Goldhausse - Die grosse Zeit der Märchenerzähler
Sie ist wieder da, die Zeit der Märchenonkels.
Viele neue Geschichten über Gold, Silber, Gas , usw. verpackt in windigen Aktien mit wunderschönen Namen. Ein Blick auf die Seite von rohstoffwelt bestätigt dies.
Der Goldpreis eilt von High zu High während die wunderschön klingenden Goldtitel fast Totalverluste liefern.
Auch wenn ein Titel mal 200 Prozent macht, dann kauft irgend ein doofi für 400 Euro.
Wie schrieb hier einer einmal sehr zutreffend.
Eine Goldmine ist ein Loch in der Erde und drumherzum stehen lauter Verbrecher.
Wie wahr , wie wahr.
Die Märchenonkels sind doch schon seit Jahren unterwegs. So aus der Erinnerung heraus ab 2003/2004, als die New-Economy-Hype-Aktien endgültig weg waren, kamen die Minenhyper aus ihren Löchern.
Gold kann sich von Aktien und UD$ lösen. Das gibt den Weg nach oben frei.
@ tantan [#3]
bemerkenswert ist, dass WTI nicht mit nach oben geht, Silber schon. offenbar wird die zukünftige Inflation niedriger eingeschätzt als die Lagerkosten von Öl. Ratio öl-Gold ist langfristig auf keinem extremen Niveau. vielleicht gibts dafür aber auch ganz andere Erklärungen.
Gruss SPOMI
@ SPOMI [#4]
Der Ölmarkt hat seine Bindung an die wirtschaftliche Realität verloren. Es gibt zu viele Longonlyfonds das arbitage nicht mehr richtig funktioniert. Ich habe selber diese Erfahrung machen müssen. Einige mögen jetzt einwenden, das arbitage immer möglich ist. Das mag sein. Aber die benötigte Liquidität steht in keinem Verhältniss zu Ertrag. Das gilt etwas abgeschächt für viele andere Märkte und ist eine Auswirkung der übermäßigen Liquidität. Blasen wo man auch hinsieht.
@ tantan [#5]
Ich habe auch darunter gelitten, dass zur Jahreswende der Supercontango in WTI nicht arbitriert werden konnte aufgrund fehlender Lager. denke ebenfalls, dass zuviel Geld kurzfristig Anlagemöglichkeiten sucht. Schön, dass es neben Gold einige zu Index unkorrelierte Futures gibt (soft commodities, grains).
Gruss SPOMI