Steuern: Tradingfirma gründen - ist das Sinnvoll ?
Da ich Tradinggewinne nicht zum Leben brauche, möchte ich diese für die Altersvorsorge stets in voller Höhe investieren. Ist es da nicht sinnvoll das ganze Trading in eine Firma auszulagern, die ihren Sitz in einem Land mit niedriger oder gar keiner Steuerbelastung hat. Persönlich müsste ich doch erst dann versteuern, wenn irgendwann im Alter Gewinne ausgezahlt werden? Solange steht aber das maximale Kapital zum weiterarbeiten bereit.
Kann hier jemand ein bestimmtes Land für den Unternehmenssitz empfehlen? Auch unter Kostengesichtspunkten, und die Lösung soll vom heimischen Fiskus absolut nicht beanstandet werden. Gibt es sonst etwas, dass gegen eine Abwicklung von Trading auf dieser Art spricht?
@ Freak [#30]
Natürlich mag keiner Steuern zahlen, ich auch nicht.
Allerdings, und das sollte man nicht vergessen,
trotz aller Probleme verfügen wir über einen Rechtstaat und ein Gesundheitswesen das seines gleichen auf der Welt sucht.
Gerne nehmen wir das was wir haben als selbstverständlich hin.
Mein Freund hat ein behindertes Kind, und da erlebt man erst was es heisst in Deutschland leben zu dürfen, wo er Hilfe und Unterstützung erfährt, und das mit ein paar Kröten monaltichen Beitrag in die Kasse.
In Amerika würde er wohl auf der Strasse sitzen.
Gleichzeitig ist es nicht Verwunderlich das arabische Ölscheichs nach Deutschland kommen um sich hier behandeln zu lassen.
Lebenserfahrung ist vielleicht nicht ganz der richtige Begriff, aber mit zunehmenden Alter lernt man die Vorzüge in Deutschland leben zu dürfen eher war.
So meine Erkenntnis.
@Termin-Trader @Benedict54
ja,ja so hab ich es auch vor vielen Jahrzehnten mal in der Schule gelernt, der Staat schafft Infrastruktur (von Strassen bis zum Krankenhaus) und wir zahlen dafür die Steuer. Fand ich gut und gerecht!
Und zum Glück wird ja für die Infrastruktur zwischenzeitlich garnicht abkassiert, Alles umsonst, also in den Steuern inbegriffen ..."all inclusive"
Diese Art von Lebenserfahrung scheint mir vom Prosecco getrübt oder bösartige Verdummung zu sein.
Komisch ist allerdings, dass es viele Länder gibt, mit VIIEL weniger Steuern und dennoch herausragender Infrastruktur. Und man bekommt sogar kurzfristig einen Termin beim Doktor, einem guten, einem deutschen!!!
MFG
P.S. Wie soll das bitte mit dem Kostenabsetzen UND gleichzeitiger Abgeltungssteuer funktionieren?
Freak sorry, hab Deine Frage übersehen
Wr zahlen 25% pauschal + 5% Soli.
Nachtrag
Meine Erfahrung aus über 10 Jahren Forenerfahrung:
Die Energie die jemand einsetzt um Steuervermeidungs - oder Umgehungstatbestände zu schaffen und die Lautstärke mit der er über unser Steuersystem schimpft, verhält sich ungekehrt proportional zu den tatsächlich vorhandenen Tradinggewinnen.
Bei jeder Firmenneugründung ist vernünftigerweise der erste Weg derjenige zum Steuerberater, egal ob es sich dabei um eine Lottoannahmestelle im Hinterhof, oder die Gründung eines Offshore Hedge Funds auf den Caymans oder sonstwo handelt.
Daytrader
@ Kobban [#29]
Du meinst, es kann durchaus sein, dass man noch viel entspannter wieder aus dem Krankenhaus herauskommt, nämlich horizontal und mit den Füßen voran.
Endlich habe ich mit dem Nachtrag aus #34 die Motivation gefunden, mich aus diesem Forum zurückzuziehen.
All the best an ALle und fröhliches Steuerzahlen!
MFG
Hittfeld
@ Archie [#35]
Jedenfalls erledigt sich damit für einen selbst das Thema, dass für so manche Wohlfahrts-Gefahren letztlich nur der Staat, das heißt der politisch kalkulierte Rückgriff auf die Zwangszahlungen der Steuerpflichtigen, geradestehen kann. (Auch das ist eine Lehre aus der gegenwärtigen Finanzkrise, die nur wiederholt, was man außerhalb der Wirtschaftswissenschaften sowieso schon wußte)
Wenn man davon ausgeht, daß die Funktion der Wirtschaft darin besteht, Vorsorge für Zukunft zu treffen, stellt sich nun für einen die Frage nicht mehr, welche Zukunft in welcher Fristigkeitsstruktur in Rechnung gestellt werden kann. Der Staat ist für einen auch nicht mehr der höchst riskante, weil Verläßlichkeit signalisierender, im Zugriff auf die Zwangszahlungen der Steuerpflichtigen abgesicherter Garant bestimmter Zukünfte. Auf all das kann man nun vollentspannt verzichten.
Hallo Hitfeld,
Ich kann glaube von mir sagen, viele Länder dieser Erde bereist zu haben. In meiner aktuellen Lebenssituation möchte ich in keinem anderen Land dieser Erde leben. Ein paar Euro Steuerersparnis wäre für mich der letzte Grund, über eine Auswanderung nachzudenken.
Ich könnte mir in diesem unserem Lande trotz Steuerbelastung sogar eine private Krankenversicherung leisten, was aus meiner Sicht jedoch vollkommen überflüssig ist.
(Ich plädiere eher für die Abschaffung privater Krankenversicherungen)
In der eigenen Familie musste ich kürzlich erleben was es bedeutet, wenn ein nahes Familienmitglied monatelang im künstlichen Koma liegen muss. Ich durfte in dieser Situation aber auch erfahren, welch hervorragende Arbeit von allen Ärzten, Pflegern und auch den Versicherungsträgern in solchen Fällen geleistet wird. Das ist nicht das Deutschlabd aus der Regenbogenpresse sondern das Deutschland aus dem wirklichen Leben.
Es steht doch jedem Einzelnen frei, seinen Wohnsitz überall hin auf der Welt zu verlegen, dahin wo er sich aus welchen Gründen auch immer besser aufgehoben fühlt.
Termin-Trader
Hittfeld,
Du warst in keiner Weise angesprochen!
Termin-Trader
@ Hittfeld [#36]
Ich habe kein Problem Steuern zu bezahlen. Im Gegenteil.
Steuern zahle ich nur, wenn ich auch Geld verdiene. Eigentlich ganz einfach. Deswegen rege ich mich nicht darüber auf.
Für alle die gern plärren das es in anderen Ländern so toll und so schön und alles besser ist, haben doch die freie Wahl dort hinzuziehen.
Die meisten kommen kleinlaut wieder angekrochen. Egal ob Privatperson oder Firma.
Mit Infrastruktur ist auch das Bildungswesen gemeint, und ich frage mich allenernstes warum die Milliardäre aus Dubai sich in Deutschland behandeln lassen.
Im Nachtrag 34 scheint Termintrader wohl einen Nerv getroffen zu haben.
ups..
Tippfehlerteufel in meinem Beitrag #34
Richtig natürlich:
Abgeltungsteuersatz 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % der Abgeltungssteuer) und ggf. Kirchensteuer
Daytrader
@Benedict54
Nur da Du mir so ein paar schöne Vorlagen geliefert hast noch als Nachtrag:
1. Steuern zahlst Du schnell auch OHNE Gewinne - und Manches ist Schwarzfonds, wo man es nie gedacht hätte! Das grenzt dann schnell an Wegelagerei!
2. ....dann geht doch in die DDR! War mal ein häufiger freundlicher Ratschlag! Aber ich bin ja schon in - nein , nicht die DDR!
3. Also die Rückwanderungsquote aus dtsprachigem Ausland ist wohl nur aus österr. oder schweizerischem Blickwinkel hoch.
4. Nur in D (Kiel??) war es dem Dubai Milliardär möglich auf die Schnelle an der Warteliste vorbei gegen eine heftige Spende ein lebenswichtiges Organ zu erhalten, und zwar in einer Uniklinik (oÄ). So wurde es mir jedenfalls kolportiert.
5. Ja den Nerv voll getroffen, da offensichtlich statt fröhlicher Sachpolemik nun persönliche Polemik angesagt ist.
6. Ich finde, D war ein tolles Land. War! Denn die Mischung aus Steuerplünderei einerseits und Leistungsabbau andererseit bei gleichzeitig fröhliche Urständ feierndem öffentlichen Sektor ist mir zuwider. Und während dessen singt Änschi das Stimmvolk leise wiegend in wohligen Schlaf.
MFG
Hittfeld
@ Hittfeld [#42]
Soweit liegen wir zwei gar nicht auseinander.
Das mir die Entwicklung von Deutschland nicht passt habe ich schon oft genug hier im Forum dargelegt.
Es ist auch kein Argument zu sagen, egal obs bei uns schlechter wird , woanders ist es noch viel schlechter.
Letztendlich ist es aber tatsächlich so wie Termintrader geschrieben hat, auch ich möchte nirgendwo anders leben wollen.
Die Hochburg für Milliardäre aus dem Nahen Osten ist München.
Ansonsten habe ich die gleichen Erlebnisse wie Termintrader. Mein bester Freund hat ein behindertes Kind. Sorgen über Sorgen. Hier lernt man das deutsche Gesundheitswesen wirklich kennen und schätzen. Das ganze für ein paar Euros im Monat.
Die privat versicherten bekommen im Krankheitsfall Monat für Monat höhere Beiträge und diese fressen fast die gesamte Rente so mancher Leute auf.
"Hier drängt sich mir allerdings der Eindruck auf, man nimmt gerne alle Vorteile eines Gemeinwesens mit, selbst möchte man aber am Liebsten wenig bis gar nichts dazu beisteuern "
Dem könnte man entgegnen: "Hier drängt sich mir allerdings der Eindruck auf, substanzlos dahingeschwafelt und damit fahrlässig ungerecht!" - Tu ich aber nicht schreiben, bin zu gut erzogen :-)
Warum erklärt nicht mal eine von den Moralinstanzen, bevor hier ohne Not weiter versucht wird Fragen nach legalen Möglichkeiten Steuern zu sparen mit Schmarotzertum in Verbindung zu bringen, das:
Future-Trading ist bekanntlich ein Nullsummenspiel. Geld wird ohne Schaffung von Mehrwert 1 zu 1 umverteilt. Der Staat hält bei den profitablen Tradern die Hand auf und den Verlierern verweigert er die Verrechnung von Verlusten mit anderen Einkommensarten. Nur kassieren, ohne sich an Verlusten beteiligen zu wollen, obendrein wenn, wie beim Futurehandel die Gemeinschaft der Trader in der Summe keinerlei Vermögensgewinn, nach Kosten sogar Verlust, haben, riecht das nicht nach Schmarotzen? Eine Antwort ist nicht nötig, weil es egal ist - der Staat verhält sich legal. Genauso ist das mit denen die veruschen das Legale zu tun um nicht zuviel Steuern zu zahlen. Was sollen an der Stelle Moralpredigten?
@ slin_41 [#26]
zum Verständnis, wer kann helfen?
"Capital gains and income tax exemption for securities
Cyprus does not impose income or capital gains tax on the
profits and gains derived from the disposal of securities,
irrespective of whether the profits and gains are
considered to be of a revenue or capital nature..."
Ist "income tax" im englischen auch die Unternehmensteuer?
"...Securities, as defined in the law, include shares, bonds,
debentures, founder’s shares and other securities of
companies or other legal persons and options over such
securities."
Fallen Futures unter einen der Begriffe die hier aufgeführt sind?
@losh
Der Staat hält bei den profitablen Tradern die Hand auf und den Verlierern verweigert er die Verrechnung von Verlusten mit anderen Einkommensarten. Nur kassieren, ohne sich an Verlusten beteiligen zu wollen, obendrein wenn, wie beim Futurehandel die Gemeinschaft der Trader in der Summe keinerlei Vermögensgewinn, nach Kosten sogar Verlust, haben, riecht das nicht nach Schmarotzen? Eine Antwort ist nicht nötig, weil es egal ist
losh [#44]
Unter vielen guten Antworten eine brillante Sichtweise.
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Wir haben jetzt happige 25% +5,5% von 25% auf Zinsen u. Kursgewinne. Das Halbierungsverfahren ist abgeschafft. Die Haltedauer auch.
Ist das nicht genug ?. Es stinkt zum Himmel
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Neulich sah ich ein Wahlplakat. Dort grinste Seehofer vom Plakat runter.
Es stand ungefähr so was drauf "CSU wählen, Spekulanten das Handwerk legen."
Mir kam sofort der Gedanke in den Sinn das Otto Normalverbraucher verarscht werden soll.
Der Großteil der Spekulanten bekommt irgendwann einmal einen Schock-Drawdown von dem sie sich nicht mehr erholen.
Der kleinste Teil dieser Leute scheffelt dauerhaft Geld.
Diese Partei kann das gut verkaufen, denn der Großteil hat ja keine Ahnung vom Aktienwesen.
Das war nur so mein Gefühl beim Lesen diese Plakats
@ losh [#44]
In Wahrheit hat Vater Staat ein Herz für Spekulaten! Lafontaine war der Finanzminister, der das Vor- und Rücktragen von Spekualtionsverlusten eingeführt hat. Das war und ist eine Erleichterung für Börsianer, die nicht jedes Jahr Gewinne machen.
Die meisten Spekulanten werden massiv von der Regelung profitieren, dass man Verluste mit Zinseinkünften verrechnen kann.
Eine Verrechnung von Spekulationsverlusten mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten, kann der Gesetzgeber unter keinen Umständen gestatten. Es könnte zu folgendem Verhalten animieren:
Gehe in Deutschland ein Eurex-Termingeschäft ein, dass zu Verlusten führt. Mache in einer Steueroase das Gegengeschäft.
Verrechne die Eurexverluste mit den Einkünften aus deiner Zahnarztpraxis und freue dich über steuerfreie Kursgewinne in der Steueroase.
"Gehe in Deutschland ein Eurex-Termingeschäft ein, dass zu Verlusten führt. Mache in einer Steueroase das Gegengeschäft.
Verrechne die Eurexverluste mit den Einkünften aus deiner Zahnarztpraxis und freue dich über steuerfreie Kursgewinne in der Steueroase."
In Deutschland gilt das Welteinkommensprinzip, d. h. wenn du in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig bist, dann sind alle deine Einkommen weltweit in Deutschland steuerpflichtig. Egal ob dein Trading-Konto in Deutschland, Europa oder auf den Cayman-Island geführt wird, die Veräußerungsgeschäfte sind in Deutschland einkommensteuerpflichtig.
Zu prüfen wäre noch, ob ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht und ob unter Umständen Deutschland auf sein Besteuerungsrecht verzichtet.
@ wuelle [#46]
"Die meisten Spekulanten werden massiv von der Regelung profitieren, dass man Verluste mit Zinseinkünften verrechnen kann"
Dem kann ich nicht folgen.
Ich bin knapp über 6200 im Verlustvortrag.
Für dieses Jahr 2009 verbessere ich mich mit Kursgewinnen von 500 € -wenn ich für dieses Jahr das Trading einstelle- auf 5700 im Verlustvortrag.
Für ANleihen bekommen ich ungefähr so 2000 aufs Konto.
Das bedeutet das ich 25% Kest zahle -vom Freibetrag abgesehen- auf die 2000 € d.h. 500 € Steuer entrichte.
Mir ist nicht bekannt dass ich die 2000 € mit 5700 E Verlustvortrag verrechnen kann, sonst würde ich bei 3700 € liegen.
Dein Satz kann einfach nicht stimmen
@ losh [#44]
Man muss doch auch mal alles zuende denken.
Was hätte es denn für Auswirkungen wenn man verschiedenen Einkunfsarten miteinander verrechnen könnte.
Ich für meinen Teil habe z.B. einen grossen Verlustvortrag aus Einkünften aus Immobilien usw.
Würde heissen. Das ich solange keine Einkommenssteuer mehr zahlen muss bis die Verluste aufgebracht sind.
Anders ausgedrück,
Steuern würde nur der zahlen der der wirkliche effektive Vermögenszuwächse hat.
Oder man stelle sich vor.
Der Nachbar als Volldepp verspekuliert an der Terminbörse ein haufen Geld, da er sich vorher unweigerlich als Sieger gesehen hat und ohne zu arbeiten ist es doch einfacher an der Börse Geld zu verdienen.
Für seine Arroganz wird er nun dafür belohnt das er solange keine Einkommensteuer zahlen muss bis seine Verluste wieder ausgeglichen sind.
Sie hingegen der jeden Tag arbeitet, Risiken scheut und nur langsam etwas aufbaut zahlt brav jeden Monat seine Steuern.
Ist das Ihre Auffassung von Gerechtigkeit?
@ benedikt54 [#49]
Nun sind wir also bei der Gerechtigkeit angekommen.
Die traditionelle Frage nach der Gerechtigkeit des Rechts hat doch jede praktische Bedeutung verloren. Diese kann weder als dritter Wert neben Unrecht und Recht hinzugefügt werden, noch bezeichnet sie eines von den Programmen des Rechtssystems - so als ob es neben dem Strassenverkehrsrecht, dem Baurecht, Urhaberrecht, Erbrecht u.a. auch noch ein gerechtes Recht gäbe. Fragen nach der Gerechtigkeit des Rechts kann man bloß als ethische Fragen ansehen und solche Fragen münden in einem Börsenforum sehr rasch ins moralische Geplänkel. Der Begriff Gerechtigkeit bezeichnet nix anderes als kontrafaktisch stabilisierte Erwartungen - wie auch:
Ich bin gegen Krieg, für Freiheit, für besseres Fernsehen, für eine heile Umwelt ... beinahe hätte ich doch Gesundheit und Wohlfahrt für alle vergessen
Ist es den gerecht, dass jemand Einkommensteuer zahlt, obwohl er aufgrund von Verlusten kein positives Einkommen hat? Mit welchem Geld soll er die Einkommensteuer bezahlen?
Bei der Einkommensteuer gilt der Grundsatz Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit. Ob er dabei ein hohes oder geringes Risiko eingeht, ist m. M. nach irrelevant.
Mir ist ein hohes Einkommen und hohe Steuern lieber als Verluste und keine Steuern.
@ benedikt54 [#49]
Dem kann ich jetzt inhaltslos zustimmen u. revidiere in gewisser Weise meine Ansicht.
Trotzdem sind 25%+Soli für Termingeschäfte, Aktien u. Sparbücher/BO ein dicker Brocken für Kleinanleger wie mich
@ Mr_Aegon [#52]
Die Besteuerung von Termingeschäften sind um es offen zu sagen eine Frechheit.
Wie schon gesagt, nur weil ich sehr gerne in Deutschland lebe und das Steuerrecht gar nicht so verurteile, ist nicht alles korrekt.
Termingeschäfte sind wie oben richtig angebracht Nullsummenspiele.
Das selbe wie das Casino.
Nur hier bleiben die Gewinne steuerfrei.
Ein Widerspruch in sich selbst.
Vor Jahren galten Termingeschäfte als das was sie waren
Spiel und Wette
Ich würde die Spekulationssteurer abschaffen und durch eine geringe Börsenumsatzsteuer ersetzen.
Aber mich fragt ja keiner.
@ benedikt54 [#53]
Casino ist doch kein Nullsummenspiel. Wenn ich dürfte, würde ich in D sofort eines eröffnen :-)
Diese Gewinne muss der Staat nicht besteuern, da er sich das Geld der Leute bereits aus seinem systematischen Vorteil holt.
Keiner redet davon, das man seine Unkosten nicht mehr geltend machen kann. Das trifft jeden. Denn es reduziert auch die Verlustvorträge. Warscheinlich wird diese Regelung vom Bundesvervassungsgericht gekippt. Aber bis dahin zerrt es an der Liquidität. So werden aus 26,375% Steuern schnell mal erheblich mehr. Ein neuer Computer, der Datenservice, Fachbücher und Seminare müssen vom versteuerten Einkommen bezahlt werden.
Zu Infrastruktur und Krankensystem möchte ich anmerken, das diese in besseren Zeiten entstanden und jetzt nur noch notdürftig instandgehalten werden können. Daraus läst sich schliesen, das die Quallität rapide nachläst oder die Steuern erhöht werden müssen.
Wer sein Vermögen in besseren Zeiten gemacht oder ererbt hat, und sich nun um dem Erhalt mit geringem Wachtum kümmert, findet hier ein stabiles System. Wer aber jetzt ein Vermögen machen will wird in seiner Dynamik ausgebremst. Deutschland ist im Zyklus der grauen Eminenz.
Im Prinzip wäre natürlich die Gleichbehandlung aller Einkünfte am gerechtesten. Allerdings gibt es da wohl ein praktisches Problem. Wenn in einem Jahr die Assets (Immobilien,Aktien,Bonds...) stark fallen und man das als Einkommen rechnet (im Notfall würden de Leute ja verkaufen um das zu realiseren), dann hat der Staat keine Einkommenssteuer mehr. Und die macht ja einen Gutteil der Gesamteinnahmen aus.
@ BrokerMaster II [#47]
Natürlich hast Du Recht. Das Problem ist, das manche Steuerzahler vergessen, Einnahmen aus der Steueroase im Heimatland zu versteuern. Selbst auf die Gefahr hin, dass die Oase sich langfristig als Fata Morgana erweist.
@ Mr_Aegon [#48]
Hast Du möglicherweise Altverluste aus den Jahren vor 2009, die man nicht mit Zinseinnahmen verrechnen kann? Ebenso kann man Aktienverluste nur mit Aktiengewinnen verrechnen. Die Regelung Futureverluste reduzieren Anleihezinsen wurde erst mit Einführung der Abgeltungssteuer eingeführt.
Schon hierbei könnte schon mancher Steuroptimierer in Versuchung geraten: Verluste in Deutschland in Höhe der Zinseinnahmen generieren, um das Personal der Segeljacht, die in der Steueroase ankert, mit den Gewinnen aus der Gegenposition im Steuerparadies zu bezahlen. Natürlich geht sowas langfristig schief und man kann nur davon abraten, solche Tricks auszuprobieren. Auch der Fiskus wird solche Tricks kennen.
@ wuelle [#57]
Verluste in Deutschland in Höhe der Zinseinnahmen generieren, um das Personal der Segeljacht, die in der Steueroase ankert, mit den Gewinnen aus der Gegenposition im Steuerparadies zu bezahlen.
Das Hauptproblem sehe ich darin das man schon vorher wissen müsste welches Leg in den Verlust läuft und welches im Gewinn sein wird. Sonst hast du den Gewinn im Inland und den Verlust in der Steueroase.
Vorausgesetzt man wüsste so etwas vorher würde es dennoch keinen Sinn machen. Denn warum soll ich eine Gegenposition im Inland eröffnen, wenn ich genau weiss das diese in den Verlust läuft? Das Kapital das für die Verlustposition benötigt wird lege ich doch besser gewinnbringend an und versteure den Gewinn rechtmäßig mit 25% + Soli.
@ wuelle [#57]
Hast Du möglicherweise Altverluste aus den Jahren vor 2009, die man nicht mit Zinseinnahmen verrechnen kann? Ebenso kann man Aktienverluste nur mit Aktiengewinnen verrechnen. Die Regelung Futureverluste reduzieren Anleihezinsen wurde erst mit Einführung der Abgeltungssteuer eingeführt.
Gut für Furtures:!!!!
Aber was ist mit Aktien ? Wer weis was drüber ?
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Gilt diese Regelung: "Die Regelung Futureverluste reduzieren Anleihezinsen wurde erst mit Einführung der Abgeltungssteuer eingeführt" nicht nur für Futures sondern auch für Aktien?. Also mit Regelung meine ich jetzt die neue Abgeltungssteuer.
Ich habe 6200 € aus dem Jahre 2008 Verlustvortrag. Der Verlustvotrag aus dem Jahre 2007 war 2500 €. (Die 2500 € haben sich aus früheren Jahren zusammengeläppert)
2009 habe ich ungefähr 500 € Gewinn. Der Verlustvortag würde sich auf 5700 € reduzieren.
Jetzt habe ich noch ungefähr 2000 € aus BO/Festgeld/Sparbüchern.
Kann ich jetzt nach der neuen Regelung (Abgeltungssteuer ab 1.1.09)in Steuererklärung 2009 diese 2000 € auf 5700 € anrechnen ?.
Dann wäre der verbleibende Verlustvortrag 3700 €!!!
Dann zahle ich für 2000 € Anleihezinsen keine Steuern!!!
Ich meine nur Aktien. Futeures handle ich nicht.
Zertifikate u. OS gibt es bei mir nicht weil direkt gegen das Emmitentenpack u. deren Helfershelfer an der EUREX u. Scoatch handeln muss.
Würde mich bei diesem Staat wundern!!!
@ benedikt54 [#53]
Ich lebe auch sehr gerne in Deutschland.
Aber was Weiber anbelangt sind mir doch die Italierenerinnen, Französinnen, Spanierinnen usw. lieber
Die haben nicht ganz soviel Übung bein Raussuchen von Telefonnummeren von Linksanwälten. Eigentlich passt doch besser Lügenanwälte
@ xforce [#58]
warum soll ich eine Gegenposition im Inland eröffnen, wenn ich genau weiss das diese in den Verlust läuft?
Ein Individuum in der Rolle des Steuerzahlers könnte versucht sein, in einem Akt des antifiskalischen Bürgerkriegs Zuflucht zu suchen, dabei absichtlich in Höhe der privaten Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinseinnahmen, Dividenden etc.) Verluste im Inland generieren, um somit der konfiskatorischen Enteignung per Abgeltungssteuer durch den Schuldenstaat zu umgehen, weil er die absichtlich herbeigeführten Verluste mit seinen sonstigen Kapitalerträgen verrechnen darf.
Geschäftsmöglichkeiten, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Verlust enden, gibt es an der Eurex zu Hauf.
Die Gegenposition auf dem eigenen Konto in der Steueroase per Eurex-Swap würde für die "Verlagerung" der Kapitaleinkünfte ins vermeintliche Steuerparadies sorgen, um die Hausangestellten und das Kabinenpersonal im karibischen Domizil zu entlohnen.
Dumm liefe die Sache für unseren fiskalischen Bürgerkriegshelden dagegen, wenn die örtliche Finanzbehörde Gegenwehr leistete und begründeten Verdacht schöpfend, zukünftig Auskunft über Konten im Steueroasenstaat erhielte.
@ Mr_Aegon [#59]
Die vor dem Jahr 2009 realisierten „Altverluste“, über die Du eine Bestätigung vom Finanzamt hast, kannst Du noch bis einschließlich 2013 mit Spekulationsgewinnen, nicht aber mit Zins- oder Dividendeneinnahmen, verrechnen.
Zukünftig entstehende Verluste aus dem Verkauf von Aktien dagegen können nur mit Gewinnen aus dem Verkauf von Aktien verrechnet werden. Für Aktiengeschäfte mit Verlustrealisierung nach Einführung der AbgSt, gibt es einen separaten Verlustverrechnungstopf.
Sonstige „private Einkünfte aus Kapitalvermögen“ (z.B. Zinseinnahmen, Dividenden, Kursgewinne, Gewinne aus Geschäften mit Futures und Optionen) werden in einem Topf geworfen und können gegeneinander aufgerechnet werden.
@ wuelle [#60]
Danke das wollte ich wissen