Orangensaft: Long-Einstieg nach Korrektur lohnenswert ?
Orangensaft: Long-Einstieg nach Korrektur lohnenswert ?
Von Marc Nitzsche
Rohstoff-Trader.de (07.08.09) - Nachdem die Notierungen für tief gefrorenes Orangensaft-Konzentrat zwischen Februar und Mitte Juli unter der gewohnt hohen Volatilität anziehen konnten und zeitweise sogar wieder ein dreistelliges Niveau erreichten, gerieten die Kurse zuletzt unter verstärkten Abgabedruck. Handelt es sich dabei lediglich um eine „gesunde“ Korrektur (wie wir sie bereits im Juni des laufenden Jahres gesehen haben), so dass auf dem aktuellen Niveau Long-Engagements in Betracht gezogen werden können oder droht ein abermaliger Test der Jahres-Tiefststände?
Rückläufige Ernte-Erträge in Florida
Unter fundamentalen Gesichtspunkten kommt den Ernte-Erträgen im US-Bundesstaat Florida entscheidende Bedeutung zu. Immerhin zeichnet der „Sunshine-State“ neben Brasilien für den überwiegenden Teil der zur Saft-Herstellung angebauten Orangen verantwortlich.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.rohstoff-trader.de)
@ Richard Ebert [#1]
Eigentlich interessieren mich Commodities nicht, aber was ist denn nun das Fazit der Analyse in #1 ?
Einerseits heißt es: könnte es damit durchaus lohnenswert sein, sich in den nächsten Wochen bei Orangensaft auf der „langen Seite“ zu positionieren und kurz darauf folgt Bärische Charttechnik ;-)
Grundsätzlich würde mich schon mal interessieren, wer diese charttechnische Analyse für hilfreich ansieht. Das kann man doch nicht ernst nehmen. :-(
Wo siehst Du hier den Bären?
m.E. schöne 1-2-3 Formation. Nach dem Hoch bei 105 eine satte Korrektur und jetzt stop buy bei neuem Durchbruch durch die 110.
Welches Symbol steht bei IAB für O saft?
Wieviele Kontrakte werden an schwachen Tagen gehandelt ?
MfG
hw
@ hardworker [#3]
und jetzt stop buy bei neuem Durchbruch durch die 110.
Tipp: Erst erkundigen ob Ihr Broker einen stop buy Auftrag für FCOJ akzeptiert.
Sturmwarnung verteuert Orangensaft
Von Florian Schaffner
Cash.ch / Bloomberg (13.08.09) - Der Preis für Orangensaft ist auf den höchsten Stand seit elf Monaten geklettert. Grund dafür ist ein drohender Tropensturm.
Das kalte Wetter im Januar und die nachfolgende Trockenheit in Florida sorgt bereits für Sorgenfalten auf der Stirn der Anleger; sie spekulieren, dass die schlechten Wetterbedingungen die Orangenernte in Florida beschädigt haben.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.cash.ch/news/topnews/sturmwarnung_verteuert_orangensaft-824581-771)
Orangensaft geht durch die Decke - was ist denn da los?
Von Jochen Stanzl
Rohstoff-Report (14.08.09) - Zugegeben, Orangensaft steht nicht auf der Beobachtungsliste von - ich schätze einmal - 98% der Leser. Trotzdem ist der Rohstoff immer wieder interessant, wenn es in Florida, dem Hauptzitrusgebiet der USA neben Kalifornien, zu Problemen mit Hurrikans, Schädlingen oder Baumkrankheiten kommt. In diesem Jahr scheinen zwei Dinge zusammenzukommen, und die Preise bewegen sich kräftig nach oben, wie Sie selbst sehen können:
Lesen Sie in folgender Analyse, warum die Preise steigen. Diese Analyse hat mein Kollege Martin Pachtner für den letzten Rohstoff-Report erstellt.
Der Handel mit Kontrakten auf Orangensaft (Frozen Concentrated Orange Juice) gilt tendenziell als exotische Spielart des Rohstoffhandels. Dabei ist er tatsächlich weniger abwegig, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Der Markt zeichnet sich durch eine relativ stabile Nachfrage und konzentriertes Angebot aus. Dadurch können sich Händler bei hoher Transparenz auf die Entwicklung der Fundamentaldaten konzentrieren. Dennoch machen die meisten Großinvestoren einen Bogen um den Nischenmarkt, das Volumen der gehandelten Futures ist seit 2006 Jahr für Jahr rückläufig.
Gegenwärtig zeigen sich aber wieder Anzeichen für ein Wiedererwachen des Interesses der Investoren nun wieder. Der traditionell den Höhepunkt der US-Ernte abbildende Juni-Kontrakt (ICE) hat das höchste Volumen seit beinahe zwei Jahren erreicht. Einer der Gründe dafür ist die Ausbreitung eines Baumschädlings in Florida, der die zukünftigen Erträge gefährdet. Durch eine als "greening" bezeichneten Krankheit sterben befallene Bäume innerhalb von zwei Jahren ab. Innerhalb von drei bis fünf Jahren könnte das aus der Region stammende Angebot deshalb um 12 Prozent auf 140 Millionen Boxen von je 90 Pfund sinken, warnte unlängst der Vizepräsident der größten amerikanischen Produzentenvereinigung "Florida Citrus Mutual Group". Schon die aktuelle Ernte werde einen Rückgang von 170,2 Millionen Boxen auf 159,6 Millionen Boxen bringen.
Selbst wenn die Ausbreitung des Schädlings wieder Erwarten gestoppt werden könnte, sind die Zahlen zumindest aus amerikanischer Sicht alarmierend. Noch vor 10 Jahren wurden 100 Millionen Boxen mehr pro Jahr produziert. Die Ernteerträge drohen auf den tiefsten Stand seit annähernd zwanzig Jahren zurückzufallen. Mittlerweile stammt der größte Teil des Angebots mit mehr als 360 Millionen Boxen aus Brasilien. Der relative Marktanteil des amerikanischen Angebots nähert sich historischen Tiefstständen. Damit sinkt zwar auch seine Bedeutung für den Gesamtmarkt weiter, aber auf die kurze Frist können Ausschläge weiterhin für Dynamik sorgen. Da der Markt relativ eng ist, reagieren die Notierungen sensibel auf spekulative Mittelzuflüsse.
Der nächste Impuls könnte bereits im September anstehen, wenn die Daten der Baumzählung in Florida veröffentlicht werden. Händler erhoffen sich davon Informationen über die Geschwindigkeit der Ausbreitung des Schädlings und die deshalb zwangsgerodeten Flächen. Schätzungen für die Ernte des kommenden Jahres werden dann um die Ergebnisse des Baumzensus angepasst. Dabei halten einige Marktbeobachter Überraschungen für möglich: Sie verweisen auf den Bezirk Martin County im Südosten Floridas, dessen Baumbestand fast vollständig ausgelöscht wurde. Auch wenn von einer Auslöschung der amerikanischen Orangenplantagen nicht die Rede sein kann, ist im Fall schlechter als erwartetet ausfallender Daten bis zu einem gewissen Grad mit "event buying" von Investoren zu rechnen.
Ein potentieller daraus resultierender Anstieg der Notierungen ändert jedoch nur wenig an den langfristig stabilen Marktbedingungen. Die Nachfrage der amerikanischen Konsumenten ist seit Jahren rückläufig. Der Markt bleibt weiter überversorgt, ein Angebotsdefizit ist nicht in Sicht. Sollte sich Brasilien mit einer Ende vergangenen Jahres eingereichten Klage gegen amerikanische Strafzölle bei der Welthandelsorganisation (WTO) durchsetzen, wäre mit weiter sinkenden Preisen zu rechnen. Die Vereinigten Staaten werfen dem südamerikanischen Agrarriesen vor, seine Orangen unter Herstellungskosten zu verkaufen. Branchenkenner sprechen von einer politisch motivierten Maßnahme, eine Aufhebung der Zölle sei deshalb nur eine Frage der Zeit.
Dennoch erlaubt es der Terminmarkt immer wieder, Vorteile aus kurzfristigen Marktbewegungen zu ziehen. Diese treten wegen des niedrigen Marktvolumens zuverlässig und verhältnismässig vorhersehbar durch Positionierungen spekulativer Marktteilnehmer auf. Meteorologische Ereignisse wie Fröste und Stürme, oder eben auch die Ausbreitung von Schädlingen stellen eine gute Grundlage für schnelle Engagements dar. Dabei erscheint es für Privatanleger empfehlenswert, in erster Linie zyklische Handelsansätze zu verfolgen. Antizyklische Ansätze sollten den wirklichen Experten überlassen bleiben, beispielsweise Produzenten die tatsächlich ihre Ernten absetzen wollen.
(Quelle: http://www.rohstoff-report.de)
@ hardworker [#3]
Nochmals die Bitte: IAB-Symbol und Tagesumsätze bei Orangensaft?
MfG
hw
@ hardworker [#7]
So wie ich das sehe, kannst du einfach in eine Zeile der TWS "Orange Juice" eingeben. Das müsste dich zum richtigen Kontrakt leiten. Alternativ kannste auch direkt "OJ" eingeben ;-)
Umsatz im November Kontrakt einige Tausend, OI ca. 20000
Gruss!
Danke, beide Wege funktionieren.
Allerdings gibt es weder Kurse noch charts (OJU9 und OJX9) für den sep undoct-Future.
MfG
hw
@ hardworker [#9]
"Allerdings gibt es weder Kurse noch charts (OJU9 und OJX9) für den sep undoct-Future."
Wie wollen Sie dann Ihr Engagement kontrollieren ?
(Die Monatscodes müssen Sie kennen X=November !!!)
Gerade bei einem nicht sehr liquiden Markt wie Orangensaft wäre ich vorsichtig mit meiner Einstiegsstrategie, bzw. Risikomanagement.
Eine Preisbewegung von nur einem Punkt entspricht 150 $. Ist Ihr Konto für 1-2-3-Strategien gewappnet ?
Herr Ebert hat Ihnen ja den Langfristchart reingestellt.
Da sehen Sie, dass Orangensaft historisch betrachtet nicht besonders billig ist.
Siehe hierzu auch Histogramm.
Vielleicht hilft Ihnen der Newsletter vom 18.8. unter:
http://www.mike-kock.de/
ein bisschen bei Ihrer Entscheidung.
@ peterg [#10]
Die Warnung ist berechtigt. Habe gerade Urlaub und schaue deshalb auch außerhalb meiner angestammten Gebiete nach Chancen.
Nachdem RE die täglich umgesetzte Kontraktmenge auf einige Tausend geschätzt hat, kommt OJ nicht für meine Strategie in Frage. Ich halte mich an die "mimdestens 5000 täglich" Regel. Und da kann es zu manchen Tageszeiten schon sehr dünn mit Umsätzen ausschauen.
Ich kann nicht verstehen, wie Fonds oder größere Kapitalsammelstellen auf solchen Märkten agieren können. Wer 100 Kontrakte hält , der kann nie mehr schnell aussteigen. Und wehe wenn der Markt gerade gegen ihn läuft!
Trotzdem wundere ich mich, daß bei OJ weder für Sep noch für Oct ein Kurs zu erhalten ist.
MfG
hw
@ hardworker [#11]
Bitte genau lesen !
"(Die Monatscodes müssen Sie kennen X=November !!!)"
Es gibt keinen Oktober-Kontrakt bei Orangensaft (NYBOT/ICE)!
https://www.theice.com/productguide/ProductDetails.shtml?specId=30
@ peterg [#12]
o.k. Es handelt sich um Sep und Nov. Die Symbole (vgl. Beitrag 9)müßten doch einen Kurs aufrufen? Tun sie aber nicht.
MfG
hw
@ hardworker [#13]
Klingt zwar banal, aber haben sie sich schon für die Börse freischalten lassen?
Bei TMW lernt man jeden Tag dazu.
Habe auf Deinen obigen Beitrag hin einen Probe-Auftrag eingegeben. Der wurde akzeptiert. Also liegt es an der von Dir vermuteten Freischaltung.
Ich müßte wohl ein kostenpflichtiges Kurs-Abo zeichnen, oder geht es auch anders?
Auf jeden Fall vielen Dank und bitte nicht so förmlich, auch wenn ich wahrscheinlich der älteste unter den TMW-Jüngern bin.
MfG
hw
@ hardworker [#15]
Ich weis das selbst so genau, da es mir auch schon passiert ist.
Man muss sich das Kursabo freischalten lassen, bzw. man kann es selbst eingeben. Freigeschalten wird dann immer am nächsten Tag.
Das Abo kann man ja nach einem Monat wieder auflösen. Meist sind das nur 15 Dollar, mehr nicht.
Wenn gehandelt wird, werden auch diese 15 Dollar mit Comm. verrechnet, also ohne Kosten.
@ hardworker [#13]
Nov ist der im Moment aktive Monat. Hier siehtst Du Volume und OI für den Nov, und für alle Monate. Daten von CSI.
@ hardworker [#15]
Sorry, aber ich vegas noch zu erwähnen.
Wenn sie sich bei IB für eine Börse freischalten wird immer der
laufende Monat berechnet.
Also, wenn sie am 28.8. sich freischalten zahlen sie
für den ganzen August und nicht nur die wenigen Resttage.
In solchen fällen ist es dann Ratsam sich am 1.9 freischalten zu lassen.
Das sind Dinge die man wissen kann aber nicht muss. Wer an der Termoinbörse operiert, dem sollten die paar Dollars auch nicht interessieren.
Florida: Baumschädling bedroht Orangenernte
Von Dr. Bernd Heim
Rohstoff-Giganten.de (25.08.09) - Es gibt für den Handel mit Orangensaft einen Futurekontrakt, aber der führt ein klassisches Nischendasein. Selbst eingefleischte Rohstofffans handeln ihn eher selten. Das gehandelte Volumen ist entsprechend gering und ging zudem seit 2006 beständig zurück. Aus diesen Gründen ist und bleibt der Markt für Orangensaft ein kleiner und auch sehr überschaubarer Markt. Begünstigend kommt hinzu, dass es ein relativ transparenter Markt ist, an dem sich die wesentlichen Parameter kaum ändern. Die Nachfrageseite ist relativ stabil und das Angebot konzentriert sich auf wenige Anbieter.
Besonders intensiv gehandelt wird der Juni Kontrakt. Zu dieser Zeit steht in den USA die Orangenernte im wichtigsten Anbaugebiet Florida auf dem Programm. In diesem Jahr erfuhr der Junikontrakt von den Anlegern eine besonders hohe Aufmerksamkeit, denn unter den Anlegern geht Sorge um die zukünftige Orangenproduktion um. Schuld ist eine als „greening“ bezeichnete Baumkrankheit. Sie lässt befallene Bäume bereits nach zwei Jahren absterben.
Experten rechnen damit, dass die Baumkrankheit den Bestand so weit dezimieren kann, dass in den kommenden drei bis fünf Jahren die Orangenproduktion in Florida um 12% auf nur noch 140 Mio. Boxen absinken könnte. Eine Box enthält 90 Pfund Orangen. Schon bei der aktuellen Ernte ist mit deutlichen Einbußen zu rechnen. Statt 170,2 Mio. Boxen wie im Vorjahr zu ernten wird aktuell in Florida nur mit einer Ernte von 159,6 Mio. Boxen gerechnet.
Wie dramatisch der Einbruch ist, zeigt sich, wenn man die aktuellen Zahlen mit jenen aus den 90er Jahren vergleicht als im Schnitt 100 Mio. Boxen pro Jahr mehr geerntet wurden. Für Floridas Orangenzüchter hat sich die Situation also dramatisch verschlechtert und selbst wenn der aktuelle Schädlingsbefall wider Erwarten schnell gestoppt werden könnte ist damit ein anderes Problem noch längst nicht aus der Welt: Es drängen immer mehr brasilianische Orangen auf den US Markt.
Kippt die WTO die amerikanischen Schutzzölle?
Der wird momentan noch mit hohen Schutzzöllen vor ausländischer Konkurrenz geschützt, doch die brasilianische Regierung hat im letzten Jahr bei der Welthandelsorganisation WTO bereits eine Klage gegen die US Schutzzölle eingereicht, um ihren Züchtern den Zugang zum US Markt zu erleichtern. Fallen zukünftig die Schutzzölle, ist mit deutlichen Preiseinbrüchen zu rechnen, denn die Nachfrage nach Orangen in den USA ist eher rückläufig.
Beflügeln könnte den Preis allein eine negative Überraschung bei der aktuellen Baumzählung, deren Ergebnisse für September erwartet werden. Breitet sich der Schädling schneller aus als gehofft, müssten größere Flächen zwangsgerodet werden, was das Orangenangebot kurzfristig reduzieren würde. Im Bezirk Martin County im Südosten Floridas hat der Schädlingsbefall bereits nahezu den gesamten Baumbestand ausgelöscht. Zwar kann von einem Ende der amerikanischen Orangenplantagen keineswegs die Rede sein, doch Investoren könnten mit Blick auf das zukünftig geringere Angebot im September verstärkt auf steigende Preise setzen, wenn die Zahl der befallenen Bäume als besonders hoch erscheint.
Damit ergeben sich möglicherweise kurzfristig Chancen auf der Longseite. Dauerhaft auf steigende Orangenpreise zu setzen erscheint jedoch nicht als angebracht, weil die Schwäche der Nachfrageseite langfristig keine Preisdynamik entfachen wird und nach einem möglichen Markteintritt der brasilianischen Orangenzüchter ein weiterer Preisverfall zu befürchten ist.
(Quelle: http://www.rohstoff-giganten.de/nachwachsende-rohstoffe/florida-baumschaedling-bedroht-orangenernte)
Besonders intensiv gehandelt wird der Juni Kontrakt.
Den Juni Kontrakt gibt es nicht, daher wird er auch nicht besonders intensiv gehandelt.
@ Richard Ebert [#19]
Zitat: "... wenn die Zahl der befallenen Bäume als besonders hoch erscheint."
Gibt es schon eine Schätzung zur Zahl der befallenen Bäume? Wenn keiner einen Plan hat, kann die Zahl der befallenen Bäume auch nicht überraschen.
Offenbar hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen, und sich zu einem regelrechten Grubenhund ausgewachsen.
Tatsächlich gibt es keinen Juni-Kontrakt,wie es schon die Startseite der ICE zeigt.
Deshalb muss der Satz korrigiert werden:
Falsch war:
Der traditionell den Höhepunkt der US-Ernte abbildende Juni-Kontrakt (ICE) hat das höchste Volumen seit beinahe zwei Jahren erreicht.
Richtig ist:
Der traditionell den Höhepunkt der US-Ernte abbildende Juni-Handel (ICE) hat das höchste Volumen seit beinahe zwei Jahren erreicht.
Tippfehler können selbst bei sorgfältigster Recherche auftreten, mein nachdrückliches Bedauern.
Grüße,
Martin Pachtner
Schlechte Ernte - Börsen-Run auf Orangensaft
Financial Times Deutschland, FTD (10.10.09) - Eddie Murphy und Dan Aykroyd machten im 80er-Jahre-Film "Die Glücksritter" vor, wie man Millionen mit Wetten auf Orangensaft verdient. 26 Jahre später geht es wieder ab: Der Preis schießt wegen der Florida-Ernte durch die Decke.
Der Preis für Orangensaft ist so stark gestiegen wie seit drei Jahren nicht mehr. Nachdem das Ministerium für Landwirtschaft USDA eine geringere Ernte in Florida vorhergesagt hatte, schossen die Notierungen am Freitag an der Terminbörse nach oben.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/rohstoffe/:schlechte-ernte-boersen-run-auf-orangensaft/50021590.html)
Börsen-Run auf Orangensaft macht Florida glücklich
Von Tobias Bayer
Financial Times Deutschland, FTD (12.10.09) - Agrarrohstoffe sind wieder en vogue. Bis auf Orangensaft. Eine schlechte Ernte in Florida ändert das plötzlich: Der Preis steigt so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Die Zitrusfrüchte-Industrie freut sich - und hofft auf mehr.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/rohstoffe/:agrarrohstoffe-boersen-run-auf-orangensaft-macht-florida-gluecklich/50022170.html?page=2)
Aktien? Währungen? Gold? Mit Orangensaft lässt es sich reich werden
Basler Zeitung / bru (12.10.09) - Eine schlechte Ernte in Florida macht Orangensaft begehrt: Der Preis steigt so stark wie seit Jahren nicht mehr. Die Orangenbauern freut es – und die Investoren ebenso.
Der Erntebericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) sorgte am Freitag für Furore: Der Preis eines Futures für gefrorenes Orangensaftkonzentrat stieg auf 1,086 Dollar pro Pfund. Das ist der stärkste Anstieg seit drei Jahren, wie die «Financial Times» schreibt. Grund dafür ist das Wetter in Florida, das 2009 bisher durch Kälte, Frost und wenig Regen gekennzeichnet war. Daher wird die Saison nur 136 Millionen Kisten einbringen (Eine Kiste wiegt 90 Pfund). Letztes Jahr waren es 162,4 Millionen gewesen – 16 Prozent mehr.
Die Orangenbauern sind über die höheren Preise glücklich. «Die gute Nachricht ist, dass der Konsument nun ein toll schmeckendes Produkt zu fairen Preisen erhält», sagt Michael Sparks, Vize-Präsident der Anbaugenossenschaft Florida Citrus Mutual. Gemäss der Organisation trägt die Zitrusfrüchte-Industrie 9 Milliarden Dollar zur US-Wirtschaftsleistung bei und beschäftigt 76’000 Menschen.
«Orangensaft drängt sich auf»
Auch bei den Spekulanten herrscht Optimismus. «Der USDA-Bericht hat die Marktdynamik vollkommen verändert», sagte Jack Scoville, Analyst und Vize-Präsident beim Brokerhaus Price Futures Group in der «Financial Times Deutschland». Investoren würden jetzt darauf achten, ob Orangensaft das Hoch vom 12. August bei 1,1475 Dollar durchbricht. «Wenn man etwas sucht, um auf steigende Preise zu wetten, drängt sich Orangensaft gerade zu auf.»
Die Deutsche Bank sieht das ähnlich. Die Wetterlage habe insgesamt für schlechte Ernten gesorgt. «Während das Wetter auf den Energiehandel dieses Jahr bisher keinen grossen Einfluss hatte, sieht es bei Agrarrohstoffen anders aus. Die Produktion von Zucker, Kakao, Orangensaft und Reis hat durch das Wetter gelitten», schrieben die Rohstoffexperten des Geldhauses in einem Bericht. Der Zuckerpreis befindet sich beispielsweise auf dem höchsten Stand seit Anfang der Achtzigerjahre. (bru)
(Quelle: http://bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/Orangensaft-kaufen-und-reich-werden/story/29019953)