benedikt54
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12 Jahre 9 Monate

Peter Hartz berät Hollande bei Sozial-Reformen

Das einzige Land was sich in der Eurozone genau an das vorgegebenen Inflationsziel von 1,9 Prozent gehalten hat war Frankreich. Im Durschnitt aller Länder wurde das von der EZB vorgegebenen Ziel exkakt erreicht, wobei man sich ja überschwenglich feiern lies. Das ist aber nur der statistische Durchschnitt, mehr nicht und das sagt bekanntlich nicht viel.

Deutschland hingegen hat sich mit seinem Lohndumping, Harz4, Leiharbeiter, Werkverträgen usw. deutlich unter der geforderten Inflation bewegt.

Der Süden hingegen hat sich ja bekannterweise immer deutlich über den Vorgaben bewegt.

Ansich sind die Differenzen nicht viel, rechnet man es aber seit 1999 hoch so klafft die Schere deutlich auseinander. Produkte welche in Deutschland 1999 100 gekostet haben kosten Heute 116 und im Süden 135. Das somit keine Wettbewerbsfähige Volkswirtschaft zustande kommen kann sollte jeden einleuchten. Die Differenz wird mit Darlehen finanziert. 

Das Problem ist nur zu lösen wenn die Schere wieder geschlossen wird und das bedeutet man muss in Deutschland die Löhne wieder deutlich erhöhen und somit die Inlandskaufkraft stärken.

Aber was tut man, man will die Schere schliessen indem man dramatische Kürzungen im sozialen Bereich vornehmen wil.

Sollte das so kommen, und das wird es, dann haben wir 2017 eine französische Präsidentin aus dem Rechten Sektor.

Das wird dann das Ende der ökonomischen Missgeburt Euro sein.

http://www.welt.de/wirtschaft/article124289202/Peter-Hartz-beraet-Holla…

Geschrieben von benedikt54 am
peterg
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Keine Sorge, bei dem Berater wird die Akzeptanz der französischen Regierung bald wie eine Rakete abgehen: Vielleicht werden ja bald Gutscheine für Bordellbesuche in Frankreich ausgegeben. Mit solchen Strategien hat der Berater ja bereits einschlägige, gute Erfahrungen gemacht.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Meinst Du damit etwa das BGH-Urteil, mithilfe dessen HartzIV-Empfängern Bordellbesuche auf Staatskosten, und zwar zweimal im Monat, bezahlt werden soll, da "Verkehr" ein normaler Bestandteil des natürlichen Lebensumgangs ist?!

Ich habe weder den kompletten Wortlaut, noch die Quelle dieses Urteils parat, nur das Urteil selbst hatte mich damals geschockt.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@benedikt

Immer, wenn ich Deine politischen Beiträge so lese, dann frage ich mich, welchen Sinn dies macht.
Letztendlich ändert man nichts. Bis zu einer gewissen Vermögensgröße kann man am vorherrschenden System nichts bewirken,
man ist lediglich ein kleiner Polypolist.
Ich denke, wir alle sind unter dieser Grenze, der eine mehr, der andere weniger.

Somit sind alle Sinnierungen, die eine Veränderung bewirken sollen, obsolet.
Wahrscheinlich besitzt jeder seinen eigenen Fetisch.
Deiner ist die Politik, insb. die europ. Geldpolitik, und die dt. Sozialpolitik.

Mein Fetisch ist es, den ganzen Tag lang über den Sinn des Lebens nachzudenken.
37, alles schon vorhanden, warum früh noch aufstehen.
Die Frage danach, was sinnvoller ist, läßt sich so leicht nicht beantworten.

Im Grunde genommen, denke ich ähnlich.
Hinsichtlich der Vermögensfrage, geht es eben nur darum, dafür zu sorgen, daß es nicht weniger wird.
Diese Aussage ist so schon korrekt formuliert. Derzeit ist dies schwer genug.

Ich lade dazu ein, weitere "Fetische" preiszugeben.
Dies steigert natürlich nicht die eigene Performance, hilft jedoch, die eigene Psyche kennenzulernen, und zu verstehen.

Letztendlich ist es so: Wer als Privatier an Börsen handelt, der hat ein Problem, das er dadurch zu kompensieren versucht.

tomxy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

[quote=benedikt54]Ansich sind die Differenzen nicht viel, rechnet man es aber seit 1999 hoch so klafft die Schere deutlich auseinander. Produkte welche in Deutschland 1999 100 gekostet haben kosten Heute 116 und im Süden 135.[/quote]

Die Löhne sind im Süden aber auch deutlich mehr gestiegen, als in Deutschland. Ob das Niveau immer noch höher liegt oder sich inzwischen wieder vollständig angeglichen hat kann ich nicht sagen.

Man sieht daran, dass höhere Löhne nicht zwangsläufig zu höherer Inlandsnachfrage (bzw. zu höherer Nachfrage nach inländischen Produkten - was nochmal etwas anderes ist, als Inlandsnachfrage) führen (sonst hätten die Südländer ja kein Problem, oder?) wohl aber zu höheren Preisen.

Interessant wäre zu wissen, in welchen Einkommens-/Bevölkerungsschichten höhere Einkommen überhaupt zu einer höhreren Nachfrage nach inländischen Erzeugnissen führen. Wenn man die Einkommen erhöht, der Effekt aber fast ausschließlich den Importen aus Niedriglohnländern zugute kommt, bringt das volkswirtschaftlich vielleicht in China einen positiven Effekt, dort wo man wollte aber nicht.

Keine Ahnung wie man es denn machen müsste, um erfolgreich zu sein. Einfach ist es jedenfalls nicht und ich glaube kaum, dass pauschale Emfpehlungen wie Löhne rauf, Löhne runter, Bauwirtschaft stärken etc. etwas bringen. Dazu ist das ganze viel zu komplex.

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

tomyx

Selbst wenn Deutschland jedes Jahr die Löhne um 5 Prozent erhöht und der Süden gleichbleibt dauert es nach Ifo Institut ca. 15 Jahre bis wieder eine Gleichheit geschaffen wird. Man muss sich doch nur in die Denkweise des anderen versetzen.

Wenn mein Lohn steigt und gleichzeitig die Produkte die ich damit kaufen kann (z.B. Deutsche) im Vergleich immer billiger werden, dann kaufe ich doch obwohl ich mehr verdiene das gleiche Produkt zu niedrigeren Preis. Das ist doch eine normale Denkweise welche ja auch in der Praxis so umgesetzt wird.

Wenn man eine Krankheit bekämpfen will muss man seine Ursache kennen. Die entscheidende Ursache liegt eben genau in diesem Problem das

die Wirtschaft die Arbeitnehmer nicht angemessen an der Wertschöpfung beteiligt.

meerschwein
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12 Jahre 9 Monate

Antwort auf von scorpion260

"Letztendlich ist es so: Wer als Privatier an Börsen handelt, der hat ein Problem, das er dadurch zu kompensieren versucht."

Eine solche Aussage beleidigt Millionen Marktteilnehmer....

einfach unterirdisch

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Die Aussage kam komplett falsch an.
Sorry.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Antwort auf von scorpion260

@meerschwein

Ich möchte es etwas relativieren.
Oder besser gesagt, richtigstellen.
Nur Privatiers, die eigentlich genau dies darstellen, d.h. wirklich "Privatiers" sind, und trotzdem an Börsen handeln, obwohl sie es eigentlich nicht mehr müßten, besitzen eine Art "issue", die sie dazu verleiten.

Ich habe da eher über mich selbst gesprochen, als über andere Marktteilnehmer.
Wie sollte ich diese auch beleidigen, diese Millionen von Marktteilnehmern, wenn sie hier doch ohnehin nicht mitlesen?!
Dies wollte ich eigentlich ausdrücken.
Besser so?!

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

scorpion

Die meisten Börsianer sind in gewisser Weise junkis. Man macht einen Gewinn, realisiert diesen und sucht weiter nach Anlagemöglichkeiten. und Varianten diesen wieder Gewinnbringend zu investieren. Das Vermögen oder Geld steht auf einem Zettel der sich Depotauszug nennt.

Wie nennt man jemand der sich 1 Jahr intensiv mit der Materie auseinandersetzt, täglich die Märkte handelt und am Ende des Jahres mit einem kleinen Minus beendet. (So wie ich)

Warum tut man sich das an? Wenn man selbst ehrlich zu sich ist, dann braucht man und will den täglichen Kampf, man will das Gefühl des Siegens (Gewinn) und manchmal braucht man die Niederlage. In unserem Job stellen wir nichts her, wir sind nicht kreativ, sondern unsere Kreativität erstreckt sich nur zu versuchen  an das Geld der anderen zu kommen, denn nichts anderes ist der Derivatehandel, ein Nullsummenspiel.

Selbstverständlich ist es eine Sucht, was sonst. Nur ist diese Sucht sich täglich zu beweisen deutlich besser (zumindest für mich) als vor dem Fernseher zu verblöden oder irgendwelche stumpfsinngen Jobs zu machen, oder mit irgendwelchen Reisen mir die Zeit zu vertreiben.

Jeder ist da anders gepolt, ich, und da bin ich mir im klaren bin auf dieses Segment süchtig, und deswegen ist Deine Aussage schon richtig bei mir angekommen.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Genau so wollte ich es verstanden wissen.

meerschwein
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Antwort auf von scorpion260

Nichts für ungut.

Hatte selber gestern einen schweren Tag.....

scorpion260
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12 Jahre 9 Monate

Kenne ich. Völlig normal im geschäftlichen Alltag.
Ich sollte mir wohl angewöhnen, etwas umfassender und fundierter auszuführen.

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SPOMI
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12 Jahre 9 Monate

ad Benedikt et al.

Jeder der Risiko an den Kapitalmärkten aufnimmt und sich Gewinne dafür verspricht, ist in der Rolle eines (Finanz)-Versicherers. Entweder man akzeptiert Versicherung als Geschäftsmodell oder lehnt dies ab. Risiko verteilen und nicht gemeinsam reich werden ist die Funktion von Börse, meint SPOMI

benedikt54
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12 Jahre 9 Monate

spomi

Tja, der Versicherungsgedanken ist ja die eigentliche Basis oder der Gründungsgedanke der Terminmärkte. Der Landwirt will eine feste Kalkulatorische Grösse für seinen Weizen und der Spekulant übernimmt das Risiko. Da will keiner was dagegen sagen.

Wenn Scorpi bullish zum Dax ist und ich bin es nicht und beide handeln wir den Gedanken, kann ich aber nicht erkennen welcher Versicherungsgedanken dahinter stehen sollte.

Versicherungsgedanken werden immer als Argumentation für die Gründung von Terminmärkten genannt, aber in vielen oder sehr vielen Fällen geht es nur um Spekulation, sonst um nichts anderes.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@all

Pauschal betrachtet, kann man die Äußerungen von SPOMI schon stehenlassen.
Wenn man Versicherungsgeschäft ohne Nennung des entsprechenden Underlyings sieht, dann trifft dies, rein modelltheoretisch,
selbst beim FDax zu.
Denn dann wird unterstellt, daß jemand, der den FDax verkauft, sein Portfolio absichern möchte. Derjenige, der sein Kontrahent ist, und diesen Kontrakt kauft, handelt jedoch rein spekulativ.

Wird jedoch rein auf das preisliche Absichern des Erzeugens einer physischen Ware abgestellt, dann hat benedikt wohl Recht.

"Wenn Scorpi bullish zum Dax ist und ich bin es nicht und beide handeln wir den Gedanken, kann ich aber nicht erkennen welcher Versicherungsgedanken dahinter stehen sollte."

Dies stimmt ebenso, da wir beide Spekulanten sind, und wir, im Falle des FDax', pauschal betrachtet, keinerlei Absicherungsgeschäft betreiben.
In meinem Falle trifft es nicht ganz zu, da ich, wenn ich im FDax short bin, durchaus mein Langfristportfolio absichere, aber um der modelltheoretischen Betrachtungsweise Rechnung zu tragen, sei dies hier so formuliert.

Bei der Gründung von Terminmärkten ging es sicherlich ausschließlich um die Absicherung von Geschäften.
Die Spekulation hat sich im Laufe der Zeit entwickelt.

Jeder Markt benötigt Liquidität, um mehr oder weniger effizient zu sein.
Dies gilt auch für die Terminmärkte.

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