Stromausfall und was wir daraus lernen können
Blackout in Hannover
Hunderttausende sitzen im Dunkeln
Hannover (dpa) - Stromausfall in Hannover: Die ganze Stadt und mehrere Gemeinden im Umland lagen am Mittwochabend komplett im Dunkeln. Am Kraftwerk Mehrum war um 22.34 Uhr ein sogenannter Netzkuppler ausgefallen.
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http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article13485930/Hunderttausende-sitzen-im-Dunkeln.html
Fotostrecke:
http://www.abendblatt.de/region/article1956829/Naechtlicher-Stromausfall-in-Hannover.html
Deshalb und auch deshalb
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:stromversorgung-bund-bereitet-notfallplan-fuer-stromausfall-vor/60074607.html
Die Bundesnetzagentur wappnet sich für einen möglichen Engpaß bei der Stromversorgung im kommenden Winter. Die Behörde erfasst derzeit alle Kraftwerke in einem Register, darunter erstmals auch Kleinanlagen mit einer Leistung ab 20 Megawatt. Eine Sprecherin bestätigte Hinweise aus der Energiewirtschaft, wonach im Juni Schreiben an die Kraftwerksbetreiber mit der Aufforderung versandt wurden, sämtliche Generatoren zu melden. "Nach dem Moratorium für Kernkraftwerke wollen wir die Reserven erfassen", bestätigte eine Sprecherin der Behörde.
Durch die Abschaltung von acht Reaktoren Mitte März ist die Belastung des Stromnetzes hoch. Seither mussten die Betreiber der Hochspannungsnetze mehrere 100-mal eingreifen, um die Netzstabilität zu garantieren. Dazu können sie beispielsweise anordnen, dass bestimmte Kraftwerke zugeschaltet werden oder vom Netz gehen müssen. "Das ist derzeit mehrmals täglich der Fall", sagte ein Sprecher des Netzbetreiber Amprion. Netzeingriffe sind damit vom Ausnahme- zum Normalfall geworden.
Dennoch gilt die Lage in den Sommermonaten als beherrschbar, während die Blackout-Gefahr an windstillen Wintertagen steigen könnte. Dann steht auch kaum Solarstrom zur Verfügung, während die Energienachfrage hoch ist. Vor allem der Süden der Bundesrepublik, wo die meisten der stillgelegten Atommeiler stehen, gilt als anfällig.
baue ich mir gerade zuhause ein Notstromaggregat ein, das mir dann über einen Switch Strom in den Hausverteiler speist.
@ gautama2 [#2]
Was kostet so eine Installation?
@ wuelle [#3]
Etwa 1100 Euro das Aggregat für eine Dauerleistung von 4,6 kW mit Autostart und etwa 120 für den manuellen Switch und ein bisschen was für's Kabel und Stecker. Anschluss an den Hausverteiler je nach Elektriker.
Es geht auch mit Automatikstart des Aggregats und automatischem Switch vom Netz auf die Eigenversorgung, aber das hab ich mir mal gespart. Das schaff ich auch noch so. Ein bisschen Pufferbatterien haben meine Computer schließlich sowieso schon.
@ gautama2 [#4]
Mit welchem Energieträger wird das Aggregat denn betrieben?
@ wuelle [#5]
Ist ein Dieselaggregat, da die niedrigere Drehzahlen und eine längere Dauerlaufzeit haben.
Etwas größere Generatoren kosten dann gleich 3-8 Tsd Euro, aber um das Nötigste zu überbrücken reicht die Größenordnung. Wer seinen Haushalt und Tradingroom aber komplett autark haben möchte muss sicher auf was Größeres gehen.
@ gautama2 [#6]
Kannst Du bitte mal einen Link zum Hersteller bzw. Anbieter reinstellen?
@ wuelle [#7]
Gerne.
http://www.amazon.de/gp/product/B002PV436O/ref=ox_ya_os_product
Dazu noch den hier:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=350321942135
@ gautama2 [#8]
>http://www.amazon.de/gp/product/B002PV436O/ref=ox_ya_os_product
sicher, dass das ein richter ist? Laut Amazon:
Produktgewicht inkl. Verpackung: 998 g
Unser Notstromgenerator auf dem Dach wiegt eher eine halbe Tonne...
@ sbendel [#9]
halte ich für einen Tippfehler. Eine halbe Tonne schafft er aber sicher nicht.
@ gautama2 [#6]
Bin ich froh, dass meine Handelsrechner im RZ stehen.
@ Lenzelott [#11]
Kannst du dort auch das Licht und die Küche nutzen?
@ gautama2 [#8]
Danke! Loriot hätte sich noch ein eigenes Atomkraftwerk gebaut, aber diese Zeiten sind ja jetzt vorbei.
@ wuelle [#13]
An den muss ich bei dem Thema auch immer denken. Zumindest wäre es bei mir sicher vor Tsunamis.
@ gautama2 [#14]
Ja, aber schon damals hat Vater Hoppenstedt etwas falsch gemacht und es hat puff gemacht, ohne Tsunami um Wohnzimmer. "Dann fallen alle Häuser um und alle Kühe."
http://www.youtube.com/watch?v=mYecEPxQwcg
@ wuelle [#15]
Wenn man sich das genau anhört, dann sagt es was von einem Neutronenbeschleuniger. D.h. das ist wohl ein unkritisches Kraftwerk und sollte nicht explodieren. (wäre sonst auch zu gefährlich, sie sagen ja nicht, dass man es nicht nachbauen soll!) Naja, so Wasserstoffexplosionen sind wohl trotzdem noch drin. Das war wohl der Puff, der weisse Rauch (Wasserdampf) spricht auch dafür.
Alles in allem, seiner Zeit voraus und äusserst korrekt. :-)
Deutschland verkauft mehr Strom als es einkauft und das, obwohl die AKWs im ersten Halbjahr abgeschaltet wurden. Und nun, wie geht´s weiter? Oder verstehe ich etwas nicht? Wo kommt der inländisch erzeugte Strom nun her?
"Deutschland verkauft noch immer mehr Strom als es einkauft
WIESBADEN – Die Tendenz ist fallend, aber auch im ersten Halbjahr 2011 hat Deutschland per Saldo mehr Strom exportiert als importiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 23,9 Terrawatt-Stunden (TWh) über die europäischen Stromnetze nach Deutschland eingeführt. Im gleichen Zeitraum führte Deutschland 27,9 TWh aus.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Einfuhrmenge: Im ersten Halbjahr 2010 lag sie noch bei 19,1 TWh. Demgegenüber sank die Ausfuhrmenge, im Vorjahreszeitraum lag sie bei 30,0 TWh. Der Überschuss in der Handelsbilanz verkleinerte sich von 10,9 TWh im ersten Halbjahr 2010 auf 4,1 TWh im ersten Halbjahr 2011.
Die größten Strommengen wurden aus den beiden Nachbarländern Frankreich (10,4 TWh) und der Tschechischen Republik (5,6 TWh) eingespeist. Die beiden wichtigsten Abnehmer für Strom aus Deutschland waren die Alpennachbarn Österreich (7,8 TWh) und Schweiz (7,6 TWh).
1 Terrawatt-Stunde entspricht 1.000.000.000 Kilowattstunden (KWh)."
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/zdw/2011/PD11__038__p002,templateId=renderPrint.psml
In alpenländischen Pumpspeicherkraftwerken wird zum Teil konventioneller deutscher Strom in Ökostrom gewandelt.
Nachts wird mit unserem Strom Wasser hoch gepumpt und wenn es wieder runter strömt wird dann "ökologischer" Wasserkraftstrom produziert.
16.01.2012, 22:02
Energiewende Netzbetreiber warnt vor Blackouts
Laut Experten wächst die Gefahr von Stromausfällen in Deutschland. Die Leitungen sind hoch belastet - es gibt bereits konkrete Pläne für Notabschaltungen.
von Michael Gassmann Berlin
Die Gefahr von Stromausfällen an wichtigen deutschen Wirtschaftsstandorten ist nach Einschätzung von Experten deutlich gestiegen. "Die Systemsicherheit steht unter Stress. Die Netze sind hoch belastet", sagte Boris Schucht, Chef des Netzbetreibers 50 Hertz Transmission, am Montag in Berlin. Besonders kritisch sei die Situation im Ballungsraum Hamburg sowie im Rhein-Main-Gebiet.
http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:energiewende-netzbetreiber-warnt-vor-blackouts/60155507.html
ORF - Moment am Sonntag
<< Düstere Aussichten. Wenn der Strom ausfällt. >>
http://oe1.orf.at/programm/327469
(Auf das weiße Dreieck im schwarzen Kreis klicken)
Die Aufzeichnung einer ca. 40-Minütigen Radiosendung.
Ist Östereich auf einen Blackout vorbereitet?
Wie kann es dazu kommen?
Wer wäre besonders betroffen?
Wie können sich Privatpersonen vorbereiten?
Heute abend im TV
Abenteuer Forschung
Blackout - Geht uns das Licht aus?
Dienstag 19.02.2013, 22:45 - 23:15 Uhr, ZDF
Länge: 30 min.
Wissenschaftsmagazin, Deutschland, 2013
http://abenteuerforschung.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/678e2f6f-a04f-38d0-913f-5f926d6f05e0/20125050?generateCanonicalUrl=true
Als Tipp dazu:
Stromausfälle in Europa und Nordamerika haben in den letzten Jahren einen nachhaltigen Eindruck von der Verletzbarkeit moderner und hochtechnisierter Gesellschaften vermittelt. Obwohl die Stromversorgung allenfalls eine Woche und lokal begrenzt unterbrochen war, zeigten sich bereits massive Funktions- und Versorgungsstörungen, Gefährdungen der öffentlichen Ordnung sowie Schäden in Milliardenhöhe. Welche Folgen ein langandauernder und großflächiger Stromausfall auf die Gesellschaft und ihre Kritischen Infrastrukturen haben könnte und wie Deutschland auf eine solche Großschadenslage vorbereitet ist, wird in diesem Buch aufgezeigt. Mittels umfassender Folgenanalysen führen die Autoren drastisch vor Augen, dass bereits nach wenigen Tagen im betroffenen Gebiet die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit (lebens)notwendigen Gütern und Dienstleistungen nicht mehr sicherzustellen ist. Auch wird deutlich gemacht, dass erhebliche Anstrengungen erforderlich sind, um die Durchhaltefähigkeit Kritischer Infrastrukturen zu erhöhen sowie die Kapazitäten des nationalen Systems des Katastrophenmanagements weiter zu optimieren.
http://www.amazon.de/einem-Blackout-geschieht-langandauernden-gro%C3%9Ffl%C3%A4chigen/dp/3836081334/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1361380458&sr=8-5
Aber es wird auch aktiv am Netzzusammenbruch beim "Feind" gearbeitet. Z.B. die Werkbank der Welt ist auch hier sehr fleissig:
So verfolgte die Sicherheitsfirma seit 2006 141 Einbrüche in rund 20 existentielle Industrien durch APT1. Die Gruppe griff danach Unternehmen der Infrastruktur, wie etwa für die Stromversorgung, die RSA, aber auch große US-amerikanische Unternehmen wie Coca-Cola an.
http://www.heise.de/security/meldung/Bericht-Chinesische-Hacker-mit-Regierungsauftrag-1805861.html