Mantelaktien: Warum fallen Pleiteaktien nicht auf Null ?
Warum fallen Pleite-Aktien nicht auf Null?
Von Bettina Seidl
Boerse.ARD.de (23.01.09) - Ein Unternehmen ist pleite – und trotzdem ist die Aktie noch was wert. Warum ist das so?
Weil die Hoffnung eben siegt.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_331466)
Grenzt man in der folgenden Comdirect-Suchmaske den täglichen Börsenumsatz von 0 bis 1000 € ein, so erhält man neben gesunden Unternehmensanteilen mit grundsätzlich wenig Angebot - auf Grund von deren Seltenheit (Brauereien, Immobiliengesellschaften etc.) - den Grossteil der Pleitegesellschaften, die immer noch gelistet sind.
Mantel-Spekulation ? Nur in seltenen Fällen erfolgreich. Und wie bei den Beispielen Bremer Vulkan oder TelDaFax kann ein Delisting ziemlich schnell einen Strich durch eine solche Mantel-Spekulation machen.
http://isht.comdirect.de/html/stk/selector/main.html?sView=&bRegionChanged=0&sRegion=countries%2FDE&sIndex=countries%2FDE&sSector=&sAdd_1=STD_VolumeValueAvg30TD%2FOnlyGerman&sAddMin_1=0&sAddMax_1=1000
@ Paljusevic, Franjo [#2]
Schöner Link !
Bei Bremer Vulkan ziemlich schnelles Delisting ?
Ich meine mich zu erinnern, dass Bremer Vulkan schon vor 20 oder 30 Jahren (mehr oder weniger) zahlungsunfähig war und in den letzten Jahren noch gehandelt wurde. Vulkan war vor Jahrzehnten eine Lieblingsspekulation von Bolko Hoffmann, wie auch Commerzbank von 1860 oder IG Farben.
@ Richard Ebert [#3]
Vulkan wurde noch Anfang der 90er gehandelt. Kann mich noch erinnern das sogar Optionsscheine gehandelt wurden. Die Aktie viel dann von 80 auf 10 mit kurzer Erholung um dann zu verschwinden.
Bolko hatte viele solcher Klassiker, unter anderen Dome Pete, Pongs und Zahn und die alten Naziaktien IG Farben , Coba Reste usw.
Naziaktien darf man schon sagen denke ich da diese Unternehmen ja nachweislich an den Sklavenarbeiten durch die Gefangenen von Auschwitz und andern Konzentrationslagern kräftig verdient haben.
Das solche Aktien verschwinden halte ich mehr als nur gerecht.
Ansonsten sind Pleiteaktien wie Quimonda ein gutes Beispiel, um "Gier frisst Hirn" live zu demonstrieren.
Wie hoch sind denn bei einer Rettung die Chancen, dass noch für die Aktionäre etwas übrigbleibt? Noch geringer als die Chancen auf eine Rettung der Arbeitsplätze. Und wie hoch ist die Marktkapitalisierung von Quimonda bei einem Kurs von 9 cent? Wie "sauber" kann der Börsenmantel überhaupt werden - eine wesentliche Voraussetzung für Mantelspekulationen?
Ich wundere mich immer wieder, wie viele Leute bei Pleiteaktien einsteigen, als ob es morgen keine mehr zu kaufen gäbe. Dabei gibt es sie einige Wochen später meist wesentlich günstiger. Bis ein Manteldeal zustande kommt, können Monate und Jahre vergehen.
WCM - wundersame Auferstehung ?
Boerse.ARD.de / bs (30.01.09)
Vor gut zwei Jahren ging WCM der Atem aus. Die Beteiligungsgesellschaft musste nach monatelangem Überlebensringen Insolvenz anmelden.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_332558)
WCM hatte vor einigen Jahren unter anderem auch eine grosse Beteiligung an I.G. Farben.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/wcm-zahlt-ig-farben-halbe-million;950818
http://www.wcm.de/de/content/pressemitteilungen_detail.php?id=133&