Asamat
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Mechanisches Trendfolgen: DMA-System

Wie in "Thread Eins" (http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=169481) angekündigt, will ich ein Beispiel für ein Trendfolge-System vorstellen. Vieles zu den Hintergründen, zum Trendfolgen allgemein, und zu meiner Meinung dazu kann man in "Thread Eins" nachlesen.

Ich starte mit einem ganz einfachen Grundsystem mit möglichst wenig Elementen. Daran möchte ich die grundlegenden Funktionsweise des Systems demonstrieren. Dann plane ich, nach und nach typische Bausteine eines Trendfolgesystems hinzu zu nehmen. Dabei werden die Bausteine erklärt, und wir sehen den Einfluß auf das System. Wir sehen ebenfalls den Vorgang, wie ich ein System analysiere.

Das System soll dabei nicht von den Kennzahlen her toll optimiert werden, sondern nur bis auf ein mir realistisch erscheinendes Maß. Der Grund ist in den Postings 307-328 von "Thread Eins" zu lesen. Realistisch erscheint mir eine MAR von 1, gemäß dem Bild: http://www.mebanefaber.com/2009/12/03/where-have-all-the-sharpe-ratios-over-1-gone/, diskutiert in Posting 96 von "Thread Eins". Man kann mit jedem der verschiedenen Systemtypen MARs von 3, 4, oder mehr im Backtest erreichen, aber es scheint sich dann entweder um Überoptimierung oder um den data mining bias oder beides zu handeln. Denn solche MARs werden mit langfristigem Trendfolgen in realem Handel nicht erreicht, wie die langjährige Erfahrung sowohl von Leuten, die sich gut damit auskennen (aus dem roundtable), wie auch die Ergebnisse der Profis, zeigen. Ich werde also zufrieden sein, wenn wir mit dem System bei MAR um die 1 angelangt sind.

Ich plane, danach weitere Systemtypen ähnlich zu erläutern. Das sollte schneller gehen, denn viele der Bausteine sind dann bekannt. Es wird abhängig vom Interesse sein, wie viele es werden, und wie sehr wir bei jedem in Detail gehen. Wir können dann (wenn die Bausteine und Analysemethoden bekannt sind) auch den Vorschlägen für Systemuntersuchungen aus dem anderne Thread nachgehen. Hinterher können wir überlegen, was wir mit den Systemen machen. Theoretisch könnten wir sie "life" setzen, und hier Signale posten. Auf jeden Fall können wir verfolgen, wie sie sich in Zukunft schlagen (der ultimative out-of-sample Test), indem wir jeden Monat oder jedes Jahr einmal nachschauen.

Jegliche Fragen sind willkommen, ebenso Beiträge und Ideen von allen, auch Kritik und Verbesserungsvorschläge.

Geschrieben von Asamat am
Asamat
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12 Jahre 6 Monate

Voraussetzungen/Annahmen:

1) Alle Systeme sind reine EOD-Systeme. Es wird keine ID-Information benötigt oder berücksichtigt. Es gehen nur die Daten der beteiligten Märkte ein, die mein Datenlieferant (CSI) liefert, also OHLC + Volumen + Open Interest. Keinerlei andere Informationen werden benutzt.

2) Der generelle Ablauf ist so, daß abends nach Handelsschluß (oder am nächsten Morgen vor Handelsbeginn; das ist aus Systemsicht derselbe Zeitpunkt) die bis zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Daten vom Datenlieferant geladen werden. Damit berechnet das System die Signale für den kommenden Tag, die dann an den Broker übermittelt werden. Typischerweise sind das unbedingte Ein- oder Ausstiegs-Orders (MOO, MOC) oder bedingte Orders (Stop oder Limit). Market Orders werden naturgemäß nicht verwendet, weil diese Konstruktion davon ausgeht, daß der Markt geschlossen ist, während die Berechnung stattfindet. Wer tagsüber Zeit hat, kann versuchen, manuell bessere Auführungen (z.B. als MOO) zu erreichen. Das würde sich auf dem Konto niederschlagen, bleibt aber in der Simulation unberücksichtigt. Ebenso kann man in einem 24h-Markt evtl ein Signal des kommenden Tages mit besserer Ausführung als vom System berücksichtigt vorwegnehmen, z.B. ein Ausstiegssignal, von dem man heute bereits sicher weiß, daß es für morgen gegeben wird.

3) Ich gehe von einem Tradingkapital von 20.000 - 100.000 EUR aus. Das war der Bereich, der in der Umfrage auf das meiste Interesse stieß. Da eine große Diversifikation von Futures aufgrund von deren Stückelung damit nicht möglich ist, sowie weil die Möglichkeit, soetwas mit CFDs umzusetzen sowieso immer durch den Raum geistert, werde ich letztes versuchen. Ich rechne mit den aktuellen Kosten und Margin von WHS, weil ich dort selbst ein Konto habe. Wo das für andere Anbieter abweicht, können wir das auf Wunsch abschätzen; ebenso was sich ändert, wenn man es rein mit IAB macht. Die Geldmarktfutures (Eurodollar usw) muß ich von Anfang an von IAB hinzu nehmen, weil WHS das nicht anbietet. Da dies die Futures mit der kleinsten Stückelung sind, ist das mit der Kontogröße verträglich. Zur genauen Zusammensetzung des Portfolios später mehr.

Asamat
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Die Abkürzung DMA-System steht für Dual Moving Average System. Manchmal wird es auch DMAC (für Dual Moving Average Crossover) genannt. Wie der Name sagt, sind das Wichtigste an dem System zwei gleitende Durchschnitte, im Folgenden genannt SMA und LMA (für Short und Long Moving Average).

Das System ist immer im Markt, und zwar long wenn der kürzere SMA über dem längeren LMA liegt, sonst short. Wenn der SMA den LMA kreuzt, wird ein Signal generiert, welches als MOO-Order am kommenden Morgen umgesetzt wird, und die Position umkehrt. Ich arbeite mit exponentiellen GLDs, aber nur weil sie einfacher zu Berechnen sind. Man kann genauso einfache (gleichgewichtete) GLDs oder irgendwie anders gewichtete GLDs nehmen, das System ist dagegen unempfindlich.

Das System eignet sich vielleicht ganz gut zum CFD-Handel und auch für die Londoner Märkte, weil es ohne Stops arbeitet. Es ist daher unempfindlich gegen Spikes. Ich nehme die GLDs nur des Close-Preises eines Marktes, weil dieser der wichtigste und der am wenigsten manipulierbare ist. Wie zuvor kann man auch den GLD von (O+C)/2 oder (O+H+L+C)/4 nehmen, das System ist robust dagegen.

Da die Zeit nun fortgeschritten ist, zeige ich nur noch das erste Bild, alle Details und Erklärung der Kennzahlen in den kommenden Tagen. Ich wähle willkürlich als Einstiegspunkt für die Analyse 100 Tage für den LMA und 50 Tage für den SMA. Auf den bei WHS als CFD verfügbaren Märkten (plus drei Geldmärkte bei IAB) bringt dieses einfache DMA-50-100-System im Backtest vom 1.1.1975 bis 31.12.2009 dieses Ergebnis:

Bild entfernt.

Bild entfernt.

Archie
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12 Jahre 6 Monate

@ Asamat [#2]
1*10^11 / 5*10^6 = 2*10^4 = 20000
Das Kapital müsste sich in 34 Jahren verzwanzigtausendfacht haben!??
Beispiel: Aus 5 EUR enstünden 100.000 EUR? Rendite p.a. 33,8%.
Sehe ich das richtig?

dansmo
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@ Asamat [#3]

Kannst du bitte eine Liste der Märkte posten mit dem CSI Kürzel und die Methode der adjustierung. Ich würde die Ergebnisse gerne hier replizieren.

zentrader
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12 Jahre 6 Monate

@Asamat,

wenn ich es richtig verstanden habe, erzeugst Du das Signal (z.B. für den Markt Dax Index) aufgrund des tatsächlichen Close-Kurses (geliefert von CSI) und setzt dann aber nicht diesen "realen" Closekurs sofort per CFD (WHS) um, sondern erst am Folgetag.

D.h. Du pflegst parallel auch Daten des CFD-Anbieters in TradingBlox ein, um hiermit den eigentlichen Backtest durchzuführen?

ciao,
zentrader

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Archie [#4]

Richtig. Die Rendite ist 32,58% pro Jahr (bei max DD von fast 50%). Das ist die Kennzahl CAGR% (compounded annual growth rate).

Wobei man wegen der Stückelung nicht mit 5 EUR anfangen kann. Ich habe willkürlich mit einem großen Startkapital angefangen (ich glaube, 5 Mio EUR), weil es in diesem Bild nur um die Steigung geht.

Es bringt nichts, die Simulation mit der angenommenen realen Kontogröße (20.000 EUR oder 100.000 EUR) anzufangen, weil sich das nur in den ersten paar Jahren auswirken würde, bis das simulierte Kapital gewachsen ist. D.h. es verbiegt lediglich die Testaussage in den ersten paar Jahren. Wie ich den Effekt einer realistischen Kontogröße untersuche, werde ich später zeigen. Auf keinen Fall dadurch, die Simulation damit beginnen zu lassen. Das bringt nichts.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ zentrader [#6]

Guter Punkt, ist mir gestern Nacht auch eingefallen. Das System handelt nur mit MOO Orders, aber diese kann man bei WHS nicht umsetzen. Da habe ich vorher nicht dran gedacht, weil mein Produktiv-System nur mit Limit-Orders arbeitet; da gibt es das Problem nicht.

Ich habe weder Lust noch Zeit, mich mit den WHS-Kursen zu beschäftigen. Im Rahmen der Trades, die ich bisher dort gemacht habe, sind mir keine Abweichungen aufgefallen. Im Detail habe ich das aber nicht untersucht.

WHS kennt eine Klammer von zwei Orders um einen Kurs (OCO), ich werde mal versuchen, die MOO-Order in TB durch eine OCO-Konstruktion zu ersetzen. Ich erwarte keine großen Auswirkungen auf die Performance, weil das System sehr selten handelt; aber das ist eine Hypothese, die zu testen ist. Zuerst werde ich dazu untersuchen, wie sich das Ergebnis ändert, wenn man immer den ungünstigesten Fill annimmt, d.h. bei einer Long-Entry-Order das Tageshoch. Falls das System das überlebt, wäre z.B. auch klar, daß es die Gebühren verkraften kann.

kanada
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12 Jahre 6 Monate

@ Asamat [#8]

Wurde denn jeder Markt gleich gewichtet bzw. wie wurde in dem Test das Kapital auf die einzelnen Märkte aufgeteilt? Bleibt dieses Verhältnis mit zunehmendem Gewinn (Verlust) konstant?

MfG

Asamat
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12 Jahre 6 Monate

@ dansmo [#5]

Klar, die exakte Liste kommt sobald ich Zeit habe. Mitrechnen ist sehr willkommen.

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Bei den Systemparametern habe ich mit 50/100 einfach mal angefangen, und das soll dann verfeinert werden. Ebenso habe ich beim Portfolio einfach mal in Blaue hinein gegriffen und mit etwas Beliebigem, aber m.E. Sinnvollen angefangen. Irgendwo muß man anfangen. Tiefere Gedanken zum Portfolio machen wir uns, wenn die Themen Entries, Exits und Money Mangement etwas abgegrast sind.

Das Portfolio ist so entstanden:
- ich bin ausgegangen von alle Märkte, die bei WHS als CFD zur Verfügung stehen.
- Ausgenommen habe ich die CFDs auf Einzelaktien.
- Es sind nicht alle Aktienindices dabei, weil das sonst zu viele sind. Ich habe die (subjektiv für mich) wichtigsten dabei, für die ich auch Daten habe. Ich glaube, es sind so ca 10-15.
- Von den Currencies sind genau die dabei, auf die es Futures gibt.
- Ich habe drei Geldmarktinstrumente (Eurodollar, Feds Funds und Libor) hinzu genommen, um dieses Segment auch abzudecken, obwohl es sie bei WHS nicht gibt. Aber es gibt sie bei IAB, und die Futures haben sehr kleine Stückelung.
- Die etwas exotischen Instrumente (Co2-Preis, GB-Inflation) habe ich auch weggelassen, ebenso wie den VIX.

Das war es aus dem Gedächnis im Wesentlichen. Kann man über alles diskutieren, wenn jemand größere Einwände gegen oder für das eine oder andere hat, können wir es gerne anpassen.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ kanada [#9]

Ja, jeder Markt, der in #10 dabei ist, wurde gleich gewichtet.

Die Positionsgröße wurde ebenfalls ganz rudimentär bestimmt: es stehen für jede Position immer 0.2 Prozent vom Gesamtkapital zur Verfügung, als Risikomaß wurde ATR10 benutzt, also der exponentielle gleitende Durchschnitt der ATR über die letzten 10 Tage. D.h. es werden so viele Kontrakt gekauft, daß das Risiko gemessen in ATR10 und umgerechnet in Geld kleiner/gleich 0.2% des Kapitals sind.

Die 0.2% kommen einfach daher, daß dann ein Draw-Down von 50% heraus kam. Dazu werde ich auch später noch mehr sagen, und das soll noch besser werden. Im Moment genügt es, daß dies ein frei wählbarer Parameter ist, mit dem jeder die gewünschte, von ihm vertragbaren Kapitalschwankungen herstellen kann. Auf alle anderen Größen des Systems hat es keinen Einfluß, ob man 0.1%, 0.2 oder 0.3% nimmt.

Die ATR10 als Maß für das Risiko ist erforderlich, weil das System ohne Stops arbeitet. Alle Systems ohne Stops haben das Problem, daß das Risiko nicht definiert ist. TB nimmt es als unendlich an, aber das ist in der Realität auch nicht richtig. Ein Markt kann beim DMA-System nicht beliebig weit gegen ein Position laufen, ohne daß das System aussteigt. Es ist nur so, daß das Risiko (der maximale Verlust einer Position) nicht so eindeutig bestimmt werden kann wie bei Systemen mit Stop-Loss Orders. Daher wird die ATR als Maß für die tägliche Bewegung genommen, und diese als (Proxy-) Maß für das Risiko.

Bei der ATR bin ich ebenfalls für Alternativen offen. Wenn man im Sinne der Trendfolge-Philosophie Bewegungen in Trendrichtung als wünschenswert und Gegenbewegungen als schädlich betrachtet, wäre es eigentlich besser, nur die "ATR in Gegenrichtung" als Risikomaß zu nehmen. Denn eine starke Bewegung in Trend-Richtung führt ja auch zu einer großen ATR, aber eigentlich nicht zu einem großen Risiko, weil diese Bewegung je genau das ist, was man einfahngen will. Aber eine wirklich gute Idee hatte ich bisher nicht. Diskussionen hierzu sind willkommen.

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zorrie
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12 Jahre 6 Monate

@ Asamat [#3]

Die Kurve sieht schon mal stark aus, recht geradlinig trotz 9 DD von ca. 30% und mehr.

Im Bild steht avg win% 1.482, avg loss% 375 und avg trade% 259. Das bezieht sich wohl auf den Startbetrag!?

Envelo
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Asamat [#8]

Wie kann dein Breakout-System mit SL nur mit Limit-Orders arbeiten?

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ zorrie [#12]

Ja, die Kurve finde ich auch erstaunlich dafür, daß das eines der einfachsten denkbaren System überhaupt ist, und daß ich einfach die erstbesten Parameter genommen habe.

avg win %, avg loss % und avg trade % bezieht sich auf die Positionsgröße. D.h. ein Gewinn von 100% heißt: die Position hat sich verdoppelt. Positionsgröße war ja 0.2% Equity; d.h. ein avg win % von 1500% entspricht einem durchschnittlichen Gewinntrade von 3% der Equity.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Envelo [#13]

Ja, sorry. Ich meinte nur Limit- und Stop-Orders, ich benutze also keine MOO und MOC.

Limit- und Stop-Orders scheinen bei WHS hinreichend gut wie bei Futures zu funktionieren. Ich hatte da bisher keine Probleme, habe aber auch nicht wirklich viel gehandelt. MOO und MOC gibt es gar nicht. Weiß jemand, ob es das bei anderen CFD-Anbietern gibt?

Sonst ändere ich das System, so daß es mit einer Stop Buy Order für eine Long-Position (und Stop Sell für short) einsteigt. Das ist bei WHS möglich. Hat jemand Erfahrung, wie sich CFD-Anbieter beim Open verhalten? Ist das einigermaßen fair gepreist?

zentrader
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Asamat [#15]

"...Das ist bei WHS möglich. Hat jemand Erfahrung, wie sich CFD-Anbieter beim Open verhalten? Ist das einigermaßen fair gepreist?..."

Deshalb meine o.g. Frage, welche Kursdaten für die Berechnung der Equity zugrunde gelegt werden (siehe #6).

Beim Kassa Dax Index wird der offizielle Openkurs ja von der dt.Börse nach Feststellung einer bestimmten Zahl von Einzelkursen festgelegt und so auch in den EOD-Daten veröffentlicht. Handelbar ist dieser aber "real" nur selten, da der entsprechende "real zu handelnde" Kurs von den CFD-Anbietern (oder sonstigen Anbietern wie OS, Zertifikate etc.) ja eher vom parallel lfd. Dax Future abgeleitet wird.

D.h. die Open-Kurse von EOD-Datenanbietern sind in diesem Fall für diesen Markt meistens (für Backtests) unbrauchbar. Mit Intraday-Daten, aus welchen man dann die jeweiligen EOD-Daten ableiten kann könnte man dies "als Workaround" eventuell korrigieren.

ciao,
zentrader

Lenzelott
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12 Jahre 1 Monat

Um beim Beispiel DAX zu bleiben:

Aufgrund der Problematik: Index=Indexgewicht*letztem Kurs (und der kann halt vom Vortag sein) besteht besonders nach großen GAP´s ein essentielles Problem:
der Index benötigt manchmal bis zu 10 Minuten, bis er sich auf seinen realen Spread zum Future "eingeschwungen" hat.

Ich habe am Tag nach Ostern vor 2 Jahren den Fall beobachtet, wie es sogar rund 15 Minuten brauchte. Da war der anfängliche Fehler im DAX soweit ich mich noch richtig erinnere bei > 100 Punkten.

Da kann man auch am Intradaychart nix ausrichten.

Die Aktienindizes sind aus diesem Grund definitv nicht zum open oder nahe beim openkurs handelbar, da hier immer noch ein gut Teil close des Vortages enthalten ist.

Der Future ist problemlos zum Open handelbar.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ zentrader [#16]

Die Berechnung erfolgt mit den FDAX-Daten von CSI. Das System benutzt nur Futures. Falls ich irgendwo "DAX" sage, ist immer "FDAX" gemeint.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Zunächst möchte ich die Funktionsweise des System anhand einiger Beispiel-Trades darstellen und kommentieren. In dieser einfachen Form arbeitet das System ohne Stops und ist immer im Markt. Das ist ungewohnt, und hat Vor- und Nachteile. Eine Stärke ist, daß man nicht ausgestoppt werden kann.

Betrachten wir als erstes Beispiel den schon viel erwähnten FDAX der jüngeren Vergangenheit. Die beiden blauen Kurven sind selbstverständlich die beiden gleitenden Durchschnitte des Systems. Man sieht, daß das System zum Open desjenigen Tages long gegangen ist, der dem Kreuzen der Durchschnitte folgt. Seit dem Tief in der ersten Hälfte 2009 haben wir im FDAX einen schönen Aufwärtstrend, der von einigen "Korrekturen" unterbrochen wurde. Diese waren jeweils kurz, wonach der Trend fortgesetzt wurde. Was macht unser Trendfolgesystem? Es wechselt Mitte Mai auf "Long", und ist es seitdem geblieben. Man beachte die drei größeren und vielleicht fünf kleineren Korrekturen, bei denen ein System mit Stop jeweils einen guten Teil der Bewegung zurück gegeben hätte.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Zwei andere Beispiele für Trades, in denen das System gut funktioniert, sind der Aufwärtstrend des US-Weizens vom Sommer 2007 bis Sommer 2008, sowie der anschließende Abwärtstrend vom Sommer 2008 bis Sommer 2009.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Um ein Gefühl für die Größenordnung in Geld zu geben: für einen Weizen-Future (mit einem Big Point Value von 50 USD) entspricht der Trade 2007-2008 einer Summe von 14.000 USD, der Trade 2008-2009 einer Summe von 13.400 USD. Für den zugehörige Mini-Future (BPV = 10 USD) wäre der erste Trade entsprechend 2800 USD wert gewesen, pro CFD bei WHS (BPV = 4 USD) wären es 1.120 USD gewesen.

Man beachte auch die Dauer der Trades: jeder der drei gezeigten dauerte ungefähr ein ganzes Jahr. Wir reden hier ja von langfristigem Trendfolgen. Wer Aufregung und tägliche Action sucht, dem liegt das nicht. Mich erinnern diese Bilder immer an etwas, was Ed Seykota gesagt haben soll: er steigt in einen Trend ein, wenn er auf dem Chart von der anderen Seite des Zimmers aus den Trend erkennen kann.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Nun zu den weniger erfreulichen Tatsachen des Trader-Lebens. Die folgenden drei Beispiele zeigen die zwei wesentlichen Probleme des Systems, denn natürlich sind nicht alle Trades so schön wie die zuvor gezeigten.

Das erste Problem ist, daß das System sehr viel Gewinn zurück gibt, wenn der Trend nicht flach ausläuft, sondern wenn der Preis eine starke Gegenbewegung macht. Ein breiter Boden bzw ein breites Top führen dazu, daß sich Preis und GLD annähern. Wenn das passiert ist, kann nicht mehr viel an Verlust passieren. Dies ist in dem soeben gezeigten Weizen-Trade zu sehen. Eine starke Gegenbewegung ist jedoch Gift für ein System ohne Stop. Ein gutes Beispiel dafür sah man gerade im Londoner Zucker. Das System machte eine Preis-Bewegung von 430 nach 750 USD mit, und konnte von den 320 USD nur 80 USD als Gewinn behalten. Das tut weh.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Das andere Problem von Trendfolgern nennt sich bekanntermaßen "whipsaw". Ich kenne keine geeignete deutsche Übersetzung davon. Das passiert, wenn ein Markt eine wellenartige Bewegung macht, und ein Handelssystem davon immer wieder auf dem falschen Fuß erwischt wird. Der Chart sieht manchmal Sägeblatt-artig aus, daher vermutlich der englische Name. Diese Marktbedingung produziert einen Verlusttrade nach dem anderen.

Ein sehr "schönes" Beispiel, um das zu demonstrieren, (ähnlich schön wie eine Tarantel) habe ich 2002 beim O-Saft gefunden. Man sieht eine Folge von sieben Verlust-Trades, und das, obwohl der Preis nach den 13 Monaten im Wesentlichen unverändert geblieben ist. Ich habe jeweils manuell das Open eingekreist, zu dem das System die alte Position geschlossen und die Gegenposition eingenommen hätte. Mein Pfeil deutet die Trade-Richtung an.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Hier ein weiteres, silbernes Whipsaw-Beispiel. Diese Wellenbewegungen sind für das System viel schlimmer, als wenn sich ein Preis lange Zeit wenig von der Stelle bewegt.

Preisfrage: wer hat die Nerven, nach sieben Verlusttrades in einem Markt den ungerührt den achten anzusetzen? Antwort: Trendfolger, die Geld verdienen.

Archie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

whipsaw = Sägezahn-Bewegung

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Ein kleiner Exkurs zu Erklärung der von mir im Bild in Beitrag 3 benutzten Kennzahlen. Diese werden im Folgenden auch immer wieder auftauchen.

Kennzahlen

Kennzahlen benutzt man zur Bewertung und zum Vergleich von Ergebnissen. Sie sollen daher möglichst das messen, was einem wichtig an einem HS ist. Im Idealfall packt man alles in eine einzige Kennzahl, und kann diese gleichzeitig zur Optimierung verwenden.

Leider ist meine Erfahrung eher anders. Grundsätzlich kann man anhand von wenigen Zahlen nur einen ersten groben Eindruck von einem HS bekommen. Zu einem besseren Verständnis eines Systems schaue ich verschiedene Verteilungen an. Solche sind z.B. die Verteilung der Trade-Returns, die DD-Verteilung, die zeitliche Entwicklung des Returns von Gewinn-Trades, usw. Beispiele werde ich im Folgenden zeigen.

Im Laufe der Zeit habe ich einige der üblichen Kennzahlen und Kriterien durchprobiert. Letztlich bin ich von vielen wieder abgekommen, vor allem von den komplexeren, und benutze inzwischen nur noch recht wenige von den Hunderten von Kennzahlen, die es gibt. Hauptsächlich sind es die in Bild in der oberen Leiste sichtbaren. Vornehmlich sind es zwei Gründe, weshalb ich genau diese nützlich finde:
- sie beschreiben das, worauf ich im Lauf der Zeit als wichtig zu achten gelernt habe, und
- sie sind von der Konstruktion her ganz einfach. Daher kann man sie alle intuitiv sofort verstehen.

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Nun zu den von mir benutzten Kennzahlen im Einzelnen. (Die ersten neun Felder (bis "#Trades") sind von TB fest vorbelegt, sonst hätte ich da einige rausgeworfen. "Ending Balance" z.B. ist völlig nutztlos, und die beiden Sharpes mag ich auch nicht). Die nachfolgenden Kennzahlen sind von mir hinzu gefügt.

CAGR und maxDD bedürfen wohl keiner weiteren Erklärung. Das Verhältnis aus beiden heißt MAR, und ist ein sehr nützliches Maß für Gewinn/Schmerzen (gain/pain ratio).

Eine ganz ähnliche, aber robustere Variante dieses Zahlen-Tripels sind RAR, avg5DD und deren Verhältnis rMAR. Diese Kennzahlen und ihre Vorteile werden von Curtis Faith in "Way of the turtle" S184ff ausführlich beschrieben. RAR ist dasselbe wie CAGR, aber nicht zwischen Start- und Endpunkt der Kurve gemessen, sondern durch fitten bestimmt. Dadurch ist RAR sehr viel weniger vom konkreten Start- und Enddatum der Simulation abhängig als CAGR, und weniger davon beeinflußt, ob man sich am Ende z.B. zufällig in einem großen DD befindet.

avg5DD ist der Mittelwert der fünf größten Draw Downs. Dies ist ebenfalls eine etwas stabilere Größe als der einzige größte DD, obwohl auch dieser für mich eine bedenkenswerte Aussage darstellt. Einen guten Eindruck machen auf mich Systeme, bei denen maxDD und avg5DD nicht sehr unterschiedlich sind. Das bedeutet, daß die größten DDs ähnlich groß sind, was ich erstrebenswerter finde, als wenn dort große Unterschiede sind. Ich habe mehr Vertrauen, daß der zukünftige größte DD die Zahl avg5DD nicht um ein Vielfaches übersteigt, wenn diese 5 DDs alls ähnlich groß sind. Wenn jedoch maxDD doppelt so groß ist wie der zweite, und dieser dreimal so groß wie der dritte, würde ich erwarten, daß in Zukunft leicht ein DD von der doppelten oder dreifachen Größe von maxDD kommen kann.

Das Verhältnis von RAR und avg5DD nenne ich rMAR (= robust MAR, die Bezeichnung ist von mir). rMAR interpretiere ich ganz ähnlich wie MAR, nur ist es stabiler z.B. gegen Änderungen in Start- und Endedatum. rMAR ist auch das Maß, daß ich zum Optimieren verwende.

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Eine weitere, sehr wichtige Information ist für mich die einfachste von allen, die Anzahl der Trades. Bei gleicher Performance sind weniger Trades besser als mehr. Weniger Trades bedeuten weniger Transaktionskosten, weniger Gelegenheit für Fehler, weniger Aufwand im Alltag. Bzgl Optimierens ist es ceterum paribus um so leichter ist, etwas zu überoptimieren oder einem größeren data mining bias aufzusitzen, je mehr Trades ein System macht.

Zwei weitere, etwas weniger wichtige Kennzahlen sind für mich die durchschnittliche Trade-Länge von Gewinn- und Verlust-Trades. Am Vergleich der letzten beiden sieht man, wie gut ein System die goldene Regel ("Gewinne begrenzen, Verluste laufen lassen". Oder so ähnlich. Noch jemand wach an dieser Stelle?) beherzigt. Meine Systeme sind alle so, daß die durchschnittliche Trade-Länge von Gewinnern deutlich länger als die von Verlierern ist.

Ferner kann man sich auch mal die Zahl LongestDD ansehen, das ist die zeitliche Länge des längesten Draw Downs in Monaten. LongestDD = 20 bedeutet also, 20 Monate Draw Down, oder fast zwei Jahre (!). Unschuldige kleine Zahl, gigantische psychologische Wirkung.

Global_2
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Asamat [#26]
Eine weitere, sehr wichtige Information ist für mich die einfachste von allen, die Anzahl der Trades. Bei gleicher Performance sind weniger Trades besser als mehr. Weniger Trades bedeuten weniger Transaktionskosten, weniger Gelegenheit für Fehler, weniger Aufwand im Alltag.

das ist in einer Weise völlig richtig. Anderseits: Wenn ich eine Marktentwicklung habe, bei der es zunächst fast einbahnstraßenmäßig in eine Richtung geht (z.B. klarer Aufwärtstrend), worauf ab einem Wendepunkt dann ein klarer Trend nach unten folgt, dann können selbst einfachste Handelssysteme, aber ebenso auch einfachste diskretionäre Ansätze, ein sehr gutes Ergebnis liefern. Beispiel: Derartige Entwicklungen gab es im Aktienbereich, denken wir nur an das Paradebeispiel Dt. Telekom bis Frühjahr 2000, danach gab es bei ihr einen anschließenden Abwärtstrend zurück zum fundamental vernünftigeren Bewertungsniveau.

Den Nutzen eines Handelssystem würde ich gerade darin sehen, dass es dem Trader viel Analysearbeit hinsichtlich der Positionierung abnimmt. Und das gerade dann, wenn das Chartbild nicht ganz so offensichtlich ausschaut. Bezogen auf das angeführte Beispiel Dt. Telekom (oder viele andere dieser Art, auch im Rohstoffbereich) soll das übrigens nicht im geringsten heißen, dass man während des tannenbaumartigen Charts zu jedem Zeitpunkt problemlos vorhersagen kann oder konnte, wohin der Kurs zukünftig am wahrscheinlichsten hingehen wird. Vielmehr ist meine Aussage einfach nur die, dass bei klaren Charts nicht viel dazu gehört, rückwärtsgerichtet zu identifizieren, ob es in einem klaren Trend hoch oder runter ging. Klare Kursbewegungen rückwärtsgerichtet identifizieren, d.h. nachdem es diese schon gab, kann nämlich im Prinzip jeder Dödel. Eine zukunftsorientierte Riskikobewertung, d.h. die Abwägung von Chancen und Risiken bezogen auf einen Neueinstieg auf einem Kursniveau, dem bereits eine klare Trendbewegung vorausging, ist dagegen eine deutlich schwierigere Problemstellung.

Als Fazit würde ich deshalb Handelssysteme, die eine hohe Anzahl Trades von wenigen Tagen Haltedauer machen, immer als nützlicher (und anspruchsvoller) einstufen als Systeme, die nur sehr wenige Trades mit deutlich längerfristiger Haldedauer tätigen, und das dann (mit etwas Glück) in einen Marktumfeld tun dürfen, in dem es klare Trends nach oben oder unten gibt. Im Grunde folgt das auch aus den stochastischen Überlegungen: Wenn bei einer hohen Zahl von Trades die Trefferquote und Performance gut ist, dann ist das im Sinne der Kontinuität viel besser einzuschätzen, als wenn ein System nur wenige Trades macht, und das möglichst noch in einem Marktumfeld, das ohnehin für Trendfolger einfach ist. Ein System ist dann um so wertvoller, je vielseitiger es ist, d.h. dann, wenn es in möglichst vielen Marktszenarien gut abschneidet. Ob dies aber nicht nur eine Idealvorstellung ist, d.h. ob so ein System mit rein charttechnischer Sichtweise (d.h. völliger Ausblendung ergänzender fundamentaler Analyse) überhaupt leicht entwickelbar wäre oder überhaupt existieren kann, ist eine ganz andere Frage.

Zurück aber zur Eingangsthese: Aus Marktteilnehmersicht ist es natürlich tatsächlich schön, wenn es nur wenige Transaktionen gibt und diese alle einen möglichst großen Gewinn erzielen.

JRM
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Finde ich super, das Du mehrerer Trades präsentierst, die auch die Trendfolgeschwäche illustrieren, und nicht nur die "cherrypicked" Trades.
Jetzt ist meine Frage, hast Du schon vielsprechendes gefunden im Hinblick auf Trendeigenschaften bzw. Trendbildungseigenschaften, die vielleicht einige Fehlsignale nehmen würden in solchen Sägezahnmärkten? Oder ist man da gleich wieder beim curve-fitting?

zentrader
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Asamat [#26]

"MAR" ist m.E. eines der sinnvollsten Bewertungskriterien für HS.

Die Vorteile von "RAR" ggü. "CAGR" kann ich nicht beurteilen (habe mich mit dem RAR nicht beschäftigt), bei einem gemittelten historischen DD wäre ich aber extrem vorsichtig. Mit dem av5DD beschönigt Faith m.E. nur die "Güte" seiner HS.

Zumal für alles ja wieder nur die "beschränkte" Historie vorliegt. D.h. selbst unter gleichen Marktbedingungen kann ein max DD i.d.R. einfach durch zeitlich (zufällig) andere Verteilung der Kurse höher liegen (Stichwort: Monte Carlo Simulation).

Only my two cents...

ciao,
zentrader

Gast

@ Asamat [#18]

Die Berechnung erfolgt mit den FDAX-Daten von CSI. Das System benutzt nur Futures. Falls ich irgendwo "DAX" sage, ist immer "FDAX" gemeint.

hatten wir ja schon in einer anderen Diskussion bereits angesprochen wegen der Open-Kurs Problematik, daher beachte ich auch den FDax und wenn ich die Zeitreihe auf 9.oo bis 17.35 im FDax von der Software als "neuen" Kontrakt im Chart anzeigen lasse sollte ich viel Wert auf die gleichen Zeiten wie im Kassamarkt legen.

Was aber interessant ist nach welcher Methode ist den Endloskontrakt von CSIdata den adjustiert, es gibt ja soweit ich weiss entweder ein korrekte Preisbewegung oder korrekten Preis in so einer adjustierten Zeitreihe. Mir ist klar das es nicht die perfekte Rollmethode gibt.

Auch klagen manchmal Systementwickler darüber bei Endloskontrakten das sobald von der "Higher Volume"-Methode auf eine datumsbezogene Methode wechselt Ihr System nicht mehr gute Kennzahlen hat, die Frage ist meiner Meinung eher ob dann das System stabil genug ist? Aber ich kann mich auch täuschen??

@ Archie [#18]

whipsaw = Sägezahn-Bewegung

heisst doch zu deutsch: Schrotsäge (http://www.dict.cc/?s=whipsaw); also "zersägt" sich deine aktuelle Performancekurve wegen vieler Verlusttrades. Bei LeBeau/Lucas ist dieser Begriff in der deutschen Börsenliteratur erstmals erwähnt, habe aber nicht alle Bücher zum Thema Börse gelesen ;)

Beste Grüße

Roti

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Global_2 [#27]

"Wenn bei einer hohen Zahl von Trades die Trefferquote und Performance gut ist, dann ist das im Sinne der Kontinuität viel besser einzuschätzen, als wenn ein System nur wenige Trades macht ..."

Ich bin da nicht mehr so sicher. Mein Produktiv-System hat eine hohe Zahl von Trades (viel höher als das DMA-System) mit guter Trefferquote und überlegener Performance. Im Backtest. In der Realität ist die Performance deutlich schlechter. Wir haben das diskutiert, wahrscheinlich Ursache: data mining bias. Das hier präsentierte DMA-System hingegen wird die Performance aus dem Backtest ganz genau so in Zukunft auch bringen, da bin ich sehr sicher. Die Kennzahlen sind mit rMAR 0.74 noch nicht toll, aber das können wir noch etwas verbessern.

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