Rauchen zum Wohle Deutschlands
Rauchen zum Wohle Deutschlands
Von Lothar Späth
Unser Steuersystem gleicht einem Flickenteppich
Wer hätte das gedacht? Deutschlands Zukunft liegt im Rauchen. Noch vor einem Jahr ist Kanzler Gerhard Schröder in die Kritik geraten, weil er zu viel Geld für seine großen Zigarren ausgegeben hat. Jetzt haben sich solche Vorwürfe überholt. Endlich wurde ein Weg gefunden, wie man die Hingabe an das Laster mit der Sanierung der Staatsfinanzen sowie der Sozialsysteme kombinieren kann. Wir legen beim Genuss jeder Zigarre oder Zigarette einfach noch ein bisschen Geld oben drauf.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: HANDELSBLATT, Mittwoch, 21. Mai 2003 / http://www.Handelsblatt.com )
Die Zahl des Tages - 4. Oktober 2005 (heute veröffentlicht)
Genussmittel bringen der Steuerkasse 18 Milliarden Euro
Im Jahr 2004 brachte der Konsum von Genussmitteln dem Bund und den Ländern Verbrauchssteuereinnahmen von insgesamt 18,1 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren dabei die Tabaksteuer mit 13,6 Milliarden Euro und die Branntweinsteuer mit 2,2 Milliarden Euro am ertragreichsten.
Auch der Kaffeegenuss brachte den Bundeskassen gut eine Milliarde Euro. Zu nennen sind weiterhin die Biersteuer (800 Millionen Euro), die als einzige Verbrauchssteuer den Ländern zusteht, sowie die Steuern auf Schaumwein und Zwischenerzeugnisse (500 Millionen Euro).
In den letzten zehn Jahren ist das Steueraufkommen der Tabaksteuer um 29,4% gestiegen. Die anderen genannten Steuern erbrachten im Jahr 2004 zwischen 8,3% bei der Kaffeesteuer und 19,6% bei der Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer weniger Steuereinnahmen als 1995.
Die speziellen Verbrauchssteuern auf Tee, Zucker und Salz wurden im Hinblick auf den EG-Binnenmarkt zum 1. Januar 1993 abgeschafft.
http://www.destatis.de
18.000 Millionen Euro = 36.000 Millionen DM (grosse Summen denke ich immer noch in DM)
Was leben wir ungesund! Ist die Mehrwertsteuer darin schon enthalten?
Gruss Kobban