Schüler und Börse
Schwalmstadt: Respekt. Schüler machen aus Schule eine AG
Das finde ich sehr gut. Auch ein grosses Lob an die Schulleitung bzw. die Lehrkräfte, die ein solches Projekt unterstützen. Genau solche Unternehmungen fördern die Aktienkultur. Super und bestimmt einzigartig in Deutschland.
....nein, es gibt noch ähnliche Projekte :o)
http://www.bs-kg.de/index.php?option=com_content&task=view&id=67
Übrigens auch für Sammler historischer Wertpapiere interessant, die Variasammler sind.
Viele Grüsse
Franjo
@ Paljusevic, Franjo [#2]
Alles kalter Kaffee.
Zu DDR Zeiten war ich an der Schule in mehreren AG´s
Z.b. "Junge Naturforscher" AG
AG "Touristik"
hihihihi
(kleine Scherz am Rande)
@ Paljusevic, Franjo [#1]
Wenn nun der Finanzvorstand mit seiner Freundin auf Kosten der AG zum Essen geht und der Dame des Herzens ein paar Geschenke kauft reicht das Geld der AG nicht mehr zum kauf von ein paar Bleistiften.
Das nennt man dann Misswirtschaft. Gleichzeitig wird diese Aktion des Finanzvorstandes damit honoriert das er eine Abfindung erhält. Schliesslich muss Leistung auch honoriert werden.
Die Aktionäre können dann dem jungen Mann der ihre Kohlen verbrannt hat ein paar Prügel androhen, aber da schützt ihn das Gesetz.
Ansonsten können sie dann eine Aktionärsversammlung abhalten, wo der Vorstand von den Jungs nochmal Kohlen will damit das Geschäft weiterläuft. Das nennt man dann eine Kapitalerhöhung.
Haben die Jungs keinen Bock Geld nachzuschiessen kommt der Direktor der Schule und macht den Laden dicht und verramscht die restlichen Schreibwaren an den örtlichen Händler zu einem Spottpreis, nur damit er die Sache schnell vom Tisch hat. Das ist dann der Insolvenzverwalter.
Die von der Aktion übrigen gebliebenen Aktien können sich die Schüler dann ins Klo hängen wo sie täglich an ihr Investment erinnert werden.
Vielleicht findet sich dann in Zukunft irgendein Sammler der Ihnen für das Stück Papier mit Erinnerungswert etwas Geld gibt. Das ist dann Franjo.
@ benedikt54 [#4]
Das war jetzt aber schon ein (großer Scherz am Rande)... ;)
@ Paljusevic, Franjo [#1]
"Aktienkultur" was ist das? Das was benedikt54 [#4] beschreibt? Was wäre denn nötig um eine "Aktienkultur" zu schaffen und keine Aktien-Unkultur? Nur mit ein paar formalen Spielregeln, wie Aktien funktionieren schafft man noch keine "Aktienkultur". Meine Meinung.
Hallo AAA.
Mein Interesse an Aktien war beispielsweise schon mit 12 Jahren geweckt worden. Damals hatte ich die Vorstellung nachdem ich die Kurslisten an der Sparkasse oder Raiffeisenbank verglichen hatte, ich gehe mit Bargeld in die Bank und kaufe mir am Schalter die Aktie, die ich mir ausgewählt habe. Seitens der Lehrerschaft bekam man beispielsweise so gut wie keine Informationen über die "Funktionsweise" von Aktien, ganz zu schweigen davon, wie man Aktien erwerben kann. Gezwungenermassen musste man sich die Informationen darüber also aus der Schulbibliothek holen. Da lobe ich mir doch die beiden obigen Beispiele. Die Schüler lernen in der Praxis, was im Endeffekt "Aktie" bedeutet und haben im späteren Leben weniger Hemmungen damit umzugehen, als jemand für den Aktien "etwas unheimliches" sind. Und die Mehrzahl der Einwohner in Deutschland denken so. Aktienkultur kann man in der Schule schaffen, nur wären -um dem Ganzen eine breite Basis zu schaffen- Änderungen in den Lehrplänen seitens der Kultusminister nötig.
Viele Grüsse
Franjo
"Das war jetzt aber schon ein (großer Scherz am Rande)... ;)"
Nein das ist kein kleiner Scherz am Rande, das ist Realität siehe die "totgegangenen" Chefs (Neuer Markt, sonstige Aktien) die sich u. deren Ehefrau u. deren Kinder reich gemacht haben.
Opfer dabei sind die Kleinaktionäre die dann veramschen mussten.
Deshalb arbeite ich mit Stops.
Da es aber Leute gibt die es nicht nötig haben ohne Stops zu arbeiten (das ist das Geilste was ich je gehört habe) habe ich mit denen auch kein Mitleid wenn die auf ihrem Ramsch sitzenbleiben.
Ich sehe ich einige Aktien 50% unter Wert fallen. HAHA
"Wenn nun der Finanzvorstand mit seiner Freundin auf Kosten der AG zum Essen geht und der Dame des Herzens ein paar Geschenke kauft reicht das Geld der AG nicht mehr zum kauf von ein paar Bleistiften"
Man kann sich auch von der Tussi trennen, bevor es einem schlecht geht.
@ Paljusevic, Franjo [#6]
Eine tatsächliche Aufklärung über die Börse ist weder gewollt noch gewünscht.
Der gesamte Börsenapparat funktioniert doch nur wenn man genügend Schafe hat die man schlachten kann.
Jeweniger die Anleger über mögliche Risiken aufgeklärt werden, desto besser für die Börsenindustrie.
Das ganze Gerede von einer Aktienkultur ist zwar Wunderschön und Nobel, bleibt aber meiner Meinung nach nur Wunschdenken.
Solange der Fisch am Kopf stinkt, siehe doch die grossen Krisen der letzten Zeit welche durch machtgierige Dummköpfe in den Vorstandsetagen entstanden,
solange braucht man nicht über Aktienkultur reden.
In erster Linie bedarf es ein Umdenken in den Vorstandsetagen. Nicht Rendite um jeden Preis, sondern vernünftiges organisches Wachstum sollte die Devise sein.
Aber das bleibt auch nur Wunschdenken.
>n erster Linie bedarf es ein Umdenken in den Vorstandsetagen. Nicht Rendite um jeden Preis, sondern vernünftiges organisches Wachstum sollte die Devise sein.
Rendite als Ziel ist ja schon ok, wenn es denn die der Firma/Anleger wäre und nicht die persönliche.
@ Mr_Aegon [#7]
Da es aber Leute gibt die es nicht nötig haben ohne Stops zu arbeiten (das ist das Geilste was ich je gehört habe)
Ja, das ist in der Tat eine interessante Aussage.
Die tollste ´die ich gehört habe ist die Aussage, das der Aktionär keinen Verlust macht, solange er nicht verkauft.
Kam im Radio auf BR 3. Da hat man mal Hörer zu ihren Investments befragt.
Solange es ein solches Verständnis für Aktienanlagen gibt, solange muss man sich keine Gedanken über die Aktienkultur in Deutschland machen.
"wenn man eine Aktie nicht mindestens 10 Jahre halten kann, sollte man sie nicht mal 5 Minuten halten.
"wenn der Preis nicht stimmt muss man warten"
"bis die Insolvenz euch scheidet"
Warren Buffet
Wie Buffett das macht weiss ich nicht, jedenfalls halten sich viele für kleine Buffetts.
Man sollte aber sich selber sein und nicht jemand nachkopieren. Deswegen habe ich meine RAD-Stops, meine Samborsky Stops.
@ Paljusevic, Franjo [#1]
Bitte mal unter 'Planspiel Börse' googeln.
@ benedikt54 [#10]
"Da es aber Leute gibt die es nicht nötig haben ohne Stops zu arbeiten."
Ich arbeite immer ohne Stopps, aber mit viel Erfahrung, mit Reserven, ohne Hebelwirkung und ohne irgendeinen Erfolgsdruck.
Hat in der Vergangenheit bei Standardaktien gut funktioniert, bei Auslandwerten und bei Nebenwerten, ist es in die Hose gegangen.