Schmidt: "Ich habe die Entscheidung für mich getroffen"
Schon wieder ein von der Saatgutindustrie gekaufter Politiker?!?!
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/schmidt-ich-habe-die-entsc…
"Das Ja des Agrarministers in Brüssel löste Spekulationen aus, ob die Kanzlerin von seinem Vorhaben gewusst haben könnte. Der Minister sagt nun, er nehme alles auf die eigene Kappe.
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat sein umstrittenes Votum auf EU-Ebene für die Verlängerung der Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat nach eigenen Angaben allein getroffen. "Ich habe eine Entscheidung für mich getroffen und in meiner Ressortverantwortung", sagte der CSU-Politiker am Dienstagmorgen im ARD-"Morgenmagazin". Er trat damit Spekulationen entgegen, sein mit Umweltministerin Barbara Hendricks nicht abgestimmtes Vorgehen sei möglicherweise in Absprache mit Bundeskanzlerin Angela Merkel erfolgt. Schmidt verneinte dies: "Das sind Dinge, die man auf die eigene Kappe nehmen muss. Dazu ist man da. Politiker, die nie entscheiden, ecken zwar nie an. Das sind aber auch nicht die, die das Land voranbringen."
Die SPD, die sich nach wie vor gegen eine Glyphosat-Zulassung stemmt, hatte Schmidt zuvor heftig kritisiert. Sein Votum sei ein "Vertrauensbruch" und widerspreche der Geschäftsordnung der Bundesregierung, so SPD-Vize Ralf Stegner. Angesichts der Meinungsverschiedenheiten in der Bundesregierung hätte die Geschäftsordnung eigentlich eine Stimmenthaltung im zuständigen EU-Ausschuss vorgeschrieben. Schmidt hielt dagegen: "Die fünf Jahre wären mindestens gekommen, auch ohne die Entscheidung gestern in Brüssel." Sein Argument im Kern: Ohne Deutschlands Zustimmung wäre Glyphosat von der EU-Kommission auch zugelassen worden, womöglich sogar ohne Verbesserungen. So habe er immerhin erreicht, den Glyphosat-Einsatz "für den privaten Gebrauch und andere Gebräuche zu reduzieren". Außerdem solle der Einsatz von Glyphosat in Deutschland ohnehin stark reglementiert werden.
Hendricks: "Man kann so nicht regieren"
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat am Dienstag eine deutliche Reaktion von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Schmidts Alleingang gefordert. "Ich glaube, die Kanzlerin ist am Zuge. Sie muss etwas unternehmen, um diesen Vertrauensverlust zu heilen. Man kann so nicht regieren. Das geht einfach nicht", sagte Hendricks. Die Ministerin wollte sich nicht auf eine konkrete Maßnahme festlegen, etwa die Entlassung Schmidts. "Ich finde, die Kanzlerin sollte in eigener Verantwortung entscheiden, wie Vertrauen zurückgewonnen werden kann."
Auch Abgeordnete von SPD, Grünen und FDP fordern derweil eine Erklärung von Kanzlerin Merkel; sie wollen wissen, ob die Kanzlerin von dem Vorgang gewusst hat. Merkel hat sich bisher nicht geäußert. Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr aus Kanzleramtskreisen dasselbe, was auch Schmidt bekräftigt: Dass er die Entscheidung für eine Zustimmung allein getroffen habe.
Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel sagte im Tagesspiegel: "Die Kanzlerin muss sich erklären, ob sie davon wusste und ob sie dem Vorgehen zugestimmt hat." Sollte Merkel davon gewusst haben, "wäre das eine echte Hypothek für jede Form von Gesprächen", fügte er hinzu.
Ähnlich äußerte sich der Erste Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer der FDP, Marco Buschmann. Er forderte die Kanzlerin auf, die Unstimmigkeiten rasch zu klären: "Die vorsätzliche Verletzung der gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesregierung stellt die Koalitionsfähigkeit als solche in Frage."
Schmidts Amtsvorgängerin Renate Künast von den Grünen nannte die Tatsache, dass Schmidt ohne Absprache mit Ja gestimmt habe, einen "ungeheuren Vorgang". "Ich möchte wissen, ob das mit Wissen von Kanzlerin Angela Merkel passiert ist." Wenn nicht müsse sie den Minister entlassen, sagte Künast der dpa.
Die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation WHO hatte Glyphosat 2015 als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft. Andere Experten kamen allerdings zu anderen Ergebnissen. Unabhängig davon gilt Glyphosat nach Einschätzung von Umweltexperten allerdings auch als Gefahr für die Artenvielfalt, besonders für Bienen und andere Insekten sowie für Vögel."
Der eigentliche Skandal ist doch nicht die Entscheidung, sondern das man wieder einmal die Menschen öffentlich für Saublöd verkauft.
Die Kanzlerin habe nichts gewusst. Ja, Ja.
Also gehts noch? Sie miemt das Unschuldslamm und empört sich öffentlich und hinter verschlossenen Türen war die Sache längst beschlossen.
Unsere bescheuerten und Neoliberal gesteuerten Medien spielen das Spiel auch noch mit.
Es ist eher ein Thema zum Fremdschämen.
"Neoliberal gesteuert" - ein Widerspruch in sich. Wird nun gesteuert oder nicht?
Ich möchte nur noch mal schreiben, dass in diesem Lande wenig neoliberal ist
Verbote hier, Verbote da, Es werden immer mehr. Neuester Streich: Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Du darftst das nicht, dieses nicht.
Die Geldpolitik, die Wurzel des Übels - der Traum eines jeden Kommunisten
zorrie
Neoliberale sind Marktradikale, sie vertreten die Ansicht das der Markt alles regelt.
Bitte keine Vorschriften, Wir wollen Deregulierung.Wir wollen nicht das uns jemand auf die Finger schaut.
Wenn Du schreibst das in Deutschland wenig Neoliberalt ist , dann hast Du die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt die letzten 25 Jahre verschlafen.
Die Rechte der Arbeitgeber wurden massiv gestärkt und die der Arbeitnehmer massiv eingeschränkt und es wird immer schlimmer.
Neoliberalismus bedeutet das das Kapital immer stärker und mächtiger wird und der Bürger mit immer weniger Rechten ausgestattet wird.
Das die Gesetze letztendlich vom Kapital gemacht werden dürfte auch dem naivesten mittlerweile klar sein. Das neuest aktuelle Beispiel ist Glykophat oder wie das Unkrautvernichtungsmittel heisst. Die Interessen des Kapitals stehen über den Interessen des Bürgers.
Also wenn das nicht Neoliberal ist, was ist es dann?
"Neoliberalismus bedeutet das das Kapital immer stärker und mächtiger wird"
Das ist eine von Dir gemachte Folgerung. Ich sehe auch das Kapital immer mächtiger werden, aber nicht auf Grund von Liberalismus. Sondern als Folge der Notenbankpolitik. Die, wie geschrieben, das Gegenteil von Libralismus ist.
"Die Rechte der Arbeitgeber wurden massiv gestärkt und die der Arbeitnehmer massiv eingeschränkt "
Was hat das mit Liberalismus zu tun? Ich sehe auch im Arbeitsrecht wenig davon. Nur Regeln, Regeln, Regeln. Wer einen Arbeitnehmer fest anstellt, hat Zig (!) Vorschriften zu beachten. Das gilt gerade für größere Unternehmen. Die überlegen sich das doppelt und dreifach.
Klar läuft einiges in Deutschland nicht so, man es als "gerecht" empfinden würde. Das liegt m.E. aber an zu vielen, und nicht an zu wenigen Gesetzen, Verordnungen etc.
zorrie
Kaum ein Begriff wird so kontrovers und so leidenschaftlich diskutiert wie der des Neoliberalismus. Das liegt zum einen an der widersprüchlichen Definition des Wortes Neoliberalismus, zum anderen aber auch an der völlig unterschiedlichen Auffassung über Sinn und Nutzen der neoliberalen Lehre.Ursprünglich verstand man unter "Neoliberalismus" einen Mittelweg zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Die Wortschöpfung entstand zwischen 1930 und 1940 und sollte den Kontrast zum Liberalismus des 19. Jahrhunderts verdeutlichen. Beim Liberalismus vertraute man allein auf die Kräfte des Marktes und verzichtete auf staatliche Eingriffe in die Wirtschaftssteuerung. Heute versteht man den Neoliberalismus als Rückbesinnung auf den alten Liberalismus (Raubtierkapitalismus). Neoliberal steht als Abwendung von der sozialen Marktwirtschaft. Der Staat gibt dem Kapital wieder die Zügel in die Hand, er betreibt und propagiert Lohn- und Sozialabbau.
zorrie
Harz4, Leiharbeit, Werkverträge, Flex Verträge,
Entmachtung der Gewerkschaften,
und du siehst nichts?
Was wäre denn das optimale Szenario. Die Tagelöhner ? Heute einstellen, Morgen kündigen usw.
Wie soll denn ein junger Mensch eine Familie planen, wenn es für ihn keine tragbare Rechtssicherheit gibt?
Ne, also, Bei den Profiten welche die Unternehmen machen muss es drin sein das die Arbeitnehmer ordentlich entlohnt wird. Wer das anders sieht ist für mich ein moderner Sklavenhalter
Es geht auch nicht umdie Anzahl von Gesetzen, sondern es geht um die richtigen Gesetze.
Fakt ist aber, das eben diese Gesetze immer mehr zugunsten der Arbeitgeber ausgelegt sind und werden.
Das Ergebnis des Neoliberalismus
Zwölf Jahre nach den „Reformen“ der Agenda 2010 ist es an der Zeit, die gesellschaftlichen Realitäten zur Kenntnis zu nehmen: Anhaltende Massenarbeitslosigkeit und gravierende wirtschaftliche Diskrepanzen in der Europäischen Währungsunion, für die Deutschland einen Großteil der Verantwortung trägt. Ein nicht mehr funktionierendes Rentensystem, enorme Ungleichheit, Altersarmut, Kinderarmut, ein wachsender Niedriglohnsektor, immer weniger unbefristete und gut bezahlte Jobs, marode Infrastruktur, klamme Kommunen, überbordende Spekulation eines außer Kontrolle geratenen Finanzsektors, sinkende Investitionen der Unternehmen trotz blendender Gewinnsituation und viele ungelöste ökologische Aufgaben.
"Was wäre denn das optimale Szenario. Die Tagelöhner ? Heute einstellen, Morgen kündigen usw."
Davon (Neoliberalismus) sind wir meilenweit entfernt. Auch am Arbeitsmarkt. Wie die Verhältnisse in einem freien System wären, können wir nur vermuten.
Was war denn früher anders? Waren die Menschen/Arbeitgeber weniger gierig? Gab es weniger Arbeit? Die Gewerkschaften wirklich stärker?
Nichts von alledem. Der Markt war freier, und das tat allen gut. Preise konnten sich entwickeln und wurden nicht verzerrt. Negativzinsen. Zinsen für Junkbonds niedriger als für US.-Staatsanleihen. Staaten, Großunternehmen die nicht pleite gehen, obwohl das längst hätte geschehen müssen. Um Platz zu machen für innovative Unternehmen. Um finanziell am Abgrund stehenden Ländern einen Neuanfang zu gewähren. Die EU mit ihrer Agrarförderung, zu Lasten Afrikanischer Staaten.
Wer nach immer neuen Gesetzen ruft, doktort nur an den Symptomen herum. Wie ein Arzt, der neu aufkommende Pusteln mit immer neuen Salben bekleistert. Anstatt mal nach den wirklichen Ursachen zu forschen.
zorrie
Wie so ein freies System aussieht, das braucht man nicht vermuten, ein Blick in die USA reicht doch aus. Hier sieht man den ungezügelten Kapitalismus. Hier regiert nicht das Volk, sondern die Konzerne.
Darf man fragen wie alt du bist? Ich bin seit den 70er Jahren im Arbeitsmarkt. Die Arbeitgeber waren damals wesentlich Arbeitnehmerfreundlich.
Wo war der Markt denn freier? Bitte mal konkrete Beispiele und nicht nur Behauptungen, denn die sind einfach nur falsch.
Es gab früher auch Inflation. Inflation kommt von Löhnen. Die Leute wurden damals ordentlich bezahlt und es gab den Begriff der Lohn - Preisspirale.
Steigende Löhne, Steigende Inflation, Steigende Preise.
Warum gehen Staaten, Banken usw nicht Pleite? Wer war es denn der die liberalisierung der Märkte im globalen Kontext gefordert hat? Es waren die Banken.
Der Staat hat denn die Regeln gelockert oder aufgehoben. Was war die Konsequenz? Hemmungsloses gezocke. Als das Kind dann im Brunnen gefallen ist , hat man nach dem Staat geschrien. Die sind eingespungen, weil sie erpressbar geworden sind.
Letztendlich hat der Staat nichts mehr zu sagen. Die Macht liegt bei den Banken. Das ist Neoliberalismus in Reinkultur. Der Staat gibt das Heft des handels aus der Hand.
Wo sind denn sie der Finazkrise die angeblichen Verbesserungen? Wo sind die Regeln welche die Banken einschränken? Es gibt keine, es geht so weiter wie bisher.
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Warum gibt es Nullzinsen. Wer hat denn an der ganzen Zinspolitik bisher verdient? Die Banken.
Die holen sich das Geld zu Null Prozent bei der EZB und geben diese dann als Darlehen an Griechenland, usw. zu überhöhten Zinsen weiter.
Geld verdienen ohne Risiko. Das sind Schmarotzer der übelsten Sorte.
Die einzigen die das unterbinden könnten wären die Staaten selbst, aber das tun sie nicht, da sie erpressbar sind und nichts zu sagen haben. Das Heft des handelns liegt bei den Banken.
Gestze regelen das Verhältnis zwischen Schwach und Stark. Wenn man ohne Gesetze arbeitet hat immer der Recht welche der Stärkere ist.
"ungezügelten Kapitalismus" Auch in den USA haben wir eine Notenbank, die massiv in den Geldkreislauf eingreift
"Die Arbeitgeber waren damals wesentlich Arbeitnehmerfreundlich. " Weil es wesentlich einfacher war, auch mal jemanden wieder zu entlassen.
"Wo war der Markt denn freier?" Ludwig Erhard - der würde sich heute im Grabe umdrehen, wenn er sehen würde, was aus seiner Sozialen Marktwirtschaft geworden ist
"Die Leute wurden damals ordentlich bezahlt " Aber warum denn? Weil Unternehmen damals Wohlfahrtsorganisationen waren? Oder liegt das Grundübel nicht vielleicht doch an unserem Geldsystem?
"Warum gehen Staaten, Banken usw nicht Pleite?" Notenbanken. Planwirtschaf in Reinkultur.
"Der Staat hat denn die Regeln gelockert oder aufgehoben." Hier sind wir uns wohl mal einig. Es braucht klare Regeln. Z.B. Trennbankensystem. Klar definierte, ausreichende Rücklagen der Banken. Ein Kartellamt, das viel zu große Konzerne aufteilt.
"Wer hat denn an der ganzen Zinspolitik bisher verdient? Die Banken" Das ist Unsinn. Die Banken leiden unter den Nullzinsen.
"Die holen sich das Geld zu Null Prozent bei der EZB und geben diese dann als Darlehen an Griechenland, usw. zu überhöhten Zinsen weiter.
Geld verdienen ohne Risiko. Das sind Schmarotzer der übelsten Sorte. " Dann müssten die Kurse der Bankaktien ja ganz prächtig gedeihen ... Ich sehe da nur Elend.
zorrie
Versuch doch mal nur ein einziges Argument was Du da an den Tag legst durch
Fakten
zu belegen. Das sind einfach nur festgefahrene Meinungen und teils Legenden die durch nichts, aber auch gar nichts belegt sind.
Wie schon einmal gefragt. Wie Alt bist Du denn das Du weist das es früher einfacher war Angestellte zu entlassen.
Es ist genau das Gegenteil: Warum glaubst Du gibt es Leiharbeit, 'Werkverträge, Flex Verträge usw.
All das erleichtert es den Unternehmen Leute kurzfristig einzustellen oder wieder auszustellen., das gabs früher alles nicht. Dass die Leute ordentlich bezahlt wurden lag an der Politik und den Gewerkschaften und daran das die Unternehmen in der Tat die Arbeitskraft und die Qualifikation Ihrer Mitarbeiter noch gewürdigt haben und es gab damal keinen
Share Holder Value.
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Wenn die Banken und damit meine ich alle europäischen so leiden und Du nur eldend siehst, warum hat sich dann der
Bankenindex von 120 auf 185 in den letzten Monaten erholt? Kannst Du mir das begründen? Es liegt eben daran das sich die Banken zu Null
Geld holen und das zu überhöhten Zinsen weiterverleihen. Geht dann der Schuldner in die Zahlungsunfähigkeit werden neue Kredite aufgelegt um die Alten zu finanzieren.
Wenn alles nicht mehr nützt , kauft eben die EZB die Anleihen auf, welche die Banken aufgelegt haben. Das Risiko des Totalverlustes wird durch die EZB übernommen.
Das ist der Grund warum die Banken nicht absaufen. Sie tragen das Risiko eines Totalausfalles nicht mehr.
Das Sie mit dem Zinsumfeld kein leichtes Arbeitsfeld haben ist auch klar.
Das Geldsystem wäre nicht das Probelm, sondern es ist die Art und Weise wie wir mit der Produktivität umgehen. Es ist eben der Neoliberalismus, wo der Starke den Schwachen ausnutzt um sich zu berreichern. Der Staat (also wir alle) lassen und das gefallen.
Wir denken in der Realität, aufgrund Erfahrung, alle anderen geben die Lehrbuchtheorie wieder.
Das ist vielleicht der Unterschied.
Mit früher meinte ich noch viel früher als Dein früher. Ein aktuelles Beispiel, stand jetzt auf faz.net
http://plus.faz.net/beruf-und-chance/2017-12-09/wie-kehren-mitarbeiter-…
In einem aktuellen Urteil hatte das Bundesarbeitsgericht festgestellt, dass eine mit wiederholten Krankheitsausfällen begründete Versetzung von der Nachtschichtarbeit in die Tagschicht nicht schon allein deshalb unwirksam ist, weil im Unternehmen das Betriebliche Eingliederungs-Management fehlte (10AZR 47/17).
So etwas gab es früher, beispielsweise zu Ludwigs Ehrhards Zeiten, nicht. Ist nur ein Beispiel, davon könnte man eine lange Liste aufstellen.
Die Schröder Reformen haben aus diesem Wust an Vorschriften für die Unternehmen einen Ausweg gebahnt. Das hat dann einerseits zum Wirtschaftsaufschwung in Deutschland, andererseits aber auch zu den von Dir kritisierten Zuständen geführt.
Mit neoliberalen Zuständen am Arbeitsmarkt, auf den Du Dich hier fokussierts, hat aber in meinen Augen immer noch nichts zu tun.
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Anderer Markt, der Geldmarkt. Hier herrscht Planwirtschaft. Hier das Ergebnis:
ZOMBIEFIZIERUNG DER WIRTSCHAFT:In Europa gibt es zu viele tote Unternehmen
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/tote-unternehmen-belasten-europae…
In der europäischen Wirtschaft treiben derzeit Untote ihr Unwesen. Nicht lebensfähige Firmen binden Kapital, das sonst wachstumstreibend eingesetzt werden könnte.
Hier liegt der Hund begraben. Zu wenig statt zu viel Freiheit.
NIEDRIGZINS:Deutsche Banken leiden besonders
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/banken-in-deutschland-leiden…
Die deutschen Banken haben mit dem Niedrigzins zu kämpfen. Das liegt vor allem an ihrer starken Abhängigkeit vom Zinsgeschäft und ihren vergleichsweise günstigen Finanzprodukten.
zorrie
Lassen wir die Diskussion, sie bringt in meinen Augen nichts. Wenn man sich der Realität verschliessen will wie Du dann kann man argumentieren wie man will.
Beiträge und Kommentare die Interessengesteuert sind darf man wirklich nicht als Masstab nehmen. Am besten fährt man wenn man selbst denkt oder sich mit Kommentaren befasst die Neutral sind.
Hierzu gehört Flassbeck. Er war ehemaliger Staatssektretöär unter Lafontaine. Leute wie er haben Erfahrung, Kompetenz und sind nicht politsch gesteuert.
Man kann sich hier einlesen wenn einem die Perspektiven fehlen.
https://makroskop.eu/2017/12/die-schicksalsfrage-der-spd/
Das jetzt bitte nicht in den falschen Hals bekommen, aber auch ich musste mir nach 30 Jahren eingestehen das ich von den Mainstreammedien nur verarscht wurde. Die Wirtschaftsbeiträge von der Süddeutschen , der FAZ , der Bild usw. sind massiv Interessengesteuert.
Ich könnte hier auch Seiten schreiben, aber ich denke das es nichts bringt.
Unser Währungssystem hat in der Tat ein Problem: Hinter den ständig steigenden Guthaben stecken keine realen Gegenwerte. Der Grund dafür liegt aber nicht im Geldsystem, sondern in der zunehmend einseitigen Verteilung der Primäreinkommen. Wegen dem Steuer- und Standortwettbewerb kann dieses Ungleichgewicht immer weniger durch progressive Besteuerung korrigiert werden. Wer die Währungen retten will, muss bei der primären Einkommensverteilung ansetzen.
Die Wirtschaftsbeiträge von der Süddeutschen , der FAZ , der Bild usw. sind massiv Interessengesteuert.
Du hast den Spiegel vergessen.
Mache Dir um mich mal keine Sorgen. Auch ich lese viel abseits der Mainstream-Medien. Nur halt nicht im linken Spektrum, sondern im liberalen. Beispiel: http://www.misesde.org/
zorrie
In der von Dir dargelegten Wirtschaftsform hat immer der Recht welche der Stärkere ist. Der Staat soll sich aus allem so weit wie möglich raushalten.
Das ist eigentlich Milton Friedman, wie er leibt und lebt hätte ich beinahe gesagt. Monearismus in Reinkultur.
In der von mir dargelegten bzw. gewünschten Wirtschaftsform hätte ich gerne einen starken Staat. Ein Staat mit konsequenten Regel welche für Stark und Schwach gleich gelten sollten.
Ich denke aber eher, das Du mit Deiner Wirtschaftsform der Realität schon viel näher bist als ich mit meiner.
Im Grunde will ich nur eines.
Leben und Leben lassen.
Der welche viel Arbeitet, fleissig ist usw. soll das auch honoriert bekommen. Wenn Arbeit zum Lebensinhalt und Geld als Priorität gesetzt wird, dann Bitte.
Aber Menschen die arbeiten wollen , ihre Familie ernähren möchten und sich ab und an etwas gönnen wollen, denen muss eine vernünftige Basis geschaffen werden damit dies möglich ist. Die Basis wird dadurch geschaffen das man die Leute ordentlich bezahlt und Ihnen kalkulierbare Arbeitsplätze gibt.#
Mit ein bischen guten Willen sollte das doch möglich sein, nur man muss es halt auch wollen.
Keynesianismus ist doch die reinste aller Wirtschaftsformen.
Monetarismus ist eben der Antrieb für jegliches Tun und Handeln.
Wir drehen uns seit zehn Jahren rhethorisch im Kreis;-)).
Habe hier mal die Zusammenfassung der Friedmännschen Theorien eingestellt
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Staatliche Eingriffe in die Wirtschaft, z. B. antizyklische Maßnahmen der Wirtschaftspolitik zur Steuerung der Konjunktur, wie vom Keynesianismus gefordert, lehnen die Monetaristen grundsätzlich ab. Maßnahmen der antizyklischen Konjunkturpolitik wie Investitionszulagen im Abschwung oder Steuererhöhungen im Aufschwung verstärken die konjunkturellen Schwankungen weiter und wirken demnach nicht stabilisierend auf die Konjunktur. Je weniger der Staat also zur Steuerung der Konjunktur in die Wirtschaft eingreift, desto besser. Die Grundlage für eine stetige Aufwärtsentwicklung der Wirtschaft sehen die Monetaristen somit in der Selbstregelungskraft des Marktes über Angebot und Nachfrage und in der an der volkswirtschaftlichen Produktion orientierten Steuerung der Geldmenge durch die Zentralbank.
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Steuererhöhungen im Aufschwung würgen die Wirtschaft ab. Tja, das gute Friedmann.
Die USA haben in der Zeit des grössten Wirtschaftsaufschwungs und zwar von
1950-1963
einen Unternehmenssteuersatz von 91 Prozent gehabt.
Geschadet hat es weder der Wirtschaft noch dem Kapital. Wie schon einmal geschrieben treibt der hohe Steuersatz die Unternehmen dazu an zu investieren um eben genau diese hohen Steuersätze zu verhindern. Steuersenkungen bewirken genau das Gegenteil. Die Unternehmen horten Kapital.
Ich frage mich immer noch warum über die Wirkungsweisen diverser Theorien diskutiert wird , wenn die Realität doch genau gezeig hat wie diese
sich auswirken.