Kohle: China treibt die Preise
China treibt Kohlepreis
von Tobias Bayer Frankfurt und Christine Mai Frankfurt
Financial Times Deutschland, FTD (23.02.10) - Die Wirtschaft der Volksrepublik wächst rasant. Das lässt auch den Kohleverbrauch in die Höhe schnellen. Die Preise für den schwarzen Rohstoff steigen, nicht zuletzt in den USA. Dort könnte das Angebot für die Versorger knapp werden.
Eine hohe Nachfrage aus China und der kälteste Winter in den USA seit neun Jahren treiben die Kohlepreise. Die Notierungen für die Sorte Central Appalachian Coal, die an der New Yorker Energiebörse Nymex gehandelt wird, legten 21 Prozent gegenüber dem Jahrestief 2009 zu. Analysten gehen durchschnittlich davon aus, dass die Preise dieses Jahr von derzeit 50,75 $ je Tonne um weitere 17 Prozent auf 59,28 $ zulegen werden.
Kohle wird in der Elektrizitätserzeugung und in der Stahlproduktion eingesetzt. Der Rohstoff gilt deshalb als gutes Barometer für die wirtschaftliche Entwicklung. Im Zuge der Rezession brachen die Kohlepreise regelrecht ein: Nachdem sie am 1. Juli 2008 das Rekordhoch von 143 $ erklommen hatten, fielen sie bis Ende 2009 um 66 Prozent. Das war der größte Fall seit mindestens acht Jahren.
Inzwischen geht es wieder aufwärts - und das weltweit. Die Sorten API 2 - das ist die Referenz für das Gebiet Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen - und API 4 - das ist die Referenz für Südafrika und Asien - legten seit Jahresbeginn 2009 zu. Dabei notiert API 4 momentan mit einem seltenen Aufschlag zu API 2, was die Stärke der asiatischen Nachfrage wiederspiegelt. Während API 2 bei 75,25 $ je Tonne gehandelt wird, liegt API 4 bei 83,50 $.
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