Phoenix Kapitaldienst: 800 Millionen Euro verschwunden
Kennt jemand Phoenix Kapitaldienst, insbesondere dort den "Managed Account". Ich wurde nach diesem Produkt befragt, kannte es aber nicht und versuche mir gerade ein Bild zu machen.
Es klingt nach "Options-Abzocke", ich blicke allerdings noch nicht wirklich durch.
Für jedwede kurzfristige Hilfe bin ich dankbar. :-)
Danke und beste Grüße.
Seykota
Infos zur Frage möglicher Entschädigung
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Möglichkeit sich in einen Email-Verteiler für news einzutragen, wenn man die Angelegenheit weiterverfolgen möchte:
http://www.hedgefonds24.de/phoenix-information.html
@brokerface
"da bin ich schon auf die nächsten Artikel im Traders gespannt *g* ..."
Hallo Brokerface,
würden Sie bitte diese Aussage etwas näher erläutern, ich bin nicht sicher, dass ich sie verstanden habe. Bevor ich antworte, möchte ich jedoch sicher sein, Sie nicht missverstanden zu haben.
Mit freundlichen Grüßen,
Lothar Albert
Traders´
@Lothar
Wäre das nicht auch schon Stoff genug für eine Quadriga-Story?
Behring, Phoenix und Quadriga arbeiten sehr, sehr ähnlich. m.E. is Quadriga auch das letzte Produkt welches keinerlei Transparenz bietet. Naja, K1 rvtl. noch ...
@LAWUE:
ich war der meinung es hat regelmäßigs jemand von phönix einen artikel geschrieben, oder?
mit bestem gruss
ps: war auch etwas sarkastisch gemeint ...
@brokerface
Hallo,
das ist richtig. Rudolph Wittmer hat regelmäßig für Traders geschrieben, zuvor hat er viele Jahre lang auch für das Terminmarkt Magazin und andere Publikationen (u.a. Börse Now) geschrieben. Ich kann nicht sehen, was hieran problematisch sein soll. Wir hatten im September 2003 sogar ein Interview mit Herrn Wittmer zum Thema Handelssystem-Entwicklung. Dieses Interview kam in der Community, wie alle Sachen von Wittmer, sehr gut an. Phoenix war damals beim Bafin registriert, der verstorbene Herr Breitkreuz hat mir persönlich alle möglichen Testate und Wirtschaftsprüfer-Berichte gezeigt. Es gab für mich keinerlei Grund, an der Seriosität dieses Unternehmens und insbesondere an der von Herrn Wittmer zu zweifeln.
Wie dem auch sei, ich hatte genau diesen Sarkasmus hinter diesem Satz vermutet, und ehrlich gesagt, er nervt mich ein wenig. Ich verstehe nicht, was Traders mit den Problem bei Phoenix zu tun haben soll.
Gruß,
Lothar Albert
Ich vermute, die meisten von uns haben diffuse Vorstellungen von der Bafin bzw. ihren Aufgaben. Die Zeitschrift FINANZtest der Stiftung Warentest unterhält eine "Warnliste". Sie wird so charakterisiert:
"Ist diese Geldanlage seriös? FINANZtest warnt vor Angeboten, bei denen Chance und Risiko in krassem Missverhältnis stehen, die unseriös beworben oder mit dubiosen Methoden beworben werden. Die Angebote, Initiatoren, Vermittler oder Anbieter finden Sie auf unserer Warnliste (derzeit 13 Seiten). Diese bekommen Sie unter http://www.finanztest.de/warnliste für 2,50 Euro oder per Faxabruf unter 01905/100108614 für ca. 7 Euro (62 Cent/Minute)."
In der Jan.05-Ausgabe gab es Kommentare zu folgenden warngelisteten Unternehmen:
- ex-Verteidigungsminister Rupert Scholz hat sich aus dem Beirat des Deutschen Vermögensfond I (warngelistet) zurückgezogen. Die Muttergesellschaft des geschlossenen Fonds, die deutsche Anlagen AG, begründet den Rücktritt mit Arbeitsüberlastung des früheren Bundesministers.
- CasMaker Ltd und Digitale Media N.V.
- Göttinger Gruppe und Securenta AG
- Futura Finanz und Frankonia
- Bausparkasse Badenia
Die Bafin ist doch nur ein Tropfen auf den heissen Stein.
Schönes Wochenende
N.T.
Wer den Tread von Anfang an gelesen hat, weiß dass ich beim PMA investiert war. Bis gestern früh 07.00 Uhr war diese Anlage für mich auch ok. Nun nicht mehr. Ich hatte schon bessere Tage.
Ich hatte in der Vergangenheit persönlich Kontakt zu einigen Leuten von Phoenix und habe an der Seriosität zu keinem Zeitpunkt gezweifelt. Was mich am meisten ärgert (neben dem finanziellen Verlust) ist die Tatsache, dass man scheinbar überhaupt und niemanden trauen kann. Ich finde es eine sehr traurige Vorstellung von nun an misstrauisch durchs Leben gehen zu müssen und ich werde dies daher auch nicht tun.
mfg Jens
Wie haben die "Phoenix Macher" die Testate von Wirtschaftsprüfern erhalten ? Gibt es denn dafür irgendwelche simplen Tricks ? Den Eindruck hinterlässst die ganze Sache nämlich (zumindest bei mir).
@Xenia
""Gibt es denn dafür irgendwelche simplen Tricks ?""
Wie wäre es mit Scanner und Farblaserdrucker ? In der heutigen Zeit ist doch alles SIMPELST möglich. ENRON, PARMALAT hatten auch Testate - so what?
Aber der WP sollte sich mal Gedanken machen...
@ Jens, so traurig wie die Sache ist, aber MEIST ist da nicht der ganze Laden involviert. Ich kenne einen Fall da waren es 2 von 30 Leuten - der Rest war erhlich, hat aber keinem was genützt.
gruss hans
Man verwendet also z.B. (gefälschte) "Monthly Statements", die angeblich
vom Broker (Man Financial) stammen. Jedoch existiert(e) das entsprechende
Konto (mit 600 Mio Euro) niemals real ? Kann man das tatsächlich so einfach
bewerkstelligen ?
Hm, das gibt wirklich zu denken ...
Wie geht es weiter?
Kunden mit EUR-Konto können mit hoher Wahrscheinlichkeit, je nach weiterem Vorgehen der Bafin mit einer 90%igen Erstattung ihres Anlagebetrages bis max. 20.000 Euro durch die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen e.V. (EdW) rechnen. In welcher Höhe Anleger mit einer Einlage über 20.000 € eine Rückzahlung aus noch vorhanden Kundeneinlagen erhalten, ist zurzeit nicht bekannt.
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass kurzfristig kein Kunde seine Einlage oder Teile davon zurück erhal-ten wird.
Für Anleger, die in die US-$-Variante des Phoenix Managed Accounts investiert sind, besteht kein Anspruch auf Ausgleichszahlung durch die EdW.
Wir empfehlen alle Kunden des PHOENIX Managed Accounts, die im Februar und März 2005 noch eingezahlt haben, Ihre Beteiligung sofort zu widerrufen. Obwohl die Widerrufsfrist 14 Tage ab der Antragsstellung (Datum der Unterschrift) läuft, kann es sein dass ein Widerruf noch machbar ist, da der Beteiligungsstichtag immer der 1. Tag eines Monats ist.
Der Widerruf muss keine Begründung enthalten. Die Frist wird durch rechtzeitige Absendung des Widerrufs gewahrt.
Bitte richten Sie Ihren schriftlichen Widerruf an:
PHOENIX Kapitaldienst GmbH
Vilbeler Straße 29
60313 Frankfurt am Main
Wir empfehlen Ihnen, Ihren Schriftlichen Widerruf per Post mit Einschreiben und Rückschein zu versenden.
Darüber hinaus sollten Sie Ihren Widerruf zusätzlich vorab per FAX: 069-290 180 oder 069-284 175 oder per E-mail: phxkap(at)phoenix-ffm.de an die PHOENIX Kapitaldienst GmbH richten und das Sendeprotokoll archivieren.
Wir möchten betroffenen Anlegern und Vermittlern die Möglichkeit bieten sich in einen speziell für den Phoenix Managed Account erstellten Informationsverteiler einzutragen und werden alle eingetragenen Personen kurzfristig über weitere Entwicklungen informieren.
Wenn auch Sie über die neusten Vorkommnisse beim Phoenix Managed Account kostenlos informiert werden möchten, bitten wir Sie sich in unseren Verteiler einzutragen. Füllen Sie bitte dazu das Formular am Ende der Seite aus.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Hellener
Geschäftsinhaber
(Quelle: http://www.hedgefonds24.de)
@Xenia
""Man verwendet also z.B. (gefälschte) "Monthly Statements", die angeblich
vom Broker (Man Financial) stammen. Jedoch existiert(e) das entsprechende
Konto (mit 600 Mio Euro) niemals real ? Kann man das tatsächlich so einfach
bewerkstelligen ?""
1. ich habe DIES für PHÖNIX natürlich nie behauptet, da wohl bis jetzt NIEMAND den Fall und Details kennt. Ich habe nur EINE Möglichkeit gezeigt. Es gibt noch viele andere :-))
2. ich kenne einen Fall wo es genau so war ! ...und der WP war zu blöde es zu merken.
3. ich keine einen anderen Fall wo ein EINZELNER Mitarbeiter einer deutschen Grossbank die Software manipuliert hat und Verluste von 390 Millionen DM aufgelaufen sind bevor man es gemerkt hat. Dies zum GLÜCK <g> zum Schaden der Bank.
""Hm, das gibt wirklich zu denken ... ""
Das sollte es LEIDER...
gruss hans
zu Phoenix Kapitaldienst Gmbh und ihrem Geschäftsgebarren:
http://www.stiftung-warentest.de/online/geldanlage_banken/test/1067082.html
http://www.stiftung-warentest.de/online/geldanlage_banken/meldung/1204292.html
Außerdem soll sich Finanztest mit diesem Unternehmen noch in den Ausgaben
02/01, 01/00, 10/99 befaßt haben.
Interessant sind auch die Antworten in dem Interview "Keine Anwälte nötig" vom 26.09.2003 u.a. mit dem geschäftsführende Gesellschafter unter folgendem Link:
http://www.fondsprofessionell.at/redsys/newsText.php?endDate=2005-03-11&per=2w&kat=1&sid=286970
Besonders erwähnenswert ist folgender Satz aus dem Interview:
"In keinem Fall wurde vor Gericht angezweifelt, dass Phoenix die Kundengelder ordnungsgemäß über den Korrespondenz-Broker angelegt und korrekt abgerechnet hat."
Dieser geschäftsführende Gesellschafter ist vor 11 Monaten tödlich verünglückt
http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?endDate=2004-04-23&per=2w&kat=1&sid=643594
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http://www.stiftung-warentest.de/online/geldanlage_banken/meldung/1246385.ht
Phoenix: Bafin sperrt Konten
Freitag 11. März 2005, 13:11 Uhr
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat die Konten der Phoenix Kapitaldienst GmbH gesperrt und den Vertrieb des Phoenix Managed Account untersagt. Damit sind ab sofort keine Ein- und Auszahlungen mehr möglich. Seit rund sieben Jahren sollen Kontounterlagen gefälscht worden sein, um Verluste des Managed Accounts zu vertuschen. Der Verbleib eines Großteils der Treuhandgelder ist derzeit noch ungeklärt. Der für das Produkt zuständige Phoenix-Geschäftsführer Michael Milde ist in Untersuchungshaft genommen worden. Phoenix äußert sich zu den Vorwürfen derzeit nicht und auch die Bafin hält sich noch bedeckt.
Der Phoenix Managed Account ähnelt einem Hedge-Fonds. Er ist jedoch kein Fonds nach deutschem Recht, sondern eine Art Sammelkonto. Damit gibt es keinen unabhängigen Treuhänder, der für die Verwaltung des Geldes zuständig ist. Erst dadurch wurden die Unregelmäßigkeiten möglich. Das alternative Investment wurde im November 1992 aufgelegt und verwaltet derzeit rund 800 Millionen Euro.
Das Geld auf diesem Sammelkonto wird in Futures und Optionen investiert; das Portfolio hat nach Angaben der Gesellschaft eine sagenhafte Performance erzielt: In den vergangenen fünf Jahren gewann er 71,02 Prozent; über zehn Jahre liegt er mit satten 261,12 Prozent im Plus. Ob die Performance allerdings wirklich so gut ist, dürfte nun fraglich sein. Phoenix soll der Bafin inzwischen gemeldet haben, dass das Unternehmen überschuldet ist. Damit könnte ein Großteil des Anlegergeldes verloren sein.
INFO: Die Phoenix Kapitaldienst GmbH steht in keinerlei Zusammenhang mit der Phoenix Trust AG und der Phoenix Trust E&L Asset Management AG.
(Quelle: DER FONDS)
Xenia Am: 12.03.2005 17:40:46
Gelesen: 107
Wie haben die "Phoenix Macher" die Testate von Wirtschaftsprüfern erhalten ? Gibt es denn dafür irgendwelche simplen Tricks ? Den Eindruck hinterlässst die ganze Sache nämlich (zumindest bei mir).
Xenia Am: 12.03.2005 18:50:36
Gelesen: 69
Man verwendet also z.B. (gefälschte) "Monthly Statements", die angeblich
vom Broker (Man Financial) stammen. Jedoch existiert(e) das entsprechende
Konto (mit 600 Mio Euro) niemals real ? Kann man das tatsächlich so einfach
bewerkstelligen ?
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@Xenia
Was hast Du vor??????
Ich habe vor, ein "Managed Account" zu eröffnen bei XYZ (nicht Phoenix).
Verständlicherweise möchte ich nicht, dass sich mein Geld in Luft auflöst.
~
@Xenia
Das oder die Poolkonten wird es wahrscheinlich schon mit Sicherheit gegeben haben.
Vielleicht ist es so gewesen - reine Vermutung:
Man kann sich halt die Börsengewinne nicht aufgrund von irgendwelchen statitschen Modelle/Theorien ausrechnen, auch wenn man einen Chef-Mathematiker beschäftigt. Das gilt erst Recht, wenn weise Gelehrte zu diesen Theorien meinen. "It´s a matter, that equals religious believes, if you want to bet your money on these models, that are based on those kind of assumptions"
Wenn man Stillhaltergeschäfte tätig und es kommt der fette adverse move, der einen häßlichen Drawdown bringt, dann will man vielleicht seinen Kunden nicht mitteilen, wie tief das Konto unter Wasser steht. Stattdessen hofft man, daß man Glück hat und mit riskanten Geschäften die Verluste schnell kompensieren kann, wie Nick Leeson. Und dann gehen diese Geschäfte auch noch schief, alles ist noch schlimmer und das Loch noch größer geworden. usw und dann ..............
Aber wie gesagt das sind alles reine Vermutungen.
@Xenia
Für Mangaged Accounts gilt, soweit ich weiß folgendes:
Normalerweise müßtest Du bei einem Managed Account direkt vom Clearing-Broker alle account-statements zugesandt bekommen. Der Verwalter hat lediglich eine auf die Orderaufgabe beschränkte Vollmacht.
Es kann allerdings die Gefahr bestehen, daß der Verwalter im Innenverhältnis mit Dir vereinbarte Risiko- oder Verlustgrenzen überschreitet.
Phoenix ist mit seinem(n) Pool-Kont0(en) ein Sonderfal, der nach dem von Dir verlinkten Urteil eindeutig rechtswidrig ist.
Wenn der von Dir ins Auge gefaßte Vermögensverwalter in der BRD ansässig ist würde ich Erkundigungen bei Anlegerschutzverbänden -Unternehmen (Gerlach, usw. einziehen und darauf achten, daß der Anbieter schon länger/lange am Markt ist.
Ich schreibe hier aus der Sicht des Anlegers und der eines Investment Managers.
Wenn man nur die letzten 24 Monate anschaut, kann man verzweifeln.
Aber man könnte es zukünftig auch so einrichten, dass es keinen Grund mehr zum verzweifeln gibt.
Es gibt den goldenen Weg für den Anleger; das ist die Errichtung eines eigenen Kontos bei einer Brokerfirma.
Das ist die leichtere Aufgabe. Die schwierigere ist, einen Manager dafür zu finden, der nicht nur erfolgreich an der Börse ist, sondern AUCH bescheiden ist oder trotzdem noch mit beiden Füßen auf der Erde steht. Denn dieser müßte darauf verzichten können, als "Inhaber" von 3-stelligen Millionen-Konten hofiert zu werden. Er müsste "nur" seine Kenntnisse und Fähigkeiten als Dienstleistung anbieten. Dazu braucht er kein Geld, das auf seinen Namen oder den seiner Gesellschaft lautet.
Unbescheiden ist es, wenn man Banken und Brokern gegenüber als der „große, mächtige Banker“ auftritt und sich gar noch „feiern“ lässt. Früher oder später befindet sich der Betreffende /die Betreffenden dadurch in einer mentalen Umgebung, in der es ihnen bald nicht mehr ganz klar ist, wo die Eigentumsgrenzen in Wirklichkeit verlaufen. {...Folgende Satzeinleitung von mir gestrichen} ... von fast allen Stellen außerhalb der Wirtschaft gefördert, obwohl sie in dieser Beziehung als „Vorbilder“ auftreten sollten; aber sie können es nicht ...
Und in der freien Wirtschaft verlangt man es.
Noch ein Wort zu Wirtschaftsprüfern. Ich halte gar nichts davon, irgendeinem Wirtschaftsprüfer-TESTAT zu vertrauen, ob von einem im Inland oder im Ausland ansässigen Prüfer. Was in keinem Fall heißen soll, dass ich Wirtschaftsprüfer allgemein als unseriös ansehe. ABER aus 2 Gründen ist das NICHT das geeignete Instrument, um einem ANLEGER wirkliche Sicherheit zu geben.
1) Auftraggeber des Prüfungsauftrags ist der Auftragnehmer des Anlegers, und NICHT der Anleger oder die Anleger-Gemeinschaft selbst.
2) Der Wirtschaftsprüfer ist auf die Angaben des Auftraggebers angewiesen. Wenn der Prüfer „nur“ 90% aller angeforderten Angaben erhält, dann wird er das Testat nur dann verweigern, wenn er nicht auf Honorar-Einnahmen angewiesen ist. Natürlich wird er das Testat erstellen, insbesondere da er es ja mit einem dementsprechenden einschränkenden Satz versehen kann.
Vor einigen Tagen wurde hier im Forum (Aventurin am 11.03.2005 – 14:12) gefragt, warum nicht ausschließlich von einer Wirtschaftsprüfungsstelle der BaFin geprüft werden könnte. In Anbetracht der bekannten Probleme finde ich diese Anregung sehr gut und praxisnah. Vielleicht liest die BaFin auch diesen Beitrag mit? Dann bestünde die Chance, daß sie ihrem Ministerium einen dementsprechenden Vorschlag unterbreitet.
Wieder mal Grüße aus Stuttgart;
dieses Mal von einem, der um die Branche trauert,
und außerdem inzwischen wütend geworden ist !
P.S.: Also schreibt bitte vorerst vorsichtig zurück, falls ihr HIERAUF antworten wollt.
in dem Zusammenhang, wenn von Testaten geredet wird, wäre es interessant zu wissen, was denn überhaupt vom Wirtschaftsprüfer testiert wurde. Gab es beisp. jemals geprüfte Geschäftsberichte (z.B. Jahresberichte) inkl. Vermerk des Wirtschaftsprüfers zum Download?
Der Wirtschaftsprüfer ist auf die Angaben des Auftraggebers angewiesen. Wenn der Prüfer „nur“ 90% aller angeforderten Angaben erhält, dann wird er das Testat nur dann verweigern, wenn er nicht auf Honorar-Einnahmen angewiesen ist.
in den USA wurde als Folge des Enron-Skandals der Sarbanes-Oxley Act beschlossen. Das Top-Management der Unternehmen haftet inzwischen persönlich für gemachte Angaben, auch die Haftung für den Wirtschaftsprüfer wurde verschärft.
Ich bin kein Accountant, aber man kann durchaus beobachten, dass das zu greifen scheint. Meine Beobachtung ist sicher unrepräsentativ, aber einige börsennotierte Firmen haben die Einreichung (das Filing) ihrer Jahresberichte wg. Sarbanes-Oxley hinausgezögert, bei manchen wurden gar Sonderprüfungen für die vorangegangenen Zahlen initiiert. Ohne die geänderte Haftung wäre das sicher nicht so...
In einem dreisten Fall von offensichtlicher Schummelei beim Zahlenwerk hat sich das börsennotierte Unternehmen vom OTC BB auf die Pink-Sheets "delisten" lassen, um nicht mehr zur Publikation von Quartals-/Jahresberichten verpflichtet zu sein.
Jochen Futures Am: 12.03.2005 22:20:06
Gelesen: 19
"Der Wirtschaftsprüfer ist auf die Angaben des Auftraggebers angewiesen
der Prüfer „nur“ 90% aller angeforderten Angaben erhält, dann wird er
das Testat nur dann verweigern, wenn er nicht auf Honorar-Einnahmen angewiesen ist. Natürlich wird er das Testat erstellen, insbesondere da er es ja mit einem dementsprechenden einschränkenden Satz versehen kann."
Daß man bei der BaFin mit einem eingeschränkten Testat antanzen kann, ist nicht
vorstellbar. Das dürfte die BaFin dann ganz besonders interessieren, was in dem
Laden los ist.
Global_2 Am: 12.03.2005 22:53:41
Gelesen: 11
in dem Zusammenhang, wenn von Testaten geredet wird, wäre es interessant
zu wissen, was denn überhaupt vom Wirtschaftsprüfer testiert wurde.
......................
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LAWUE Am: 12.03.2005 15:48:32
Gelesen: 245
@brokerface
.................
der verstorbene Herr Breitkreuz hat mir persönlich alle
möglichen Testate und Wirtschaftsprüfer-Berichte gezeigt.
........................
Ein WP prüft nur die gesetzlich vorgeschriebenen Formalien. Er ist ein Hakelmacher, der durch die gesetzlichen Vorgaben immer genug Auftrge hat, auch wenn ihn kein Unternehmer wirklich braucht. Kein geringerer als Ernst Welteke (SZ 22.4.2002) hat gesagt: "WP erkennen die Probleme eines Unternehmens oft als letzte. Auf sie ist also kein Verlaß". Wie sonst hätte es Affären wie Enron, Xerox, Comroad, Flowtex, Holzmann, Metallgesellschaft, Bankgesellschaft Berlin, Schmidt-Bank, Hypo-Vereinsbank, Infomatec etc. geben können. WP sind Quälgeister und unnötige Kostenstellen mit amtlichem Auftrag, sie bringen zusätzliche, unnötige Bürokratie ins Unternehmen. Sie wären aber schön blöd, wenn sie ihre gutdotierten Aufträge aus Menschenfreundlichkeit unterlassen würden. Den Auftraggeber (Gesetzgeber), der diese unnötige Einrichtung vorschreibt, den müßte man geißeln. Leider weiß ich aber auch kein Instrument zur Verbesserung der Moral in den Firmen und im Allgemeinen.
MfG
hw
@Jochen: Dank Dir bin ich glücklicherweise nicht ganz alleine mit der Meinung, dass es eine zentrale Wirtschaftsprüfungstelle geben sollte. Ich halte das aus zweierlei Gründen für notwendig:
1) Steht eine staatliche Stelle (wie von Jochen beschrieben) nie in irgendeiner Abhängigkeit zum Geprüften.
2) Ist es die momentanten Situation sehr bequem für die staatlichen Behörden. Den Wirtschaftsprüfer sucht man sich selbst (oder wählt aus einer Liste aus, wie jemand geschrieben hat), das ganze geht schief, und zuletzt ist es niemand gewesen.
Beziehungsweise: wenn´s jemand gewesen ist, dann der Wirtschaftsprüfer. Derselbe Wirtschaftsprüfer, der sein Privatvermögen mit Sicherheit in irgend einer Stifung hat, der zweifelohne versichert ist, dessen Versicherung aber (sein wir ehrlich) niemals die 600 Millionen an Schaden ersetzen wird. Nicht mal ansatzweise.
Zurück bleiben geprellte Anleger, die sich irgendwie auf staatliche Kontrolle verlassen haben, die es nie gegeben hat. Schuldige gibt es zwar, aber sie werden niemals den Schaden wiedergutmachen.
Ich bin der Meinung: wenn ein Schaden entsteht, der konstruktionsbedingt (Aufsicht!!!!) nie entstehen hätte dürfen, dann hat auch jemand Schuld. Wäre der Staat als Prüforgan schuld, dann hätte der Staat auch zu bezahlen.
Da gäbe es gar nichts herauszureden. Das Geld wäre wegen staatlicher Ungenauigkeit weg, der Staat hätte zu zahlen. Im Gegensatz zum Wirtschaftsprüfer und zu zahlungsunwilligen Versicherungen hat er außerdem 1) das nötige Geld und 2) die moralische Verpflichtung. Wir leben ja in einem Rechtsstaat, oder so.
Bei allen anderen Bereichen der menschlichen Sicherheit (reine Gutachtertätigkeit mal ausgelassen) betreibt der Staat auch kein Outsourcing. Arbeitsinspektorate, Steuerfahndung etc. werden auch nicht an Privatpersonen vergeben, die von den Geprüften und Überprüften ausgewählt werden.
Nachwas: Ich weiß hier haben viele antistaatliche Reflexe (von wegen freie Wirtschaft und so weiter): Selbstverständlich müßte es auch keine staatliche Auficht geben.
Bloß dann sollte der Staat sich auch aus Fragen raushalten, wie wer/wann/wessen Geld zu verwalten hat.
Er könnte den Bürgern dann auch ehrlicherweise sagen, dass seine Aufsicht zwar Aufsicht heißt, aber keine Aufsicht beinhaltet. So wüßte jeder woran er ist.
Vielleicht sollte, bevor pauschal geschimpft wird, wirklich mal der Frage nachgegangen werden, was genau von einem Wirtschaftsprüfer testiert worden ist. Eventuell kann LAWUE mehr Licht ins Dunkel bringen, zumal ihm die Testate ja sogar persönlich gezeigt wurden...
Ist es ausserdem auszuschliessen, dass Testate bei solchen "Zeigeaktionen" gefaked worden sind? Vielleicht viel einfacher, als den WPrüfer mit gefakedtem Material zu versorgen, weil da ja immerhin Stichproben gemacht werden sollten. Darum bereits meine Frage, ob geprüfte Berichte auch zum Download angeboten wurden (oder zumindest in grösserer Auflage als gedruckte Versionen in Umlauf gingen)? Denn wer Testate faked, wird diese sicher nur in engerem Kreis statt in der breiten Öffentlichkeit zeigen wollen.
Und was die Prüfungsproblematik generell angeht: Sarbanes Oxley scheint in USA schon recht gut zu greifen, man müsste sowas nur hier in D ebenfalls wollen.
(was aber sicher nicht im Interesse mehrerer dt. Konzerne ist, einige in USA in Form von ADRs gelistete dt. Firmen dachten wg. Sarbanes Oxley ja schon laut über einen Rückzug von der US-Börse nach).
Mal vorneweg: Ich freue mich für alle, die schon immer wussten, dass mit Phoenix etwas nicht stimmt.
Aber mal anders betrachtet:
Phoenix Kapitaldienst unterliegt der Aufsicht der BaFin. Das bedeutet der Geschäfsbetrieb muss in einer Art und weise organisiert sein, die sicherstellt, dass Anlegergelder nicht veruntreut werden können. Diese Geschäftsordnung wird schriftlich dokumentiert und kontrolliert.
Der Wirtschaftsprüfer testiert keine Performance sondern die Kontostände bei den Banken/Brokern. Üblich ist es dabei, die Saldo-Auskunft direkt von der Bank, dem Broker einzuholen. Wenn der Wirtschaftsprüfer, der im übrigen von der BaFin genehmigt werden muss, seinen Job erledigt hat, dann müsste 2003 eigentlich geprüft und i.O. sein. Ausserdem unterliegt Phoenix seit 1998 der Aufsicht. Heisst das nicht, dass zumindest 5 Jahre die Kontostände und damit der Performanceausweis gestimmt haben sollten?
Zu den "negativen" Artikeln in der Presse ist zu sagen, dass schon viele Anlageformen kritisiert wurden: Lebensversicherungen, Anfang der 90er Investmentfonds insbesondere Aktienfonds, Global Future Funds von ManInvestments u.v.a. Eigentlich fällt mir keine Kollektivanlage ein, die noch nirgends kritisiert wurde. Die Kritik machte in der Regel an den hohen Kosten fest - nicht am Verdacht des Betruges oder der Veruntreuung.
Auch Hedgefonds werden heute in der Presse (Wirtschaftswoche, Economist) allgemein wegen ihrer hohen Kosten kritisiert - ob es deshalb absehbar ist, dass sie alle betrügerisch sind?
Zum Urteil des Verwaltungsgerichtes aus dem Jahre 2002 frage ich: Wenn das ein so abschließendes Verbot für den Managed Account war, warum gibt es dazu keine entsprechende Verlautbarung der BaFin?
Ich meine der Phoenix Managed Account war immer eine Anlage mit hohen Kosten und hohen Risiken. Die Rendite bewegte sich aber nicht in einer Höhe, die Betrug suggerierte. Es gibt andere Produkte, die ähnliche Renditen mit ähnlichen Risiken einfahren. (z.B. der Fonds Thema Hedged US Equities).
So wie ich die Sache sehe, haben hier nicht die Kunden bei der Produkt-Auswahl versagt, sondern möglicherweise die Aufsicht.
Wenn man sich auf geprüfte Sachverhalte nicht verlassen kann, was macht man dann zur Grundlage seiner Entscheidungen?
Auch Kurse von Investmentfonds können manipuliert werden. Was, wenn der Gutachter bei offenen Immobilienfonds komplett danebenliegt, es die begutachteten Immobilien in dieser Form gar nicht gibt? Bei allen Zertifikaten: Was wenn der Index der vom Wirtschaftsprüfer berechnet wird gar nicht exisitert?
Gegen Betrug ist kein Kraut gewachsen.
Mein Vertrauen in die Aufsichtsorgane ist tief erschüttert.
Ganz schön schnell beim TEST
http://www.stiftung-warentest.de/online/geldanlage_banken/meldung/1246385.html
MELDUNG aus GELDANLAGE + BANKEN 10.03.2005
Bafin stoppt Phoenix Kapitaldienst
Suche nach Kundengeldern
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat den Geschäftsbetrieb der Phoenix Kapitaldienst GmbH gestoppt. Nach unbelegten Berichten im Internet sollen rund 30 000 Geldanleger bei dem Unternehmen insgesamt rund 800 Millionen Euro investiert haben. Angeblich fehlen davon jetzt 600 Millionen Euro. Berichte, wonach der Geschäftsführer des Unternehmens in Untersuchungshaft genommen worden sei, dementierte die Staatsanwaltschaft in Frankfurt. FINANZtest hat mehrfach vor dem Phoenix Kapitaldienst gewarnt.
Verluste mit Termingeschäften
Per Telefon suchten Vermittler im Auftrag der Phoenix Kapitaldienst nach Investoren. Sie versprachen hohe Renditen. Vor allem riskante Termingeschäfte sollten Gewinn bringen. Doch hohe Kosten und Risiken machen Verluste wahrscheinlich. In einer Broschüre über Optionen informiert das Unternehmen selbst wünschenswert deutlich: „Die Transaktionskosten des Phoenix Kapitaldienst liegen bei 33 Prozent vom Gesamtaufwand. Das entspricht einem Aufschlag von 50 Prozent auf den Nettobörseneinsatz. (...) Sie sollten vor Beginn der Spekulation ihren Einsatz als Totalverlust abschreiben“, ist dort zu lesen. Bei der Beratung per Telefon jedoch klang das ganz anders, und den Prospekt lasen viele Anleger nicht.
Strafanzeige gegen Verantwortliche
Nach Angaben von Bafin-Sprecherin Dr. Sabine Reimer gabs jetzt außerdem Berichte über Unregelmäßigkeiten beim Umgang mit Kundengeldern. Die Behörde ordnete nach Gesprächen mit der Phoenix-Geschäftsführung das Ruhen des Geschäftsbetriebs an. Das Unternehmen darf jetzt weder Geld an Kunden auszahlen noch Zahlungen entgegennehmen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt liegt bei der Kriminalpolizei eine Strafanzeige vor. Über die Einleitung eines förmlichen Ermittlungsverfahrens sei noch nicht entschieden.
FINANZtest hat gewarnt
FINANZtest hat wiederholt vor dem Phoenix Kapitaldienst gewarnt. Zuletzt war ein Ex-Geschäftsführer des Unternehmens persönlich verurteilt worden, 70 000 Euro Schadenersatz an einen Kunden zu zahlen. Nach Auffassung des Oberlandesgerichts Frankfurt hatte der Manager seine geschäftliche Überlegenheit sittenwidrig ausgenutzt, um seinen Kunden zu riskanten Termingeschäften zu überreden
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Dabei fällt mir ein noch weiteres trauriges Kapitel hier auf: das wird wohl dann über Jahr so gewesen sein, dass die Kunden auch noch STEUERN auf die (Buch-) Gewinne zahlen mussten - und da diese nicht existieren (nach jetzigem Stand der obigen Infos) ist nicht nur Kapital und Gewinn weg sondern obenauf STEUERN gezahlt auf "nix".
gruss hans
slowturtle Am: 13.03.2005 07:35:53
Der Wirtschaftsprüfer testiert keine Performance sondern die Kontostände bei den Banken/Brokern. Üblich ist es dabei, die Saldo-Auskunft direkt von der Bank, dem Broker einzuholen.
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hardworker Am: 13.03.2005 00:46:28
Gelesen: 97
Ein WP prüft nur die gesetzlich vorgeschriebenen Formalien. Er ist ein Hakelmacher,
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@meerschwein und alle
Wie weit gehen die Prüfungspflichten eines Wirtschaftsprüfers?
Ist ein WP nur verpflichtet Handelsbücher und Bilanz mit dem ihm vom
Unternehmer vorgelegten Unterlagen daraufhin abzugleichen, ob die
Zahlen eingetragen richtig sind und die Grundrechenarten korrekt ausgeführt wurden?
Oder muß der WP die Richtigkeit, der ihm vom Unternehmer vorgelegten
Unterlagen überprüfen, indem er beispielsweise bei den kontoführenden Banken,
die Guthabenstände usw erfrägt? Möglicherweise nur stichprobenartig?
Phoenix Managed Account
Das Phoenix Managed Account zeichnet sich durch seine geringe Volatilität und vergleichsweise hohe Rendite aus. Zudem kann das Phoenix Managed Account eine über zehnjährige Anlagehistorie vorweisen. In diesem Zeitraum hat kein einziger Anleger das Phoenix Managed Account mit einem Verlust verlassen! Durch die lange Börsenerfahrung hat sich eine sehr enge Zusammenarbeit mit den führenden Brokern der Welt entwickelt. (Z. B. Man Financial Ltd.)
Phoenix Managed Account: Die Anlagestrategie
Das Phoenix Managed Account wurde im November 1992 nach einer dreijährigen Testperiode eingeführt und gehört zu den erfolgreichsten alternativen Anlageformen in Europa. Seit der Einführung hat das Phoenix Managed Account stabile Erträge erzielt. Bis zum heutigen Tage findet sich kein einziger Zeitraum von drei zusammenhängenden Monaten ohne positives Ergebnis! Und bisher hat kein einziger Anleger den Pool mit Verlusten verlassen. Das Phoenix Managed Account hat zum Ziel, die aus dem einzelnen Engagement erzielten Einnahmen zu sichern. Der Schutz des Kapitals der Anleger hat Vorrang vor dem Wunsch, außerordentlich hohe Renditen zu erzielen.
Das Phoenix Managed Account basiert hauptsächlich auf der Ausstellung von Optionen. Jeden Tag werden die Märkte mit einem Marktanalyseprogramm auf geeignete Optionsverkäufe analysiert. 50 technische Indikatoren und die langjährige Erfahrung sowie der große Einblick in die zugrunde liegenden Marktmechanismen gewährleisten, dass kein lukrativer Markt übersehen wird.
Die erste Bedingung für einen Optionsverkauf ist, dass genügend Umsatz in diesen Optionen stattfindet, da sich sonst keine guten Preise erzielen lassen. Aus Sicherheitsgründen werden für das Phoenix Managed Account nur Optionen verkauft, die aus dem Geld sind. Diese erbringen zwar geringere Prämien, das Risiko der Ausübung solcher Optionen ist jedoch geringer als das von Optionen am oder im Geld. In der Regel werden gleichzeitig Put- und Call-Optionen verkauft, die beide aus dem Geld liegen. Durch die zweifache Prämieneinnahme ist das Sicherheitspolster gegen unerwartete Marktbewegungen doppelt so groß. Laut Statistik verfallen rund 80% aller Optionen mehr oder weniger wertlos. Die bezahlte Optionsprämie vereinnahmt die Gemeinschaft der am Phoenix Managed Account beteiligten Partner.
Es liegt nahe, dass sich das Phoenix-Management auf Märkte konzentriert, die sich in bestimmten Bandbreiten bzw. seitwärts bewegen. Ein großer Teil des Portfolios des Phoenix Managed Account ist in den Rohstoffmärkten platziert. Das ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Rohstoffpreise nur geringfügig miteinander korrelieren und Kursschwankungen auf den Aktien- und Zinsmärkten keinen unmittelbaren Einfluss auf Rohstoffpreise haben. Die Hauptmärkte sind Rohstoffe, Devisen und Aktienindizes. Darüber hinaus seien die Rentenmärkte genannt (u.a. Anleihen), auf denen jedoch nur in beschränktem Umfang gehandelt.
(Quelle: http://www.hedgefonds24.de - als Empfehlung VOR dem Phoenix Skandal)