Was wissen wir denn wirklich durch die Veröffentlichung dieses Artikels?
Wie waren die Geschäfte (wenn es sie denn überhaupt gab) aufgebaut? Welche Produkte? Wie sehen die internen Vorgänge in der Bank aus (Trading, Risikomanagement usw.)? Es ist eigentlich unvorstellbar das ein einzelner Händler heutzutage solche Limits zugewiesen bekommt. Wieder Manipulation? Mithelfer in der Bank?
Sicher scheint das demnächst sehr schlechte Ergebnisse der UBS anstehen. Möchte die Bank hier einen Vorwand liefern um dies besser zu rechtfertigen? Reine Phantasie???
Wir wissen letztenendes nicht das Geringste...
Geschrieben von Gast (nicht überprüft) am Do. 15 Sep 2011 - 11:51
entweder gehört die UBS zu den Unternehmen, die noch alle "Kalkulationen" mit Excel-tabellen vornimmt, oder sie will uns einfach verarschen.
Genehmigt hin oder her .. lausiges Unternehmen... so oder so ..
Die werden einem Supertrader einfach zuviel Kohle gegeben haben, unwissend, dass sein System vielleicht mit großer Size gar nicht mehr funktionieren kann.
Ich meine man müsste doch zumindest die Stops voraussehend "einigermassen" anpassen, um auch aus solchen "Events" zumindest nur mit einem blauen Auge herauszukommen.
EUR/CHF bei 1.10 - 20.000 "Kisten" Short = 20.000.000.000 € mit 1.10 CHF und dann "full pull" ohne Limit auf über 1.20 CHF durch die SNB-Aktion "rasiert" ergäbe rein hypothetisch ein Minus von 2 Milliarden CHF.
Die Strategie SFR long gegen Euro macht nicht nur aus langfristiger Trendfolge Sinn. Stops bei solchen Volumina sind eher preistreibend! Man bedenke, dass Banken auch Kredite in SFR vergeben haben und deren Schuldner mehr und mehr in Bedrängnis geraten (zB Ungarische Hausbesitzer). So gesehen will man die Kreditausfälle durch Währungsgewinne ausgleichen. Bei jetzt entspannter Lage könnte es für die Kreditnehmer wieder besser aussehen und damit eine höhere Rückzahlung anstehen und der endgültige Verlust unter 2 Mia liegen. Grüsse SPOMI
Überrollt? Wow, echte Profis.
Sogar im Wegelin Anlagekommentar konnte man schon Wochen vorher lesen, dass dieser Schritt der plausibelste ist und die Schweizer Großbank hat noch am Tag der Verkündung Shortpositionen offen gehabt und nicht vorher die Händlerkonten gecheckt?
Wie blöd muss man eigentlich sein? Das Management von denen ist doch keinen lausigen Cent wert. Die machen sich mehr Gedanken um die Anzüge ihrer Mitarbeiter als um ihre Positionen.
Geschrieben von gautama2 am Do. 15 Sep 2011 - 14:08
Sowas kann man durch eine ganz kleine Änderung in den Bilanzierungsregeln verhindern: Einfach Tradingverluste als Erfahrung unter immaterielle Vermögensgegenstände buchen. Eh vola, nichts passiert. Wenn man das dann noch verbriefen könnte (naja, zumindest ein Buch drüber schreiben ist drin)...
Geschrieben von sbendel am Do. 15 Sep 2011 - 14:37
habe nicht gesagt, dass sie daraus lernen! Mehr so: 10 EUR für einmal Kino gezahlt. Da denkst man mal kruz dran zurück. Einmal ne Bank um ne Mrd erleichtert, dass ist ne Storry, die kann man noch lange erzählen...
Geschrieben von sbendel am Do. 15 Sep 2011 - 14:49
war halt ein 31-jaehriger Youngster - also: Jugendsuende!
Was ich nicht verstehe: warum nimmt die Bank das auf ihre eigene Kappe und ordnet den Verlust nicht als EU-bedingtes "bad paper"-Projekt in Richtung "bad bank" ein, wie das die Banken die letzten Jahre reihenweise erfolgreich gestaltet haben. Duerfte ja mittlw. bilanztechnisch eine Routine-Prozedur sein. Dann traegts im Endeffekt der ahnungsvolle, aber machtlose Steuerzahler...
...so wie letztendlich halt immer! :-)
ciao,
zentrader
Geschrieben von zentrader am Do. 15 Sep 2011 - 15:11
Wollte damit nur sagen, dass der Vorschlag für die neue Bilanzierungsregel nicht glaubhaft wäre.
BTW der Goodwill der Kunden würde auch schon mal vor Jahren bilanzverbessernd in irgendeiner Großklitsche (welche fällt mir grad nicht ein) als nicht unbedeutende Summe eingebaut. Die Jungs sind da schon sehr kreativ.
Manchmal vermute ich, dass die unter den Youngstern in der Bank ne Liste rumgehen lassen, wer bereit ist für ein paar Millionen für irgendeinen Mist den Kopf als Zocker hinzuhalten. Also ich wäre da vielleicht ein Kandidat dafür. Aber mich fragt ja nie einer.
Geschrieben von gautama2 am Do. 15 Sep 2011 - 15:21
Bei BGC Partners vermutet man laut diesem Artikel auch, dass wohl "eine" CHF-Transaktion schief ging, nachdem die SNB zur Franken-Schwächung intervenierte.
m.E. könnten ihm die großen gaps das Konto geschrottet haben.
Ende August Veränderung des sfr gegen den $ ovn -1.5 C
und zwei Tage darauf +2.5 C.
Dann die Krönung Anfang Sept mit -10 C über's Wochenende.
Das riecht nach Aufholjagd von vorherigen Verlusten.
Dann nächster Kardinalfehler position sizing.
Aufholen geht für einen gestressten, jungen Mann, der mit Mega-Summen handelt, genauso wie für einen Klein-Trader: Posi erhöhen und schnell alles zurüchhölen, bevor die Vorsitzende des Haushaltsauschusses (Ehefrau) den Schwund bemerkt hat.
Für die meisten von uns nichts neues. Aber seit wir van Tharp & Co kennen, machen wir diese Fehler nicht mehr. Der Junge bei der UBS hat keinen wohlmeinenden Freund im Rücken, sondern nur einen Bereichsvorstand mit der Peitsche in der Hand.
Gegen Gaps gibt's nur zwei Methoden:
1. die richtige Richtung erwischen
2. kleine ovn-Posi
MfG
hw
Geschrieben von hardworker am Sa. 17 Sep 2011 - 09:56
sicher steht im Bericht das "Leben" des Kerls im Vordergrund, aber Schluss steht auch ganz sachlich drin, was wie passiert ist.
..."Bei der UBS arbeitete er zuletzt in der „Kasino-Abteilung“...
- die Bank und er wurden vom "Schwarzen Schwan" erwischt, also ein Ereignis das ausserhalb ihrer eigenen (Risiko)Kontrolle liegt und auch nicht durch vom Marktselbst verursacht wurde...
So ne böse Nationalbank hat was gemacht, was den Marktgesetzen wieder spricht.
Die SNB darf das, der Händler und die UBS durften "vorher" auch das machen, was sie für richtig hielten.
Nicht die Positionsgröße war der Fehler, man war nur schlicht zu langsam, nach der TextNews innerhalb von Sekunden die alte Position zu schließen oder "irgendeinen" Hedge aufzubauen. Hier haben sowohl das UBS-Personal in der Fähigkeit der Abschätzung der Zeit für die resultierenden Marktreaktion als auch die elektronischen Risk/Moneymanagementsysteme versagt. Es wäre in ein paar (Milli)Sekunden vor dem Kurs"1,20" möglich gewesen, die Position wesentlich zu verkleinern, bzw. zu schließen.
Der Mann ist noch jung, der hat seinen Namen jetzt mal "hergegeben". Mag ja sein, das er die Position eingetippt hat, aber die Verantwortung hat er maximal zu 1/3. Sowohl das restliche Personal was live zu der Zeit gearbeitet hat als auch die Programmierer der automatischen Positionsüberwachung sind genauso schuldig.
Die -2Mrd sind sicher eine Zahl, die mal in der Bilanz auffällt, aber wenn es gut gegangen wäre, wäre allen die Kings. Und es geht oft gut, denn meist sind die Infokanäle der Banken besser als die des freien Marktes. Nur "der Draht" von der SNB zur UBS scheint ausbaufähig;)
Zumindest klingt das alles schlüssig und erinnert weniger an den Fall in Frankreich, wo über längere Zeit das Kontrollsystem der Bank manipuliert/hintergangen wurde.
Geschrieben von Gast (nicht überprüft) am Sa. 17 Sep 2011 - 11:50
>Nicht die Positionsgröße war der Fehler, man war nur schlicht zu langsam, nach der TextNews innerhalb von Sekunden die alte Position zu schließen oder "irgendeinen" Hedge aufzubauen.
Gerade du solltest doch wissen, dass nach so einer Meldung keine Liquidität mehr im Markt ist, um relevante Positionen zu drehen. Ab ner gewissen Grösse ist man halt drin, und kann nicht mehr reagieren, ganz egal ob mit oder ohne Stops.
Geschrieben von sbendel am Sa. 17 Sep 2011 - 12:06
eben weil ich es weiß und auch mal in den passenden Daten habe nachsehen lassen, behaupte ich mal das es möglich war. Eventuell nicht nur nicht nur direkt über den EUR/CHF, aber die über die bekannten stabilen Korrelationen gab es genug Auswahl an handelbaren Symbolen/Märkten.
(In den Daten sieht man zwar schnelle Bewegungen, aber keine echten GAP's oder gar Handelsunterbrechnungen. Und Sekunden sind für schnelle Automaten schon eine kleine Ewigkeit)
Geschrieben von Gast (nicht überprüft) am Sa. 17 Sep 2011 - 13:36
Aber hier geht geht es ja um eine Positionsgrösse von 10-20Mrd, die dreht man nicht mal so eben. Ein paar hundert Mio, das geht noch, wenn auch nicht in einer Order. Und ein Grossteil der FX wird mit Banken gehandelt. Da bekommt man im Zweifel in solchen Situationen gar keine Ausführung mehr.
Geschrieben von sbendel am Sa. 17 Sep 2011 - 15:22
"Aber hier geht geht es ja um eine Positionsgrösse von 10-20Mrd, die dreht man nicht mal so eben"
Wir sprechen ja von ca. 0,09 Euro - also ca. 9 Cent zur Intervention. Bei 1,5 Mrd Euro loss schlappe ca. 16.666.666.666,67 Euro. Kann mir nicht vorstellen das UBS Intraday in einem Währungspaar knapp 16,7 Mrd. Positionsaufbau gegeben hat - die Position kann auch nicht Intraday aufgebaut worden sein. Es sei den die SNB hat im Clearing "bewusst" zugesehen und dann die Intervention anhand des Kurses entschieden - wohlwissend das hier eine Reihe an Marktteilnehmer postum rausfliegt.
Grüße
Geschrieben von pullPUSH am Sa. 17 Sep 2011 - 18:43
und selbst wenn sie die Position noch rausbekommen hätten, dann muss es ja einen Käufer dieser Schweizer Franken geben.
Dann hätte DER eben den Verlust gemacht. Dann hätte in der Zeitung gestanden, dass sich eben die Deutsche Bank verzockt hat.
IRGENDEINER sitzt in der Scheiße .. vielleicht war ja auch die UBS so doof, Positionen aufzubauen, und ein andere ist mit einem blauen Auge davon gekommen. WEISS man ja nicht.
trotzdem hatte der Kerl ein scheiß Algo. Ging wohl dann schief ..
Die Börse ist das Spiel mit dem schwarzen Peter, der, der ihn zuletzt hat, ist im Arsch ..
Und ich würde sagen, einfach eine zu große Positionsgröße ...
das kennen sicher einige Kleinanleger bis in die Knochen ..
Es gab im CHF nur eine Veränderung von 10 Prozent .. na und?
Position eben zu groß.
Vielleicht hatten sie auch noch ein tolles ewig erprobtes martingales System laufen, weils ja immer gut ging.
ja ... weiß man nicht ...
die Tradeliste wird man wohl nicht öffentlich einsehen können :)
Muss auch gestehen, dass der Trader vom Lebenswandel her auf mich auch nicht soo einen intelligenten Eindruck macht.
Wer mit solchen Positionsgrößen (sicher einer der größten am Markt, Intradayhandel oder vielleicht sogar scalpen will, hat doch sowieso nicht alle Tassen im Schrank)
Bei Positionstrading hätte das niemanden gestört, der Kurs war einfach dort, wo er die letzten Tag eh schonmal war.
Im Weeklychart sehe ich jetzt NICHTS aufregendes ..
Mit einem Hebel von 2 wäre das sicherlich ein ärgerlicher Verlust gewesen, aber hätte nicht solche dramatischen Auswirkungen)
Das zeigt doch, dass die Finanzkrise und wie es dazu kam vollständig von diesen Instituten verdrängt worden ist. Wenn das Pack noch einmal gerettet wird, dann werd ich Anarchist.
Geschrieben von gautama2 am Sa. 17 Sep 2011 - 21:02
bis jetzt hätte man dran glauben können, das es eventuell so war wie zuerst geschrieben.
Jetzt klingt es mehr so, als ob man sich einen neutralen Auslöser ("SNB") und ein personifiziertes Opfer gesucht hat und nun darüber schnell noch so viele notleidende Positionen wie irgend möglich entsorgt.
Quartal ist eh im Eimer, also dann jetzt mal alles was faul ist da noch mit rein.
So wird das Abschlussquartal wieder schön und man kann Anfang nächsten Jahres die Aussicht auf eine Gewinnsteigerung verkünden. (denn 2 Jahre hintereinander braucht man "sowas" nicht zu machen;)
Geschrieben von Gast (nicht überprüft) am So. 18 Sep 2011 - 19:07
@ benedikt54 [#1]
Wird Zeit, dass Weber dort im Management gründlichst aufräumt.
@ benedikt54 [#1]
Was wissen wir denn wirklich durch die Veröffentlichung dieses Artikels?
Wie waren die Geschäfte (wenn es sie denn überhaupt gab) aufgebaut? Welche Produkte? Wie sehen die internen Vorgänge in der Bank aus (Trading, Risikomanagement usw.)? Es ist eigentlich unvorstellbar das ein einzelner Händler heutzutage solche Limits zugewiesen bekommt. Wieder Manipulation? Mithelfer in der Bank?
Sicher scheint das demnächst sehr schlechte Ergebnisse der UBS anstehen. Möchte die Bank hier einen Vorwand liefern um dies besser zu rechtfertigen? Reine Phantasie???
Wir wissen letztenendes nicht das Geringste...
http://www.ubs.com/1/g/media_overview/media_switzerland/releases?newsId=195124
haha .. "nicht genehmigte Geschäfte"
entweder gehört die UBS zu den Unternehmen, die noch alle "Kalkulationen" mit Excel-tabellen vornimmt, oder sie will uns einfach verarschen.
Genehmigt hin oder her .. lausiges Unternehmen... so oder so ..
Die werden einem Supertrader einfach zuviel Kohle gegeben haben, unwissend, dass sein System vielleicht mit großer Size gar nicht mehr funktionieren kann.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schweizer-grossbank-haendler-beschert-ubs-verlust-von-zwei-milliarden-dollar-1.1144015
...aha, angeblich Forex-Verluste.
Riecht ziemlich stark nach viel offenen EUR/CHF Short Positionen und die SNB hat einen dicken, fetten Strich durch die Rechnung gemacht.
@ Teletrader [#3]
Wir wissen nichts, deshalb auch ohne Kommentar
Ansonsten erscheint mir der Ansatz von Franjo wohl der plausibelste zu sein.
Schneller als mit euro-sfr shorts konnte man kein Geld verbrennen.
Ich meine man müsste doch zumindest die Stops voraussehend "einigermassen" anpassen, um auch aus solchen "Events" zumindest nur mit einem blauen Auge herauszukommen.
EUR/CHF bei 1.10 - 20.000 "Kisten" Short = 20.000.000.000 € mit 1.10 CHF und dann "full pull" ohne Limit auf über 1.20 CHF durch die SNB-Aktion "rasiert" ergäbe rein hypothetisch ein Minus von 2 Milliarden CHF.
Na dann gut Nacht für den Armen.....
...nee, da helfen auch keine Stops.
Er wurde wohl absolut überrollt. Keine Chance.
@ Paljusevic, Franjo [#8]
Die Strategie SFR long gegen Euro macht nicht nur aus langfristiger Trendfolge Sinn. Stops bei solchen Volumina sind eher preistreibend! Man bedenke, dass Banken auch Kredite in SFR vergeben haben und deren Schuldner mehr und mehr in Bedrängnis geraten (zB Ungarische Hausbesitzer). So gesehen will man die Kreditausfälle durch Währungsgewinne ausgleichen. Bei jetzt entspannter Lage könnte es für die Kreditnehmer wieder besser aussehen und damit eine höhere Rückzahlung anstehen und der endgültige Verlust unter 2 Mia liegen. Grüsse SPOMI
@ Paljusevic, Franjo [#9]
sehen wir es positiv, so hat das Geld nich irgendeine Großbank, sondern es kommt dem Ziel der SNB zu Gute :)
die hat das ja nicht ohne Grund getan, um eben genau wirtschaftlichen Schaden einzudämmen ..
Überrollt? Wow, echte Profis.
Sogar im Wegelin Anlagekommentar konnte man schon Wochen vorher lesen, dass dieser Schritt der plausibelste ist und die Schweizer Großbank hat noch am Tag der Verkündung Shortpositionen offen gehabt und nicht vorher die Händlerkonten gecheckt?
Wie blöd muss man eigentlich sein? Das Management von denen ist doch keinen lausigen Cent wert. Die machen sich mehr Gedanken um die Anzüge ihrer Mitarbeiter als um ihre Positionen.
Sowas kann man durch eine ganz kleine Änderung in den Bilanzierungsregeln verhindern: Einfach Tradingverluste als Erfahrung unter immaterielle Vermögensgegenstände buchen. Eh vola, nichts passiert. Wenn man das dann noch verbriefen könnte (naja, zumindest ein Buch drüber schreiben ist drin)...
@ sbendel [#13]
Wenn Tradingverluste Erfahrungen sind, dann dürften die doch schon seit Jahren nicht mehr irren :)
@ gautama2 [#14]
habe nicht gesagt, dass sie daraus lernen! Mehr so: 10 EUR für einmal Kino gezahlt. Da denkst man mal kruz dran zurück. Einmal ne Bank um ne Mrd erleichtert, dass ist ne Storry, die kann man noch lange erzählen...
@ gautama2 [#14]
Fakt ist doch das die Banken nichts aus den _Erfahrungen gelernt haben.
Wäre dem so, würde das nicht vorkommen.
Nick Leeson Barings Bank
Kerviele oder wie der gute heisst
und jetzt wieder das
und alles der böse Einzeltäter.
Schwachsinn,
Was ist das für ein Rrisk-managment wo ein einzelner eine Bank in Bedrängnis bringen kann.
Vollidioten in Nadesstreifenanzügen
@ gautama2 [#14]
war halt ein 31-jaehriger Youngster - also: Jugendsuende!
Was ich nicht verstehe: warum nimmt die Bank das auf ihre eigene Kappe und ordnet den Verlust nicht als EU-bedingtes "bad paper"-Projekt in Richtung "bad bank" ein, wie das die Banken die letzten Jahre reihenweise erfolgreich gestaltet haben. Duerfte ja mittlw. bilanztechnisch eine Routine-Prozedur sein. Dann traegts im Endeffekt der ahnungsvolle, aber machtlose Steuerzahler...
...so wie letztendlich halt immer! :-)
ciao,
zentrader
@ sbendel [#15]
Wollte damit nur sagen, dass der Vorschlag für die neue Bilanzierungsregel nicht glaubhaft wäre.
BTW der Goodwill der Kunden würde auch schon mal vor Jahren bilanzverbessernd in irgendeiner Großklitsche (welche fällt mir grad nicht ein) als nicht unbedeutende Summe eingebaut. Die Jungs sind da schon sehr kreativ.
Manchmal vermute ich, dass die unter den Youngstern in der Bank ne Liste rumgehen lassen, wer bereit ist für ein paar Millionen für irgendeinen Mist den Kopf als Zocker hinzuhalten. Also ich wäre da vielleicht ein Kandidat dafür. Aber mich fragt ja nie einer.
http://www.dailymail.co.uk/news/article-2037632/Kweku-Adoboli-UBS-trader-arrested-London-running-1-3bn-losses.html?ito=feeds-newsxml
Bei BGC Partners vermutet man laut diesem Artikel auch, dass wohl "eine" CHF-Transaktion schief ging, nachdem die SNB zur Franken-Schwächung intervenierte.
m.E. könnten ihm die großen gaps das Konto geschrottet haben.
Ende August Veränderung des sfr gegen den $ ovn -1.5 C
und zwei Tage darauf +2.5 C.
Dann die Krönung Anfang Sept mit -10 C über's Wochenende.
Das riecht nach Aufholjagd von vorherigen Verlusten.
Dann nächster Kardinalfehler position sizing.
Aufholen geht für einen gestressten, jungen Mann, der mit Mega-Summen handelt, genauso wie für einen Klein-Trader: Posi erhöhen und schnell alles zurüchhölen, bevor die Vorsitzende des Haushaltsauschusses (Ehefrau) den Schwund bemerkt hat.
Für die meisten von uns nichts neues. Aber seit wir van Tharp & Co kennen, machen wir diese Fehler nicht mehr. Der Junge bei der UBS hat keinen wohlmeinenden Freund im Rücken, sondern nur einen Bereichsvorstand mit der Peitsche in der Hand.
Gegen Gaps gibt's nur zwei Methoden:
1. die richtige Richtung erwischen
2. kleine ovn-Posi
MfG
hw
"Das wilde Leben des Super-Zockers" :-)
http://www.express.de/politik-wirtschaft/ubs-krise-das-wilde-leben-des-super-zockers,2184,10863296.html
@ ladowa [#21]
sicher steht im Bericht das "Leben" des Kerls im Vordergrund, aber Schluss steht auch ganz sachlich drin, was wie passiert ist.
..."Bei der UBS arbeitete er zuletzt in der „Kasino-Abteilung“...
- die Bank und er wurden vom "Schwarzen Schwan" erwischt, also ein Ereignis das ausserhalb ihrer eigenen (Risiko)Kontrolle liegt und auch nicht durch vom Marktselbst verursacht wurde...
So ne böse Nationalbank hat was gemacht, was den Marktgesetzen wieder spricht.
Die SNB darf das, der Händler und die UBS durften "vorher" auch das machen, was sie für richtig hielten.
Nicht die Positionsgröße war der Fehler, man war nur schlicht zu langsam, nach der TextNews innerhalb von Sekunden die alte Position zu schließen oder "irgendeinen" Hedge aufzubauen. Hier haben sowohl das UBS-Personal in der Fähigkeit der Abschätzung der Zeit für die resultierenden Marktreaktion als auch die elektronischen Risk/Moneymanagementsysteme versagt. Es wäre in ein paar (Milli)Sekunden vor dem Kurs"1,20" möglich gewesen, die Position wesentlich zu verkleinern, bzw. zu schließen.
Der Mann ist noch jung, der hat seinen Namen jetzt mal "hergegeben". Mag ja sein, das er die Position eingetippt hat, aber die Verantwortung hat er maximal zu 1/3. Sowohl das restliche Personal was live zu der Zeit gearbeitet hat als auch die Programmierer der automatischen Positionsüberwachung sind genauso schuldig.
Die -2Mrd sind sicher eine Zahl, die mal in der Bilanz auffällt, aber wenn es gut gegangen wäre, wäre allen die Kings. Und es geht oft gut, denn meist sind die Infokanäle der Banken besser als die des freien Marktes. Nur "der Draht" von der SNB zur UBS scheint ausbaufähig;)
Zumindest klingt das alles schlüssig und erinnert weniger an den Fall in Frankreich, wo über längere Zeit das Kontrollsystem der Bank manipuliert/hintergangen wurde.
@ TimeTrade [#22]
>Nicht die Positionsgröße war der Fehler, man war nur schlicht zu langsam, nach der TextNews innerhalb von Sekunden die alte Position zu schließen oder "irgendeinen" Hedge aufzubauen.
Gerade du solltest doch wissen, dass nach so einer Meldung keine Liquidität mehr im Markt ist, um relevante Positionen zu drehen. Ab ner gewissen Grösse ist man halt drin, und kann nicht mehr reagieren, ganz egal ob mit oder ohne Stops.
@ TimeTrade [#22]
Die -2Mrd sind sicher eine Zahl, die mal in der Bilanz auffällt, aber wenn es gut gegangen wäre, wäre allen die Kings.
Das habe ich mir auch gedacht. Bei 2 Mrd. Gewinn statt Verlust hätte man ihn wohl nicht verhaftet :-).
@ sbendel [#23]
eben weil ich es weiß und auch mal in den passenden Daten habe nachsehen lassen, behaupte ich mal das es möglich war. Eventuell nicht nur nicht nur direkt über den EUR/CHF, aber die über die bekannten stabilen Korrelationen gab es genug Auswahl an handelbaren Symbolen/Märkten.
(In den Daten sieht man zwar schnelle Bewegungen, aber keine echten GAP's oder gar Handelsunterbrechnungen. Und Sekunden sind für schnelle Automaten schon eine kleine Ewigkeit)
@ TimeTrade [#25]
Aber hier geht geht es ja um eine Positionsgrösse von 10-20Mrd, die dreht man nicht mal so eben. Ein paar hundert Mio, das geht noch, wenn auch nicht in einer Order. Und ein Grossteil der FX wird mit Banken gehandelt. Da bekommt man im Zweifel in solchen Situationen gar keine Ausführung mehr.
@ sbendel [#26]
"Aber hier geht geht es ja um eine Positionsgrösse von 10-20Mrd, die dreht man nicht mal so eben"
Wir sprechen ja von ca. 0,09 Euro - also ca. 9 Cent zur Intervention. Bei 1,5 Mrd Euro loss schlappe ca. 16.666.666.666,67 Euro. Kann mir nicht vorstellen das UBS Intraday in einem Währungspaar knapp 16,7 Mrd. Positionsaufbau gegeben hat - die Position kann auch nicht Intraday aufgebaut worden sein. Es sei den die SNB hat im Clearing "bewusst" zugesehen und dann die Intervention anhand des Kurses entschieden - wohlwissend das hier eine Reihe an Marktteilnehmer postum rausfliegt.
Grüße
und selbst wenn sie die Position noch rausbekommen hätten, dann muss es ja einen Käufer dieser Schweizer Franken geben.
Dann hätte DER eben den Verlust gemacht. Dann hätte in der Zeitung gestanden, dass sich eben die Deutsche Bank verzockt hat.
IRGENDEINER sitzt in der Scheiße .. vielleicht war ja auch die UBS so doof, Positionen aufzubauen, und ein andere ist mit einem blauen Auge davon gekommen. WEISS man ja nicht.
trotzdem hatte der Kerl ein scheiß Algo. Ging wohl dann schief ..
Die Börse ist das Spiel mit dem schwarzen Peter, der, der ihn zuletzt hat, ist im Arsch ..
Und ich würde sagen, einfach eine zu große Positionsgröße ...
das kennen sicher einige Kleinanleger bis in die Knochen ..
Es gab im CHF nur eine Veränderung von 10 Prozent .. na und?
Position eben zu groß.
Vielleicht hatten sie auch noch ein tolles ewig erprobtes martingales System laufen, weils ja immer gut ging.
ja ... weiß man nicht ...
die Tradeliste wird man wohl nicht öffentlich einsehen können :)
Muss auch gestehen, dass der Trader vom Lebenswandel her auf mich auch nicht soo einen intelligenten Eindruck macht.
Wer mit solchen Positionsgrößen (sicher einer der größten am Markt, Intradayhandel oder vielleicht sogar scalpen will, hat doch sowieso nicht alle Tassen im Schrank)
Bei Positionstrading hätte das niemanden gestört, der Kurs war einfach dort, wo er die letzten Tag eh schonmal war.
Im Weeklychart sehe ich jetzt NICHTS aufregendes ..
Mit einem Hebel von 2 wäre das sicherlich ein ärgerlicher Verlust gewesen, aber hätte nicht solche dramatischen Auswirkungen)
"Kasino Abteilung"
Das zeigt doch, dass die Finanzkrise und wie es dazu kam vollständig von diesen Instituten verdrängt worden ist. Wenn das Pack noch einmal gerettet wird, dann werd ich Anarchist.
Also doch nicht durch EUR/CHF verursacht.
Durch Aktienindex-Futures. War somit kein Verlust "von einer Minute auf die andere".
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/ubs-haendler-verzockte-mehr-geld-als-gedacht/4620898.html
@ ladowa [#30]
bis jetzt hätte man dran glauben können, das es eventuell so war wie zuerst geschrieben.
Jetzt klingt es mehr so, als ob man sich einen neutralen Auslöser ("SNB") und ein personifiziertes Opfer gesucht hat und nun darüber schnell noch so viele notleidende Positionen wie irgend möglich entsorgt.
Quartal ist eh im Eimer, also dann jetzt mal alles was faul ist da noch mit rein.
So wird das Abschlussquartal wieder schön und man kann Anfang nächsten Jahres die Aussicht auf eine Gewinnsteigerung verkünden. (denn 2 Jahre hintereinander braucht man "sowas" nicht zu machen;)