Kalifornien: Was tun mit den staatlichen Schuldscheinen ?
Klammes Kalifornien: Banken bringen Arnie in Bedrängnis
Von Tobias Bayer und Christine Mai (Frankfurt)
Financial Times Deutschland, FTD (11.07.09) - Seit vergangener Woche zahlt der einst reichste US-Bundesstaat seine Schulden mit Schulden. Viele Kreditinstitute wollen dieses Leben auf Pump aber nicht finanzieren und akzeptieren deshalb keine Schuldscheine mehr. Bürger und Unternehmen sitzen nun in der Klemme.
Die Banken nehmen das hoch verschuldete Kalifornien in die Mangel: Bank of America, JP Morgan Chase, Wells Fargo und weitere Kreditinstitute akzeptieren seit Freitag nicht länger die Schuldscheine (IOUs, was für "I owe you" steht) des größten US-Bundesstaates.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/anleihen_devisen/:Klammes-Kalifornien-Banken-bringen-Arnie-in-Bedr%E4ngnis/538598.html)
Was würden Sie tun, wen Sie statt einer Gehaltsüberweisung nur einen Schuldschein mit einem Zahlungsversprechen in der Zukunft erhalten ?
@ Richard Ebert [#1]
Was würden Sie tun, wen Sie statt einer Gehaltsüberweisung nur einen Schuldschein mit einem Zahlungsversprechen in der Zukunft erhalten ?
Ich würde das Gleiche tun, was die Bank mit Schüttelschecks macht. Den Kopf schütteln und nicht akzeptieren, statt dessen die Schulden gerichtilch eintreiben.
Außerdem meine Zeit besser nutzen als für unsicheres Geld in der Zukunft zu arbeiten und in der Gegenwart einen neuen Job suchen.
Gruß
@ gautama2 [#2]
Das ist die Antwort von einem, der sowieso nicht beim Staat arbeitet.
Ich schätze, das Mindset von Staatsbediensteten wird den Teil mit "neuen Job suchen" sowieso nicht enthalten, und darum muß auch der erste Teil der Antwort anders ausfallen: Zähne zusammenbeißen und hoffen, daß die öffentliche Hand, die mich füttert, nicht Pleite gehen kann.
@ Asamat [#3]
Da die Mehrheit in einem nichtkommunistischen Staat keine Staatsbediensteten sind, ist das von Dir beschriebene Mindset, das auch Zootiere haben könnten, in der Minderheit. Allein schon die "Hoflieferanten" werden da pragmtischer sein.
@ gautama2 [#4]
Staatsquote ist in DE knapp 50%. In Kalifornien allerdings deutlich weniger.
@ Asamat [#5]
Staatsquote != Anteil der Staatsdiener an der gesamten arbeitenden Bevölkerung.
@ gautama2 [#6]
Stimmt.
Staatsquote = alle die, die jetzt IOUs nehmen müssen.
@ Asamat [#7]
lustig wirds wenn die Stütze auch in Schuldscheinen bezahlt wird :)
@ gautama2 [#8]
Wie sonst? Die Koffer sind leer.
Jetzt wird diskutiert, ob die Zentralregierung auch die Schulden der Bundesstaaten garantieren muß. Letztlich ist kaum vorstellbar, daß nicht. Denn das schönste Wirtschafts-Ankurbel-Paket der Zentralregierung läuft ins Leere, wenn Kalifornien gleichzeitig defaulted. Andererseits ist die Frage, wie man die Bundesstaaten zu Haushaltsdisziplin bewegen kann, wenn sie für ihre Schulden nicht wirklich gerade stehen müssen. Ziemlich ähnlich wie das analoge deutsche Problem mit Schulden der Landesregierungen.
@ Asamat [#9]
Und auch analog zu der Schuldenproblematik verschiedener EU-Staaten.
Da wird zwar mit Sanktionen gearbeitet aber im Zweifel werden Strafzahlungen das Problem des "Grossschuldners" eher noch erhöhen. Und dann bleibt wiederum nichts übrig als zu unterstützen
Grüsse
Schwarzeneggers Finanzloch: Bei Älteren und Armen wird gespart
n-tv.de (21.07.09) - Aufatmen in Kalifornien. Der drohende Finanzkollaps im dem US-Westküstenstaat scheint abgewendet. Nach wochenlangen Verhandlungen konnten sich Gouverneur Arnold Schwarzenegger und führende Parlamentarier auf Maßnahmen einigen, um das Haushaltsloch in Höhe von 26,3 Milliarden Dollar zu stopfen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.n-tv.de/politik/Schwarzeneggers-Finanzloch-article420290.html)
Kalifornien: Wilde Zockerei mit Arnie
Von Hannes Vogel und Rolf Benders
Handelsblatt Frankfurt/ New York (17.08.09) - Seit Anfang Juli herrscht offiziell Finanznotstand in Kalifornien. Der klamme US-Bundesstaat von Gouverneur Arnold Schwarzenegger bezahlt seither nur noch mit Schuldscheinen. Spekulanten wittern das große Geschäft und kaufen die ungeliebten Wertpapiere von Besitzern, die dringend Bargeld brauchen.
Wie man einen guten Schnitt macht, weiß Paul Uvanitte schon lange.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/anleihen/wilde-zockerei-mit-arnie;2445489;0)