Genialer Kommentar zur Erhöhung der ALG II Regelsätze / Gutscheine
8. August 2010 19:42
HartzIV-Debitcard oder: Es gibt kein Grundrecht auf Doppelkorn
denkbar (mehr als 1000 Beiträge seit 30.08.08)
Die HartzIV-ler leben von den unfreiwillig gezahlten Steuern Dritter. Sie
leisten nix. Also müssen sie das nehmen, was bei den andern vom Tisch
runter & unter den Tisch auf ihre Tafel fällt. Und sie müssen das
auch in der FORM nehmen, wie es ihnen präsentiert wird.
Wer vom Geld anderer Leute lebt, kann nicht frei entscheiden WOFÜR
dieses Geld ausgegeben wird. Das kann er nur mit seinem EIGENEN Geld
tun. Und daß man HartzIV-lern die Warengruppen Feuerwasser und
Tabakwaren an der Supermarktkasse sperren sollte: Das ist weiter
Konsens unter all denjenigen, die HartzIV schließlich bezahlen.
Ich bezahle HartzIV über meine Zwangssteuern zwangsweise. Niemand hat
mich je gefragt ob ich das möchte. Ich kann nicht viel dagegen
machen, zahl ich meine Steuern nicht, kommt die Steuerfahndung: Und
selbst die Steuerfahndung bezahle ich noch durch Zwangssteuern, aber
das ist ein anderes Thema.
Im Minimum habe ich aber absolut keinen Bock, irgendwelchen
Hartz-Abhängern ihre doppelsichtigen glasigen Doppelkorn-Augen zu
bezahlen. Wer Schnaps saufen will, der verdiene sich SELBST das Geld
dafür. Ich bezahl das nicht. Und bitte: Bezahl ich dem Kollegen die
Fuselflasche, dann säuft der sich die Leber weg und weil ich dem ja
schließlich auch seine KV zwangsweise bezahlen muß, wird der dann für
mich noch teurer.: Klingt nicht nach einem guten Deal, selbst wenn
man HartzIV für richtig hält (was ich nicht tue!).
Lebensmittelgutscheine sind in den USA z.B. völlig normal: Ist
einfach eine Debitkarte (die von einer echten Kreditkarte nicht
wirklich zu unterscheiden ist, wir wollen ja niemanden
stigmatisieren). Mit dieser Debitkarte kann Black Mama auf Stütze
einkaufen: Frühstücksflocken für hungrige Negerkinder und eine Gallon
Milch dazu. Aber selbstverständlich kein Feuerwasser oder Rauchwaren,
diese Warengruppen sind natürlich gesperrt: Brauchen hungrige
Negerkinder auch nicht, die brauchen Frühstücksflocken und Milch,
damit sie groß und stark werden. Walmart rechnet das dann direkt mit
dem Stütze-Staat (den es leider auch in den USA gibt!) ab. Einfaches
und simples System.
Das könnte man auch hier machen, gar kein Problem: HartzIV-Card.
Musikstunde für die Kids kann dann gekauft werden, Playstation eben
nicht. Man kann also den HartzIVlern genau die Produkte vorschreiben,
die sie zu konsumieren haben. Und ihnen andere Produkte natürlich
verbieten, selbstverständlich kann man das machen. Es gibt nämlich
kein Grundrecht auf Doppelkorn. Und bitte, daran ist NICHTS unfrei:
Jedermann steht es frei, für Geld zu arbeiten oder es sich
zusammenzubetteln: Von diesem Geld kann er auch gerne Doppelkorn oder
Playstation kaufen, das finanziere ich ja nicht zwangsweise sondern
höchstens freiwillig oder auch gar nicht.
Es geht schlicht- und ergreifend darum: Dem HartzIV-ler wird etwas
geschenkt. Nämlich der Lebensunterhalt. Es wird ihm nicht mal
freiwillig geschenkt, wie gesagt: Ich MUß es bezahlen, ich kanns
nicht verweigern, ansonsten würde ich mich strafbar machen.
Ungebetene blau-grüne Männchen mit Pistolen würden mich bedrohen und
ihre schmutzigen Rotznasen in meine Bücher stecken und mir alles
wegnehmen. Und ich müßt die auch noch bezahlen.
Wenn ich aber schon jemandem zwangsweise den Lebensunterhalt schenken
muß, dann will ich wenigstens die schlimmsten Auswüchse weghaben,
weil: Die Auswüchse müßt ich ja auch noch bezahlen. Es ist daher - in
der konkreten Situation! - sehr deutlich in meinem Interesse, daß
mehr Musikstunden und weniger Doppelkorn an den Pöbel ausgeschenkt
wird. Es geht hier von meiner Warte nur noch um Schadensbegrenzung,
die Kosten für mich möglichst niedrig zu halten. Zahlen muß ich, aber
würd dann doch lieber weniger als mehr zahlen.
so far, denkbar
Das ist ja mal ein wahrhaft widerliches Geschmiere. Als ob sich alle Hartz-IV-Empfänger ständig besaufen würden. Schon mal darüber nachgedacht, daß man nach nur einem Jahr Arbeitslosigkeit automatisch in Hartz-IV reinrutscht - oder spätestens dann, wenn man seine paar Ersparnisse weitgehend aufgebraucht hat?
Aber dann sagt ja jeder, daß es ja genügend Jobs gibt. Ein weiteres Beispiel dafür, daß die Medienpropaganda mit dem ständigen Aufschwunggefasel gewirkt hat. Dabei wird natürlich nicht berücksichtigt, daß die tollen Jobs fast ausschließlich Jobs bei den modernen Sklavenhändlern sind deren Bezahlung so lausig ist, daß man zum überleben doch wieder aufstocken muß.
Naja, über den Ausschluss bestimmter Warengruppen beim Gutscheinkauf kann natürlich diskutiert werden. Andererseits, wo hört die Einschränkung dann auf. Vielleicht schließt man auch zuckerhältige Limonaden und Schokolade aus, und man darf nur mehr Gemüse kaufen :-).
Außerdem gibt es immer irgendwelche Möglichkeiten, Einschränkungen zu umgehen. Wenn jemand unbedingt etwas haben möchte, bekommt er es auch.
Mich stört eher, wenn sich jemand äußerlich so zurichtet, dass ihn kein Chef einstellen würde. Ganzkörpertätowierung, Tätowierung im Gesicht, unzählige Piercings.
@ [#1]
deftige Worte!
natürlich ist nicht jeder Sozialhilfeempfänger ein Säufer.
ich denke es ist mehr die von manchen Steuerzahlern empfundene Ungerechtigkeit mit hohen Abgaben einen Sozialstaat zu finanzieren.
In D oder anderen mitteleurop. Ländern macht der Staat die Absicherung, weil er durch die Masse an Zahlern und Empfänger das Risiko am besten umverteilt. natürlich gehen Unterstützungmassnahmen auch im Freundeskreis und innerhalb der Familie. wirschaftlich desolate Staaten wie zB Ex-Yugo oder die Phillipenes leben von emigrierten fleissig arbeitenden, die regelmässig Gelder in die alte Heimat transferieren.
ich glaube Sozialhilfe ist auch eine Art Revolutionsverhinderungsversicherung. letztendlich endet die Frage immer sehr subjektiv bei der Feststellung: wieviel will ich abgeben, was soll ich bekommen. das ist für jeden aufgrund Herkunft Bildung und Lebenserfahrung immer verschieden. daher gibts da wohl nie einen Konsens.
Gedanken am Morgen vertreiben Kummer und Sorgen! SPOMI
Ich verstehe diese allgemeine "Neid"-Diskussion nicht. Hopy hat mit der Bezeichnung widerliches Geschmiere schon recht.
Nehmen wir doch die Französische Republik als Beispiel.
Nicht nur, dass es dort grundsätzlich Mindestlöhne gibt, die rund 9.- Euro pro Stunde betragen. Auch das Gegenstück von "Hartz IV" ist anders strukturiert.
Der "Revenu de solidarité active" beträgt für Alleinstehende 464.- € (Regelsatz Hartz IV 349.- €) ohne Wohnungszuschüsse.
Und, bei einer Arbeitsaufnahme sinkt die Leistung nur um 38 € je 100 € Lohn.
http://de.wikipedia.org/wiki/Revenu_de_solidarit%C3%A9_active
Macht man sich dann auch noch die Arbeit und teilt die gesamten Hartz IV Kosten von ungefähr 45 Milliarden Euro durch 82 Millionen Bundesbürger, so kommt man auf rund 46.- Euro monatlicher Kosten für Hartz IV pro Bundesbürger.
Will man nicht, dass die Leute mit einem Arbeitsplatz, Arbeitslose anfeinden, wie aktuell medial versucht wird zu vermitteln, so soll man endlich die Mindestlöhne anheben -meines Erachtens über kurz oder lang nur eine Frage der Zeit-.
Diffamierungen von angeblich arbeitsunwilligen Leuten, gehörten vor über 70 Jahren scheinbar auch zur Tagesorednung. Schlimm, dass diese dann letztendlich Aktionen wie solche hervorbrachte.....
http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=DONS7M
@ Paljusevic, Franjo [#5]
Ich weis nicht was an diesem Artikel Genial sein soll, wie in der Überschrift angepriesen.
Vielmehr offenbahrt es ein ein perverses Weltbild des Verfassers. Für ihn sind 8 Mio Harz Empfänger alles Alkis uns A-Soziale. Auf einen gewissen Prozentsatz mag das zutreffen, aber alles über einen Kamm scheren ist einfacher und überlastet nicht den Hirnschrittmacher.
Für mich sind die Zeitarbeitsfirmen das grosse Übel dieser Zeit.
Die Zeitarbeitsfirmen bezahlen ihren Mitarbeitern häufig die Hälfte von dem, was sie von ihren Kunden, den Unternehmen, kassieren.
Die kostet deshalb ein Leiharbeiter durchaus mehr als die eigenen festen Mitarbeiter.
Trotzdem bleibt das Modell Zeitarbeit für sie interessant:
Sie ersparen sich Ärger beim Kündigungsschutz, können flexibel auf Auftragsschwankungen reagieren und Krankheits- sowie Urlaubsvertretungen organisieren.
Die Zeitarbeits-Branche profitiert mit deutlichen Gewinnsteigerungen von dieser Entwicklung.
Warum kann das nicht die Arbeitsagentur, was solche Firmen können?
Lieber steckt man das Geld den modernen Sklavenhändlern in den Arsch, als die Leute ordentlich zu bezahlen.
Ok, wenn er Markt solche Modelle will, dann soll er sie haben,aber dann müssen diese Leute mehr Geld bekommen als fest Angestellte und nicht andersrum.
Die Firmen zahlen ja dafür.
@ benedikt54 [#6]
Zusätzlich sind es noch die vielen Praktikumsplätze, die Arbeitsplätze kosten. Wenn man auf diverse Websites schaut bezüglich Stellenangebote, stellen viele Unternehmen nur mehr Praktikanten für Bürotätigkeiten ein. Kein Wunder, dass es schon eine Armee arbeitsloser Bürokaufleute gibt.
@ benedikt54 [#6]
Ein guter Standpunkt. Sehr gut.
@ Envelo [#1]
nach dem ersten Absatz habe ich nicht mehr weitergelesen und mir damit alles weitere erspart. Traurig das solche Mitbürger eine Plattform finden diese menschen- und gesellschaftsfeindlichen Äußerungen kund zu tun.
Aber es handelt sich um eine individuelle Einstellung des Verfassers. Eine interessante Frage dabei ist:
Wie sieht dessen Leben aus, wie ist er aufgewachsen, welche prägenden Erlebnisse haben sich manifestiert um zu diesem Ergebnis zu führen?
Ich fand den Artikel sehr erfrischend und schön zu lesen. Der Autor hat ein Talent, Aussagen auf den Punkt zu bringen. Und er bietet mal eine andere Sichtweise. In den Medien füllte vor ein paar Tagen die SPD das Sommerloch, mit einer Diskussion über deutlich höhere Steuern. Von den Umverteilungs-Populisten wird immer nur auf die eigene Klientel, die Transferempfänger, geschielt, wenn es um "soziale Gerechtigkeit" geht. Aber in dem Artikel werden beide Gruppen betrachtet. Die Einzahler, die mit ihrer Leistung unsere Sozialsysteme überhaupt erst ermöglichen, werden nicht ignoriert.
@ Paljusevic, Franjo [#5]
Ich bin gegen Hartz IV und für ein Bürgergeld in einer Höhe, die gerade noch den Grundbedarf deckt. Wer mehr haben will, soll arbeiten, angerechnet wird nichts mehr. Und wer nicht arbeiten kann/will, ist in den meisten Fällen selbst schuld. Die eigenen Entscheidungen, die im Laufe eines Lebens getroffen werden, führen zur aktuellen Situation. Nur in wenigen Fällen ist es wirklich "unverschuldet", also Pech. Und dann ist es eben genau das, Pech. Die Einzahler ins Sozialsystem schulden diesen Leuten keinen bürgerlichen Lebensstandard.
Beim Thema Mindestlohn ist der Blick nach Frankreich problematisch, weil es dort ca. 300.000 illegale Einwanderer für die Billigjobs gibt. Dessen ungeachtet bin ich für einen allgemeinen Mindestlohn in Deutschland, in einer Höhe von 7,50 Euro. Das würde den Lohnabstand erhöhen und man könnte Bürokratie abbauen, z.B. Teile des Entsendegesetzes streichen.
Die Gesamtkosten von Hartz IV durch alle Bundesbürger zu teilen ist ein schlechter Scherz. Erwerbstätig sind nämlich nur weniger als die Hälfte davon. Kombiniere das mit einer progressiv steigenden Einkommenssteuer. Wirklich bezahlt wird Hartz IV vielleicht von einem Drittel unserer Bevölkerung. Und die bezahlen auch sonst schon fast alles. Denn unsere staatlichen Systeme sind nicht kapitalgedeckt, sondern umlagenfinanziert = Umverteilung.
@ Teletrader [#9]
Spar dir das Drama. Der erste Absatz (mehr hast du ja nicht gelesen) ist absolut harmlos. Ehrlich und direkt in der Formulierung, ja. Aber das wars dann auch.
@ Envelo [#10]
"Spar dir das Drama. Der erste Absatz (mehr hast du ja nicht gelesen) ist absolut harmlos. Ehrlich und direkt in der Formulierung, ja. Aber das wars dann auch."
Schon allein dieser erste Absatz ist geprägt von primitiver Dummheit, sonst gar nichts. Allein der Begriff Hartz-IVler ist eine Herabwürdigung dieser Personengruppe, kann ja wohl nicht wahr sein das hier so ein Stuß verzapft wird. Was heißt denn das die nix leisten? Dann können Sie ja auch verhungern, ist ja dann eh kein Verlust oder wie?
Und deine eigene Meinung zu diesem Thema ist gelinde gesagt fragwürdig.
"Nur in einzelnen Fällen ist das Abdriften in dieser Lage Pech".
Die Millionen von Betroffenen habe das also grob fahrlässig verschuldet, da kann ich ja nur lachen. Hast du dir mal die Mühe gemacht was heutzutage auf dem Arbeitsmarkt los ist?
"Die Einzahler ins Sozialsystem schulden diesen Leuten keinen bürgerlichen Lebensstandard"
Die meisten Bedürftigen haben vorher selbst jahrelang eingezahlt. Die Masse zahlt einen für jeden verschmerzbaren Anteil ein um die Bedürftigen mit dem Notwendigsten auszustatten, ist das nicht das Wesen eines Sozialstaates? Aber wie man in den letzten Jahren merkt setzt die Politik leider alles daran diesen endlich abzuschaffen, wäre dir sicher auch genehm.
Und wie definierst du einen bürgerlichern Lebensstandard? Wenn immer mehr so denken ist es kein Wunder das die Gesellschaft an die Wand fährt.
PS: Bin normaler Angestellter mit Steuerklasse I.
was soll denn an dem drecksgeschmiere genial sein?
Text in #1 schreiben i.d.R. Leute, die exakt 1 Stufe höher stehen als die von ihnen gescholtenen.
Wer "Neger" "Trunkenbolde" zum Drauftreten braucht, der findet halt sonst nichts mehr unter sich.
@ dhp05 [#13]
du hast schon recht. dennoch tut ein bischen mehr Trennschärfe recht. kenne hier in Wien recht viele Wiener und Zuagraste aus Ex-Yugo und good old Germany, die das Sozaialsystem auch genüsslich nutzen. mag eigentlich alle davon, nur muss das finanziert werden!
schön von dir was zu lesen. grüsse diesmal aus Wien SPOMI
Ich hab jetzt noch mehr auf Telepolis rumgeschaut und ich halte viele Beiträge von "denkbar" für sehr lesenswert. Hier zum Thema: Entlastung auf Kosten von Hartz-IV-Empfängern
25. Juli 2010 07:37
9 qm geht auch
denkbar (mehr als 1000 Beiträge seit 30.08.08)
Schauen wir mal hier:
http://www.pater-rupert-mayer-heim.de/deutsch/Kurzinfo.php
Geht doch alles. Und bitte: Wer dieses Wohnheim kennt, der weiß: Es
gibt deutlich mehr Bewerber als Plätze. Und die Leute zahlen
größtenteils selbst und liegen nicht dem Staat auf der Tasche. Und
bitte, komme mir jetzt niemand damit, das seien doch Studenten. Was
diese Leute beruflich tun oder welche Art der Ausbildung sie
absolvieren, ist für die Frage, ob kleine Zimmer zumutbar sind,
VÖLLIG ohne Belang. Diese Zimmergrößen sind zumutbar, zumindest sind
mir keine erfolgreichen Klagen gegen diese Zimmergrößen bekannt, ich
wüßte auch nicht, auf welcher Rechtsgrundlage man dagegen klagen
wollen würde. Kein Gericht wird so bescheuert sein, 40qm als
Minimalgröße festzusetzen. Ganze Horden von Studenten und
Bauarbeitern u.v.a.m. könnten dann auf größere Wohnungen klagen. Und
das mit einer sehr deutlich besseren Begründung als irgendein
HartzIVler.
Denn tatsächlich haben wir die absurde Situation, daß es für
TRANSFERLEISTUNGSEMPFÄNGER bislang einen RECHTSANSPRUCH auf 40qm
gibt, für Leute die hart arbeiten und/oder was lernen überhaupt
nichts. Und in der Realität werden Transferleistungsempfängern sogar
noch deutlich größere Wohnungen bezahlt.
Es ist doch nicht vermittelbar, daß ein Student, der sein Vordiplom
mit 1,3 gemacht hat auf 9 qm hausen kann, während ein leistungsloser
Alkoholiker, der den ganzen Tag vor der Glotze hockt, einen
RECHTSANSPRUCH auf 40 qm hat: Umgekehrt isses wohl weit eher
angemessen. Bauarbeiter auf Montage ist ein Knochenjob, diese Leute
leben in Wohncontainern, in Stockbetten. Nix 40 qm. Auch denen wird
man nur schwerlich vermitteln können, wieso jemand der von IHREN
Steuern lebt und den lieben langen Tag Taschenbilliard spielt,
während sie selbst Zementsäcke schleppen, wieso der mehr Wohnraum
haben soll. Absurd.
Wenn ihr neue Nazis wollt, dann behandelt die Leute ungerecht. Es ist
bekannt, wer Hitler gewählt hat und wer ihn v.a. nach der Wahl
unterstützte: Die in der Weimarer Republik völlig übergangene
leistungsaffine und aufstiegsorientierte untere Mittelschicht: Die
sog. "kleinen Leute". Übergeht man diese Leute, bestraft man sie
systematisch durch hohe Steuern und wenig Leistung, subventioniert
damit andererseits leistungslose Leute: Dann rächt sich das
bitterlich, das gibt sehr viel böses Blut. Man muß kein Historiker
oder Politikwissenschaftler sein, um den einfachen Umstand der falsch
gesetzten Prioritäten zu erkennen. Und um zu erkennen, in welche
Barbareien das führt. Und bitte: Zu meinem Zeugen rufe ich Bert
Brecht, der hat ein Gedicht verfischt:
http://www.fisch-fasch.de/vermischtes_gedicht.html
Sich gegen Faschismus zu immunisieren ist sehr einfach: Leistung muß
sich lohnen, und Antileistung kann nicht über Gebühr belohnt werden:
In den USA hat es nie einen Faschismus gegeben, weil selbst in den
schlimmsten Zeiten des Staatsinterventionismus, dem New Deal, das
Leistungsprinzip nicht grundsätzlich in Frage gestellt wurde.
Verkehrt man das Leistungsprinzip nicht, hat man keine Problemas mit
der aufgestauten Wut der kleinen Leute.
Kurz: Ja, 9qm, Stockbetten für HartzIV. Und vom gesparten Geld
Steuersenkungen, mehr Netto vom Brutto für die unteren
Einkommenschichten: Sie haben es sich verdient. So - und nur so -
machts wieder Spaß.
so far, denkbar
Quelle:
http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-9-qm-geht-auch/forum-183159/msg-18881566/read/
@ SPOMI [#14]
"schön von dir was zu lesen. grüsse diesmal aus Wien SPOMI"
es sieht danach aus, dass ich dieses Jahr sämtliche Sommerferien der unterschiedlichen deutschen Bundesländer von Anfang bis Ende mit durchlebe. Mit Bayern hört es dann erstes Drittel September auf.
Spätestens dann schreib ich dem AAA eine Antwort zu seinem Zwischentauschmittel. (running gag)
Noch etwas grundsätzliches zu #1.
Wer zum einen den Zwang zum Steuernzahlen erkennt, zum anderen dann diese Gelder anders verwendet sehen möchte, der hat eh einen an der Waffel!
Seit wann läßt sich denn jemand, der berechtigt ist, einem Geld (Steuern)abzunehmen, vorschreiben wofür er das Geld verwendet.
"die das Sozaialsystem auch genüsslich nutzen. mag eigentlich alle davon, nur muss das finanziert werden!"
Ich kenn noch Fälle, als es die alte Sozialhilfe gab. Die lebten noch fetter. Damals dachte ich schon "nöchte ich mit denen tauschen?".
Nein, wollte ich damals schon nicht.
Die fettesten Sozialhilfegewinner leben immer noch erbärmlich! Und in der Regel leben die, die deren Leben reklamieren, exakt eine Stufe höher, geauso erbärmlich.
@ Envelo [#1]
genau! Die Frage wer finanziert es, wird hier mal schön dargestellt.
Diese Anspruchsmentalität an die Allgemeinheit, die in den folgenden Beiträgen ins Auge springt ist doch wirklich erschreckend.
Die Frage ist doch nicht wie ist der einzelne in irgend eine Situation (Harzt 4) gekommen, sondern warum sollen wir alle dafür übermässig zahlen.
Ich denke es reicht wenn die Allgemeinheit (also wir Steuerzahler, produktiv Tätigen) dafür sorgen, dass im Prinzip keiner verhungern und erfrieren muss. Und dafür sind die Sätze viel zu hoch!
Alles darüber hinausgehende ist Privatvergnügen und muss nicht von der Allgemeinheit finanziert werden.
-
Was mich an den Kommentaren stört ist dieser hetzerische Tonfall und der inhärente Verdacht das jeder Hartzi absichtlich alle anderen ausnimmt. In der Sache mag es richtig sein über Kürzungen und Gutscheinsysteme nachzudenken. Aber bitte nicht mit mit dieser faschistischen Attidüde.
Grüsse
Jaja, es scheint der aufgestaute und nicht kompensierte Ärger darüber zu sein, dass riesige -um ein Vielfaches der Kosten für Hartz IV höhere- Milliardenbeträge ins Ausland abfliessen (für Griechenland-Hilfe etc.) und man dem ganzen scheinbar Tatenlos zusieht und nichts dagegen machen kann.
Wieso man aber diesen "Ärger" dann im Land -intern-, bei den finanziell schwächer gestellten in der eigenen Gesellschaft ablässt ist mir oftmals nicht verständlich. Ich verstehe es wirklich nicht.
Gesetz den Fall es gäbe gar keine Ausgaben für Hartz IV mehr, so wären insgesamt 46 Milliarden Euro eingespart worden.
Toll !
Dann würde die gesamte Gesellschaft auf einmal sprunghaft reicher und wohlhabender werden und alle wären glücklich.
Von was träumen eigentlich einige Leute ?
@ dhp05 [#16]
in der Tat sind die Netto-Einkommen nach Transferleistungen sehr nahe zusammen unabhängig von sozialem Status oder BruttoEinkommen. das ist eine Forum von Nivellierung, die manche stört, aber auch zu sozialem Frieden führt. Strassenkämpfe und Bürgerkriege gibts in D und A schon lange nicht mehr, auch wenns immer welche von links und rechts gern hätten.
genug der Transferdebatten,
so wünsch ich dir gute Erholung in und mit allen deutschen? Bundesländern!
SPOMI
Ich möchte mal kurz skizzieren, wie leicht man als Angestellter in die Arbeitslosigkeit rutscht.
Vor drei Jahren - ich war 42 - bekamen ich und ca. 200 weitere Kollegen Termine bei der Personalabteilung. Dort wurde uns ein Abfindungsangebot - ein sehr großzügiges, wie ich sagen muß - vorgelegt. In einigen Nebensätzen wurde einem zu verstehen gegeben, daß es auch andere Wege gäbe, die Mitarbeiterzahl zu reduzieren.
Ungefähr 150 von uns nahmen schließlich dieses Angebot an. Wieso machte die Firma dieses Angebot? Brauchte sie keine Mitarbeiter mehr? Doch, natürlich. Nur hatte sie just in diesem Jahr eine eigene Zeitarbeitsfirma gegründet und konnte so die freiwerdenden Plätze sehr kostengünstig neu besetzen. Sie halbierte sozususagen die Lohnkosten in weiten Bereichen des Unternehmens, da die Ausleihgebühr für die Zeitarbeiter ja im eigenen Unternehmen bleibt.
Meine Erfahrung mit der Arbeitsagentur war auch sehr kurios. Freie Stellen gab es keine, außer bei Zeitarbeitsfirmen. Bei zweien von denen habe ich mich mal aus Neugier vorgestellt - kein Zwang seitens der Arbeitsagentur, da mein ALG höher war als das Gehalt bei einer ZAF.
Ich bin gelernter Bürokaufmann, habe Fortbildungen zum Fachkfm. Datenkommunikation, Organisationsprogrammierer und ein Fernstudium zum Dipl. Betriebswirt absolviert. Die zeugnisse sind durchweg gut und besser. Dies war der einen ZAF immerhin ein Angebot von 7,56 Euro pro Stunde wert. Das war mir noch nicht einmal ein müdes Lächeln wert.
In dem einen Jahr meines ALG-Bezuges habe ich ca. 80 Bewerbungen verschickt, die Hälfte davon nicht zurück erhalten und ansonsten nur Absagen kassiert.
Nach einem Jahr habe ich dann das gemacht, was ich erst als Rentner machen wollte. Ich habe mich als Vollzeitstudent an der Uni eingeschrieben und studiere jetzt u.a. Geschichte.
ALG-2 hätte ich nicht bekommen, Arbeitsstellen außerhalb der ZAF gibt es keine und an der Börse kann ich mir (zumindest bisher) meinen Lebensunterhalt verdienen. Was ich nach dem Studium mache? Keine Ahnung. Aber schlechter kann es auf dem Arbeitsmarkt ja kaum noch werden.
@ hopy [#22]
Mir gefällt das du in deiner unangenehmen Situation trotzdem deinen Interessen nachgehst und noch etwas machst was nicht nur eine Pflicht ist sondern dich besonders motiviert. Hast du dich schon informiert welche Möglichkeiten sich dir nach Vollendung des Studiums bieten?
Mit deinen Qualis plus wichtiger Berufserfahrung muss es auch noch andere Möglichkeiten abseits der ZAF geben. Ich würde auch bei den Firmen anrufen und nachfragen wie es sich genau mit den Anforderungen der offenen Position verhält, dabei kannst du gleich in wenigen Sätzen deinen Werdegang vorstellen und bist gleich " in der Leitung".
@ Teletrader [#23]
...und bist gleich "in der Leitung".
Qualifikation kann auch disqualifizieren. Aus Langeweile - besser aus Interesse - habe ich in der Vergangenheit diverse Studiengänge begonnen, bzw. abgeschlossen (insgesamt fünf Vordiplome, ein Abschluss, ein Abbruch) und in dieser langen Zeit natürlich auch Kontakt zu weiteren Kommilitonen ("älterer Semester") gepflegt.
Meine Erfahrung war hier, dass dem hoch qualifizierten, besser über-qualifiziertem Arbeitnehmer hieraus nicht unbedingt ein Vorteil resultiert, sondern eher das Gegenteil droht, da sie dem zukünftigen entweder Arbeitgeber zu teuer (ohne auch nur über Gehaltsvorstellungen gesprochen zu haben) oder für deren Neu-Vorgesetzte "zu erfahren" und damit als Bedrohung seiner Stellung erscheinen...
Bei manchem der Betroffenen sicher eine Frage der Darstellung, bei wenigen auch berechtigt, bei den meisten jedoch sicherlich unberechtigt.
Die Nutzniesser der Qualifikationsmaßnahmen waren somit zumeist nicht die Arbeitnehmer, sondern wiederum die schlecht zahlenden Zeitarbeitsfirmen...
P.S: war und bin Angestellter, plane jedoch aktuell mich (wieder mal) einzuschreiben und werde dann bei Neuerfahrungen berichten...
@ Teletrader [#23]
...und bist gleich "in der Leitung".
Qualifikation kann auch disqualifizieren. Aus Langeweile - besser aus Interesse - habe ich in der Vergangenheit diverse Studiengänge begonnen, bzw. abgeschlossen (insgesamt fünf Vordiplome, ein Abschluss, ein Abbruch) und in dieser langen Zeit natürlich auch Kontakt zu weiteren Kommilitonen ("älterer Semester") gepflegt.
Meine Erfahrung war hier, dass dem hoch qualifizierten, besser über-qualifiziertem Arbeitnehmer hieraus nicht unbedingt ein Vorteil resultiert, sondern eher das Gegenteil droht, da sie dem zukünftigen entweder Arbeitgeber zu teuer (ohne auch nur über Gehaltsvorstellungen gesprochen zu haben) oder für deren Neu-Vorgesetzte "zu erfahren" und damit als Bedrohung seiner Stellung erscheinen...
Bei manchem der Betroffenen sicher eine Frage der Darstellung, bei wenigen auch berechtigt, bei den meisten jedoch sicherlich unberechtigt.
Die Nutzniesser der Qulifikationsmaßnahme waren somit zumeist nicht die Arbeitnehmer, sondern wiederum die schlecht zahlenden Zeitarbeitsfirmen...
P.S: war und bin Angestellter, plane jedoch aktuell mich (wieder mal) einzuschreiben und werde dann bei Neuerfahrungen berichten...
@ Teletrader [#23]
Naja, ich bin ja kein "Träumer". Es ist für die jungen Studenten ja schon wenig aussichtsreich, mit einem Abschluß in Geschichte irgendwo unterzukommen. Als "Fossil" steigen die Chancen ja auch nicht gerade.
Mein weiterer Weg hängt natürlich auch vom Finanziellen ab. Ansonsten wollte ich nach dem Bachelor noch den Master dranhängen. Dann bin ich etwa 50 Jahre alt und dann schauen wir mal weiter.
ZAF werde ich jedenfalls immer aus dem Weg gehen. Ich habe kein Interesse, daß eine zwischengeschaltete Instanz an meiner Arbeit verdient, ohne einen eigenen Beitrag dafür zu leisten.
Meine Weiterbildungen bisher haben mir finanziell nichts gebracht - eher geschadet, wenn man die nicht gerade preiswerten Schulgebühren berücksichtigt. Und meine Arbeitgeber waren zwar durchaus angetan, hatten aber immer einen Igel in der Tasche und ich bin nie über ein Tarifgehalt hinausgekommen.
Bei den besonders interessanten Stellen hatte ich auch schon mal angerufen, aber die wollten immer erst meine Unterlagen in den Händen halten.
@ hopy [#26]
Immerhin Respekt das du in deinem Alter noch bis zum Master durchziehen willst. Solche Lebensläufe sind leider in den starren dt. Strukutren fehl am Platze und wird nicht honoriert, ich kann selbst ein Lied davon singen und schaue vermehrt nach London.
Ein Kollege von mir ist selbst über Zeitarbeit angestellt, allerdings ist er hier voll integriert und verdient immer noch mehr als in seinem letzten Angestelltenverhältnis bei einer Bank (normaler Angestellter, kein Billigjob). Es kann also auch anders gehen und es gibt gute ZAF, das ist aber leider die absolute Ausnahme.
Personaler halten sich bei telefonischen Auskünften immer besonders bedeckt, da soweit ich weiß neue verschäfte Gesetzt in Kraft getreten sind die die Firmen sofort haftbar machen bei der kleinsten falschen Äußerung. Die betrifft z. B. auch die Formulierung von Absagen und was da alles noch dranhängt.
@ fledgeling [#24]
"Aus Langeweile - besser aus Interesse - habe ich in der Vergangenheit diverse Studiengänge begonnen, bzw. abgeschlossen (insgesamt fünf Vordiplome, ein Abschluss, ein Abbruch)"
Es ist natürlich klar das hier der Eindruck entsteht "Der weiß nicht was er will und ändert von heute auf morgen seine Ausrichtung, nicht zuverlässig usw...".
Ich würde das im Lebenslauf deutlich zusammenstreichen und nur das allerwichtigste davon stehenlassen.
@ Envelo [#1]
Im Jahre 1999 hat die damalige Idiotenregierung rot-grün unter Schröder eine Arbeitsmarktreform durchgeführt, Namens Harz iV,
hier wurden unter anderen Leute die 40 Jahre in die Sozialkassen eingezahlt haben Leuten gleichgestellt welche noch nie einen Cent bezahlt haben.
Man versetze sich in solche Menschen die im Arbeitsamt neben solchen Gesindel gleichgestellt werden, welche keinen Bock auf arbeiten haben.
Gleichzeitig müssen Sie solchen Dreck lesen, den Sie eingestellt haben.
Klar, was das Gesindel betrifft gebe ich Ihnen sogar recht.
Aber Menschen die ein Leben gearbeitet haben, müssen sich nicht defamieren lassen.
Leider haben wir eine Regierung oder Kabinett die von den Problemen der Menschen die sie gewählt haben keinen realen Bezug besitzen.
@ benedikt54 [#28]
Stimmt schon, im jetzigen System wäre es besser, die Bezugsdauer von ALG1 nur von der Einzahldauer abhängig zu machen, z.B. im Verhältnis 1:8. Man sollte ein Zeitkonto einrichten, das beim Einzahlen aufgefüllt und beim Bezug geleert wird.
Das jetzige "Solidarsystem" ist eben darauf ausgelegt, dass die Leistungsträger das Gesindel mitfinanzieren. Solidarität heißt, die anderen sollen für mich bezahlen.
Wenn ich könnte, würde ich da einiges ändern. Je weniger Nivellierung, je mehr sich Leistung lohnt, desto gerechter die Gesellschaft. Nur das absolute Existenzminimum sollte vom Staat durch Umverteilung garantiert werden. Dafür die Steuern runter, und wer mehr haben will, kann arbeiten und privat vorsorgen. Dann bekommt man wirklich Leistungen entsprechend der eigenen Vorsorge und Kapitalanlagen.
Ich denke, man hat damals gar nicht richtig gemerkt, wie gut Schröder als Kanzler eigentlich war. Notwendige Reformen wurden angepackt und durchgesetzt, auch wenn sie unpopulär waren. Angela Merkel hingegen hat keine Ideen für Deutschland, sie will alles nur aussitzen. Ihr geht es um Machterhalt und das wars.
Kommentar von der Redaktion wegen unzulässiger Beleidigung anderer Mitglieder gelöscht.
....schöne neue Welt....