Richard Ebert
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Silber: Wann explodiert der Preis ?

Explosives Kurspotential beim Silber, doch nur wenige Anleger kaufen richtig

Von Dr. Bernd Heim

gevestor.de (28.08.09) - In den vergangenen Tagen befragte ich einem Edelmetallhändler wie seine Geschäfte momentan laufen. Es ist deutlich ruhiger geworden als noch vor einigen Monaten. Damals kauften ihm seine Kunden die Gold- und Silberlager regelrecht leer und einzelne Gold- und Silbermünzen waren kaum mehr zu bekommen. Die allgemeine Unsicherheit aus dem Herbst 2008 ist gewichen und inzwischen kaufen, nicht mehr jene Gold und Silber, die mit dem nahen Weltuntergang oder zumindest dem Zusammenbruch unseres Finanzsystems rechnen, sondern jene Anleger, die aus Kenntnis der fundamentalen Lage bei Gold und Silber die Chancen bei den Edelmetallen richtig einschätzen können.

Seit 2001 haben sich die Preise für Gold und Silber mehr als verdoppelt und dennoch ist etwas höchst Ungewöhnliches geschehen: Die Produktion ging weiter zurück. Normalerweise ist es genau anders herum. Wird ein Gut knapp und steigt sein Preis, dann treten über kurz oder lang weitere Anbieter auf dem Markt auf. Sie bauen neue Produktionskapazitäten auf und das Angebot steigt so lange bis es mit der Nachfrage ein Gleichgewicht ausbildet. Die Preise verharren dann zunächst auf einem konstanten Niveau und fallen wieder, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt und die Anbieter sich mit Preisrabatten überbieten um ihre Produktion möglichst schnell am Markt abzusetzen.

Äußerst ungewöhnlich: Fallende Produktion bei steigenden Preisen

Eine solche Entwicklung hätte man auch für die Edelmetalle Gold und Silber erwarten können, doch insbesondere die Goldproduktion der Minen sinkt seit 2001 beständig. Es kommen wenige Minen neu in Produktion und die neu entdeckten Vorkommen reichen nicht aus die abgebauten Reserven zu ersetzen. Beim Silber ist die Situation kaum anders. Hier kommt erschwerend hinzu, dass rund 70% des Silbers als Beiprodukt der Basismetallproduktion entstammen. Diese wird seit Herbst 2008 im Zuge der gesunkenen Rohstoffpreise von den Minen drastisch zusammengestrichen. Die Folge ist klar: Wenn immer weniger Blei, Zink und Kupfer gefördert werden, dann geht auch der Silberausstoß der Minen zwangsläufig zurück.

Wann wird der Silberpreis explodieren?

Unbemerkt von den meisten Anlegern und Silberverbrauchern bahnt sich hier somit eine zukünftige Knappheit an, die dem Silberpreis ein deutliches Aufwärtspotential bietet. Wenn der Nachfrageüberhang offensichtlich wird, geht der Silberpreis vermutlich ab wie eine Rakete. Eine andere Entwicklung wäre total untypisch, denn die Edelmetalle, allen voran das Silber, sind für ihre abrupten, scharfen Preisbewegungen bekannt.

Wer dann erst einsteigen will, den bestraft vermutlich das Leben. Sprich: Die Türe, durch die dann alle hindurch wollen, ist viel zu eng. Man muss sich als weitblickender Anleger deshalb schon heute positionieren. Die Frage ist natürlich wie. Die physischen Edelmetalle sind sicher der einfachste Weg, deswegen kaufen viele Anleger Gold in physischer Form.

Doch vom Kauf des Silbers schrecken die Anleger vielfach zurück. Das bestätigte mir auch der Edelmetallhändler. Viele seiner Kunden würden sehr gerne in Silber investieren, doch sie scheuen die beim Silberkauf fällige Mehrwertsteuer. Diese beträgt immerhin 19% bei Barren während die beliebten Bullion Coins wie Philharmoniker oder Maple Leaf mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7% belegt sind.

Es geht auch anders: So kaufen Sie Silber ohne Mehrwertsteuer

Was die wenigsten Anleger wissen: Man kann die Mehrwertsteuer beim Kauf von Silber auch vermeiden. Beim physischen Kauf heißt das Zauberwort Differenzbesteuerung, doch diese bieten leider nicht alle Edelmetallhändler ihren Kunden an. Wer also keinen Händler mit diesem Service zur Verfügung hat, der geht entweder leer aus, sprich zahlt die Steuer oder weicht auf einen börsengehandelten ETF aus. Diese Fonds heißen im Rohstoffbereich ETCs. Der gekaufte Rohstoff wird ebenfalls in einer zentralen Sammelstelle physisch hinterlegt, aber da er nicht an den Kunden selbst ausgeliefert wird, ist der Kauf des Silbers mehrwertsteuerfrei, solange Sie als Kunde nicht die Auslieferung der Ware verlangen.

Somit sind ETCs ein eleganter Weg um die Mehrwertsteuer beim Silberkauf zu vermeiden. Doch wie so oft in der Finanzwelt: ETC ist nicht gleich ETC und die Auswahl wird schnell schwer, weil der Markt unübersichtlich und das Angebot vielfältig ist. Welchen ETC aus der Fülle des Angebots Sie am besten wählen, um die lästige Mehrwertsteuer beim Silberkauf zu vermeiden, erfahren Sie im Nugget Effekt.

(Quelle: http://www.gevestor.de)

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Geschrieben von Richard Ebert am
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