Gold - Meine persönliche Prognose zur weiteren Preisentwicklung
Seit der Wahl von Herrn Trump zum nächsten Präsidenten der USA hat der Goldpreis erheblich an Wert verloren und damit einen Grossteil der Gewinne dieses Jahres eingebüsst. Unter anderem liegt dieser Preiseinbruch am starken US-$. Der Markt geht von erheblich höheren Zinsen aus. Steigende Leitzinsen würden eine Anlage in Gold unattraktiv machen. So denken scheinbar viele Marktteilnehmer. Ich sehe persönlich, meines Erachtens auf der jetzigen Basis aus den folgenden Gründen eine gute Einstiegschance. Warum ? --- Die Gesamtverschuldung der USA wird ungefähr im April 2017 die Grenze von 20 Billionen US-$ übersteigen (= 20.000 Milliarden US-$). Ein Grossteil dieser Schulden hat eine durchschnittliche Laufzeit von vier Jahren und ein unkontrolliertes Ansteigen der Leitzinsen würde die Finanzierung unmöglich machen. Jedes % mehr ergibt eine Mehrbelastung des ohnehin schon stark "defizitären" US-Haushaltes mit gut 200 Milliarden US-$. Das weiss man wohl auch bei der FED. Es liegt auf der Hand, dass stark expansive Ausgaben der neuen US-Regierung in Kombination mit "nicht" stark ansteigenden Zinsen ein idealer Cocktail für höhere Inflation ist. Sinkende Realzinsen durch höhere Inflationsraten dürften den Goldkurs ansteigen lassen, da die US Zinsen wie bereits erwähnt aus dem Grund der imensen 20 Billionen US-$ Gesamtverschuldung nicht so schnell angehoben werden können, wie die Inflation steigen würde.
In den letzten FED-Minutes konnte man auch lesen, dass sich einige Board-Mitglieder dafür erwärmen könnten die Arbeitslosenrate unter die FED Zielmarke fallen zu lassen um so noch stärkeren Inflationsdruck zu erzeugen, was sicherlich im Interesse der FED wäre, um die Deflation radikal zu bekämpfen. Also keine Leitzinserhöhungen trotz immer besserer US-Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten ? Diese Punkte sollte man ebenfalls beobachten. Da der Markt aber aktuell scheinbar eher vom Gegenteil ausgeht, also stark steigende Zinsen, nimmt man in der "Überzeugung" Gewinne mit und drückt damit in der Masse den Goldpreis. Die schönen 2016er Gewinne mitzunehmen ist/war offensichtlich für viele attraktiv. Auch aus charttechnischer Sicht ein interessanter Einstiegspunkt gekommen und die Chance auf einen steigenden Goldpreis in Richtung mittelfristig 1400 sehe ich als sehr wahrscheinlich.
Alte Schulden die fällig werden, werden mit neuen Schulden bezahlt. Debt-Rollover heisst die Vorgehensweise, die bei Staatsschulden praktiziert wird. Ich wundere mich, wie lässig diese Problematik vom Markt gehandelt wird. Scheinbar interessiert niemanden, dass ein Grossteil der Schulden in den USA und der Eurozone "künstlich" auf megabilligem Niveau finanziert werden. Ein Blick auf die folgende Seite des US-Schatzamtes spricht Bände:
www.treasurydirect.gov/govt/reports/ir/ir_expense.htm
Es werden aktuell nur unwesentlich mehr Zinsen gezahlt, als in den Jahren mit viel höheren Zinsen (4-5 %) bei wesentlich geringerer Verschuldung (heute fast 20 Billionen = 20.000 Milliarden $). So komme ich selbst zum Ergebnis, dass -will man den US-Haushalt nicht mit weiteren Zinsbelastungen an den Rand des Kollaps führen- entweder das Haushaltsdefizit flexibel ausgeweitet werden darf (!) oder die US-Leitzinsen weiterhin dauerhaft auf dem niedrigen Niveau bleiben, um den USA die billige Finanzierung der Staatsschulden zu ermöglichen. Meines Erachtens sind beide Varianten gut für Gold, da beide in absehbarer Zeit schlecht für den Geldwert sein werden. Spielt man die Szenarien einmal vor dem geistigen Auge durch, so bekommt man ein klareres Bild. Leitzinsen von 4 % ? 800 Milliarden $ jährliche Zinsbelastung ? Bei gleichzeitiger Steuersenkung und Schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme durch die Trump-Regierung ? Beim besten Willen kann ich persönlich hier keine negativen Auswirkungen auf den Goldpreis sehen, eher meines Erachtens eine gute Gelegenheit um klug einzusteigen.
www.cmegroup.com/trading/metals/precious/...ments_futures.html
Das erklärt offenbar die heute enge Preisspanne bei Gold. Weiss jemand mehr ?
Marktbeobafchter
Gestern war ja generell tote Hose in den amerikaischen Märkten. Die Vola im Dow fällt,fällt und fällt
Grundsätzlich bin ich Bulle was Gold, Silber angeht. Es ist doch immer so, das bevor die Märkte drehen der Frust noch steigen muss.
Mein Ziel lieg bei 1120-1140. Hier kann ich mir gut vorstellen das in einem Umfeld frustrierter Edelmetallanleger und ein einem Umfeld
steigender Aktien zum Jahresende die Basis gekommen sein könnte wieder long zu gehen.
Du hast Recht.
Die year end rally ist schon längst im Gange.
Ich bin seit Tagen EURUSD short.
FDax würde ich gern shorten, sehen aber noch keinen Einstieg.
Es könnte locker über 11000 Punkte gehen, sogar in Richtung des ATH.
Edelmetalle, insb. Silber, hatte ich Dir gesagt, sehe da ebenfalls Erholungspotential, bei Silber und Gold.
Aber wahrscheinlich es noch zu früh.
Es wird wohl bis zum Ende der FED Sitzung nächster Woche (diesmal mit folgender PK von Ms. Yellen) bei der Goldpreis Paralyse bleiben. Ziemlich langweiliger Handel mit engen Tagespreisspannen. Alle Welt wartet nun scheinbar darauf zu ergründen was denn nun die FED machen wird. Werden die Zinsen explosionsartig nach oben schiessen ? Wer meine Meinung dazu kennt, weiss wie ich darüber denke. Explosionsartig nach oben schiessende Zinsen bedeuten die Unfinanzierbarkeit der bestehenden Schulden. Oder man finanziert sie mit neuen Schulden, die in immer weiter ausufernden Haushalten legitimiert werden. Mr. Trump will keine Schuldenbremse, nein, er liebt Schulden.
Wie werden die Märkte meines Erachtens reagieren ? Nun, sollte die US-Zentralbank weiterhin die Zinsen im niedrigen Bereich halten -kosmetische 1/4 % Schritte ausgenommen- wird dies die Preise à la longue anheizen. Sollte die US-Zentralbank aber die Zinsen anheben und diese höhere Zinsbelastung trotzdem über ausufernde Haushaltsdefizite bezahlt werden (was wohl unwahrscheinlich ist), wird das meiner Meinung nach ebenfalls in einer Asset-Inflation einmünden. Überschuldete Staaten weisen oftmals dieselben Paralellen auf. Einnahmen aus Steuern, Zöllen und Abgaben können den Finanzbedarf des Staates bei weitem nicht decken. Der Schuldendienst liegt bei über 100 % der Staatseinnahmen. Um die laufenden Ausgaben zu decken -also auch Zinszahlungen für bestehende Schulden- müssen immer neue Kredite aufgenommen werden. Die Zentralbank kauft Staatsanleihen und überweist der Regierung immer größere Geldbeträge. Nicht 1:1 beobachtbar, aber sehr ähnlich. Die Luft nach oben bei den Zinsen ist sehr dünn und ich persönlich sehe ein Maximum-Cap bei 1 1/2 bis 2 % bei den US Leitzinsen. Und solch ein Niveau ist meines Erachtens nicht die Panik bzw. Angst wert, die der Markt zur Zeit spielt. Da dies mittelfristig Monetisierung der Staatsschulden und damit Geldentwertung bedeutet, sehe ich auf mittel- bis langfristige Sicht neue Hochs bei Gold, die aber wiegesagt nur auf einer Inflationierung des Systems beruhen. Die letzte FED Siitzung des Jahres und die Pressekonferenz mit Frau Yellen wird sehr interessant sein.
@Marktbeobachter
Du redest wie Franjo;-)).
Ad Franjo 2 ??? : bist du auch Franjo? noch sind die Zinszahlungen auf einem sehr überschaubaren Niveau im US Staats-Haushalt. da bedarf es vieler Zinsschritte um das Budget ausufern zu lassen. Grüsse am Morgen SPOMI
@SPOMI
Weiss nicht, kann aber sein. Gleicher Schreibstil, gleiche Themen.