Performence
Ich bin mit persönlichen Daten eher vorsichtig. Und ein Angebertyp bin ich auch nicht. Wenn ich meine Performence hier einstelle, hat das viel mit der, überwiegenden Meinung zu tun, das die Börse ein Nullsummenspiel ist. Das halte ich, vom Standpunkt ,für vollkommen falsch. Händler, (gute Händler) haben es immer geschaft eine Überperformence zu erreichen. Das war zu Zeiten der Rahrsegler so und ist es auch heute, unter Drahgi, so. Das es kein Kinderspiel ist, sollte jedem klar sein.
Vor 87 Monaten habe ich meinen Handel vollkommen umgestellt. Weg von dem Nullsummenspiel, das andere als den einzigen weg beschreiben. Anfangs war es das, was man als "fixed income arbitrage" bezeichnet. Mit abnehmendem Realzins haben sich die Strategien angepasst. Drahgi zwang mich dann in den, "globle macro". So etwickelt man sich mit der Veränderung des Marktes. Die durschnittliche Performence, der letzten 87 Monate, waren 1,89%/Mo. Netto. Das heist nach Steuern, Unkosten und Privatentnahme. Das die Kurve nicht grade nach oben zeigt ist klar. Zuviele Veränderungen und schwarze Schwäne kreuzten meinen Weg.
Vielen Dank für Deine Offenheit - das sieht doch gut aus !
Besonders gefällt mir der Zeitraum bis März 2009 mit ca. 80% Plus. Denn das heißt, das alles resultiert nicht alleine aus gehebelt long Aktien.
Auch der Mini-Crash 2011 war ohne negative Auswirkungen.
Du darfst natürlich davon ausgehen, dass jetzt ein Drawdown beginnt. Wie immer, wenn man sich an besten fühlt, kommt die kalte Dusche.
tantan
Börse und Wirtschaft sind immer ein Nullsummenspiel, was ja nichts anderes heisst das die Profite des einen immer die Verluste des anderen sind.
Am einfachsten stellt sich das im Future dar. Das OI ist am Settlement immer Null, was heisst alle Positionen werden gegeneinander aufgerechnet.
Das man dabei selbst mehr positve Geschäfte macht als die Kontrahenten spricht halt für den Investor, hat aber nichts damit zu tun das Börse ein Nullsummenspiel ist.
Es ist ja auch so mit den Sparguthaben. Die höhe der Guthaben muss immer gleich die Höhe der Verbindlichkeiten sein, anders geht es nicht.
Ansonsten ist doch normal das man eine positive Performance an den Tag legen muss, oder wer kann es sich leisten nur draufzuzahlen. Das sieht man ja auch am besten in TMW.
Tantan ist schon lage dabei, also muss er was vom Geschäft verstehen, so interpretiere ich das.
Gratuliere zu der schönen Performance!
Meine Linie für diesen Zeitraum sieht sehr ähnlich aus. Auch ich habe in dieser Zeit zwei größere Einbrüche gehabt, und zwar im Frühling 11 und Frühling 12. (Kann den Chart aber nicht reinstellen, da die Beträge dabei stehen, und ich es nicht geschafft habe, sie zu entfernen.)
Allerdings habe ich meine Wertentwicklung großteils schon durch recht wilde Zockerei geschafft, während Du wahrscheinlich halbwegs seriös gearbeitet hast :-).
Hier meine Performancekurve. Beides sind Log-Charts.
Wie man sieht, tue ich mich mit den QE-Märkten sehr schwer. Seit einigen Monaten versuche ich mich im Daytrading, was noch nie mein Ding war. Aber ich arbeite dran und es gibt durchaus Aussichten auf Erfolg. Mal schauen.
Nullsummenspiel - an den Futures- und Optionsmärkten ja, Aktien- und Bondmärkte nein. Wenn sich am Freitag-Abend zwei einigen Daimler zu 1.000 Euro zu handeln, sind alle Daimler-Aktionäre auf einen Schlag reicher, niemand ist ärmer geworden.
Edit: Performance vor Steuern und Privatentnahme.
Und - Man muss einfach davon ausgehen, dass alle die hier regelmäßig posten auch erfolgreich an den Märkten unterwegs sind. Ansonsten tut sich das doch keiner an.
Zorrie@
Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal eine größere Position in Aktien gehabt. Aktie sind eigendlich nicht mein Ding.
Deine Performence sieht gewaltig aus. Aber Edit oder Cash-flow ist aneinandergereiht immer riesig.
Ladowa@
Unser Handel ist sehr ähnlich. Das du viel agressiver ran gehst habe ich schon gemerkt. Schön das du noch nicht unter die Räder gekommen bist. Ich stelle eine Monatsperformence ein und ich könnte wetten, das es öfters Paralelen gibt. Den ein oder anderen schwarzen Schwan erkennst du sicher auch wieder.
Zur Monatsperformence noch einige Definationen. Erfasst wurde der Cashflow der Hauptgeschäfte. Schwankungen der Devisen im Konto sind nicht enthalten. Er spiegelt das Brutto-Börsen-Ergebnissergebniss ohne Zinseinkünfte wieder.
Antwort auf Zorrie@ von tantan
@ tantan
Bin zum Glück nicht unter die Räder gekommen und mittlerweile ist es eher unwahrscheinlich geworden, weil ich seit ein paar Wochen nur mehr mit ca. 7 % des Geldes mit Futures handle.
Den Juli 12 haben wir als größeres Verlustmonat gemeinsam. Ansonsten waren meine starken Verlustmonate April, Mai, Juni 11 (Weizen) und März, April 12 (Sojabohnen).
Ich handle ja schon lange keine Outright-Positionen mehr, weil ich mich nicht als Wahrsager sehe, sondern nur statistische Spreads. Aber außer meinen Weizen-Spreads fällt mir nichts ein bzw. habe ich nichts Tolles entdeckt. (Mag keine Spreads deren Wertentwicklung sich ausschließlich daran orientiert, ob der Kurs des Underlyings steigt oder fällt.)
Schade, dass wir so weit voneinander wohnen (Österr.), sonst könnten wir mal auf ein Bier gehen ;-).
Juni/Juli 2012 bin ich mit Soyabohnen-Spreads vor die Wand gefahren. War sehr grausam. Das war der schlimmste Drawdown überhaupt.
Mit den Outrights ist es bei mir sehr ähnlich. Aber ausschließen werde ich sie nicht. Ich handele die aber mit Optionen bzw Binäroptionen.
Ich hätte schon lange versucht mit dir in Kontakt zu treten. Aber es hieß ja immer, noch ein Jahr und du hörst auf.
Ja; ich glaube, wir haben beide keinen Appetit auf Soyabohnen mehr :-).
War mir lange nicht sicher, ob ich aufhören soll oder nicht und hab diese Frage nun über die Höhe des Risikokapitals gelöst. War ich bisher zu 100 % in Futures investiert, sind es ab jetzt nur mehr 5 - 7 %. Somit ist mir nicht mehr so mulmig und es besteht kein Risiko des Totalverlustes mehr.
Wenn Du irgendeine Möglichkeit siehst, mit mir in Kontakt zu treten, kannst Du das sehr gerne tun. Aber hier kann man ja leider keine privaten Nachrichten schicken.
Schönen Abend.
Mit einer Performancekurve kann ich nicht dienen. Ich habe nie eine erstellt. Allerdings kann ich aufgrund der jährlichen Steuererklärung und der bestehenden Verlustvorträge in etwa sagen, wie hoch die Performance in etwa ist.
Ich schätze ca. -70% auf die Depoteinzahlungen der letzten ca. 22 Jahre. Anfangs ca. -50-70% pro Jahr, nachher weniger und auch mal ein kleines Plus. Das letzte Jahr war jedoch wieder negativ.
Wenn ich etwas sagen kann, dann dass ich in den letzten 22 Jahren nichts von Bedeutung gelernt habe. Die Dinge, die ich gelernt habe, wende ich nicht an.
@zorrie
"Besonders gefällt mir der Zeitraum bis März 2009 mit ca. 80% Plus. Denn das heißt, das alles resultiert nicht alleine aus gehebelt long Aktien."
Und was wäre daran falsch, wenn es denn zum Erfolg führt?!
Warum immer diese Kritik an Aktien? Nur, weil es das goldrichtige Mittel der letzten zehn Jahre war?
Ich dachte immer, der Sinn ist, möglichst hohe Profite zu erzielen, mit dem passenden Instrument.
Scheinbar geht es nur darum, eigene Instrumente hochzuloben, aber andere Instrumente, die zum Erfolg führten, und von anderen verwendet wurden, selbst aber nicht, zu diffamieren.
@tantan
"Das heist nach Steuern, Unkosten und Privatentnahme."
Sinnvoller wäre es, die Performance vor Steuern, und Privatentnahme?! (was haben diese mit der eigenen Performance zu tun?) darzustellen.
Der individuelle Steuersatz verzerrt doch die Kurve.
Welchen Sinn Privatentnahme bei der Performancemessung machen soll, verstehe ich in keinster Weise.
Es ist doch irrelevant, was ich entnehme. Wichtig ist doch nur, der gross profit, vor Steuern u.dgl..
Nur so läßt sich Performance messen.
@ladowa
Du bist ein genauso irrer Zocker wie ich.
In meinem Fall hat es funktioniert. In Deinem Fall scheinbar ebenso.
Man muß aber wissen, wann man aufhört.
Bei mir ist dies fast jetzt der Fall. Ich verkaufe Randpositionen, und genieße die gestiegenen Kurse, und die Dividenden.
Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören.
Die meisten Menschen, die Erfolg haben, verpassen den Ausstieg, das habe ich immer wieder sehen dürfen.
Antwort auf @zorrie von scorpion260
@ scorpion
Stimmt; viele verpassen den Ausstieg, weil sie nicht genug kriegen können. Ich bin mittlerweile ziemlich zufrieden und habe deshalb zu ca. 95 % aufgehört, nur der Rest wird noch für Spekulationen verwendet.
(Wenn jemand immer brav mit striktem Risiko-Management arbeitet, pro Trade wenig riskiert und ein glückliches Händchen hat, wäre es natürlich schade, aufzuhören. Aber dazu zähle ich nicht.)
@ladowa
@tantan
Versuche des Treffens gab es hier schon viele.
Leider ist nie etwas daraus geworden.
Warum wohl?*g.
Wie dem auch sei.
Ich habe noch tantans eMail-Adresse (sofern noch aktuell), Deine (ladowa) jedoch nicht.
Meine offizielle Mailadresse werde ich hier nicht reinstellen, aber eine der Freemailadressen, die hier früher auch mal hinterlegt war, schon:
scorpion_king260(at)hotmail.com
Wenn Du mir also eine eMail schickst, dann kann ich Dir tantan's Mailadresse schicken (sofern von ihm gewünscht).
tonxy@
Bei mir hat es auch über 20 Jahre gedauert bis ich es begriffen hatte. Genau wegen dir habe ich meine Performence hier eingestellt. Hier schreibt jeder was er will. Man findet hier wichtige und unwichtige, richtige und falsche Sachen. Das erschwert den Lerneffkt erheblich. Ich analysiere nicht nur die Märkte. Wichtiger ist es seine Fehler, aber auch seine Erfolge zu analysieren. Dafür sind Performencestatistiken unabdingbar.Jahrlang bin ich den falschen Gurus gefolgt. Die Wende kam erst, als ich mehrere Strategieperformence miteinander verglichen habe. Es waren 16000 Euro Verlust in der Hauptstrategie und 16000 Euro Gewinn in einer unbedeutenden Nebenstrategie. Von der Nebenstrategie hatte ich noch nie was gehört. Über die Hauptstrategie gibt es tausende Bücher. Beim Betrachten meines ausgeglichenem Konto war mir die Sache nie aufgefallen. Ich habe ab da aufgehört zu Spielen und arbeite nun.
scorpion260@
Eine tolle Frage! Als ich aufgehört habe an der Börse zu spielen und angefangen habe zu arbeiten, wurde es auch nötig ordentlich zu billanzieren. Das heißt Kosten und Lohnanteil sind vom Kapitalanteil sind zu trennen. Als Aktionär solltest du das kennen. Vom Erlös werden sämtliche Kosten inclusive Lohnkosten und Seuern abgezogen um das KGV zu berechnen. Die Faktoren für 2015 sind: Alle direkten Kosten (ohne Mietanteil fürs Büro), 0,25% vom Eigenkapital (NetLiquidValue) als Monatsentgeld und 34,5% des Gewinns als Steuer.- und Bonusrücklage. Die Rücklage geht am Jahresende auf das Girokonto. Nach Abzug der Steuer ist der Rest Bonus. Der Buchwert eines Anteil kann jederzeit Netto ermittelt werden. Dieser Chart ist hier eingestellt. Die reinen Börsengewinne sind in der Monatsperformence dargestellt. Devisenkursveränderungen in der Liquidität sind nicht berücksichtigt.
Meine Mailadresse ist noch aktuell. Du kannst sie ladowa, gerne mitteilen.
@ scorpion
Vielen Dank, ich schreibe Dir in ein paar Minuten eine E-Mail.
Ich stelle noch etwas sehr persönliches hier ein. Meine Leitlinien.
Viele beschäftigen sich mit Pokern und Trading. Ich ticke da etwas anders. Nr. 1. bis 9. sind eins zu eins aus Musashi`s -Buch der fünf Ringe- übernommen. Als weitere Buchempfehlungen nenne ich Sunzi -Die Kunst des Krieges und Machiavelli`s -Der Fürst-. Das letztere ist nicht als Leitfaden für eigenes Verhalten gedacht. Es erklärt aber oft das Verhalten anderer.
Naivität ist das größte Problem beim traden.
@tantan
Ich weiß, dass du es nur gut mit mir meinst, aber ich habe meine Entscheidung bereits vor ca. 3-4 Tagen getroffen.
Das Spiel ist beendet für mich. Diese Entscheidung resultiert nur zum Teil aus schlechten Tradingergebnissen, es ist vielmehr das unbewusste "Wissen", dass es das beste ist, weil das beste ohnehin vorbei ist. Dafür brauche ich keine rationale Abwägung von pro und contra.
In diesem Sinne wünsche ich euch ein weiterhin schönes Leben und gute Tradingergebnisse und verabschiede mich aus diesem Forum.
tomxy
Antwort auf @tantan von tomxy
@tomxy
Ich bin auch nicht immer mit allen Konten im Plus am Jahresende.
Rückschläge gibt es immer.
Die Kunst besteht darin, eigene Fehler einzusehen. Daran scheitern die meisten Menschen.
Glaub mir, das geht vielen oft nicht anders.
Meine Schwäche zB besteht darin, zu lange an Verlustpositionen festzuhalten.
Bei Aktien mag das noch gehen, außer bei Matterhorncharts, wenn man das nötige Kapital und Zeit hat, bei gehebelten Instrumenten jeglicher kann das aber sehr schnell teuer werden, wenn man nicht mehr die Möglichkeit hat, zu hedgen.
Wichtig ist die eigene Fehleranalyse.
Vielleicht solltest Du daran arbeiten.
In 2004 war ich eine Weile mal Heavytrader in Dax-Aktien, 50-70 Trades pro Tag.
Das Ergebnis, immenser Zeitaufwand, zu kleine Targets, und durch die wahnsinnig hohe Zahl an Trades/Tag (infolge der immensen summierten brokerage fees) trotzdem ein Verlust von rund 12% in diesem Konto in 2004.
Dabei waren über 50% der Trades Winner.
Folge also: größere Targets, weniger Trades/Tag.
Manchmal ist weniger mehr...
"es ist vielmehr das unbewusste "Wissen", dass es das beste ist, weil das beste ohnehin vorbei ist. "
Diesen Satz habe ich nicht verstanden. Was genau ist denn "das beste"?!
Edit:
tomxy, um Dir mal noch ein plastischeres Beispiel in die Hand zu geben.
In den letzten Jahren hatte ich massive Stimmungsschwankungen aufgrund privater Dinge.
Das habe ich aber erst sehr, sehr spät erkannt, daß es an mir selbst liegt.
Ich habe mal grob das Resultat der Summe der darauf basierenden Fehlentscheidungen über alle Konten und Depots addiert.
Allein der entgangene Gewinn aus der K+S, mein faux-pas im FDax im letzten Sommer, schlagen mit über 70.000 zu Buche, dazu noch andere Fehltrades, die emotional behaftet waren, haben den Gesamtgewinn in diesem Zeitraum um knappe 100.000 € schmälern lassen!
Resultat: Meist ist es die mangelnde eigene Disziplin, und eine verstellte Sichtweise.
Antwort auf @zorrie von scorpion260
[quote=scorpion260]
@zorrie
"Besonders gefällt mir der Zeitraum bis März 2009 mit ca. 80% Plus. Denn das heißt, das alles resultiert nicht alleine aus gehebelt long Aktien."
Und was wäre daran falsch, wenn es denn zum Erfolg führt?!
Warum immer diese Kritik an Aktien? Nur, weil es das goldrichtige Mittel der letzten zehn Jahre war?
Ich dachte immer, der Sinn ist, möglichst hohe Profite zu erzielen, mit dem passenden Instrument.
Scheinbar geht es nur darum, eigene Instrumente hochzuloben, aber andere Instrumente, die zum Erfolg führten, und von anderen verwendet wurden, selbst aber nicht, zu diffamieren.
[/quote]
Na ist doch ganz einfach. Wenn jemand eine außerordentliche Performance hat, dies aber seit März 2009 und nur gehebelt Long Aktien - das ist nichts. Ich kannte mal einen, der hat in der Hausse 1983 bis 1987 mit diesem Ansatz aus einer vierstelligen Summe 4 Millionen DM gemacht. Gewinne aus Long-Calls immer wieder investiert in Long-Calls. Wie er geendet hat kann sich jeder denken.
Wenn jemand auch mit fallenden Aktienmärkten umgehen kann, und das scheint mir bei tantan der Fall zu sein, ist er gut für die Zukunft gewappnet.
Aus Post [#18]:
"Resultat: Meist ist es die mangelnde eigene Disziplin, und eine verstellte Sichtweise."
Wohl wahr!!!!!
@tomxy
Das ist sehr schade, Deine Beiträge habe ich immer gerne gelesen! Vielleicht gibt es ja doch mal ein Wiedersehen, so eine Pause kann den Blick erweitern, Ich selber bräuchte im Grunde auch eine ...
Alles Gute!
Ich habe jetzt mehr als 35 Jahre Börse auf dem Buckel und wenn ich das hier lese dann hat sich nichts verändert. Es werden immer noch die gleichen Fehler gemacht wie vor 30 Jahren und das wird sich auch künftig nicht ändern. Warum? Weil sich die Verhaltensweisen der Menschen nicht geändert haben, die Masse macht immer die gleichen Fehler und wird das auf künftig tun. Irgendwie muss das ja auch so sein, denn wer sollte sonst die Profite finanzieren?
Ich sehe das Wichtigste darin ein ordentliches Risikomanagement zu haben, denn nur dann kann man auch nach Krisen noch aktiv sein, während der Rest Geschichte ist.
@zorrie
So ganz stimmt es nicht.
Mein größter Fehler war Ende 2008, nicht zu hedgen. Mittlerweile hedge ich, wenn die Vola sehr niedrig ist.
Pauschal mit Long Put weit OTM, und linear über Futures, um diese Schwankungen im Aktienportfolio größerenteils herauszunehmen.
Eine andere Sache ist es, wenn man mit Long Calls an das gleiche Underlying herangeht. Natürlich ist es hier viel riskanter, wenn es gegen einen läuft.
"Wenn jemand eine außerordentliche Performance hat, dies aber seit März 2009 und nur gehebelt Long Aktien - das ist nichts."
Ich denke nicht, daß es "nichts" ist.
Vielmehr bedeutet es, er hat bisher alles richtig gemacht (sofern der Hebel nicht zu hoch war).
Wenn dem nicht so ist, wäre gegenteilig darzulegen, wer es alles noch so gemacht hat.
Die wichtigere Frage ist, wie sichert man diesen Gewinn ab.
"Gewinne aus Long-Calls immer wieder investiert in Long-Calls. Wie er geendet hat kann sich jeder denken."
Das hat nichts damit zu tun.
"Wenn jemand auch mit fallenden Aktienmärkten umgehen kann, "
Das solltest Du weiter ausdifferenzieren.
@benedikt
Vollkommen korrekt. Behavioral Finance eben. Die gleichen Fehler, verpackt in neue Kisten. Menschen ändern sich nie.
Ich gebe offen zu, die Krise 2008/2009 hatte mich schwer getroffen, mangelndes Hedging.
Damals hatte ich etwas sehr Waghalsiges getan, bin All In gegangen, hab die verbleibenden Kreditlinien gezogen, die Gagfah bei 2,23 gekauft, bei zwei Cent über dem Tiefstkurs, und durch die Vervielfachung, und die wieder aufstrebenden Equities, alles, und noch mehr, zurückgewonnen.
Klug, oder gar vernünftig, war das nicht.
Normalerweile geht sowas völlig schief.
tomxy@
Ja, hör auf! Mach keine Pause. Wenn du wiederkommst, dann fang ganz neu an. Bis dahin muß sich aber etwas, bei dir ändern. Börse ist kein Spiel! Mann wird hier nicht mal eben reich. Hier konkurrieren alle mit den Guten und den Besten. Und damit das Ganze etwas leichter wird, versucht man immer, neue Naive vom Gegenteil zu überzeugen.
Alles Gute
tantan
Antwort auf tomxy@ von tantan
@tomxy
Ich habe im (Geschäfts)-leben gelernt, niemals aufzugeben.
Wer es versucht, der kann verlieren, wer es nicht versucht, der hat schon verloren!
Es gibt immer Rückschläge.
Wenn Du eine Auszeit benötigst, dann nimm diese. Es macht aber nur Sinn, wenn man währenddessen über seine Fehler nachdenkt.
Beste Grüße
scorpion
Ich habe gelernt das was im normalen Geschäftsleben zu Erfolg führt an der Börse keinen aber gar keinen Bestand hat.
Antwort auf @tomxy von scorpion260
[quote=scorpion260]
"es ist vielmehr das unbewusste "Wissen", dass es das beste ist, weil das beste ohnehin vorbei ist. "
Diesen Satz habe ich nicht verstanden. Was genau ist denn "das beste"?![/quote]
@scorpion260
Ich rede vom Leben, nicht vom Trading. Ich denke mal, es dürfte unstrittig sein, dass ab einem gewissen Alter (wo immer das bei dem einzelnen auch liegen mag) keine Verbesserung der Lebensqualität mehr eintritt. Das ist dann für mich der Punkt, an dem man aussteigen sollte.
Der Lebenserhaltungstrieb ist auch nichts anderes als der Herdentrieb. Er ist aus der Evolution heraus entstanden, macht aber keinerlei Sinn, so wie das Leben an sich keinen hat.
@benedikt54
Ich bin nicht handlungsunfähig. Die Verluste im letzten Jahr halten sich in Grenzen, mit geschätzten 5%. In diesem Jahr verbleiben mir vielleicht 2-3% plus, was gravierender ist, schließlich hatte ich mich bereits vor Monaten bezüglich eines von mir erwarteteten QE und 12.000 im Dax Ende März geäußert. Wenn man bei dieser Vision nicht mehr daraus macht und die bescheidenen Gewinne noch mit Fehltrades reduziert, lässt sich für mich nichts anderes als die genannte Entscheidung daraus ableiten.
Ich werde hier noch in Ruhe alles abwickeln und die nötigen Vorbereitungen treffen. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Aus dem Forum verabschiede ich mich schon heute endgültig - bitte nichts mehr posten. Und hetzt mir bloss keine Psychoheinis auf den Hals, sonst passiert vielleicht noch ein wirkliches Unglück.
Wir sehen uns in der Hölle!
Gruß tomxy
Antwort auf scorpion260 schrieb: von tomxy
Thomas,
entspanne Dich mal.
Immer dieses Verabschieden, das bringt rein gar nichts.
Mach es doch mal wie ich, suche Dir eine ruhige Stunde, setze Dich irgendwo hin, wo man ungestört ist, trinke ein Glas Wein, und denke mal unbekümmert nach.
Spätestens dann wird man sich seiner eigenen Fehler bewußt. Wenn man dann bereit ist, diese zu ändern, dann kann man die Sachverhalte selbst ebenso ändern.
Meine Erfahrung.
Hm, das letzte Posting von tomxy hat es ja wirklich in sich.
Der Sinn des Lebens...im Grunde der Arterhalt, also Kinder kriegen. Was aber nicht heisst, dass auch jeder welche bekommen muss.
Keine Verbesserung der Lebensqualität ab einem bestimmten Alter... sicher, den Höhepunkt hat man vielleicht so um die 35 - 40. Da hat man Lebenserfahrung und wenn es gut gelaufen ist auch etwas Geld. Ab dann geht es langsam bergab durch Krankheiten etc. Aber soll man sich deswegen im mittleren Alter umbringen, wohl kaum. Das Leben ist so vielfältig und interessant. Natürlich ist es auch oft problematisch, jeder hat so seine Sorgen. Mich nerven zB oft Schlafstörungen. Dass das Leben leicht ist, behauptet kaum jemand. Aber deswegen kann man trotzdem positiv eingestellt sein.
In der Hölle treffen wir uns jedenfalls sicher nicht :-).
tomyx
Mach es so wie Scorpion sagt.
#27 ladowa
Das wollte ich noch kommentieren.
Es ist schon interessant, wie ähnlich Menschen denken, die sich eigentlich real nicht kennen.
Über den Sinn des Lebens denke ich ebenfalls jeden Tag nach.
Rein logisch, und die Menschheit aggregiert als "Rasse" betrachtet, ist es natürlich der Sinn, Kinder in die Welt zu setzen.
Ich selbst habe drei Kinder, und kann nicht sagen, daß dies jemals mein Ziel war, noch, daß es einen Sinn für mich ergibt.
Fazit: Für das jeweilige Individuum selbst kann der "Sinn" des Lebens, so es diesen denn überhaupt gibt, erheblich von dem aggregierten Sinn divergieren.
Oder wie meine Frau immer sagt: Lebe Dein Leben, mach das Beste draus, mehr kannst Du nicht tun. Der Sinn ist es, Kinder zu bekommen, möglichst viel mitzubekommen von der Welt, denn am Ende ist Schluß.
Scheinbar ist meine Frau intelligenter als ich*g.
Der Höhepunkt, in der Tat, liegt zwischen 35 und 40 Jahren, rein biologisch, beim Mann.
2011, mit 34, da habe ich es gemerkt.
Das Schlimmste daran ist, daß es dann wirklich unweigerlich bergab geht. Es gibt eigentlich nichts, was diesen Effekt aufhalten kann, höchstens verlangsamen. Ich gebe offen zu, ich komme damit ebenfalls nicht wirklich klar.
Jeder hat seine eigenen Sorgen, das ist wohl wahr. Vielfältig und interessant ist das Leben allerdings, aber was ist, wenn das einen nicht wirklich interessiert...
Für mich war es immer wichtig, möglichst viel Geld zu besitzen. Am Ziel angekommen, merke ich, was für ein "armer" Mensch man damit eigentlich ist.
Mit den Schlafstörungen kann ich auch angeben. Kennst Du zufällig ein Mittel dagegen? Diese sind bei mir erheblich ausgeprägt. Es wird eigentlich mit jedem Jahr schlimmer.
Teilweise liege ich da die ganze Nacht wach. Im Sommer bin ich meist froh, wenn früh gegen halb fünf die Sonne wieder aufgeht,
dann ist der Horror "Schlaf" vorbei. Das Schlimme daran ist, daß die Effekte, die aus Schlafstörungen resultieren, erheblich an den organischen Kräften zehren. Man schafft es nicht wirklich, sich dabei zu regenieren.
Dieses "positive Eingestelltsein", wie Du es so schön ausgedrückt hast, ist für einen logisch denkenden Menschen schon die Hölle auf Erden, weil er ja vom Gegenteil überzeugt ist, nämlich, daß, wenn ohnehin alles vergeht, es keinen Sinn macht, morgens überhaupt einen Fuß auf den Boden zu setzen.
Somit, ist der Sinn des Lebens, und die positive Einstellung, genauso esoterisch wie mein Beitrag, und trotzdem wahr...
In der Hölle kann man sich wirklich nicht treffen, da diese nicht existiert.
In diesem Sinne...
Allen einen schönen Abend.
Antwort auf #27 ladowa von scorpion260
@ scorpion
Ich glaube, es ist wichtig Ziele zu haben, wie immer auch diese Aussehen mögen (Geld erwirtschaften, Partnerin finden, im Sport etwas erreichen etc.). Wenn man daran arbeitet, dieses Ziel zu erreichen, ist man eigentlich automatisch positiv eingestellt, schließlich geht man davon aus, dass man diesen besseren Zustand erreichen wird und das hält aufrecht bzw. hält einem halbwegs bei guter Laune.
Mit einem empfehlenswerten Schlafmittel kann ich leider nicht dienen. Habe viel ausprobiert, aber alles Verschreibungspflichtige hat starke Nebenwirkungen und ist bestenfalls eine kurze Notlösung. Was habe ich davon, wenn ich von den Nebenwirkungen den halben Tag müde bin. Da wähle ich lieber die Müdigkeit von zuwenig Schlaf, als die einer "chemischen Vergiftung". Lästig ist so ein Problem schon sehr. Beeinträchtigt einfach sehr das Wohlbefinden und die Gesundheit.
In diesem Sinne - gute Nacht :-).
Antwort auf @ scorpion von ladowa (nicht überprüft)
@ladowa
Menschen, die an der Börse etwas erreichen, sind eher statistische Ausreißer.
Meistens sind es die übertrieben hohen Risiken, die sich auszahlen.
Bei mir sind es fünf Kontrakte short im FDax overnight, die mich schlecht schlafen lassen.
Die Wahrheit ist, es geht in der Mehrzahl der Fälle schief.
Ich selbst sehe das nicht als Erfolg an, sondern eher als Glück.
Geld, Partnerin, Sport, all das habe ich schon.
Was soll ich denn noch tun?!
Nur auf das Ende warten, ist mir zu langweilig.
Welchen besseren Zustand gibt es denn noch zu erreichen?!
Die Positivität habe ich schon lange eingestellt.
Egal, was man im Leben erreicht, it doesn't matter.
Es ist die Unabweigerlichkeit. Schlafmittel habe ich nie probiert.