Heidelberger Druckmaschinen AG: Anleihe und Aktie Richtung Ramsch

Das Kursminus bei Heidelberger Druck (Streubesitz 68.3 %) geht munter weiter.

Mit der heutigen Notiz von 1.70 € notiert die Aktie mit 66.4 % des Nennwertes von 2.56 €.

Die 9.25 % Anleihe wird mit Kursen zwischen 82.5/85 % gehandelt.

Geht es dem Unternehmen fundamental so schlecht oder ist dies zurückzuführen auf eine allgemeine Krise in der Druckmaschinenindustrie ?

Nehme ich die Würzburger König und Bauer AG (Streubesitz 46.3 %) als Vergleichsmassstab, so erkenne ich eigentlich keine direkte Krise in der Druckmaschinenbranche, die alle in diesem Bereich tätigen Unternehmen betreffen würde.

Vielleicht liegt es wirklich an dem Phänomen -ein guter Bekannter sprach davon- dass bei einer Index-Verramschung automatisch und ohne Rücksicht, alle in diesem Index beinhalteten Werte mit verramscht werden und bei einer Rallye -das Gegenteil passiert- alle Werte mit steigen.

Geschrieben von F am
benedikt54
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12 Jahre 9 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#1]

Vielleicht liegt es auch daran das das eine Unternehmen besser gewirtschaftet hat als das andere.

Wenn in der Schule bei einer Matheprüfung ein Blonder Jünglich eine Mangelhaft bekommen hat, heisst das doch nicht automatisch das alle Blonden eine Fünf bekommen haben.

F
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ benedikt54 [#2]

Vielleicht liegt es wirklich an dem Phänomen -ein guter Bekannter sprach davon- dass bei einer Index-Verramschung automatisch und ohne Rücksicht, alle in diesem Index beinhalteten Werte mit verramscht werden und bei einer Rallye -das Gegenteil passiert- alle Werte mit steigen.

M-DAX seit Anfang Juli 2011 von (gerundet) 11.200 auf 9.960 = - 12.5 %

Heidelberger Druck seit Anfang Juli 2011 von (gerundet) 2.82 auf 1.70 = - 66 %

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#3]

Was soll mir das sagen?

Der Index ist um 12.% gefallen und Heidelberger um 66%.

Es steht doch nirgendwo geschrieben das die im Index befindlichen Aktien mit dem Index 1,0 korrelieren müssen.

Ich verstehe den Sinn der Aussage nicht. Mal abgesehen davon das ein Index kaum verramscht wird, sondern das wiederspiegelt was das Zeug Wert ist, hätten nach der Logig die anderen Werte auch so fallen müssen.

F
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ benedikt54 [#4]

Geht man die einzelnen im M-DAX enthaltenen Werte durch, so sieht man seit Anfang Juli 2011 allenthalben bei allen starke Minuszeichen.

Was ich versuche deutlich zu machen ist, dass bei Index-Verkäufen grosser Adressen keine Rücksicht auf die Fundamentaldaten der im Index enthaltenen Werte genommen wird und vice versa, bei einem steigenden Index ebenfalls keine Rücksicht auf die Fundamentaldaten der im Index enthaltenen Werte genommen wird.

Wieviel der minus 66 % sind nun bereinigt um das Index-Minus wirklich den fundamentalen Daten geschuldet ?

Gast

@ Paljusevic, Franjo [#5]

das Heidelberger Druck schon länger Probleme hat habe ich schon vor Monaten verfolgt. Von daher passt natürlich die massive Underperformance.

Mit "Index verramscht" meinst du wohl einen generellen Ausverkauf. Kurzfristig ist es dann egal ob Aktien fundamental gut oder schlecht aufgestellt sind bzw. eine Wachsstumsstory haben. Dann kommt auch immer viel Börsenpsychologie ins Spiel.

F
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Teletrader [#6]

Mit "Index verramscht" meinst du wohl einen generellen Ausverkauf. Kurzfristig ist es dann egal ob Aktien fundamental gut oder schlecht aufgestellt sind bzw. eine Wachsstumsstory haben.

Genau. Danke.

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#7]

Mit "Index verramscht" meinst du wohl einen generellen Ausverkauf. Kurzfristig ist es dann egal ob Aktien fundamental gut oder schlecht aufgestellt sind bzw. eine Wachsstumsstory haben.

OK, das wird ja auch nicht in Frage gestellt, da das ja bereits zu Zeiten gegolten hat wo es noch keine Indices gab.

Die Hausse nährt nun mal die Hausse und die Baisse die Baisse.

Marzell
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

in der SZ vom Samstag war ein positiver Bericht über das Geschäft der Heididruck in China.

Das Geschäft in China brummt.

Gruezi
Marzell

Lenzelott
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ Marzell [#9]

unbedingt.
Die Chinesen kaufen 2 Maschinen und bauen dann 200 nach.

Drucken könnte im Zeitalter des Internets irgendwann mal out sein, hat schon mal jemand darüber nachgedacht?

Kodak hat auch lange nicht geglaubt, dass die Fotografie irgendwann ohne Filme auskommt und jetzt kommt die Fotografie ohne Kodak aus!

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Lenzelott [#10]

Heidelberg baut ein Werk in China und verdient gut dort. Ich bin zwar auch skeptisch, aber letztendlich ist das, ebenso wie die Spritzgusstechnologie, eine sehr innovative Branche. Bis die in der Lage sind die heutigen Druckmaschinen herzustellen vergehen noch Jahre und dann hinken sie wieder hinterher. Beim Druck kommt es auf extreme Präzision an, das bauen die nicht mal eben so nach.

Das papierlose Büro wird nun schon seit mindestens 20 Jahren ausgerufen, und ich habe mehr Papier als je zuvor in meinem Büro.
Geh mal an einem Kiosk entlang, schau auf die Werbetafeln in den Städten etc.

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ gautama2 [#11]

Die Printmedien sind doch eigentlich seit Einführung des Internets tot, so zumindest hat man es uns eingeredet.

Auch das Kino ist ja seit Einführung des Internets tot, so hat man es uns gesagt.

Ein Frühstück ohne Zeitung, das geht nicht und ein guter Film in Kinoatmosphäre bleibt unerreicht.

Im übrigen wo sollen denn die jungen Leute hin wenn Sie ein wenig fummeln wollen.

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ benedikt54 [#12]

Früher ging man in den Park.
http://www.youtube.com/watch?v=TiH5BsVTcyg&feature=related

Marzell
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ gautama2 [#13]

womit wir wieder beim Thema der Themen wären.

Grüsse
Marzell

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Marzell [#14]

Ja, so fummelt man sich durch, aber zum Thema Heidelberger scheint alles gesagt.
1. Die Aktie ist zu billig
2. Die Aktie taugt auf Dauer eh nix, denn das Geschäftsmodell ist obsolet.

tomxy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Amazon verkauft in den USA mittlerweile mehr E-Books als gedruckte Bücher. Soll angeblich mit dem gefallenen Preis der Reader zusammenhängen. In anderen Ländern ist das noch nicht so.

Elektronik wird erfahrungsgemäß sowieso immer billiger. Ein Navi war vor 4-5 Jahren nicht unter 300 Euro zu bekommen. Heute gibts schon bessere für unter 100 Euro.

Schätze die Reader werden auch immer günstiger und besser. Wenn sie im Moment noch $ 190 kosten werden sie in zwei oder drei Jahren vielleicht für 20 Euro verfügbar sein. Zwar sind die EBooks nicht deutlich günstiger, aber Bücher bei denen die Urheberrechte bereits ausgelaufen sind gibt es für umsonst. Da werden sicher noch einige umschwenken.

Auch bei Tageszeitungen ist es ja mittlerweile so, dass ich diese zwar nicht deutlich günstiger, dafür aber schon am Vorabend bekomme.

Lenzelott
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

@ tomxy [#16]

Das wird aber alles überkompensiert von den Drucksachen die im Bundestag für die ganzen sinnfreien Gesetzesvorlagen benötigt werden (die aber natürlich keiner der Palamentarier liest, weil das wäre ja echt anstrengend bei so viel Seiten Juristendeutsch).

Und damit diese Drucksachen zukünftig billiger produziert werden können, bauen die Jungs aus Heidelberg gerade ein Werk in China.

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