Größere Investition in offene Immobilienfonds - Noch zeitgemäß?
Offene Immobilienfonds waren in den letzten drei Jahren sicherlich die Prügelknaben der klassichen Anlageformen.
Da ich einen größeren Betrag stabil anlegen und sinnvoll diversifizieren will, komme ich letztendlich auch auf die offenen Immobilienfonds zurück.
Da ich aber in den letzen Jahren nicht die Zeit hatte die Entwicklungen dieses Marktes und dieser Anlageklasse genauer zu verfolgen, frage ich mich, wie es um diese Anlageklasse wirklich steht?
Ich finde im Internet zwar allerhand Diskussionen um die neue Gestaltung und Liquiditätsfragen - aber keine echten Anhaltspunkte darüber, wie die Finanz- und Immobilienkrise diese Assetklasse an sich beeinflusst hat.
Hat jemand in letzter Zeit Erfahrung damit gesammelt bzw. ist jemand näher an diesem Thema dran?
Würde ich nicht anpacken...
Schäuble will alle offenen Immofonds bis zum Jahr 2015 um 10 % zwangsabwerten lassen und noch andere Nettigkeiten
http://www.welt.de/finanzen/article7466944/Schaeuble-will-radikalen-Schnitt-bei-Immobilienfonds.html
@ tradexxx [#1]
hi,
hab das Buch "Grundsätze zur Privatfinanz" zu Hause. Der Auto ist, scheint mir, ein alter Hase. Und die Beispiele sind nahezu alle aus der Immobranche.
Deshalb halte ich dieses Buch für Dich sehr interessant.
Grüsse
Marzell
@ tradexxx [#1]
Stabil kann mann leider nichts mehr betrachten. Ich streue um ein WORSE-CASE abzumildern. Mehr sollte man nicht wollen.
Das läuft ja tatsächlich darauf hinaus, dass diese ganze Assetklasse praktisch als "investierbar" enden wird.
@ tradexxx [#1]
Zentrale Fragen für Deine Entscheidung:
Sind die offenen Immobilienfonds marked to market oder marked to marketing? Steckt das an Wert drin, was das Management behauptet? Kann es wirklich sein, daß die meisten dieser Fonds seit Jahren dauernd an Wert gewinnen, während wir alle in der Zeitung von Krisen bei Gewerbeimmobilien in so vielen Ländern lesen?
Mögliche Antwort auf diese Fragen:
Unter Google eingeben: Offene Immobilienfonds Loipfinger.
Loipfinger ist ein Buchautor und Finanzjournalist, der sich auf die Beurteilung solcher Fonds spezialisiert hat.
Hoffe, das hilft Dir weiter.
@Ronin
Die Artikel von Loipfinger sind tatsächlich sehr interessant. Da ich mit anderen Dingen beschäftigt war, habe ich das alles nur am Range mitbekommen.
Aber das alles wirft wirklich ein fatales Bild auf das Finanz-System insgesamt. Es ist ja tatsächlich so, dass man wirklich nichts mehr glauben kann - alles ist manipuliert, gefälscht, schöngerechnet.
Enron erschien ja damals wie ein Knalleffekt, wie ein vorher undenkbares Räuberstück. Aber heute ist ja praktisch überall Enron drin, weil Enron heute anscheindend zum alltäglichen Geschäft gehört - egal ob auf staatlicher Ebene, unternehmerischer Ebene, Banken-Ebene - alles ein großes Luftschloss aus Lug, Halbetrug und Vollbetrug.