Prognosen für 2011
... bitte die Sinnhaftigkeit dieses Threads nicht überbewerten, aber wie jedes Jahr, wird man zum Jahresende mit den Prognosen fürs neue Jahr konfrontiert und dies kann ja (zumindest im nachhinein) auch ganz belustigend sein... :-)
Ich fang mal mit dieser Prognose von Goldman Sachs an:
"2011 - Year of USA"
http://www.cnbc.com/id/40767598?__source=yahoo%7Cheadline%7Cquote%7Ctext%7C&par=yahoo
Schaumer mal...
ciao,
zentrader
@ zentrader [#1]
Stimmt, das sind die Sinnfreisten Prognosen und jedes Jahr aufs Neue.
Interessanter wäre eigentlich der Prognoseerguss von 2009 für 2010.
Einer ist bestimmt dabei der richtig liegt und der sich nun feieren lässt.
@ zentrader [#1]
> ... bitte die Sinnhaftigkeit dieses Threads nicht überbewerten
Marktprognosen ein Jahr im Voraus - das ist so wertvoll (und vor allem hilfreich!), das kann man doch gar nicht überbewerten!
Ähem.
Es ist schon erstaunlich, wie man in Politik und Medienlandschaft von der "wieder"erstarkten deutschen Wirtschaft redet.
Ja, der gute alte Export. Er macht es möglich.
Ich meine mich zu erinnern, schon zu tiefsten "Krisen"zeiten hier geschrieben zu haben, dass der deutsche Export ein Selbstläufer ist. Made in Germany ist schon zu Zeiten knappen Geldes gefragt.
Um wieviel mehr dann erst, wenn es aus der Notenpresse unkontrolliert heraussprudelt.
Prognosen für 2011 - die Schuldenproblematik wird sich "natürlich" weiter verschlimmern. Meines Erachtens sollte man sich langsam aber sicher von dem Gedanken verabschieden, dass den grossen Worten bezüglich "Sparanstrengungen" und "Konsolidierungsmassnahmen" auch tatsächlich Taten folgen werden.
Und das weder in Europa -und ganz speziell- noch in den USA.
Die riesigen Summen von kurzfristig zu refinanzierenden Staatsschulden haben den Volkswirtschaften das Wasser abgegraben und sie müssen die Notenpresse in Anspruch nehmen, um nicht zusammenzubrechen.
Selbstredend ist das Ganze nur reiner Zeitgewinn, der auf jeden Fall den Geldwert mindern wird. Nicht zu vergessen ist auch, dass wir am Anfang dieses Prozesses stehen, der die Angewohnheit hat, immer schneller abzulaufen.
Darauf basierend sehe ich weiterhin stark steigende Aktienmärkte weltweit und für den DAX prognostiziere ich ein Plus von grob 20 - 25 % in 2011. Also ca. 8400 - 8800 Punkte.
Es soll sich niemand etwas vormachen. Das jetzige System ist total überschuldet und ohne "tabula rasa", die zweifelsfrei kommen wird, kann es keinen Neuanfang auf stabiler Basis geben.
Die Kursanstiege seit Anfang 2009 fussen rein auf der Geldpresse und sind zweifelsfrei inflationiert, so wie es auch die kommenden sein werden.
Allen noch frohe Festtage und ein gutes und erfolgreiches neues 2011.
Ich warte mal ab, wann hier einer die Luft rauslässt:
http://www.marketwatch.com/story/single-trader-holds-90-of-lme-copper-wsj-2010-12-21
SAN FRANCISCO (MarketWatch) — A single trader holds up to 90% of the copper in London Metal Exchange warehouses, the Wall Street Journal reported late Tuesday
The news came after copper prices hit a record and other commodities surged. The London Metal Exchange reported Tuesday that the trader holds 80% to 90% of the copper in its stockpiles, which is equal to about half of all the exchange-registered supply of the metal in the world, the Journal said. The position is worth about $3 billion, it added.
Single traders also own large holdings of other metals. One trader holds as much as 90% of the exchange’s aluminum stocks. In the nickel, zinc and aluminum alloy markets, single traders own between 50% to 80% of those metals and one firm has 40% to 50% of the LME’s tin stockpiles, according to the Journal.
@ hektor [#5]
Chocfinger hat es ja schon "zerlegt".
http://boersenradar.t-online.de/Aktuell/Rohstoffe/Kakaowette-endet-bitter-fuer-Hedge-Fonds-24150072.html
Der Hedge-Fonds Armajaro hat sich mit seiner Wette auf den Kakaomarkt offenbar verspekuliert: Laut Medienberichten hat er seine Bestände komplett abgegeben - und dabei angesichts fallender Preise einen kleinen Verlust gemacht.
Aufruhr im Kakaomarkt Der von Andrew Ward - Spitzname "Chocfinger" - geführte Hedge-Fonds hatte den Kakaomarkt im Sommer in Aufruhr versetzt. Er ließ sich im Juli 240.000 Tonnen Kakao liefern, die zweitgrößte Menge aller Zeiten an der Londoner Börse NYSE Liffe.
Informationen über Akteure werden veröffentlicht Damit kontrollierte Armajaro gut sieben Prozent der weltweiten Jahresproduktion. Im Tandem mit einem knappen Angebot trieb die große Lieferung den Kakaopreis auf ein 33-Jahreshoch von 2732 Pfund je Tonne. Kakaohändler und -verarbeiter witterten Manipulationsversuche und beschwerten sich beim Börsenbetreiber - der daraufhin die Berichtspflichten verschärfte und begann, tägliche Informationen über Akteure zu veröffentlichen, die mehr als 100 Kontrakte halten.
Großteil der Dezember-Kontrakte von Armajaro Armajaro fing laut der Financial Times im September damit an, seine Position abzubauen - ein Prozess, den er in diesem Monat abgeschlossen hat. Nach Daten der Liffe wurden für Dezember-Kontrakte 109.960 Tonnen geliefert und damit so viel für den letzten Monat im Jahr wie seit Dezember 2000 nicht mehr. Ein Großteil davon kam laut der Financial Times von Armajaro. Wenn ein Terminkontrakt ausläuft, kann sich der Inhaber entweder den zugrundeliegenden Rohstoff liefern lassen oder das Geschäft ohne eine Lieferung abschließen.
Problem: Winter-Tief Das Problem dabei: Die Preise sind mittlerweile von ihrem Hoch aus dem Sommer weit entfernt. Im November erreichten sie ein Tief von 1770 Pfund je Tonne. Hintergrund ist gutes Wetter in Westafrika, was vor allem die Produktion in der Elfenbeinküste begünstigte, dem wichtigsten Anbauland für Kakao.
Flagschiff-Fonds jedoch im Plus Armajaro soll größere Verluste durch Absicherungsgeschäfte vermieden haben. Dem Hedge-Fonds sind allerdings durch die großen Kakaobestände seit Ende Juli finanzielle und Lagerkosten entstanden, die laut der Financial Times bei sieben bis zehn Millionen Dollar im Monat liegen. Der Flagschiff-Fonds CC+, der nicht nur in Kakao, sondern auch in Kaffee und andere Agrarrohstoffe investiert, liege allerdings bisher in diesem Jahr im Plus. Armajaro hat sich zu dem umstrittenen Geschäft nie geäußert.