Interbankenmarkt: Fehlender Liquidität und deren Folgen

Die Nationalbanken pumpen Geld in die Wirtschaft. Die Leitzinsen fallen und auch der LIBOR sinkt. Die Aktion war erfolgreich und die Lage hat sich entspannt.

Das stimmt nicht. Der Interbankenmarkt ist nach wie vor vollständig ausgetrocknet. Die Banken leihen sich kein Geld. Teils war deswegen Im November die Lage äusserst angespannt. Notenbankchefs und Vertreter der Wirtschaft waren nervös, weshalb auch die Aktienmärkte weiter korrigierten. Und die Nervosität bleibt.

Eine einfache Gleichung besagt: "Geldstrom = Güterstrom". Das klingt etwas banal, aber genau das ist passiert. Zuerst bricht der Geldstrom panikartig zusammen. Und das gleiche passiert innert kürzester Zeit mit dem Güterstrom, was man sehr gut am Baltic Dry Index sehen kann, der auf einem 22-Jahre-Tief notiert. Es ist ausgeschlossen, dass die Konjunktur so schnell einbricht, wie der Index abstürzte.

Nach meinem Verständnis erklärt dies vereinfacht den ganzen Vorfall. Es erklärt auch, weshalb nun erste Analysten von einer Weltwirtschaftskrise wie in den 30er-Jahren ausgehen. Wenn der Güterstrom dermassen zusammenbricht, dann ist das keine Rezession mehr, sondern eine grosse Depression - mindestens.

Ich habe absolut keine Erfahrung mit Depressionen. Wie auch, die letzte war in den 30er Jahren und danach kam der 2. Weltkrieg. Beides liegt nun doch schon etwas zurück. Was aber auffällt, ist die unglaubliche Geschwindigkeit, welche doch geradezu nach einer Gegenbewegung schreit, sowohl im Güterstrom als auch im Geldstrom. In den 30er Jahren gab es 30% Arbeitslose und es gingen gemäss Angaben aus Geschichtsbüchern viel mehr Firmen Konkurs.

Lange Rede kurzer Sinn: Für mich ist der Güterstrom viel zu schnell eingebrochen, um deswegen behaupten zu können, dass nun die Konjunktur gleichermassen zusammenbricht. Der Güterstrom ist aus dem gleichen Grund zusammengebrochen wie der Geldstrom - aufgrund von kurzfristiger Panik.

Was ich nicht beurteilen kann, ist, ob es realistisch ist, anzunehmen, dass sich der Interbankenmarkt (wohl der Ursprung) rasch entspannt. Immerhin ist dieser nun bereits seit einigen Monaten ausgetrocknet. Sollte sich dieser jedoch in den nächsten Wochen entspannen, so kommt, so meine Hypothese, alles ganz anders:
- Kaufpanik
- Rohstoffpreise schiessen in die Höhe
- Anstelle einer Deflation kehrt die Inflation zurück
und das alles viel schneller, als die heutigen Analysten und Ökonomen sich heute vorstellen können.

Es bleibt also, den Interbankenmarkt zu beobachten.

1. Wie ist eure Meinung zu meiner Aussage?
2. Was für Indikatoren kann man heranziehen, um die Entwicklung des Volumens am Interbankenmarkt zu verfolgen? (Zeitnahe und nicht erst mit einem Monat verspätet in den offiziellen Statistiken)

Geschrieben von Von Klopfenstein am
tantan
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Wie lange hat es denn in den 30ern gedauert bis so viele Firmen pleite waren? Bisher hat es selbst GM noch nicht erwicht. Die Kurse laufen der Realwirtschaft etwa 6 Monate vorraus. Wir sind noch nicht im Auge des Hurricane. Wenn drei Bearmarketrallys verpufft sind, kannst du kaufen. Egal wo die Kurse stehen.

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Von Klopfenstein [#1]

"Die Nationalbanken pumpen Geld in die Wirtschaft"

de facto erstmal nicht. Mengenmäßig mehr Pumpen in den Geldkreislauf, in den Finanzsektor, nicht in die Wirtschaft!

Das schreibst du ja selbst.

"was man sehr gut am Baltic Dry Index sehen kann, der auf einem 22-Jahre-Tief notiert."

In meinen Augen siehst an dem gar nichts, außer, dass die Spekulation in die andere Richtung geht! Der Index sagt nichts darüber aus, ob in taiwan gefertigte Unterhosen hier noch ein rentables Geschäft sind! Der sagt eher umgekehrt aus, dass das Geschäft noch rentabler werden kann(aber eben nicht muß), weil die Frachtraten sinken.

"Es bleibt also, den Interbankenmarkt zu beobachten"

So ähnlich hab ich mich vor mehr als zwanzig, aber keine dreißig Jahre durchs Studium gequält. Eine Wissenschaft lernen, die mit drei Unbekannten eine Formel hinbekommt, welche zeigt wo es langgeht!

Praktisch: Zeig mal deine Entscheidung, nachdem du nur langegenug den Interbankenmarkt beobachtet hast.

Von Klopfenstein
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ dhp05 [#3]

"de facto erstmal nicht. Mengenmäßig mehr Pumpen in den Geldkreislauf, in den Finanzsektor, nicht in die Wirtschaft" Ja - so meinte ich das auch. Das ist ja auch der Witz. Die Regierung hat es lediglich geschafft, dass die Banken nicht Konkurs gehen. Ansonsten verpufft alles ohne Effekt, da die Banken das Geld nicht nutzen. Genau dieser Punkt ist so beunruhigend und grotesk.
Annahme: Morgen kommt "Bruce Allmight" und gaukelt uns über die Medien steigende Kurse vor. Parallel werden positive News zur Konjunktur veröffentlich. Alles erfunden. Dax steht bei 8000 (erfunden). Nach kurzer Zeit hätte man auch real einen Dax bei 8'000. Genau so grotesk erscheint mir das Ganze nun in die andere Richtung abzulaufen. Und man fängt an, die ganzen negativen News zu glauben und zu extrapolieren.

"So ähnlich hab ich mich vor mehr als zwanzig, aber keine dreißig Jahre durchs Studium gequält. Eine Wissenschaft lernen, die mit drei Unbekannten eine Formel hinbekommt, welche zeigt wo es langgeht!

Praktisch: Zeig mal deine Entscheidung, nachdem du nur langegenug den Interbankenmarkt beobachtet hast."

Ist stark vereinfacht - aber ist die Annahme falsch? Und wer versteht den Sachverhalt? Für mich ist es immer noch eine "fiktive" Krise. Nachhaltig real wird diese, wenn so lange keine Güter mehr fliessen (ist halt jetzt etwas lehrbuchmässig formuliert), bis dass die Firmen grosse Kapazitäten abbauen müssen.

Und was den Interbankenmarkt angeht: Das ist genau der Punkt, was muss man hier beobachten? Und ist es realistisch, dass sich dieser demnächst entspannt? Soweit ich das verstehe, horten die Banken das Geld zu tiefem Zins. Die Banken könnten das Geld aber auch teuer weiter vermieten und die Zinsdifferenz einstreichen.

Die Banken verhalten sich wie Lemminge. Merkt man auch an den Analystenkommentare, welche lediglich die Vergangenheit extrapolieren. Ölpreis 140$ - Kursziel 300$. Ölpreis 40$ - Kursziel 25$. Das ist ein Witz und das kann sich doch schlagartig in die andere Richtung drehen. (Ich stelle diese Frage nicht nur wegen den Aktienanlagen. Ich finde die Frage interessant und zweitens interessiert es mich im Hinblick auf die Realwirtschaft).

"in meinen Augen siehst an dem gar nichts, außer, dass die Spekulation in die andere Richtung geht!" Bereits Alan Greenspan hat den Indikator als Zukunftsindikator für die Wirtschaft verwendet. Ich finde es eindrücklich, wie dieser parallel zum Geldmarkt gesunken ist. Es kann mir doch niemand sagen, dass dies wegen der Konjunktur ist.

Nochmals: "Praktisch: Zeig mal deine Entscheidung, nachdem du nur langegenug den Interbankenmarkt beobachtet hast."
Das kann ich nicht, weil ich keine Erfahrungswerte habe. Deshalb ja auch die Frage.

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Von Klopfenstein [#4]

Ich tippe mal ins Blaue, wenn ich Vermutung anstelle, was deine Motivlage gewesen sein könnte, für deine bisherigen Texte in diesem thread.

Starten tust du als Spekulant! Besser short oder long? Wie vermehrt sich mein Geld besser?

Da hat man als Spekulant nach getroffener Entscheidung oft einen verrückten Blickwinkel! Wahrscheinlich bist auf Grund von Lebensmotiven tendeziell lieber long, weil das dem zu verteilendem Reichtum besser täte.

"Die Banken verhalten sich wie Lemminge. Merkt man auch an den Analystenkommentare, welche lediglich die Vergangenheit extrapolieren. Ölpreis 140$ - Kursziel 300$. Ölpreis 40$ - Kursziel 25$. Das ist ein Witz und das kann sich doch schlagartig in die andere Richtung drehen. (Ich stelle diese Frage nicht nur wegen den Aktienanlagen. Ich finde die Frage interessant und zweitens interessiert es mich im Hinblick auf die Realwirtschaft"

Erstmal grundsätzlich: Banken verhalten sich beim Geldverdienen nicht nach den Analystenmeinungen zum zukünftigen Öl-Preis. Der Erfolg einer Bank ist nicht davon abhängig ob ölpreis 140 dann später 400usd erreicht, wie Analyst prognostiziert! Das Modell einer Bank ist schon unabhängig vom analysten, der Preise prognostiziert, auf die man als Bank keinen Einfluß hat.

Öl, und stärker noch andere Rohstoffpreise hatten in den letzten 2 Jahren eine Volatilität, die, wenn Rohstoffe eine entscheidende Größe bei den Produktionskosten wären, dass Endprodukt, welches dann zum schlußendlichen Erfolg unter die Leute zu bringen ist, unkalkulierbar gemacht hätte. Also zu einer Stagnation in der Versorgung geführt hätte. Weit und Breit keine spur davon.

Wie oben erwähnt, meine Lesweise, wenn von Klopfenstein den Stift spitzt, will er sich die Welt zurecht beugen. Gefährliche Geschichte!

Von Klopfenstein
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ dhp05 [#5]

?

"Die Banken verhalten sich wie Lemminge..." Tut mir leid, wenn dich diese Aussage stört. Ich habe mich unpräzise ausgedrückt. Ich wollte sagen: "Auch in den Banken arbeiten Angestellte, die gelegentlich dem so genannten "Lemmingeffekt" zum "Opfer" fallen."

Lieber Gruss, Von Klopfenstein

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Von Klopfenstein [#6]

"Die Banken verhalten sich wie Lemminge..."

An dieser Aussage gibt es nichts zu bemängeln. Sie ist zu hundert Prozent richtig.

Er meint nur das Banken selbst nicht nach ihren eigenen Analysen traden, da dies nicht ihr primäres Aufgabengebiet ist.

Banken sind daran interessiert das es zu Umsätzen kommt und somit zu Provisionen. Umsatz = Provisionen = Gewinn.

So gesehen ist den Banken alles Recht was dazu führt die Kunden zum handeln zu bewegen. Der Bank ist es scheiss egal ob der Kunde gewinnt oder verliert.

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Von Klopfenstein [#6]

"Auch in den Banken arbeiten Angestellte, die gelegentlich dem so genannten "Lemmingeffekt" zum "Opfer" fallen."

Naja! Das ist ein 'irgendwie' technokratischer Kritikansatz:

Der Mensch schafft erstmal was , und dann klappt es nicht, weil der Mensch (in diesem Fall der Angestellte) das schwächste Glied in der Kette.

"Irren ist menschlich" heißt es so schön. Wenn die Gleichung stimmen würde, nämlich "Menschsein heißt irren", hätten wir ein tohuwabohu wie wir's trotz aktueller Krise nicht haben.

Ich fange nochmal oben an:

"Die Nationalbanken pumpen Geld in die Wirtschaft"

sagst du. Ich sage:

Nein tun sie erstmal nicht, sie pumpen in die Aufrechterhaltung/Wiederherstellung des Finanzkreislaufs.

(Nebensatz: Das dieses Pumpen nicht in der Wirtschaft landet, kannst du taglich im Wirtschaftsteil deiner Zeitung lesen!)

Die Staaten pumpen, so sie können, Geld in die Finanzwirtschaft, beziehungsweise geben Kredit/Garantien an diese.

Was in meinen augen auch logisch ist! Geschäftsbanken sind über staatliche Bestimmung/Bedingung erst in der Lage GB zu sein, um dann mit dem Geld des Staates Geschäfte zu betreiben.

(Noch ein Nebensatz: kobban glaubt mal in einem anderen thread, GB's könnten Geld schöpfen. Wenn sie es könnten, hätten sie die probleme aktuell nicht!)

Wenn es ums staatliche Geld geht, kein anderes gibt es, dann hat sich der Staat, gerade ein erfolgreicher wie BRD, oder gerade downgegradet USA, nie ausgemischt! Weil die sich nie ausgemischt haben und weil die erfolgreich sind, geben die doch gerade Garantien ab in Beträgen, die einem vor einem halben Jaht unvorstellbar waren, ohne sich sofort lächerlich zu machen.

Wenn man sich die Mühe macht, einmal das KWG zu lesen, dann wird man gelesen haben, dass man die Hürde "Bank sein zu dürfen" einmal übersprungen gerne Bank ist! Und das der Erfolg einer Bank nicht wirklich davon anhängig ist, das die Angestellten lemmingsmäßig oder nicht lemmingsmäßig ihrem Job nachgehen.

Zum Misstrauen im Geschäftsbereich Interbankenhandel

Wenn man sich die Bilanz einer Bank anschaut, dann hat die als Hauptposten im kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Bereich Forderungen UND Verbindlichkeiten gegenüber anderen Instituten.

Der Rest ist dann nur noch eine Vertrauensfrage! Taugen deren Forderungen werthaltig um die Verbindlichkeiten zu decken?

Diese Frage wird manchmal entschieden:

Wenn ich selbst Forderungen habe, die ich als "kritisch einholbar" taxiere, dann bewerte ich natürlich auch die Forderung eines anderen, der auf seine Forderung bei mir Kredit bekommen hat als "kritisch einholbar"

@ benedikt54 [#7]

Es gehen ja Banken gerade richtig Pleite! Und mit Sicherheit nicht, weil sie dein 'Bankengeschäftsmodell" nicht verstanden hätten.

Kobban
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ dhp05 [#8]

"kobban glaubt mal in einem anderen thread, GB's könnten Geld schöpfen. Wenn sie es könnten, hätten sie die probleme aktuell nicht!"

Was man kann, kann man auch vergeigen - im Wort können/könnten stecken verschiedene Möglichkeiten. Was macht für Banken Sinn?

Nicht nur der Investor reflektiert das Risiko seiner Entscheidung, sondern auch der eventuelle Geldgeber. Es werden allerdings bloß solche Entscheidungen getroffen, deren Anreiz hoch genug erscheint, um einen Teil des erwarteten Gewinns in Form von Zinszahlung an den Geldgeber weiterzureichen.

Die DOPPELREFLEXION des Risikos aus zwei Perspektiven führt dazu, dass Investor und Geldgeber nach verläßlichen Gelegenheiten suchen, deren Anreiz einerseits nicht zu klein ist, um für beide lohnenswert zu sein, und andererseits nicht zu hoch, um noch im Bereich des Erwartbaren und Wahrscheinlichen zu liegen. (Hier kanns aus dem Ruder laufen!)

Zu kleine Anreize, die keinen Spielraum für profitable Verteilung des Risikos mehr bieten, und zu große Anreize, die jadoch fast automatisch mit einem Täuschungsrisiko-Index versehen werden, werden aus der Relevanzspanne für mögliche Kombination von Investor- u. Geldgeberentscheidungen aussortiert (aber eben manchmal nicht!: - meist wenn DRITTE beobachtet werden, die risikolaxer entscheiden - dann kann man selbst in Zugzwänge kommen)

Nungut - die Doppelung der Perspektiven erhöht notmalerweise die Korrekturmöglichkeiten und damit auch den Sicherheitswert von Erwartungen - ja allerdings auch deren Anfälligkeit für Dynamiken gesellschaftlicher Selbstverstärkung.

Um so kritischer ists dann zu beurteilen, wenn Banken und Anleger überwiegend die Sicherheitswerte von Deckungsgarantien des Schuldners zur Grundlage von Kreditvergabe und Vermögensanlageentscheidungen machen. Je mehr sich diese Entscheidungen am überlieferten Kapital eines Kreditnehmers und Investors orientieren - und nicht an dessen zukunftsorientiertem "Vermögen(=Fähigkeit)", desto geringere Chancen erhält gerade jenes venture capital, das auf die Doppelreflexion des Risikos angewiesen ist.

Zudem kommmt noch ein weiters Problem: Banken müssen drauf verzichten, Angebot und Nachfrage nach Krediten über den Zinssatz zu steuern, da Zinssätze nicht geeignet sind, risikoreduzierende Selektionen unter den möglichen Schuldnern vorzunehmen:

bei steigendem Zins wird zwar der mögliche Gewinn für die Banken erhöht und die Zahl der vergebenen Kredite reduziert, zugleich aber erscheinen nur noch diejenigen Kreditnachfrager bei den Banken, die hohe Risiken nicht scheuen, oder die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre Schulden zurückzahlen, für gering halten. So hat jede Bank ihre eigene Strategie, die Kreditmenge zu einem verglichen mit "markträumenden" Zinssatz relativ geringen Zinssatz zu rationieren - und nur nach eigenen Untersuchungen der Risikostruktur zu entscheiden.

Wenns klappt, schöpfen Banken neues Geld!

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Kobban [#9]

"Wenns klappt, schöpfen Banken neues Geld"

sagst du als Zusammenfassung deiner vorhergehenden Beschreibung des Bankengeschäfts.

Ich sage:

Wenns klappt, dann schöpfen" die einen Gewinn, wenns nicht klappt, dann "schöpfen" die einen Verlust.

Beim gewerbsmäßigen Umgang der Banken mit der Ware Geld, machen die Banken unterm Strich doch nicht viel anders als bspw. der Stuhlhersteller. Und wenn beim Stuhlhersteller nach Verkauf des Stuhls ein Gewinn von 20euro hängen bleibt, weil die Herstellung 100euro kostete, der Stuhl aber für 120euro über den Tresen ging, sagt doch auch keiner der hätte 20euro neues Geld geschöpft.

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ dhp05 [#10]
Aber neue Stühle. ;) Darum geht es doch, beim "schöpfen"!?

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ dhp05 [#10]

Doch, die "Wertschöpfung" bei dem Produkt Stuhl betrüge dann 20 €.

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ scorpion260 [#12]

wir reden aber über Geldschöpfung, und über die Frage ob Geschäftsbanken neben der jeweiligen staatlichen Zentralbank Geld, also das gesetzliche Zahlungsmittel schöpfen können.

In dem Zusammenhang vorhin auf wiki auf folgenden Artikel gestoßen, und dort gleich in Zeile 1f, dass nicht jeder Unsinn unkommentiert stehen bleibt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung

Von Klopfenstein
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ dhp05 [#8]

"Die Nationalbanken pumpen Geld in die Wirtschaft"

sagst du. Ich sage:

Nein tun sie erstmal nicht, sie pumpen in die Aufrechterhaltung/Wiederherstellung des Finanzkreislaufs."

Findest du nicht, dass dies etwas spitzfindig ist? ;-)

Lieber Gruss, von Klopfenstein

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