Kommt die nächste Subprime Krise ?
Subprime Daily - die nächste Milliarde ist ganz plötzlich weg
Milliardenlöcher bei europäischen Banken ?
Fondsprofessionell.de / ir (19.03.08) - Die US-Kreditkrise verschont auch die europäischen Finanzhäuser nicht – wobei sich das Ausmaß bisher nur bedingt abzeichnet. Doch das könnte sich bald ändern, wie Schweizer Zeitungen berichten.
Demnach stehen etlichen europäischen Geldinstituten weitere massive Abschreibungen ins Haus, wie JP Morgan, die zweitgrößte Bank der USA, in einem Research-Bericht konstatiert.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.fondsprofessionell.de)
IKB im Ausverkauf
Boerse.ARD.de / ag / la (20.03.08) - Die schwer angeschlagene Mittelstandsbank IKB muss weitere Millionen auf ihr Wertpapierportfolio abschreiben. Die Aktie stürzte auf einen neuen Tiefstand, nachdem der Handel mit dem Papier eine Stunde ausgesetzt war.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_283674)
Fehlbewertungen lassen Kurs von Credit Suisse einbrechen
Von Rolf Lebert (Frankfurt)
Financial Times Deutschland, FTD (20.03.08) - "Absichtliches Fehlverhalten" eigener Händler hat der Schweizer Großbank Credit Suisse einen Verlust für das laufende Quartal beschert. Der Chef hatte bislang beteuert, es werde einen Gewinn geben. Die Aktie verlor zweistellig.
Die Credit Suisse muss im ersten Quartal 2008 erstmals seit 2003 mit einem Verlust rechnen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Fehlbewertungen%20Kurs%20Credit%20Suisse/333452.html)
Japans Mizuho verschiebt erneut Fusion von Brokersparten
Reuters, Tokio (21.03.08) - Japans zweitgrößte Bank Mizuho Financial hat wegen zunehmender Subprime-Verluste erneut den Zusammenschluss zweier Tochter-Brokersparten verschoben. Der zuletzt für Mai geplante Schritt werde auf 2009 verschoben, sagte eine Sprecherin von Mizuho am Freitag. Ursprünglich sollte der Zusammenschluss von Mizuho Securities und Shinko Securities bereits im Januar stattfinden.
Während die anderen japanischen Banken von der Subprime-Krise weniger stark getroffen wurden, verlor Mizuho in den neun Monaten bis Dezember 345 Milliarden Yen (2,24 Milliarden Euro) durch Subprime-Investments.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDENEI13697220080321)
Schaden von 800 Mrd. Dollar - Druck auf Banken wächst
n-tv (24.03.08) - Frankreichs Präsident Sarkozy und Englands Premier Brown wollen mehr Druck auf die Banken ausüben, dass weitere Abschreibungen sofort und umfassend offen gelegt werden. Der IWF geht mittlerweile von einem möglichen Schaden in Höhe von 800 Milliarden Dollar durch die Finanzkrise aus. Alleine die Abschreibungen der Banken belaufen sich auf 125 Milliarden Dollar.
Bayern LB könnte 3,8 Milliarden verlieren
Focus.de / mbe / AP (25.03.08) - Die Bayerische Landesbank könnte nach Ansicht der Ratingagentur Moody´s doppelt so hohe Verluste erleiden wie bisher angekündigt.
Es sei möglich, dass die Bank bis zu 3,8 Milliarden Euro abschreiben müsse, teilte Moody´s am Dienstag in London mit. Schuld seien Subprime-Kredite in Höhe von mehr als vier Milliarden Euro im Portfolio der Bank, erklärte die Agentur.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/kreditkrise_aid_266722.html)
Auch Volksbanken von Finanzkrise betroffen - Union Investment droht Millionenverlust
Der Spiegel, Hamburg (26.03.08) - Auch die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken müssen sich wegen der Finanzkrise auf Einbußen einstellen. Ein Fonds des Anbieters Union Investment steht möglicherweise vor dem Aus - einige Kunden verlangen per Anwalt die Rückzahlung ihrer Anteile. Das Unternehmen selbst dementiert.
Der auf verbriefte Kredite spezialisierte Fonds der Fondsgesellschaft Union Investment müsse möglicherweise liquidiert werden, berichtet das "manager magazin".
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,543504,00.html)
Milliardengrab IKB
Von Holger Appel
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (26.03.08) - Wer das Wort Vertrauen in die Suchmaschine Google eingibt, erhält 12,8 Millionen Treffer. Da stehen Sätze wie „Vertrauen ist wichtig für das seelische Wohlbefinden“ oder „Die Welt lebt von Vertrauen, sie stirbt an Misstrauen“. Im ökonomischen Teil der Abfrage erscheinen neben mathematischen Formeln Sätze, die jeder Banklehrling im ersten Ausbildungsjahr eingetrichtert bekommt: In besonderem Maße sind Kreditinstitute von Vertrauen abhängig. Der Begriff Kredit stammt vom lateinischen credere (glauben).
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub4D8A76D29ABA43699D9E59C0413A582C/Doc~E01D790B6F7954A848FFBE2AA540E381D~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Banker fürchten in Deutschland Gesamtverluste von bis zu 70 Milliarden Euro
Spiegel.de / ase, Hamburg (28.03.08) - Finanzkrisen-Horror in Deutschland: Laut "Bild"-Zeitung fürchten Bankinsider Wertverluste bei deutschen Banken von insgesamt bis zu 70 Milliarden Euro. Allein die WestLB brauche kurzfristig weitere Finanzspritzen in Höhe von angeblich zwei Milliarden Euro.
Insgesamt 150 Milliarden Euro mussten die Banken weltweit wegen der Finanzkrise schon abschreiben, so hat die Bank of International Settlement berechnet.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,543874,00.html)
@ Richard Ebert [#1]
Was ist das eigentlich für eine seltsame Skalierung in dem Chart?
Warum sieht man den EuroDollar Kurs denn nicht, sondern andere Zahlenbeschriftungen links und rechts?
@ scorpion260 [#10]
Weil es sich nicht um den Wechselkurs Euro/USD handelt sondern um kurzfristige Zinsen. Ist aber ein Verwechslungsklassiker. Grüsse
@ scorpion260 [#10]
Jep, autokor war schneller - Kurzläufer bis 6 Monate. Die Angabe erfolgt in Prozent.
Noch mehr Milliarden futsch ? - Weltweit bis zu 600 Milliarden Dollar ?
Boerse.ARD.de / ME (30.03.08) - Die Krise am amerikanischen Immobilienmarkt ist offenbar größer als gedacht. Nach einem Pressebericht könnten die Verluste der Banken doppelt so hoch ausfallen wie bislang bekannt.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_284700)
@ Richard Ebert [#13]
Warum hört man bisher noch nichts davon, dass gegen die Ratingagenturen vorgegangen wird, die diesem Schrott die ganze Zeit den Qualitätsstempel aufgedrückt haben?
Mal ein Rechenexempel:
Wenn jede Subprime Hütte im Schnitt 50.000 Dollar gekostet hat, dann müsste es doch bei 600 Mrd. Ausfall um die 12 Mio Kreditnehmer geben, die nicht mehr zahlen können. Ist das realistisch oder zu wenig oder zuviel?
Oder anders: Wie teuer dürfte die duchschnittliche Subprime Hütte gewesen sein und wieviel Kreditnehmer hat man wahrscheinlich mit dem Geld überschüttet? Dann sollte man doch die richtige Größenordnung des Schlamassels haben, oder?
Die Milliarden sind weg???
Sie sind nicht weg, es hat sie nur jemand anderes. Ganz einfach.
Die Frage stellt sich nur, wer hat Sie?
@ benedikt54 [#15]
Na ja vermutlich diejenigen die ihre Immobilien in den USA verkauft haben vor der Krise.
@ gautama
Eigentlich ist es ja nicht die Schuld der Ratingagenturen. Das Risiko wurde ja auf dem Kapitalmarkt durchaus eingepreist. Das Problem liegt wohl eher darin dass die Aufsichtsbehörden als Risikomaß das Rating anstatt den Credit Spread nehmen. Dies führt in der Folge zu bewusstem oder unbewusstem (Dummheit) Nutzen dieser "Unzulänglichkeit". Das gute Rating der Papiere ha ja schliesslich dazu geführt massive Zinsen einstreichen zu können und das ganze nur mit minimalem Eigenkapital zu hinterlegen. Klingt ja mehr als verlockend
Grüsse
@ autokor [#16]
"Dies führt in der Folge zu bewusstem oder unbewusstem (Dummheit) Nutzen dieser "Unzulänglichkeit". Das gute Rating der Papiere ha ja schliesslich dazu geführt massive Zinsen einstreichen zu können und das ganze nur mit minimalem Eigenkapital zu hinterlegen. Klingt ja mehr als verlockend"
Die Menschheit läßt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt. (Hebbel)
@ gautama2 [#14]
Ganz so einfach ist es nicht. Die Rating-Agenturen haben die ganzen Einzelkredite als einzelnes Geschäft durchaus richtig bewertet. Was sie nicht eingerechnet oder vorhergesehen haben, ist das Risiko auf der Ebene "Gesamtsystem". Die mikroökonomisch im einzelnen richtigen Analysen werden erst auf einer makroökonomischen Ebene falsch, wenn man alle zusammen betrachtet.
Das ist wie bei einem Run auf eine Bank: beide Situationen - wenn es einen Run gibt und wenn es keinen Run gibt - sind in sich stimmig und rational richtig und erklärbar. Wenn es keinen Run gibt, ist die Bank solvent und es gibt keinen Grund für einen Run. Wenn es einen Run gibt, ist die Bank nicht in der Lage, ihre kurzfristigen Verbindlichkeiten zu bezahlen, und der Run ist berechtigt.
Mit den Krediten ist es genau so: wenn das ökonomische Umfeld geblieben wäre und genug Leute Jobs und Lohnsteigerungen hätten, gäbe es keinen Grund für eine Subprime-Crisis, weil ausreichend Kredite bedient würden. Wenn aber die Krise zur Rezession und vielen Arbeitslosen führt, werden so viele Kredite notleidend, daß die Bankenkrise über den Einfluß auf die Wirtschaft genau die Bedingungen schafft, daß es auf einmal richtig ist, daß die Portfolios aus Krediten falsch bewertet sind.
Was wir erleben, ist auf Gesamtwirtschaftsebene recht ähnlich wie ein Run auf eine einzelne Bank. Beide Zustände sind stabil. Nur das Vertrauen der Mehrheit der marktteilnehmer, wie es weiter geht, ist der Unterschied.
Gruß,
Asamat
@ Asamat [#18]
Ich glaube nicht, daß die Rating Agenturen aktuell richtig bewerten. Sie zögern die Herabstufung von forderungsbesicherten Anleihen heraus, die aktuell noch AAA Rating haben, obwohl viele dieser Papiere nicht einmal mehr Investmentgrade Status haben.
Was würde wohl passieren, wenn S&P sowie Moodies diese Papiere mit AAA-Bewertung auf Non-Investmentgrade setzten?
Vermutlich würden das Wertpapiervermögen in der Fed-Bilanz nicht mehr ausreichen um das amerikanische Finanzsystem zu stützen und man müßte an die Goldreserven herangehen. Werden die Amis demnächst Anleihen herausgeben (müssen), die nicht mit faulen Hypotheken sondern mit Gold aus Fort Knox hinterlegt sind? :-)
Die Flutwelle des Kreditblasen-Tsunami ist mittlerweile deutlich am Horizont zu erkennen. Die Monsterwelle hat die Küste aber noch nicht erreicht. Rette sich wer kann!
@ benedikt54 [#15]
>Die Milliarden sind weg??? Sie sind nicht weg, es hat sie nur jemand anderes. Ganz einfach. Die Frage stellt sich nur, wer hat Sie?
Ich würde eher sagen, sie waren nie wirklich da, sondern alles nur Bilanzphantasie . Und dann gab es noch echte Geldabflüsse durch Gewinnauschüttungen bei Banken und Konsum bei Hausbesitzern. Das Geld ist weg, und die Gewinne waren nie da.
@ bendel [#20]
Bei um real ausgeschüttete Mittel handelt es sich um eine Steigerung der Kaufkraft. Dieses Geld wird wohl früher oder später in den Wirtschaftskreislauf einfliessen.
Bei den Kreditderivaten handelt es sich um ein Nullsummenspiel und nicht um Bilazphantasie.
Jedem Käufer muss auch ein Verkäufer gegenüberstehen. Anders ist ein Derivat nicht handelbar.
Anders sieht das bei einer Aktie aus, hier ist durchaus das Thema Bilanzphantasie eine Begründung.
@benedikt54
Die Kreditderivate basieren aber auf dem Hauspreisen. Zwar ist das Derivategeschäft selber ein Nullsummengame, aber man sollte es nicht losgelöst sondern zusammen mit den zugrundeliegenden Basiswerten betrachten.
@ bendel [#22]
Schon klar, aber auch der Neue Markt hatte z.b. mit dem Nemax50 ein entsprechendes Derivat.
So wie die Gewinner des Booms auf dem Immobilenmarkt die waren, die rechtzeigig verkauft haben, so waren es am Neuen Markt ebenfalls die, welche ihre Aktien rechtzeitig verkauft haben.
@ scorpion260 [#10]
Rechts ist der Kurs der Eurodollar Zinsfutures zu sehen, links die Rendite = 100 minus Kurs.
@ Richard Ebert [#24]
Vielen Dank. Darauf bin ich nicht gekommen.
Im Gegenzug habe ich ein kleines Schmankerl.
Die Bayern LB soll auf insgesamt 32 Milliarden Euro Subprime Darlehen sitzen.
Ich finde das unglaublich, für eine Landesbank. Soll eine Landesbank eigentlich nicht (ausschließlich) das Geschäft des Landes durchführen/verwalten?
Wie kommen die dazu, die Kohle bei solchem Quark anzulegen?
Ich wette, deutsche Valueaktien aus Dax oder MDax haben die keine einzige im Portfolio. Dann schon lieber CDOs oder ABSs;.
no risk no fun;-). Oder noch besser, no pain no gain:-)).
BayernLB bietet für IKB - FAZ
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die BayernLB will den gesunden Teil der IKB Deutsche Industriebank AG kaufen. "Wir haben ein unverbindliches Gebot für die IKB abgegeben", sagte ein Sprecher der BayernLB der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ/Montagausgabe). Das auf Firmenkunden spezialisierte Düsseldorfer Geldhaus passe gut zur BayernLB.
Die IKB, eine Tochtergesellschaft der Staatsbank KfW, war bisher der Marktführer bei langfristigen Mittelstandsfinanzierungen in Deutschland. Dieses Geschäft gilt allerdings als ertragsschwach. Die IKB hat mit riskanten Wertpapiergeschäften im US-amerikanischen Hypothekenmarkt hohe Summen verloren und ist dadurch in den vergangenen Monaten in finanzielle Probleme geraten.
Michael Kemmer, der neue Vorstandsvorsitzende der BayernLB, will mit seinem Interesse an der IKB offenbar Handlungsfähigkeit inmitten der eigenen schweren Krise demonstrieren, so das Blatt. Denn eigentlich hat Kemmer mit der schwierigen Bereinigung von Milliardenaltlasten in seiner Bilanz genug zu tun. Sie stammen aus ähnlichen Wertpapierwetten wie bei der IKB.
Kemmer habe sich gleichwohl für seinen Vorstoß bei der IKB bereits die Rückendeckung des Verwaltungsrats verschafft, heißt es in Finanzkreisen. Öffentlich wird Kemmer voraussichtlich am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz der BayernLB Stellung beziehen. Als wahrscheinlich gilt, dass die zweitgrößte deutsche Landesbank eine Kapitalerhöhung brauchte, um eine solche Übernahme zu stemmen. Im bayerischen Haushaltsentwurf für dieses Jahr ist bereits ein entsprechender Etatposten vorgesehen.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück erhofft sich für die IKB einen Verkaufserlös von rund 800 Mio EUR, was in Bankenkreisen allerdings als ambitioniert gilt. Bislang ist zudem unklar, ob der Verkauf des gesunden Teils der IKB überhaupt wie geplant zustande kommt. Denn dazu muss die Bank zuerst von Altlasten in zweistelliger Milliardenhöhe befreit werden, was sich als schwierig erweist. Ein geplanter Verkauf riskanter Wertpapiere aus dem IKB-Portfolio wurde vor Ostern abgebrochen.
In Münchner Finanzkreisen werde erst in den kommenden Monaten und nach einer detaillierten Buchprüfung (Due Diligence) mit einer Entscheidung gerechnet, ob die BayernLB eine bindende Kaufofferte für die IKB abgebe, berichtet die Zeitung weiter. Die Frist für die Due Diligence soll bis Mitte April laufen. Der Verkauf wird von der Investmentbank Merrill Lynch organisiert.
Unterdessen arbeite der Vorstand der BayernLB mit Hochdruck daran, die eigenen Milliardenrisiken in den Griff zu bekommen. Erst am Freitag war bekanntgeworden, dass die Staatsbank ihre Bilanz bereinigen und dazu Altlasten loswerden will. Die BayernLB sitzt nach eigenen Angaben auf 32 Mrd EUR an so genannten strukturierten Wertpapieren, die im Zentrum der seit Monaten tobenden internationalen Kreditmarktkrise stehen. Die Ratingagentur Moody's kündigte in der vergangenen Woche bereits an, ihre Bonitätsnoten für die BayernLB zu senken, wenn diese nicht ihre Bilanzrisiken abbaue oder eine Kapitalspritze bekomme.
Ende der Woche hat die Bank für weitere Schlagzeilen gesorgt: Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein räumte in einem Interview ein, die Belastungen der BayernLB durch riskante Wertpapiergeschäfte könnten 4 Mrd EUR erreichen. Schäden in dieser Größenordnung hat zuvor auch Moody's geschätzt. Die Bank selbst hat ihre Belastungen bis Ende 2007 bisher mit 1,9 Mrd EUR beziffert.
Webseite: http://www.faz.net
DJG/kla/cbr
Quelle: http://www.ing-diba.de
Wie viele Milliarden noch, UBS ?
Boerse.ARD.de / la (31.03.08) - Glaubwürdige Gerüchte fallen an der Börse meist auf fruchtbaren Boden. So am Montag das über die UBS.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_284836)
@ Richard Ebert [#26]
Nach 12 Milliarden Verlust geht UBS-Präsident
Reuters, Zürich (01.04.08) - Nach Abschreibungen von noch einmal 19 Milliarden Dollar auf amerikanische Ramsch-Hypotheken rechnet die Schweizer Großbank UBS im ersten Quartal 2008 mit einem Konzernverlust von zwölf Milliarden Franken (rund 7,64 Milliarden Euro).
UBS-Präsident Marcel Ospel, unter dessen Führung die Bank die Fehlspekulationen im US-Subprime-Markt getätigt hatte, gibt sein Amt auf. Um die für die Vermögensverwaltung wichtige Eigenkapitalbasis intakt zu halten, plant die Bank eine Kapitalerhöhung um 15 Milliarden Franken. Die Problempositionen im Subprime-Bereich sollen in eine Abwicklungsgesellschaft ausgelagert werden.
(Quelle: http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=topNews&storyID=2008-04-01T082841Z_01_BUC130453_RTRDEOC_0_SCHWEIZ-FIRMEN-UBS-ZF-KORR.xml)
@ AAA [#27]
Jow,
und vermutlich gibts noch eine fette Abfindung für diese Meisterleistung.
Der Big Boss von Northern Rock hat sie erhalten was man so lesen kann.
Das Motto der Globalisierung lautet wohl, lasst die Unfähigen an die Spitze.
Und je grösser die Schweinerei desto legaler wird sie.
@ benedikt54 [#28]
Jow,
wer sind die Fähigen? Die Unfähigen kann man dann meiden.
Deutsche Bank entdeckt neue Milliardenlöcher
Die Finanzkrise verhagelt dem Institut das erste Quartal 2008.
Die Presse / ag, Frankfurt (01.04.08) - Deutlich härter als bisher bekannt wird die Deutsche Bank von der internationalen Finanzkrise getroffen. Im ersten Quartal 2008 muss das größte Geldinstitut Deutschlands wegen der anhaltenden Marktturbulenzen weitere 2,5 Mrd. Euro abschreiben.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/373816/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/economist/index.do)
Verlust bei WestLB höher als erwartet
wdr.de (02.04.08) - Die angeschlagene WestLB hat 2007 einen größeren Verlust verbucht als erwartet. Der Fehlbetrag der Düsseldorfer Landesbank belief sich nach eigenen Angaben auf 1,6 Milliarden Euro.
Milliarden verloren
Bereits im Januar hatte die Bank einen Verlust von etwa einer Milliarde Euro angekündigt. Zusätzlich wurde mit Abschreibungen in Höhe von ebenfalls etwa einer Milliarde Euro gerechnet.
Bei dieser Gesamtbelastung wird es nun auch bleiben. Allerdings liegen die Verluste höher - nämlich bei 1,6 Milliarden. Niedriger ausgefallen sind dagegen die - als vorübergehend eingeschätzten - Abschreibungen außerhalb der Gewinn-Verlust-Rechnung. Insgesamt hat die WestLB durch die internationale Finanzmarktkrise wie angekündigt zwei Milliarden Euro Verlust gemacht, teilte das Bankinstitut am Mittwoch (02.04.08) mit.
Mit einem neuen Chef, einer Milliardengarantie ihrer Eigentümer und einem kräftigen Personalabbau will die WestLB nun die "schwierigste Lage ihrer Geschichte", wie der scheidende Vorstandschef Alexander Stuhlmann sagte, überwinden. "Die Bank ist stabilisiert", erklärte Stuhlmann. Der Risikoschirm, den die Eigentümer der Bank aufgespannt hätten, befreie die WestLB "von einem gewaltigen Ballast". Das Land Nordrhein-Westfalen, die Sparkassen und die Kommunalverbände garantieren mit insgesamt fünf Milliarden Euro für ausgelagerte Risiken.
Wertverluste der Papiere schlügen nicht mehr auf die Bilanz der WestLB durch. Für die Landesbank sei damit der "Weg frei, sich auf die Zukunft zu konzentrieren". Stuhlmann, der erst im vergangenen Sommer an die Spitze der WestLB berufen worden war, gibt sein Amt zum 1. Mai an Heinz Hilgert ab, zuletzt stellvertretender Vorstandsvorsitzender der genossenschaftlichen DZ Bank.
Geld sparen durch Stellenabbau
Stellenabbau und Rettungsplan
Im laufenden Jahr erwartet die WestLB durch den Konzernumbau weitere Ergebnisbelastungen. Dennoch ging Finanzvorstand Hans-Jürgen Niehaus davon aus, dass die Landesbank im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres "insgesamt deutlich positiv abschneiden wird". Der Risikoschirm wirke sich bereits positiv aus. Außerdem liefen die Geschäfte mit Großkunden und dem Mittelstand gut.
Bis zum Jahr 2010 will die Bank wie angekündigt rund 1.350 ihrer etwa 5.900 Stellen abbauen. Unter anderem dadurch will die WestLB pro Jahr etwa 300 Millionen Euro einsparen. Konkrete Maßnahmen will die Bank bis Anfang Mai bekanntgeben. "Der vor uns liegende Weg wird hart und steinig sein", sagte Stuhlmann. Es gebe aber keine Alternative.
Fit machen für Konsolidierung
Mit dem Umbau der Bank solle die WestLB für die notwendige Konsolidierung der Landesbanken fit gemacht werden, sagte Stuhlmann. Auf Dauer könne die WestLB allein nicht die nötige Kundenbasis gewinnen. In den vergangenen Monaten waren Versuche gescheitert, die Düsseldorfer Bank mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) oder der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) zu fusionieren.
(http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/geld-_und_kreditwesen/westlb/080402_akt.jhtml)