Richard Ebert
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Gold: Steigt der Goldpreis weiter oder crasht er auf 500 Dollar ?

Steigt der Goldpreis weiter?

Boerse.ARD.de (12.04.11) - Was treibt die Investoren dazu, immer weiter in das gelbe Edelmetall zu investieren? Besteht die Gefahr einer Blasenbildung? Auch Experten sind nicht einig. Derweil steigt der Preis immer weiter.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_528646 )

Für die beiden Interviews klicken Sie bitte auf den Link.

Bild entfernt.

Geschrieben von Richard Ebert am
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SPOMI
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@ Paljusevic, Franjo [#30]

Bei Silber sehe ich kurzfristig ein Ende der Fahnenestange. Die Volatilität ist enorm und die TagesSpanne ebenfalls. Wir befinden uns am Historischen Hoch.
Man sollte Silber Vola verkaufen und Gold Vola kaufen. Gruss SPOMI

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zorrie
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@ SPOMI [#32]

Bin mit Dir daccord.

Auch weil Silber gestern steil gegangen ist und alles wieder abgegeben hat. Und das unter, für Ostermontag, hohen Umsätzen.

Richard Ebert
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Presseschau: Wie geht es weiter mit dem Goldpreis ?

Von Maxim Kireev

Handelsblatt, Düsseldorf (26.04.11) - Die internationale Presse fragt sich, ob die Goldblase bald platzen wird und welchen Einfluss die US-Notenbank darauf hat. Weitere Themen: Österreichs China liegt vor der Haustüre und Mädchennamen machen intelligenter.

Die Financial Times Deutschland führt die explodierenden Goldpreise auf die lockere Geldpolitik der US-amerikanischen Zentralbank zurück. Während eine Feinunze Gold im Jahr 1999 bei knapp über 250 Dollar notiert habe, so müsse nun mehr als 1500 Dollar gezahlt werden. Gleichzeitig rentierten sich zehnjährige US-Staatsanleihen nur mit 3,4 Prozent. „Die Goldliebhaber scheinen der Auffassung zu sein, dass die US-Notenbank bei jeder Schwäche der Wirtschaft nur noch mehr Geld in den Umlauf bringen wird, womit die Inflation nur eine Frage der Zeit wäre“, analysiert das Blatt. Die Anleihekäufer glaubten hingegen, die Wirtschaft bleibe schwach, egal wie viel Geld die Fed hineinpumpe. Die Aktienanleger schwelgten dagegen im Glück, bemerkten jedoch nicht, dass die Hausse der vergangenen zwei Jahre in Goldpreisen gerechnet gar nicht stattgefunden habe. Als Grund für diese widersprüchlichen Entwicklungen sieht die FTD die zweite Runde der finanzpolitischen Lockerung der Fed, die US-Staatsanleihen aufkaufe. Es stelle sich jedoch die Frage, wer einspringen werde, wenn diese Runde Ende des Sommers auslaufe. „Ohne die Hilfen der Fed dürfte es schwierig werden, zehnjährige Renten für 3,4 Prozent in den Markt zu drücken“, glaubt das Blatt und sieht die Notenbank Gewehr bei Fuß stehen, um „ein Paar zusätzliche Dollars ins System zu pumpen“. Man könne den Goldanlegern nicht verübeln, dass sie glaubten, davon am meisten zu profitieren.

Das US-Magazin Forbes warnt dagegen vor einer Blase auf dem Goldmarkt. Es sei demnach ein Fehler, davon auszugehen, Goldanlagen seien eine Absicherung gegen Inflation. Der Goldpreis werde seit 2000 zunehmend von „institutionellen Spekulanten“ getrieben, die sich das Geld dazu zu fast null Prozent entliehen. „Solange die Leitzinsen niedrig sind, sind auch die Kosten der Wetten auf Gold niedrig. Somit fließt Geld in diesen Markt“, erklärt das Magazin. Bei steigenden Zinsen würden die Spekulanten ihr Geld hingegen aus dem Markt abziehen, und der Goldpreis würde sinken. Hohe Zinsen würden oft mit hoher Inflation assoziiert. Es sei beinahe sicher, dass die Fed auf steigende Inflation mit steigenden Leitzinsen reagieren werde. Statistiken zeigten, dass der Goldpreis seit 2000 gestiegen, während die Inflation gesunken sei. Wäre Gold ein „Inflationsschutz“, müsste der Goldpreis mit sinkender Inflation fallen und mit steigender Inflation ansteigen.

Die International Business Times sieht noch keine Gründe für eine Veränderung des aufsteigenden Trends beim Gold- und Silberpreis. Viele glaubten, dass die Runde der quantitative Lockerung der Fed, während der die Notenbank US-Anleihen für 600 Milliarden Dollar erworben habe, im Juni zu Ende gehe. Weil noch immer nicht klar sei, ob nun der Aufschwung oder eine zweite Rezession komme, werde bereits über eine dritte Auflage der quantitativen Lockerung spekuliert. Ben Bernanke, der am Mittwoch vor die Presse treten werde, werde jedoch einen Weg finden, um das bisherige Programm um weitere 250 bis 300 Milliarden Dollar auszudehnen. Faktisch bedeute dies, dass sich nichts verändern werde. „Das bedeutet, dass die Inflation steigt, die Aktienblase wächst und die Schuldenblase noch fragiler wird“, meint das Blatt. Gold und Silber würden ihren Trend jedoch beibehalten. Es seien bereits Meldungen durchgesickert, China plane aus dem Dollar auszusteigen und wolle mehr Edelmetall in seinen Währungsreserven.

(Quelle und wie Wall #Street Journal, Economist, Wirtschaftsblatt und Smart Money den Goldpreis sehen: http://www.handelsblatt.com/panorama/presseschau/wie-geht-es-weiter-mit-dem-goldpreis/4096926.html?p4096926=all )

Gast

Jetzt wollen sie es aber wissen.

Habe verbilligt auf 1474.

F
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Richard Ebert
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Die Angst der Vermögenden

Von Lucas Zeise

Financial Times Deutschland, FTD (27.04.11) - Der fiskalische Kurs der USA ist nicht durchzuhalten. Dennoch sind die Schuldenprobleme Washingtons vergleichsweise komfortabel.

Mehr als 1500 Dollar für kaum mehr als 31 Gramm Gold, das ist ein Wort. Auch wenn man bedenkt, dass die Förderung einer Feinunze nur um die 550 bis 600 Dollar kostet, ein Vielfaches der jährlichen Fördermenge nutzlos bei Zentralbanken und Spekulanten lagert und das Risiko eines drastischen Preisverfalls ziemlich hoch ist. Das Wort Spekulant für die Käufer von Gold nehme ich indessen sogleich zurück. Die überwiegende Mehrheit der Goldinvestoren sucht nachgerade verzweifelt nach einer Sicherung ihres Geldvermögens. Ihr Motiv ist das Gegenteil eines spekulativen Interesses, das sich auf die Erzielung eines möglichst hohen Gewinns durch das Eingehen eines Risikos richtet.

Die Wucht der Goldpreishausse der letzten Jahre erklärt sich auch aus der enormen Aufblähung der Geldvermögen in den letzten beiden Jahrzehnten. Die spekulativen Exzesse an den Aktien-, Kredit- und Immobilienmärkten des Globus haben die alten Vermögen vervielfacht und eine beachtliche Gruppe der Nouveaux Riches aus den Reihen der Manager und Bankangestellten geschaffen, die nun, da die Party zu Ende geht, ein bedachtes Fleckchen brauchen, um wenigstens eins der vielen Schäfchen dort vor dem immer unfreundlicher werdenden Spekulationsklima ins Trockene zu bringen.

Also wenden sie die uralte Schweizer Bankerregel an, wenigstens fünf Prozent des Vermögens in Gold anzulegen. Würden alle Reichen und Neureichen dieser Welt die Regel beherzigen, so wäre der jetzt schon fantastisch hohe Goldpreis noch höher.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.ftd.de/politik/international/:kolumne-lucas-zeise-die-angst-der-vermoegenden/60043524.html )

schalke04
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@ Paljusevic, Franjo [#30]

Das Thema zu niedrige Margin hat sich nach zwei Erhöhungen auf nunmehr 14513 $ erledigt und die Auto-Liquidation von knapp gestrickten Konten ist wohl am beeindruckenden 1 h Rutsch mitbeteiligt.

http://harveyorgan.blogspot.com/2011/04/gold-rockets-to-1570-highcloses-at.html

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pullPUSH
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@ Paljusevic, Franjo [#30]

Nüchtern betrachtet ist damit der Future Markt ein "Witz" - schau mal unter -> http://www.spdrgoldshares.com - hier und neben Mienenbetribern halten ja auch Soros, Paulson und Co. erhebliche Anteile. Find ich eine sehr interessante Konstellation. So werden "Märkte gemacht".

Grüße

F
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@ schalke04 [#38]

@ pullPUSH [#39]

Danke für die Beiträge.

Ich glaube es war die Deutsche Bundesbank, die Anfang der 1990er Jahre -also zu Beginn des Terminhandels an der DTB- die imensen Bund-Future Short Positionen in Erwartung steigender Leitzinsen streng kritisierte, weil durch diese die Kassa-Zinsen um ein gutes Prozent nach oben schnellten.

"Der Schwanz wackelt mit dem Hund" sollte die bildliche Umschreibung des Faktums sein, dass das Future-Volumen die Kassa-Volumen um ein Vielfaches überschritten hatte.

Man kann mit Margin-Erhöhungen -die ich persönlich als eine Art der Preiskontrolle bzw. Preisbremse halte- zwar kurzfristig Drive aus der Sache nehmen, aber es ändert doch nichts an dem Problem, nämlich das zuviel ungedeckte Liquidität vorhanden ist, die nur durch eine restriktive Geldpolitik aus den Märkten genommen werden kann.

Ändert sich hieran nichts, werden wir -aller Preiskontrollen zum Trotz- eine stark inflationäre Zukunft erleben.

Januar 1919 - Januar 1920 starker Anstieg des US-$ Kurses = 1 Unze Silber zur Mark - gefolgt von einer Abschwächung, die bis Juli 1920 andauerte, um dann in eine Seitwärtsphase überzugehen, die bis Herbst 1921 andauerte. 1922 und 1923 gab es aber kein Halten mehr.

http://www-wiwi.uni-regensburg.de/images/institute/angegliedert/goemmel/Deutsche_Wirtschaft_und_Wirtschaftspolitik_1914-1945_Folien_Studenten_34-43.pdf

palatingekas
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@ Paljusevic, Franjo,

Inflation lediglich als monetaeres Phaenomen ("Gelddrucken und alles wird teurer") zu betrachten ist zu kurz und keine hinreichende Bedingung.

Zwar wird durch eine lockere Geldpolitik der Zentralbanken, sprich niedrige Zinsen und grosszuegige Offenmarktgeschäfte (Refinanzierung von Banken und Erhoehung der monetaeren Basis), die Kreditvergabemöglichkeit der Banken verbessert, nur muessen diese dann auch Kredite vergeben bzw. muessen ueberhaupt erst Kredite nachgefragt werden.

Es wird Pulver geschaffen, nur muss damit auch geschossen werden! D.h. Kreditnehmer die lossziehen und Waren und Dienstleistungen mit Cash erwerben und damit letztlich preistreibend wirken.

Die aktuelle Inflation ist m.E. daher nicht primaer auf die "Liquiditätsschwemme" der Fed zurueckzuführen. Diese hat lediglich stabilisierend auf Assetpreise gewirkt und - viel wichtiger - die "Angst" vor einer grossen Inflation geschuert und damit einen selbstreflexiven Prozess initiiert. Mission erfuellt. Deflation verhindert! Darueber hinaus : Die in den Markt gepumpte US Liquidität muss auch ins Verhältnis gesetzt werden zu dem was an anderer Stelle durch Kredit- und Konsumzurueckhaltung des US-Konsumenten verloren gegangen ist....

Wesentlicher Treiber ist die Kreditexpansion in den emerging markets & China (siehe debt/GDP ratios)und die dadurch angeheizte Nachfrage. Sollte die Kreditblase da platzen (einige Hedge-Funds mit langem Atem sind da bereits ordentlich short), wird auch einiges an Inflationsdruck verloren gehen. Jeder boom Zyklus muss auch mal bust gehen.

Fuer Gold bedeutet dies ein schoenen weg nach unten.
Daher, fuer unproduktives Gold gilt m.E. : ob long oder short das Geld ist....

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zorrie
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12 Jahre 7 Monate

@ palatingekas [#41]
wird auch einiges an Inflationsdruck verloren gehen. Jeder boom Zyklus muss auch mal bust gehen.
Fuer Gold bedeutet dies ein schoenen weg nach unten.

Es gibt eine neuere Studie der Bank Vonobel,
http://issuu.com/vontobel/docs/studie_inflation_vs_deflation_de
nach der Gold in Inflationsphasen real gar nicht gut rentiert. Wohl aber in Deflationsphasen.

Außerdem haben wir seit 2001 schon Booms und Busts gehabt, Gold wars im Grunde egal.

Sicherlich kommt nach 10 positiven Jahren (in USD) bald eine Pause. Die kann auch mal einige wenige Jahre dauern. Am Hoch sind wir m.E. aber noch lange nicht.

F
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@ palatingekas [#41]

.....die Kreditvergabemöglichkeit der Banken verbessert, nur muessen diese dann auch Kredite vergeben bzw. muessen ueberhaupt erst Kredite nachgefragt werden.

Ist schon geschehen. Und zwar braucht man da nur in die Portefeuilles der einzelnen Häuser zu schauen, die wie wahnsinnig Geld an Staaten wie Griechenland, Spanien, Italien, aber auch die USA und andere verliehen bzw. deren Anleihen gekauft haben.

Herr Ebert schrieb in einem älteren Posting aus dem Jahre 2008 (# 24), er würde meine Postings nicht mehr lesen, weil dort die immer gleichen Themen und Stichworte zu finden sind. Lieblingsworte: Blase, Geldpolitik und Inflation.

Ich weiss nicht ob das heute noch so ist, aber es hat sich an meinen Lieblingsbereichen seit damals nichts geändert, diese sind und bleiben auch weiterhin Staatsverschuldung, Geldpolitik und Inflation.

http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?RT=85250&TO=2-24&F=47

Inflation wird nicht nur durch übermässige Kreditvergabe an die private Wirtschaft bzw. den privaten Kreditnehmer gefördert, nein, sie wird in nicht unbedeutendem Masse durch den gestillten und immer wieder neu aufflammenden Kredithunger des Staates gefördert.

Und die Banken lieferten diversen Staaten -die es sich eigentlich unter Geldwertstabilitätsgrundsätzen gar nicht hätten leisten dürfen- immer mehr Kapital. Jetzt da diese Blase kurz vor dem Platzen ist und die Banken drohen imens Geld durch Anleiheausfälle zu verlieren, agieren die Zentralbanken und fluten den Markt mit Geld.

Die drohenden Anleiheausfälle werden damit ausgeschaltet, allerdings wurde das Problem nicht gelöst. Die Staatsschulden -die realistisch betrachtet- uneinbringbar geworden sind wurden über diese Zentralbankaktionen "monetisiert" und das durch die FED, die EZB, die BoE und die BoJ.

Nochmals will ich aus eigener Erfahrung sagen, dass diese Praxis der Staatsfinanzierung sehr stark der jugoslawischen Methode in den 1980er Jahren ähnelt.

Der Staat, wie auch eigentlich unrentable staatliche Betriebe wurden mit Zentralbankgeld am laufen gehalten. Heute wie auch damals wurden aber Kredite an "den kleinen Mann" nicht ausgeweitet. Das ungedeckte Geld ging primär an den Staat.

Dies generiert aber im Laufe der Zeit trotz allem Inflationsdruck, der sich in steigenden Löhnen ausdrückte, die aber "immer" hinter den steigenden Preisen für die Lebenshaltungskosten zurückblieben.

In Folge sank der Lebensstandard der Bevölkerung dramatisch, was auch verständlich ist, da nur der Konsumverzicht breiter Massen über die Geldentwertung die Staatsschulden bezahlen kann.

Wovor ich nur warnen kann, ist zu glauben, dass unter den gegebenen Umständen jemals wieder auf den Pfad der Geldwertstabilität zurückgekehrt werden wird.

Das ist zwar sicherlich im Interesse Deutschlands und anderer weniger stabilitätsorientierter Staaten, aber sie befinden sich in der Unterzahl. Es überwiegt die Anzahl "hochverschuldeter Länder", die gar nicht anders können, als sich durch Geldentwertung ihrer Schulden zu entledigen.

Man muss das Ganze realistisch betrachten und vor den Fakten nicht die Augen verschliessen. Mit den Konsequenzen der vor Jahren begangenen Fehler muss man heute Leben.

Leider ist das Kind schon vor Jahren in den Brunnen gefallen.

Richard Ebert
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@ Paljusevic, Franjo [#43]

Herr Ebert schrieb in einem älteren Posting aus dem Jahre 2008 (# 24), er würde meine Postings nicht mehr lesen, weil dort die immer gleichen Themen und Stichworte zu finden sind. Lieblingsworte: Blase, Geldpolitik und Inflation.

Ich weiss nicht ob das heute noch so ist, aber es hat sich an meinen Lieblingsbereichen seit damals nichts geändert, diese sind und bleiben auch weiterhin Staatsverschuldung, Geldpolitik und Inflation.

Es hat sich nichts daran geändert. Sie stellen nur fest, bieten aber (soweit ich die Beiträge überflogen habe) fast keine Lösungen an, wie der private Anleger damit umgehen soll, d.h. wie er sich am Aktienmarkt, in Renten, Rohstoffen, Immobilien usw. als Auswirkung auf Ihre Feststellungen verhalten soll.

Siehe ihr Beitrag [#43]. Nur Wiederholungen, Null praktische Emfehlungen.

Bitte unter dieser Überschrift beim "Goldpreis" bleiben.

Schöne Grüsse, Richard Ebert

DEerredux
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@ redsnapper [#20]

"Es wird aber auch die Zeit kommen, wo man sagt: "Weißte noch? 2011? Der Goldwahn?" "Mensch, erinnere mich nich daran, ich hab immer noch `n paar Krügerrand in der Schublade. Na ja, wer weiß wofür die nochmal gut sind...""

Ja, ja. Kann sein. Alles kann sein. Crashed der Goldpreis auf 500 $, freue ich mich immer noch über die Freude von Bekannten, die vor nicht allzu langer Zeit 100.000 € zu 200 $ angelegt haben. 500 $ die Unze sind im historischen Vergleich immer noch ein hinreichendes Zeichen für die dramatische Situation des Papiergeldes.

1933 wurde der Privatbesitz von Gold mit Strafe belegt. (Roosevelt, große Depression). Nixon hat den Goldstandard dann komplett abgeschafft. In solchen staatlichen Zwangsmaßnahmen sehe ich Moment die einzigen Gefahren für den Goldpreis. gut dran ist dann, wer seinen Hauptwohnsitz auf die British Virgin Islands verlegt hat. Bin immer dankbar für Tipps, wie man das macht. ;-))

Yo, ich bin ein Pessimist! (Oder sollte ich sagen, Realist)?

Gast

@ Berlinerredux [#45]

Ja, ne, is klar, das das alles sein kann. Muß aber nicht! Woher soll ich das auch wissen. Bin ja nur ein armer DayTrader, der den chart sieht und denkt:" Short!" Und 500 fände ich obszön. 1380 wäre schon ein Traum und wir wären alle glücklich. Wer weiß, vielleicht würde ich dann longen, um beim run auf die 2000 dabei zu sein...
Beste Grüße, redsnapper

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SPOMI
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12 Jahre 7 Monate

@ benedikt54 und die anderen Ritter der TMW Gemeinde

Ich erinnere mich noch an die 1980 Jahre, war damals Schüler im zarten Alter und habe bei einem Börsenspiel mitgemacht. Da ging der Goldpreis hoch, die Verschuldung der Staaaten Südamerikas war arg, es gab Umschuldungen, debt-equity swaps, US Sparkassenkrise und die Zinsen waren astronomisch hoch, auch der Ölpreis war hoch. Das Ganze kommt mit irgendwie bekannt vor nur eben 30 Jahre Unterschied. Klar wirds da und dort Einbrüche geben und manche Akteure werden für viele Jahre aus den Finanzmärkten ausscheiden, aber die Finanzwelt wird sich weiterdrehen. Fakt ist, dass es viele Jahre gebraucht hat bis der Gold und der Ölpreis wieder mal in lichte Höhen gestiegen sind. Seit damals sinken die Zinsen in einem volatilen Abwärtstrend weltweit. Was fehlt ist eine Notenbank , die die Zinsen hochfährt. Das passiert nur in Australien und einigen asiatischen Staaten. Entweder hat man aus den 80ern gelernt, das Ölpreis induzierte Inflation nicht mit Zinserhöhungen zu stoppen ist, oder Europa ist wirklich ein sinkendes Schiff und wir feiern auf der Titanic. Etwas Skepsis ist immer gut, aber zu viel gefürchtet ist auch tot. Guten Handelstag wünscht SPOMI

schnueffelnase
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12 Jahre 7 Monate

@ SPOMI [#47]

Was fehlt ist eine Notenbank , die die Zinsen hochfährt. Das passiert nur in Australien und einigen asiatischen Staaten.

China und Indien versus USA und EU: Die Zinserhöhungen in Asien darf man nicht unterschätzen. Wenn die Notenbanken in den Schwellenländern mit Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation auch das Wachstum dämpfen, wird das mit Sicherheit Folgen für die Weltwirtschaft und die Rohstoffpreise haben. Vielleicht sind Dollar und Euro auf dem Weg zu einer Bedeutung, wie sie der brasilianische Real und der argentinische Peso in den 80er Jahren hatten.

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SPOMI
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12 Jahre 7 Monate

Ad Franjo Palusevic und die YU-Inflationstheorie:

Ich schreib mal hier weiter, weil es da am besten rein passt.

Als Gegenbeispiel, dass Inflation die Aktienkurse höher treibt, möchte ich die Börse von Vietnam anführen. Inflation deutlich 2stellig (18-28%), der Index zeigt einen soliden Abwärtstrend im Gegensatz zu den anderen aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaften. Die Leute investieren in Euro, Dollar oder Gold, abhängig von den temporären Schwankungen dieser 3 Währungen, recht unabhängig vom jeweiligen Zinssatz.

Grüsse SPOMI

peterg
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12 Jahre 7 Monate

The Economic and Monetary Affairs Committee of the European Parliament has approved gold to be used as collateral confirming its status as a high-quality liquid asset

http://www.gold.org/download/pr_archive/pdf/gold_as_a_source_of_collateral_pr.pdf

http://www.docstoc.com/docs/80360665/gold-as-collateral

F
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12 Jahre 7 Monate

All time high !

wuelle
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

Angesichts des Allzeithochs, liest man Berichte über lange Schlangen vor den Schaltern der Edelmetallhändler. Wenn das man gut geht...

gautama2
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12 Jahre 7 Monate

@ wuelle [#52]

Wenn es alle tun ist es sicher nicht richtig.

Aber das dachte ich auch schon bei $ 1000. :(

Ufomeldestelle
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ wuelle [#52]

"Wenn das man gut geht..."

das kann nicht gutgehen, jedenfalls nicht lange und nicht für die "Masse" - unser Problem ist (wie immer) "bloß" das timing

Jeder dritte Deutsche will Gold kaufen

focus.de (27.07.11) - Der Goldpreis ist auf einen neuen Rekordstand gestiegen. Trotzdem wollen immer mehr Bürger aus Angst vor einem Wertverfall des Euro ihr Erspartes in Gold investieren. Vor allem jüngere Menschen machen sich Gedanken.

Jeder zweite Deutsche hält Gold derzeit für eine lohnende Kapitalanlage. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Goldhändlers Pro Aurum. Der Umfrage zufolge haben bereits acht Prozent der Bürger Geld in Gold oder Silber angelegt. Zwei Prozent der Befragten beabsichtigten, sich in den kommenden sechs Monaten Edelmetall-Anlagen zu kaufen.

Eine Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ ergab, dass etwa jeder dritte Deutsche erwägt, seine Ersparnisse künftig in Gold anzulegen. Vor allem jüngere Menschen spielten mit diesem Gedanken. Grund sei die Sorge vor einem Wertverfall des Euro. So fürchteten 63 Prozent der Befragten einen Wertverlust ihrer Ersparnisse. 25 Prozent äußerten große, immer noch 38 Prozent etwas Sorge.

Nach einer Unterbrechung am Vortag hat Gold seine Rekordjagd am Mittwoch wieder aufgenommen. Die Furcht vor einer Zahlungsunfähigkeit der USA ließ den Goldkurs auf ein Allzeithoch steigen. In New York erreichte der Preis 1624,50 Dollar je Feinunze (etwa 31 Gramm). Auch in Tokio und London stiegen die Notierungen auf Rekordhöhen.

Quelle:
http://www.focus.de/finanzen/boerse/geldanlage-jeder-dritte-deutsche-will-gold-kaufen_aid_649783.html

DEerredux
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12 Jahre 7 Monate

Stoploss und kurz laufende Puts hin und wieder an kritischen Zeit und Preismarken zum Prmmienpreis von nix, wo ist das Problem?

Long SI seit 18 $ und Long GC seit 1300 $, diese Jahre werde ich nie vergessen.

schnueffelnase
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ Ufomeldestelle [#54]

Wenn du die Meldung genau liest, bemerkst du die riesige Diskrepanz zwischen wollen und tun:

- 50% halten Gold für eine lohnende Kapitalanlage, aber nur 8% haben bereits gekauft (also ein Bruchteil!)
- 33% erwägt, seine Ersparnisse künftig in Gold anzulegen, aber nur 2% will das in den nächsten sechs Monaten tun. Wann wollen die übrigen 31% denn kaufen?

Und das, wo die Deutschen deutlich inflationsängstlicher sind als andere Völker.

Solange 1. kein Geldpolitischer Bremser in FED und EZB in Sicht ist und 2. Goldaufkäufer mit ganzseitigen Anzeigen in Kostenlos-Zeitungen und Buswerbung nach dem Motto "jetzt Ihr Gold zu Höchstkursen verkaufen" Lieschen Müller dazu bewegen wollen, sehe ich Gold steigen. Rücksetzer wie nach einer möglichen Lösung der US-Schuldenkrise werden nur kurz bleiben.

DEerredux
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ schnueffelnase [#56]

Sehe ich genau so. Morgen wird allerdings erstmal kurzfristig verkauft. (Schuldenkrise "gelöst")

tantan
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

Wenn du China wärst, und einen risigen Überschuß hättest, was würdest du damit machen? US$, Euro, Gold, oder massenhaft kleine Währungen, Land pachten und irgend welche Rohstoffe horten? Was und in welchem Verhältniss? Und wie ist die Verfügbarkeit? Die eigene Währung soll ja auch nicht zu stark werden. Der Goldpreis in US$ ist doch hier nicht die Frage! China hat doch jetzt schon ein Problem mit den US-Stattsanleihen. Solange die strukturellen Probleme der USA nicht gelöst sind oder China einbricht, wird alles in Frage kommende steigen. In welchem Verhältniss ist hier nur die Frage. Man sollte dem Zweckoptimissmus der US-Ratingargenturen nicht zu sehr auf dem Leim gehen.

F
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=250945&CP=0&F=47

Sehr kurzfristig werden sicherlich ein paar Gewinne mitgenommen, aber an den inflationären Zukunftsaussichten hat sich meines Erachtens gar nichts geändert.

Die 2000 $ Marke wird daher bald in Reichweite kommen.

DEerredux
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

... Und Silber geht nochmal in Richtung auf Alltime high 50 und wahrscheinlich darüber hinaus, schliesslich ist das erst der zweite Akt des Dramas.

wuelle
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

GFMS meldet zunehmende Absicherungsaktivitäten seitens der Goldproduzenten, schwerpunktmäßig über Collars.

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