Nouriel Roubini: Jahrelange Weltrezession
Roubini befürchtet zweite Weltrezession
Von Nouriel Roubini
Financial Times Deutschland, FTD (27.08.09) - Die Konjunktur erholt sich langsam, doch Hoffnung auf einen nachhaltigen Aufschwung ist fehl am Platz. Der Weltwirtschaft drohen mehrere Jahre mit kraftlosem Wachstum, ist sich der US-Starökonom sicher.
Allmählich findet die Weltwirtschaft aus der Talsohle der schlimmsten Rezession seit der Großen Depression heraus. Jetzt stellen sich drei Fragen: Wann wird die weltweite Rezession vorüber sein? Welche Form wird die Erholung annehmen? Und besteht das Risiko eines Rückfalls?
Auf die erste Frage lässt sich antworten, dass es aussieht, als werde die Weltwirtschaft in der zweiten Hälfte 2009 die Talsohle überwinden.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://ftd.ftd.de/)
Der Kerl liest hier mit. Er hat eindeutig meine Beträge von vor drei Wochen (09.08.2009) abgeschrieben.
http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=149347
:-)
Die sollen es doch endlich zugeben.
Grosse Analystenkommentare in den wichtigsten Zeitungen schreiben und in unserem Forum die Info´s ziehen :o)
...Roubini aktuell:
http://www.indexuniverse.com/sections/features/6777-nouriel-roubini-big-crash-coming.html
ciao,
zentrader
Oh mann wie mir diese Dauerbären auf die Nerven gehen. Ich höre ihn noch als wäre es gestern gewesen. BofA, City, alle gehören vestaatlicht, keiner wirds sonst schaffen, bla bla bla. Was für ein Mist.
Wenn dieser Typ nicht für einen Monster short Hedgefund unter Vertrag steht dann weiß ich auch nicht. Wenn man auf diese Leute hören würde hätten man keinen einzigen Cent gemacht in den letzten Monaten als alles nach oben schoß. Nicht einen einzigen Cent.
Alleine wenn ich das schon lese:
"I don’t believe in gold. Gold can go up for only two reasons. [One is] inflation, and we are in a world where there are massive amounts of deflation because of a glut of capacity, and demand is weak, and there’s slack in the labor markets with unemployment peeking above 10 percent in all the advanced economies. So there’s no inflation, and there’s not going to be for the time being.
The only other case in which gold can go higher with deflation is if you have Armageddon, if you have another depression. But we’ve avoided that tail risk as well. So all the gold bugs who say gold is going to go to $1,500, $2,000, they’re just speaking nonsense. Without inflation, or without a depression, there’s nowhere for gold to go. Yeah, it can go above $1,000, but it can’t move up 20-30 percent unless we end up in a world of inflation or another depression. I don’t see either of those being likely for the time being. Maybe three or four years from now, yes. But not anytime soon."
Na klar glaubt er nicht an Gold weil er halt einfach keine Ahnung hat vom Markt. Er kann vielleicht volkswirtschaftlich seine Zahlen und Statistiken rausholen aber warum redet dieser Typ immer über die Wallstreet wovon er null Ahnung hat? Was für ein komplette Schwachsinn? Das gleiche hat er bei Gold 700 gesagt. Mittlerweile steht Gold auf 1050 und sieht dort sehr gefestigt aus obwohl wir keine der oberen Situationen haben. Und bei BofA bei 3 redete er von Verstaatlichung und Zerschlagung und was weiß ich sonst noch. BofA jetzt bei 17.
Der soll sich zu Sachen äußern wovon er ne Ahnung hat aber doch bitte endlich die Fresse halten über alles was die Wallstreet angeht.
@ Freak [#5]
Freak Sie verdrängen die Realitäten.. Ohne Staatshilfen würde kein einziges von den großen US Bankhäusern mehr stehen.... KEIN EINZIGES!
Ich stimme voll mit Mr. Roubini überein!
@ limitup [#6]
Das kann sein, aber Freak hat insofern Recht, als sich aus dem Erguss des Herrn R. keinerlei Information für den Handel ergibt. Wie wohl bei allen Volkswirtschaftlern. Das sind andere Zeitrahmen und bis man merkt dass die falsch liegen, hat die Öffentlichkeit schon wieder vergessen was die mal gesagt haben. Und die selber leider auch oder sind schon zwei Meter tiefer gelegt.
@ gautama2 [#7]
Gibt halt Leute die reden und Leute die traden.
@ limitup [#8]
Jeder verdient sein Geld mit dem was er kann.
Die Fundamentalanalyse läst sich nicht so leicht in erfolgreiches Trading umsätzen. Für Strategien die mit Stops arbeiten kann man deren Wert eigendlich vernachlässigen. Anfängern würde ich sogar raten fundamentale Faktoren nicht in die Tradingentscheidungen einfließen zu lassen. Aber nicht jeder verfolgt solche Strategien. Fundamentale Analysen, auch solche Extremansichten, sind wichtig. Es sind Zenarien, die man in Langfriststrategien berücksichtigen muß. Die Aktienzenarien reichen von liquiditätsgetriebene Hausse bis über 13000 DAX-Punkte bis langlaufende Baisse mit Ziehl weit unter 2000 Punkten. Ich bin seit Februar short in Aktien. Die Korrektur beträgt jetzt etwa 50%. Es gibt keinen Grund an meiner Strategie zu zweifeln. Mein Nettoergebnis 2009 sähe allerdings 15 bis 20% besser aus wenn ich die Finger ganz von Aktien gelassen hätte.
@ Freak [#5]
Hast du dich in den letzten 8 Monaten saniert? Ist den Konto auf dem höchsten Stand? Ein gutes Zwischenergebniss sagt nichts über die Qualität und Beständigkeit eines Traders aus. Und wenn du nach TA handelst ziehe nicht so über die Fundis her.
@ limitup [#6]
Freak Sie verdrängen die Realitäten.. Ohne Staatshilfen würde kein einziges von den großen US Bankhäusern mehr stehen.... KEIN EINZIGES!
Ich glaube dass wird hier niemand abstreiten. Nur mein Punkt ist ein anderer. Wenn es nach Roubini und all diesen Dauerextrembären gegangen wäre dann hätten zig tausend Privatanleger unglaublich viel Geld verloren weil Roubini wollte ja unbedingt die totale Verstaatlichung von BofA und City zum Beispiel. Jeglicher shareholder value wäre ausgelöscht worden! Anstatt dessen haben wir jetzt ne BofA die bei 17 steht, was ist jetzt da besser für die Wirtschaft bzw. die retail Leute frage ich mich?
@ tantan [#10]
Hast du dich in den letzten 8 Monaten saniert? Ist den Konto auf dem höchsten Stand? Ein gutes Zwischenergebniss sagt nichts über die Qualität und Beständigkeit eines Traders aus. Und wenn du nach TA handelst ziehe nicht so über die Fundis her.
Bitte hilf mir hier kurz was das mit dem Thema von oben zu tun hat. Ich steh grad auf der Leitung. Weiß nicht genau was du meinst.
@ Freak [#11]
Ich bezog mich auf #5. und wollte darauf anspielen das wir eine Standartkorrektur in einem Abwärtztrend haben. Ein wenig früh um Bassezenarien zu zerreißen. Oder?
"Wenn man auf die Leute hören würde hätte man keinen einzigen Cent gemacht in den letzten Monaten als alles nach oben schoß. Nicht einen Cent."
@ tantan [#12]
Ne find ich jetzt eigentlich nicht zu früh. Wenn du nach diesem Typ gegangen wärst hättest du auf jeden Fall keinen Cent verdient in einer der größten Rallies die wir in den letzten Jahren hatten. Das ist nun mal Fakt und egal obs dann wieder irgendwann runtergeht oder nicht, er hat's einfach gar nicht gepeilt. Es geht mir drum dass manche Leute immer und einfach immer nur Negativszenarien in den Raum stellen. Es scheint wie eine Sucht zu sein für manche. Diese Weltuntergangssstimmung bezüglich der Wirtschaft. Das war vor x Jahren dasselbe und siehe da wir hatten richtig gute Jahre bis letzten Herbst.
Dieser Typ erinnert mich immer an den Prechter. Von dem hab ich auch Zeit meines Lebens nicht eine positive Silbe gehört. Immer wenn ich von Prechter was lese sind wir praktisch kurz vor dem Weltuntergang. Er sagt ja jetzt auch schon wieder einen riesen Crash voraus. Klar haben diese Leute irgendwann recht. Ist ja logisch wenn ich 10 Jahre lang nur Schreckensszenarien verbreite hab ich irgendwann recht weils ja zwangsläufig irgendwann auch mal stärker nach unten geht.
@ Freak [#13]
wer immer eine Richtung propagiert hat zumindest ca. zu 50% Recht. Wer dauernd die Richtung wechselt liegt öfter falsch :)
@ Freak [#13]
brems dich mal ein!
wann immer ich einen vorhersager als "Idioten" einstufe, hast du bNa klar glaubt er nicht an Gold weil er halt einfach keine Ahnung hat vom Markt.
"Er kann vielleicht volkswirtschaftlich seine Zahlen und Statistiken rausholen aber warum redet dieser Typ immer über die Wallstreet wovon er null Ahnung hat?icht mehr erreicht als der von dir kritisierte."
Ach komm. du weißt es doch selbst. Da steckt kein Argument gegen Roubini drinnen. Nur ein bisschen abkotzen.
Das ist nicht der richtige Weg!
@ dhp05 [#15]
Keine Ahnung was du jetzt genau nicht gut gefunden hast aber ich glaube ich hab meine Argumente warum ich Roubini nicht mag, klar auf den Tisch gelegt. Das hat nichts mit Gold zu tun ich habs nur angesprochen weil er davon geredet hat im Interview. Wenn du ihn gut findest kein Thema.
@ Freak [#11]
roubini hin oder her
die Bofa steht nur bei 17 $ weil der Steuerzahler ins Risiko gegangen ist und nicht der Aktionär. Ohne Steuerzahler wäre Bofa oder citi jetzt bei -17 $.
Die Forderung von Roubini nach einer Zerschlagung und Verstaatlichung der grossen Institute war vielleicht etwas krass, aber im Kern richtig!
Es darf in einem kapitalistischen System eben nicht sein, das Leute die sich verzocken auch noch mit Staatsgeldern belohnt werden.
Warum sollten die Aktionäre der Bofa oder Citi nicht mit null ausgehen? Ist das nicht das Risiko eines Aktieninvestments- der Totalverlust???
Und genau das wäre der richtige Weg gewsen...so paradox es klingt. Die Verstaatlichung des Bankensektors, zum Schutz der Gesamtwirtschaft.
@ Freak [#13]
Wieder redest du von größter Rallie. Mach die Augen auf. Der Markt hat zwei Schritte rückwärts und einen vorwärts gemacht. Und du sagst, so schnell sind wir noch nie nach vorne gekommen. Deshalb habe ich in #10 gefragt ob den Konto auf dem höchsten Stand ist. Wenn du schon keinen Chart lesen kanst, sie auf den Konto.
@limitup (#17),
sehe ich ganz genauso.
Einzige Unschärfe (im Vergleich mit den US-Banken) ist in D die Situation, dass da die Landesbanken eventuell noch mehr verzockt haben als die privaten. Insofern wurden dort nicht nur private Investments verpulverisiert, sondern ohnehin schon ordentlich öffentliche Gelder.
Aber auch da gab es ja bislang keine gravierenden Konsequenzen.
Offensichtlich sind alle happy im Lande.
Manche eben ein wenig "happyier" als andere... :-)
(in Anlehnung an Orwell "Animal Farm")
ciao,
zentrader
@ Freak [#16]
"Wenn du ihn gut findest kein Thema."
Es ging nicht darum.
Mir ging es um deine Reaktion auf einen, der deine Position (bspw. bezüglich gold) nicht bestätigen will.
@Freak
Dauerbären sind eine Sache. Hier geht es um was Anderes.
limitup hat Recht mit seiner Aussage, ohne TARP gäbe es nicht ein einziges großes Wallstreetbankhaus mehr. ich halte nicht unbedingt viel von Verstaatlichung, der Staat ist kein guter Unternehmer, siehe Landesbanken (tantan), dümmer kann man sich nicht anstellen.
Nicht daß es die großen US-Häuser viel besser vorgemacht hätten, das will ich damit nicht sagen.
Es war blinde Gier, weiter nichts. Gier, die mit rationaler betriebswirtschaftlicher Denkweise nichts mehr zu tun hat.
Anderseits gab und gibt es aber auch keine Kontrollmeachnismen, dies dies hätten unterbinden können. Welche Bilanzregeln untersagen es einem denn schon, CDOs einzugehen, SUVs außerhalb der eigenen Bilanz zu unterhalten, und MBSs sehr niedriger Bonität anzunehmen? Keine!
Wenn der Vorstand dann nur die Boni sieht, und dann kommt auch unweigerlich die Frage auf, warum werden NUR an den Gewinn, den Umsatz usw EINES Jahres Boni gekoppelt, dann muß man sich nicht wundern.
limitup hat also völlig recht.
Nichtsdestotrotz, und damit will ich wieder aufs Thema zurückkommen:
Ich selbst mag Dauerbären auch nicht. Nicht alles was Roubini sagt stimmt, die Welt wird ganz sicher nicht absaufen, und Gold ist eine Geschichte für sich. Aber bezüglich US-Banken hat er Recht.
In Europa lief es kaum besser ab. Aber auch dort wurde vieles durch die gleiche dämliche Vorgehensweise dahingeschlachtet.
Außer der Deutschen fällt mir keine Bank ein, die nicht ins Trudeln gekommen ist und aufgefangen, sei es durch Bürgschaft, Garantien, Kredite, oder durch Staatbeteiligungen, werden mußte.
Jahrelange Weltrezession, naja. Die Notenbanken haben weltweit sehr viel unternommen. Kritiker und Nörgler gibt es immer. Ich bin kein Freund von Protektionismus und Verstaatlichung. Aber die Staaten, und mithin die Notenbanken, habe völlig richtig reagiert, in meinen Augen.
Lieber eine signifikant höhere Staatverschuldung in Kauf nehmen, und den Rst retten, als nix zu tun, und dann zu sehen, was auf dem Schlachtfeld zurückbleibt. Und da wäre nix zurückgeblieben.
Zum Thema Steuergeldverschwendung: "Verschwendet" wird da nix. Eher "gebunden". Die Bürgschaften läßt sich der Staat gut bezahlen, die kredite noch viel besser, meistens über 10% Zins. Und wenn sich der Staat per Kapitalerhöhung oder Zwangsverstaatlichung, also gegen Einlage, beteiligt, und die Stücke fürn Appel und nen Ei (gut mehr sind sie DERZEIT oft nicht wert), dann wird in 5 oder 10 jahren dort ebenfalls ein Buchgewinn rausspringen, welchen man dann über den Markt realisieren wird. Von in den nächsten jahren etwaigen Div.zahlungen mal abgesehen.
Es geht also, solange keine Bank eine Bürgschaft effektiv abrufen muß, oder eben ein Gläubiger, noch kein Geld "verloren"
Natürlich sind die Notkredite erstmal "ausgegeben", aber die staatlichen Zinsen repräsentieren eben genau dieses Risiko. Venture Capital des Staates sozusagen.
Diese Seite der "staatlichen Rettung" sollte man nicht außer Acht lassen.
Wenn, aber nur wenn, diese Maßnahmen alle gutgehen, dann machen diese Staaten ein gutes Geschäft dabei, in the long run.
@ scorpion260 [#21]
"Die Bürgschaften läßt sich der Staat gut bezahlen, die Kredite noch viel besser, meistens über 10% Zinsen." Ups, das ist ja ganz neu. Die Banken zahlen im kurzen bereich doch weniger als 0,5% und im langen bereich nicht mehr wie 5%. Aber immer weniger als die Finanzierung über dem Anleihemarkt. Wo sollten den die tollen Gewinne der Banken sonst her sein. Die Welt wird mit billigen Staatsgeldern gradezu geflutet. Nix 10%. Das ist auch der Grund für die fundamentalen Dauerpessimisten. Wachstum auf pump und aus der Notenpresse kann nicht dauerhaft sein. Die Zeit zwischen dem platzen von irgendwelchen Blasen wird immer kleiner. Und jedesmal wird mehr Geld ins System gepumpt. Vieleicht erholt sich die Wirtschaft noch mal und noch mal und noch mal. Das wären dann 3 Jahre + 2 Jahre + 1 Jahr. Manschen mag das genug sein um optimistisch zu sein. Die Frage bleibt, welche Konten in 6 Jahren neue Höchststände gemacht haben. Warscheinlich die der Pessimisten.
Heute habe ich dieses interessante Dokument mit dem Titel "Deflation and Recession in France in the (Seventeen) Twenties" gefunden.
http://www.frbatlanta.org/news/CONFEREN/06workshop/velde.pdf
@ tantan [#22]
Mal ein Beispiel, wie sich der SoFFin diese Sachen bezahlen läßt.
Aktuelles Thema: Commerzbank
http://www.handelsblatt.com/finanzen/adhoc/commerzbank-und-soffin-vereinbaren-kreditprogramm-fuer-den-mittelstand;2113152
Commerzbank und SoFFin vereinbaren Kreditprogramm für den Mittelstand
Commerzbank AG / Kapitalmaßnahme
19.12.2008
Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Commerzbank und SoFFin vereinbaren Kreditprogramm für den Mittelstand
- Commerzbank vergibt zusätzliche Mittelstandskredite über 2,5 Mrd Euro
- Vertrag über 8,2 Mrd Euro stille Einlage des SoFFin finalisiert
- SoFFin-Garantien für Schuldverschreibungen über maximal 15 Mrd Euro
Die Commerzbank und der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin)
haben am 19. Dezember 2008 ein Kreditprogramm zur Stärkung des deutschen
Mittelstands vereinbart. Damit stellt die Commerzbank 2,5 Milliarden Euro
zusätzlich für Mittelstandskredite zur Verfügung. Martin Blessing, Sprecher
des Vorstands der Commerzbank: 'In den ersten elf Monaten des laufenden
Jahres ist unser Kreditvolumen im deutschen Mittelstand zweistellig auf
rund 43 Milliarden Euro gewachsen. Damit sind wir mit Abstand führend.
Jetzt nutzen wir in einem unverändert schwierigen wirtschaftlichen Umfeld
die Erhöhung des Kernkapitals auch dazu, unser Kreditvolumen zusätzlich
auszuweiten. So werden wir als Marktführer auch unserer besonderen
Verantwortung für die Kreditversorgung der deutschen Wirtschaft gerecht.'
Die Kredite werden marktüblich verzinst. Bei der Vergabe werden die
bewährten Risiko- und Bonitätskriterien der Commerzbank angelegt.
Die Commerzbank und der SoFFin haben heute darüber hinaus die im November
2008 getroffenen Vereinbarungen finalisiert. Der SoFFin wird der Bank zum
31. Dezember 2008 eine stille Einlage in Höhe von 8,2 Milliarden Euro zur
Verfügung stellen. Die stille Einlage wird mit einem Kupon von 9% jährlich
verzinst und zu 100% als Kernkapital (Tier 1) angerechnet. Eine Rückzahlung
der stillen Einlage wird zum Nominalwert erfolgen. Die Bank wird 2009 und
2010 für die jeweils vorangegangen Geschäftsjahre keine Dividende
ausschütten. In Jahren mit Dividendenzahlungen steigt der Zinssatz der
stillen Einlage. Der dann zu zahlende Zinsaufschlag ergibt sich aus der
Gesamthöhe der ausgeschütteten Bardividende. Für je rund 4,4 Millionen Euro
Bardividende erhöht sich der Zinssatz so um 0,01 Prozentpunkte.
Wie ebenfalls bereits angekündigt, räumt der SoFFin der Commerzbank-Gruppe
zusätzlich eine Garantie für Schuldverschreibungen über bis zu 15
Milliarden Euro ein. Für die Garantie zahlt die Bank eine
Bereitstellungsgebühr von 0,1% p.a des nicht in Anspruch genommenen
Betrags. Bei Ausgabe von garantierten Schuldverschreibungen mit einer
Laufzeit von bis zu zwölf Monaten werden 0,5% p.a. berechnet. Für
Laufzeiten von über einem Jahr sind rund 0,95% p.a. zu zahlen. Vom SoFFin
garantierte Schuldverschreibungen haben eine Laufzeit von maximal 36
Monaten.
19.12.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
@ tantan [#22]
Ich hab nochmal gelesen. Der Soffin vergibt Kredite gegen Einlage mit einem Kupon von 9% p.a,unbefristet, nominale Rückzahlung.
Garantien/Bürgschaften werden für max 36 Monate ausgestellt, Bereitstellung kostet 0,10% p.a.
bei Inanspruchnahme 0,50 % p.a. bei unter 12 Monaten, 0,94% p.a. über 12 Monaten der Inanspruchnahmedauer.
@ dhp05 [#20]
Nochmal für dich zum mitschreiben. Ich bin kein Gold Fan und besitze nicht mal eine Unze geschweige denn irgendeinen Schein auf Gold. Was ist daran so schwer zu begreifen?
@ tantan [#18]
Sei sicher ich kann Charts lesen. Mach dir da mal keine Sorgen. Soll ich dir jetzt 15 Aktien auflisten die 200% und mehr gemacht haben seit März? Würde wahrscheinlich nicht schwer sein. Und ja mein Depot ist wirklich sehr weit am Top derzeit bzw. war am Hoch vor ca. 1 Woche wenn du es schon andauernd ansprichst. Niemand hat behauptet dass du investiert bleiben mußt während dem Crash. Also bitte schließe nicht von dir auf mich.
@ scorpion260 [#21]
Natürlich wäre ohne TARP nichts mehr gegangen. Wer hat das jemals abgestritten? Der Staat hat das einzig richtige getan. Mir gehts drum dass die ganzen "kleinen Leute" wieder zig Milliionen dollar verloren hätten. Was bitte kann ein kleiner retail Anleger dafür wenn die großen CDO's basteln und verkaufen? Gar nichts. Und nein sowas sollte nicht Teil des Risikos sein. Ganz zu schweigen davon was das für ein Wirtschaftsschock gewesen wäre hätte man diese Banken komplett verstaatlicht. Korrigier mich aber die meisten der großen Banken haben TARP schon längst wieder zurückgezahlt also wo ist das Problem?
Die komplette Verstaatlichung wäre einfach ein Alptraum gewesen für die Märkte aber klar dass alle kümmert einen Roubini ja nicht. Der redet ja lieber schon wieder vom double dip seit 2 Wochen.
@ Freak [#27]
Die TARP Funds konnten nur zurückgezahlt werden weil die USA die AIG gerettet haben.Und zwar mit Steuergeld.
Steuergeld ist AIG geflossen-> AIG konnte die Versicherungsleistungen zahlen und zwar an jene Banken die sich abgesichert haben bei AIG-> Banken konnten Tarp Gelder zurückzahlen(Stichwort CDS)
Goldman hat zb 13 Milliarden US$ staatlich subventionierte Versicherungsleistungen von der AIG bekommen. Damit konnte man dann die 10 Milliarden an Tarp Schulden zurückzahlen.
AIG somit staatlich garantierter Central Counterpart.
Und das ist die Crux der Sache. Die Banken hatten viele Exposures gegen andere Handelhäuser.. Lehman, Merrill usw usw. Also das Adressenrisiko auf viele Adressen verstreut. Was haben die Banken gemacht: Sie haben Ihr diversiviziertes Adressenrisiko abgesichert, in dem sie über CDS Kontrakte dieses diversifizierte Adressen ausfallrisiko gegen ein einziges Adressenausfallrisiko eingetauscht haben, nämlich durch CDS (Credit Default Swaps) mit der AIG und paar kleinere Anbieter wie MBIA oder AMbac. Sehr genial.
Was wir jetzt kriegen ist ein weltweites Moral Hazard Problem. Juchu wir kaufen Bankaktien weil die werden eh gerettet. Das wird nicht gut ausgehen!
Wenn ich normaler Malocher bei Mc Donalds in Usa wäre und nicht mit Aktien zocken würde, dann wäre ich stinksauer. Denn am Ende wird durch die falschen Anreize die den Hasadeuren gegeben wurden das ganze noch viel viel teurer. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen. Aber irgendwann.
Und vielleich tritt dann Franjos Szenario ein: Die Massenhafte Enteigung durch Inflation.
Grüße
@ Freak [#26]
Sicher gibt es genug Aktien die in den letzten 7 Monaten 200% zugelegt haben. Wenn eine Aktie 80% verliert muß sie aber 500% zulegen um den Verlust auszugleichen. Natürlich weist du das sicher. Trotzdem wirst du wohl aus abertausenden auch ein paar Aktien finden die neue Tops gemacht haben. So definiert man aber doch keinen Aufwärtstrend!
In #10 habe ich zwei Zenarien gespiel. A) Du bist Fundi und liegst hinten. Dann wäre deine Kritik verständlich aber nicht korekt. B) Du handelst nach TA und ziehst nur mal eben über die Fundis her.
@ tantan [#29]
"So definiert man aber doch keinen Aufwärtstrend!"
Seit den Tiefkursen im März sind die Märkte stetig gestiegen ohne nennenswerte Rückschläge. Welche Erklärung hast du für diese eindrucksvolle Bewegung und vor allem, wie definierst du einen Aufwärtstrend? :-)
@ Teletrader [#30]
Wir haben jetzt 50% der Kursverluste aufgeholt. Ich würde sagen, wir sind in einer Korrekur.