AAA
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Iran nimmt keine US-Dollars mehr entgegen

"Teheran (Boerse-Go.de) – Der Iran wird ab sofort keine US-Dollars mehr bei Außenhandelsgeschäften entgegennehmen. Wir der Nachrichtendienst Dow Jones News unter Berufung auf ein Interview am Wochenende im Magazin "Emerging Markets" berichtet, habe der Präsident der iranischen Zentralbank, Tahmasb Mazaheri, angeordnet, dass ab sofort alle Handelsgeschäfte in anderen Währungen als dem US-Dollar abzuwickeln seien. Nun solle auch damit begonnen werden, sämtliche in US-Dollar gehaltenen Währungsreserven in andere Devisen umzutauschen. Nahezu alle europäischen und asiatischen Handelspartner des Iran hätten diesem Schritt zugestimmt. "
http://www.godmode-trader.de/front/?p=news&ida=713902&idc=

"englisches Sprichwort: "The early bird catches the worm." (Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.") "

"Den letzten beißen die Hunde:
Als letzter muss man die Konsequenzen für alle anderen mittragen. Das Bild dieser Redensart kommt aus der Jagd: Das schwächste Tier wird von der Hundemeute von seinem Rudel getrennt und gestellt.
Quelle: Wahrig, Deutsches Wörterbuch; Wahrig, Herkunftswörterbuch; Duden, Redewendungen"

Oder interessiert es keinen?

Geschrieben von AAA am
rodeonrwdeo
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

kaufen denn die USA etwas im Iran?

Wer soll denn gebissen werden?

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ rodeonrwdeo [#2]
Der letzte der "zuviel" USD hat...

Aber mal ohne Spaß, wenn Hugo Chávez (Venezuela) der nächste ist der keine USD mehr nimmt für sein ÖL/Gas (im Iran gibts ja auch Gas), wenn der "Pedrodollar" immer mehr abnimmt, was passiert dann mit dem Dollar?

Es geht doch hauptsächlich darum, dass die USA sehr davon profitieren, dass sie ihren USD als "Weltwährung" fungieren lassen. Sehr viel wird in USD gehandelt (Pedrodollar usw.) und stützt den USD doch zumindest indirekt. Wenn dies nach und nach wegfällt...? Tut dem USD sicher nicht gut. Die einen winken ab und sagen, die paar USD aus dem Ölexport von Iran & Co, sei nicht der Rede wert. Die anderen machen eine "Verschwörungstheorie" draus...
Aber das Phänomen ist ja trotzdem eine Tatsache, wie ordnet man sie ein?

Letzter Abschnitt aus:
Schwachpunkt Dollar
"...Washington wird sich die Infragestellung des Petrodollar kaum bieten lassen. Sollte dieses Beispiel Schule machen, könnte es schnell vorbei sein, mit der ökonomischen US-Herrlichkeit. Denn noch ist es so, daß beim Kauf von Erdöl die jeweilige Landeswährung des Käufers erst in Dollar umgetauscht werden muß. Damit wird eine permanente Nachfrage nach der US-Währung erzeugt, die deren struktureller -- und faktischer -- Schwäche entgegensteht. Einer Studie der US-Beratungsgesellschaft Pimco zufolge, ließen die Erdölexporteure seit 2001 ca. 1,2 Billionen Dollar aus ihren Gewinnen in die Anlegermärkte der USA fließen. Dieses Geld gleicht einen gewichtigen Teil der eklatanten Handelsbilanzdefizite des größten Schuldners der Welt aus. Seit 1985 haben die Vereinigten Staaten aus dem internationalen Warenhandel ein Minus von etwa sechs Billionen Dollar angesammelt. Das ist etwa die Hälfte des ohnehin durch Immobilien­blasen und andere Apothekerzahlen aufgeblähten US-Bruttoinlandsproduktes. Für die USA und deren politische Supermachtaktivitäten ist es überlebenswichtig, daß der Dollar Petrodollar bleibt und als wichtigste Weltwährung eine Finanzierung der ökonomisch aberwitzigen Dauerkonsumorgie in seinem Heimatland quasi verbrieft.
..."
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Iran/oelpreis.html

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ AAA [#3]

"ließen die Erdölexporteure seit 2001 ca. 1,2 Billionen Dollar aus ihren Gewinnen in die Anlegermärkte der USA fließen"

Merkst du was? Das ist ein zweiter Schritt, den einer tut, nachdem er Exporterlöse hat. Er legt seine Gewinne/Überschüsse in USA an, somit in usd.

Dasselbe Spiel bei den Chinesen. Erst Exporterlöse erzielen, dann im zweiten Schritt nach Anlage der Erlöse fahnden, und auch da, bestimmt nicht weil sie blöd sind, Anlage in den USA, somit in usd.

Wie sollte die USA sonst dazu kommen der größte Schuldner der Welt zu sein, wenn nicht die Gläubiger das Geld fließen lassen würden. Die Gläubiger machen das ganz freiwillig, zumindest werden sie nicht gezwungen.

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ dhp05 [#4]
"Merkst du was? Das ist ein zweiter Schritt, den einer tut, nachdem er Exporterlöse hat. Er legt seine Gewinne/Überschüsse in USA an, somit in usd."

Ja. Aber was ist wenn es keinen "Pedrodollar" mehr gibt, nur noch "Pedroeuro"/ "Pedro-sonst-noch-was"? Sag jetzt nicht, dass das nie passieren wird.

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ AAA [#5]

"Sag jetzt nicht, dass das nie passieren wird."

Keiner kann das sagen! Aber aktuell schaut es doch danach aus, dass nur Verwegene auf die Idee kommen können, dass der Koloss wanke, weil ein 3.Liga Staat sein Öl "lieber" in euro fakturieren möchte.

Nimm mal nicht nur das Öl sondern auch andere Rohstoffe mit hinzu. Sollen wir neben dem Petrodollar auch noch vom Kupferdollar, vom Rohstoffdollar insgesamt reden und sinnieren, was passierte, wenn keiner mehr Dollar annehmen wollte, sprich US-Dollar wertlos machen würde. Nach dem Motto: USA, mit dem Dollar als Ausdruck ihres Reichtums gerade noch an der Spitze der G7 nun von Jetzt auf Gleich in die Bedeutungslosigkeit versenkt.

"Für die USA und deren politische Supermachtaktivitäten ist es überlebenswichtig, daß der Dollar Petrodollar bleibt und als wichtigste Weltwährung eine Finanzierung der ökonomisch aberwitzigen Dauerkonsumorgie in seinem Heimatland quasi verbrieft.
..."

Dass der USD Weltwährung ist, liegt nicht daran, dass Erdölexporteure ihn dazu gemacht hätten. Das hat er sich schon selbst verdient. Und aktuell ist doch nichts auf der Agenda, was seine Rolle schwächen könnte.

Hierzu siehe nämlich wieder oben:

Gewinne aus Erlösen fließen in USA-anlagen in usd!

Macht keinen rechten Sinn darüber nachzudenken, was passiert, wenn der kreditwürdigste Staat der Welt mal nicht mehr kreditwürdig wäre.

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ dhp05 [#6]
"Gewinne aus Erlösen fließen in USA-anlagen in usd!"

Aber eben dieses wandelt sich doch?

Was macht die USA zum kreditwürdigsten Staat der Welt?

"Also stecken die Notenbanken und Regierungen mit großen Dollarreserven jetzt in einem erheblichen Dilemma. Wenn alle Länder kooperieren, um ihre Dollarreserven zu halten oder sie zumindest kontrolliert abzubauen, stehen sie sich besser. Ihre Dollarreserven verlieren dann nicht schlagartig ihren Wert. Für ein einzelnes, kleineres Land ist es aber verlockend, sich schneller als alle anderen aus dem Dollar zu verabschieden. Darum bemühen sich Japan und China um Absprachen in der Region, darum üben sie politischen Druck aus, darum beäugt jeder jeden in diesem Spiel.
..."
http://nurtext.zeit.de/2007/18/Euro-contra-US-Dollar?page=4

tradexxx
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ist das nicht völlig gleichgültig?

Die Preise für Rohstoffe werden doch international sowieso auf Dollarbasis berechnet.

Auch wenn der Iran zukünftig Euro/Yen usw. für seine Rohstoffe berechnet, tut er dies doch weiterhin auf der Basis des Dollarpreises - fordert dann nur eine andere Währung dafür.

Und was soll das für einen Unterschied machen?

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ tradexxx [#8]
"Ist das nicht völlig gleichgültig? Und was soll das für einen Unterschied machen?"
Glaub ich nicht u. welchen Unterschied es macht, versuch ich besser zu verstehen.

"Die Preise für Rohstoffe werden doch international sowieso auf Dollarbasis berechnet."
Ja aber es findet dann weniger USD Umsatz statt!

"[#3] Denn noch ist es so, daß beim Kauf von Erdöl die jeweilige Landeswährung des Käufers erst in Dollar umgetauscht werden muß. Damit wird eine permanente Nachfrage nach der US-Währung erzeugt, die deren struktureller -- und faktischer -- Schwäche entgegensteht."

Will keinen "Revoluzzer" spielen, aber wie schnell Vertrauen dahin ist, hat man ja unlängst gesehen. Ist kein Argument speziell gegen den Dollar aber:

" Für ein einzelnes, kleineres Land ist es aber verlockend, sich schneller als alle anderen aus dem Dollar zu verabschieden. http://nurtext.zeit.de/2007/18/Euro-contra-US-Dollar?page=4 "

Find ich interessant.

rodeonrwdeo
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ AAA [#3]

"Das ist etwa die Hälfte des ohnehin durch Immobilien­blasen und andere Apothekerzahlen aufgeblähten US-Bruttoinlandsproduktes" solche Sprüche kommen wohl von der "renomierten Gesamthochschule Kassel.

wer solchen Aussagen folgt und die USA als Papiertieger sieht wird sicher noch wundern.

Die USA kommen doch gut ohne den Rest der Welt aus. Was passiert denn mit Japan und China wenn die Bürger der USA nicht mehr dort in Massen kaufen?

Die Asiaten betreiben doch mit ihrer Wechselkurspolitik Exportsubvention.

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ rodeonrwdeo [#10]

Aber das wäre doch auch wieder ein Argument für:
"Für ein einzelnes, kleineres Land ist es aber verlockend, sich schneller als alle anderen aus dem Dollar zu verabschieden. http://nurtext.zeit.de/2007/18/Euro-contra-US-Dollar?page=4 "

Wer will sich denn zwischen USA und zB. China (zer)reiben lassen?
Das die USA etwas von einem Papiertieger haben, M3 unter Verschluß etc. ist es nicht relevant?

Zuschauer
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Hallo,

dass die Erlöse aus Rohstoffverkäufen in den USA angelegt werden, resultiert doch im Kern aus der Notwendigkeit, dass die ganzen Dollars auf irgendeine Weise zurück nach Hause müssen.

Natürlich kann man das Geld auch tauschen, dann muss halt jemand anders nach Möglichkeiten suchen, in Amiland einzukaufen oder das Geld anzulegen. Dafür werden aber (siehe Dollarindex) zunehmend Risikoprämien genommen.

Da dem Iran die Möglichkeit fehlt, in den USA Waffen oder Hochtechnologie einzukaufen und zudem zunehmend Kapitalverkehrsbeschränkungen greifen, verhält sich die Führung des Iran eigentlich nur rational, wenn sie keine Dollars mehr akzeptiert.

Übrigens hatte Saddam auch schon einen Anlauf genommen, Öl in Euro zu fakturieren.

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Zuschauer [#12]
"...Dollarindex) zunehmend Risikoprämien..."
Wie ist das zu verstehen, ich bekomm den Zusammenhang mit google nicht.

Noch etwas allgemeiner zum Thema:

Reservewährung
"Als Reservewährung bezeichnet man in der Regel eine von den Zentralbanken für Währungsreserven genutzte Währung. Die meisten Studien belegen einen Rückgang der Bedeutung des US-Dollar als Reservewährung und einem gleichzeitigen Anstieg der diesbezüglichen Bedeutung des Euro seit dessen Einführung im Jahre 1999.[1]

Transaktionswährung

Als Transaktionswährung bezeichnet man die für internationale Güter- und Kapitalgeschäfte vereinbarte Währung. Wird als Transaktionswährung die inländische Währung vereinbart, so stellt dies einen Wettbewerbsvorteil für den betroffenen Akteur dar, da ihm keine Absicherungs- und Umtauschkosten anfallen.

Finanztransaktionen

Auch in einem anderen Punkt manifestiert sich die stetig steigende Bedeutung des Euro: Im Jahre 1999 lauteten 21,7 % aller internationalen Schuldverschreibungen auf Euro, im Jahre 2001 waren es 27,4 % und im Jahre 2003 bereits 33 %. Der Dollar hat 2004 seine Rolle als wichtigste Währung für Anleihen und Notes in Form Festverzinslicher Anleihen und Floating Rate Notes an den Euro abgegeben: Ende September 2004 waren weltweit über 12 000 Milliarden Dollar an internationalen Anleihen und Notes ausstehend. Davon entfielen 5 400 Milliarden auf Euro, 4 800 auf US-Dollar, 880 Milliarden auf britische Pfund, 500 Milliarden auf japanische Yen und 200 Milliarden auf Schweizer Franken. Der Anteil der Dollar-Einlagen an den gesamten ausländischen Kontobeständen der OPEC-Staaten ist von 75 % im Sommer 2001 auf 61,5 % im Sommer 2004 gefallen. Der Anteil der Euro-Einlagen stieg im gleichen Zeitraum von zwölf auf zwanzig Prozent. Im Jahr 2003 betrug der Anteil der Eurotransaktionen an den Devisenmärkten 25 % gegenüber 50 % in US-Dollar und je 10 % in Pfund Sterling und japanischen Yen.

Rohstoffe

Hauptartikel: Petrodollar http://de.wikipedia.org/wiki/Petrodollar

Die meisten Rohstoffe werden heute in US-Dollar abgerechnet - so auch der ökonomisch sehr bedeutsame Handel mit Erdöl. Das hierfür verwendete Geld wird auch als Petrodollar bezeichnet. Aus der Dollarfakturierung des Erdöls lassen sich zwei Bedeutungen ableiten:

Erstens hat die große und konstante Abhängigkeit der Weltwirtschaft vom Rohöl einerseits zur Folge, dass der Wechselkurs jedes Landes gegenüber dem US-Dollar eine entscheidende ökonomische Größe ist - schließlich beeinflusst er in großem Maß die Rohstoffpreise eines Landes.

Zweitens verursacht die fast ausschließliche Dollarfakturierung bilanztechnisch Verbindlichkeiten der US-Zentralbank Federal Reserve gegenüber den erdölexportierenden Ländern in enormem Umfang, da diesen Ländern durch den Ölexport große Dollarbestände zufließen.

Zukünftige Entwicklung

Der Euro ist damit derzeit die unbestrittene Nummer zwei im Weltwährungssystem mit weiter steigender Bedeutung. Ein großer Teil des Bedeutungsgewinns des Euro ist allerdings auf seinen derzeit relativ hohen Wert auf den Devisenmärkten zurückzuführen.

Gesicherte Aussagen können jedoch nicht gemacht werden; der Prozess der Ablösung des Pfunds durch den US-Dollar hat mehrere Jahrzehnte gedauert. Realistischerweise ist daher für eine potenzielle Ablösung des US-Dollar durch den Euro eine ähnlich lange Zeitspanne zu erwarten. Zusätzlich hängt dieser Prozess von den langfristigen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen ab, so zum Beispiel vom Erfolg der Lissabon-Strategie, die darauf ausgerichtet ist, die EU zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftraum der Welt“ zu machen, und von der zukünftigen wirtschaftlichen Bedeutung bevölkerungsreicher asiatischer Länder wie beispielsweise Indien und China.

Die Deutsche Bank schätzt die globalen Währungsreserven auf rund fünf Billionen US-Dollar.[2] Rund ein Drittel der Reserven halten dabei asiatische Staaten.

Die Deutsche Bank prognostiziert dabei einen schrittweisen Anstieg des Euro-Anteils an den Währungsreserven auf 30 bis 40 Prozent bis 2010. Sie begründet dies mit den großen Wechselkurs-Unsicherheiten, denen der US-Dollar ausgesetzt ist (unter anderem aufgrund des enormen Leistungsbilanzdefizits der USA). Die Bank vermutet, dass die Unsicherheit stabilitätssuchende Zentralbanken zu einer stärkeren Diversifikation ihrer Reserven veranlassen könnte. Darüber hinaus ist in mehreren Ländern eine sukzessive Änderung der Währungspolitik (weg von einer reinen Dollarbindung, hin zu einer Bindung an einen Währungskorb) zu beobachten. Ein dritter Grund ist im Anstieg der Währungsreserven selbst zu sehen; Zentralbanken stehen unter politischem Druck, die Reserven zinsbringend anzulegen. Auch aus diesem Grund erscheint eine Diversifikationsstrategie lohnend.
1. ↑ spiegel.de: Greenspan sieht Euro als künftige Reservewährung
2. ↑ Deutsche Bank Research: Internationale Reservewährung Euro im Aufwind, EU Monitor 46, 24. April 2007"
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Leitw%C3%A4hrung

rodeonrwdeo
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Zuschauer [#12]

"Realistischerweise ist daher für eine potenzielle Ablösung des US-Dollar durch den Euro eine ähnlich lange Zeitspanne zu erwarten"

Wenn man sich die Entwicklung des BSP ansieht wir doch eher der Yuan als der esperanto Euro den Dollar als Leit-Währung ablösen.

Das alte Europa ist doch mit seinem BSP noch ein ganzes Stück hinter den USA zurück und Militärisch ist die EU doch völlig unbedeutend.

Sie wir zwischen den Blöcken zerieben werden wie weiland andere Mittelmächte.

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ rodeonrwdeo [#14]

"Das alte Europa ist doch mit seinem BSP noch ein ganzes Stück hinter den USA zurück..."

Staat: BNE (Mio. US-$), in %
Europäische Union: 13.543.425 [30%]
USA: 12.969.561 [29%]

http://de.wikipedia.org/wiki/Bruttonationaleinkommen#Internationaler_Vergleich

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ rodeonrwdeo [#14]

@ AAA [#13]

eins vorneweg, da gibt es von greenspan die "einladung" an die Währungshüter des euro, seit gut 5 Jahren nun, mal endlich die Rolle auf Einladung anzunehmen, neben usd Leitwährung zu werden.

zu 13# und den Überschriften morgen oder montag mehr

zu 14#"
"esperanto Euro"

Sorry, da diskutier ich nicht weiter. Da nimmt die euro-welt gerade die einladung an, Nebenher-Weltwährung zu werden, da macht rodeonrwdeo dass nächste Fass schon auf: Yuan. Yuan, der sich nichts besser wünscht als Dollar-parallel zu laufen.

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ AAA [#13]

zu #13 ist halt weiterhin versprochen.

Gast

Petroeuro statt Petrodollar
China stellt um

China hat damit begonnen, seine Ölimporte aus dem Iran mit Euro statt mit Dollar zu begleichen. Bereits seit Ende 2006 bezahle der chinesische Staatskonzern Zhuhai Zhenrong einen Großteil der Öleinfuhren aus dem Iran auf diese Weise, sagte ein Vertreter der chinesischen Ölbranche in Peking am Dienstag.

Damit kommt Zhuhai dem Iran entgegen, der gerade seine Devisenreserven vom Dollar weg umschichte. Zhuhai Zhenrong kauft mehr als zehn Prozent der iranischen Ölexporte und ist damit der größte Kunde des weltweit viertgrößten Produzenten.

Der Wechsel der Zahlungswährung für iranisches Öl dürfte am Devisenmarkt verstärkt beobachtet werden und kommt zu einer Zeit, in der sich der Streit über das iranische Atomprogramm verschärft. Vertreter des Irans hatten vor Monaten erklärt, dass mehr als die Hälfte der Opec-Kunden die übliche Zahlungsweise in Dollar umgestellt hätten. Mit dem chinesischen Unternehmen gibt es nun die erste Bestätigung außerhalb des Irans für einen Währungswechsel. Branchenvertretern zufolge sind auch japanische Raffineriebetreiber bereit, iranisches Öl nicht mehr in Dollar sondern in Yen zu bezahlen, wenn der Iran dies wünsche.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte am Samstag seine Sanktionen im Atomstreit mit dem Iran verschärft. Die Führung in Teheran zeigte sich aber weiter unnachgiebig und will an der umstrittenen Uran-Anreicherung festhalten. Auch Irans Zentralbank zeigte sich unbeeindruckt. Die Wirtschaft des Landes könne den UN-Sanktionen stand halten und verfüge über genug ausländische Reserven, um jeden größeren Schock zu überstehen, sagte Zentralbank-Chef Ebrahim Scheibani. Die Notenbank halte inzwischen nur noch etwa ein Fünftel ihrer Devisenreserven in Dollar. Sie werde ihren Kurs fortsetzen und ihre Reserven vom Dollar weg umschichten, sagte Bankchef am Rande einer Konferenz in Malaysia. Grund dafür sei das feindliche Verhalten der USA.

Quelle: http://www.n-tv.de/783750.html

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ goso [#18]
"Vertreter des Irans hatten vor Monaten erklärt, dass mehr als die Hälfte der Opec-Kunden die übliche Zahlungsweise in Dollar umgestellt hätten."

Das heißt weg vom USD?
Der Artikel ist zudem schon etwas älter: "27. März 2007" auch interessant.

Und was machen die Chinesen mit ihren angesammelten Dollars, wenn sie diese nicht mehr für Ölkäufe ausgeben?

dhp05, warte nicht zu lange, sonst gibts keinen Petrodolloar mehr. ;-)

Sebastian
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Zum Thema "Der Iran nimmt keine Dollar mehr" kann ich nur sagen, dass ich das für reine Verbalakrobatik halte.

Bei uns in Bayern sagt man:" Wer zahlt schafft an" und das muss auch der Iran einsehen. Wenn die Mehrheit der Kunden in Euro bezahlen will okay, aber wenn jemand und für ein paar Milliarden US Dollar Öl kaufen will, wird auch der Iran US Dollar nehmen, da bin ich mir sicher.

Gruss Sebastian

Kobban
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Dresdner Bank kündigt Konten von Iranern - Nicht jeder Privatkunde ist der Dresdner Bank lieb und teuer: Offenbar kündigt das Geldinstitut Kontoinhabern mit iranischer Staatsbürgerschaft in Deutschland die Geschäftsbeziehungen auf. Damit zieht sie Konsequenzen aus US-amerikanischer Außenpolitik.

Von Frank Donovitz

STERN (29.11.07) - Die Dresdner Bank kündigt offenbar weit umfassender als bisher bekannt Geschäftsbeziehungen mit iranischen Staatsbürgern in Deutschland auf. Allein in der Dresdner-Hauptfiliale am noblen Hamburger Junfernstieg sollen davon mehr als 100 Kunden betroffen sein, heißt es aus Kreisen, die mit dem Vorgang vertraut sind. Ihnen seien sämtliche Kontoverbindungen schriftlich gekündigt worden.

Auf Nachfrage sei erklärt worden, die Kündigung würde gegenstandlos, sofern neben der iranischen auch noch eine andere Staatsbürgerschaft bestünde, berichten betroffene Kunden. In Deutschland leben rund 120.000 Iraner, mehr als 50.000 von ihnen sind eingebürgert. Sie gelten als eine der am stärksten integrierten Migranten-Gruppen mit einem weit überdurchschnittlichen Anteil an Akademikern und Unternehmern.

Allianz will USA-Geschäft nicht gefährden

Inoffiziell wurde den konsternierten Sparern persischer Herkunft erläutert, es würde eine Anweisung des Münchener Allianz-Konzerns umgesetzt, zu dem die Dresdner Bank gehört. Demnach breche die Allianz systematisch Kundenbeziehungen zu iranischen Staatsbürgern ab, um ihre Geschäfte in den USA nicht zu gefährden, hieß es weiter. Die Vereinigten Staaten und der Iran befinden sich seit Jahren in diplomatischem Streit, insbesondere über das Atomprogramm der islamischen Republik. Der Abbruch von Finanzbeziehungen mit dem Iran ist Teil amerikanischer Sanktionsforderungen an die internationale Staatengemeinschaft.

Den Rückzug aus Geschäften "mit und im Iran" hatte der Allianz-Konzern bereits im Sommer bestätigt. Ähnlich verfahren Deutsche Bank, Commerzbank und auch schweizerische und britische Institute. Aber: Von der Kündigung jedweder Kontoverbindungen in Deutschland lebender, iranischer Privatkunden war bislang bei der Dresdner nicht die Rede gewesen - zumindest nicht offiziell.

Staatsbürgerschaft spielt angeblich keine Rolle

Ein Sprecher der Dresdner Bank in Frankfurt erklärte gegenüber stern.de, es würde lediglich Privatkunden gekündigt, die - neben anderen - eine Meldeadresse im Iran unterhielten. Darüber hinaus würden private Konten aufgelöst, von denen aus "regelmäßig" Überweisungen in den Iran vorgenommen würden. Die Staatsbürgerschaft spiele bei den Vorgängen keine Rolle, so der Sprecher.

Kunden mit iranischem Pass berichten indes, sie seien von der Dresdner bereits zu Jahresbeginn auf "Probleme" im Zusammenhang mit bestehenden US-Dollar-Konten angesprochen worden - seinerzeit jedoch ohne weitere Folgen. Die Anweisung, nunmehr sämtliche Konten von Iranern zu kündigen, sei an Hamburger Filialmitarbeiter mit dem Hinweis ergangen, den Vorgang binnen einer Woche abzuschließen.

http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Privatkunden-Dresdner-Bank-Konten-Iranern/604018.html

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Kobban [#21]

Ohne Girokonto ist man doch quasi gar nicht mehr existent, bzw. zumindest geschäftsunfähig. Es ist im Grunde eine echte Gesetzeslücke, dass es immer noch so leicht sein kann, jemanden zu ruinieren. Eine Bank kann im Interesse ihrer Großkunden einer Gruppe von Kleinkunden die Existenz- bzw. Geschäftsgrundlage entziehen.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.n-tv.de/626582.html)

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?