Spanien: In 2010 werden gut 100 Milliarden € an Anleihen fällig
http://www.tesoro.es/doc/EN/home/estadistica/24I.pdf
Und auch hier dasselbe Bild wie in den USA. Ein grosser Klumpen im kurzfristigen Bereich.
Und gute 100 fällige Milliarden, sind bei einer spanischen Gesamtverschuldung von 467,437 Milliarden ziemlich viel (= 21,4 %).
Wiegesagt "fällige Anleihen". Woher das Geld für die Defizitdeckung kommen soll ist doch mehr als fraglich, oder ?
Aber die Notenpresse wird es schon richten.
http://www.tesoro.es/doc/EN/home/estadistica/01i.pdf
Zinserhöhungsphantasien adé......
http://www.dt.tesoro.it/export/sites/sitodt/modules/documenti_en/debito_pubblico/scadenze_titoli_suddivise_per_anno/Outstanding_public_securities_28-02-2010_GPO.pdf
...und in Italien sind es 343 Milliarden € (= 23,1 % der Gesamtschuld) in 2010. Nur das man es schon einmal im Vorfeld gehört hat.
p.s.: Zitat: Outstanding Government Bonds as of 28/02/2010 = € 1.482.350,17 million
@ Paljusevic, Franjo [#1]
Das Geld kommt, wie bei allen Staaten, aus der Neuaufnahme von Schulden.
So der Plan.
Solange jemand die neuen Anleihen zeichnet wird die Blase größer.
Tja und weil viele Staaten schon bisschen mit der Zinslast rechnen müssen (keine Ahnung warum), kommen einige auf die Idee, jetzt mal nicht die langen Laufzeiten zu emmitieren sondern eher kurze, weil da die Zinsen am günstigsten sind.
Insofern werden wir auch in naher Zukunft am kurzen Ende weiter hohe "Rollbestände" finden.
Für mich ist das alles schon sehr irrsinnig, wenn ich ehrlich sein soll.
>Tja und weil viele Staaten schon bisschen mit der Zinslast rechnen müssen (keine Ahnung warum), kommen einige auf die Idee, jetzt mal nicht die langen Laufzeiten zu emmitieren sondern eher kurze, weil da die Zinsen am günstigsten sind.
Anders herum wird ein Schuh draus. Weil die Zinsen so niedrig sind und man damit rechnet, dass sie später mal wieder steigen, parken alle Investoren ihr Geld in Kurzläufern und warten darauf, dass es sich am langen Ende mal wiede lohnt. So lange sie das tun, bleiben die Zinsen natürlich unten.
Die Schuldner glaube ich würden sich schon lieber langfristig finanzieren, da das weniger Risiken birgt. Nur ist das wohl schwierig momentan.
Es bildet sich eine riesige Blase die irgendwann Platzen wird. Ich glaube nicht, dass die Bezahlung von Schulden durch Neuaufnahme von Krediten noch lange funktionieren wird.
Interessant sind in dem Zusammenhang die Aussagen von Prof. Bernd Senf
http://www.youtube.com/watch?v=GnEqS4TwCfE
und auch von Michael Rehberger
http://www.youtube.com/watch?v=G_YJHlE8UXY&feature=related
Was ich nicht verstehe: Was nützt es wenn die Zinsen unten bleiben, wenn der Markt aber hohe Zinsen verlangt..wie jetzt bei Griechenland..rund 6,5 % für 10 Jahre....
Die Notenpresse kann da gar nichts richten.....
Ich frage mich warum trotz der angebliche Gelddruckerei die Geldmengen zahlen fallen..Auch in den USA...Kann mir das einer erklären...
Guckt mal in die Bücherregale in Kaufhäusrn Rubrik Wirtschaft: Jedes 3 Buch handelt doch von baldiger Hyperinflation....
@ limitup [#6]
"Jedes 3 Buch handelt doch von baldiger Hyperinflation...."
Ein weiteres Indiz, daß es eher Deflation geben wird.
So wie versucht wird das ganze wieder aufzublasen, sie es aber nichtmal schaffen, die Geldmenge stabil zu halten, würde ich auch sagen, wir bewegen uns eher in Richtung Japanisches Jahrzehnt. Problematisch wird es nur, wenn ein Land weder Exportüberschüsse, noch eine Weltleitwährung hat und insgesamt eher schwach aufgestellt ist. Dann kann es die Währung zerfetzen, wenn der Staatshaushalt nicht konsolidiert wird (was der Konjuktur aber auch nicht wirklich hilft), sprich Inflation. Aber das ist von den relevanten Ländern ja eigentlich nur GB.
In den anderen Gebieten ist wohl erstmal eher keine grossflächige Inflation angesagt, solange die Zentralbanken nicht total durchdrehen und direkt Endkundenkredite vergeben.
Die Geldmengen Zahlen fallen, weil weniger Kredite vergeben werden. Für jede Summe die irgendjemand als Guthaben hat, muss irgendein anderer Schulden haben.
@ limitup [#6]
Würde die EZB die Leitzinsen anheben, würde auch der bestehende hohe Zinsabstand zwischen beispielsweise 10 jährigen Bundesanleihen und Staatsanleihen gleicher Laufzeiten aus Griechenland, Italien, Spanien, Portugal etc. auf ein noch höheres Niveau gehievt werden.
Gleich einem Fahrstuhl hätten wir statt jetzt bei den griechischen Anleihen statt 6 % (= 3 % Bund + 3 % Aufschlag für Griechenland-Risiko) eventuell 7, 8 oder 9 %. (= 4, 5, 6 % Bund + 3, 4 etc. % für jeweiliges Länderrisiko)
Und dies ist keinesfals erwünscht, geschweige denn finanzierbar.
Die Notenbanken weltweit haben, vielleicht bis auf einige sehr wenige Ausnahmen ihre frühere geldpolitische Autonomie meines Erachtens gänzlich verloren. Dieser Autonomieverlust ist daher gleichzusetzen mit zukünftiger Inflationierung bzw. Geldentwertung, da die Notenbanken die zinsgünstige Finanzierung der jeweiligen Staaten übernehmen werden -müssen-.
Ausserdem ist -wie ich meine- das Ziel eines jeden hoch verschuldeten Staates, diese Schulden über die Zeit möglichst "geräuschlos" loszuwerden. Und dafür eignet sich die Inflation bestens.
Wenn sich nun Marktteilnehmer unbedingt an ihre Lehrbuchmässigen Theorien klammern wollen, die ihnen die unbedingte Autonomie der Zentralbanken vorschreiben bitte schön, die Realität sieht meines Erachtens ganz anders aus. Der Geldwert wird über die nächsten kommenden Jahre rapide abnehmen.
Haben wir in Griechenland nicht schon eine Inflationierung ? Die Steuern werden erhöht, Löhne gekürzt, Tabak, Benzin etc. werden kräftig im Preis erhöht.
Ich habe das alles schon sehr oft in den 1980ern aus Jugoslawien gehört. Auch dort die gleichen Massnahmen, allerdings gab es dort keine Deflation. Die Bürger haben Kaufkraft verloren - aber das ist keine Deflation. Zu allem Überfluss verschlimmerte sich die finanzielle Situation des Landes immer weiter.
Kein Land der Welt wird sich auf Dauer eine unzufriedene Gesellschaft leisten können, die streikt, protestiert und diesen Protest auch noch auf die Strasse bringt. Zwangsläufig werden daher über die Jahre Zugeständnisse im Lohnbereich gemacht werden, die wiederum die Inflation anheizen, an der verlorengegangenen Kaufkraft der Bürger aber wesentlich nicht viel ändern.
Wir werden sehen.
Ich bleibe dabei - gute Aktien sind der beste Schutz gegen eine weichwerdende Währung.
p.s.: Da ich erwarte, dass jemand zum obigen Punkt Lohnkürzungen schreiben wird - nach dem Motto, wie sollen Lohnkürzungen und Inflation zusammenpassen ? - ich sehe das als rein kosmetische Massnahme.
Vergessen wir doch nicht, dass in Griechenland die Einkommen in den letzten 10 Jahren um ein Vielfaches dessen gewachsen sind, was beispielsweise in Deutschland der Fall war.
Also werden die ohnehin schon inflationierten Löhne nur etwas "korrigiert". Die griechischen Bürger qualmen aber jetzt schon.
Ergo werden diese "kosmetischen Reduzierungen" im Laufe der Zeit wieder angepasst werden müssen um die Bevölkerung zu "beruhigen". Preise und Steuern werden aber kaum zurückgenommen werden.
Ich sage nocheinmal, Kaufkraftverlust ist keine Deflation.
Wer Japan als Beispiel nimmt, sollte nicht vergessen, dass die dortige Bevölkerung über imense Sparguthaben verfügt, die aufgrund des starken Yen an Wert zugenommen haben. Die Japaner haben also pro Kopf eine imense Kaufkraft, die allerdings nicht zum Konsum verwendet wird.
Um Anreize zum Konsumieren zu geben, fallen logischerweise die Preise. Dazu kommt noch der gewaltige Kapitalexport in das Ausland, der wiederum Geld aus dem Wirtschaftskreislauf zieht.
All das sind doch Faktoren, die eine Deflation in einem Land mit hohen Aussenhandelsüberschüssen und Sparguthaben wahrscheinlicher werden lassen, als in einem Wirtschaftsraum, der mit Aussenhandelsdefiziten und Löchern im Staatshaushalt zu kämpfen hat, die darüber hinaus unter dem Strich die gesamten Sparguthaben der Bevölkerung aufzehren würden.
Wenn dann hierbei noch Geld aus der Notenpresse ins Spiel kommt, ist das Rezept für die kommende Inflation fertig.
Bon appétit !
@ Paljusevic, Franjo [#10]
Und ich bleibe dabei.Wir werden in Europa die japnaische Krankheit kriegen bzw. wir haben sie sogar schon.
Weisst du was der Unterschied ist zwischen 1923, Jugoslawien und heute ist?
Heute haben wir überall Überkapazitäten an Waren usw. Sämtlich Fabrikhallen stehen voll mit Maschinen doie schonmal vorsorglich angeschafft wurden um den künftigen Bedarf der Leute nach dem 4. Plasmafernseher zu decken...Ob der 4. Plasmafernseher wirklich gekauft wird???? Ich bezweifel das.....
@ limitup [#12]
Ja, aber die Welt besteht nicht nur aus Europa und Nordamerika. Ich denke, dass der stark gestiegene Wohlstand in Indien und China, sich über kurz oder lang auch in dort steigenden Löhnen und damit steigenden Preisen für Waren und Dienstleistungen widerspiegeln werden.
Ich war vor einiger Zeit auf einer indischen Real-Estate Website und habe mir einmal die dort angebotenen Wohnmöglichkeiten in verschiedenen indischen Städten angeschaut.
Häuser sind dort beispielsweise zwischen 40 Lacs und 10 Crores (indische Rechnungseinheiten) zu haben.
Soweit entfernt von europäischen oder amerikanischen Preisen ist das gar nicht mehr. In China dürfte das nicht anders sein.
Sicherlich gibt es auch sehr arme Bevölkerungsschichten in den genannten Ländern, aber Ziel der Regierungen ist es Wohlstand für alle zu schaffen und das wird auch umgesetzt.
Wohlstandsschaffung in breiten Bevölkerungsschichten Indiens und Chinas bedeutet aber auch zwangsläufig höheres Geldangebot mit dem die Bevölkerung Waren nachfragt. Höhere Nachfrage = steigende Preise.
Europa und Nordamerika haben sich mit dem Import von günstigen Waren aus China und Indien lange Zeit die Inflation in Form hoher Warenpreise vom Hals gehalten, die meines Erachtens schon vor Jahren über diese Wirtschaftsräume hereingebrochen wäre.
Werden nun allerdings diese Produktionsstätten teurer, werden sich auch zwangsläufig die Preise global erhöhen.
Und da kann niemand etwas dagegen machen, es sei denn, die Notenbanken machen eine Vollbremsung, ziehen die Leizinsen auf 20 % und würgen damit die gesamte Weltwirtschaft ab. Aber das ist sehr unwahrscheinlich.
Die Masse an überschüssigem, unkontrolliert geschaffenem Geld ist nun einmal da und sie wird meiner Meinung nach zu Inflation führen.
Diesbezüglich in europäischen Grenzen zu denken bringt heutzutage gar nichts mehr. Man muss das globale Ganze betrachten.
p.s.:
Die indischen Rechnungseinheiten bedeuten:
1 Lac = 100.000 Rupien = 1.613 €
1 Crore = 10.000.000 Rupien = 161.300 €
http://wiki.answers.com/Q/How_many_rupees_in_1_lac
http://wiki.answers.com/Q/1_crore_in_indian_rupees
@ Paljusevic, Franjo [#13]
"Höhere Nachfrage = steigende Preise."
das gilt doch langfristig nicht, denn es gibt doch technischen Fortschritt,Rationalisierungseffekte bei der Produktion.
Sind denn langfristig (50 Jahre Betrachtungshorizont und mehr)und real irgend welche Güter teurer geworden auf dieser Welt?
Ich wüsste gerne welche.
@ rodeonrwdeo [#14]
Auf Goldbasis bzw. auf Basis einer goldgedeckten Währung sicherlich nicht. 50 Jahre früher kostete das Fass Öl ein paar Dollar - was allerdings durch die Goldbindung ein paar Gramm Gold waren, die heute ebenfalls einen stattlichen Betrag ergeben.
Heutzutage gehen wir doch der Frage nach, inwieweit der tatsächliche Geldwert des Bargeldes schrumpft. Also Inflation geschaffen wird.
Und dies ist seit der Lösung der Goldbindung Anfang der 1970er erst langsam beginnend der Fall und spätestens seit 2003 in immer schnellerem Tempo zu beobachten.
Die Krise 2008 hat ersteinmal etwas den "Drive" aus der Bewegung genommen, es ist aber meines Erachtens nur eine Zwischenpause, bevor der echte "Inflations-Run" einsetzen wird, gespeist durch die gigantischen Mengen an ungedecktem Notenbankgeld, dass aus keinem anderen Grunde geschaffen wurde, als das globale Wirtschaftssystem nicht kollabieren zu lassen.
Wenn beispielsweise jeder Inder oder Chinese durch sein Einkommen beispielsweise ein Gramm Gold zusätzlich erwerben kann, wird dieser Rohstoff im Preis steigen. Wenn er sich dann noch zusätzlich Haushaltsgeräte, Automobile, Fahrräder, Uhren etc. kaufen kann, werden die Preise dieser Güter ebenfalls nominal ansteigen.
Ob eine effizientere Produktion die höheren Kosten für die dafür benötigten Rohstoffe ausgleichen kann um dann das Endprodukt weiterhin "günstig" anbieten zu können, wage ich zu bezweifeln.
@ Paljusevic, Franjo [#15]
Warum sioll, sich auf einmal was ändern? natürlich werden wir in der Zukunft effizienter in der produktion wie schon immer in der Menschheitsgeschichte.
Sie sprechen von nominalen Preissteigerungen, interessieren tun doch wohl nur reale.
Noch mal, was ist langfristig real teurer geworden?
@ Paljusevic, Franjo [#13]
Wie gesagt die Zeitungen und Bücheregale sind voll mit Inflationswarnungen....Alle Leute denken: Die Notenbanken drucken soviel Geld das muss zur Inflation führen. Das denken Geithner und Bernanke auch..Und die sind nicht besonders smart: Bernanke im Jahre 2007: Die Verluste durch die Subprimeprobleme werden maximal 50-100 Milliarden US$ sein...
Wer Inflation setzt und beispielsweise sich verschuldet um Aktien und Immos zu kaufen, der macht genau das was Timothy Geithner und Ben Bernanke wollen...Nicht besonders smart oder?
Und ob China dies und Indien das...Das ist doch auch alles kokulores...Zum Jahresende 2008 waren in China soviel Gewerbeimmobilen fertiggestellt, das wenn die chinesische Wirtschaft weite so wächst wie im Jahre 2007/2008 die fertiggestellt Bestände bis zum Jahr 2015 reichen um den Bedarf zu decken.... und die bauen munter weiter.
Und von welcher Geldflut sprichst du???? DIe Geldflut deckt nur die Verluste die entstanden sind durch die Immokrise...DIe Inflation hat längst staatgefunden..Am Immomarkt in USA, Spanien,Portugal usw. Und an den Aktienmärkten bis 2007.
Eine Inflation würde nur entstehen, wenn die Leute das Geld in die Hände bekommen und mit Freuden ausgeben... Danach siehts nicht aus..Ich jedenfalls habe durch die Aktionen der Notenbanbken keinen Cent mehr Geld in der Tasche. Und Staaten können sich auch noch anders entschulden...Durch Sparen Sparen Sparen..Und das werden sie auch tun...Dann werden zwar die BIP um 30-40 % schrumpfen aber naja.
Wenn die tatsächlich die Inflation als Ausweg aus Ihren Schulden nutzen verlieren die Leute das Vertrauen ins Papiergeldsystem und alles würde komplett kollabieren....
Ich sage wir sehen den japanischen Weg und seit 2007 ist der schon voll im Gange. Die Indizes hatten 2007 Ihre Höchststände und einige davon sind dann 70 % kollabiert...Auch 2007 sollte die Inflation die Aktienkurse schon aufblähen... Und es wird meiner Meinung nach noch mindestens 10 Jahre dauern bis wir die Höchsstände in den Indizes wiedersehen....
Es wird auch aus anderem Grund keine Inflation geben. Sollte es zur Inflation kommen würde der Markt von den Staaten immer höhere Zinsen verlangen, die dann tödlich wären. Also werden die Staaten versuchen höhere Zinsen zu vermeiden in dem sie anfangen zu sparen und die Steuern erhöhen. Dies wiederum wird die Wirtschaft schwächen und zum Abbau der Überkapazitäten führen. Dies wirkt sich extrem deflationär aus.Und wenn das passiert ist dann wird vielleicht die Inflation zurückkehren. Bis dann sind aber die Aktienindizes nochmal 50 % gefallen....
Grüße
Limitup
@ limitup [#17]
Wenn Du alle, die in 2007 nicht vorher gesehen haben, was seitdem passiert ist, als "nicht besonders smart" bezeichnest, na prost Mahlzeit. Bleibt da jemand übrig, dem Du dieses Attribut zugestehen würdest?
:-)
@ Asamat [#18]
Nein ich meine explizit Geithner, Bernanke und Co. Denn das ist Ihr Job sowas zu erkennen. Die sogennanten Eliten haben schlichtweg versagt.
Die meisten Experten die jetzt Bücher über Inflation, Währungszusammenbruch usw schreiben und in Zeitungen als Experten auftreten, den Alegern raten Aktien oder Gold zu kaufen weil die Infaltion kommt, die waren 2007 noch der Meinung das das höchstens eine kleine Korrektur wird.
Ich erinner mich an Statements von Stefan Risse besipielsweise bei NTV wo er sagte das das alles nicht schlimm wird oder von Raimund Brichta der was erzählte das das alles nur Peanuts sind und die Amerikaner sich wie Münchhausen selber aus dem Schlammassel ziehen usw.
Trichet erzählte im Herbst 07 noch was von das golden zeitalter ist nicht vorbei, alles ist in ordnung.
Weitere Versager waren Grüner und Fisher, Hendrik Leber, Lohrke, Klaus Martini usw usw. Das sind alles Leute die jetzt davon reden das die Inflation kommt und man Aktien haben muss. Hendrik Leber hielt Ende 2007 alle Banken für unterbewertet und besonders die HRE für kaufenswert....
Und ganz neben bei erinner ich an meine Beiträge aus 2007 hier in diversen Threads zum Thema Subprimekrise....
@ limitup [#19]
Auch wenn ich Deinem Beitrag inhaltlich völlig zustimmen muß, und ich erinnere mich noch an Deine damaligen Postings zu diesen Themen, welche sich im Nachhinein als goldrichtig erwiesen haben, ich selbst bin ja einer dieser "Versager", welche die langfristigen Auswirkungen der Krise unterschätzt hatten, und zwar ging es rund 30% mehr abwärts als ich damals dachte, ich kann Deinen Deflationsideen nicht ganz zustimmen, auch wenn die Bonds dies sicher derzeit einpreisen.
Ich glaube auch nicht an Franjos Inflationsideen, zumindest nicht in nächster Zeit.
Es wird Zeit vergehen bis wir wieder Inflation von +2% sehen, wahrscheinlich dieses und auch den größten Teil des nächsten Jahres.
Dieses ganze Regulationsgequatsche seitens der ECB usw betrachte ich als Schwachsinn. Weder bei den ratings noch bei der Möglichkeit, Bonds nach Belieben zu kaufen oder CDS zu halten, wird sich was ändern, warum auch.
Politik, als auch Wirtschaft, sind/ist dreckig. So wie es sich gehört.
Ebensowenig glaube ich an 50% Potential nach unten bei den Aktienindices.
Sicher sehe ich auch nicht unbedingt so großes Potential nach oben.
Stellvertretend, für den Dax vielleicht 6000 bis Ende des Jahres, und bis die Höchststände erreicht werden, wer kann da schon eine Prognose abgeben, höchstens ein bücherverkaufender Scharlatan.
Aber sicher nicht erst in 10 Jahren. Ich sage pauschal in unter 5 Jahren.
Wenn ich tippen "müßte", würde ich sagen Ende 2012/Anfang2013.
Die innereuropäischen Probleme, wird man in den Griff bekommen, auf die eine, oder auf die andere Weise.
Und, das mal außen vorgelassen, was hat sich denn sonst in der Welt geändert seit der Krise?
Nix. Die Erholung wird stattfinden. Weil das der natürliche Verlauf ist, und auch weil dies politisch so gewollt ist, und die Politik auch nur darauf abzielt.
Genauso wie es falsch war, auf dem Höhepunkt der Krise zu argumentieren, "diesmal ist alles anders", ist es jetzt am Beginn der Erholung falsch zu argumentieren" diesmal ist alles anders".
Inflation: Sobald die Banken ihre Eigenkapitalbasis entgültig gestärkt haben,. und sich größtenteils außer Gefahr befinden, werden sie auch die restriktive Kreditvergabe einstellen, was nur logisch ist.
Spätestens dann wird auh dann wird auch weiteres Wachstum einsetzen, was sich auch in erhöhter privater Nachfrage niederschlagen wird, und den Deflationsgedanken Einhalt gebieten wird.
Sicher noch kein Preisdruck, aber eine leichte Inflation von 1-2%, völlig gewollt und begrüßt.
Nur meine grobe Einschätzung, aus der hohlen Hüfte geschossen.
Grüße
@ scorpion260 [#20]
ach Quark du bist doch kein Versager....das ist doch Blödsinn.
Ich glaube halt an das Japanszenario und deswegen glaube ich das wir analog Japan die Höchstände die nächsten 10 Jahre nicht wieder sehen. Obs so kommt weiss ich auch nicht..Deswegen sage ich ja auch ich glaube es und nicht ich weiss es, wie die Bücherschmierfinken :-)
Ich sage auch nicht das diesmal alles anders ist. Ich glaube halt nur das einige die Rechnung ohne den Wirt machen und das es auf der Welt zuviele Überkapazitäten gibt, die jetzt langsam abgebaut werden...
Zum Eigenkapital der Banken:
Dazu gibt es 2 Wege
1. Bilanzverkürzungen mit Schrumpfung der Kreditvergabe..Dies ist sichr politisch nicht gewollt
2. Kapitalerhöhungen mit Verwässerungeffekt. Schätzungen gehen davon aus, daß alleine die europäischen Banken rund 180 Mrd. Euro an frischen EK brauchen.....Der einzige der solche Summen stemmen kann ist der Staat...
Ich glaube das Deleveraging ist noch lange nicht vorbei und es wird noch Jahre brauchen bis wir auf Niveaus von 2007 rankommen.
Aber vielleicht Irre ich mich auch..Um so besser dann gehts uns allen besser denke ich....
@ limitup [#19]
"Nein ich meine explizit Geithner, Bernanke und Co. Denn das ist Ihr Job sowas zu erkennen."
Der Anspruch ist zu hoch. Nur Götter wissen sicher, was morgen kommt. Ihr Job ist, unter Unsicherheit Entscheidungen zu treffen und Katastrophen möglichst zu verhindern, nicht keinen einzigen Fehler zu machen. Greenspan hat ganz richtig gesagt, im Nachhinein kann man falsche Bewertungen erkennen, im Vorhinein oder während eine Blase stattfindet, nicht sicher. Diese Leute sind dort, weil sie eine Menge Ahnung und Erfahrung haben, aber nicht weil sie unfehlbar sind und auch nicht, weil sie zwei Jahre in die Zukunft schauen können. Ich würde sie nicht mit Leuten in einen Topf werfen, die ihr Geld damit verdienen, auf NTV Kommentare zu geben. Das sind ganz andere Kaliber.
Trotzdem: genauso, wie wir hier nicht wissen, welches von den beiden (oder drei) Szenarien (Inflation, Deflation, muddle through) kommen wird, wissen sie es auch nicht. Dennoch müssen sie entscheiden, und zwar so, daß es in allen drei Fällen einigermaßen weiter geht.
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Dem Rest, was Du schreibst, kann ich zustimmen, scorpion ebenso.
@ limitup [#21]
"das es auf der Welt zuviele Überkapazitäten gibt, die jetzt langsam abgebaut werden"
Das es Überkapazitäten in sehr grossem Umfang geben soll kommt mir vor wie die Aussagen beim Weberaufstand gegen die Webmaschinen vor langer Zeit. Das Ergebnis war ein unheimlicher Wohlfahrtszugewinn durch die Verbilligung der Stoffproduktion.
Die Chinesen und Inder, als Konsumenten, werden schon die Produktionskapazitäten insgesamt auslasten. Das bedeutet natürlich nicht, dass man zu teure Produktionsstääten für PKW z.B in Europa gesundschrumpfen wird.
So wie West-Europa kein, weitgehend kein Standort für Socken und Unterwäsche usw. ist, wird es kein Standort für PKW, die Commoditys sind sein. Ein paar Nischenanbieter werden sicher bleiben aber die Massenproduktion wird abwandern.
@ rodeonrwdeo [#23]
Die Chinesen und Inder werden mal rein gar nichts. Das sind meiner Meinung nach Träumerein. Die chinesische Bevölkerung wird ab 2015 anfangen zu schrumpfen. Die seit über 30 Jahren betriebene 1-Kindpolitik wirft Ihre Schatten voraus.
Das der Chinese und der Inder uns unsere Waren abkaufen, damit rechnet ja nun fast jeder Unternehmenslenker. Und genau deswegen haben sie in den vergangenen Jahren Machinen gekauft und Kapazitäten geschaffen damit sie den Markt bedienen können. Was ist aber wenn die Aufträge ausbleiben???
Das der CHinese und der Inder uns unsere Waren abkauft..Das glaubt nun wirklich jeder..ausser ich....
@ limitup [#24]
Wo habe ich behauptet, dass die Inder, Chinesen und andere unsere Waren kaufen? Ich gehe davon aus, dass Sie überhaupt Waren kaufen, weil das Einkommen dort steigt, und das wird die Kapazitäten in China, Indien usw. auslasten.
Unsere Volkswirtschaften müssen sich zu mehr Dienstleistung hin entwickeln.
Industrielle Produktion im althergebrachten Sinne wird sicherlich bei uns in Westeuropa keine Zukunftsstory.
Ist es wirklich wichtig hier zu produzieren? Wo findet den mehr Wertschöpfung statt, beim Produzieren oder beim an den Mann bringen?
Wie ist die Relation z.B. Bei Apple-Produkten?
Die Herstellungekosten (ohne Lizenkosten für Engineering und Software) schätze ich auf höchstens 10-20 % des Endverkaufspreises in den USA oder Europa.
Ganz abgesehen dass, die Apps doch viel mehr Wertschöpfung bringen als die Hardware.
@ limitup [#24]
"Die chinesische Bevölkerung wird ab 2015 anfangen zu schrumpfen."
Wo kann man das nachlesen?
Die gut verdienenden Chinesen und Inder kaufen mE weiterhin europ. Waren, Autos ua Luxusgüter ( BMW, Benz, Audi, Golf). Und es gibt eine im Vergleich zu den Euroland-Bewohnern immer größere Zahl von Indern und Chinesen, die sich das leisten können, auch wenn die Ein-Kind-Politik und die mit zunehmendem Wohlstand zusätzlich abnehmende Kinderzahl sich schon in den nächsten Jahren auswirken könnte.
Was Ken Fisher im Focus-Money über die Schuldzinsen der PIGS-Staaten schreibt, finde ich schwachsinnig. Er meint, daß ein Staat locker einige % seines Haushaltsvolumens für Schuldzinsen aufbringen kann, weil auch ein Privatmann die Hälfte seines Einkommens für seine Hypothek verbraucht. Der Private zahlt ja auch 30 oder 50% für seine Miete, da ist die Hypothek die bessere Alternative. Aber der Staat zahlt ja nicht in eine vermögensbildende Maßnahme, sondern er bezahlt für die Sünden der Vergangenheit und muß dafür sein Budget in anderen Bereichen kürzen.
Ich bin nicht der Ansicht, daß uns japanische Verhältnisse drohen. Die Amerikaner haben einen großen Teil der Problemkredite an die doofen Ausländer verkauft und damit die Vermögensvernichtung zum großen Teil anderen überlassen.
Bei uns hat es keine Immoblase gegeben, im Gegenteil, im Wohnungsmarkt stützt die schwache Bautätigkeit der Vergangenheit die Preise. Im Gewerbe-Immomarkt sieht es schlecht aus, aber unsere Politiker wissen inzwischen auch, wie man Banken und Märkte vor der Pleite schützt. Bei uns vernichtet der graue Kapitalmarkt seit Jahrzehnten jedes Jahr 50 Mrd Euro und das hat auch noch keine Deflation angekurbelt. Da werden die paar 100 Mrd, die jetzt noch nicht in den Bankbilanzen erscheinen müssen, auch nicht reichen. Vor ca. 7 Jahren hat man den Versicherungen auch riesige Erleichterungen bei der Bilanzierung ihrer Aktienverluste gewährt, und die Börsenerholung hat alles wieder gerichtet. Diesmal könnte die Zinsdifferenz zwischen Anlageerfolg und dem vom Staat gewährten Niedrigzins den Problem-Banken die Sanierung ermöglichen. Der deflationierende Werteverlust könnte bald aufgeholt werden und die aufgeblasene Geldmenge wäre dann ein Inflatinstreiber.
Wieso steigen eigentlich die Aktienkurse, wenn ihr alle mit einer Deflation rechnet?
MfG
Lieschen Müller alias hw
@ hardworker [#27]
"Wieso steigen eigentlich die Aktienkurse, wenn ihr alle mit einer Deflation rechnet?"
Aktienkurse steigen, wenn es viel Liquidität gibt, und konkurrierenden Anlagemöglichkeiten keine (oder auch keine) guten Ertragsaussichten versprechen. Beides ist aktuell der Fall.
@ hardworker [#27]
Dax Stand Ende 2007 8000 Punkte heute 5800? Die Aktienkurse steigen???
Die meisten Immobilienaktien stehn rund 90 % unter Ihren Hochkursen...Die Immoaktien müssten aber Inflationsindikator NR 1 sein...
Die Deflation ist in vollem Gange. Die Japaner waren 1989 bei 42.000 Punkten..Dann ma bei 10.000 Dann wieder bei 20.000 und jetzt sind sie wieder bei 10.000.
Das heisst zwischenzeitlich haben die japanischen Aktien sich auch mal verdoppelt und trotzdem befinden die sich seit 20 Jahren in einer Deflation...
@ scorpion260
Das mit der Schrumpfung der chinesischen hatte ich in er Studie der Societe General gelesen.. Ich hoffe ich finde sie noch und schicke sie dir per mail..
In China, Indien, Brasilien geht in diesen Jahren wirtschaftlich absolut die Post ab. Da herrscht eine Aufbruchsstimmung, Zukunftsfreude und Zuversicht, wie es hier 1870 oder 1960 beim Wirtschaftswunder war. Solche Vorfreude auf die Zukunft haben wir in den entwickelten Volkswirtschaften in Europa schon lange vergessen, und das wird wohl auch nicht wiederkommen.
Ob die Leute besonders viel in Europa kaufen werden, weiß ich nicht, das ist ein andere Frage. Wenn wir es schlecht machen, dann nicht. Aber daß dort in den kommenden zwei, drei Jahrzehnten eine Nachfrage und eine Nachfragesteigerung entstehen, wie wir sie in den entwickelten Industrieländern nie wieder haben werden, steht für mich außer Frage. Die nächsten Länder dahinter (Indonesien, Lateinamerika, weitere in Asien, längerfristig Afrika) werden ebenfalls kommen, wenn es dort auch länger dauern wird.
Man darf nicht vergessen, auch wenn sich die BIPs der BRICs (noch) nicht mit den unsrigen messen können, wie viele Menschen dort leben. In China leben dreimal so viele Menschen wie in der EU, fünfmal so viele wie in den USA. Indien ist viermal USA. Selbst Brasilien hat fast halb so viele Einwohner wie die EU. Die Bevölkerungen dort brauchen nicht stark zu wachen, um riesige Nachfrage zu erzeugen. Es reicht, wenn sie jedes Jahr einen kleinen Teil der dortigen Armen in Kaufkraft gerechnet in den Mittelstand heben. In China sind in den letzten 25 Jahren 500 Mio Menschen über die Armutschwelle gehoben worden.
Wer in den letzen Jahren mal einige Tage in den Städten von Singapur, Brasilien oder Indien verbracht (und nicht nur Touristenziele bestaunt) hat, wird wissen, wovon ich rede. Die Stimmung ist nicht zu beschreiben.
@ limitup [#17]
Eine Inflation würde nur entstehen, wenn die Leute das Geld in die Hände bekommen und mit Freuden ausgeben... Danach siehts nicht aus..Ich jedenfalls habe durch die Aktionen der Notenbanbken keinen Cent mehr Geld in der Tasche. Und Staaten können sich auch noch anders entschulden...Durch Sparen Sparen Sparen..Und das werden sie auch tun...Dann werden zwar die BIP um 30-40 % schrumpfen aber naja.
Sparanstrengungen hochverschuldeter Staaten sind immer verbunden mit im Extremfall grösster sozialer Unzufriedenheit. Die Staatsschulden sind aber da. Sie sind real und müssen bedient werden.
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte einmal, dass das Sparen überhaupt nichts bringt, da selbst die Einsparung von beispielsweise 10 % des Haushaltes beispielsweise der Bundesrepublik gerade einmal 40 Milliarden Euro ausmachen würde.
Realistisch betrachtet ist die Summe überhaupt nicht aus den Einzeletats des Haushaltes zu kürzen und selbst wenn, was ist das im Vergleich zur Gesamtverschuldung von 2000 Milliarden Euro - gerade einmal 2 %.
Nennen wir es doch beim Namen und geben wir uns nicht theoretischen Träumereien hin.
Der Haushalt bzw. global betrachtet die einzelnen Staatshaushalte sind auf dem Wege immer weiter -inflationär- aufgebläht zu werden.
Weder ist die Bevölkerung bereit Lohnkürzungen hinzunehmen, noch werden die Regierungen "wirkliche" Sparmassnahmen umsetzen.
Es ist eine Sackgasse und wenn man sich wirklich mit den realen Tatsachen auseinandersetzt muss man zugeben, dass die einzige Lösung des Verschuldungsproblems nur die durch drastische Geldentwertung ist, die logischerweise soweit und so lange wie möglich vom breiten Publikum ferngehalten werden muss.