Grexit
Ist ja wie "Wer zuerst was sagt, verliert" hier geworden*g.
Etwas zur Ablenkung:
FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Devisenmarkt haben die Anleger am Dienstag gelassen auf die drohende Staatspleite in Griechenland reagiert. Am Vorabend war zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ein Treffen der Euro-Finanzminister zum Schuldenstreit mit den Griechen in einem Eklat geendet. Bis zum Mittag legte der Euro auf 1,1432 US-Dollar zu und lag damit etwa einen Cent höher als am Morgen und zudem höher als vor dem Scheitern des Treffens. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,1408 festgesetzt.
Nach Einschätzung von Volkswirten der Commerzbank liegt die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone ("Grexit") mittlerweile bei 50 Prozent. Dennoch gebe es am Devisenmarkt "nun wirklich nicht die panikartige Reaktion, die sich die griechische Regierung erhofft haben dürfte", kommentierte Experte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank.
Viel hänge von der Kursentwicklung bei den Staatsanleihen anderer angeschlagener Euroländer wie Spanien oder Portugal ab. Stecken diese den drohenden Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone gut weg, sieht Experte Leuchtmann sogar Erholungspotential beim Euro: "Dann würde der Grexit als Beweis interpretiert, dass Europa zur Sanktionierung von Konditionsverstößen fähig ist." Die Risikoaufschläge auf die Staatsanleihen Spaniens, Italiens und Portugals fielen am Dienstag./fr/js
Scheinbar wird ein Austritt Griechenlands wirklich nicht zu größeren Beeinträchtigungen für den Euro, oder die Indices führen.
scorpion
Im Grunde glaubt nämlich niemand daran das die Griechen die Eurozone verlassen, sondern das man sich irgenwie arangiert.
Diese scheiss Börse wird doch nur noch durch Politik bestimmt, man was mich das nervt. Als die Krise in der Ukraine ausbrach gabs Vola nur Aufgrund eines Gerüchts, Heute brechen sie die Waffenstillstandsvereinbarungen und keine Sau interessiert es.
So ist Börse,
Wenn ich ehrlich bin, ich glaube auch nicht daran.
Ich wollte nur mal irgendwas posten, damit es nicht ganz einschläft hier.
scorpion
Ich weis, aber was will man auch schreiben! Es wird künftig wohl kaum anders werden.
Und es wird so kommen:
"FRANKFURT (dpa-AFX) - Signale für Fortschritte im griechischen Schuldendrama sollten den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch nach vorne bringen. Wenige Tage vor Ablauf eines Ultimatums der europäischen Partner deutet sich an, dass die Athener Regierung doch einen Antrag auf die Verlängerung des aktuellen Hilfsprogramms bei der Eurogruppe stellen wird. "
Ich halte den Grexit seit dem Zeitpunkt für möglich, seit ich in der Zeitung gelesen habe, dass der Bund keine Hermes Bürgschaften mehr für Griechenland ausstellen wird, da das Land jetzt wirtschaftlich so gut da steht, dass dies nicht mehr nötig sei, sondern diese Risiken wieder von privaten Versicherern übernommen werden könnten.
Das ist doch von der Aussage her in etwa so, wie eine Absage weil man zu hoch qualifiziert ist.
Für mich eine Entwicklung, die zeigt, dass man sich schon vor Monaten über dieses Szenario Gedanken gemacht hat und es nicht mehr ausschließt. Früher oder später wird es sowieso kommen. Man hat zuvor nicht die nötige Sorgfalt bei der Auswahl der Beitrittskandidaten walten lassen, also muss man es jetzt nachholen. Kostolany hat es ja schon vor Einführung des Euro noch umfangreicher und deutlicher formuliert: "Der Euro wird kommen, aber er wird nicht bleiben!" Begründet hat er diese mit den kulturell bedingt sehr unterschiedlichen Denkweisen, die sich nicht vereinbaren lassen.
Wenn sich die Länder nicht angleichen wird der Euro keinen Bestand haben, dass wissen die auch in Brüssel. Man kommt daher m.E. nicht darum herum Länder, die gegen den Strom schwimmen wieder auszuschließen.
Es geht um Politik und die Politik wird entscheiden. Meines erachtens in erster Linie nach Wählerstimmen, erst im zweiten Ansatz aufgrund anderer Kriterien. Gewöhnlich wirft man schlechtem Geld gerne gutes hinterher (weil man sich die Fehler und dann offensichtlichen Verluste nicht eingestehen will), aber ich denke, dass sich keine der amtierenden Parteien einen Gefallen damit tut, im Thema Griechenland soweit nachzugeben, dass die Griechen gut darstehen.
Die im Artikel beschriebene Martkbewegung bestätigt im Grund meine Erwartung aufgrund der Annahme das Ausscheiden eines Landes wie Griechenland würde den Euro und die Konsolidierungsbemühungen wieder glaubwürdiger machen.
Habe heute im Urlaubshotel wegen Schlechtwetter herumgesessen und habe ein bisschen herumgedaddelt.
Dabei fand ich das:
http://www.bruegel.org/nc/blog/detail/article/1530-why-grexit-would-not…)
Interessant, während Portugal, Irland und Spanien in den letzten Jahren deutlich mehr exportierten im Vergleich zu Importen, gelang das trotz dem Diktat der Troika und den Anstrengungen der regierenden Neodemokratia-Partei nicht. Die Autoren folgern, dass der, von W. Sinn geforderte Austritt Griechenlands aus dem EU-Raum die Exporte anschieben würde, nicht zu erwarten ist. Griechenland hätte bislang die Unterstützungen und Zeit nicht genutzt um den verkrusteten Arbeitsmarkt zu modernisieren und wettbewerbsfähiger zu werden.
Man könnte jetzt sagen, in den nàchsten Monaten könnte Griechenland eine super Chance haben. (Es wird ja in den nàchsten Tagen wahrscheinlich eine Lösung gefunden.) Eine neue (noch) nicht von Korruption bzw. den alten Seilschaften durchdrungene Partei gemeinsam mit, hoffentlich auch jetzt geschickter agierenden "Institutionen" hätten eine gute Chance. Wir werden sehen, ob das utopisch ist. Wenn ich wetten müsste aber...
Auch interessant für Regentage der Link zu dem Artikel von brookings von Pelagidis.
Ja, es ist schon erstaunlich. In Griechenland ist wirklich überhaupt gar keine Besserung eingetreten, sondern die Situation hat sich weiter verschlechtert. Mit einer Steigerung der Inlandsnachfrage wird man da nicht entgegen wirken können, sondern die Defizite noch weiter ausweiten.
Ich bin auf morgen gespannt. Nach einem klaren "Nein" zum Verlängerungsantrag der Griechen aus Deutschland, wird man sehen, ob Einigkeit unter den Finanzministern herrscht oder die bisherigen Ideale aufgeweicht werden. Es scheint ja unterschiedliche Meinungen dazu innerhalb der Eurogruppe zu geben.
peterg
Gestern bei Will kritisierte Söder das die Griechen nicht sparen (also kürzen) sondern neue Beamte einstellen wollen. Dieser Torfkopf kapiet nicht das dies ein genialer Schachzug der neuen Regierung ist, oder wer glaubt denn ernsthaft daran das die alten Seilschaften die jetzt noch am Ruder sind bei anstehenen Reformen helfen wird, das tun nur die welche neu installiert werden und dies der neuen Regierung zu verdanken haben.
Es wird immer von Reformen geredet, aber was genau wird denn erwartet? Was genau sollen die Griechen tun?
Das eigentliche Kernproblem liegt doch daran das Griechenland nicht Wettbewerbsfähig und zu teuer ist, und niemals die Leistungsbilanzdefizite abbauen kann und somit keine Schulden bedienen kann.
Als ich Gestern Söder gehört habe war ich platt welchen ökonomischen Unsinn dieser Mann verzapft hat. Er hat in seiner Argumentation auf die Süddeutsche Zeitung verwiesen und gemeint wenn die das sagen dann stimmt das auch. Unglaublich
Die wieder fallende crossrate EURUSD zeigt schon an, in welche Richtung es gehen wird.
Letztendlich wird nicht Athen, sondern Brüssel einlenken.
Den Equities sollte es weiteren Auftrieb verleihen.
Wie gesagt, so lange noch Geld da ist, macht man das weiter, was man gerade tut.
Eine Uneinsichtigkeit, die ich auch an mir immer wieder feststelle.
Es ist noch sehr viel Geld vorhanden, deswegen denke ich, daß es noch eine ganze Weile gen Norden geht.
Die politischen Marionetten laufen erst später zur Höchstform auf.
Goliath geht vor David auf die Knie...
Weswegen eigentlich? Weil es, von den Gesamtkosten her, nicht sehr teuer ist? Weil man sich ein Scheitern nicht eingestehen möchte? Weil ganz andere paneuropäische Interessen dahinterstehen?
Ich denke, es geht ganz einfach um Macht über Menschen, und die Ausübung selbiger.
Da Geld nur buntes bedrucktes, mit einem Nominalwert versehenes, Papier ist, bedient man sich wohl diesem Instrument, um in einer kleinen elitären Gruppe "Paneuropa" zu gestalten, um gegen die anderen Wirtschaftszonen (BRIC, NAFTA, usw.) bestehen zu können.
Wie dem auch sei, ab Montag werde ich, seit vielen Jahren, erstmals (evtl. größere) Verkäufe im Langfristportfolio tätigen.
An zu wenig Gewinn ist noch niemand gestorben...
Antwort auf peterg von benedikt54
[quote=benedikt54]
Es wird immer von Reformen geredet, aber was genau wird denn erwartet? Was genau sollen die Griechen tun?
Das eigentliche Kernproblem liegt doch daran das Griechenland nicht Wettbewerbsfähig und zu teuer ist, und niemals die Leistungsbilanzdefizite abbauen kann und somit keine Schulden bedienen kann.
[/quote]
Was sollen die Griechen tun? Mir fallen da ganz einfache Dinge ein, die auch schon mal genannt wurden:
1) Die Korruption bekämpfen.
2) Die Korruption bekämpfen.
3) Die Korruption bekämpfen.
4) Die Steuern, die sie erheben, auch eintreiben.
5) Ein Kataster anlegen. Bislang sind von Griechenland, trotz hunderten von Millionen an EU Zuschüssen für diesen Zweck und einem verstrichenen Jahrzehnt, erst ca. 35% erfasst. Man weiß also gar nicht, wer überhaupt Steuern in welcher Höhe auf Grundbesitz zu zahlen hat, weil man nicht weiß was wem gehört.
5) Den Beamtenapparat effektiver gestalten. Das war auch der Grund warum man die Beamten abgebaut hat. Gemessen an der Größe des Landes, der Bevölkerungszahl usw. beschäftigen die Griechen weitaus mehr Beamte als andere Länder.
Also ich persönlich glaube nicht daran, dass die Griechen irgend etwas reformieren wollen. Das einzige was sie vorhaben, ist die Dinge wieder dahin zurück zu drehen wo sie vorher standen. Sprich alle Kürzungen zurücknehmen, alle entlassenen Beamten wiedereinstellen.
Begründung: Die Kaufkraft stärken.
Bezahlen soll es dann die EU. An die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit denkt dort kein Mensch in der Regierung. Die denken ans Geld drucken und an kreditfinanzierte Fiskalpolitik als Allheilmittel. Strukturelle Dinge will dort kein Mensch angehen.
hätte mehr erwartet von der neuen griechischen Regierung. Ich denke das wir früher oder später in de Eurozone Bürgerkrieg bekommen werden wenn das so weiter geht. Ich wunder mich sowieso wie man 5 Jahre lang ne Arbeitslosigkeit von ~50% bei den bis 30jährigen überhaupt solange durchhalten kann, werden die alle mit Valium abgefüllt?
#7 peterg
Ich war am letzten Wochenende ebenfalls im Urlaub (Kurzurlaub) zum Valentinstag im Palace in Berlin.
Das Wetter war zwar schön, Zeitung gelesen habe ich aber trotzdem*g.
In diesem Falle die Ausgabe der WELT vom 14.02.2015.
Auf Seite 1, "Dax steigt und steigt und steigt", und "Aus Troika wird "Die Institutionen"".
Das war nach Freitag, dem 13.*g.
Ich denke, somit ist die Großwetterlage klar. Es geht so weiter, weil genug Geld vorhanden ist.
Solange Geld vorhanden ist, zahlt der Mensch lieber.
Die Assetinflation wird wohl noch eine Weile so andauern.
Benedikt ich weiß, Du willst den Short im FDax ansetzen, allerdings, wie Du selbst oft genug gesagt hast, in einer solchen Phase ist short gleich Mord.
Immer denn, wenn Momentum in die Märkte kommt, sollte sich der vorherrschende Trend noch verstärken.
Eine Ähnlichkeit zu 2000 sehe ich nicht. Die exorbitant hohen Bewertungen, die damals vorhanden waren, gibt es heutzutage nicht.
Damals war am Ende vieles auf Phantasie aufgebaut.
Durch die Abwertung des Euros wachsen auch größerenteils die Gewinne der heimischen Unternehmen, die in Euro fakturieren, und sich sicher gut hedgen.
Trotz allem wird es Zeit, langsam ein paar Stücke in den steigenden Markt zu geben.
Noch kurz zum Thema Griechenland, Südstaaten, etc.:
Ich persönlich denke, man wird immer wieder brav bezahlen am Ende (in der Presse wird dies natürlich anders kolportiert).
Kleine Probleme in der Peripherie eines Systems löst man eben mit Geld.
Zumindest, solange dies geht.
tomyx
Die Korruption begleitet Griechenland seit es Griechenland gibt. Es ist auch kein nur griechisches Problem (siehe Siemensaffäre usw) und sicher nicht das Problem der Eurozone.
Habe ein Interview von Flassbek gelesen und mehr kann man dazu nicht sagen, genauso ist es.
http://www.derbund.ch/ausland/europa/Deutschland-hat-quantitativ-mehr-g…
Was den Beamtenapparat angeht so ist der Deal genial. Mit welchen Beamten glaubst Du kann die neue Regierung in Griechenland wirklich Reformen durchziehen? Mit den bisherigen, oder den neuen welche ihre Posten der neuen Regierung verdanken?
Die Griechen wollen schon, nur man muss sie auch lassen und Ihnen die Luft zum Atmen geben. Kürzungsprogramme aller Brünig haben in der Geschichte noch nie etwas gebracht.
Warum ist wohl der zweite Weltkrieg entstanden, nur weil man Deutschland nach dem 1. Weltkrieg ausgeblutet hat und das Land keine Möglichkeit bekam sich zu erholen und somit wurde der Nährboden für einen Hitler geschaffen.
Ich weiß nicht. Ich finde es nicht richtig, einfach so zu sagen, die Politik der Haushaltskonsolidierung sei ein Fehler gewesen. Wenn man mal zurückblickt, welche Alternativen hatte man denn? Die Situation war doch die, dass viele Länder überschuldet waren, und Probleme hatten sich am Kapitalmarkt überhaupt noch zu finanzieren. Auch die Nordländer hätten das nicht dauerhaft auffangen können und wären früher oder später mit in den Strudel geraten. Wie hätte man denn sonst darauf reagieren sollen? Ich denke, man hatte vor dem Hintergrund der Situation gar keien andere Wahl. Außer einer, für die war man aber noch nicht bereit, wir nähern uns aber diesem Punkt.
Seinerzeit hatte man noch die Illusion den Euro als stabile Währung erhalten zu wollen und war noch nicht bereit die Stabilität der Währung zu opfern. Mittlerweile ist man sukzessive von diesem Ziel abgerückt.
Immer wieder neue Hilfsprogramme von anderen Ländern sind schwer vermittelbar. Dazu sind die nationalen Interessen zu stark.
Dauerhafte Haushaltsdefizite lassen sich nur über die Notenpresse finanzieren. Letztlich läuft es darauf hinaus. Länder wie Griechenland fordern dass ja schon. Es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es Realität wird.
Athen gewinnt
Im Verhandlungspoker wird Griechenland am Ende siegen. Die Politiker der anderen Euro-Länder wollen das Scheitern ihrer Rettungspolitik nicht zugeben, sagt unser Kolumnist.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/kolumne-may…
Kommentar vom ehemaligen Chefvolkswirt der Deutschen Bank.
Die Rettungspolitik ist gescheitert, das will aber keiner niemals nie zugeben. Deswegen wird Griechenland seine Forderungen durchsetzen können.
Meiner Meinung nach wird das Spiel erst ein Ende haben, wenn auch in den Nord-Ländern die Leute auf die Straße gehen, weil sie keinen Bock mehr haben, Rettungsgelder zu zahlen.
Oder, die andere Möglichkeit, wenn die EZB alles finanziert - dann geht das solange, bis das Vertrauen in die Währung aufgebraucht ist und niemand mehr die Scheinchen im Portmonee haben möchte. Dann war es das mit ZIRP bzw. NIRP.
Ich halte einen totalen Bruch (Euro, EU und Schengen) mit Griechenland für möglich. Die Drohgebärden der Griechen machen es unseren Politikern auch einfach. Und Nachahmer würden diesen Weg nicht gehen wollen. Die Auswirkungen werden kaum spürbar werden. Abschreibungen, auf Geld was schon lange weg ist, werden die Deutschen ohne zu murren hin nehmen. Die Wahrscheinlichkeit sehe ich bei über 60%. Für einen Ausstieg nur aus dem Euro, halte ich mich mit 30% eher zurück.
Ich denke man will gar keinen Austritt von Griechenland. Man stelle sich vor das allgemein verkündete Chaos tritt nicht ein und Griechenland würde wieder Boomen, das wäre dann das Indiz dafür das die Eurozone so kein tragfähiges Konzept ist, was es ja auch nicht ist.
Das dann alles bei den Griechen zusammenbricht, noch schlimmer als jetzt, erzählen doch nur die welche bis jetzt glänzend an dem chaos verdient haben.
Die Verlierer des ganzen wären nur die Profieure des jetztigen Zustands.
Also, was soll der normale Durchschnittsgrieche denn noch verlieren? Vielleich kaufen dann die Leute in Griechenland wieder Produkte die sie selber herstellten. Oliven und Tomaten aus Spanien, was für ein Irrsinn. Selbst der Fisch wird im Ausland gekauft. Kleine Fischer bekommen Abwrackprämien für ihre alten Schiffe.
Theo Waigl hat gesagt, das Greichenland nur ein unbedeutendes kleines Problem am Rande der EU darstellt. Wenn sowas unbedeutendes schon solche Wellen schlägt, was passiert dann wenn einmal Länder wie Italien , Spanien, Frankreich aufbegehren?
Der Politik geht es nur um das hinauszögern, um das Verschieben und darum Fehler und Versagen nicht eingestehen zu müssen.
Antwort auf Ich denke man will gar keinen von benedikt54
Es läst sich aber nicht mehr so verkaufen. Würde man sich von den Griechen, jetzt noch erpressen lassen, ist das Ende für EU eh besiegelt. Anderseits kommen die Griechen nun so unverschämt daher, das das Verständniss für ein Fallenlassen, in der Bevölkerung groß ist und nicht als Versagen der Verantwortlichen wahrgenommen wird. Die ca. 70 Mrd. Euro die der deutsche Steuerzahler dann verliert, gingen dann, ungerechtfertiger Weise, auf das Konto der Linksregierung der Griechen.
Schäuble und Konsorten wären wieder fein raus. Deshalb diese hohe Wahrscheinlichkeit.
Tantan
Also in Anbetracht der Tatsache das uns die Finanzkrise welche uns unsere lieben Freunde in den USA eingebrockt haben knapp
150 Mrd gekostet hat erscheinen die Kosten für Griechenland verkraftbar, das stimmt.
Ich wäre wirklich einmal Mäuschen wenn die Herren tagen.
Andererseits finde ich die Vorgaben welche die Griechen machen gar nicht so abwegig. Man verlangt das die Überschüsse welche gemacht werden, und die werden angeblich ja gemacht zu einem Teil in die griechische Wirtschaft fliessen sollen, was ja auch richtig ist.
Klar haben die griechen Fehler gemacht, gerade in der Anfangsphase des Euro, aber ich sehe die Fehler genauso bei uns, denn man kann einem Land das sich über Jahrzehnte nie an monetäre Richtlinen gehalten hat nicht unbegrenzt Geld geben ohne dies zu kontrollieren was damit passiert.
Wie bescheuert muss man eigentlich sein um das zu tun. Wo ist denn die Wahrscheinlichkeit grösser mein Geld wieder zu erhalten, dort wo ich dem Schuldner die Möglichkeit gebe sich zu erholen und zu arbeiten, oder dort wo ich ihm die Luft abdrehe?
Wir deutschen haben den 2 Weltkrieg begonnen und unsere grossväter haben wohl alle Schuld auf sich geladen und dennoch wurde 1953 die Hälfte aller Schulden (Reparationkosten) erlassen um dem Land die Möglichkeit zu geben sich zu erholen. Wenn man das nicht getan hätte bzw. man hätte es gemacht wie in den Verträgen von Versailles dann hätten sich wohl die Dinge anders dargestellt als sie es haben.
Lange Rede kurzer Sinn. Man muss zugeben Scheisse gebaut zu haben, vor allen in Deutschland, und den Griechen die Möglichkeit geben sich zu organisieren, wenn man denn wirklich will das sie im Euro bleiben.
Ich sehe die Situation gegenwärtig spieltheoretisch ;-) so:
Ein vollständig rationaler Gläubiger wird versuchen seine gewährten Einlagen möglichst vollständig zurückzubekommen.
Gegenwärtig wird diese Rückzahlung sehr lange gestreckt, z. B. in der Hoffnung dass irgendwann private Gläubiger wieder bereit sind diese Schuldtitel zu übernehmen. D. h. gegenwärtig nimmt der rationale Gläubiger bisher nur Zinsnachteile in Kauf, diese spielen im momentanen Niedrigzinsumfeld keine große Rolle. Soweit so gut: Ein vollständig rationaler Gläubiger fordert aber natürlich seriöses Handeln beim Schuldner (Einhaltung der Zahlungsverpflichtung und im gegebenen Fall Durchführung von Strukturreformen, nur dann geht der Plan auf). Wenn nun der Schuldner die erste, wesentliche Voraussetzung also die Rückzahlung der Schulden erfüllt (ich weiß, durch zuvor erhaltene Kredite. Münchhausen läßt grüßen) aber nicht die Strukturreformen, die eine langfristige Tragbarkeit dieses Abkommens überhaupt erst ermöglicht, was dann? Dann stehen diesem Spieler (=Schuldner) natürlich zahlreiche Möglichkeiten offen um dieses Versäumnis zu begründen, wie z. B. fehlendes internationales Interesse an Privatisierungen, Wahlen mit entsprechenden Verwerfungen der Steuereinnahmen, etc.pp. Der rationale Gläubiger hat das Problem, dass er hier keine berechenbare Situation mehr vorfindet, ab wann sein ursprünglicher Plan aussichtslos wird. Er wird also, insbesondere auch dann wenn er nicht rein rational agiert, Zugeständnisse machen. Bis der Schuldner nicht mehr mitspielen will oder bis klar wird, dass der Plan keine Aussicht auf Erfolg hat.
Anbei ein Link zu einem interessanten Artikel aus dem Bruegel-Thinktank. Er zeigt, wie der erwartete, griechische Primärüberschuss der ja für die Planungen essentiell ist, in den letzten Monaten wegschmolz wie Schnee in der Sonne.
http://www.bruegel.org/nc/blog/detail/article/1583-a-greek-primary-issu…
Wie könnte der Austritt aus dem Euro in Griechenland praktisch ablaufen. Ich dachte immer, ein schneller Schnitt wäre hier erforderlich. Ein interessantes Szenario findet man hier. Lesenswert:
http://www.brookings.edu/blogs/order-from-chaos/posts/2015/02/20-how-mi…
Dr. Georg von Wallwitz: Februar 2015 | Nr. 104 |Die 72 Tage der Kommune von Athen, immer nochaktuell? mehr hier:
http://eybwallwitz.de/files/boersenblatt_104.pdf
http://eybwallwitz.de/publikationen/boersenblatt.html
Jedenfalls scheint sich die Lage zuzuspitzen. In Brüssel reagiert man inzwischen auf die Griechenland Problematik mit Forderungen zu einer weiteren schnelleren Integration der Mitgliedsstaaten. Neben einem gemeinsamen Herr soll ein EU Finanzminister her. Ein Austritt Griechenlands sei nicht möglich, wird betont. Die Griechen hingegen reden von einem Referendum und Neuwahlen, nachdem sie anscheinend langsam begreifen, dass sie weitere Gelder nicht völlig frei von Auflagen erhalten werden.
Die Brüsseler Bürokratie bangt um ihre eigene Existenz. Ist doch ein Austritt Griechenlands nicht denkbar, da er eine Alternative zur Alternativlosigkeit darstellt und damit den eigenen Arsch gefährdet. Ein Verbleib von Griechenland im Euro wird nur möglich sein, wenn weiterhin Gelder fließen. Nach dem Wunsch der Griechen ohne Auflagen. Da die EZB die Griechen nicht finanzieren will (hat doch der EUGH entschieden, dass direkte Staatsfinanzierung ausgeschlossen ist) bleibt nur die Wahl ein EU-Finanzminsterium zu installieren, welches über nationale Interessen hinweg Gelder verteilen kann.
Antwort auf Jedenfalls scheint sich die von tomxy
Ich glaube nicht, daß sich irgendetwas ändern wird.
Letztendlich wird immer und immer wieder irgendeine Art von "Kompromiß" öffentlich kommuniziert werden, um dem Spiel weiter Nahrung zu verleihen.
Es hat doch all die Jahre sehr gut funktioniert, weswegen sollte man dies ändern?!
@scorpion
„Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“
Georg Christoph Lichtenberg
Es wird sich auf jedem Fall etwas ändern. Gewährt man Griechenland neue Gelder frei von Auflagen, wird der Integrationsprozess auch in anderen Ländern, die Gelder erhalten, zum stocken kommen. Das ist aber nicht das Ziel auf das man eigentlich hinaus will. Man will letztlich eine tiefere Integration der einzelnen Mitgliedsstaaten und eine Aufgabe nationaler Interessen. Stichwort EUDSSR.
Ob alle dieses Ziel haben, ist eine andere Frage. Der ein oder andere ist zunächst mal nur deshalb mit dabei, weil er die Vorteile sieht, die er auf kurze Sicht hat. Das war für die Länder mit Weichwährungen z.B. eine stabile Währung und deutlich niedrigere Zinsen. Hinzugekommen sind diverse Hilfszahlungen aus dem EU-Fond. Mit Blick in die Zukunft sind es dauerhafte Transferzahlungen von den reicheren in die ärmeren Länder. Für Deutschland liegt der Vorteil in in erster Linie in besseren Exportbedingungen und in billigen Arbeitskräften, die durch die Freizügigkeit Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erhalten und das Lohnniveau insgesamt drücken. Das ist natürlich ein Vorteil, den nur die Industrie hat.
Solange alle mit den Vorteilen, die sie erhalten zufrieden sind, werden alle Länder auf Kurs bleiben. Problematisch wird es, wie jetzt in Griechenland, wenn die Bevölkerung aufbegehrt, da sie Nachteile hat, die sie nicht mehr hinnehmen will. Dann ist es politisch nicht mehr zu halten.
Auch in Deutschland sind sicherlich nicht alle begeistert von der EU Politik. Es tut aber noch niemandem weh, da man die Kredite, die man vergeben hat, nicht abgeschrieben hat. Man tut einfach so, als sei alles in bester Ordnung. Und wer etwas gegen die Einwanderungspolitik sagt ist sowieso ein Rechtsradikaler und nicht ernst zu nehmen.
Antwort auf @scorpion von tomxy
Wichtig ist nur, daß die Aktienkurse hoch bleiben.
Ansonsten interessiert mich die Problematik nicht.
Ich verdiene 90%+ meines Geldes mit Aktien, Hauptsache, die Politik bleibt so, wie sie ist.
Der Rest ist mir unwichtig.
Ich empfände es als ekelhaft, wenn zB die Equities um 50% einbrächen, und ich für Geld in meinem Alter wieder arbeiten müßte.
Lesenswerte Analyse vom scheidenden Ifo Präsidenten, ELA ist das "Problem"
http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/will-tsipras-gar-keine-einigung-ifo-chef-sinn-griechen-horten-schon-geld-fuer-den-grexit_id_4741021.html
FDax vorbörslich -5%.
Das wird eine interessante Woche.
Eigentlich unglaublich, wie sehr ein solch unbedeutendes Land wie Griechenland sich auf die Börsen dieser Welt auswirkt.
Aber wie immer wird wohl gelten, politische Börsen haben kurze Beine.
Ich habe einen kleinen Long bei rund 10950 aufgebaut.
Noch jemand?!
ja , in der nähe der ema 200
aber schon wieder weg, ein kurzer guter deal
wenn wir auf Tageschluss unter 10800 schliessen, dann wirds sehr eng
Das wären dann wohl -7% auf Tagesbasis.
Das allein nur wegen Griechenland......
WIe sagst Du immer, "Dafür fehlt mir die Fantasie.";-)))
wieso
da waren wir doch fast
fdax 10860 , rechnet man die Diff zur Kasse dann gehen da um die 50 Punkte ab