Kann man die Finanztransaktionssteuer umgehen?
Ob dieser Termin jedoch wirklich zu halten sein wird ist zu bezweifeln, da Finanzminister Wolfgang Schäuble die Einnahmen der Steuer noch nicht für 2014 verplant hat. Er ist nach eigener Aussage noch skeptisch ob eine derart schnelle Einführung möglich sei. Es gibt noch einige rechtliche und administrative Hürden zu nehmen.
Italien und Frankreich waren schneller \x{2026}
Dort hat man die Steuer bereits eingeführt und erste Auswertungen zeigen, dass beispielsweise in Frankreich das Handelsvolumen rückläufig ist. Viele Trader weichen auf CFDs aus und umgehen dadurch ganz legal die Steuer. In Italien hingegen wurde das Schlupfloch "CFD" geschlossen. Die Steuer soll auch auf diese Produkte anfallen, wobei den meisten Händlern nicht ganz klar ist, wie der italienische Staat dies bei einem außerbörslichen Produkt kontrollieren will.
Spot-Forex wahrscheinlich ausgenommen
Nach aktueller Lesart der Gesetzesvorlage wird die Steuer in Deutschland für Futures, Optionen, Anleihen und Aktien gelten. Von CFDs war bisher noch keine Rede. Da man in Italien jedoch versucht CFDs zu besteuern, kann es gut möglich sein, dass man auch in Deutschland diesen Schritt gehen wird. Allerdings sieht es ganz danach aus, als ob der Handel von "Forex" (Devisen) ausgenommen bleiben wird. Dies könnte zu einem regelrechten Boom der Forexbroker führen, wenn Händler ihren Handel auf Devisen verlagern und andere Produkte vermeiden. Der Devisenmarkt ist jetzt schon der größte Markt der Welt mit einem täglichen Handelsvolumen von vier Billionen US-Dollar. Durch eine großflächige Einführung einer Finanztransaktionssteuer könnte das Volumen noch einmal gesteigert werden, was gut für die Händler ist. Sofern es Neuigkeiten zu diesem Thema gibt, werde ich Sie auf dem Laufenden halten
<span></span>Ihr Sebastian Hell
CFD-Experte & Börsenjournalist <span></span>
@ Emfis News [#1]
@ Emfis News [#1]
JA - man handelt einfach keine europäischen Märkte mehr an den Nationalen "Orts-Börsen" - die EUREX wird sich grämmen. Aber so "scheint" es ja gewollt.
Grüße
P.S: nicht wundern - nicht ärgern - handeln!
@ pullPUSH [#3]
Ich lese da jetzt schon so viele Ausnahmen heraus, daß es wieder nur die wehrlosen "Kleinsparer" treffen wird.
"Wir" können ja ohnehin dahin ausweichen, wo wir wollen, wie wir wollen.
Nicht einmal mehr der Grundgedanke der Erhebung nach dem Ansässigkeitsprinzip kommt in dem Text noch vor.
Der Staat hat schon öfter Steuerlücken geschlossen just als alle unwiderruflich ausgewichen waren. Aber ich bin auch erst mal froh über unerfahrenes Frischfeisch im Forex.
@ gautama2 [#5]
Beim Lückenschließen stimme ich Dir zu.
Der Forexmarkt jedoch, ist höchstliquide.
Da wird es keine neuen, unerfahrenen Gegner geben.
@ scorpion260 [#6]
Ja, kann sein. Ich finde es bedenklich, dass man überhaupt versucht eine Finanztransaktionssteuer zu erheben. Der Handel weicht doch einfach auf anderen Börsen aus. Europäische Börsen werden bedeutungslos werden. Komisch dass noch keiner über Arbeitsplätze gejammert hat.
Handelshemmnisse sind doch auf Dauer genauso sinnlos wie Datenschutz oder eine Friedensarmee.
Warum besetzen die Deutschen immer Themen, die hoffnungslos sind?
@ gautama2 [#7]
Eben deswegen würde es nur Sinn machen, eine solche Steuer nach dem Ansässigkeitsprinzip zu erheben.
Ob das so sein wird, werden wir sehen.
@ gautama2 [#7]
Warum besetzen die Deutschen immer Themen, die hoffnungslos sind?
Man muss seine Ansprüche von hausaus so hoch ansetzen, schon in der eigenen Erkenntnis diese nie erreichen zu können. Letztendlich kann man sagen, war wollten ja, und wir haben ja gefordert aber die anderen......
So steht man in der Politik immer gut da.
Frag mal die Grünen.
@ benedikt54 [#9]
Muss man denn jetzt auf ewig in die Opferrolle, weil die Täterrolle in der Vergangenheit etwas ungut besetzt war und nicht wirklich zu einer Wiederwahl führen würde? Es macht mich nachdenklich ein Deutscher zu sein.