Goldman Sachs: Wenn Banker sich bewaffnen
Wenn Banker glauben, sich bewaffnen zu müssen ...
institutional-money.com / aa (04.12.09) - Goldman Sachs, respektive deren führende Mitarbeiter, sind zurzeit nicht gerade beliebt. Den Goldmännern wird vorgeworfen, die Finanzkrise zu ihren Gunsten genutzt zu haben und sowohl an fallenden als auch an steigenden Kursen zu verdienen. Einerseits wird ihnen vorgehalten, milliardenschwere Staatshilfen in Anspruch genommen zu haben (Anmerkung: gegen Bezahlung von hohen Zinsen, die dem US-Budget zu Gute kommen). Andererseits wird der Bank auch die Rückzahlung von Staatshilfen samt Zinsen zum Vorwurf gemacht ...
Führen die Goldman Sachs-Mitarbeiter Emissionen von Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen durch und kassieren dafür ihre branchenüblichen Fees, stehen sie im Sperrfeuer eifersüchtig geifernder Medien. Stehen Banken am Rande der Insolvenz, hagelt es Kritik. Sind sie wiederum profitabel, scheint auch dies ein Verbrechen zu sein. Offenbar ist in der postmodernen Neidgesellschaft nichts unverzeihlicher als selbstbewußt zur Schau gestellter Erfolg. Missgunst und Neid haben sich die Goldmänner aber redlich erarbeitet - und damit „Gottes Werk" vollbracht, meinte zumindest Goldman Sachs CEO Lloyd Blankfein in einem Interview mit der „Sunday Times".
Die Mitarbeiter von Goldman Sachs sind sowohl innerhalb von Wallstreet als auch in Mainstreet unbeliebt. Unbeliebtheit ist das eine, blanker Hass und rohe Gewalt das andere. Mitarbeiter von Goldman Sachs fürchten wohl letzteres und legen sich im immer stärken Ausmaß Schusswaffen zu, wie Bloomberg berichtet. Am Körper tragen dürfen sie diese aber nicht. Die Waffen müssen zumindest in New York von Gesetz wegen von der Munition getrennt daheim gesichert aufbewahrt werden, was die Sinnhaftigkeit des Kaufs relativiert ...
Auch CEO Blankfein sorgt auf seine Art vor: Er hat sein Grundstückstück mit einem neuen Sicherheitszaun ausstatten lassen sowie seinen Mitarbeitern geraten, ihren Wohlstand nicht öffentlich zur Schau zu stellen.
(http://www.institutional-money.com/news/uebersicht/artikel/?tx_ttnews[tt_news]=13252&tx_ttnews[backPid]=11&cHash=f793482ead)
...Goldman macht sich gerade zwar wieder unbeliebt, aber wenn man trotz allem noch 15,3 Mrd. $ = 430.000$ pro Mitarbeiter als Prämie verteilen kann, ist die Lage wohl noch entspannt:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,741137,00.html
ciao,
zentrader
für die Mitarbeiter bestimmt.
Für mich ist das ein gruseliger Selbstbedienungsladen.
@ Lenzelott [#3]
Weil sie das, was sie machen, besser machen als der Rest?