Strategien mit Optionen für OTracker (Teil 1 von 2)

Nach der Abstimmung mit der OTracker-Core-Community wird nun dieser Thread zur Diskusssion von Optionsstrategien angelegt. Mein Vorschlag ist, in der ersten Phase ein Brain Storming zu machen und in der zweiten Phase die ausgesuchten Strategien in den Otracker zu implementieren (falls dies durch die einfache Eingabe in die bestehenden Felder derzeit nicht möglich ist).

Also los! Öffnet bitte Ihre Trickkisten, schreibt, was sich bei Euch bewährt hat und was nicht (vielleicht ist ja die reziproke Position die richtige Strategie!)

Um anzufangen, hier die bisherigen zwei Vorschläge:

1) Delta Hedge
...könnten wir u.a. Deine Maschine auch gut zum dynamischen delta-neutralen hedge nutzen: Die Software könnte sich (selbst?) bemühen, größere Unterschiede in der historischen Vola und IV der Optionen zu suchen. Die ausgesuchte Option könnte man (Tracker) zum Hedgen verwenden und die Software würde bei einer vordefinierten Schwankung des underlyings die delta-Anpassung anstelle meiner Kleinigkeit rechnen. Nachdem eine ansehnliche Datenbank gegründet wurde, steht im ersten Schritt dem Backtesting nichts im Wege..

2) Straddle
..Man könnte z.B. mit Hilfe der SM-Erfindung verschiedene follow up Maßnahmen beim long straddle untersuchen. Angenommen man hat einen long straddle gekauft und der Kurs ist so weit gestiegen, daß man gerade etwas Profit hat. (Wie jeder weiß, dreht der Wind in solchen Situation oft um und die Gewinne schmelzen wieder weg wie Schnee auf dem Kachelofen). Es bieten sich mehrere Möglichkeiten an, was man machen kann, z.B.:

A) Man macht gar nichts und hofft auf einen weiteren Kursanstieg (siehe Kachelofen)
B) Man liquidiert die Position (und damit seine weitere Chancen)
C) Man liquidiert den call (und hofft auf den freien Fall des Underlyings)
D) Man verkauft den put und kauft einen anderen put mit em höheren Strike (und dadurch sichert einen Teil des Gewinns ohne Limitierung der weiteren Gewinne egal wohin die Weiterreise führt

Ich freue mich auf Eure Beiträge

Gruß

C.

Geschrieben von Cicolia am
tradeyoungster
Mitglied seit
13 Jahre

Hallo Core-Community,

ich könnte mir auch vorstellen, dass der O-Tracker ein Modul erhält, dass für eine bestimmte Strategie bestimmte Zahlen für andere Underlyings zur Verfügung stellt.

So könnte man z.B. einen Strangle auf BMW erstellen. Dann geht man in eine Liste, wählt ein paar andere Titel aus und der O-Tracker sucht sich die Basispreise bei den anderen Titel, die in etwa den Baisispreisen und dem selben Expiry-Date bei unserer BMW-Strategie entsprechen. Dann wird eine Liste/Tabelle ausgegeben, in der das Underlying, die zwei gewählten Basispreise und der Debit/Credit zu den Basispreisen angezeigt wird.

Der Hintergrund hierbei ist: Wenn man von einer steigenden Vola im Gesamtmarkt ausgeht, könnte man über so eine Übersicht schauen, über welches Papier man am günstigsten partizipieren kann.

Gruss,

Tradey

he96
Mitglied seit
13 Jahre

@tradeyoungster

Vorschläge zur Programmerweiterung "sollten" eigentlich im Originalthread weitergelistet werden - BITTE :-)

Hier sollte es um "KONKRETE Strategien" gehen. Vorschläge, Alternativen, Follow-up, Verbesserungsvorschläge zu einer eingestellten Strategie/Idee und zum PROGRAMM und dessen Auswertungs und Darstellungsmöglichkeiten.

Ich werf mal den ersten Stein. Basis Schlusskurse Freitag hatte ich mir folgende Position überlegt für ODAX Feb 2005:

Leicht steigende Kurse, aber insgesamt Zeitwert short damit man bei weiter dahinplätscherndem Markt nicht jeden Tag Geld verliert.

Dies soll nicht der ultimative Tippfriedhof sein, sondern ein BEISPIEL, aber halt eins aus der PRAXIS.

Ich stelle einfach mal die OT Grafik ein. Das meiste an der Position wird selbsterklärend sein. Wer Hoadley hat, kann dies einfach nachvollziehen und auch dort eingeben. Bei Fragen zu Darstellung etc, bitte - gerne !

gruss hans

tradeyoungster
Mitglied seit
13 Jahre

Zitat He96:

"damit man bei weiter dahinplätscherndem Markt nicht jeden Tag Geld verdient"

nene, das wäre auch wirklich ärgerlich täglich mehr auf dem Konto zu haben ;-)

Vielleicht ist Herr Ebert ja so freundlich und verschiebt einen unerlaubten Einwurf von heute morgen in den Originalthread?

Gruss,

tradey

he96
Mitglied seit
13 Jahre

@tradeyoungster

""
Zitat He96:
"damit man bei weiter dahinplätscherndem Markt nicht jeden Tag Geld verdient"
nene, das wäre auch wirklich ärgerlich täglich mehr auf dem Konto zu haben ;-)
""

<g> jaja, man sieht was passiert wenn man zuviel mit swingman zusammenarbeitet :-)

""
Vielleicht ist Herr Ebert ja so freundlich und verschiebt einen unerlaubten Einwurf von heute morgen in den Originalthread?
""

War ja nicht "unerlaubt" - nur wollten wir es anders aufteilen :-)

DANKE
gruss hans

SwingMan
Mitglied seit
13 Jahre

@all
Begeistert von den schönen Kurven die man jetzt mit OTracker zeichnen kann, habe ich mich entschlossen mein Sparschweinchen zu plündern und die Position aufzubauen. Für eine bessere Übersicht werden die täglichen Close Preise berücksichtigt.

Die Positions werde ich versuchen solange mir die Zeit und das Geld ausreicht bis zum Verfall zu verfolgen.

Wer mir gutgemeinte Ratschläge betreff dieser Position geben kann, ist herzlich eingeladen das zu machen.

tape
Mitglied seit
13 Jahre

@SwingMan

"Wer mir gutgemeinte Ratschläge betreff dieser Position geben kann, ist herzlich eingeladen das zu machen."

Das Gegenteil von gut ist gutgemeint, aber dennoch:

mir gefällt diese Position nicht so, da wir niedrigste Vola haben und Sie immerhin netto 4 K short sind.
Da der gekaufte Call auch noch "tief im Geld" ist, profitiert er bei steigender Vola am geringsten.
Auch habe ich für mich festgestellt, dass diese "komplizierten"Optionsstrategien
nicht so geeignet sind, da sie mir immer das Gefühl geben etwas gemacht zu haben, aber letztendlich durch das eng begrenzte Gewinnpotential zu wenig roi dabei herauskommt (als i gilt hier für mich auch die aufgewendete Zeit und Gedankenarbeit). Das ist natürlich individuell und damit von trader zu trader unterschiedlich.

Dennoch ein schöner, interessanter thread und auch trade.
Viel Glück und wenig Vola und keinen Ausbruch wünscht
tape

tape
Mitglied seit
13 Jahre

noch etwas:

die Hinzunahme des short puts verstehe ich eigentlich überhaupt nicht, er bringt
mmn zu vernachlässigende 65,- Euro, bei einem "2ten WTC", so unwahrscheinlich das auch zugegebenermassen sein mag, birgt dieses leg aber fast unbegrenztes Verlustpotential (bei zB DAX 3000, knapp 11.000,.-Euro loss, und das für 65,-Euro, ne den Teil würde ich komplett weglassen...)

Grüße
tape

Gast

@Swingman

Sehr gefährlich!!!

Gruß OPTRADE

Cicolia
Mitglied seit
13 Jahre

Ich werfe noch einen Stein in Form einer Strategie, die ich früher gerne verwendet habe und die meist recht gute Ergebnisse gebracht hat:

long ITM call zwei Jahre Laufzeit
long ITM put zwei Jahre Laufzeit
short ATM call ca. 3 –4 Monate Laufzeit
short ATM put ca. 3 –4 Monate Laufzeit
(also in etwa ein diagonal Butterfly)

Wie man ahnen kann, deckt man kurz vor der Expiration jene short Option, die im Geld ist und verkauft wieder kurzläufige ATM calls und puts

Ich habe diese Strategie z.B. bei der DTE in jener Zeit praktiziert, als sich der Kurs von ca. 18 auf 8 mehr als halbiert und dann wieder zurück erholt hat. Trotz dieser enormen Schwankung war die Strategie erfolgreich!

Mit dem Tracker könnte man mit Hilfe der Datenbank die Strategie an mehreren Beispielen systematisch durchtesten.

Es stellt sich noch die Frage, ob man nicht statt den long ITM Optionen OTM Optionen nehmen sollte.

Gruß

C.

@Tape
Auf den short put würde ich bei der vorherigen Strategie auch verzichten

he96
Mitglied seit
13 Jahre

@tape

Zunächst muss ich mich entschuldigen, dass ich nicht aufgeapsst habe und SWINGMAN nicht richtig an den Programmier-Pc gekettet habe.

Es war ja meine "Strategie" von oben - dich ich close freitag gerechndt hatte und beobachten wollte.

Natürlich mit allen Unwägbarkeiten wie z.B. dass man Settlement nicht handeln kann, kein bid/ask hat etc. Aber Settlement ist ja nicht ein gewürfelter Preis und muss ja nicht unbedingt zu meinen Gunsten sondern könnte ja zu meinen Ungunsten "verfälscht" sein. Bid/ask vernachlässigen wir aus Praxisgründen auch, da man ja auch bessere Ausführugnen bekommen könnte und ausserm nicht 100 daytrades gemacht werden soll, sondern recht konservativ vom Umsatz her.

Dieser Thread sollte auch -wie gesagt- nicht THE HOTTEST TIP IN TOWN heissen, sondern EINE Strategie mal in den Ring geworfen, bis zum Ende nachvollzogen werden. OT_Team will dadurch einfach sehen welche Ansprüche in diesem Bereich der Software zu erfüllen sind. Wir wollen was lernen.

Es gilt also Ausgangslagen 4201 und die Preise oben Freitag close. Am Montag hätte man nach dem move natürlich nicht mehr diese strikes genommen sondern alles eine Etage höher. Aber ich will ja hier nicht rumpfuschen wie die lieben Systemverkäufer - ich verkauf ja nix - also bleibt der Einstand bei Freitags Zahlen.

""mir gefällt diese Position nicht so, da wir niedrigste Vola haben und Sie immerhin netto 4 K short sind.""

Wir müssen nun mal mit der niedrigen Vola leben - wir haben ja keine andere. Nur weil diese niedrig ist - zugegebenermassen - kann man ja nicht immer kaufen. :-)

Auf der Seite nach oben hätte man ja auch weniger, z.b nur 2 ctkt machen können. Es war ja unser Ansinnen hier zu diskutieren und z.B. solche Vorschläge zu bekommen. Habs mit dem Hoadley tool mal adjustiert und unten reingestellt: die ROTEN Linien sind die mit nur 2 call short. Original hatte man von 4200 ca. 3% Platz nach oben - das schien mir ausreichend - der Montag hatte aber eine andere Meinung <g>

""Da der gekaufte Call auch noch "tief im Geld" ist, profitiert er bei steigender Vola am geringsten.""

Allerdings verliert er bei ruhigem Markt auch wenig weil er ja einen INNEREN WERT hat, während der Rest der Position aus heisser Luft (am Freitag) bestand.

""Auch habe ich für mich festgestellt, dass diese "komplizierten"Optionsstrategien
nicht so geeignet sind, da sie mir immer das Gefühl geben etwas gemacht zu haben, aber letztendlich durch das eng begrenzte Gewinnpotential zu wenig roi dabei herauskommt (als i gilt hier für mich auch die aufgewendete Zeit und Gedankenarbeit). Das ist natürlich individuell und damit von trader zu trader unterschiedlich.""

Ich finde das ist Ansichtssache - natürlich wäre (with hindsight)es toll gewesen am Freitag einen Riesen Haufen 4250 calls zu kaufen und sonst nix, aber man muss ja was machen wo man "normalerweise" (was ist normal?) gut mit fährt ?

""Dennoch ein schöner, interessanter thread und auch trade.""

Dennoch ein schöner, interessanter Kommentar - bitte mehr :-)

""die Hinzunahme des short puts verstehe ich eigentlich überhaupt nicht, er bringt mmn zu vernachlässigende 65,- Euro, bei einem "2ten WTC", so unwahrscheinlich das auch zugegebenermassen sein mag, birgt dieses leg aber fast unbegrenztes Verlustpotential (bei zB DAX 3000, knapp 11.000,.-Euro loss, und das für 65,-Euro, ne den Teil würde ich komplett weglassen...)""

Wie gesagt, es waren die Freitags Preise und da waren es 171 euro - für 65 hast du VOLL Recht, bei 171 evtl. ja auch noch. Die Frage ist wieviel nehme ich X_mal ein und wie oft muss ich wieviel wieder rausrücken. Wir waren mit 171 klar an der Schmerzgrenze, aber zu Gunsten von "sieht netter und interessanter aus" haben wir das mit reingenommen :-))

gruss hans

he96
Mitglied seit
13 Jahre

Unser Problem ist natürlich auch die tgl. Darstellung und Verfolgung der P&L - hier erst mal nachstehend ein wilder Versuch, der erst mal nur der Buchhaltung dient. Schön, ist was anderes <g>

Bei dem netten move der letzten beiden Tage wurde natürlich gar nix am Zeitwertverlust verdient und man müsste/könnte was machen. Aber eigentlich war das hier nicht gedacht um grosse Hektik aufkommen zu lassen. Zumindest würde ich versuchen über ein Abstauberlimit jetzt den PUT einzufangen. Denn hier hat TAPE jetzt natürlich voll Recht: Riesenrisko und nahe null chance. Meine IDEE: zurückkaufen und erst mal nix machen, bei evtl. wieder zurückkommenden Kursen wieder neu verkaufen.

Hier mal der erste Buchführungsversuch in Excel - wer verrät mir denn wie man aus der X-achse die Daten für SA+SO rausbekommt. Er zeigt dies an, obwohl die in der Tabelle (oben rechts) gar nicht drin sind. Er macht ja auch kein Symbol auf die Linie aber er lässt Leerraum - was tun ?

Und welche Verbesserungsmöglichkeiten für die Buchhaltung ?

gruss hans

SwingMan
Mitglied seit
13 Jahre

@tape, @Cicolia, @he96 & @all

Wie ich erwartet habe, gibt es noch für einen jungen unerfahrener Optianer viel zu lernen und Mitglieder die ihm noch helfen können!
Leider bin ich etwas zu faul mir alle möglichen Varianten, mit Vola heute klein und in 18 Tage hoch,oder ob ich übermorgen und nicht heute den Put zurückkkaufen soll zu behalten.

Was in den nächsten zwei Wochen herauskommen kann ist die Skizze eines Moduls in die KI-Richtung, damit man den Computer auch im Verlauf eines Trades einsetzt.
Wie ich feststellen konnte, gibt es ziemlich viele Bücher, Möglichkeiten und Tools den Start einer Position ins kleinste Detail zu analysieren. Was ich nicht finden konnte, war die detaillierte Verfolgung eines mittelmässigen Trades bis zu Ende, so daß es sehr interessant sein wird zu sehen was heraus kommt.

@tape hat Recht mit "das Gefühl geben etwas gemacht zu haben", weil ich in einigen Bords gelesen habe wie auch andere junge unerfahrene Optianer aus Neugier und Unternehmenslust mit Optionen angefangen haben, und nach drei-vier Wochen schon kein Taschengeld mehr hatten.

Ich bin mir sicher daß 99,9% der Leser diesen Threads den Trade so wie oben nie und nimmer gemacht hätten, und daß sie bestimmt am Montag eine ganz andere Strategie eingesetzt hätten.
Leider werde ich nie erfahren was, darum kann man als Denkübung diesen Trade nehmen und versuchen mein Sparschweinchen zu retten!

Chiron
Mitglied seit
13 Jahre

@ all

Hallo Leute,

bin wieder aus der Versenkung gekommen, aber schliesslich muss ja auch einer handeln, damit wir auch über reale Ergebnisse diskutieren können.

Ich bemerke hier im Forum eine gewisse Aversion gegen short Options, Hans bezeichnet es als Schmerzensgeld. Sehe ich völlig anders.

Ich handle immer nur die Auslaufwoche mit ATM short Optionen (Strangle). Grundlage ist die Wahrscheinlichkeitsrechnung, wobei ich eine Wahrscheinlichkeit > 85% anstrebe, dass die Positionen zu keiner Zeit ins Geld laufen. Rest ist Riskmangement (Weiterrollen, Strangle in Spread umwandeln etc.)

Bei extrem niderigen Volas wie jetzt wird hin und wieder ein long Straddle dazu aufgebaut.

Die panische Angst vor steigenden Volas kann ich nur bei langlaufenden Positionen nachvollziehen. Bei ca. 4 Tagen im Monat gibt es diese Volaschwankungen kaum. Ich erinnere mich an den 11. September 2001. Gebe zu, dass dieser Tag schon heftig war, aber auch nicht unlösbar. Das schöne an der Börse ist, dass Einbrüche, mögen sie noch so stark sein, nicht in Sekunden passieren. Natürlich spielen in solchen Situationen die Derivate wie Futures und Optionen verrückt. Aber mit dem Wissen im Hintergrund, dass Leute wie Kaldemorgen (Anm. Fondsmanager bei DWS) seine Positionen nicht in Sekunden, auch nicht in Stunden oder Tagen sondern über Wochen auflösen, sollte man die Zocker sich intraday austoben lassen, und die Positionen wie üblich managen.

Will damit nur ausdrücken, dass man auch bei theoretisch unlimitierten Risiko die Kirche im Dorf lassen.

PS: Für jene die jetzt sagen "aber bei einem gewaltigen Gap, hast du keine Chance". Der größte Downgap aller Zeiten war im Jahre 1929 mit ca. 3.6 %. Bestätigt nur das vorhin Gesagte.

Grüsse C.

SwingMan
Mitglied seit
13 Jahre

@Chiron

Kann man von Dir am Ende der nächsten Woche ein Mustertrade hier dargestellt zu bekommen?
Das wäre sehr nett!

Chiron
Mitglied seit
13 Jahre

@ Swingman

natürlich, werde am Montag 14.02. wenn alle Positionen aufgebaut sind die aktuellen Kurse posten.

Grüsse C.

Gast

@Chiron,
freue mich auch auf die Musterpositionen. Bei vier Tagen Restlaufzeit ist aber nicht viel Prämie drin, oder?

Beste Grüße!

Chiron
Mitglied seit
13 Jahre

@ Berliner

die Strategie ist auf 1-3% performance pro Monat ausgelegt. Zu diesem Zweck braucht man einen delta-adjustieren Hebel von ca. 2. Natürlich ist bei dieser Strategie Riskmanagement besonders wichtig. In dieser Woche gehe ich kaum 5 Minuten vom PC weg.

Grüsse C.

Gast

... Arbeiten Sie mit dem Option Speculator von Dynamic Devices LTD?

he96
Mitglied seit
13 Jahre

@Chiron

""Ich bemerke hier im Forum eine gewisse Aversion gegen short Options, Hans bezeichnet es als Schmerzensgeld. Sehe ich völlig anders. ""

Jaja,Schmerzengeld :-) Aber ICH habe keine Aversion dagegen, ganz im Gegenteil. Nur zur Klarstellung.

gruss hans

he96
Mitglied seit
13 Jahre
tape
Mitglied seit
13 Jahre

Erstmal sorry dafür, dass evtl. der Eindruck entstanden ist,hier mit der Kursentwicklung von Mo und Di "im Rücken" die eingegangene Position kritisieren
zu wollen. Das war nicht meine Absicht.

Ganz im Gegenteil möchte ich SwingMan danken, erst durch die tatsächliche Einnahme einer Position, wird das ganze doch richtig interessant und unabhängig von der graphischen Darstellbarkeit eines Optionstrades kommt auch die psychologische Komponente über die Dauer des Trades voll zum Tragen.

Womit wir wieder bei der Praxis wären: diese ist mmn durch die Hinzunahme des short puts psychologisch sehr nachteilig, aus folgendem Grund: in einem anderen Zusammenhang sprach der "Fondschef" meines damaligen Arbeitgebers immer von
"Produktwahrheit und Klarheit". Die ist (unnötigerweise) nicht mehr gegeben.

Die zugrunde liegende Marktmeinung war ja verhalten positiv, schlecht wären extrem stark anziehende Kurse; durch Hinzunahme des short puts ängstigt einen zusätzlich die "Urparanoia" eines jeden Börsianers, der crash.

Da das Sparschwein geschlachtet wurde :-) stehen sicher auch nicht unbegrenzte Mittel zur Verfügung, daher schon sehr spekulativ das ganze.

Klarer abgegrenzt wäre zB gewesen: 1 lg call 4250 und 2 sh call 4300 oder 4350, mit stoppmanagement eines shortkontrakts bei 4350.

Jetzt würde ich den Vorschlag von Hans aufgreifen und den short put schliessen
(3,70 Brief zZ)

@he96

"Zunächst muss ich mich entschuldigen, dass ich nicht aufgeapsst habe und SWINGMAN nicht richtig an den Programmier-Pc gekettet habe."

:-))

"Dieser Thread sollte auch -wie gesagt- nicht THE HOTTEST TIP IN TOWN heissen"

das will ja auch keiner...;-)

"Wir müssen nun mal mit der niedrigen Vola leben - wir haben ja keine andere. Nur weil diese niedrig ist - zugegebenermassen - kann man ja nicht immer kaufen. :-)"

Warum nicht?

"...aber man muss ja was machen wo man "normalerweise" (was ist normal?) gut mit fährt ?"

-muss man das, genau das ist doch bei Optionen die grundlegende Frage.
Nassim Taleb, Autor von Narren des Zufalls handelt, wie man dem Buch entnehmen kann, eher so, dass er in 90 - 95 % der Fälle geringe Summen verliert und dafür lässt er es bei den 5 - 10% Gewinnern richtig krachen :-) .

@Cicolia

"Ich werfe noch einen Stein in Form einer Strategie, die ich früher gerne verwendet habe und die meist recht gute Ergebnisse gebracht hat:

long ITM call zwei Jahre Laufzeit
long ITM put zwei Jahre Laufzeit
short ATM call ca. 3 –4 Monate Laufzeit
short ATM put ca. 3 –4 Monate Laufzeit
(also in etwa ein diagonal Butterfly)"

Autsch, dieser Stein hat getroffen, soll heissen: sehr interessante Strategie :-)

Dazu zwei Fragen: Haben Sie das auch schon mit ODAX én gehandelt? Spielt es eine Rolle ob amerik. oder europ. Optionsstyle?
Warum keine shorts in der kürzesten Laufzeit? Lohnt die höhere Prämie nicht das höhere Risiko öfters ausgeübt zu werden?
(oh, schon 4 Fragen....)

Schluss jetzt.

Grüße
tape

he96
Mitglied seit
13 Jahre

Also weiter gehts auf dem harten Weg zur Erfahrungsgewinnung für OT Buchhaltung und Positionkeeping.

Zum gestrigen SETTLEMENT-Kurs von 3,60 wurden die 4100er Puts wie angekündigt eingedeckt, da es keinen Sinn macht für die paar Kröten im Risiko zu bleiben. Ein einfaches hochrollen gefällt mir nicht, dab bei der (hoffentlichen<g>) Gegenreaktion zum 100 Punktemove in 3 Tagen man sofort unter die Räder kämen und man sich gar nicht mehr bewegen könnte. - ODER ???

Die Bemerkungen von TAPE bzgl. der Komplexität dieser (Rest-) Strategie leuchten bei diesem "freundlichen" Dax move von 100 Punkten in 3 Tagen voll ein. Bei einem long oder short call würde man einfach rollen. Bei dem Ratiospread den wir noch haben, tue ich mich ein wenig schwer, da wir herzich wenig Zeit gewonnen haben, aber viel "underlying" hinter uns gebracht haben.
Sieht so aus als ob man erst die alten Highs testen will und da ist es wohl besser erst mal einen Tag abzuwarten und evtl. dann 1 oder 2 Etagen hochzurollen - ODER ???

@ Chiron

""bin wieder aus der Versenkung gekommen,""

welcome back - auch Du hast auf der Vermisstenliste gestanden :-)

""aber schliesslich muss ja auch einer handeln, damit wir auch über reale Ergebnisse diskutieren können.""

Hau rein - any time !

""natürlich, werde am Montag 14.02. wenn alle Positionen aufgebaut sind die aktuellen Kurse posten.""

Wir sind gespannt. Nutzt Du irgendeine software oder rechnest du bei der kürze der Laufzeit eh alles auf Endverfall ?

@ tape

""erstmal sorry dafür, dass evtl. der Eindruck entstanden ist,hier mit der Kursentwicklung von Mo und Di "im Rücken" die eingegangene Position kritisieren
zu wollen. Das war nicht meine Absicht.""

Kein Problem. Bei der Diskussion mit SM ob wir das so wie jetzt hier machen sollen, habe ich direkt gesagt, dass das nur schief gehen kann. Wir werden Recht bekommen :-) Aber wir wollen ja was fürs bookkeeping machen...

"" kommt auch die psychologische Komponente über die Dauer des Trades voll zum Tragen.""

JA, SEHR WICHTIG - deshalb finde ich ja alle tradinggames - mögen Sie noch so realitätsnah wie möglich sein - eigentlich völlig sinnlos. Denn die WAHRE Komponente kommt erst noch dazu wenns ums EIGENE Geld geht.

""Die zugrunde liegende Marktmeinung war ja verhalten positiv, schlecht wären extrem stark anziehende Kurse; durch Hinzunahme des short puts ängstigt einen zusätzlich die "Urparanoia" eines jeden Börsianers, der crash.""

Man bekommt zusätzliche Prämie - wie geschrieben 9 von 10mal gehts gut. Diesesmal gings ja gut :-) Wenn man diese jedesmal weglässt verzichtet man auf einen netten Puffer, der einen (auch auf den Weg nach oben wie jetzt) etwas helfen kann...

""Klarer abgegrenzt wäre zB gewesen: 1 lg call 4250 und 2 sh call 4300 oder 4350, mit stoppmanagement eines shortkontrakts bei 4350.""

Ja, das wäre eine defensivere Möglichkeit gewesen. Aber da hätte man mit dem 4250er reine Luft GEKAUFT...

""Jetzt würde ich den Vorschlag von Hans aufgreifen und den short put schliessen
(3,70 Brief zZ)""

Hatten wir gemacht - war übrigens erstaunt heute während des Tages zu sehen, wieviel Umsatz da gemacht wird. Dachte diese low-deltas würde extrem hoch gestellt weil die keiner mehr verkaufen will. Aber das war gar nicht der Fall

4100.00 FEB PUT
LOW 3.10
HIGH 4
VOLUME 1,310 !!!
OI 34,727 !!!

Neuer Tag, neues Glück :-)

gruss hans

GMTMaster
Mitglied seit
13 Jahre

@Hans:

bzgl. Deinem Excel P&L Diagramm:

Interesant ist es, für jeden Tag, neben der tatsächlichen P&L, die von Anfang an aus dem Modell errechnete theoretische P&L (dünne blaue Linie bei Hoadley) gegenüber zustellen. Dann sieht man nämlich wie weit Theorie und Praxis auseinander liegen.

Was meinste ?

Gruss

GMTMaster

Gast

@he96

Ganz recht, das ist die Webseite. Die hatten vor Jahren (!), als es nur die mega-teuren US-Programme (Optionvue etc.) gab, zwei kleine hübsche Programme entwickelt, die denen von Hoadley in gewisser Weise ähneln, allerdings würde ich Hoadley heute bevorzugen. Die Bedieneroberfläche ist eine Eigenentwicklung und nicht Excel-basiert, und Hoadley ist heute natürlich umfangreicher, vor allem auch, was den Datendownload betrifft. Damals fanden die Programme auf einer Diskette (!) Platz. Eins der beiden Programme, der Option Speculator aber ist eine interessante Steuerungsautomatik für das permanente Schreiben von Straddles und Strangles mit dem Ziel, eine kontinuierliche Zusatzrendite in der von Chiron erwähnte Höhe zu erzielen. Daher meine Frage, ob er damit arbeitet. Es hörte sich so an.

Ich habe lange mit den beiden Programmen gearbeitet, weil ich alles andere zu teuer und zu überflüssig fand ("Laß Dich nicht verarschen, vor allem nicht beim Preis")

Beste Grüße!

Chiron
Mitglied seit
13 Jahre

@ Berliner, Hans

Zur Software: Ich benutze ein paar selbstgestrickte Excelblätter und das Hoadley Tool. (Und natürlich auch den OTracker :-)

Bei der kurzen Laufzeit ist das Spielen mit den Market Makern, um sich einen Teil des Spreads zu sparen, natürlich sehr wichtig.

@ Hans wie gesagt, es sollten statistisch mindestens 85% der Optionen wertlos verfallen. Der Rest ist Positionmangement. (Long Optionen, aber auch Futures)

Grüsse C.

tape
Mitglied seit
13 Jahre

@he96

"JA, SEHR WICHTIG - deshalb finde ich ja alle tradinggames - mögen Sie noch so realitätsnah wie möglich sein - eigentlich völlig sinnlos. Denn die WAHRE Komponente kommt erst noch dazu wenns ums EIGENE Geld geht."

-sehe ich etwas anders. nehmen wir mal das tradinggame von termintrader.de als
Beispiel. Ich habe zwar noch nicht mitgespielt, will das aber vll. mal tun.
Wenn du wirklich gut abschneiden willst, wurmt dich ein fiktiver drawdown genauso wie ein wirklicher.
Anderer Gedanke dazu: In welcher Familie gab es das noch nicht?: Ein voller Wut in die Ecke geschleudertes "Mensch ärger dich nicht"? :-)
Und selbst in ein traderfamilie spielt das keiner um Geld.... ;-)

"...Aber da hätte man mit dem 4250er reine Luft GEKAUFT..."
- dafür verkauft man ja auch die doppelte Menge noch heissere Luft ;-)

"Hatten wir gemacht - war übrigens erstaunt heute während des Tages zu sehen, wieviel Umsatz da gemacht wird. Dachte diese low-deltas würde extrem hoch gestellt weil die keiner mehr verkaufen will. Aber das war gar nicht der Fall"

- das liegt wohl an zwei Dingen:
a) der DAX war an 2 Tagen im 4190er Bereich, da waren der 4100er und der 4150er
put erste Wahl, mit entsprechend hohen Umsätzen.

b) für den schonmal erwähnten N. Taleb könnte diese Put jetzt eine gute Wahl sein, weil: er schützt billig vor dem GAU.
- momentan 3,- Euro mal 5 = 15,- Euro pro Kontrakt. DAX 42xx x 5 = 21.000,- Euro
gleich 0,0714% für noch 15 Handelstage, bei 255 Handelstagen im Jahr also mal 17, um sich für das ganze Jahr abzusichern macht 1,214%, schlechte Zeiten für
Putschreiber, gute Zeiten für Putkäufer.
(an die richtigen Mathematiker: ich weiss, dies ist nur eine ungenaue, überschlägige und triviale Rechnung.. ;-) )

Grüße
tape

PS: "...und da ist es wohl besser erst mal einen Tag abzuwarten "

genau, vll. dümpelt es ja über die Karnevalstage etwas seitwärts und ihr "gewinnt etwas Zeitwert zurück".

he96
Mitglied seit
13 Jahre

@ GMTMaster

""Interesant ist es, für jeden Tag, neben der tatsächlichen P&L, die von Anfang an aus dem Modell errechnete theoretische P&L (dünne blaue Linie bei Hoadley) gegenüber zustellen. Dann sieht man nämlich wie weit Theorie und Praxis auseinander liegen. ""

Kein Problem - übrigens ganz oben in OT, die DICKE GRÜNE Linie bei OT, ist die "dünne blaue" von PH.

Der Vergleich MUSS ja hinken. Diese Linien wurde für den STARTtag gemacht, für ANDERE underlying Kurse bei ALLEN ANDEREN unveränderten Komponenten (ceteris paribus). Jetzt - einige Tage später - haben sich ja verschiedene Komponenten verändert. Zeit ist kürzer, das muss man ändern oben rechts bei PH. Siehe image. Und PH kommt auf einen Verlust von 135, während die Realität auf 115 kommt. Hier ist natürlich der wichtigeste Faktor VOLA schuld. Wenn man aktuelle Preise eingibt und PH die neue VOLA errechen lässt, sieht man in der 2. Grafik deutlich gefallene VOLA für ITM Optionen und gestiegen für den PUT: SMILE.

PS ist richtig so weit er richtig sein kann - zaubern kann er nicht :-)

@ Berliner

""zwei kleine hübsche Programme entwickelt,""

Hab gestern mal die "demo" geladen - ist ganz lustig und megaklein...

""Option Speculator aber ist eine interessante Steuerungsautomatik für das permanente Schreiben von Straddles und Strangles mit dem Ziel, eine kontinuierliche Zusatzrendite in der von Chiron erwähnte Höhe zu erzielen.""

Werde ich mir mal näher angucken - DANKE

@ chiron - die (TM-)Welt schaut auf Dich :-))

gruss hans

he96
Mitglied seit
13 Jahre

und hier noch die neu errechnete Vola

Cicolia
Mitglied seit
13 Jahre

@tape
Autsch, dieser Stein hat getroffen..

...Entschuldigung, wollte ins Wasser schmeissen :-)
Zu den vier zurückgebliebenen Ringen auf der Wasserobefläche:

Haben Sie das auch schon mit ODAX én gehandelt?
Nein, nur Aktienoptionen (ich lasse mich nämlich manchmal gerne andienen)

Spielt es eine Rolle ob amerik. oder europ. Optionsstyle?
im Prinzip nein. Bei europ. gibt es halt die vorzeitige Auslosung nicht.

Warum keine shorts in der kürzesten Laufzeit?
Weil die Prämien zu niedrig sind und man müßte das Volumen deutlich erhöhen, was wiederum das total Risiko deutlich erhöht. Bitte nicht vergessen- diese Strategie ist spesenintensiv

Lohnt die höhere Prämie nicht das höhere Risiko öfters ausgeübt zu werden?
(oh, schon 4 Fragen....)
Ich glaube nicht, daß man "öfters ausgeübt wird". Wie gesagt, meistens habe ich
die ITM Position rechtzeitig glattgestellt und weitergerollt.

Viele Grüße

C.

he96
Mitglied seit
13 Jahre

Update: Ein erster zögerlicher Ausflug nach oben wurde ausgebremst, aber von Schwäche kann man auch nicht unbedingt reden. "Zeitverlust" hat uns ein wenig geholfen.

gruss hans

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