Kleinanleger sehen gegen Profis 'alt' aus
Studie: Kleinanleger sind überfordert
Von Jörg Hackhausen
Handelsblatt, Frankfurt (29.01.09) - Die Geschäftsberichte der Unternehmen werden immer umfangreicher. Doch Privatanlegern nutzt die Flut an Informationen wenig. Im Gegenteil: Nach einer aktuellen Studie befassen sie sich immer weniger mit den Zahlenwerken. Oftmals schauen sie zudem auf die falschen Kennzahlen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/studie-kleinanleger-sind-ueberfordert;2136930)
Gewinn hat mehr Aussagekraft als cash flow.
@ Richard Ebert [#1]
Ich würde mal sagen, sowohl Kleinanleger als auch Profis sind überfordert. (Ich weiss natürlich nicht, wie das bei TMW aussieht. Ich rede jetzt mal von den Kundenberatern).
Von meinem Studium her kenne ich auch noch den einen oder anderen Kundenberater. Teilweise können die nichtmal Bilanzen lesen. Es ist kein Problem, durch ein BWL-Studium ohne Finance zu kommen. Kann mit den "weichen" Fächern (Marketing, Personal, Unternehmensführung usw...) prima kompensieren. Und das Debakel der Pensionskassen spricht ja wohl auch für sich.
@ Tinkywinky [#2]
Gewinn hat mehr Aussagekraft als cash flow.
Und was, wenn der Kunde nicht zahlt?
Dann hast Du Gewinn verbucht und eine Forderung in der Bilanz stehen (Account Receivable), aber bekommst kein Geld in die Kasse.
Profis können vielleicht schon eine Bilanz "lesen", wenn sie Glück haben *g*
Aber was nützt ihnen das? Eine Bilanz bildet die Vergangenheit ab.
Die BWLer sagen doch sogar: Profit is an opinion, cash a fact.
(ok, von Fällen wie Satyam und inkompetenten Wirtschaftsprüfern mal abgesehen).
Global 2
Dann zahlt er halt nicht.
Eine Forderung zu aktivieren ist ja wohl auf jeden Fall informativer, als garnix zu tun.
@ Richard Ebert [#1]
Man fragt also ausgerechnet diejenigen, die gar keine Bilanzen lesen, ob das Lesen von Bilanzen vorteilhaft ist. Und die antworten prompt: Ja!
Genauso könnte man die Frage stellen, ob blonde Frauen leichter durchs Leben kommen, aber es werden überwiegend dunkelhaarige Frauen befragt. Eine Superstudie.
Das zeigt sich auch daran, daß von einer "Umfrage unter 470.000 Kleinanlegern" gesprochen wird, obwohl lediglich 36.000 ausgefüllte Fragebögen berücksichtigt wurden.
@ Livetour [#8]
Für die Auswertung wurden die Daten nach Angaben der Autoren so bereinigt, dass die Ergebnisse als repräsentativ für alle Privatanleger in Deutschland gelten können.
Bereinigt! ;)
Erinnert mich irgendwie u.a. an Flurbereinigung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Flurbereinigung