Swing- und Positionstrading-Thread
Ein Thread für Swing- und Positionstrades. Soll heißen, kommentierte Trades über wenige Tage bis einige Wochen. In Abgrenzung zum "Daytrading Thread - Täglicher Händlertreff zum Intraday Tageshandel".
Antwort auf Daytrading-Thread #6301
Danke Scorpi für Deinen sicher gut gemeinten Ratschlag.
In meinen 31 Jahren an den Finanzmärkten waren zwei Strategien oft erfolgreich, ohne die läse und schrübe ich auf ZMP-TMW nicht, mangels Erfolg.
Erstens Einsteigen gegen das Sentiment aber nicht gegen den Trend. Aktuell Speku auf sinkende Zinsen.
Zweitens das Auffangen fallender Messer. Die Messer müssen aber richtig Tempo draufhaben. Minimum Halbierung in drei Wochen. Und nicht aus freiem Himmel, sondern nach vorherigem zermürbenden Abwärtstrend. Und bitte keine akute Konkursgefahr, ist mir aber trotzdem schon oft genug passiert.
Nachteil dieser Strategie ist, dass manchmal monatelang nix zu handeln ist.
Newlead wird noch im Daytrading-Thread beendet, wahrscheinlich heute noch !? Der nächste Kandidat kommt dann hier rein.
Ich denke hier im gemütlichen Handelsteil wird noch Zeit sein, Beiträge einzustellen. Dann bleibt auch genügend Zeit für die Leser, die mithandeln wollen. Gruss SPOMI
Toller Thread, hier wird man eine menge Zeit verbringen :D
Sehr interessant, fallende Messer: Das gute Dead cat bounce game.
Hast Du dazu Backtests gemacht?
Welche Mindesteliquidität forderst Du bei den gehandelten Titeln ?
Antwort auf Sehr interessant, fallende von Lenzelott
[quote=Lenzelott]
Sehr interessant, fallende Messer.
Das gute Dead cat bounce game.
Hast Du dazu Backtests gemacht?
Welche Mindesteliquidität forderst Du bei den gehandelten Titeln ?
[/quote]
Hallo Joachim,
nach Deiner guten Arbeit zur linearen Regressionsgeraden, hast Du nochmals für den VTAD-Award kandidiert?!
Grüße
Nein, zu viel anders "Zeug" zum tun gehabt.
@Lenzelott
zum Thema Backtests: Gerade erschienen in der Zeitschrift "Notices" der American Mathematical Society
"Pseudo-Mathematics and Financial Charlatanism: The Effects of Backtest Overfitting on Out-of-Sample Performance"
hier zu finden.
http://www.ams.org/notices/201405/rnoti-p458.pdf
Sehr interessant zu lesen. Absolute Pflichtlektüre für alle "Techniker", System-, Back- und andere Tester.
Fazit: Sagen wir es mal so, die alleinige Frage ob Backtests gemacht worden sind ist von fraglichem Wert.
Das "Problem" von Backtests etc. ist, daß sie sicher thereotischen, wissenschaftlichen Ansprüchen absolut genügen, und Rechnung tragen,
jedoch im Praxisbereich bei der Umsetzung in Trades versagen.
Warum ist das so?!
"Backtest" bedeutet ja, ich betrachte die Vergangenheit, und beurteile, wie ein System/Trade usw. funktioniert "hätte".
Aus diesen durch retrograde Beobachtung gezogenen Erkenntnissen, wenn sie denn positiv sind, extrapoliere ich die Zukunft, in der Annahme, daß sich am Basisscenario nichts ändert/geändert hat.
Und genau das ist das Problem.
Da sich Märkte, Annahmen, Verhaltensweisen etc. permanent ändern, und zwar in einer nicht vorhersehbaren Form, sind die Ergebnisse auch nicht auf in Zukunft zu tätigende Trades/Investmententscheidungen anwendbar.
Vielmehr ist es von Vorteil, Verhaltensweisen von Marktakteuren, und deren darin enthaltenen Veränderungen, zu beobachten und zu beurteilen.
Wissenschaft und Börse, Theorie und Praxis, schließen einander größtenteils aus.
Wäre dem nicht so, dann könnte jeder intelligente Mensch, der wissenschaftlich ausgebildet ist, sich auf dem Papier seinen Erfolg vorrechnen, und dann einfach real extrapolieren.
Wenn dies so wäre, dann gäbe es wohl nur noch Milliardäre:-).
Tatsache ist jedoch, daß Handeln bedeutet, daß man Risiken eingeht.
Risiko wird jedoch oft vom Markt "bezahlt".
Zeit, und vor allem, Geld, sind immer noch die zwei deterministischen Größen in dieser Gleichung.
Natürlich muß man differenzieren, ob man longterm Buy-and-Hold, Swingtrading, Daytrading, oder Absicherung über plain vanillas betrachtet.
Alle anderen Dinge machen m.E. keinen Sinn.
Buy-and-Hold war die letzten zehn Jahre goldrichtig (*g), Swingtrading bedeutet, daß man kurzfristige "Fehleinschätzungen" der aggregierten Marktmeinung erkennt, und die konträre Richtung einnimmt, Daytrading ist die Königsklasse, plain vanillas NUR für die Absicherung eines bestehenden Portfolios.
Man geht nie "nackt" in den Markt, reine Optionsstrategien sind Quatsch.
Bei all diesen Dingen, stößt die Wissenschaft, in Form von Backtests, stat. Zeitreihenanalyse, oder den meisten anderen Varianten, die ich hier in den letzten zehn Jahren vorgestellt bekommen habe, in der Umsetzung an Ihre Grenzen.
Bauchgefühl, und die Bereitschaft, auch höhere Risiken einzugehen, in Verbindung mit Zeit und Geld, nur das eröffnet die "Möglichkeit", auch höhere Gewinne zu erzielen.
Frohe Ostern an Alle:-).
Antwort auf Sehr interessant, fallende von Lenzelott
Das ist kein automatisiertes Handelssystem. Das mache ich seit 1987, Kauf von Aggripina AG. Über alle meine Trades wird selbstverständlich Buch geführt, ich könnte jeden dieser Trades jetzt hier auflisten, es sind über 200. Darunter einige dicke Reinfälle, meist wegen Konkurs. Aber man lernt ja dazu.
Die Liquidität muss halt zu meinem Depot passen. Man muss ein wenig aufpassen, weil im Abwärtsfall das Volumen anzieht, und man relativ einfach reinkommt. Wenn das Volumen dann wieder einschläft, kann es mit dem Ausstieg schwierig werden. Dann muss das Limit mal ein paar Wochen auf Ausführung warten. Geht aber auch.
Antwort auf Das ist kein automatisiertes von zorrie
"Das ist kein automatisiertes Handelssystem. Das mache ich seit 1987, Kauf von Aggripina AG. Über alle meine Trades wird selbstverständlich Buch geführt, ich könnte jeden dieser Trades jetzt hier auflisten, es sind über 200. Darunter einige dicke Reinfälle, meist wegen Konkurs. Aber man lernt ja dazu."
Ich bin ein Freund aggregierter Betrachtungsweisen.
Mein Posting bezog sich nicht auf Dich.
Liste doch Deine Trades auf, darunter Deine Rendite p.a., ((das ist eigentlich die einzige wichtige Größe), bitte trenne zwischen Buchgewinn und realisiertem Gewinn.
Die intelligenten Teilnehmer hier werden es zu interpretieren wissen:-)).
ad scorpi und die reine Optionstrategien:
Die seit 1987 rel. hohen Kosten einer Portfolio-Absicherung mittels put Kauf machen eben diese zum Verlustgeschäft. Vielleicht schläft man besser und die equity curve wird flacher...
reine Optionstrategien können sehr wohl einträglich sein , allerdings gilt es mehr als nur rauf oder runter zu beachten. Die Gewinn/Verlust möglichkeiten sind mehrdimensional: zB: short theta, Vola trading, long skew, earnings play, etc...
Die Materie ist umfangreicher aber so manche Handelstategie mit futures ist nichts anders als eine oder mehrere Optionen kombiniert - nur halt nicht so aufwendig in der Handhabung.
Optionen lohnen, meint SPOMI
Antwort auf "Das ist kein automatisiertes von scorpion260
Rendite p.a?
So rechne ich:
Rendite auf was bezogen? Auf das Gesamtanlagevermögen (GAV).
Zum heutigen, zum damaligen? Auf das zum jeweiligen Anlagezeitpunkt vorhandenen. Alles andere macht keinen Sinn, wenn das GAV zu sehr schwankt.
Das Kaufvolumen (KV) und der Gewinn/Verlust wird normiert. Beispielsweise auf 100.000 EUR GAV. Das macht für ein KV von 2.000 EUR und Gewinn von 200 EUR bei einem GAV von 50.000 EUR ein normiertes KV von 4.000 EUR und einen Gewinn von 400 EUR.
Von 1987 bis Oktober 2013 macht das bei mir 276 Trades, 163 Gewinner, 113 Verlierer.
Angelegt 1.196.395 EUR, pro Trade also 4.334 EUR oder 4,3% des GAV.
Gesamtgewinn 60.948 EUR, damit ein durchschnittlich ein Plus von 5,1%.
noch was zu #7
Was lustiges zum Thema Backtests.
www.xkcd.com/882/
erklärt sehr schön, auch für weniger an Mathematik Interessierte die Problematik.
Jetzt Kauf Newlead zu 1,44 USD
Newlead
Gekauft wird das Nachbeben der Bewegung von 0,38 auf 4,80 auf 1,44.
Verkaufslimit 2,90 USD, Stop 0,79 USD.
Antwort auf Newlead von zorrie
Eine kurze Frage sei gestattet:
Warum hast Du nicht tiefer zugegriffen, nach dem Tiefpunkt?
Antwort auf Eine kurze Frage sei von scorpion260
Diese Position ist nichts Langfristiges. Wenige Tage Haltedauer. Erwartet wird eine Reaktion auf die Abwärtsbewegung von 4,80 auf jetzt 1,40 in sechs Tagen.
Das habe ich verstanden.
Meine Frage war, warum hast Du nicht tiefer zugegriffen, sondern eine Vervierfachung des Kurses (vom Botttom aus) abgewartet?!.
Das Thema hatten wir doch schon. Schon bei umgerechnet 130 zugegriffen, weil tiefer konnte es nicht mehr gehen. Ging aber noch über 99% tiefer. Während des gesamten Niedergangs immer die Frage: (1) jetzt noch mal einsteigen? Nein, macht man nicht! (2) Am nächsten Tag: aaah, gut gemacht, nicht gekauft. Gehe zu (1)
Irgendwann war völlig klar: Diese Dinger kauftst Du nicht mehr. Konkursmeldung kommt gleich - zeig mir mal ne Aktie mit minus 99,irgendwas % in wenigen Wochen, hinter der nicht eine Insolvenzmeldung steckte.
Deswegen habe ich um 0,45 nicht gekauft. Obwohl man hätte drauf kommen können, Reverse-Split und minus 70% an einem Tag.
Antwort auf ad scorpi und die reine von SPOMI
#11 SPOMI
Wenn man ein relativ großes Aktienportfolio hat, dann lohnt es sich schon, per Putkauf abzusichern.
Allerdings muß man schon vorher abschätzen können, wie der weitere Verlauf in den Indices aussieht.
Das Sentiment ist da für mich einer der wichtigsten Indikatoren.
Wenn sich dort Risiko aufstaut, dann machen gekaufte OTM-Puts (weit OTM) schon Sinn.
In den letzten Jahren mußte ich diese jedoch, außer bei Fukushima, mehrmals wertlos abschreiben.
Der einzige Vorteil, dem standen immer Gewinne (logischerweise) im Aktienportfolio gegenüber.
Die komplexeren Optionsstrategien überlasse ich dann eher den angestellten Händlern, dafür fehlen mir Zeit, Lust, und Notwendigkeit.
Grüße in die Woche an Dich, und alle Anderen.
Antwort auf Newlead von zorrie
Ausgestoppt, Minus 46%
Mal wieder ein kleiner Swingtrade.
Es wird benedikt den Tag vermiesen, aber trotzdem, ich habe eben den Kursrückgang genutzt, und eine kleine Position Dt. Bank zu rund 25,80 aufgebaut*g.
Antwort auf Mal wieder ein kleiner von scorpion260
wieso , bin ebenfalls long heute 9782 ziel 10330
Antwort auf von benedikt54
Ich meinte nicht die Richtung, sondern eher das Thema "Dt. Bank"*g.
Kauf Alpha Pro Tech Ltd., WKN 907487, zum aktuellen Kurs von 4,32 USD.
Die stellen Schutzanzüge her, Ebola hat für eine Vervielfachung gesorgt. Jetzt ist auf Grund von kritischen Meldungen
http://seekingalpha.com/article/2559705-alpha-pro-tech-watch-out-after-…
fast der komplette Kursgewinn wieder weg. Das 78,6er Retracement wurde eben erreicht.
Hier noch der Chart.
SL bei 3,49
Antwort auf Hier noch der Chart von zorrie
Alpha Pro Tech hat im Stundenchart den Abwärtstrend verlassen und versucht einen Aufwärtstrend, leider noch wenig dynamisch. Der Stop sollte knapp unter das Tief der Bewegung auf 3,95 nachgezogen werden.
Das in diesem Artikel beschriebene Unternehmen ist nicht Alpha Pro, letztere werden aber auch erwähnt.
Hohe Nachfrage Ebola-Schutzkleidungs-Hersteller macht Sonderschichten
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/hohe-nachfrage-ebola-schutzkleidu…
Alpha Pro - das war zu befürchten, der Trend sackt in sich zusammen. Das Volumen ist ebenfalls ausgeblieben. Also Ausstieg heute zur Eröffnung, Der Schluß gestern war in etwa auf Einstiegsniveau.
@zorrie
Wenn die Fantasie aus dem Kurs (infolge eines Kursrückgangs) weicht, dann macht es wenig Sinn, dort noch long nach einem Setback reinspringen zu wollen.
Das kann funktionieren, muß es aber nicht. In der Regel funktioniert es nicht.
Wenn schon, dann lohnt eher ein Kauf vor dem Bekanntwerden der maßgeblichen Bedingungen (Herstellung, und vermehrte Nachfrage nach Ebola-Schutzanzügen).
Antwort auf @zorrie von scorpion260
Für Käufe nach Fundamental-Kriterien ist das richtig. Hier ging es aber nur um den irren Kurssprung, der dann (zu?) scharf korrigiert wurde. Was diese Firma macht, ist für mich unerheblich. Der scharfe Kursrückgang sollte nur nicht duch Insolvenz-Meldungen initiert worden sein.
Verkauf APT erfolgte zu 4,27, leicht unter Einstieg.
Heute in der Vorbörse über 5 USD, aber wer konsequent war, hat nix mehr davon.