AAA
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Stromhändler zockten fast bis zum Blackout

Stromhändler zockten fast bis zum Blackout
16.02.2012, 13:37 Uhr

Der deutsche Strommarkt hat in den vergangenen Tagen mehrfach kurz vor dem Zusammenbruch gestanden. Der Verdacht besteht, dass Stromhändler gezockt haben, um Kosten zu sparen. Fast wäre es in Deutschland dunkel geworden.
http://www.handelsblatt.com/video/video-news/panorama/stromhaendler-zockten-fast-bis-zum-blackout/6218546.html

Energieversorgung in Deutschland
Stromhändler zocken fast bis zum Blackout
Stromnetz ..."erhebliche, über mehrere Stunden andauernde Unterdeckungen"...
..."teilweise keine Regelleistung verfügbar..." ...
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,815587,00.html

Die Regelleistung, unpräzise auch als Regelenergie bezeichnet, gewährleistet die Versorgung der Stromkunden mit genau der benötigten elektrischer Leistung bei unvorhergesehenen Ereignissen im Stromnetz. Dazu können kurzfristig Leistungsanpassungen bei regelfähigen Kraftwerken durchgeführt werden, schnell anlaufende Kraftwerke (z. B. Gasturbinenkraftwerke) gestartet oder Pumpspeicherkraftwerke eingesetzt werden. Alternativ können bestimmte Stromkunden mit Laststeuerung kurzfristig vom Netz getrennt werden. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Regelleistung_%28Energie%29

Geschrieben von AAA am
AAA
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Warten auf den Blackout in Frankreich
Ralf Streck 09.02.2012
"Der Stromverbrauch im Land steigt auf immer neue Rekorde, Strom wird zu Höchstpreisen gehandelt, Deutschland liefert weiter und zapft deswegen die Kaltreserve an

Dass man die Kilowattstunde in Frankreich für 8 Cent verkauft, aber nun für 2 Euro einkaufen muss, kommt das Atomstromland nun sehr teuer zu stehen. Anders als von Energieversorgern befürchtet, muss nicht für zusammenbrechende Netze in Deutschland die "Kaltreserve" aktiviert werden, sondern um Strom nach Frankreich zu liefern, damit dort die Versorgung nicht zusammenbricht (Atomstromland Frankreich braucht deutschen Strom). Am Mittwoch war der Stromverbrauch erneut auf einen neuen Rekordwert gestiegen und am Donnerstag wurde für 19 Uhr erwartet, dass sogar 103 Gigawatt benötigt werden. Zwar ist der große Blackout ausgeblieben, doch in einigen Regionen sitzen die Menschen zum Teil in bitterkalten Wohnungen. In Fessenheim bekräftigte Präsident Sarkozy seine Atomlinie und erklärte, dass auch der Uraltreaktor weiterbetrieben werde"
...
"Frankreich verbraucht mehr als doppelt so viel Strom wie Deutschland, obwohl etwa 15 Millionen Menschen weniger im Land leben. Deshalb weist der Industrieminister Eric Besson seine Landsleute an, mit Stromsparen den großen Blackout abzuwenden: "Schalten Sie alle Elektrogeräte aus, die Sie nicht brauchen, heizen Sie nur Räume, in denen Sie sich aufhalten, machen Sie das Licht aus, wenn Sie aus dem Zimmer gehen und lassen Sie Wasch- und Spülmaschinen erst nachts laufen."
...
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36396/1.html

Schachern bis zum Blackout?
Börsenzocken gefährdet nun auch das Stromnetz
http://www.heise.de/tp/blogs/2/151442

DEerredux
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Klasssische Symptome einer staatlichen Planwirtschaft.

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SPOMI
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@ Berlinerredux [#3]

NEEE! Das ist das Ergebnis von natürlichen Monopolen. Die begrenzte Durchleitfähigkeit bei Strom ist ein Beispiel. Nicht umsonst werden immer wieder neue Hoch-KV Leitungen gefordert. Gruss SPOMI

DEerredux
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@ SPOMI [#4]

DOOOCH. Planwirtschaft. Ich war 27 als die Mauer fiel und habe noch gute Erinnerungen an die DDR.

Kommandowirtschaft ("Wir schalten alle Meiler ab!")
Versorgungsausfälle ("doch in einigen Regionen sitzen die Menschen zum Teil in bitterkalten Wohnungen")
Mängelverwaltung ("Energieagentur schlägt Alarm!")
willkürlich/betrügerishe Preisfestsetzungen ("Stromhändler zocken...")
ausbleibende Strukturinvestitionen (wozu auch investieren, woher nehmen kommunale Energieversorger die Asche?)
etcpp

Monopole treiben in der Regel nur den Preis, vermindern die Qualität des Produktes, aber setzen nicht willkürlich bzw. dem faktischen Sachzwang erliegend die Versorgung ab.

Vielleicht einigen wir uns auf folgenden Kompromiss?:

"Die deutsche Energiewirtschaft beinhaltet Resteigenschaften eines (Staats-) Monopolkapitalismus in der Übergangsphase zu einer rein staatlich gelenkten Planwirtschaft."

Damit könnte ich leben ohne groß weiter in die Diskussion einsteigen zu müssen.

benedikt54
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@ Berlinerredux [#5]

Kommandowirtschaft ("Wir schalten alle Meiler ab!")
Versorgungsausfälle ("doch in einigen Regionen sitzen die Menschen zum Teil in bitterkalten Wohnungen")
Mängelverwaltung ("Energieagentur schlägt Alarm!")
willkürlich/betrügerishe Preisfestsetzungen ("Stromhändler zocken...")
ausbleibende Strukturinvestitionen (wozu auch investieren, woher nehmen kommunale Energieversorger die Asche?)
etcpp

Das kannten wir doch bisher nur aus den USA.

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SPOMI
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@ Berlinerredux [#5]

Die Reste des StaatsMonopolKapitalismus gefallen mir :-) SPOMI

AAA
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@ Berlinerredux [#5]

"Die deutsche Energiewirtschaft beinhaltet Resteigenschaften eines (Staats-) Monopolkapitalismus in der Übergangsphase zu einer rein staatlich gelenkten Planwirtschaft."

Ich komm nicht ganz mit. Es geht doch hier um Frankreich, nicht um DE. DE hat "gezockt", FR hat sich "verplant" mit der Strommenge...

@ Berlinerredux [#3]

"Klasssische Symptome einer staatlichen Planwirtschaft."

FR oder DE? Oder beide?

Misswirtschaft gibt es auch überall anders. Ob Allokation (zentral/dezentral) tut doch nicht wirklich etwas zur Lösung. Sondern, ob man für die Probleme ein anderes Denken und Handeln findet, das nicht die Ursache für die Probleme ist. Wenn das gleiche Denken und Handeln, dass die Probleme erschaffen hat, zur Findung von Lösungen genommen wird, dann kommt man aus dem Teufelskreislauf nie raus.

Der Begriff Zentralverwaltungswirtschaft (auch Zentralplanwirtschaft oder Planwirtschaft) bezeichnet eine Wirtschaftsordnung, in der wesentliche, wenn nicht alle Entscheidungen zur Zuordnung (Allokation) knapper Ressourcen wie Arbeit, Kapital, Boden und Rohstoffe zur Produktion von Gütern von einer zentralen Instanz getroffen werden. Die seit dem 18. Jahrhundert entstandenen Konzepte einer solchen Zentralverwaltungswirtschaft stehen im Gegensatz zur Marktwirtschaft, in der die Entscheidungsfindungen allen am Markt teilnehmenden Personen obliegen (dezentral).

http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralverwaltungswirtschaft

Damit möchte ich sagen, dass in meinen Augen, keine wirklichen Lösungen mit den alten Kategorisierungen gefunden werden können. Das liegt alles jenseits der Begriffe: Kapitalismus, Kommunismus, Sozialismus, Zentralplanwirtschaft etc etc.

rodeonrwdeo
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benedikt54
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@ rodeonrwdeo [#9]

Aufgrund eines Zunamis am anderen Ende der Welt

hat unsere Deppenregierung ohne Not die mit sichersten Atomkraftwerke der Welt abgeschaltet.

Das ganz aus Angst vor einer Kernschmelze.

Kernschmelze allerdings nur in der Wahlurne.

gautama2
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@ benedikt54 [#10]

Musst noch den Pispers Link dazu tun, damit es keine Probleme wegen Copyright gibt :)

scorpion260
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@ benedikt54 [#10]

Völlig korrekt.

@ gautama2 [#11]

Auch korrekt*g.

@benedikt

Was ist aus Deiner Traderseele geworden?

benedikt54
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@ gautama2 [#11]

Wo er Recht hat hat er Recht und besser kann man es nicht auf den Punkt bringen und für das Wort Depp gibt es kein Copyright. -))))

@ scorpion260 [#12]

Bin doch short im Bankensektor.

gautama2
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@ benedikt54 [#13]

Die schönen sicheren Atomkraftwerke müssen aber mit Uran aus gar nicht so sicheren Gegenden befeuert werden und für den Müll hat man bis heute kein sicheres Plätzchen. Wie sicher kann denn ein Loch gefunden werden, dass die nächsten Millionen Jahre stabil bleibt? Wer das bis zu Ende durchdenktkann nciht ernsthaft für Atomenergie sein. Dass men versucht energieautark zu sein ist doch ein korrekter Ansatz. Es gibt noch genug Abhängigkeit für dienächsten Jahre, aber man muss auch mal anfangen das zu ändern. Es geht nicht um die schöne Umwelt, es geht darum von den russischen und arabischen Erpressern wegzukommen ohne das eigene Land über Tausende von Jahren versuchen zu müssen. Fukushima war ein guter Grund, den man dafür vorschieben konnte. Außerdem befeuert es mal wieder die Forschung und Wirtschaft. Ich find das gut. Man muss nicht alles doof finden was Herr Pispers verteufelt.

benedikt54
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@ gautama2 [#14]

Stimme zu, nur geht es doch der Regierung nicht darum wirklich aus der Atomenergie auszusteigen.

Hätte Sie das wirklich vor dann wären doch die Bemühungen früher von statten gegangen und nicht unter Druck der Medien und der allgemeinen Stimmung.

So wirft man dem Volk ein paar Brocken hin und das wars. Mehr als eine Geste des guten Willens war das doch nicht und eher aus politisch taktischen Gründen geboren als aus Überzeugung.

gautama2
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@ benedikt54 [#15]

Ich weiß nicht. So ein Schwenk, der wohl auch zunächst einmal die E.On-EnBW etc. Erpresser zu höheren Stromkosten und Drohungen bzgl. Stromausfall etc. verleitet, muss von der Bevölkerung auch getragen werden sonst ist man bei der nächsten Wahl weg. Stimmt die Bevölkerung damit überein und man hat somit genug Rückendeckung um den Druck der Atomlobby aushalten zu können, dann ist das eben plötzlich kein Thema mehr, man braucht nur noch den Aufhänger um nicht auch gleich die Öl- und Gaslieferanten "grundlos" zu vergrätzen, die natürlich ein Problem haben, wenn der Junkie sein eigenes Gras züchten will.

Gambler59
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Spart schön Geld für die nächste Stromrechnung!

Die Solaranlage des Freiburger Milliönärs muss schliesslich- auch von den Kleinverdienern- finanziert werden.

gautama2
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@ Gambler59 [#17]

Deshalb spät, aber immerhin:

Solardach: Die Förderung wird stark gekürzt - doch die Preise für Solarmodule fallen ebenfalls kräftig, so dass sich die Investition weiterhin lohnen kann

Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium haben sich nach langen Verhandlungen auf weitere Kürzungen bei der umstrittenen Solarförderung verständigt. Für Solaranlagen wird es wahrscheinlich ab April weniger Geld geben. Die Solarbranche ist entsetzt - und kündigt Demonstrationen an.
http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/0,2828,817019,00.html

Der Vorteil der Förderung verschwindet eben eiskalt in den Preisen der Module. Immerhin macht die Bevölkerung jetzt mit und wenn man sie besch... muss, damit sie es kapieren dann tut man es eben. Wer glaubt bei einer Menschenmasse denn an den Verstand? Und wer glaubt, dass ein Steuervorteil wirklich ein Vorteil ist? Um ein neues Produkt anzuschieben, damit es in der Massenfertigung billig wird, kostet am Anfang eben Geld und das bezahlt dann auch die Bevölkerung, die man mit umweltfreundlicher Energie beglücken muss. Der Spritpreis wird ja auch bezahlt. Die Grünen sind eben im Establishment angekommen und setzen das eben durch. Als der Spritpreis über 1 DM! ging, was war das für ein Gejaule und die Grünen meinten damals schon, dass der Sprit eigentlich 3 DM kosten sollte. Da sind wir heute auch. Sicher kein Zufall oder nur mit Ölmangel erklärbar.

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