0,43%
SGL Carbon 1,29%
WincorNixdorf 0,77%
Gea Group 0,60%
Gagfah 4,45%
SDAX Vivacon 0,04%
DAB Bank 0,75%
R.Stahl 0,52%
TecDAX Nordex 0,58%
Solarworld 0,95%
United Internet 1,13%
Q-Cells 0,73%
Wirecard 0,37%
Software AG 0,96%
Pfeiffer Vacuum 0,50%
GEX Stratec 1,02%
Interseroh 0,50%
CAC40 CapGemini 0,13%
Credit Agricole 0,50%
SanofiAventis 0,54%
MIB30 Fiat 0,78%
Unicredito 0,47%
Enel 0,75%
IBEX 35 Banco Santander 0,67%
DJIA StatoilHydro 0,53%
Trina Solar 0,29%
Nasdaq Comp. Biogen Idec 0,19%
Císco Systems 1,11%
Gilead Sciences 1,51%
ATX Erste Bank 0,28%
Raiffeisen International0,13%
FTSE 100 GlaxoSmithKline 0,24%
Mehr Infos schaffe ich heute nicht, aus Zeitgründen.
Regeln, Depotveränderungen, Entscheidungen und dgl müßte ich separat darlegen, dazu fehlt mir heute die Zeit.
Grüße
@ hardworker [#4]
mit Dog of the Dow hat mein Ansatz nicht im geringsten etwas zu tun, denn Dog of the Dow wäre ja weitgehend mechanisch.
Vielmehr hatte ich in den letzten Jahren von Zeit zu Zeit mir immer wieder verschiedene Sektoren angeschaut und dort geguckt, was grundsätzlich interessant ist. Wenn ich dann die betreffenden Companies zu vernünftigen Konditionen bekommen kann (und es ist immer eine individuelle Firmen-abhängige Entscheidung, was noch vernünftig ist und was nicht), dann können sie für mich als Investment interessant sein.
Im Laufe der Zeit hat sich immer wieder mein Interessensfokus hinsichtlich der Sektoren geändert. Einige Werte aus meinem Depot sind alte Bekannte, die auch schon in den Empfehlungslisten von Ingo_M aufgetaucht sind. Aber das liegt daran, dass er einen ähnlichen Ansatz befürwortete und die Titel deshalb damals von mir bekommen hatte.
Ich trenne mich von Positionen, wenn ich mich mit ihnen nicht mehr wohlfühle oder ihnen auch nicht genug Potential zutraue. Beispiel: in diesem Jahr ist bspw. die Shanghai Electric mit kleinem Gewinn rausgeflogen (gekauft wurde sie in Q4 2009), weil ich mir hinsichtlich meiner Einschätzung zu unsicher bin (und besonders attraktiv ist die Dividendenrendite ja nicht).
Ich kann vieles nur begrenzt einschätzen, habe deshalb auch schon diverse Fehler gemacht. Einer meiner größten: Herbst 2008 hatte ich zunächst eine prozentual große Position in meinem Depot in Yanzhou Coal (YZC) aufgebaut. Die hatten damals (zum Kurs der ADRs von 5-6 USD) einen Börsenwert von rund 3 Mrd. USD (wenn ich mich richtig erinnere), eine sehr hohe Profitablität und einen Netto Cash-Bestand
größer 1,5 Mrd. USD. Ich konnte das damals eigentlich kaum glauben, weil ich so etwas so noch nie gesehen hatte. Aber ich fühlte mich damit dann nicht mit der Positionsgröße wohl und habe das dann schnell wieder abgebaut. Und nach dem Satyam-Skandal kamen mir Zweifel, ob der Cash echt sei, die ich hier auch im Forum erwähnt hatte:
http://terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=124220&CP=0&F=47
Zudem hat die YZC in China auch vergleichweise unattraktive Minen (nur underground), mit denen sie kaum wächst; der deutlich besser aufgestellte Leader ist die Shenhua Energy, die dafür aber deutlich teurer bewertet war.
Wie dem auch sei, die YZC steht inzwischen um den Faktor 4 höher, und der Cash war zudem wohl tatsächlich echt, da sie in Australien eine Großakquisition durchführten (Felix Resources).
Der Satyam-Skandal war ein großer Verlust für mich, so dass ich Ende 2008 gekaufte spekulative Titel Anfang 2009 nicht mehr halten wollte (wie bspw. ein Bumi Resources, da ihre Verschuldung sehr hoch war), um etwaige weitere Verluste zu vermeiden.
Es gibt grundsätzlich viele Titel, die ich gut finde, aber die ich von der Bewertung bereits hinreichend fair bezahlt sehe, so dass ich ihnen wenig vom Potential zutraue. Beispiel: Jens Erhardt hat im "Dividende & Substanz" Fonds die Becton, Dickinson and Company (BDX; die habe ich früher auch mal gehabt (zu $50-60 rum, war es Ende 2005?) und dann nach einem Anstieg verkauft.
Er hat in HK die Hopewell, ich die NWS Holdings. Da muss ich mal vergleichen, inwiefern die Hopewell attraktiver aufgestellt ist.
Und den Posco-Aktien, die ich verkaufte, trauer ich immer noch nach. Ich hatte die übrigens vor Buffett gehabt, aber viel zu früh verkauft.
ein Artikel zum Thema: Ösi-Fondsmanager Alois Wögerbauer favorisiert Dividendentitel (mache ich völlig unabhängig von ihm derzeit auch, weil ich zum Traden nicht genug käme):
BWT, Rosenbauer, evtl. auch Zumtobel fand ich ganz ok, hab sie jedoch nicht als "Must Have Investment" gesehen. Denn ich bin ja auch kein Fonds, der Mittel zum Investieren im Überfluss hat.
---
http://www.boerse-express.com/pages/866235
19.03.2010 15:20
'Zeitfenster für Dividenden-Aktien ist aufgegangen'
Blase? Fondsmanager Alois Wögerbauer sieht vor allem in Wien dazu keinerlei Anzeichen. Sein Anlagestil ist trotzdem konservativ.
Alois Wögerbauer
"Ich lese und höre ständig Warnungen von Finanzblasen in Medien, sei es
bei Gold, China oder anderem. Mich kümmert das nicht. Die einzige
Blase, die mich sorgt, ist die bei langlaufenden US-Staatsanleihen."
3Banken Generali Invest-Geschaftsführer Alois Wögerbauer präsentierte
im Rahmen der Roadshow #22 von Aktienforum und Börse Express (Anfang
kommender Woche gibt es die komplette Zusammenfassung der
Veranstaltung) seinen Ausblick für den Wiener Aktienmarkt. Bei dem er
ebenfalls keine Blasenbildung erkennen will. "Auch wenn einige darauf
verweisen, dass Aktien in einem Jahr an die 70% an Wert gewonnen haben.
Aber auch damit sind wir teilweise immer noch 50% unter den
Höchstständen. In Wirklichkeit steht der ATX in etwa auf dem Stand des
Jahres 2005 - fünf Jahre Börse wurden ausradiert - so sieht keine Blase
aus."
Vielmehr sieht Wögerbauer sogar ein Zeitfenster aufgehen: "Die
Dividendenrenditen liegen teils über den Bond-Renditen, bei den selben
Gesellschaften". Sein Rat: "Hier sollte man investieren - das ist die
Assetklasse für 2010." Wögerbauer schränkt aber ein, dass man sich ein
Unternehmen auch trotz hoher Dividendenrendite anschauen muss, denn
"die Telekom etwa zahlt eine Dividende, die sie sich eigentlich nicht
leisten kann." All das aber vor dem Hintergrund, "dass langfristig 60
Prozent des Aktienertrags aus der Dividende stammen."
Das starke Plus in 2009 schaffte Wiens Leitindex ATX trotz eines
Rückgangs der Wirtschaftsleistung um rund 3,8 Prozent. Wögerbauer führt
das darauf zurück, dass Börsen der Wirtschaft vorauslaufen: "Darum
beschäftige ich mich nicht mit der Volkswirtschaft, sondern mit
Unternehmen."
Reiner Stock-Picker Wögerbauer, der im Rahmen der Roadshow als bester
Fondsmanager für Wiener Aktien 2009 ausgezeichnet wurde, ging auch auf
seine Anlagestrategie ein. Als reinen ATX-Tracker mit ein paar
Zusatzwetten versteht er sich jedenfalls nicht: "Der ATX ist nicht sehr
ausgewogen, allein auf die Top-5-Werte entfallen fast zwei Drittel der
Gewichtung." Die Folge: "Ich bin ein reiner Stockpicker". Und worauf
Wögerbauer irgendwie stolz ist: "Der Fonds hat noch nie ein Derivat
gesehen. Und wird es auch nicht." Dafür finden sich in seinem Fonds:
"Banken und Zykliker sind untergewichtet. Derzeit bevorzuge ich
defensive Geschäftsmodelle, bin etwa in Versorgern stark
übergewichtet." Besonders streicht Wögerbauer auch eine Kapsch
TrafficCom hervor ("Die Staaten werden Geld brauchen, da wird Maut ein
Thema sein"), BWT, Rosenbauer und Lenzing. Und auf welche Kennzahlen
setzt der 3Banken-Fondsmanager? "Sich mit KGVs zu beschäftigen, macht
wenig Sinn." Sehr viele Unternehmen geben keine Guidance mehr ab - "für
uns Investoren ist das schwer". Was sonst? "Ich setzte daher auf
altmodische Kennzahlen wie den Kurs/Buchwert - Österreich kommt da auf
einen Wert von 1,2 - das ist attraktiv." Und liegt unter dem
langjährigen Schnitt von 1,5 bis 1,6. Und auch etwa 30 Prozent unter
dem aktuellen Schnitt der Weltbörsen.
Vom BW zum NAV Vom Kurs/Buchwert ist es nicht weit zum NAV und damit zu
Immobilien. Eine Branche, bei der Wögerbauer "seit langer Zeit wieder
zugekauft hat." Denn: "Der Abschlag der Kurse zu ihren NAVs ist
historisch gross, sogar die Griechen haben einen geringeren Abschlag."
55 Prozent beträgt in etwa der durchschnittliche Kursabschlag einer
österreichischen Immobilien-Aktie zu ihrem inneren Wert, der
europäische Schnitt liegt bei etwas über zehn Prozent. "Österreich ist
der einzige Markt, in dem kein Aufholprozess stattfand", konstatiert
Wögerbauer, während sich der globale Abschlag in den vergangenen
Monaten von 40 auf die etwa zehn Prozent reduziert hat. "Ich bin aber
überzeugt, dass die Qualität der Immobilien gut ist, auch bei einer
Immofinanz - dort waren die Gründe für den Absturz andere." Und so
findet sich eine Immofinanz auch mit einem Anteil von fünf Prozent auf
Platz vier unter den Fondspositionen - ex aequo mit conwert. Welch
theoretisches Potenzial in Immotiteln liegt, verrät Wögerbauer am
Schluss auch noch anhand der in Kürze kombinierten Immofinanz
-Immoeast-Gruppe - und rechnet vor: "Der gemeinsame NAV wird bei etwa
5,0 Euro liegen, selbst wenn ich einen Abschlag von 25 Prozent
einrechne, sind das vier Euro - jetzt kostete die Aktie rund 2,6." Auf
Immobilien setzt Wögerbauer, da "ich im Lager derer bin, die glauben,
dass wir Inflationssorgen haben werden." Reiner Stock-Picker
Wögerbauer, der im Rahmen der Roadshow als bester Fondsmanager für
Wiener Aktien 2009 ausgezeichnet wurde, ging auch auf seine
Anlagestrategie ein. Als reinen ATX-Tracker mit ein paar Zusatzwetten
versteht er sich jedenfalls nicht: "Der ATX ist nicht sehr ausgewogen,
allein auf die Top-5-Werte entfallen fast zwei Drittel der Gewichtung."
Die Folge: "Ich bin ein reiner Stockpicker". Und worauf Wögerbauer
irgendwie stolz ist: "Der Fonds hat noch nie ein Derivat gesehen. Und
wird es auch nicht." Dafür finden sich in seinem Fonds: "Banken und
Zykliker sind untergewichtet. Derzeit bevorzuge ich defensive
Geschäftsmodelle, bin etwa in Versorgern stark übergewichtet."
Besonders streicht Wögerbauer auch eine Kapsch TrafficCom hervor ("Die
Staaten werden Geld brauchen, da wird Maut ein Thema sein"), BWT,
Rosenbauer und Lenzing. Und auf welche Kennzahlen setzt der
3Banken-Fondsmanager? "Sich mit KGVs zu beschäftigen, macht wenig
Sinn." Sehr viele Unternehmen geben keine Guidance mehr ab - "für uns
Investoren ist das schwer". Was sonst? "Ich setzte daher auf
altmodische Kennzahlen wie den Kurs/Buchwert - Österreich kommt da auf
einen Wert von 1,2 - das ist attraktiv." Und liegt unter dem
langjährigen Schnitt von 1,5 bis 1,6. Und auch etwa 30 Prozent unter
dem aktuellen Schnitt der Weltbörsen.
Vom BW zum NAV Vom Kurs/Buchwert ist es nicht weit zum NAV und damit zu
Immobilien. Eine Branche, bei der Wögerbauer "seit langer Zeit wieder
zugekauft hat." Denn: "Der Abschlag der Kurse zu ihren NAVs ist
historisch gross, sogar die Griechen haben einen geringeren Abschlag."
55 Prozent beträgt in etwa der durchschnittliche Kursabschlag einer
österreichischen Immobilien-Aktie zu ihrem inneren Wert, der
europäische Schnitt liegt bei etwas über zehn Prozent. "Österreich ist
der einzige Markt, in dem kein Aufholprozess stattfand", konstatiert
Wögerbauer, während sich der globale Abschlag in den vergangenen
Monaten von 40 auf die etwa zehn Prozent reduziert hat. "Ich bin aber
überzeugt, dass die Qualität der Immobilien gut ist, auch bei einer
Immofinanz - dort waren die Gründe für den Absturz andere."
Und so findet sich eine Immofinanz auch mit einem Anteil von fünf
Prozent auf Platz vier unter den Fondspositionen - ex aequo mit
conwert. Welch theoretisches Potenzial in Immotiteln liegt, verrät
Wögerbauer am Schluss auch noch anhand der in Kürze kombinierten
Immofinanz-Immoeast-Gruppe - und rechnet vor: "Der gemeinsame NAV wird
bei etwa 5,0 Euro liegen, selbst wenn ich einen Abschlag von 25 Prozent
einrechne, sind das vier Euro - jetzt kostete die Aktie rund 2,6." Auf
Immobilien setzt Wögerbauer, da "ich im Lager derer bin, die glauben,
dass wir Inflationssorgen haben werden."
gill
Ergänzung zur Strategie:
Für die Zukunft ist es wieder geplant, schrittweise wieder mehr Unternehmen aus weiteren Sektoren aufzunehmen, um nicht eine zu hohe Gewichtung des (eher langweiligen) Utilities-/Versorgerbereichs zu fahren. Genug interessante Unternehmen gäbe es dazu.
Die Kurserholung ab den Tiefstständen 2009 wird man nicht in gleicher Stärke fortschreiben können. Wenn man auch zukünftig hohe Renditen erwirtschaften möchte, wird man um ein aktives Trading nicht herumkommen. Da bin ich gespannt, was eventuell in den Asamat-Threads für Ergebnisse erarbeitet werden; ich kann da derzeit leider nicht mitarbeiten oder meine eigenen Ideen umsetzen (manche habe ich in der Schublade liegen).
Aktuell ist die Zielsetzung deswegen bewusst konservativ. Ich möchte mein Anlagevermögen einerseits parken und mich nicht täglich um Kursbewegungen kümmern müssen, anderseits sind Tagesgeldanlagen oder Bundesanleihen keine gute Alternative für mich. Fonds wie der DJE Dividende & Substanz aber auch nicht, denn ein Total Expense Ratio (TER) von 1,93%/Jahr muss über eine sehr gute Titelselektion verdient werden. Meine Selektion darf somit schlechter sein.
Auch macht ein Immobilienkauf für mich kurzfristig keinen Sinn. IngoM hat dagegen sehr viel Dusel gehabt. Er hatte sein Depot mit viel Glück zwangsweise 2008 vor der Krise aufgelöst; einfach weil er nahezu sein komplettes Eigenkapital zur Hausfinanzierung brauchte. Das ist insofern schade, denn er hatte grob ähnliche Auswahlkriterien. Zudem hatte er einige Titel im Rohstoff-/Minenbereich detailliert beobachtet und konnte da gut Auskunft geben.
So weit also zu einem Einblick in mein Depot (2010); Updates wird es eventuell zukünftig geben, je nachdem wieviel Freizeit ich dafür habe.
@ Global_2 [#8]
Vielen Dank für Dein Ausführungen!
Ich selbst bin zumindest auf Einzelaktienebene kein richtiger Fundi, deswegen kann ich hier nix aufregendes schreiben. Eher interessiert mitlesen.
In meinem Depot haben Minenaktien ein hohes Gewicht. Besonders solche, mit viel Cash und wenig/keinen Schulden (Goldcorp, Orko Silver, Panoramic Res., Cadan Res., Endevour Silver, General Moly). Mit Dividendenrendite ist da nicht viel.
@ zorrie [#9]
Ich bin jetzt aktuell auch kein richtiger Fundi, und bei dem Fundi-Ansatz sehe ich sowieso Grenzen. Aber er ist ausreichend, um grob eine Klassifizierung in "hochriskant" oder "eher konservativ" vorzunehmen und auch ein wenig die wahrscheinliche Kursspanne einzuschätzen. Ich hangel mich weiterhin erst einmal mit vergleichsweise konservativen Titeln als Investmentposition (statt Trading) durch, um Schritt für Schritt eine bessere Größe zu erreichen. Bin vom Depot schon brauchbar kapitalisiert, aber ohne diesen Satyam Scam hätte ich keinen großen Drawdown abzuarbeiten gehabt, sondern wäre vom Depotstand wesentlich größer und könnte auch sorgloser spekulativere Risikopositionen eingehen, z.B. in Rohstofftiteln wie den von Dir genannten.
Endeavour Silver und Gen. Moly sagen mir vom Namen was, ich verfolge Companies dieser Art aber nicht. Vor ca. 3 Jahren hatte ich Kontakte bei WO, die so etwas detailliert beobachtet haben. Ergänzend war IngoM auf die großen Rohstoff-BlueChips fokussiert.
Ich werde kommende Woche voraussichtlich eine Position in einem von Scorpis Werten aufbauen, hätte das eigentlich viel früher machen sollen, hab's nur verpennt.
@ scorpion260 [#5]
Die Zertifikateposition auf SAP ist bei mir diese Woche rausgeflogen und wurde durch eine Zertifikateposition auf Deinen zweitgrößten Titel (Bayer) ersetzt. Das ist einer der DAX-Titel, den ich von seiner Aufstellung gut finde, der bisher aber nur wenig auf meinem Radarschirm war.
Die SAP ist von ihren starken Marktstellung fair bewertet; eine Größenordnung günstiger sollten sie nicht sein, da sie dann ein Übernahmeziel wären. Aber das Aufwärtspotential ist vom aktuellen Niveau aus vergleichsweise begrenzt; meine Zerti-Position wurde tradingorientiert eröffnet, als die SAP tiefer notierte, und nun mit Gewinn geschlossen.
---
Meine Strategie bleibt weiterhin, investment-taugliche Positionen aufzubauen, mit denen ich mich auch wohlfühle und nicht ständig nervös werde.
Schaue ich bei WO rein, dann sind da tonnenweise Zocker und Trader in Titeln wie Asian Bamboo investiert, sogar einige dt. Analysten geben für diesen Titel eine positive Empfehlung. Obwohl der Titel rein auf Basis der Konsensus-Gewinnprognosse (EPS) auf den ersten Blick attraktiv aussieht (die anderen Metriken jetzt völlig außen vor gelassen), würde er nicht meine Kriterien erfüllen.
Vielleicht liegt das daran, dass ich mich mit der Company auch noch gar nicht richtig auseinandergesetzt habe, aber ich sehe diese skeptisch und frage mich vor allem, warum nicht mehr Wettbewerber dasselbe machen.
Und dann das Listing in Deutschland statt Hong Kong direkt. Das ist zwar einerseits bequem für dt. Anleger, gefällt mir aber in anderer Hinsicht überhaupt nicht.
---
Asian Bamboo kaufen
30.03.2010
SES Research/ Warburg Gruppe
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Finn Henning Breiter, Analyst von SES Research, stuft die Asian Bamboo-Aktie (ISIN DE000A0M6M79 / WKN A0M6M7) nach wie vor mit dem Rating "kaufen" ein.
Mit dem Jahresabschluss seien die vorläufig berichteten Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 bestätigt worden. Der Jahresüberschuss (bereinigt um Gewinne aus der Neubewertung biologischer Vermögenswerte und entsprechende latente Steuern) sei um 36% auf EUR 27,8 Mio. gestiegen und sei das Resultat eines Umsatzwachstums um 34%.
...
vollständiger Text: http://www.aktiencheck.de/artikel/analysen-Nebenwerte-2042473.html
@ Global_2 [#11]
"Asian Bamboo":
ich bin da sehr gespannt, wie es weitergehen wird. Mehrere Analysten und Börsenbriefe geben ja positive Empfehlungen für diese Aktie; ich bin hingegen ziemlich skeptisch und stufe sie nur als Zockerpapier ein.
Hinzugefügt:
CIA EN.GER.ADR PFD NV US2044096012 http://www.cemig.com.br/
CIA PARAN. EN. ADR PFD US20441B4077 http://www.copel.com/
weiter abgebaut (praktisch rausgeschmissen): ALLIANZ SE
@ Global_2 [#13]
"weiter abgebaut (praktisch rausgeschmissen): ALLIANZ SE"
Warum dies?
@ scorpion260 [#14]
"Warum dies?"
wenn ich ehrlich bin: die Position war nur sehr klein und ich wollte etwas Cash freimachen, um eine andere Position auf bessere Größe bringen zu können. Ich agiere derzeit nicht über IB, sondern über einen viel teureren dt. Broker (primär Flatex, Handel in HK über DAB-Bank). Flatex ist für dt. Börsen vergleichsweise günstig, für den außerbörslichen Handel super, für den Handel an Auslandsbörsen jedoch teuer. Beim Handel an Auslandsbörsen muss ich dann eine gewisse Positionsmindestgröße fahren, sonst ist die Transaktionsgebühr für Orders prozentual zu hoch.
Der Allianz traue ich grundsätzlich zu, dass sie im freundlichen Marktumfeld auf über 100 laufen kann. Insofern war das Schließen dieser Position wohl viel zu früh. Das Abstoßen der Dresdner Bank war strategisch richtig, ebenso finde ich gut, dass die Allianz im Rahmen des Dresdner-Verkaufs die cominvest Fondsgesellschaft übernommen hat.
Falls die bei Onvista gezeigten Consensus Erwartungen hinkommen, lässt die Bewertung auch noch Kurspotential nach oben (d.h. über 100€).
Im Bereich "Sach" verdient sie _noch_ gutes Geld, aber als Outsider der Versicherungsbranche weiß ich nicht so recht, woran ich bei ihr eigentlich bin. Mich würden gerne mal weitere Details zu Diekmanns Parkuhreninvestments in Chicago interessieren.
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/805/498104/text/
Aktuelle Medienberichte sehen Teilbereiche der Sachsparte zudem als Sorgenkind. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/neubesetzung-allianz-tauscht-chef-wichtiger-sachsparte-aus;2564131
19.04.2010
Die Sachsparte der deutschen Allianz ist ein Sorgenkind. Sie leidet vor allem in der wichtigen Autoversicherung unter hohen Kosten und Kundenverlusten. Im Privatkundenmarkt mit Autobesitzern hat der Versicherungsverein Huk-Coburg den bisherigen Marktführer Allianz inzwischen gemessen an der Anzahl der Verträge überholt. Der neue Chef der Sachsparte hat nun die schwierige Aufgabe, den Gewinn zu steigern und die Kosten zu drücken, ohne dabei Marktanteile zu verlieren.
Ständiger Ärger mit Versicherungsvertretern, die auf hohe Provisionen pochen und aus Eigeninteresse an überkommenen Vertriebsstrukturen festhalten wollen, kommt hinzu.
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/versicherungsvertreter-fhlen-sich-gegngelt-hblatt-9cfe8faa1c48.html
Versicherungsvertreter fühlen sich gegängelt
Freitag, 16. April 2010, um 7:44
Die Vertreter - auch Stammvertreter genannt - kommen von zwei Seiten unter Druck. Einerseits verlangen immer mehr Kunden Preiszugeständnisse. Oft sind diese aber wegen der hohen Verwaltungskosten nur schwer durchsetzbar. ...
Für die Zukunft wäre dabei gerade ein schlagkräftiger Internet-Direktvertrieb wichtig, auch wenn die klassischen Vertretungsagenturen das natürlich nicht gerade gerne sehen möchten.
Beim Bereich "Leben" betrachte ich den ganzen Sektor skeptisch. Es gibt da viel zu viel Player am Markt, die dieselben Produkte anbieten. Nicht unbedingt somit ein Business, wo ich strategisch der Owner sein möchte; ein echter Wachstumswert ist die Allianz ja nicht mehr, bestenfalls anorganisch. Investitionsargument ist somit einzig die Dividendenrendite (noch ausreichend attraktiv) und das aufgrund der Bewertung bestehende Potential nach oben. Mein Verkauf war somit wahrscheinlich viel zu früh, aber meine Mittel sind begrenzt und ich möchte einige andere Titel bereits jetzt einfach als Investition strategisch haben, egal ob das vom Timing kurzfristig nur schlechter ist.
@ scorpion260 [#14]
Im Grunde verstehe ich die Allianz und wohl ebenso auch andere Versicherungskonzerne viel zu wenig. Das beziehe ich nicht auf Sachverhalte, in die nur Insider Einblick haben, sondern auf grundlegende Dinge in den Präsentationen und im Geschäftsbericht.
https://www.allianz.com/static-resources/de/investor_relations/berichte_und_finanzdaten/geschaeftsbericht/gb2009/gb2009_gruppe.pdf
Zum 31. Dezember 2009 belief sich die Bilanzsumme auf
584,0 Milliarden Euro und das gesamte Fremdkapital auf
541,8 Milliarden Euro.
Das Eigenkapital belief sich zum 31. Dezember 2009 auf
40,166 Mrd. Euro.
https://www.allianz.com/static-resources/en/investor_relations/conferences/analysts_conferences/documents/2009_fy/presentation_fy09.pdf
Beispiel Property/Casualty (P/C):
S.93: in Q4 2009 gab es im Bereich P/C 858 Mio EUR interest & similar income als Teil des Operating Incomes. Total operating profit (Bereich P/C) war in Q4 2009: 1169 Mio EUR
S.114 Asset Allocation
es wurden 92.2 bn Assets im Bereich P/C als Anlagekapital eingesetzt.
S.116 Investment Result für die einzelnen Bereiche.
Bereich: p/c: Investment return in % of avg. investment: 3.9%
Frage: die 92.2 bn Assets sind natürlich nicht alles Eigenkapital (dieses beträgt ja für den Gesamtkonzern rund 40 Mrd. EUR). Stecken die Finanzierungskosten für den Fremdkapitalteil der 92.2bn Assets im angegebenen Investment return mit drin?
Bei Industriekonzernen wird "operating profit" dagegen oft mit EBIT gleichgesetzt, d.h. Earnings nach Abschreibungen, aber vor Zinszahlungen.
Manchmal macht es Spaß, in alten Threads zu stöbern.
Damals gab es sogar noch Austausch über Positionierungen in Aktienportfolios.
Wenn ich meine damaligen Angaben mit dem heutigen Portfolio vergleiche, sind die Positionen zwar größtenteils noch die gleichen, die Gewichtungen haben sich aber teilweise aufgrund der veränderten Einzelkurse ziemlich verändert.
Woran liegt es eigentlich, daß früher generell derartige Positionierungen hier veröffentlicht wurden, auch zB hier:
http://www.zmp.de/forum/zmp-terminmarktwelt/risiko-diversizifizierung-i…
Damals waren Aktien nicht "IN", es wurden Positionierungen veröffentlicht, und sie stiegen größtenteils weiter.
Nunmehr werden keine Positionierungen mehr veröffentlicht, bedeutet dies, daß es keine Aktionäre (hier) mehr gibt, oder daß sie "OUT" sind,
und nicht weiter steigen?!
Oder bedeutet es schlichtweg einfach, daß es hier nicht mehr um solche Themen geht?
Ein offenes Posting zum Abend.