Nennwert der Aktie 0,10 CHF - Streubesitz über 90 % - Marktkapitalisierung gut 30 Milliarden Euro - 1 % des Aktienkapitals derzeit für 300 Millionen Euro zu haben.
Hab mir gedacht, wenn die noch 20-30 Mrd abschreiben müssen, dann wäre das ja praktisch die ganze marketcap und sowas erinnert mich halt an den Neuen Markt und dort gabs ja den ein oder anderen Konkurs ;-)
Geschrieben von Tinkywinky am Mo. 23 Jun 2008 - 17:30
Dieser Spruch nervt mich schon etwas. War die Swissair TO BIG TO FAIL?
Wo ist der Unterschied zwischen einem Konkurs und einer Verscherbelung zu Schleuderpreisen? Klar, für die Anleger ist das Geld nicht verloren. Die Sparguthaben usw... werden von der anderen Bank übernommen.
Was mich aber immer nervt ist, wenn Politiker sagen: "TO BIG TO FAIL". So ein Quatsch. Jede Firme kann Konkurs gehen.
Auch ne General Motors wenn die jetzt nicht aufpassen und endlich nachhaltig wirtschaften und nicht wie bekloppt entgegen allen Umweltveränderungen 30-Liter-Autos produzieren. (War auch mal die Nr. 1)
Das ich nicht lache - TO BIG TO FAIL. So ein Blödsinn. Das ist reine Haarspalterei. Eine Bank in so kurzer Zeit so kaputt zu machen - das ist schon ne Meisterleistung. Und das noch was kommt war eh klar. Wer wählt schon einen Juristen zum CEO. Ist doch klar, dass sich da die anderen Banker geduckt haben.
Geschrieben von Von Klopfenstein am Mo. 23 Jun 2008 - 17:58
Speziell ist auch die Heimlichtuerei um den Prozess in den USA. Sollte die UBS die Lizenz verlieren, will ich dann sehen, wo der Kurs steht.
Gerade das Privatebanking ist/war ja das Schlachtschiff der UBS. Das lässt spontan viel Fantasie aufkommen - wie viel Geld stammt da wohl aus den USA?
Dann die ganzen MA, die gekündigt haben und noch kündigen werden (jeder, der etwas auf sich hält, verlässt doch diese Bank).
Und Kundengelder sind auch abgeflossen.
Aber so lange die Politiker sagen: TO BIG TO FAIL wird sicher nichts passieren.
Geschrieben von Von Klopfenstein am Mo. 23 Jun 2008 - 18:05
Eigentlich waere das Eigentkapital schon laengst abgeschrieben, wenn die Saudis nicht nochmal rund 13Mrd. EUR(!) investiert haetten. So gewinnt man eben Zeit. Mal hier was abschreiben und mal da. Bei wirklich konsequenter Abschreibung zu 100% der Level3 Assets ware die UBS rein vom Buchwert ohne die Investoren und deren Kapitalerhoehung wohl schon laengst platt.
Mike
Geschrieben von radulescu am Mo. 23 Jun 2008 - 18:45
.....oh, oh. Hat es mal wieder geklappt und die Panikmacher haben auch hier im Forum einige Opfer gefunden. Wisst ihr, manchmal muss man wirklich Tacheles reden. Die UBS ist die grösste Schweizer Bank und verwaltete Ende 2007 gut 3300 Milliarden = 3,3 Billionen Schweizer Franken (!!!) an Privatvermögen. Sie ist damit die weltgrösste Vermögensverwalterin. Verluste gehören ebenso wie Gewinne zur Unternehmensgeschichte einer Aktiengesellschaft und mich interessiert einfach nur, ob die Gewinne der letzten Jahre die angeblich so Existenzbedrohenden aktuellen Verluste aufwiegen können. Und das können sie. Nach IFRS Bilanzierungsmethode wies die UBS AG einen Jahresüberschuss nach Steuern von -für das Jahr 2005 = 14,69 Milliarden CHF / -für das Jahr 2006 = 12,75 Milliarden CHF / -für das Jahr 2007 = - 3,845 Milliarden CHF aus. Und es geistern Abschreibungen für 2008 in den Medien umher. Wisst ihr wie ich persönlich darüber denke. -Na und...... Für mich zählt nicht das panikartige und wirklich dumme Mediengesülze, zu dem die aktuelle Berichterstattung tatsächlich schon verkommen ist, sondern die Tatsache, dass es sich bei der UBS um den global führenden Vermögensverwalter handelt. Nocheinmal versuche ich ins Bewusstsein zu rufen, dass wir uns aktuell in keiner Phase einer restriktiven Geldpolitik befinden. Wie lange diese allgemeine Markt-Paralyse (vor allem am Immobilienmarkt) noch geht weiss man nicht, nur bin ich der festen Überzeugung, dass sie nicht mehr lange bestehen wird, da die imense Geldschwemme seitens der FED über kurz oder lang wieder in verschiedenen Anlageklassen ankommen wird. Deflation oder Stagflation sind bei dieser laxen Geldpolitik meines Erachtens kein Thema und umso schlimmer ist es daher, dass der breiten Anlegerschaft versucht wird zu suggerieren, dass man kurz vor diesen Phänomenen stünde. Aber mit der Angst der breiten Masse kann man offensichtlich vortrefflich spielen und diese auch nach belieben manipulieren.
Nocheinmal versuche ich ins Bewusstsein zu rufen, dass wir uns aktuell in keiner Phase einer restriktiven Geldpolitik befinden. Wie lange diese allgemeine Markt-Para
Franjo, schau auf die Geldmärkte, schau auf die CDS Spreads usw.usw.
Es ist völlig egal ob die Notenbanken keine restriktive Geldpolitik fahren. Die Märkte tun es und das ist ein riesen Problem.
Aber lassen wir die Diskussion. Ich sage nur die USA ist nicht das ehemlaige Jugoslawien!
@ Von Klopfenstein [#8]
Die UBS ist einfach To BIG To Fail. Es ist schon ein Unterschied ob eine Bank in Konkurs geht oder ob sie zu Schleuderpreisen verkauft wird. Bei ersteren verlieren die Sparer, Aktionäre und Gläubiger wahrscheinlich Ihr Geld. Bei zweiterer nur die Aktionäre.
Fällt die UBS fallen andere Banken hinterher. Deshalb ist UBS TO BIG TO FAIL und wird im Falle des Falles entweder von der SNB gestützt oder von der Konkurrenz gekauft.
Geschrieben von limitup am Di. 24 Jun 2008 - 07:54
Die Märkte fahren eine restrikitve Geldpolitik ? Und das ist ein Riesenproblem ? Würden sie es tatsächlich tun, dann hätten wir heute Zinssätze weit über 20 % und der Fakt, dass die Notenbanken die derzeitigen Zinssätze so weit unten halten sagt doch darüber alles aus. US-Staat wie auch Wirtschaft brauchen die nächsten beiden Jahre imense Kapitalsummen und diese werden auch bereitgestellt. Worüber reden wir eigentlich bei der Bankenproblematik ? Darüber, dass Risiken derzeit nicht gepreister Immobilienengagements zu 100 % als Buchverluste realisiert werden ? Dafür das beispielsweise die IKB vom Markt als Pleite bzw. unbrauchbar dargestellt wird, läuft doch das Hauptgeschäft ziemlich gut, oder ?
Offensichtlich lassen sich viele Leute von Verlustbeträgen blenden, die sich im einstelligen oder sehr niedrigen zweistelligen Milliardenbereich bewegen. Sicherlich sind 15 Milliarden Franken ein nominal grosser Verlust. Bezogen auf die letzten beiden Geschäftsjahre der UBS bedeutet dieser aber für die UBS nicht mehr als 3 Jahre ohne Gewinn. Und mehr als 3000 Milliarden Franken verwaltetes Kundenvermögen wirft sicherlich selbstredend genügend an Zins- oder Provisionsüberschüssen ab, um diese Verluste locker tragen zu können. Wir reden hier von der Union Bank of Switzerland (UBS) und von keiner Klitsche. Im übrigen kehre ich auch von direkten Ländervergleichen ab und sage stattdessen, dass sich Volkswirtschaften alle gleich verhalten, wenn ihre Staatsverschuldung und andauernde Aussenhandelsdefizite über die Notenpresse finanziert werden. Sie steuern damit in eine ausufernde Inflation, mit all ihren negativen Folgen.
"Sicherlich sind 15 Milliarden Franken ein nominal grosser Verlust. Bezogen auf die letzten beiden Geschäftsjahre der UBS bedeutet dieser aber für die UBS nicht mehr als 3 Jahre ohne Gewinn. ? "
Der Verlust der UBS beträgt 60 Milliarden und mehr!
40 Milliarden sind offiziell und 20 Milliarden kommen noch (meine persönliche Schätzung). Davon vermutlich gegen 10 Milliarden bereits in diesem Quartal. Bleiben 10 Milliarden, die bilanztechnisch verschwinden.
Wenn man jetzt noch die immateriellen Asset-Verluste berücksichtigt (Image-Schaden, Mitarbeiter-Know-How, Abgeflossene Kundengelder) - so ist der Totalschaden viel höher als 60 Milliarden.
Kommt die Lizenzgeschichte in den USA, um die es auffällig ruhig ist.
Das Argument: "Die paar Milliarden sind ja nicht so schlimm, wir haben ja vorher Gewinn gemacht." gilt nicht. Man könnte sagen, die Bank steht da, wo sie stand, bevor Ospel kam. Kommt hinzu, dass man jetzt noch den Turnaround vor sich hat. Der Aktienkurs wird ja nicht pfeilschnell wieder steigen. Über den Daumen gepeilt dauert das min. 5 Jahre, bis sich die Bank einigermassen erholt hat.
Geschrieben von Von Klopfenstein am Di. 24 Jun 2008 - 13:49
Welches Semester studierst Du ? Dein Theory-Gelaber wird langsam unheimlich. Schau auf die Maerkte, handel die Credit-Spreads und dann weisst Du wo die Schmerze sind mein lieber. Hier ist einiges aus dem Ruder gelaufen was mit reiner Theory nicht mehr zu flicken ist.
Sicher ist das alles irgendwie richtig was Du sagst. Keine Frage. Nur beziehe es selbst mal auf das taegliche Handelsgeschehen am Geldmarkt. Vielleicht kommst Du dann auch mal an dem Punkt wo Theory und Praktik zusammen kein Geld mehr verdienen.
Mike
Geschrieben von radulescu am Di. 24 Jun 2008 - 15:12
Einfach mal die Kapitalspritzen für die SUB ehhh UBS ins Verhältniss zum Schweizer BIP setzen. Oder die Verluste der UBS...
Schweizer BIP 2007 rund 300 MRD $
Nur mal so damit die Perspektive klar ist, was bei der UBS passiert ist.
Dann einfach mal angucken was so an den Zinsmärkten los ist. Bei den CDS, die Zinskurven usw. dann sieht man doch das hier extreme Stressitutaionen herrschen.
Ich möchte jetzt kein Exotic´s Trader sein...
Geschrieben von limitup am Di. 24 Jun 2008 - 15:38
Die Sache einfach einmal reifen lassen. Ist ABB heute auch pleite ? Sicherlich hört sich das für Day-Trader ziemlich langweilig an, aber mit genügend Zeitreserven klappen die Engagements schon. Ich gebe zu, dass die IKB-Thread Überschrift anders hätte lauten müssen. Beispielsweise: IKB ist langfristig nicht pleite. Wie lange geht die "Immobilienkrise" nun schon. 2 Jahre ? Werden es noch 2 Jahre sein ? Ich glaube nicht. Und jetzt stelle sich jeder die Frage, was dann ? Was wenn man auf einmal zu der Erkenntnis gelangt, dass es im Rückblick zwar eine grosse Delle gab, aber eigentlich gar nichts passiert ist. Wir werden sehen. Alles was ihr in meinen Postings lest, ist meine persönliche Meinung, aber erst die Hälfte. Eure Feedbacks darauf ergeben erst ein Ganzes. In diesem Sinne.....
Jemand, der unabhängig von seinen Investitionen, genügend Geld zum Leben hat. Oder, jemand der eine kleine, ungehebelte Position hält. Und natürlich alle passiven Investoren und Nichtinvestoren können sich sagen, es ist nicht passiert. Es wird schon wieder.
Alle Anderen sollten die Möglichkeit eines Konkurses in Betracht ziehen, und das nötige veranlassen um ihre Handlungsfähigkeit zu gewährleisten.
Das Emitentenrisiko sollte zumindestens einen großen Abschlag wert sein.
Zwischen Theorie und Praxis ist das Cash & Risk Managment.
Das ist es ja. Er erzählt immer nur, kauft dann aber nie und sagt dann im Nachhinein, daß er nicht über private Aktienkäufe berichtet.
Was soll man davon halten.
Sorry Franjo (P.) , aber was soll man davon halten. Wenn Du so überzeugt bist von der UBS, wie von der IKB, oder von der EADS, dann hast Du seit Deinem Posting Aktien von der UBS.
Da DU aber lt. eigener Aussage keine Aktien von der Eads oder der IKB besitzt, gehe ich Recht in der Annahme, daß Du auch keine Aktien der UBS besitzt.
Ist bestimmt Verschlußsache;-).
Geschrieben von scorpion260 am Di. 24 Jun 2008 - 23:18
Sicher ist es langfristig relativ interessant in IKB und UBS zu investieren.
Wenn man aber z.b. die IKB zu 15 oder 10 kauft und die Aktie ist jetzt bei 3 kann man nur hoffen das kein Käufer kommt der das Ding bei 4 Schluckt...Dann hat man mind. 60 % Loss.
Das gleiche gilt bei UBS. Bear stearns hat es gezeigt
Geschrieben von limitup am Mi. 25 Jun 2008 - 08:50
Boerse.ARD.de / ag (24.06.08) - Angeblich will die britische Bank HSBC 80 Milliarden Dollar für die UBS bieten. Papiere der Schweizer Großbank schicken sich daraufhin an, die heftigen Verluste der vergangenen Tage auszumerzen.
Ich habe den Verdacht, daß Franjo das Forum als Stimmungsindikator nutzt. Stein ins Wasser werfen, gucken wie die Leute reagieren und daraus seine Schlüsse ziehen.
So wie das Ausbilden des Kursgipfels bei 80 Franken sich über mehrere Monate hingezogen hat, wird vermutlich auch die Bodenbildung Zeit brauchen. Siehe 2002/2003.
Die Postings meinerseits stellen meine persönliche Meinung zum von Tinkywinky eröffneten Thread dar. Und um es nochmals in Erinnerung zu rufen, die UBS ist nach der Deutschen Bank der grösste Teilnehmer am internationalen Devisenmarkt (!!!).
Wie gesagt, leider werden Marktbewegungen -sei es nach oben oder nach unten- von einer sehr grossen Menge von "Amateuren" in Gang gesetzt, die meines Erachtens grösstenteils keine Ahnung von den Fundamentaldaten haben und nur unüberlegt einer "hirnlosen" Marktmode hinterherrennen. Scheinbar scheint dies leider auch die grösseren Handelssääle zu betreffen. Für mich persönlich ist alleine die Fragestellung "Steht die UBS vor dem Konkurs ?" indiskutabel. Denkt doch einmal nach.....
Was gibt es denn Neues, dass so stark von meiner Theorie abweicht. Die Spreads gehen auseinander, ja logisch. Das Geld ist derzeit knapp, weil meiner Theorie nach der amerikanische Staat einen Grossteil davon absorbiert. Die private Wirtschaft muss in solchen Fällen immer mehr an Zinsen bieten. Da ich aber davon ausgehe und der festen Überzeugung bin, dass die FED eine lückenlose Geld-Versorgung von US-Treasury und privater Wirtschaft sicherstellen wird, sehe ich das aktuelle Geschehen nur als kleinere Verzerrungen an, die phasenweise auftauchen werden und sich immer wieder neutralisieren, sobald die FED helfend einspringt. Das ganze ist meilenweit von einer wirklichen Geldknappheit entfernt. Dafür müsste sich die Notenbank tatsächlich aus der ganzen Sache heraushalten.
TO BIG TO FAIL
Dann kann ich von denen ein Dax-Zertifikat kaufen?
.....TO BIG TO FAIL. Als zweiter beim globalen FOREX-Marktanteil ist ein "Fail" auch sehr schwer vorzustellen.
http://www.euromoney.com/Poll/3301/PollsAndAwards/Foreign-Exchange.html
Nennwert der Aktie 0,10 CHF - Streubesitz über 90 % - Marktkapitalisierung gut 30 Milliarden Euro - 1 % des Aktienkapitals derzeit für 300 Millionen Euro zu haben.
@ Tinkywinky [#77]
Sind die grad besonders "günstig"?
@AAA
Weiss ich doch nicht ;-)
Hab mir gedacht, wenn die noch 20-30 Mrd abschreiben müssen, dann wäre das ja praktisch die ganze marketcap und sowas erinnert mich halt an den Neuen Markt und dort gabs ja den ein oder anderen Konkurs ;-)
Wenn ihr meint dass kein Grund zur Sorge besteht, dann bin ich beruhigt. Ich denke ihr wisst viel mehr als ich.
Dann kauf ich mir mal ein paar Dax Zertifikate von der UBS.
TO BIG TO FAIL
Dieser Spruch nervt mich schon etwas. War die Swissair TO BIG TO FAIL?
Wo ist der Unterschied zwischen einem Konkurs und einer Verscherbelung zu Schleuderpreisen? Klar, für die Anleger ist das Geld nicht verloren. Die Sparguthaben usw... werden von der anderen Bank übernommen.
Was mich aber immer nervt ist, wenn Politiker sagen: "TO BIG TO FAIL". So ein Quatsch. Jede Firme kann Konkurs gehen.
Auch ne General Motors wenn die jetzt nicht aufpassen und endlich nachhaltig wirtschaften und nicht wie bekloppt entgegen allen Umweltveränderungen 30-Liter-Autos produzieren. (War auch mal die Nr. 1)
Das ich nicht lache - TO BIG TO FAIL. So ein Blödsinn. Das ist reine Haarspalterei. Eine Bank in so kurzer Zeit so kaputt zu machen - das ist schon ne Meisterleistung. Und das noch was kommt war eh klar. Wer wählt schon einen Juristen zum CEO. Ist doch klar, dass sich da die anderen Banker geduckt haben.
Speziell ist auch die Heimlichtuerei um den Prozess in den USA. Sollte die UBS die Lizenz verlieren, will ich dann sehen, wo der Kurs steht.
Gerade das Privatebanking ist/war ja das Schlachtschiff der UBS. Das lässt spontan viel Fantasie aufkommen - wie viel Geld stammt da wohl aus den USA?
Dann die ganzen MA, die gekündigt haben und noch kündigen werden (jeder, der etwas auf sich hält, verlässt doch diese Bank).
Und Kundengelder sind auch abgeflossen.
Aber so lange die Politiker sagen: TO BIG TO FAIL wird sicher nichts passieren.
@ Tinkywinky [#77]
"Dann kann ich von denen ein Dax-Zertifikat kaufen?"
Ja - das ist kein Problem. Im schlimmsten Fall kauft RBS die UBS. Dann hast du dann ein Dax-Zerti von der RBS. ;-)
@ Tinkywinky [#6]
Eigentlich waere das Eigentkapital schon laengst abgeschrieben, wenn die Saudis nicht nochmal rund 13Mrd. EUR(!) investiert haetten. So gewinnt man eben Zeit. Mal hier was abschreiben und mal da. Bei wirklich konsequenter Abschreibung zu 100% der Level3 Assets ware die UBS rein vom Buchwert ohne die Investoren und deren Kapitalerhoehung wohl schon laengst platt.
Mike
.....oh, oh. Hat es mal wieder geklappt und die Panikmacher haben auch hier im Forum einige Opfer gefunden. Wisst ihr, manchmal muss man wirklich Tacheles reden. Die UBS ist die grösste Schweizer Bank und verwaltete Ende 2007 gut 3300 Milliarden = 3,3 Billionen Schweizer Franken (!!!) an Privatvermögen. Sie ist damit die weltgrösste Vermögensverwalterin. Verluste gehören ebenso wie Gewinne zur Unternehmensgeschichte einer Aktiengesellschaft und mich interessiert einfach nur, ob die Gewinne der letzten Jahre die angeblich so Existenzbedrohenden aktuellen Verluste aufwiegen können. Und das können sie. Nach IFRS Bilanzierungsmethode wies die UBS AG einen Jahresüberschuss nach Steuern von -für das Jahr 2005 = 14,69 Milliarden CHF / -für das Jahr 2006 = 12,75 Milliarden CHF / -für das Jahr 2007 = - 3,845 Milliarden CHF aus. Und es geistern Abschreibungen für 2008 in den Medien umher. Wisst ihr wie ich persönlich darüber denke. -Na und...... Für mich zählt nicht das panikartige und wirklich dumme Mediengesülze, zu dem die aktuelle Berichterstattung tatsächlich schon verkommen ist, sondern die Tatsache, dass es sich bei der UBS um den global führenden Vermögensverwalter handelt. Nocheinmal versuche ich ins Bewusstsein zu rufen, dass wir uns aktuell in keiner Phase einer restriktiven Geldpolitik befinden. Wie lange diese allgemeine Markt-Paralyse (vor allem am Immobilienmarkt) noch geht weiss man nicht, nur bin ich der festen Überzeugung, dass sie nicht mehr lange bestehen wird, da die imense Geldschwemme seitens der FED über kurz oder lang wieder in verschiedenen Anlageklassen ankommen wird. Deflation oder Stagflation sind bei dieser laxen Geldpolitik meines Erachtens kein Thema und umso schlimmer ist es daher, dass der breiten Anlegerschaft versucht wird zu suggerieren, dass man kurz vor diesen Phänomenen stünde. Aber mit der Angst der breiten Masse kann man offensichtlich vortrefflich spielen und diese auch nach belieben manipulieren.
Viele Grüsse
Franjo
@ Paljusevic, Franjo [#12]
Nocheinmal versuche ich ins Bewusstsein zu rufen, dass wir uns aktuell in keiner Phase einer restriktiven Geldpolitik befinden. Wie lange diese allgemeine Markt-Para
Franjo, schau auf die Geldmärkte, schau auf die CDS Spreads usw.usw.
Es ist völlig egal ob die Notenbanken keine restriktive Geldpolitik fahren. Die Märkte tun es und das ist ein riesen Problem.
Aber lassen wir die Diskussion. Ich sage nur die USA ist nicht das ehemlaige Jugoslawien!
@ Von Klopfenstein [#8]
Die UBS ist einfach To BIG To Fail. Es ist schon ein Unterschied ob eine Bank in Konkurs geht oder ob sie zu Schleuderpreisen verkauft wird. Bei ersteren verlieren die Sparer, Aktionäre und Gläubiger wahrscheinlich Ihr Geld. Bei zweiterer nur die Aktionäre.
Fällt die UBS fallen andere Banken hinterher. Deshalb ist UBS TO BIG TO FAIL und wird im Falle des Falles entweder von der SNB gestützt oder von der Konkurrenz gekauft.
@ Paljusevic, Franjo [#12]
Hast Du schon Bank- bzw. Finanzwerte gekauft oder wartest Du noch ab?
Hallo zusammen.
Die Märkte fahren eine restrikitve Geldpolitik ? Und das ist ein Riesenproblem ? Würden sie es tatsächlich tun, dann hätten wir heute Zinssätze weit über 20 % und der Fakt, dass die Notenbanken die derzeitigen Zinssätze so weit unten halten sagt doch darüber alles aus. US-Staat wie auch Wirtschaft brauchen die nächsten beiden Jahre imense Kapitalsummen und diese werden auch bereitgestellt. Worüber reden wir eigentlich bei der Bankenproblematik ? Darüber, dass Risiken derzeit nicht gepreister Immobilienengagements zu 100 % als Buchverluste realisiert werden ? Dafür das beispielsweise die IKB vom Markt als Pleite bzw. unbrauchbar dargestellt wird, läuft doch das Hauptgeschäft ziemlich gut, oder ?
http://www.ikb.de/content/de/presse/pressemitteilungen/2008/080527_Q3.jsp
Offensichtlich lassen sich viele Leute von Verlustbeträgen blenden, die sich im einstelligen oder sehr niedrigen zweistelligen Milliardenbereich bewegen. Sicherlich sind 15 Milliarden Franken ein nominal grosser Verlust. Bezogen auf die letzten beiden Geschäftsjahre der UBS bedeutet dieser aber für die UBS nicht mehr als 3 Jahre ohne Gewinn. Und mehr als 3000 Milliarden Franken verwaltetes Kundenvermögen wirft sicherlich selbstredend genügend an Zins- oder Provisionsüberschüssen ab, um diese Verluste locker tragen zu können. Wir reden hier von der Union Bank of Switzerland (UBS) und von keiner Klitsche. Im übrigen kehre ich auch von direkten Ländervergleichen ab und sage stattdessen, dass sich Volkswirtschaften alle gleich verhalten, wenn ihre Staatsverschuldung und andauernde Aussenhandelsdefizite über die Notenpresse finanziert werden. Sie steuern damit in eine ausufernde Inflation, mit all ihren negativen Folgen.
Viele Grüsse
Franjo
"Sicherlich sind 15 Milliarden Franken ein nominal grosser Verlust. Bezogen auf die letzten beiden Geschäftsjahre der UBS bedeutet dieser aber für die UBS nicht mehr als 3 Jahre ohne Gewinn. ? "
Der Verlust der UBS beträgt 60 Milliarden und mehr!
40 Milliarden sind offiziell und 20 Milliarden kommen noch (meine persönliche Schätzung). Davon vermutlich gegen 10 Milliarden bereits in diesem Quartal. Bleiben 10 Milliarden, die bilanztechnisch verschwinden.
Wenn man jetzt noch die immateriellen Asset-Verluste berücksichtigt (Image-Schaden, Mitarbeiter-Know-How, Abgeflossene Kundengelder) - so ist der Totalschaden viel höher als 60 Milliarden.
Kommt die Lizenzgeschichte in den USA, um die es auffällig ruhig ist.
Das Argument: "Die paar Milliarden sind ja nicht so schlimm, wir haben ja vorher Gewinn gemacht." gilt nicht. Man könnte sagen, die Bank steht da, wo sie stand, bevor Ospel kam. Kommt hinzu, dass man jetzt noch den Turnaround vor sich hat. Der Aktienkurs wird ja nicht pfeilschnell wieder steigen. Über den Daumen gepeilt dauert das min. 5 Jahre, bis sich die Bank einigermassen erholt hat.
@ Paljusevic, Franjo [#12]
Welches Semester studierst Du ? Dein Theory-Gelaber wird langsam unheimlich. Schau auf die Maerkte, handel die Credit-Spreads und dann weisst Du wo die Schmerze sind mein lieber. Hier ist einiges aus dem Ruder gelaufen was mit reiner Theory nicht mehr zu flicken ist.
Sicher ist das alles irgendwie richtig was Du sagst. Keine Frage. Nur beziehe es selbst mal auf das taegliche Handelsgeschehen am Geldmarkt. Vielleicht kommst Du dann auch mal an dem Punkt wo Theory und Praktik zusammen kein Geld mehr verdienen.
Mike
...die Banque Privée Edmond de Rothschild S.A. hält sich erstaunlich stabil und trotzt der ganzen "medial aufgepuschten" Bankenkrise.
Kurs in Franken (Zürich)
Einfach mal die Kapitalspritzen für die SUB ehhh UBS ins Verhältniss zum Schweizer BIP setzen. Oder die Verluste der UBS...
Schweizer BIP 2007 rund 300 MRD $
Nur mal so damit die Perspektive klar ist, was bei der UBS passiert ist.
Dann einfach mal angucken was so an den Zinsmärkten los ist. Bei den CDS, die Zinskurven usw. dann sieht man doch das hier extreme Stressitutaionen herrschen.
Ich möchte jetzt kein Exotic´s Trader sein...
@ Paljusevic, Franjo [#15]
Franjo, ich erwarte von Dir einen Thread mit Namen
"UBS ... es ist doch gar nichts passiert", da Du scheinbar aus Deiner IKB Analyse gelernt hast.
Hallo JRM.
Die Sache einfach einmal reifen lassen. Ist ABB heute auch pleite ? Sicherlich hört sich das für Day-Trader ziemlich langweilig an, aber mit genügend Zeitreserven klappen die Engagements schon. Ich gebe zu, dass die IKB-Thread Überschrift anders hätte lauten müssen. Beispielsweise: IKB ist langfristig nicht pleite. Wie lange geht die "Immobilienkrise" nun schon. 2 Jahre ? Werden es noch 2 Jahre sein ? Ich glaube nicht. Und jetzt stelle sich jeder die Frage, was dann ? Was wenn man auf einmal zu der Erkenntnis gelangt, dass es im Rückblick zwar eine grosse Delle gab, aber eigentlich gar nichts passiert ist. Wir werden sehen. Alles was ihr in meinen Postings lest, ist meine persönliche Meinung, aber erst die Hälfte. Eure Feedbacks darauf ergeben erst ein Ganzes. In diesem Sinne.....
Viele Grüsse
Franjo
Auf die Perspektive kommt es an.
Jemand, der unabhängig von seinen Investitionen, genügend Geld zum Leben hat. Oder, jemand der eine kleine, ungehebelte Position hält. Und natürlich alle passiven Investoren und Nichtinvestoren können sich sagen, es ist nicht passiert. Es wird schon wieder.
Alle Anderen sollten die Möglichkeit eines Konkurses in Betracht ziehen, und das nötige veranlassen um ihre Handlungsfähigkeit zu gewährleisten.
Das Emitentenrisiko sollte zumindestens einen großen Abschlag wert sein.
Zwischen Theorie und Praxis ist das Cash & Risk Managment.
@ wuelle [#14]
Das ist es ja. Er erzählt immer nur, kauft dann aber nie und sagt dann im Nachhinein, daß er nicht über private Aktienkäufe berichtet.
Was soll man davon halten.
Sorry Franjo (P.) , aber was soll man davon halten. Wenn Du so überzeugt bist von der UBS, wie von der IKB, oder von der EADS, dann hast Du seit Deinem Posting Aktien von der UBS.
Da DU aber lt. eigener Aussage keine Aktien von der Eads oder der IKB besitzt, gehe ich Recht in der Annahme, daß Du auch keine Aktien der UBS besitzt.
Ist bestimmt Verschlußsache;-).
Es müsste "TOO BIG TO FAIL" heissen. Mit zwei "O".
Die UBS ist übrigens auch global führender Vermögensvernichter.
@ Paljusevic, Franjo [#22]
Sicher ist es langfristig relativ interessant in IKB und UBS zu investieren.
Wenn man aber z.b. die IKB zu 15 oder 10 kauft und die Aktie ist jetzt bei 3 kann man nur hoffen das kein Käufer kommt der das Ding bei 4 Schluckt...Dann hat man mind. 60 % Loss.
Das gleiche gilt bei UBS. Bear stearns hat es gezeigt
UBS-Aktie: Trendwende dank Gerücht?
Boerse.ARD.de / ag (24.06.08) - Angeblich will die britische Bank HSBC 80 Milliarden Dollar für die UBS bieten. Papiere der Schweizer Großbank schicken sich daraufhin an, die heftigen Verluste der vergangenen Tage auszumerzen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_297900)
@ scorpion260 [#24]
Ich habe den Verdacht, daß Franjo das Forum als Stimmungsindikator nutzt. Stein ins Wasser werfen, gucken wie die Leute reagieren und daraus seine Schlüsse ziehen.
So wie das Ausbilden des Kursgipfels bei 80 Franken sich über mehrere Monate hingezogen hat, wird vermutlich auch die Bodenbildung Zeit brauchen. Siehe 2002/2003.
Grüsse Euch.
Die Postings meinerseits stellen meine persönliche Meinung zum von Tinkywinky eröffneten Thread dar. Und um es nochmals in Erinnerung zu rufen, die UBS ist nach der Deutschen Bank der grösste Teilnehmer am internationalen Devisenmarkt (!!!).
http://en.wikipedia.org/wiki/Foreign_exchange_market#Market_participants
(siehe Punkt 2 - Market Participants)
Wie gesagt, leider werden Marktbewegungen -sei es nach oben oder nach unten- von einer sehr grossen Menge von "Amateuren" in Gang gesetzt, die meines Erachtens grösstenteils keine Ahnung von den Fundamentaldaten haben und nur unüberlegt einer "hirnlosen" Marktmode hinterherrennen. Scheinbar scheint dies leider auch die grösseren Handelssääle zu betreffen. Für mich persönlich ist alleine die Fragestellung "Steht die UBS vor dem Konkurs ?" indiskutabel. Denkt doch einmal nach.....
Viele Grüsse
Franjo
Ich habe nachgedacht.
Ich glaube ich gehöre zu den hirnlosen Amateuren.
Hallo Mike.
Was gibt es denn Neues, dass so stark von meiner Theorie abweicht. Die Spreads gehen auseinander, ja logisch. Das Geld ist derzeit knapp, weil meiner Theorie nach der amerikanische Staat einen Grossteil davon absorbiert. Die private Wirtschaft muss in solchen Fällen immer mehr an Zinsen bieten. Da ich aber davon ausgehe und der festen Überzeugung bin, dass die FED eine lückenlose Geld-Versorgung von US-Treasury und privater Wirtschaft sicherstellen wird, sehe ich das aktuelle Geschehen nur als kleinere Verzerrungen an, die phasenweise auftauchen werden und sich immer wieder neutralisieren, sobald die FED helfend einspringt. Das ganze ist meilenweit von einer wirklichen Geldknappheit entfernt. Dafür müsste sich die Notenbank tatsächlich aus der ganzen Sache heraushalten.
Bis dann.
Mach´s gut
Franjo