benedikt54
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Landesbanken in der Krise: Groß, größer, Größenwahn
Ein wahrhaft interessanter Artikel.
Ich bekomme jedesmal Magenschmerzen wenn ich meinen Steuerbescheid sehe und weis, das ich letztendlich diese Volltrottel damit finanziere.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,667211,00.html
Geschrieben von benedikt54
am
Die Hypo Alpe Adria hat sich hauptsächlich im Balkanraum engagiert.
Meines Erachtens aber fehlten bzw. fehlen den Akteuren wichtige Kenntnisse der dortigen Märkte.
Kein Wunder also, dass es diese schlechte Entwicklung genommen hat.
Das sich dann die Bayerische Landesbank mitengagiert hat zeugt meines Erachtens auch davon, dass man nicht wusste, welche Chancen aber auch Risiken Engagements im dortigen Raum bergen.
der Tenor in den österreichischen Zeitungen ist nicht, dass man ein Pleite mit der Bank hingelegt hat und dies bedauert (jeden Kärtner kostet dies über 15.000 Euro,) . Zahlen werdens die Österericher in Gesamthaftung. Vielmehr freut man sich darüber, dass Bayern auch mitgezahlt hat.
Grüsse
Marzell
Die Landesbanken hatte ja auch immer einen riesigen Refinanzierungsvorteil der vermutlich allein bei der Baylaba jährlich ca 2 MRD "Plus" gebracht hat .(Sprich der Steuerzahler hat das jetzt zu Tage getretene Risiko und die Bank die Risikoprämie) .
VIel geht sicher bei den Landesbanken verloren durch politisch motivierte unvorteilhafte Geschäfte . Aber noch viel mehr durch den Umstand dass diese 2 MRD jährlich geflossen sind und eitle Vorstände das Geld genutzt haben um in alle möglichen Gebiete zu expandieren von denen sie keinerlei Ahnung hatten. Seien es jetzt CDS oder Balkankredite.
Grüsse
@ autokor [#4]
"VIel geht sicher bei den Landesbanken verloren durch politisch motivierte unvorteilhafte Geschäfte . Aber noch viel mehr durch den Umstand dass diese 2 MRD jährlich geflossen sind und eitle Vorstände das Geld genutzt haben um in alle möglichen Gebiete zu expandieren von denen sie keinerlei Ahnung hatten. Seien es jetzt CDS oder Balkankredite.
"
Das ist mir klar.
"Die Landesbanken hatte ja auch immer einen riesigen Refinanzierungsvorteil der vermutlich allein bei der Baylaba jährlich ca 2 MRD "Plus" gebracht hat .(Sprich der Steuerzahler hat das jetzt zu Tage getretene Risiko und die Bank die Risikoprämie) .
"
Könntest Du das genauer darlegen?
@ scorpion260 [#5]
Jede Bank muss sich ja refinanzieren. Je nach Bonität wird der Markt beispielsweise bei Bankanleihen einen Aufschlag zu Schuldnern mit höherer Bonität verlangen. Im Falle der Landesbank war der Aufschlag früher immer in etwa so wie der des Landes Bayern. Durch die Gewährträgerhaftung war das Risiko gleich und somit auch der "Risikoaufschlag". Dies heisst dass bei der Refinanzierung Kostenvorteile gegenüber Privatbanken bestanden. Vermutlich ca 2 MRD pro Jahr. Diese Kostenvorteile schlagen sich automatisch in höheren Margen im Kreditgeschäft nieder.
Grüsse
@ autokor [#6]
Got it. Danke.