benedikt54
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12 Jahre 6 Monate

Josef Ackermann: Politik und Wirtschaft

War ja gestern auf ARD ein recht interessanter Beitrag. Nicht wie man vielleicht annehmen kann nur eine reine Beweihräucherung von Joe, sondern durchaus kritisch.

Am interessantesten fand ich jedoch die ehrliche Antwort Ackermanns das die Interessen die er verfolgt stets die Deutsche Bank betreffen und nicht politische Überlegungen.

Das hat nun auch Frau Merkel kapiert.

und nun hat sie auch endlich kapiert das sie nicht an der Macht ist, sondern nur an der Regierung.

Geschrieben von benedikt54 am
F
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...es fällt ihm ja auch immer noch schwer, wenn er an jemandem der ihn um Geld bittet vorbeigeht, diesem nichts zu geben.

Wie sagte der Sprecher dann gestern beiläufig, er geht ja nicht, er fährt meistens.

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#2]

Es ist doch traurig und dokumentiert die absolute Hilflosigkeit unserer Politiker in Wirtschaftsfragen.

Ein Finanzminister, der oberste Hüter der Deutschen Finanzen, braucht die Hilfe eines Bankers aus der Privatwirtschaft, da sein eigenes Kabinett zu Blöd und zu Dämlich ist.

Hauptsache ein Parteibuch und das Arschzäpfchen der Kanzlerin, das reicht um im Kabinett einen Posten zu erhalten. Nur keine Ahnung von der Materie die man als Minister innehat, da würde man unangenehm auffallen.

Sorry, aber anders kann man es nicht beschreiben.

Die Kanzlerin verdient 250 Tausend im Jahr und Ackermann 11 Mio. Allein durch die Senkung des Spitzensteuersatzes auf 44% verdient Ackermann durch die Steuersenkung im Monat mehr als die Kanzlerin im Jahr verdient.

Wie soll man denn als normal denkender Mensch annehmen, das Leute wie Schäuble, Merkl und Konsorten auch nur annähernd von Typen wie Ackermann ernst genommen werden.

Global_2
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#3]

"Wie soll man denn als normal denkender Mensch annehmen, das Leute wie Schäuble, Merkl und Konsorten auch nur annähernd von Typen wie Ackermann ernst genommen werden."

na, weil nicht der Ackermann die Gesetze macht. Wie eine Branche plötzlich und unerwartet von einem Schlag aus heiterem Himmel getroffen werden kann, hat man ja bei der Brennelementesteuer gesehen. Und das Thema Finanztransaktionssteuer ist ja auch noch nicht durch, speziell da "Mutti" weiter rot/grün links überholen möchte. Wenn die anderen an die Macht kommen, kommen Steuern und Abgaben in dieser Richtung natürlich erst recht.

F
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12 Jahre 6 Monate

So war es doch schon immer gewesen.

Politiker haben nicht die nötige Weitsicht und auch oftmals nicht das nötige Wissen in wirtschaftlichen Fragen und müssen letztendlich immer von Ökonomen bzw. Bankern beraten werden.

Es ist halt immer die Frage, wie gut der jeweils beratende Banker dann auch ist.

Alfred Herrhausen hatte damals das Kabinett Kohl bzw. Kohl persönlich beraten. Und das mit Erfolg.

Meines Erachtens wären viele, jetzt im Nachhinein bekannte Fehler im Verlauf des wirtschaftlichen Einheitsprozesses (1990 und später) zwischen der BRD und der DDR vermieden worden, würde Herrhausen noch leben.

newstrader
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#5]

"Meines Erachtens wären viele, jetzt im Nachhinein bekannte Fehler im Verlauf des wirtschaftlichen Einheitsprozesses (1990 und später) zwischen der BRD und der DDR vermieden worden, würde Herrhausen noch leben."

Glaube ich nicht. Kohl war durch den damaligen Bundesbank Vorstand hinreichend gut beraten, und hat die Fehler trotzdem begannen. Das "größere" politisch Ziel im Auge hat ihn auf dem ökonomischen Auge blind werden lassen.

Grüße!

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ newstrader [#6]

Kohl wuchs unter dem direkten Eindruck des 2. Weltkrieges auf, und sein Ziel, was ich ihm zu 100 prozent abkaufe, war immer sowas künftig zu verhindern.

Er hat die Sozial- und Rentenkassen für die Wiedervereinigung geplündert, was ich aber unter der einmaligen Chance die Menschenverachtende Mauer zu zertrümmern weitestgehens noch verstehe.

Da will ich keinen Vorwurf daraus machen, die historische chance musste genutzt werden, Geld hin oder her.

Was ich aber nicht verstehen kann und was jeder normalen Logik widerspricht ist, warum man um alles in der Welt mit Gewalt ein künstlich geeintes Europa konstruiert hat.

Hier befanden sich Kohl und Konsorten noch im Grössenwahn und in der Euphorie der Wiedervereinigung.

Wir bauen ein gemeinsames Haus namens Europa, so der Dicke aus Oggersheim. Kann mich noch genau daran erinnern.

Vermutlich lag ihm aber mehr daran an seinem eigenen Denkmal zu basteln
Der grösste deutsche Politiker aller Zeiten, welcher für die Wiedervereinigung und das gemeinsame Europa verantwortlich war.

Eines muss man Kohl aber attestieren, er war länger an der Macht als das tausendjährige Reich.

F
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12 Jahre 6 Monate

@ newstrader [#6]

Hm, ja, aber keiner von den Herren des Bundesbank-Vorstandes war sein direkter Freund (also auch nicht Dr. Pöhl).

Alfred Herrhausen schon.

Und Kohl ist "Pfälzer (Pälzer)" und ich denke, dass das Wort eines Freundes ziemliches Gewicht bei ihm hat und ihn auch in seiner eventuell schon festgesetzten Meinung "drehen" kann.

Umgekehrt habe ich den Eindruck, dass Kohl bei Personen die ihm unsympathisch sind, extra blockiert und dann erst recht das umsetzt was er für richtig hält. Auch wenn die ihm eventuell unsympathischen Personen absolut richtig liegen und Recht haben.

Dr. Pöhl ist ja heute noch "sauer" auf Kohl.

Persönliche Sympathien oder Antipathien dürfen in der Politik bzw. bei politischen Entscheidungen meines Erachtens niemals hauptausschlaggebend für die Entscheidung eines führenden Politikers sein.

Archie
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12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#3]
"...und das Arschzäpfchen der Kanzlerin..."
Also ehrlich, was Konkretes kann ich mir darunter nicht vorstellen!?

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Archie [#9]

Normalerweise genügt das Wort "Zäpfchen". Also wohl etwas, das dem Körper von hinten zugeführt wird, um ihn mit fehlenden Stoffen oder wohligeren Gefühlen zu versorgen.

In diesem Falle ist wohl das Wort "Arschkriecher" gebräuchlicher. Zäpfchen klingt vielleicht flotter, harmloser, um einer Zensur zu entgehen?

newstrader
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#7]

@ Paljusevic, Franjo [#8]

Ich mag dem gar nicht widersprechen. Nur wissen wir es heute halt besser, Pöhl hatte recht, und wir sollten das aussprechen.

Und Ackermann? Der sagte z.B. vor kurzem dass es unwahrscheinlich sei dass Griechenland die Euro-Nothilfe voll zurückzahlen kann. Ähnliche Situation: blame the messenger!

rodeonrwdeo
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Global_2 [#4]

"Brennelementesteuer gesehen. Und das Thema Finanztransaktionssteuer"

Als ob diese Steuern oder auch andere, die für alle Konkurrenten, anfallen, für den Produzenten irgend eine Bedeutung hätten. Diese Kostenelemente (Steuern) müssen doch über kurz oder lang in den Preisen der Produkte stecken und werden von den Käufern gezahlt.

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#5]

So war das doch schon immer.

Eben, und nichts dazugelernt.

Warum holt man denn nicht einmal gute Leute und bezahlt sie anständig.

Dann wären sie nicht korrupierbar.

Die Wirtschaft macht es doch vor. Sie holt sich die Leute aus der Politik um sich die Pfründe zu sichern.

Kann doch nicht sein das der bestbezahlte deutsche Beamte der Bundesbankpräsident ist und das mit knapp 300000 im Jahr.

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