Schweizer Franken: Allzeithoch zu Euro und US-$
Thema: Schweizer Franken: All-Time Highs zu Euro und US-$
Und das gerade heute, an dem der Goldpreis kräftig abrutschte.
Bis jetzt dachte ich, dass der Schweizer Franken -als zu 40 % goldgedeckte Währung- mit dem Goldpreis korelliert. Passte ja auch in den letzten Monaten ganz gut.
Aber da bin ich heute eines besseren belehrt worden.
Mir drängt sich die Frage auf, wie lange die Schweizerische Nationalbank da noch passiv zusehen wird.
@ Paljusevic, Franjo [#1]
Die Schweiz hat doch ihre Golddeckung längst aufgegeben, so habe ich mal in einem Interview mit einem Notenbanker gehört, kann mich leider nicht mehr erinnern welcher Sender das war, sorry
Servus. Die offizielle Golddeckung, ja.
Mit 40 %iger Golddeckung meinte ich das Verhältnis zwischen Bargeldumlauf + Buchgeldpositionen und SNB-Goldreserven.
Laut aktuellster SNB-Bilanz stehen Goldreserven in Höhe von 44.5 Milliarden CHF auf der Aktivseite, 116.88 Milliarden CHF auf der Passivseite aufgegliedert in Banknotenumlauf, Guthaben inländischer Banken, Verbindlichkeiten gegenüber dem Bund, Guthaben ausländischer Banken und Rückstellungen bzw. Eigenkapital gegenüber.
Den Punkt eigene Schuldverschreibungen habe ich nicht in die Berechnung mit einfliessen lassen, da sich diese mit den imensen SNB-Devisenreserven aufheben lassen.
= Etwas weniger als -aber gut- 40 % Goldgedeckt.
http://www.snb.ch/ext/stats/balsnb/pdf/defr/A1_Ausweise_der_SNB.pdf
@ Paljusevic, Franjo [#1]
Was meinst Du eigentlich mit passiv zusehen? Wechselkursverhältnis?
Eine starke Währung bringt doch eine gesunde Binnennachfrage, hält die Zinsen niedrig und macht die Menschen reicher und führt zu Investitionen im eigenen Land.
Warum soll die Schweiz das ändern wollen.
Leute die in die Schweiz fahren um Urlaub zu machen interessiert doch kein Wechselkursverhältnis.
@ benedikt54 [#4]
Ja, aber die Schweizer Exportindustrie beginnt schon seit einigen Monaten sich erheblich über den hohen Wechselkurs des Franken zu beschweren.
@ Paljusevic, Franjo [#1]
Das mit den Goldpreis-Währungskorrelation kann manchmal schon gut gehen, aber ist kein zwingendes muss. Das habe ich auch in den 80er Jahren lernen müssen.
Jahrelang galt die Regel: Dollar rauf , Gold runter und umgekehrt.
Bis auf den Zeitpunkt wo ich nicht den Dollar gefixt habe, sondern das Gold gekauft habe, eben in Erwartung das der Dollar sich abschwächt gegen die DM. Das war damals so um die 3,20.
Ab diesen Zeitpunkt war die Regel dann für den Arsch.
Ich habe gelernt, wenn man auf was spekulieren will dann auf das Segment was man beabsichtigt, und zwar direkt, und nicht über zwei oder sogar drei Ecken, da man von Korrelationen ausgeht.
Der Kurs kommt vom Tief bei 30 in 1972. Alle Höchstkurse, die hier auf der Grafik zu sehen sind, sind absolute Höchstkurse, zumindest der letzten 40 Jahre.
Schöne Grüsse, Richard Ebert
Viele wissen nicht, dass die SNB an der Börse Zürich (*) notiert ist.
(*) - (Aktie mit 250 CHF Nennwert - ISIN: CH0001319265 - letzter Kurs: 1.150.- CHF)
@ benedikt54 [#4]
Leute die dort Ferienwohnungen und Zweitwohnsitze haben interessiert sehr wohl der Wechselkurs.
@ gautama2 [#9]
Wenn Sie die Wohnung finanziert haben dann schon, dann dürften Sie wohl eher weinen.
Das da aber beim grossteil sichelich nicht der Fall ist, hat ihre Immobile allein durch den Währungsgwinn kräfig zugelegt.
@ benedikt54 [#10]
Keine Angst, Wohnung ist längst bezahlt, aber vom Wertanstieg der Wohnung kann ich meinen Walliserteller nicht bezahlen und die Hütte produziert ja auch Nebenkosten.
Mir ist gestern bei der Betrachtung des CHF-Kurses vs. € und US-$ aufgefallen, dass während der europäischen Handelszeit (Vormittags MEZ), der Franken vs. € mit der Bewegung von EUR/USD korrelierte und USD/CHF sich dazu eher marginal bewegte.
Genau spiegelverkehrt schien es sich dann nachmittags mit Beginn der US-Handelszeit zu verhalten - USD/CHF korrelierten mit der Bewegung des EUR/USD und zum € bewegte er sich eher marginal.
Bedeutet dies, dass man zu den jeweiligen Handelszeiten keine Positionen in dem sich nur "marginal" bewegenden Paar eingehen sollte ?
Über die Cross-Rates "ausgestoppt" zu werden wäre dann das erhöhte Risiko.