Hardworkers kurzfristige Trendfolge
Habe mein Trendfolgesystem schon mehrfach geändert. Seit Februar 2010 verfahre ich so:
10 futures (DJ,MHI, Euro/$ als einzige currency, fgbs, Mini-Öl und Mini-Gold, HE/Schweine, corn, soyaöl und wheat). Je nach Größe im Vergleich zum Konto werden bis max. 2% riskiert, beim FGBS sind das mehrere Kontrakte nach bis zu 3 verschiedenen SL-Kriterien zwischen 0.8 und 5 R, die Taktiken laufen also mit 0.8, 2 oder 5 R als SL. 1R entspricht 1.6 ATR, weil angeblich die guten deals selten über 1.6 R ins Minus laufen.
Ich habe nicht die Geduld ein 20 oder gar 60-Tage -Hoch zu kaufen und erst recht nicht die Nerven, am 10 oder 20 Tage -Tief auszusteigen. Ich nehme das untere Drittel des dritten Tages als Einstieg, wenn das Tief des 3. Tages am 4. Tag überschritten wird oder gehe short in der Nähe des oberen Drittes des 3.Tages bei einem über-3-Tage Abwärtstrends. In stark steigende oder stark fallende Trendphasen muß ich mich zum Aufspringen oder abwarten entscheiden. Taktik 1, 2 und 3 haben verschieden Tagesziele zwischen 1.5 und 3.5R und werden täglich erneuert. So kann bei der Version mit 3 Taktiken ,zB beim FGBS oder beim MHI auch eine Riesenbewegung, wie sie 1x im Jahr vorkommt, eingefangen werden. Aber in der Regel ist das Häufige häufig und das Seltene bleibt selten. Deshalb ist auch ein Ausstieg nach einem 2.5R nicht schlecht, weil es danach manchmal schöne Gegenbewegungen gibt. Wenn der Trend weitergeht, macht mir auch ein Wiedereinstieg keine Probleme, weil ich ja schon 2.5 R (plus oder Minus das Ergebnis seit dem Entry) vorne liege.
Bei teuren Kontrakten geht dann nur die Variante o.8 R, beim FGBS laufen alle 3 Varianten parallel. Bei umsatzschwachen Kontrakten in fernen Monaten ( ich will die automatische Liquidierung durch IAB meiden, die ein physical delivery des näheresten Kontraktes zB bei corn oder wheat auslösen könnten)reicht es nur zu 1 oder 2 Kontrakten.
Zur Diversivizierung dieses kurzfristigen streng trendfolgenden Systems kaufe oder verkaufe ich eher nach fundamentalen Gesichtspunkten den FESX, FGBL, und Natural Gas, je bis 2% des Kontowertes als SL. NG schwankt so stark, daß ich oft anfangs nur einen mental stop verwende, wenn ich im Plus bin, sichere ich die Posi ab.
Außerdem trade ich den FDAX intraday , besonders nach starken Bewegungen auf Nachrichten und hatte immer das Problem Verlust-Posi's konsequent zu schließen. Manchmal kann ich den SL (0.5% des Kontowertes ) ertragen, manchmal "muß" ich den SL erweitern. Aber über 2% ist Schluß. Mit 2% SL gehe ich auch mal overnight. Oft wäre die Rückkehr zum Einstand die richtige Strategie, aber die G's und V's gleichen sich auf Dauer aus und manchmal läuft es so gut, daß die diversen tagsüber ohne meine Anwesenheit geschlossenen -2Prozenter durch einen Mehrtageslauf die Summe der OVN-Daxe deutlich ins Plus bringt.
Bei gelegentlichen undisziplinierten Aussetzern mit bis zu 5% SL OVN habe ich gute Erfahrung gemacht. In den letzten Monaten war ein großes DAX-Ziel nie erfolgreich, aber ein großer SL hat mich meistens in die Gewinnzone zurückgebracht oder einen +/- Null -Ausstieg gestattet.
Wetere Risikominderung verspreche ich mir von den bis zu 10 small caps, zum Entryzeitpunkt je 5% des Kontowertes. Einige nur SL, einige nur aim, bei Titeln mit größerem Volumen bracket order. Also ca 50% des Kontowertes in Aktien, IAB rechnet aber als margin nur ca. 15% an.
Außerdem sind bis zu 6 Optionen a' 1/2% Einsatz und bis zu 4 Optionen im Geld mit langer Laufzeit und je 2 % vom Kontowert erlaubt. In der Buchführung werden die Prämien der Optionen aus dem Geld (je 1/2 %) sofort als Verlust abgeschrieben. Ein evtl. Restwert beim Verkauf wird als Plus eingebucht. Die Opt im Geld finde ich außerordentlich preisgünstig und überlege gerade ob ich ihren Anteil erhöhen soll. Früher wollte ich sie nie haben, weil zu viel Kapital gebunden wird. Aber bei einem überraschenden Übernahme-Angebot habe ich lieber eine put-Option im Geld als eine Shortposition.
Die Ergebnisse in der whipsaw-Peride seit Februar:(März und April fast +/-Null)
Bis Ulti Mai +/-Null (Kontowert 100%)
Bis Ulti Juni 92%
Juli 118%
August94%, entgegen allen Regeln im 1-wöchigen Auslandsaufenthalt keine Posi geschlossen.
Ulti sept 158%
Eigentlich wollte ich mich an den Turtle-Regeln orientieren, aber die zu erwartenden DD's sind zu drastisch. Ich steige natürlich bei sehr schnellem Hin und Her manchmal 3x in Serie falsch ein, meistens kostet es aber nicht den vollen SL, weil ich nach jedem move in die richtige Richtung den SL um 22:00 anpasse. Wenn die Turtles eine 10 oder 20-Tage Gegenbewegung ertrage müssen, reite ich auf der neuen Gegen-Bewegung schon mit. Bei 10 assets ist fast immer einer dabei, der ein bißchen trendiert und die Verluste der anderen abmildert. Aber derzeit sind es die meisten Kontrakte, die immer weiter laufen. Oft bringt ein 10-Tages -Trend schon erkleckliche Gewinne.
Dabei habe ich den Gold -Aufwärts-Trend geshortet und bin mit einer Erweiterung des SL auf 3% nahe am Rausfallen. Auch der GBL hat mir ca. 6% Verlust gebracht, bezogen auf den Kontostand.
Eine verpatzte Euro-Posi hatte ich mit einer Option weit aus dem Geld ausnahmsweise mal "abgesichert". Mit Dusel hat sie mir 6% Plus gebracht und wenn sie mir nicht zu unheimlich groß (bezogen auf mein Normalbürger-Konto) geworden wäre, könnte ich immer noch mitreiten. Diese Optionen sind aber nicht so liquide und ein größeres gap hätte mir zu viel wieder abgenommen.
Man sagt immer, daß mehr als 20% G oder V in einem Monat verdächtig auf overtrading ist . Ich liege bei der margin incl. Aktien um 50% und selten über Nacht bei 75%.
Es würde mich freuen, wenn Ihr mir meine Schwachstellen aufzeigen könntet. Mir kommt die Konto-Entwicklung im September so unheimlich vor, daß ich gestern wieder mal 20% abgezogen habe, weil ich die großen Zahlen nicht so gewöhnt bin und nicht so unbeschwert meine Regeln befolgen kann, vor allem die Einstiege.
Ich mag garnicht daran denken was in Zeiten von Limit down mit meinen Long-Posi's passierer würde.
Oder ist sowas bei der heutigen Marktliquidität nicht mehr möglich?
Oder wenn ein turtle derzeit bei Weizen oder Corn in der falschen Richtung liegt und das 20-Tage H bzw L abwarten muß, gräßlicher Gedanke!
MfG
hw
Der erste Gedanke, der mir nach Durchlesen Deines Postings kam, war, Du handelst Kraut und Rüben :-). Währungen, Futures, Aktien, Optionen, Einstiege nach technischen, nach fundamentalen Gesichtspunkten, mit fixem SL, variablem SL, verschiedenen RRs. Also noch mehr "mixen" kann man gar nicht, das hört sich für mich echt schon nach sehr viel Arbeit an, weshalb Du wohl zu Recht diesen Nickname gewählt hast :-).
Meine Überlegungen.
Die Auswahl der Währung und der Futures finde ich sehr gut. Eventuell könntest Du noch an LC/Cattles denken. Was ist eigentlich MHI?
2 % zu riskieren finde ich noch ganz in Ordnung, auch wenn bekanntlich in vielen Büchern von 0,5 - 1 % die Rede ist.
Limit up oder down kommt natürlich auch heute noch manchmal vor, bei den Grains fällt es mir manchmal auf, bei anderen Futures weiss ich es nicht. Denke aber, dass das Risiko diesbezüglich in den letzten Jahres gesunken, ist, da die Handelszeiten aufgrund des elektron. Tradings ja extrem ausgeweitet wurden, was Gaps stark verringert.
Ich finde, man muss sich beim Traden einigermaßen wohl fühlen. Wenn man das Gefühl hat, dass die Kontoschwankungen zu stark sind (und zu stark würde ich nicht in erster Linie anhand von Statistiken, sondern zuallererst am eigenen Wohlbefinden definieren), dann sollte man etwas ändern.
Wenn Du einen Stopp im Dax nicht lassen kannst, wo er ist, sondern verändern musst, ist das kein gutes Zeichen. Gerade das Daytrading kann man sehr flexibel seinen eigenen Bedürfnissen anpassen.
Wie dem auch sei, es gibt ja das Sprichwort "Am Ende zählt nur die Rendite". Und die ist bei Dir ja wohl ganz in Ordnung. Arbeite einfach mit gesundem Menschenverstand daran, dass es so bleibt. Man darf sich jedenfalls nie zu sicher fühlen. Ein großer Einbruch kommt immer dann, wenn man ihn am wenigsten erwartet.
Wenn ich Deine zuerst beschriebene Handelsstrategie richtig verstehe, ist Dein Einstieg unabhängig von einem Trend (auf 1-2-3-Basis) im Tageschart, sondern für den Einstieg sind hauptsächlich die letzten ca. 3 Bars verantwortlich. Du gehst also auch long in einem längerfristigen Abwärtstrend. Das wäre mir persönlich zu heiss.
Meine Erfahrungen:
ich habe 2008/09 ein Jahr lang intraday gehandelt und verschiedenste Ein- und Ausstiegssignale ausprobiert, den möglichen Gewinnern habe ich immer ein vielfaches Raum vom SL gegeben (etwa 3 - 5x). Alleine von der Wahrscheinlichkeit her (vom RR) hätte ich nach dem Jahr im Plus liegen müssen. Das Gegenteil war der Fall, ich war im Minus. Das hat mir gezeigt, dass Daytrading äußerst schwierig ist und es nicht nur aufs RR ankommt, wie von vielen behauptet, sondern durchaus vor allem auf eine gute Einstiegsstrategie.
Nach nunmehr einigen Monaten Auswertung von 5-Minuten-Charts bin ich mir eigentlich sicher, eine funktionierende Strategie gefunden zu haben, handle sie jedoch noch nicht, da mein Handel auf mittelfristiger Basis die letzten Jahre sehr gut funktioniert und im Moment keine Notwendigkeit besteht, den ganzen Tag vor dem PC zu kleben. Vielleicht ändert sich aber meine Einstellung wieder.
Dir weiterhin viel Erfolg!
Hallo ladowa,
danke für Deine ausführliche Antwort.
Mit Kraut und Rüben hast Du recht. Verschiedene Zeithorizonte beim selben Future und verschiedene Strategien bei ähnlichen Kontrakten mindern die Vola, zumindest gehe ich davon aus. Auch bei verschiedenen Ansätzen bleibt die initial riskierte Summe innerhalb des einzelnen futures unter 2%.
Einige Zeit hatte ich LE im Portfolio, aber keinen Erfolg. Nach 16 trades endeten 15 mit Minus. Habe mir heute auf Deinen Anstoß hin das chart nochmal angeschaut. Bei diesem relativ leichten (kleine margin) future hatte ich einen viel zu kleinen SL in einer etwas volatileren Phase. Ich werde LE wieeder aufnehmen. Der "visuelle" backtest zeigt, daß es kurz nach meinem Ausstieg den ganzen Sommer gut gelaufen wäre.
MHI ist der Mini-Hangseng.
Long in einem langfristigen Abwärtstrend wäre Dir zu heiß. Du weißt es aber erst danach, daß der Trend langfristig war und wenn er schon sehr lange läuft, ist irgendwann auch die Wende fällig. Viel wahrscheinlicher als ein langer Trend ist ein häufiges hin und her, bei dem ich meistens nicht viel verliere, manchmal aber doch 5% des Kontowertes. Dann bin ich aber bei den o.8-R-Stops auch schon raus und nur die Hälfte der Kontrakte riskiert ein weiteres abgleiten. Bei flotten Aufwärtsbewegungen ist zT nach einem Tag der SL schon verdient. Weil ich ihn täglich (ebenso wie das Ziel) anpasse kann mir nur ein größeres contra-gap nach guten Tagen die Suppe versalzen.
Meine Methode kostet mich täglich mind. 1/2 Stunde , wenn ich Zeit für den Dax habe, sitze ich natürlich mit meiner hauptberuflich angefallenen Bürokratie schon mal ein paar Stunden neben dem PC. Den Dax lasse ich nur aus dem Auge wenn die Posi in günstigen Bahnen läuft und mit einem bracket im Kreuz nichts Aufregendes passieren kann. Und natürlich geht der Nebenbei-Bürokram dann langsamer voran.
Aber aus gesundheitlichen Gründen kann ich weder Golf noch Tennis spielen und habe mit meinem Konto mindestens genausoviel Aufregung und Freude , wie früher beim scoren in div. Sportarten. Die futures verschaffen mir jeden Tag einen Wettstreit mit den Nachrichten und den Kursen. Und wo hast Du in anderen competitions schon das Erlebnis, jeden Tag gegen den Tiger Woods Deiner Sportart antreten zu dürfen und auch noch recht oft gegen Ihn zu gewinnen? Am Wochenende ist die Börse geschlossen, dann hat die Familie und die 2.Reihe auch einen größeren Anteil.
MfG
hw
Ich finde es großartig, das Du das System ein wenig vorstellst. Habe auch gleich eine Frage, Du schreibst "weil angeblich die guten deals selten über 1.6 R ins Minus laufen" .... woher kommt die Information / Aussage?
@ JRM [#4]
Habe es schon mindestens 2x gelesen. 1x sicher bei Perry Kaufman (in snarter trading oder in trading systems), evtl auch bei Tuchar Chande. Dessen "großes Buch der Trading-Konzepte " lese ich mindestens alle 2 Jahre und jedesmal kommt mir einiges ganz neu vor und vieles gräbt sich noch tiefer in mein Hirnkastl.
Wenn die 1.6 R nur zu 60% stimmen, sind sie ja eine großartige Bereicherung. In Trendphasen klettert die Quote mE über 75% der trades , die ohne einen 1.6-R-Rücksetzer mind. 2.5 oder gar 5 R ins Plus laufen.
MfG
hw
@ hardworker [#1]
Weitere Risikominderung verspreche ich mir von den bis zu 10 small caps
Worauf genau basiert die Risikominderung, wenn Du 50% Deines Kapitals in Small caps investierst?
Livetour
Es ist eine weitere Strategie, die mit den futures wenig korreliert.
Small caps korrelieren auch mit dem DAX und mit dem SDAX nicht so stark wie die blue chips, das behaupte ich aus dem Bauch heraus. Und small caps können sich leichter halbieren, aber auch verdoppeln (als Dax-Mitglieder). Wenn sich einer verdoppelt, habe ich zwei Halbierer ausgeglichen.
Die 4 Fundi- ,Chart- & Bauch-Titel FESX, GBL und NG sowie der DAX korrelieren mit dem DOW (außer dem NG) sehr stark, deshalb nehme ich den DAX eher in Phasen aufs Korn, wenn die Trender nicht so stark investiert sind oder wenn ich Zeit dazu habe. Zumindest meine Freizeit korreliert nicht mit dem Dow und damit auch nicht mit den meisten Weltbörsen. Außerdem habe ich bei den genannten 4 verschiedene Zeithorizonte.
Die Optionen aus dem Geld bringen meist kleine Verluste und dann wieder einen Multi-Bagger. Die im Geld bewegen wesentlich größere Beträge als der direkte Aktienkauf. Aber man verliert im Vergleich zum Depot weniger als bei Aktien und der Hebel nach oben ist viel besser.
Aktien short meide ich, seit VW traue ich mir nicht mal mehr dran zu denken, obwohl ich damals zu 300 , also zu einem irrwitzigen Kurs raus bin. Leider waren dann fast 1000 Euro möglich, aber aus meiner Sicht lag das nicht im Bereich der REALITÄT.
MfG
hw
@ hardworker [#7]
wenn du mehr Spielraum für stoploss als für dein Gewinnlimit zulässt bist du short gamma.
d.h. hohe Eintrittswahrscheinlichkeit zu deinen Gunsten aber wenns mal schlecht geht dann ordentlich. solltest du dieses Szenario mit long options mit billiger vola abhedgen können, dann wird das eine geglättete equity curve geben. generell eine Aussage zu treffen ist schwer. vielleicht gibts hier profunde Statistiker, die den Sachverhalt besser als ich aufdröseln können.
Grüsse SPOMI
@ hardworker [#7]
Wenn sich einer verdoppelt, habe ich zwei Halbierer ausgeglichen.
Wie oft hast Du das denn schon erlebt, daß im Falle von gleich zwei Halbierern gerade ein passender Verdoppler zu Verfügung steht? :)
@ SPOMI [#8]
bist du short gamma
Ich hatte es so verstanden, daß Hardworker Optionen ausschließlich kauft. Also immer long gamma.
@ SPOMI [#8]
Bei den Futures ist das Ziel teilweise (MHI, Taktik 1) kaum größer als der Anfangs-Stop. Aber beide Werte werden bei positiver entwicklung manuell nachgezogen. In einem flotten Trend kann so mit rel. kleinem SL ein Vielfaches von R erzielt werden.
Leider liegt man mind. zu 50% mit dem entry falsch oder die anfängliche Gegenbewegung ist zu groß, daß die Posi rausfällt. Aber ich wähle die Stops so eng wie möglich, auch wenn alle schreiben, mit zunehmendem SL würde sich die Performance ändern. Wenn 3 Posi's mit weitem SL ordentlich ins Minus laufen, ist das Konto schnell ramponiert oder man kann zur Vermeidung des großen drawdown nur ganz wenige und niedrigpreisige Kontrakte handeln. Ich kann 5 kleine Stops besser verkraften als einen Großen. Außerdem kommen die 5 kleinen nicht immer alle hintereinander, dadurch bleibt meine equity-Kurve gleichmäßiger.
Woher weiß ich , wenn's mal schlecht geht? Ich sollte also jede Posi mit optionen abhedgen. Das macht nur Sinn in die Gegenrichtung und zum Einstandspreis des Futures. Wenn der Future gut läuft, hätte ich mir die Option sparen können. Und die Liquidtät der Future-Optionen ist nicht auf allen Märkten gegeben. Weil ich in der Summe von einemr positiven Kontoentwicklung ausgehe, spare ich mir die Kosten und den Zeitaufwand für die Versicherung mit Optionen. Du bist vielleicht Vollzeit-trader, aber ich arbeite tagsüber und kriege nur in einem Teil der Fälle den Einstiegskurs beim Future abends auch für die Option geliefert. Außerdem erhalte ich den Kurs oder einen noch billigeren nur wenn die Posi nach meinem entry schlecht gelaufen ist und dann ist es für die Absicherung fast schon zu spät. Oder der SL hat die Absicherung schon erledigt.
Schreib bitte ein Beispiel, wie Du mit "billiger Vola" meine Mini-Öl-Posi (QM November, gekauft zu 77.4 $) heute absichern würdest, vielleicht habe ich eine falsche Vorstellung von Deinem Ratschlag? Bei Öl gibt es wohl am ehesten kongruente Lösungen , zB mit Optionen auf den großen Ölkontrakt.
MfG
hw
@ Livetour [#9]
Die Verdopplung und Halbierung ist sicher noch nicht oft vorgekommen. Und gleichzeitig schon gar nicht. Meine "Rechnung" ist theoretisch wie alles was die Zukunft betrifft und spiegelt meine Erwartungen wider, auf denen meine Taktik aufgebaut ist. Kann natürlich auch sein, daß sie nicht auf Dauer funktioniert.
Was meinst Du mit der Antwort an Spomi "...Optionen ausschließlich kauft..". Heißt das "nicht als Stillhalter", dann ist das richtig. Ansonsten verstehe ich den Ausdruck nicht.
MfG
hw
@ hardworker [#11]
Heißt das "nicht als Stillhalter"
Genau.
@ hardworker
Bin gerade zurück gekommen, tolle Beiträge. Ich werde mir in den nächsten Tagen genauer ansehe, was Du machst. Mein erstes Bauchgefühl ist: für meinen Geschmack ist das Risiko deutlich zu groß. Ich würde zu kleineren Positionen und Kapital-Änderungen raten.
Wie sind Deine Ergebnisse zu deuten? Ist das der Gewinn pro Monat, oder bist Du im Verlust, wenn das eine Zahl kleiner als 100% steht?
Egal wie Die Antwort ist, ein Gewinn von 50 % oder 150 % nur im September bedeutet, daß Du auch in einem Monat 50% verlieren kannst. Wenn das zwei Monate nacheinander passiert, bist Du draußen. Du hast zufällig in einer für Trendfolgen sauguten Zeit angefangen. Das wird aber nicht so bleiben, und Du mußt auch Schlechtwetterzeiten aushalten. Im September muß man als Trendfolger großen Gewinn gemacht haben, anders geht es nicht. Aber ein Septmember macht noch keinen Sommer, oder wie war das Sprichwort? Deine Statistik ist ziemlich kurz und Du hast keine wirklich schlechte Zeit mitbekommen. Bitte schau Dir ernsthaft diesen Graph von meinem System an: such Dir den Februar, und merke, was seitdem passiert ist. Es ging Monat für Monat nur nach oben. Das ist die Zeit, die Du oben beschrieben hast. Sie ist nicht typisch. Ich würde raten, die plus 50 % einzustecken, und die Positionen deutlich zu verkleinern. Plus 50% ist ein super Ergebnis für ein Jahr. Sorry, daß ich den Spielverderber gebe.
@ Asamat [#13]
Bin sehr erfreut, daß gerade Du antwortest. Habe derzeit Nachtdienst und kann sowieso nur mit kurzen Ruhezeiten rechnen.
Zerleg mich wenn es geht, ich werde schon zurückposten. Schließlich habe ich ein Ziel vor Augen.
Ich bilde mir ein, daß mit den 4 verschiedenen Strategien ein guter Ausgleich geschaffen ist:
1.strenge , kurzfristige Trendfolge mit 10 Futures
2.Bauch,kontra und spontanentscheidungen mit vier weiteren Futures incl DAX 1/2% Day und 2% ovn
3.Options aus dem Geld für chancenreiche Papiere
4.Options im Geld long oder short, aber nie Aktien short oder Optionen
als Stillhalter
5. 10 Aktien, eher small caps mit aussichtsreichem Geschäftsmodell oder recoverychancen
Die Zahlen zeigen nicht den Gewinn pro monat, sondern den kontostand am Ultimo, wobei ich den Mai mit 100% angesetzt habe um den absuluten Stand zu verschleiern.
Bitte erkläre Deine Equity und dd Kurve. Ist das Dein Konto? Was steckt genau in diesem Portfolio?
Bei meiner sept-Kurve ist noch der 7% Verlust mit dem FGBL, der Verlust (3%) mit Gold und ein paar weitere Schwachpukte enthalten, Trotzdem 50%, das macht mich euphorisch und nervös zugleich.
mfg
hw
@ hardworker [#14]
Du kennst Dich gut aus und weisst, was Du tust, also im Grunde beste Voraussetzungen für langfristige Erfolge.
Aber es ist offensichtlich, dass Du Dich nicht ganz wohl fühlst mit dem Risiko, sonst hättest Du ja den Thread gar nicht gestartet. Also würde ich schon empfehlen, das Risiko etwas runterzufahren, aber ist natürlich Deine Sache :-).
Manche Trader konzentrieren sich auf vielleicht zwei Strategien, andere, wie Du, auf viele gleichzeitig. Letzteres muss nicht unbedingt bedeuten, dass es risikoärmer ist. Bekanntlich korrelieren viele Märkte und wenn man ein oder zwei funktionierende Strategien mit ordentlichem Risk-Management hat, halte ich das auch für vollkommen ausreichend.
Viel (gut durchdachte) Diversifikation mindert normalerweise zwar schon das Risiko, sorgt aber bekanntlich auch für geringere Rendite.
@ hardworker [#14]
Bitte versteh es richtig: es soll Kritik im besten Sinne sein, um etwas zu lernen und/oder zu verbessern, kein Gemecker.
Ferner kann ich wenig dazu sagen, wie sich Deine verschiedenen Strategien gegenseitig helfen oder nicht. Besonders Strategie 2 klingt mir sehr vage. Es besteht die Gefahr, daß sich die Strategien 1 + 2 in guten Zeiten gut ergänzen, jedoch in den Zeiten, wo es drauf an kommt, wenn es weh tut, die Ergänzung zusammen bricht und sich der Verlust verstärkt.
Mein Bild zeigt den aktuellen Stand meines Produktiv-Systems. Das ist das rein mechanische Trendfolgesystem, worüber wir in dem anderen Thread so viel diskutiert haben, und was ich demnächst fertig erklären werde. Wir brauchen hier nicht viel darüber zu diskutieren, denn es soll ja um Dein Posting gehen. Ich wollte damit nur zeigen, daß die von Dir genannten Monate Februar bis heute für ein mechanisches Trendfolgesystem traumhaft waren. In so fern ist diese Zeit überhaupt nicht repräsentativ und Du solltest vorsichtig sein, die Ergebnisse aus dieser Zeit (Feb - September) für die Zukunft weiterhin so zu erwarten.
Für den Backtest eine mechanischen Systems ist die Zeit viel zu kurz und beinhaltet vor allem nicht die erforderlichen unterschiedlichen Marktsituationen. Schon aus diesem Grund sind Deine Ergebnisse nicht belastbar, unabhängig davon, daß sich die diskretionären Elemente ebenfalls nicht belastbar backtesten lassen.
Das soll Dich nicht hindern, Dich an den 50% zu freuen, im Gegenteil. Aber Du solltest nicht erwarten, daß es so weiter geht; und Dich daher vom Risiko her gesehen auch nicht so positionieren. Ich wiederhole daher meine Empfehlung: freu Dich an den 50%, das ist ein super Ergebnis für ein Jahr, aber nimm so viel Geld vom Tisch, daß Du auch bei einer Änderung der Marktsituation noch 30% davon behältst und das Jahr in jedem Fall im plus beendest.
@ hardworker [#1]
"Ich nehme das untere Drittel des dritten Tages als Einstieg, wenn das Tief des 3. Tages am 4. Tag überschritten wird..."
Die Beschreibung ist etwas verwirrend. Trendfolgend heißt doch in einen laufenden Trend einzusteigen, und zwar am besten bei einem Rücksetzer. Also für long:
Tag 1 = letztes Hoch im Trend;
Tag 2 = erster Rücksetzerbalken;
Tag 3 = zweiter Rücksetzerbalken;
Tag 4 = dritter Rücksetzerbalken (der tiefste)
Long-Einstieg am Tag 4 über dem Tief des zweiten Rücksetzerbalkens im Bereich seines unteren Drittels.
Habe ich das so richtig verstanden?
hardworker, ich habe mich noch mal kurz bei Van Tharp schlaugemacht (ich weiß, er ist umstritten, aber ich fand sein Buch "trade your way...." sehr lesenswert) bezüglich dem R-Konzept (http://www.iitm.com/sm-risk-and-r-multiples.htm)
Für mich ist alles über > 1R Verlust nicht nachvollziehbar - denn wird dann nicht das ganze Konzept hinfällig? Ich wähle doch eine Risikoeinheit so, das ich dann wirklich bei -1R draussen bin, oder habe ich was falsch verstanden?
@ Asamat [#16]
Wenn es mehrfach vorkommt, daß in einem Monat das Konto 20% rauf oder runter geht, hat man angeblich zu viel riskiert. Also bei + 40% nur noch halb so vile kontrakte fahren oder bei 505 nur noch 40% der bisherigen margin riskieren?
Trau Dich nur mit Deiner kritik , ich will mein Konto ja verbessern und nicht ruinieren.
Archie: so war's gemeint, und so mach ich es: Meistens überschneiden sich nacheinanderfolgende Tagesbalken. Im positiven Trend ist oft bei jedem Tagesbalken das Hoch und das Tief höher als am Tag zuvor. Wenn nun alle drei Tiefs der nächsten drei Tage gestiegen sind , kaufe ich , wenn im 4. Balken das Tief wieder überschritten wird, möglichst im unteren Drittel des neuen Balkens. Wenn der 4. Tag ein neues Low markiert, bevor ich eingestiegen bin (ich bemerke das ja oft erst am Abend, wenn ich von der Arbeit hemkomme), dann kaufe ich im unteren 1/3 oder plaziere ein Limit im unteren Tagesdrittel. Wenn ich nicht drankomme und der Trend weitergeht, springe ich bei einem Rücksetzer auf. Manchmal kommt durch eine Gegenbewegung mit Gap über Nacht ein dutlich besserer Kurs zustande als geplant. das kann gut gehen oder der Anfang vom baldigen Ausstieg sein.
Leider laufen nicht alle 3 Tagescharts nach meinem Muster und wenn , dann laufen sie nicht immer dem Trend voraus, dann ist halt ein bißchen Variation nötig.
MfG
hw
JRM. R über eins klingt wirklich für einen scharfen Denker wie 36-Stunden-Tag oder Fehlermeldung. Mein R muß in die 2% der Kontogröße passen.Wenn es 5x reinpaßt, dann variiere ich den Stop und mache zB 3 oder 4 R aus den 2%, soll heißen , daß ich bei manchen Kontrakten absichtlich höhere oder niedrigere R'S wähle, damit nicht bei einem Tag , bei dem sich 60% der Kontrakte in die gleiche Richtung bewegen, alle um 14:03 rausfallen, also verschieden stops und aims , auch bei der selben Ware.
@ ladowa [#15]
Über Deine Beiträge muß ich immer lange nachdenken. Ich fühle mich sicherer mit mehr als 2 Strategien.
JRM Ich schätze van Tharp's Ausführungen sehr, aber wenn er O#Neil bringt, mit den 7 bis 8% und den damit verbundenen dauernden Stops ..... damit käme ich nicht klar. Ist CANSLIM von O'Niel schon schlimm genug. Wer hat denn die Zeit und die Daten um das alles laufend zu filtrieren. Trotzdem war er wohl mit seiner Methode sehr erfolgreich.
Der Ausstieg nach einer Gegenbewgung von 1-2 Tic ist selbstmörderisch. Er meinte wohl Megaticks.
MfG
hw
@ hardworker [#19]
"Wenn es mehrfach vorkommt, daß in einem Monat das Konto 20% rauf oder runter geht, hat man angeblich zu viel riskiert."
Das "angeblich" kannst Du streichen aus dem Satz.
Meine eigene, persönliche Erfahrung zur Positionsgröße ist diese: zu Beginn habe ich mit größeren Positionen gearbeitet als jetzt. Der Grund ist folgender. Wenn es läuft, ärgert man sich, daß man keine größere Position gewählt hat. Man wird verführt, die Position zu vergrößern. Leider enden gute Phasen oft nicht in einem sanften Auslaufen, das die schrittweise Reduktion der größeren Position nahe legt, sondern eher in einem abrupten Reversal. Die größere Position bedeutet nun, im Moment der großen Gegenbewegung hat man die maximale Größe. Das ist Mist.
Ich will sagen: man muß die Positionsgröße nicht danach wählen, was man in guten Phasen gerne hätte, sondern danach, was man auch in sehr schlechten Phasen aushalten kann. Wenn Du plus x% in einem Monat hast, kanst Du auch minus x% in einem Monat haben. In einer schlechten Zeit kommen nun drei solche Monate nacheinander. Deine Positionsgröße war richtig, wenn Du nach den drei Monaten auch im vierten Monat Dein Konto und Dein System noch weiter traden kannst. Und glaub mir, nachdem Du drei Monate minus 20% (gleich minus 60%) gemacht hast, kannst Du das nicht und ich nicht und auch niemand sonst hier.
Was man dann natürlicherweise tut, ist, man verkleiner die Positionsgröße, weil man die Schmerzen nicht mehr aushält. Blöderweise - wir wissen alle, was nun kommt - ist der nächste Monat genau der, der wieder große Gewinne gebracht hätte - wenn man die ursprüngliche Größe gehandelt hätte, was man sich aber nicht traute.
Also: 20% Monatsschwankungen werden meines Erachtens irgendwann mit Sicherheit dazu führen, daß es Dich groß und negativ erwischt und Du nicht zurück kommen kannst.
Es gibt dazu das schöne englisch-sprachige Bonmot:
"There are old traders and there are bold traders. There are no old, bold traders."
Wie so oft klingt es auf Deutsch nicht ganz so elegant. Meine Übersetzung: es gibt alte Trader und es gibt wagemutige Trader. Es gibt keine alten, wagemutigen Trader.
Vielleicht haben ja einige andere, die schon länger handeln, auch Erfahrungen mit ihrer Positionsgröße beizusteuern.
@ Asamat [#23]
Besonders Deinen letzten beiden Beiträgen kann ich vollinhaltlich zustimmen. Gerade dann, wenn man sich in Sicherheit wiegt, man bei einem Trade nachgekauft hat und alles gut läuft, wird die Wahrscheinlichkeit eines Einbruches immer größer.
@ all
So viele verschiedene Strategien wie es gibt, gibt es auch viele verschiedene Gründe, weshalb Trader überhaupt handeln. Natürlich geht es immer daran, das Kapital zu vermehren. Aber während manche mit einer möglichst sicheren Methode eine akzeptable Rendite erwirtschaften möchten und der Kapitalerhalt höchste Priorität hat, gibt es wieder andere, die hauptsächlich des Nervenkitzels wegen traden und wieder andere, die eine hohe Rendite verfolgen und bereit sind, viel zu riskieren. Es muss eben jeder wissen, was er eigentlich will, und vor allem, welches Risiko er bereit ist zu tragen. Ich finde es auch ok, wenn zB jemand sagt, mein Ziel sind für einen begrenzten Zeitraum sehr hohe Erträge, ich weiss auch, was ich riskiere und wundere mich nicht, wenn das dafür zu Verfügung gestellte Geld weg ist. Soll eben jeder sein Ziel verfolgen.
@ ladowa [#24]
"Ich finde es auch ok, wenn zB jemand sagt, mein Ziel sind für einen begrenzten Zeitraum sehr hohe Erträge, ich weiss auch, was ich riskiere und wundere mich nicht, wenn das dafür zu Verfügung gestellte Geld weg ist."
Exakt die Einstellung der SocGen Vorstände und Händler? SocGen beliebig gegen andere Bankennamen tauschbar?
"Gerade dann, wenn man sich in Sicherheit wiegt, man bei einem Trade nachgekauft hat und alles gut läuft, wird die Wahrscheinlichkeit eines Einbruches immer größer."
Kann ich aus mehrfacher eigener Erfahrung bestätigen. Wenn man allerdings regelmäßig den Rahm abschöpft bleibt der Schaden klein und man ist weiter im Spiel bzw. das Sparkonto wächst trotzdem.
@ hardworker [#1]
"Man sagt immer, daß mehr als 20% G oder V in einem Monat verdächtig auf overtrading ist."
Du weißt es ja selber, also ist nichts weiter zu sagen.
"Ich liege bei der margin incl. Aktien um 50% und selten über Nacht bei 75%."
Für meine Geschmack ist das viel zu hoch. Profis handeln bzgl margin in viel kleineren Bereichen. Ich habe bei mir ebenfalls gemerkt, daß ein solcher Hebel ein deutliches Zeichen für zu große Positionsgröße ist.
@ ladowa [#24]
"... hauptsächlich des Nervenkitzels wegen traden ..."
Ja, das habe ich auch schon gedacht, daß Kollege Hardworker die Action liebt. Das Sammelsurium von "Strategien" deutet darauf hin; die Monatresultate ebenso. Wogegen nichts einzuwenden ist, wenn man sich bewußt ist, daß man dafür mit Geld bezahlt. Denn die Ziele Aufregung und Profitabilität widersprechen sich letztlich. Proftables Trading ist langweilig. Auch dazu gibt es ein Bonmot:
"Nicht Dein Trading soll aufregend sein, sondern der Lebensstil, daß das Traden Dir ermöglicht."
@ gautama2 [#25]
Zu Punkt 1: Selbstverständlich sollen Banken und andere Institutionelle keinesfalls so eine Hochrisiko-Strategie fahren. Aber wenn ein privater Trader das tun möchte, warum nicht, es ist ja nur sein Geld, das er verbrät, und nicht das von Kunden oder des Steuerzahlers.
@ ladowa [#27]
Wenn das mal so selbstverständlich wäre. Aber et is wie et is. Die entscheiden ebenfalls, dass sie das Geld notfalls verbrennen, solange es nicht ihr eigenes ist :)
Zu Antwort 21 bis 28
Bei Euch besteht Übereinkunft, daß die Einsätze zu hoch sind.
Ihr habt Eure Erfahrung sicher teuer erkauft und keiner hat einen Vorteil, wenn er zum Downsizing rät. Also werde ich Eure Ratschläge befolgen, sonst hätte ich ja garnicht nachgefragt. Ich werde zuerst die Zahl der Futurkontrakte halbieren und dann die Aktien-Posi's abbauen.
Im Daytrading sehe ich die geringsten Risiken, weil es keine wesentlichen gaps gibt und "nur" mangelnde Disziplin ein wirkliches Risiko darstellt. Auch bei Optionenwill ich noch nicht zurückfahren. Hier sind die Einsätze auf die Prämie begrenzt.
Oder seht Ihr das immer noch zu gefährlich an?
MfG und mit herzlichem Dank an alle Beteiligten,
Euer hw
@ hardworker [#29]
Wow, coole Entscheidung, Respekt. Habe ich - ehrlich gesagt - nicht erwartet, denn üblicherweise geht die Antwort eher in Richtung "... ich weiß schon, was ich tue ...".
"Oder seht Ihr das immer noch zu gefährlich an?"
Die Futures halbieren ist jedenfalls nicht verkehrt. Meine Einschätzung, daß Du ziemlich schnell in der Kurve bist, beruht auf zwei Zahlensätzen, die Du genannt hast, und die beide dasselbe sagen:
- die monatlichen Schwankungen, und
- Deine Margin.
Solange Du keine entsprechenden Zahlen für die neue Situation hast, kann ich nichts Neues sagen. Um Deine 50%-75% Margin-to-Equity-Ratio zu vergleichen, hier meine entsprechende Kennzahl: dieses Verhältnis beträgt bei mir 14,6% im Schnitt der letzten zwei Jahre.
An Asamat
Vielleicht hast Du sehr weite Stops. Und mit 14.6 wirst Du auch nie mehr erreichen als mit einem Aktienkonto. Ich will schon ein bißchen mehr. Aber das interessiert "den Herrn Future Market" meistens nicht. Trotzdem gebe ich nicht auf.
Zum thread; Ich wähle um die 2%, durch das starke Kontowachstum im Sept sind es inzwischen eher 1.4% für alle Kontrakte einer Sorte.
Aber klar ist das Risiko bei 5x0.3% viel höher als bei 1X 2%. Mit 5 Kontrakten trifft mich ein 3% -Gap 5x so stark.
Habe mich auch entschlossen den DAX zurückzufahren. Einer mußte um 22:00 dran glauben. Morgen die andere Hälfte. Hoffentlich kann ich dem Burschen eine Zeitlang widerstehen. Ich hatte im Sep mal 11 Gewinne (alle klein) in Folge und zuletzt nur 1 von 4. Ist wohl statistisch noch nicht relevant, aber strudelserientechnisch schon.
MfG
hw