Gesetz zur Limitierung von Öl- u. Energie-Spekulationen - Ölpreis 65$!
Gas could fall to $2 if Congress acts, analysts say
Limiting speculation would push prices to fundamental level, lawmakers told
The price of retail gasoline could fall by half, to around $2 a gallon, within 30 days of passage of a law to limit speculation in energy-futures markets, four energy analysts told Congress on Monday.
Testifying to the House Energy and Commerce Committee, Michael Masters of Masters Capital Management said that the price of oil would quickly drop closer to its marginal cost of around $65 to $75 a barrel, about half the current $135.
Fadel Gheit of Oppenheimer & Co., Edward Krapels of Energy Security Analysis and Roger Diwan of PFC Energy Consultants agreed with Masters' assessment at a hearing on proposed legislation to limit speculation in futures markets.
Krapels said that it wouldn't even take 30 days to drive prices lower, as fund managers quickly liquidated their positions in futures markets.
"Record oil prices are inflated by speculation and not justified by market fundamentals," according to Gheit. "Based on supply and demand fundamentals, crude-oil prices should not be above $60 per barrel."
"Energy speculation has become a growth industry and it is time for the government to intervene," said Rep. John Dingell, D-Mich., chairman of the full committee. "We need to consider a full range of options to counter this rapacious speculation."
There has been much discussion recently about how big a role speculators have been playing in the sharp rise in energy prices, though no consensus has emerged on this point.
Dingell introduced a bill on June 11 that would ask the Energy Department to gather the facts on energy prices, including the role played by speculators. See full story.
There are two kinds of speculators in the futures markets, Masters said. Traditional speculators are those who need to hedge because they actually take physical possession of the commodities. Index speculators, on the other hand, are merely allocating a portion of their portfolio to commodity futures.
Index speculation damages price-discovery mechanisms provided by futures markets provide, Masters added
The committee will likely consider legislation that would rein in index speculation by imposing higher-margin requirements; setting position limits for speculators; requiring more disclosure of positions; and preventing pension funds and investment banks from owning commodities.
Both major presidential candidates have supported closing loopholes that encourage speculation in the energy markets. Read more on Election Blog.
However, other witnesses said that pure speculators have had little impact on energy prices, which have doubled in the past year to about $135 per barrel. Both Treasury Secretary Henry Paulson and Energy Secretary Samuel Bodman have dismissed the impact of speculators on prices paid by consumers.
Speculators now account for about 70% of all benchmark crude trading on the New York Mercantile Exchange, up from 37% in 2000, said Rep. Bart Stupak, D-Mich., chairman of the investigations subcommittee. Stupak introduced a bill on Friday that would limit index speculation.
There has been much discussion recently about how big a role speculators have been playing in the sharp rise in energy prices, though no consensus has emerged on this point.
Congress, however, has grown increasingly concerned over speculative investors' role in the energy market in comparison with those buying futures contracts to hedge against risk from price changes. Lawmakers are expected to consider legislation to set strict limits -- or in some cases, an outright ban -- on speculative trading in energy futures in some markets.
Dingell is looking into any legal loopholes that may have contributed to speculation in energy markets. In 1991, according to documents provided by the Commodity Futures Trading Commission to the committee's investigators, the agency authorized the first exemption from position limits for swap dealers with no physical commodity exposure. This began what Dingell said was "a process that has enabled investment banks to accumulate enormous positions in commodity markets."
In a letter to the CFTC last week, Dingell asked the agency to disclose how many other exemptions it has provided over the years.
Hallo von Klopfenstein.
Mein kurzes Statement dazu: Absoluter Schwachsinn ! Preisanstiege sind nur durch restriktive geldpolitische Massnahmen in den Griff zu bekommen. In den gut zehn Jahren der jugoslawischen Inflationsentwicklung habe ich hunderte (und das ist kein Witz) Zeitungsartikel und Regierungsmassnahmen zur allgemeinen Preiseindämmung gelesen bzw. gehört. Genützt haben sie allesamt gar nichts. Das bizarrste Ergebnis von "Preiskontrolle" konnte man 1993 beobachten, als in staatlich geführten Supermärkten ausser Salz und alten Keksen nichts mehr in den Regalen zu finden war, die Preise allerdings stabil waren. Allerdings in "privat geführten" Supermärkten (ohne Preiskontrolle) eine vielfältige Auswahl vorhanden war.
http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=9MZOS1
Viele Grüsse
Franjo
@ Paljusevic, Franjo [#2]
diese Gedanken gingen mir beim Lesen des Artikels auch durch den Kopf. Ganz egal ob Marginerhöhungen oder Positionsgrößenbeschränkungen, der Markt wird wie jeder andere auch in seiner Euphoriephase gipfeln (wobei ich mir ein durchaus höheres Niveau als 140 vorstellen kann) und dementsprechend danach einbrechen.
Hallo Teletrader.
Meiner Meinung nach kann der Markt nicht einbrechen, weil die Überschussliquidität nicht abgeschöpft werden kann. Ohne entsprechende Geldverknappung ist doch niemand bereit seine Güter für weniger als die aktuellen Marktpreise anzubieten. Die heutige Situation ist absolut neu und nicht mit den früheren "Euphoriephasen" zu vergleichen, da man diese noch relativ leicht kontrollieren konnte. Die Gebrüder Hunt hätten beispielsweise heutzutage mit ihrer Silberspekulation Erfolg gehabt.
Mach´s gut
Franjo
http://de.wikipedia.org/wiki/Nelson_Bunker_Hunt
.....weil genau das folgende heute meines Erachtens nicht umsetzbar wäre:
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(Quelle: Wikipedia)
Mitte Januar 1980 - der Silberpreis stand fast auf 50 Dollar pro Unze - schlug das amerikanische Finanz-Establishment zurück: über Nacht wurden von der Börsenaufsicht die Regeln an der COMEX geändert. Es durften keine weiteren Käufe mehr getätigt, also keine neuen long-Positionen mehr eingegangen werden. Es wurde ein "liquidation-only"-Handel angeordnet, es durften nur noch bestehende long-Positionen gegen bestehende short-Positionen ausgeglichen werden.
Damit konnte der Silberpreis nur noch fallen, und das tat er auch sofort, zumal die short-positionierten Großbanken ihre Kaufgebote kräftig nach unten setzten.
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Hoher Ölpreis ruft die Politiker auf den Plan - Exzessive Spekulation als Ursache im Vordergrund – US-Parlamentarier verabschieden erste Massnahmen
Von Martin Gollmer
(28.06.08) - Der Ölpreis eilt von einem Rekord zum nächsten. Am Donnerstag durchbrach er an der New York Mercantile Exchange (Nymex) erstmals die 140-$-Marke. Am Freitagmorgen stand die Notierung auf über 142$ für ein Fass Öl der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI). Grund für den Anstieg ist die Aussage von Shokri Ghanem, Chairman von Libyens nationaler Ölgesellschaft, sein Land erwäge eine Produktionskürzung, da der Markt überversorgt sei. Preistreibend wirkte auch die Prognose von Chakib Khelil, Präsident der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), der Ölpreis steige diesen Sommer auf 150 bis 170$.
Der rasante Anstieg des Ölpreises – er hat sich innert Jahresfrist verdoppelt – hat weltweit die Politiker auf den Plan gerufen. Sie suchen nach den Ursachen für die Hausse und nach Möglichkeiten, sie zu bekämpfen. Besonders hektisch sind die Aktivitäten im US-Kongress, dem amerikanischen Parlament. Im November stehen zusammen mit der Präsidentschaftsausmarchung Teilerneuerungswahlen an, und keiner der Abgeordneten will sich dem Vorwurf der Wähler aussetzen, er hätte nichts gegen den Ölpreisanstieg getan. Den spüren die autoabhängigen Amerikaner vor allem an der Zapfsäule, wo die Gallone (3,8 Liter) Normalbenzin zurzeit im Landesdurchschnitt knapp über 4$ kostet – 1$ mehr als vor einem Jahr.
40 Anhörungen im Kongress
Der Kongress hat deshalb in diesem Jahr schon über 40 Anhörungen zum Ölpreis durchgeführt, wovon allein vier in dieser Woche. Zunächst wurde versucht, der Rekordgewinne einstreichenden Ölindustrie und den angeblich die Förderung manipulierenden Opec-Staaten den Schwarzen Peter zuzuschieben. Den Ölunternehmen wollten Abgeordnete eine Sondersteuer auferlegen, Saudi-Arabien drohten sie mit der Verweigerung von Waffengeschäften. Doch schliesslich kristallisierte sich ein anderer Sündenbock aus den Hearings heraus: die Spekulation. Inzwischen liegen dem Kongress nicht weniger als neun Gesetzentwürfe zu ihrer Bekämpfung vor.
Bei ihrer Schuldzuweisung stellen die US-Parlamentarier hauptsächlich auf eine Studie der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ab. Die CFTC ist eine staatliche Behörde, die die Rohstoffmärkte beaufsichtigt. Der Studie zufolge haben Finanzinvestoren ihr Engagement an den Terminmärkten massiv ausgebaut: Sie halten inzwischen 71% aller Ölkontrakte an der Nymex. Vor acht Jahren waren es erst 37% gewesen. «Dies wirft die Frage auf, ob sich der Öl-Futures-Preis von Nachfrage und Angebot abgekoppelt hat und ob die Rohstoffmärkte zu einem Kasino verkommen sind, wo skrupellose Spekulanten zulasten des amerikanischen Volks profitieren», kommentierte John Dingell, der Vorsitzende des Energie- und Handelsauschusses des Repräsentantenhauses, die Studie.
Es gibt weitere Hinweise, dass Spekulation am Ölterminmarkt eine bedeutende Rolle spielt. Peter Fusaro, Gründer des Energy Hedge Fund Center, machte in «Business Week» darauf aufmerksam, dass die Zahl der Energie-Hedge-Funds von 180 in 2004 auf heute 634 gestiegen ist. Meghnad Desai, emeritierter Wirtschaftsprofessor an der London School of Economics, erwähnte in der «Financial Times», dass am vergangenen 21.Mai 849472 Ölkontrakte für 849 Mio. Fass Öl offen waren – rund zehnmal mehr als die gegenwärtige Tagesproduktion. Das sei ein «Papiermarkt», der mit den realen Operationen zwischen Produzenten und Verbrauchern kaum noch etwas zu tun habe.
Differenzierende Stimmen
Es gibt aber auch Stimmen, die davor warnen, den Einfluss der Spekulation überzubewerten. Dazu gehört interessanterweise die CFTC selbst. In einer separaten Note zu ihrer Studie weist sie darauf hin, dass die Finanzinvestoren nicht alle in die gleiche Richtung – etwa auf steigende Preise – spekulieren würden, sondern ungefähr zu gleichen Teilen Long- und Short-Positionen hielten.
Analysten der US-Investmentbank Morgan Stanley, die selbst im Rohstoffhandel tätig ist, weisen in einer aktuellen Studie nach, dass zwischen dem Preis von Öl-Futures und spekulativen Netto-Longpositionen in Öl kein Zusammenhang besteht (vgl. Grafik). Sie negieren das Vorhandensein von Spekulation deswegen nicht, führen den Ölpreisanstieg aber zur Hauptsache auf andere Faktoren wie die wirtschaftliche Entkopplung zwischen entwickelten und aufstrebenden Ländern, Bevölkerungswachstum oder Angebotsbeschränkungen auf dem Ölmarkt zurück.
Doch während sich die Experten noch über das Ausmass der Spekulation streiten, handeln die Politiker. In den USA verabschiedete das Repräsentantenhaus in der Nacht auf Freitag mit 402 zu 19 Stimmen eine erste, von den Demokraten eingebrachte Gesetzesvorlage, die die CFTC verpflichtet, von ihrer Notfallvollmacht Gebrauch zu machen, um die exzessive Spekulation auf den Energiemärkten einzudämmen. Unter der Vollmacht kann die CFTC das Ausmass der Positionen begrenzen, welche Spekulanten halten dürfen, und die für den Handel benötigten Sicherheiten erhöhen. Die Vorlage muss noch vom Senat gutgeheissen und vom Präsidenten unterzeichnet werden.
Quelle obiger Artikel: Finanz und Wirtschaft