Solarzellen auf dem Dach als Geldanlage?

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach? Lohnt es sich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, wenn die Inanspruchnahme von Krediten nicht gewünscht ist, verfügbares Geld in eine eigene Photovoltaikanlage zu investieren?

Mir liegt ein Angebot für eine solarthermische Anlage vor, die sich bei konstantem Gaspreis auf dem aktuellen Preisniveau ohne Zuschüsse in 12 Jahren amortisieren würde. Das entspricht einer Verzinsung von 8,33 Prozent, so dass wir mit dem Gedanken spielen, in Sachwerte zu investieren und so eine Anlage montieren zu lassen.

Auf dem Papier kann eine solarthermische Anlage es offensichtlich, wenn die Berechnungen denn stimmen, für einen renditeorientierten Anleger mit Aktien und Staatsanleihen aufnehmen. Gilt das auch für Stromerzeugung?

Geschrieben von wuelle am
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pullPUSH
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@ wuelle [#1]

"Gilt das auch für Stromerzeugung?"

Pauschal lässt sich das schwierig beantworten. Passen die baulichen Gegebenheiten? Dachneigung sowie Fläche und Ausrichtung möglichst nach Süden ohne Beschattung? Ich würde mir mal verschiedene Fachfirmen anschauen am besten von denen Kundenreferenzen anschauen und einen privaten Betreiber einer PV befragen. Die meisten Technikfreaks geben dazu gerne Antwort wieviel die Anlage im Schnitt erzeugt.

Ökoligisch gut und TOP - aber wirtschaftlich gibts ne menge Variablen die passen müssen. Ich denke jedoch wenn im Moment die Nachfrage nach Modulen zurückgeht sollte man "vernüftige" Preise bekommen.

Ein Hersteller: http://www.sharp.de/cps/rde/xchg/de/hs.xsl/-/html/2700.htm

Grobe Amortisation: http://www.energiespar-rechner.de/berechnungen/renovieren-und-bauen/photovoltaikanlagen/

gautama2
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@ wuelle [#1]

Solarthermisch, also Sonnenkollektor lohnt sich, vor allem wenn man noch einen Pool mitbeheizen kann. Die Ausbeute ist gut und man spart viel Energie in der Warmwassererzeugung.
Photovoltaik ist nicht sinnvoll, denn die Investition kommt nur durch den Wucherpreis herein, den man aufgrund der Förderung für die Einspeisung bekommt. Außerdem ist die Ausbeute zu den Zeiten, zu denen man den Strom am meisten braucht (nachts) oder im Winter wenn die Tage kurz sind, recht bescheiden.
Für den Eigenverbrauch lohnt sich dann eher ein Brennwert-Blockheizkraftwerk, das einem den Strom gleich selbst mit erzeugt, gibt es für Gas, Öl oder Pelletfreaks. Wenn man also die Heizung irgendwann raus wirft, dann gleich sowas rein, das kostet insgesamt etwa genauso viel wie eine Photovoltaikanlage, die genug Strom für den Eigenverbrauch erzeugt und man hat gleichzeitig noch Heizung und Warmwassererzeugung integriert.
http://www.energie-portal.info/cms/front_content.php?idcat=131&idart=515
http://www.baulinks.de/webplugin/2009/0476.php4

Übrigens kann Dich dann ein Stromausfall Deines Versorgers kalt lassen.

Die eingesparten Brennstoffkosten durch den Kollektor sind eine Größenordnung.
Was das Kraftwerk an Brennstoff für Stromerzeugung verbraucht muss man gegenrechnen zu den eingesparten Stromkosten des Versorgers und die entgangenen Zinsen bei Investition in eine Photovoltaikanlage, sowie evtl. Kosten bei Austausch irgendwelcher Wechselrichter, die auch je nach Hersteller recht anfällig sein können.

Gruß

P.S. den Strom vom Blockheizkraftwerk kann man auch einspeisen, wenn man gerade mehr erzeugt als verbraucht.
Das Ding ist ein Tipp unseres Energieberaters, der uns das bereits als bessere Alternative durchgerechnet hat.
Bei den Berechnungen aber darauf achten, dass bei den Renditeberechnungen der Energieberater nicht die gesamten Investitionskosten einfließen, also die Kosten, die man ohnehin durch einen regulären Austausch einer Heizanlage hätte, werden nicht mit einbezogen. So amortisiert sich das auf dem Papier dann flotter und sieht sehr attraktiv aus. Wir haben das jetzt bei den ENEV Nachrüstungen mehrerer Häuser gesehen, also uffbasse. Manchnmal bringt die popelige Dämmung einer Kellerdecke mehr, als so manch anderer Schnickschnack.
Schon mal Regenwassernutzung fürs Brauchwasser durchgerechnet? Ist ja auch ne Investition wenn man die Wasserpreise verfolgt.
http://www.rewatec.de/

select
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@ gautama2 [#3]

"Blockheizkraftwerk "

Steht die Investition im Verhältnis, wenn man ein EFH besitzt? Wie könnte man diese Kalkulation ansetzen? Ist der Preis eines Blockheizkraftwerk nicht sehr hoch?

Gruß Thomas

gautama2
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12 Jahre 9 Monate

@ select [#4]

BHKW hört sicvh jetzt wild an, aber das gibt es auch für EFH.
http://tinyurl.com/d9uvcs

Nein, der Preis ist nicht sehr hoch.

Gast

@ wuelle [#1]

Ich kenne nur Leute, die den Strom aus kleinen Dachsoloranlagen für den versorgerunabhängigen Betrieb ihrer Heizung und ihrer Brauchwasserpumpe verwenden. Holzofen und Pumpen mit Solarstrom... da hat man zwar etwas Arbeit aber Versorger können einem egal sein.

Wenn noch Platz auf dem Dach, dann noch eine paar Warmwasserkollektoren dazu. Auch wenn man keinen Pool hat, kann man damit was anfangen wenn man sich einen 2..3000Liter Warmwasserspeicher hinstellt.

Blockheitkraftwerke haben leider auch hohe regelmäßige Wartungskosten, da ist einfach zuviel bewegte Mechanik...

gautama2
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@ TimeTrade [#6]

Blockheitkraftwerke haben leider auch hohe regelmäßige Wartungskosten, da ist einfach zuviel bewegte Mechanik...

Das beschreiben die hier aber anders:

Der übersichtliche Aufbau mit Standard-Komponenten und nur wenigen Verschleißteilen verspricht mehrere Vorteile wie niedrige Betriebskosten und hohe Wirtschaftlichkeit der Anlage. Die Wartungsintervalle liegen bei 4.000 Betriebsstunden, der Motor müsse erst nach etwa 40.000 Betriebsstunden generalüberholt werden. Die grafikfähige Bedieneinheit zeigt alle wesentlichen Parameter und Bedienfunktionen übersichtlich und für den Anlagenbetreiber gut verständlich an.
http://www.baulinks.de/webplugin/2009/0476.php4

Hast Du schon entsprechende Erfahrungen machen können?

Gruß

select
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@ gautama2 [#5]

Daaaaaaaaaaaanke. Da ich aktuell viel "um die Ohren" habe, soll sich meiner Frau mit diesen Sachen beschäftigen:-)))))))

gautama2
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@ select [#8]

soll sich meiner Frau mit diesen Sachen beschäftigen

Sehr gute Idee :)

tantan
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Blockheizkraftwerke sind dann optimal, wenn gleichmäsig Wärme und Strom abgenommen werden kann. Im Privathaushalt kann die Kraft-Wärme-Kopplung zu unflexibel sein. Mein Bruder heizt nur mit Erdwärme und Warmwasser erzeugt er mit Kolektoren. Rechnet sich, nach Zuschüssen vom Staat und verbilligtem Stromtarif für die Wärmepumpe, allemal.

Gast

@ gautama2 [#7]

4000h sind noch nichtmal ein halbes Jahr... also alle 5..6 Monate ist ein Kundendienst fällig.
Privat kenne ich keinen der sowas hat, aber ein Hausmeister einer Schule mit 2 solchen Anlagen hat dadurch quasi eine Jobgarantie...

Erdwärme ist eine feine Sache, man muss nur günstig an die Löcher kommen.
(Fachhochschulen die mal neue Bohrer testen wollen...)

gautama2
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@ TimeTrade [#11]

Betriebsstunden <> 24h pro Tag. Denke also eher, dass wie sonst auch, einmal im Jahr eine Wartung ist.
Aber ich möchte hier kein BHKW schön reden. Es gibt sicher Situationen, in denen es weniger sinnvoll ist.
Wenn jedoch jemand über eine Photovoltaik nachdenkt, um damit seinen Strom zu erzeugen, dann sind die 20.000 besser in ein BHKW gesteckt. Die Einspeisungsvergütung sollte die Betriebskosten locker decken können, der eigene Strom wahrscheinlich weniger, als wenn man ihn vom Versorger kauft.
select hat mit seinem Rechenzentrum sowieso einen Strombedarf, der das rentabel macht und endlich eine Ausrede um einen Pool zu bauen :)

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pullPUSH
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@ gautama2 [#12]

Der Anteil Strom/Wärme liegt bei ca. 40%/60% soll heisen aus 100% macht ein BHKW 40% Strom und 60%Wärme. In der Gesamtbetrachtung ist ein BHKW sehr Effizienz das liegt aber an der "Wärmeanteil" der Haken ist das man im EFH für 2-3 Personen eben nur im Herbst-Winter-Frühjahr der Wärmebedarf zum Heizen braucht. Das restliche Jahr über kann mit der "Wärme" nicht effektiv gearbeitet werden für die Brauchwasseraufbereitung ist es viel zu viel.

Schaut eben anders aus wenn damit ein Pool etc. ganzjährig beheizt wird. Da liegt dann der Einsatzbereich besser. Photovoltaik ist auch gerade für mich ein Thema mit dem ich mich beschäftige da steht jedoch auch eine Dachsanierung an. Evtl. kann man Module verwenden die als Zigelersatz verlegt werden können. Nach erster Überlegung trägt die Anlage die Kosten und es kann auf den Materialwert der Zigel verzichtet werden. Ansich überzeugt mich das aber auch noch nicht ganz.

Gast

@ gautama2 [#12]

..."hat mit seinem Rechenzentrum sowieso einen Strombedarf"...

Ich kenne jemanden der hat sich gerade ein neues mit 28CPU's vollbestücktes IBM-BladeCenter mit 4 teils redundanten Netzteilen a 2000W bestellt.

Wenn ich als Dauerlast mal nur ~30% annehme, dann macht das im Jahr bei 0,16€/KW mir 365Tage x 24h x 2,5KW/h mal rund 3500€/Jahr bzw. 290€/Monat nur an Stromkosten.

Da schon ein paar etwas kleinere Maschinen dort stehen und im Sommer dann noch der Strom für das Klimagerät zur Kühlung dazu kommt, reichen dann keine 6000€/Jahr für den Strom. Trotzdem rechnet sich auch da mit der 7x24h Dauerlast wegen der hohen Wartungskosten noch kein kleines BHKW, weil man da ja die Wärme nicht braucht/nutzt.
Nicht alle Solarstromanlagen und BHKW's sind direkt für IT-Technik tauglich, man wird also zur Sicherheit noch eine OnlineUSV (die man sowieso hat:) dazwischen schalten.

gautama2
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@ pullPUSH [#13]

Dann ist man als Normalbürger mit Solarkollektoren für den Warmwasserbedarf besser aufgehoben.

Bei Photovoltaik habe ich bisher noch niemanden gesprochen, der das wegen seines eigenen Strombedarfs gemacht hat.

Die Investition für die paar Module ist viel zu hoch. Das lohnt sich nur wegen der Einspeisungsvergütung. Ein reines Modell, um sich seine Steuern wieder zu holen.

Die Wärmepumpe mit Solarstrom fände ich da besser, weiß aber nicht was Löcher kosten.

Man könnte sich aber, wenn die Nachbarschaft mitzieht, ein Kraftwerk zusammen gönnen, das gibt vielleicht wieder eine brauchbare Konstellation.

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pullPUSH
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@ gautama2 [#15]

Bohren ist teuer - Wärmebedarf bei ca 9KW Heizleistung zwischen 7.500-11.000 Euro. Macht eigentlich nur beim Neubau Sinn.

"Man könnte sich aber, wenn die NAchbarschaft mitzieht, ein Kraftwerk zusammen gönnen, das gibt vielleicht wieder eine brauchbare Konstellation."

Wer stellt den Platz bereit? Was passiert bei Schäden - wer haftet? Da sehe ich eher die Gemeinde als Betreiber für Schulen, Stadthallen, Schwimmbäder etc. Müsster halt euer Palmöl gegen Sojabohnen hedgen - dann klappt auch mit den Brennstoffkosten ;O))

Um wieder auf das Thema zurückzukommen. Eine Photovoltaikanlage ist aus meiner Sicht keine "Geldmaschiene". Mag passen und amortisiert wie kalkuliert wenn alle Voraussetzungen gut sind. Einfach mal beim örtlichen Energieversorger anfragen der auch die Einspeisung technisch abwickelt - die müssten Info Unterlagen haben und haben.

gautama2
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12 Jahre 9 Monate

@ pullPUSH [#16]

Genau. Thema war ein anderes, ich hab das BHKW ins Rennen geworfen, weil da jemand eine Investition für Solarthermie von geschätzt 10 - 20.000 Euro (?) plant, noch zusätzlich eine Heizung weiter betreibt und über Photovoltaik für nochmal 10.000 (?) nachdenkt und vielleichft in ein paar Jahren nochmal Geld für eine neue Heizung rein steckt.
Das halte ich für wenig sinnvoll, weil man da lieber gleich alles in einem Block(KW) macht, am Ende weniger ausgegeben hat und den nicht benötigten Strom trotzdem einspeisen kann, wenn man schon in die gewerbliche Energiegewinnung einsteigt.

Wärmepumpen holen auch Energie aus Luft. Muss ja nicht über Erdlöcher gehen. Vielleicht gibt es im konkreten Anwendungsfall Möglichkeiten dafür, Luftlöcher sind viel billiger.

Der Vollständigkeit halber kann sich jemand mit Interesse auch hier einmal informieren:
http://www.otag.de/

Die gehen exakt auf den EFH Bereich wie es scheint. Prinzip Stirlingmotor, wenn ich das richtig gesehen habe und liefern ein paar Zahlen, mit denen man rechnen kann.
Ich selbst stehe noch nicht vor der Wahl, ob ich sowas installiere, mein NT Kessel tut es noch ein paar Jahre. Deshalb stecke ich da auch noch in der Informationssichtung.

Ich missbrauche den Thread mal zur Infosammelstelle:
http://www.ecopower.de/ecopower-mini-bhkw/foerderung-nutzen/wirtschaftslichkeitsberechnung.html

Wäre auch Antwortversuch zu @ select [#4]

wuelle
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12 Jahre 9 Monate

Vielen Dank für Eure Anregungen und die Links!

Geplant ist, in einem Mehrfamilienhaus mit 28 Wohneinheiten eine vorhandene Gasheizung durch Gas-Brennwerttechnik in Kombination mit solarer Warmwasseraufbereitung zu investieren. Die bisher vorliegenden Angebote sind so berechnet, dass 50 % des Warmwasserverbrauchs durch die Solarmodule dargestellt werden kann. Kostennote für die thermische Solaranlage ca. 26.500 Euro, wodurch rechnerisch beim aktuellen Gaspreis 2.200 Euro Warmwasserkosten eingespart werden könnten.

Ein Bekannter hat mich im Zuge dieser Diskussion auch schon auf ein Blockheizkraftwerk als Alternative zum Gaskessel mit Solarthermie aufmerksam gemacht, wobei er riet, dass wir unbedingt einen Energieberater hinzuziehen sollten und auf keinen Fall einen Heizungsbauer allein die Anlage konzipieren zu lassen. Eine hausinterne Stromversorgung hat, wenn man an tagelange Stromausfälle im Winter denkt, einen gewissen Reiz.

Auf die Idee mit der Geldanlage in Photovoltaik bin ich im Nachgang der Überlegungen, wie und ob sich solare Heizungsunterstützung rechnet, gekommen. In einer Werbewurfsendung eines Anbieters von Solarmodulen, ich glaube es war Solarworld, wurde für Sonnenkollektoren als Alternative zu Bundeswertpapieren geworben.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass diverse Häuser- und Scheunendächer grossflächig mit Photovaltaikmodulen bestückt worden sind, wahrscheinlich wegen der Subventionen.

select
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ gautama2 [#17]

"Wärmepumpen holen auch Energie aus Luft. Muss ja nicht über Erdlöcher gehen. Vielleicht gibt es im konkreten Anwendungsfall Möglichkeiten dafür, Luftlöcher sind viel billiger."

Aber da sollte die Vorlauftemperatur <27 (also Niedrigtemperatur sein), sonst muss zu viel mit Strom "nachgeheizt" werden.

Ansonsten haben Deine Gedanken sehr wohl eine Berechtigung und ich sollte meinen Bleistift nochmals spitzen, ähhhhhhhh meine Frau:-))))

tantan
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Luftwärmepumpen: Die Lüfter sind in der Regel ziemlich laut. Das kann auf Dauer ganz schön nerven.

Beruflich habe ich mit BHKW`s zu tun. Ein Motor mit einer Stomproduktion von 1000KWh wird alle 1500 Std. gewartet. Ein Servicevertrag kostet ca. 70.000€/A. Das die Motoren trotzdem so rentabel sind, liegt daran, das sie ständig im Bereich des höchsten Wirkungsgrad fahren und trotzdem keinen Wärmeüberschuß produzieren. Sie liefern also nur eine Grundlast. Das Regeln der exakt benötigten Wärmemenge übernehmen andere Anlagen (Brenner). In der Abdeckung einer Grundlast sind BHKW Spitze.

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ wuelle [#18]

"50 % des Warmwasserverbrauchs durch die Solarmodule dargestellt werden kann."

Vor allem morgens, wenn alle gleichzeitig aus dem Haus zur Arbeit wollen und die Sonne noch nicht richtig will?
Das könnte evtl. eine zu theoretische Betrachtungeweise sein, wie sie aber gern durch die Energieberater und die entsprechenden Programme ausgespuckt werden.
U.U. ist es da einfacher, jedem einen Durchlauferhitzer zu verpassen, denn der Einspareffekt könnte wegen der Spitzenlasten kleiner sein als gedacht und die Amortisation dauert entsprechend länger. Irgendwann kommt das Gemecker, dass sie zwar die Mod blechen dürfen, aber die Einsparungen gar nicht so hoch sind. Hatte ich erst kürzlich in einem Objekt.

P.S. ist es Mietobjekt oder Eigentümergemeinschaft?

@ tantan [#20]

Ja, die sind laut, deshalb meinte ich "Vielleicht gibt es im konkreten Anwendungsfall Möglichkeiten dafür"

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Feuer auf dem Dach
von Claus Hecking

Ein Brand schreckt Solaranhänger auf: Ausgerechnet das weltgrößte Fotovoltaik-Dach hat Feuer gefangen. Für den britischen Energiekonzern BP wird das Unglück im hessischen Bürstadt zum Image-GAU.
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:Imageschaden-f%FCr-BP-Feuer-auf-dem-Dach/534826.html

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ wuelle [#1]
@ wuelle [#18]

"... Anlage, die sich bei konstantem Gaspreis auf dem aktuellen Preisniveau ohne Zuschüsse in 12 Jahren amortisieren würde. Das entspricht einer Verzinsung von 8,33 Prozent ..."

Vorausgesetzt, es gibt keine größeren Reparaturen. Ich kenne Angebote, da gibt der Hersteller drei Jahre Garantie. D.h. das Risiko zwischen Jahr 3 und Jahr 12 trägt der Kunde.

Ferner ist das genannte Jahr 12 bei solchen Rechungen üblicherweise der Break-Even zur Anfangsinvestition, d.h. wenn man richtigerweise eine Verzinsung für das sonst anderweitig eingesetzte Kapital annimmt, wandert die 12 eher Richtung 15 oder noch mehr. Aber das sollte unter Lesern eines Börsenforums ja bekannt sein.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ferner ist der Begriff Verzinsung so nicht ganz richtig. Eine wirkliche Verzinsung (wenn die Zinsen korrekt berechnet sein sollen, so daß sie mit anderen Geldanlagen vergleichbar sind) ist bei solchen Projekten normalerweise recht schwer auszurechnen.

Was Du nach 12 Jahren hast (lassen wir den Vergleich zum risikofreien Alternativ-Zins jetzt mal weg), ist ja nicht das investiert Kapital, sondern eine 12 Jahre alte Anlage. Wieviel die Wert ist, hängt wesentlich davon ab, wie lange sie im Weiteren hält, bis sie ersetzt werden muß, oder bis sich die Reparaturkosten nicht mehr rentieren.

D.h. als große Unbekannte hast Du in der Rechnung:
- die Entwicklung des Gaspreises über mind. 12 Jahre
- die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen über mind. 12 Jahre
- die Lebensdauer der Anlage.
Die Unsicherheiten darin halte ich für so groß, daß man nicht sich selbst mit Zahlen wie "8,33 %" eine scheinbare Genauigkeit vorspiegeln sollte. Zu sagen es wird auf 12 (oder 15) Jahre auf irgendwas zwischen -10% und +20% hinauslaufen, ist bestimmt ehrlicher ...

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

http://www.ftd.de/finanzen/alternativen/:energie-minikraftwerke-amortisieren-sich-schwer/50015413.html

Minikraftwerke amortisieren sich schwer
Das Umweltministerium fördert Mini-Blockheizkraftwerke. Doch für wen lohnt es sich, Strom und Wärme selbst zu erzeugen? Fest steht: nicht für jedes Haus.

Lenzelott
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

Es kam in den letzten Tagen ein Bericht im TV.

Volkswagen und der Stromanbieter Lichtblick haben eine weit reichende Partnerschaft besiegelt: Gemeinsam wollen sie bis zu 100.000 Mini-Kraftwerke in Wohnhäuser einbauen, mit der produzierten Energie zwei Atomkraftwerke ersetzen - und die Marktmacht der etablierten Konzerne brechen.

-> http://www.lichtblick.de/h/index.php

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,647858,00.html

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Lenzelott [#26]

Volkswagen soso.

Da kam mir der Gedanke, dass sich ein Kraftwerk vielleicht mehr lohnt, wenn man auch noch seinen Wagenpark von Elektroautos versorgen muss? Zumindest jede Reihenhaussiedlung, Hochhaus etc. könnte dann sinnvollerweise damit ausgerüstet werden.

tape
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Bei dem ganzen Solarkram -gleich ob Solarthermie oder Photovoltaik-, sollten interessierte Nutzer/Investoren im Verhältnis mindestens so kritisch sein, wie bei "Kay, der Forex Millionär: ICH WERDE 1 MILLION MACHEN!".

oekologismus.de/?p=1146
(Kommentarbereich!)

http://www.solarresearch.org/

http://www.youtube.com/watch?v=bE2-tPAJvNM

solarresearch.org/1029554.htm

hartgeld.com/filesadmin/pdf/Goehler-Das-solare-Paradoxon.pdf

Und wer meint sein Haus müsse unbedingt gedämmt werden, der lese dies:

holzgibtgas.com/Diverse/Goehler-Das-Daemmstoff-Paradoxon.pdf

Und wer anderer Meinung sein will, ..., bitte.
Keine Aufregung, einfach die obigen Links nicht beachten und sich das Dach mit Hochtechnologie :-) vollknallen. Viel Erfolg.

Grüße
tape

tape
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

auch noch sehenswert:

http://www.solarresearch.org/05vidaud/050solvid/050063/index.htm

Da reißt tatsächlich einer auf Empfehlung seine neuwertige PV-Anlage (zum Teil) runter, durch die wegen der Zwangsabnahme des Stroms zu 44cent wenigstens noch Geld reinkommt, und schraubt sich Solarthermie aufs Dach um ein bisschen Warmwasser zu haben. Toll. Grünes Hightechland Deutschland. Wenn Gottspieler das Klima regulieren wollen ... ... .
(mit letzterem meine ich nicht den betrogenen Endverbraucher, der diesen ganzen Betrug gar nicht mehr durchschauen kann).

limitup
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Dachziegel mit Solarzellenfunktion- oder Solarzellen mit Dachziegelfunktion. Hat damit jemand Erfahrung?

http://www.solarserver.de/solarmagazin/anlagenovember.html

Lenzelott
Mitglied seit
12 Jahre 5 Monate

sollen schlechteren Wirkungsgrad haben, weil nicht ordentlich gekühlt.

Will sagen, 10-20cm Abstand zum Dach sollten die Zellen wohl haben, damit die Luft drunter durchpfeifen kann.

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