Plant das Finanzministerium die Enteignung deutscher Sparer ?
Also ich halte das ja für Quatsch, aber wer weiß ?
börsennews.de - Leipzig, 15.12.2011: Zugegeben, die Headline ist provokativ: Aber zwei Fakten deuten auf genau solche Ideen im Bundesfinanzministerium hin.
(Quelle und weiter lesen: http://www.boersennews.de/nachrichten/thema/plant-finanzministerium-enteignung-deutscher-sparer/418976 )
@ limitup [#1]
Ich finde den Gedanken gar nicht so abwegig.
Mal rein theoretisch.
Wenn man das Verschuldungsproblem für die nächsten Jahre oder Jahrzehnte lösen will (einer dauerhaften Lösung dieses Problems gegenüber bin ich skeptisch), kann man dies nur durch Enteignung schaffen.
Sparbemühungen der Länder führen entweder nicht zum Ziel, da es Bemühungen bleiben, die nicht erfüllt werden oder sie führen in eine Rezession.
Für eine positive Entwicklung des wirtschaftlichen Geschehens, in den kommenden Jahren, ist eine Enteignung sicherlich die beste Lösung. In welcher Form sie dann stattfinden sollte, darüber kann man streiten.
Auch eine Inflationierung, durch Geldmengenausweitung, wäre eine Form der Enteignung, doch würden dabei andere getroffen. Am Ende würde würde dann wieder Enteignung stehen. Also erst Inflationierung, dann Enteignung.
Kommen wird die Enteignung in der ein oder anderen Form so oder so. Entweder sie kommt jetzt oder später (nur meine persönliche Meinung, da ich nicht an den Erfolg von Sparbemühungen glaube). Wenn ich mir überlege, das Deutschland immense Haftungsgarantien einräumt, die irgendwann gezogen werden, dann wäre es aus nationalem Interesse schon besser diesen Schritt so bald wie möglich zu vollziehen - selbstverständlich in allen Ländern. Besser mit 11% haften, als später mit 30%.
Für Länder wie Griechenland wäre das natürlich schon hart bei einer Qoute von 50%. Noch härter wäre es aber, wenn völlig unbeteiligte für diesen Schlamassel mithaften müssten. Da 60% der dortigen Bevölkerung nichts oder weniger als nichts besitzen (die würden ja sogar noch profitieren), ist es politisch wahrscheinlich sogar recht einfach. Wenn man die Unternehmen ausnimmt, hat man noch nicht mal die Lobbyisten gegen sich. Jeder hat genau eine Stimme.
Selbst wenn morgen alles Vermögen und alle "Reichen" der Welt weggebaemt wären, es bleibt die Wertschöpfungskrise als Krise des Systems insgesamt! Neubeginn?
Wohin denn, jedem sein 10. Handy, sein 5. Auto ? Der Markt ist komplett erobert, die Erde ein Kugel, Ende Gelände!
@ Doringo [#3]
"jedem sein 10. Handy, sein 5. Auto?" mit andern Gütern habe ich diese Aussage schon 1976 gehört. Sie ist doch sowas von daneben wie die Aussage zum Markt.
1) gibt es immer noch viele auf dieser Erde die keine Auto oder besser kein komfortables Transportsystem und kein Handy usw. haben und
2) Gibt es immer was neues, auf Handy folgte Smartphone und Tablet-PC