Reichster Franzose schafft sein Geld ins Ausland
Ich stell mir eigentlich fast täglich die Frage was der Vertrag von Maastrich und der Nachfolger der Vertrag von Lissabon für ein Grotesk oberflächliches und dilletantisches Werk darstellen.
Vermutlich hat wie bei der Guttenbergarbeit niemand das Machwerk gelesen.
Was soll das für ein einheitliches Europa sein wo jeder Staat unterschiedliche Steuersätze, Gesetze usw. hat und wo es möglich ist Kapitalverschiebungen innerhalb der Eurozone vorzunehmen und dabei sich steuerlichen Verpflichtungen entledigen kann.
Es ist ein Europa das dafür sorgt das die Reichen noch Reicher werden und dies zulasten der arbeitenden Bevölkerung.
Wie man die Krise lösen kann haben uns die AMIS gezeigt und die Franzosen haben es wohl als einzige kapiert und sind willens etwas umzusetzen
Unserer Ossitante brauchen die Unternehmen nur was vorjammern das die Wirtschaft einbricht wenn die Spitzensteuersätze angehoben werden und schon ist wieder alles alternativlos.
http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=311691&CP=1&F=47
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Die jüngste französische Politik zeigt Wirkung: Der reichste Mann Frankreichs, der Multi-Milliardär Bernard Arnault, hat einem Zeitungsbericht zufolge den Großteil seines Vermögens ins Ausland geschafft. Der Chef des weltgrößten Luxuskonzerns LVMH habe "praktisch seinen gesamten" Anteil an dem Unternehmen seit mehr als einem Jahr nach Belgien transferiert, berichtete die linke Zeitung "Libération" in Paris.
http://wirtschaft.t-online.de/reichster-franzose-schafft-sein-geld-ins-ausland/id_61828380/index
Alles über 30% ist modernes Raubrittertum, in meinen Augen.
@ StoxxDude [#2]
Die Messlate für Konzerne liegt bei 1-3% in den Staaten des operativen Geschäfts. Der Gewinn geht mit Verrechnungspreisen und Lizenzen -immer schwieriger aufgrund bissiger Steuerprüfer- und über Zins und Wechselkursgeschäfte in Niedrigsteuerländer in und ausserhalb der EU. Ich halte grosse Konzerne für Hedgefonds mit angeschlossener Marketingabteilung und meist ausgelagerten Fabriksarbeiten. Gruss SPOMI
@ benedikt54 [#1]
seit wann haben die USA einheitliche Steuersätze in den Staaten? Ich bin gerade in Florida und ort gibt es überhaupt keine Einkommenssteuer des Staates Florida sondern nur die Einkommenssteur des Bundes (Obama).
Der Staat finanziert sich hauptsächlich durch die Steuer auf Imobilien!
@ SPOMI [#3]
was wäre der Vorteil wenn die Unternehmen höhere Steuern zahlen würden (Falls Ihre Aussage stimmt)? Dann würden die Preise entsprechend steigen, denn Steuern sind doch auch nur Kosten für ein Unternhemen.
@ rodeonrwdeo [#4]
Die Aussage bezieht sich auf den folgenden Beitrag der sich mit denSpitzensteuersätzen in den USA auseinandersetzt.
http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=311691&CP=1&F=47
Ein hoher Spitzensteuersatz würde dazu führen das die Unternehmen ihre Gelder nicht mehr in die Spekulation stecken oder Anlegen , sondern in die Innovation von neuen Produkten und Absatzmärkten.
Was uns angeht in die heimische Wirtschaft und das würde zu einem gesunden Binnenmarkt führen, dazu wäre es erforderlich das die Löhne erhöht werden und somit auch Kaufkraft geschaffen wird.
@ rodeonrwdeo [#4]
85 Prozent aller produktiven Industriekredite kommen aus dem Cash Flow der grossen Daxunternehmen.
Das heisst, die brauchen keine Bank zum investieren, sie sind eine Bank.
Das Problem ist nur, das eine Wirtschaft nur klappt wenn es Leute gibt die sich verschulden. Das Geld auf der Bank muss ja Zinsen erwirtschaften und die werden nun einmal in der Realwirtschaft erarbeitet. Das ist der gesunde und normale weg.
Heute fliesst das Geld nicht in Form von Krediten in die Wirtschaft, sondern geht in Spekualtionsvehikel aller Griechenlandanleihen usw.
Das Geld erbringt keinen realen Nutzen für die Wirtschaft.
Die Gläubiger sitzen im Süden anstatt in Deutschland.
Dieses Ziel muss wieder erreicht werden.
@ rodeonrwdeo [#4]
Höhere Preise und damit einhergehende höhere Inflation sind ja gewünscht, nur so lässt sich die Staatsschuld weginflationieren.
Die Abgabenlast nur einen Teil der Bevölkerung über Lohnsteuern tragen zu lassen und den anderen Grossteil über Umsatzsteuern beitragen zu lassen, ist steuerpolitisch riskant. Das Steueraufkommen an den immobilen Teilen der Volkswirtschaft (wohnhafte Bevölkerung) zu knüpfen mag einfach sein, birgt aber Risiken hinsichtlich der Fiskalkraft der Norm unterworfenen. Hierzu muss nicht einmal die vielfach beschworene Beitragsgerechtigkeit zitiert werden, meint SPOMI
@ SPOMI [#7]
Höhere Preise und damit einhergehende höhere Inflation sind ja gewünscht, nur so lässt sich die Staatsschuld weginflationieren.
Die hohen Preise finden allerdings doch nur im Sektor Vermögenspreise statt.
Im Sektor Konsumentenpreise und Löhne findet sich die Deflation wieder.
Ein direkter Zusammenhang zwischen Staatsschuldenquote und höhe der Zinsen ist nicht gegeben.
@ benedikt54 [#1]
erst jetzt ist mir aufgefallen, welche die Freiheit des einzelnen verachtende Überschrift, hier von dem sozialistischen Zweig der Terminmarktwelt-Nutzer gewählt wurde.
Ich werde mich hoffentlich weiter Beiträge enthalten, auf solch einer Freihaitfeindlichen Basis halte ich es für wenig zweckmässig.
@ rodeonrwdeo [#9]
Ansich ging es in dem Beitrag darum wie man die Krise lösen kann in der man sich befindet.
Es bezieht sich darauf wie das kapitalistischte Land der Erde
in der Vergangenheit mit Krisen umgegangen ist und das dies sehrwohl die Lösung der Probleme darstellt, nur wollen das die Verantwortlichen nicht.
Vermutlich muss es erst wieder zu Kriegen und Aufständen usw. kommen bis unsere erpressbaren Politiker sich zu diesem Schritt entscheiden.
Ich bin sehrwohl Kapitalist sonst wäre ich wohl nicht an der Börse und ich würde sehr gerne das erarbeitete Kapital behalten, das klappt aber nicht wenn man sich der Situation verschliesst in der sich unsere Gesellschaft befindet.
Unsere Zinsen muss jemand erarbeiten und erwirtschaften und das geht nicht mit Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise.
Ich habe keine Lust in einem Land zu leben wo man seinen Reichtum und Wohlstand hinter Mauern und Sicherheitsanlagen verstecken muss und wo ich meine Kinder in gepanzerten Limosinen in die Schule bringen muss.
Ganz einfach, leben und leben lassen ist die Devise und nicht Ausbeutung bis zum letzen Hemd.
Das setzt eben auch Voraus das die Leute ihre Steuern zahlen.
Es ist schon komisch das immer die Leute nach Freiheit schreien die durch ihre engstirnige Haltung und Egoismus genau die Basis schaffen welche diese zerstört.
Die Rechtsstaatlichkeit geniessen, die Rechtssicherheit geniessen, die Infrastruktur geniessen usw. aber bezahlt werden soll das gefälligst durch die anderen und nicht durch mich.
Viele sehen ihre Freiheit darin ihr Geld in Sicherheit zu bringen und sich den steuerlichen Verpflichtungen zu entziehen.
Sowas sind für mich Schmarozer, sonst nichts.
@ benedikt54 [#10]
Nur als Gedankenspiel. Angenommen, Du wärest Superreicher. Irgendwo liegt doch auch für Dich eine Grenze, bei deren Überschreitung Du als Dein Heimatland verlassen würdest. 75% Spitzensteuersatz reichen nicht? Dann vielleicht 85%? 110%? - dann wärst aber auch Du weg.
Die Franzosen sollten sich über diese Entwicklungen nicht wundern.
Ich bin froh, dass es noch Reste von Steuerwettbewerb gibt. Gäbe es die Europa- oder gar weltweiten Einheitssteuersätze, die würden schneller nach oben gehen, als man die Steuererklärungen ausfüllen könnte.
Wo anders liegen die Aufgaben für die Politiker. Die Unternehmen zahlen in den grossen Industriestaaten nur geringe Steuern. Investiert wird aber auch kaum. Hier muss das Steueraufkommen erhöht werden.
@ zorrie [#11]
Die Spitzensteuersätze im Inland sollen doch dafür sorgen das es zu Investitionen im Inland kommt.
Nur das führt zur Steigerung der Binnennachfrage und dies muss mit höheren Löhnen einhergehen.
Der Denkansatz geht dahin das ein Unternehmer doch lieber investiert als Steuern zu zahlen.
Es geht darum den Anreiz für Investitionen zu steigern als wie bisher
den Anreiz nur die Sparquote zu steigern.
@ zorrie [#11]
Spitzensteuersätze sind doch kein Status für ewig. Die AMIS haben es uns doch vorgemacht wie es geht.
Überwindung der Finanzkrisen durch Kriege und Depressionherbeigeführt durch Erhöhung der Spitzensteuersätze bis zu 90 Prozent bei Vermögen ab 200000 Dollar.
Später wurden diese wieder zurückgeführt.
Wo ist das Problem?
Wer AMI ist zahlt seine Steuern, egal wo er lebt.
Will er das nicht, muss er seine Staatsbürgerschaft abgeben.
`?Warum denn nicht auch bei uns oder in Europa