Homo oeconomicus oder Wie das Hirn die Inflation verdrängt
Wie das Hirn die Inflation verdrängt
Von Grit Beecken
Manager-Magazin.de (14.05.08) - Der Homo oeconomicus gilt als das Ideal der klassischen Wirtschaftswissenschaften - unabhängig davon, wie irrational sich Börsen und Märkte präsentieren. Neuroökonomen hingegen nehmen sich der Hirne der homines irrationales an.
Bonn - Das Gehirn scheint mit dem Phänomen "Inflation" seine liebe Not zu haben. So oft Bernd Weber, Neurowissenschaftler am Life & Brain Center der Universität Bonn, seinen Probanden auch erklärte, dass eine verdoppelte Summe bei einer Inflationsrate von 100 Prozent die gleiche Kaufkraft hat, wie die Ausgangssumme - das Gehirn reagierte auf den höheren Betrag unverfroren mit größerer Aktivität als auf die Ausgangssumme. Genauer gesagt: Der mediale präfrontale Kortex, im Hirn zuständig für Belohnungen, reagierte stärker.
Aufgrund dieser Ergebnisse vermuten Weber, Armin Falk, Direktor des Instituts für experimentelle Wirtschaftswissenschaften der Universität Bonn und Antonio Rangel, Professor of Economics, California Institute of Technology, dass das Gehirn den Nominalwert und nicht den Realwert des Geldes speichert. Täglichen Medienberichten über die Gefahren der Inflation zum Trotz.
(kompletter Beitrag: http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,549493,00.html)