Tagebuch Anleihen: Nachrichten und Informationen
Eingeschränkter Handel mit Pfandbriefen in Stuttgart
Von Julia Roebke
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (09.10.08) - Die Handelsbeschränkungen an der Börse in Stuttgart werden immer gravierender und haben jetzt sogar den Markt für Pfandbriefe erreicht. Aufgrund der hohen Verkaufsbereitschaft der Anleger sei der Handel in Jumbo-Pfandbriefen, Niedrig-Zins-Anleihen und in Unternehmensanleihen nur noch stark eingeschränkt möglich, heißt es von der Börse Stuttgart. Mit Pfandbriefen trennen sich verunsicherte Anleger nun auch von Schuldtiteln, die mit Hypotheken oder Staatskrediten besichert sind und bei Experten als fast so sicher wie Bundesschatzbriefe gelten.
„Privatanleger stoßen Anleihen ab, die sie als risikoreich empfinden“, sagt Karlheinz Pfeiffer, Anleihenexperte bei der Börse Stuttgart.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E6AE05BB9610641779C2148E7A0523582~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Markt für Staatsanleihen in Ungarn kollabiert
Dow Jones, Budapest (10.10.08) - Von einem Zusammenbruch des Markts für Staatsanleihen in Ungarn berichten Teilnehmer am Donnerstag. Es habe keinerlei Kaufinteresse gegeben und der Markt sei zu einem völligen Stillstand gekommen. Kurse wurden nicht gestellt. "Jeder versucht zu verkaufen, aber keiner kauft", sagte ein Händler.
Die letzten Transaktionen im Sitzungsverlauf wurden in dreijährigen Titeln zu Kursen getätigt, die eine Rendite von 10,90% erbringen nach 10,35% am späten Mittwoch. Fünfjährige Titel rentierten mit 10,75% nach 10% am Vortag. "Ohne staatliche Unterstützung wird der Markt nicht wieder auf die Füße kommen", sagte ein Händler.
Renditevorsprung macht manche Unternehmensanleihe lukrativ
Frankfurter Allgemeine Zeitung / FAZ / jüb (10.10.08) - Die Verunsicherung an den Finanzmärkten ist weiterhin riesengroß und niemand traut seinem Geschäftspartner mehr über den Weg. Auch das Misstrauen unter den Banken ist enorm. Ablesen lässt sich das an der Differenz von mehr als 300 Basispunkten zwischen dem Drei-Monats-EURIBOR und den Drei-Monats-Schatzanweisungen. In Amerika hat der sogenannte TED-Spread Differenz zwischen dem Drei-Monats-Libor und dem Zinssatz für Drei-Monats-US-Anleihen) mit über 400 Basispunkten zuletzt einen neuen Rekordwert erreicht.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~ED9A968011FE64524A437BB2B691FB5C6~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
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Zur Frage der Anlage in Staatsanleihen - Beitrag bitte aufmerksam lesen !
Banken gerettet, Staat pleite
Von Wolfgang Münchau
Financial Times Deutschland, FTD (15.10.08) - Mit dem europäischen Rettungspaket haben wir ein privates Kreditproblem womöglich in ein weltweites Solvenzproblem transformiert - wenn schließlich der globale Bondmarkt einbricht.
Das mit heißer Nadel gestrickte Rettungspaket der Bundesregierung und anderer europäischer Regierungen hat zwar am Montag die Märkte begeistert, das Problem aber nicht gelöst. Eine Garantie des gesamten Finanzmarkts, wie wir sie jetzt ausgesprochen haben, kann genau so ein Problem darstellen wie die Totalverweigerung zuvor. Europas Regierungen haben hier im Digitalmodus von null auf eins umgeschaltet.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/:Kolumne-Banken-gerettet-Staat-pleite/426196.html)
@ Richard Ebert [#4]
Grüß Gott,
"Wenn wir jetzt das gesamte Bankwesen garantieren und danach womöglich noch die Versicherungen und die so mächtig überschätzte Autoindustrie mit staatlichen Hilfen abfedern wollen, dann wird die Luft für ein Konjunkturpaket dünn."
"Die meisten unserer 2003 Banken sind kaum etwas wert."
"Ich würde hier jede sogenannten Investition als eine Ausgabe betrachten."
"Unsere Regierenden haben Angst, dass sie die Kontrolle über das Bankensystem verlieren, durch das sie eine Menge Macht ausüben. Für die Bewahrung dieser Interessen sind sie bereit, ein Vabanquespiel mit der staatlichen Solvenz und der Zukunft der gesamten Währungsunion zu wagen."
"Die Gefahr würde akut, wenn der globale Bondmarkt crasht, womit ich fest rechne".
Ich wollte jetzt nicht den gesamten Artikel nochmals kopieren, aber haben Sie nicht den Eindruck, dass derartige Aussagen, sagen wir mal etwas subjektiv oder hysterisch klingen ?
Ähnliche, zugegebenermaßen meist etwas schlechter formulierte Untergangsszenarien liest man doch im Moment häufig in Finanzforen.
Wie ist die Meinung im Forum zu diesem Leitartikel ?
Gruß
peterg
@ peterg [#5]
Habe gehört das die angeblichen 500 Mrd. ausserhalb des Haushaltes laufen sollen, so ein Politiker. Name weis ich leider nicht.
Ungefähr so als wenn man bei der Bank ein zweites Darlehen erhält und dann sagt man hat ja nicht mehr schulden weil das erste Darlehen ja nicht höher wurde.
Ich kann mir auch nicht vorstellen das das ganze Szenario am Rentenmarkt spurlos vorübergeht.
Vermutlich sind die kurzen Laufzeiten bis 2 Jahre die beste Anlagevariante.
Man stelle sich vor man hätte die 500 MRD in Deutschland als Konjunkturprogramm verwendet.
@ benedikt54 [#6]
Außerhalb des Hauhalts. Interessiert mich auch wie das geht.
Könnte noch einen schönen Sportwagen brauchen und ein Haus in Santa Barbara müsste jetzt auch günstig zu haben sein, auch wenn es noch nicht verbrannt ist.
Krise für Pfandbriefe: Oft kopiert, nie erreicht - plötzlich verschmäht
Von Yasmin Osman
Financial Times Deutschland, FTD (19.10.08) - Seit der Beinahepleite der Hypo Real Estate befindet sich der Markt für Pfandbriefe in einer Schockstarre. Das einstige Erfolgsprodukt steht vor einem beispiellosen Wandel.
Lange hat der deutsche Pfandbrief durchgehalten, lange das Image eines Krisengewinnlers verteidigt. Der Beinahekollaps des Immobilien- und Staatsfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) hat dieses Bild zerstört. Jetzt nagt die Krise am Mythos eines Produkts, das als wichtigster Exportschlager des deutschen Finanzmarkts gilt. Gefährdet ist das Image des Pfandbriefkonzepts - weil es so stark vom Kapitalmarkt abhängt. Der Pfandbrief wird sich ändern müssen. Nur dann kann er ein wichtiges Finanzinstrument für die Banken bleiben.
Seit der Notrettung der Hypo Real Estate geht am Pfandbriefmarkt vorerst nichts mehr: Neuemissionen oder ein geregelter Handel sind zum Erliegen gekommen, die Risikoprämien haben sich deutlich erhöht - das gilt für quasi alle Pfandbriefhäuser. Der Schock, der seit der Beinahe-Pleite der Hypo Real Estate den Pfandbriefmarkt lähmt, ist von historischer Bedeutung: Seit 200 Jahren hat es in dem Produkt noch nie ein Zahlungsproblem gegeben. Allerdings ist in dieser Zeit auch nie ein Pfandbriefemittent in die Pleite gerutscht. Diesmal war es ziemlich knapp.
Probleme einzelner Pfandbriefbanken haben bisher nie den ganzen Markt gelähmt. "Diese Sippenhaft ist neu", sagt der Geschäftsführer des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VdP) Louis Hagen. Dabei war es gar nicht das Pfandbriefgeschäft selbst, das die Hypo Real Estate in den Abgrund gerissen hat. Die irische Staatsfinanzierungstochter Depfa hatte für bestimmte Staatskredite keine Anschlussfinanzierungen erhalten.
Dass nun dennoch der gesamte Pfandbriefmarkt getroffen ist, ist für den deutschen Finanzplatz ein harter Schlag. Kein anderes deutsches Finanzprodukt ist im Ausland so oft kopiert worden wie diese Bankanleihen, die zusätzlich mit Immobilien, Staatskrediten oder Schiffsfinanzierungen besichert sind. In 27 Ländern gibt es heute Spezialgesetze für solche Wertpapiere, das Volumen pfandbriefartiger Wertpapiere (Covered Bonds) belief sich Ende 2007 auf 1900 Mrd. Euro, schreibt die Ratingagentur Fitch. Die Hypo Real Estate ist der zweitgrößte Emittent am 889 Mrd. Euro großen deutschen Pfandbriefmarkt.
Als die Finanzkrise nach und nach einen Finanzierungskanal nach dem anderen verschüttete, blieb der Pfandbrief lange stabil. Umso tiefer sitzt nun der Schreck. "Wir reden hier vom am strengsten regulierten Anleihemarkt überhaupt, und er hat sich trotzdem nicht gegen die Krise abschotten können", sagt Florian Hillenbrand, Pfandbriefexperte von Unicredit. "Die Erkenntnis, dass man sich trotz Qualität und Regulierung gegen eine Krise von außen nicht schützen kann, das ist neu." Dresdner-Kleinwort-Analysten sprechen von der "ersten großen Niederlage des Pfandbriefs".
Zu den alten Glaubenssätzen der Branche, die nun hinterfragt werden, gehört zum Beispiel dieser: Mit Pfandbriefen können sich Banken praktisch jederzeit und günstig finanzieren. Das ist widerlegt: Die Finanzierung über Pfandbriefe hat sich zwar nicht so dramatisch verteuert wie andere Bankanleihen. Doch schon der Anstieg um rund 0,7 Prozentpunkte reicht aus, um das margenschwache Geschäft reiner Staatsfinanzierungsbanken zu gefährden. Das hatte die Platzierung von Pfandbriefen schon vor der Hypo-Real-Estate-Krise für einige Banken sehr erschwert.
(Quelle und weiter lesen: -> http://www.ftd.de/boersen_maerkte/geldanlage/:Krise-f%FCr-Pfandbriefe-Oft-kopiert-nie-erreicht-pl%F6tzlich-verschm%E4ht/428047.html)
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Anleihen: Die Spreu trennt sich vom Weizen
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ / cri (22.10.08) - Ähnlich wie am Aktien- und Devisenmarkt geht es seit einigen Wochen auch an den Rentenmärkten zur Sache. Während die Papiere solider Schuldner - allen voran der Staaten mit guter Bonität - aufgrund der Turbulenzen und auch aufgrund von Zinssenkungsphantasien nach oben tendieren, kommt es bei anderen zu deutlichen Kursverlusten.
Anders als in den vergangenen Jahren des Kredit getriebenen Booms, in dem beinahe alle Vermögenswerte und Währungen in stabilen Trends zum Vorteil der Anleger in eine Richtung liefen, werden nun die Risiken wieder wahrgenommen und differenziert.
Renditen von Hochzinsanleihen ziehen an
Unternehmen geringer Bonität können sich in Zeiten der Kreditklemme und in einem sich verschlechternden wirtschaftlichen Umfeld nur noch zu deutlich höheren Zinsen refinanzieren - wenn überhaupt.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EC3D03E45AF0D46D490A89D45B6D3751B~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
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Wie sicher sind Geldmarktfonds?
Von Matthias von Arnim
Handelsblatt, Düsseldorf (22.10.08) - Geldmarktfonds gelten als sichere Geldanlage, die unabhängig vom Aktienmarkt positive Renditen bringen - ähnlich wie Fest- oder Tagesgeld. In der Tat sind Geldmarktfonds nicht so schwankungsanfällig wie Aktienfonds. Eine Gewinngarantie gibt es aber nicht.
Geldmarktfonds investieren in den Geldmarkt.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/fondsnachrichten/wie-sicher-sind-geldmarktfonds;2064836)
Wie sicher sind Länderanleihen ?
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Ungarn "ohne Hosen in den Brennnesseln"
Von Gregor Haake
Financial Times Deutschland, FTD, Hamburg (23.10.08) - Island ist dem Staatsbankrott bereits nahe. Auch Ungarn steht auf wackligen Füßen. Zinserhöhungen bedrohen das Wachstum, die Landeswährung Forint verliert immer mehr an Wert. Und Besserung ist vorerst nicht in Sicht.
Ungarns Notenbank stemmt sich mit einer drastischen Zinserhöhung gegen die Abwertung der Landeswährung Forint. Die Zentralbank teilte am Mittwoch mit, der Leitzins werde von 8,5 auf 11,5 Prozent angehoben. Der Forint hat seit Monatsbeginn deutlich abgewertet. Auch am Donnerstag gab der Forint erneut ein. Ein Euro wurde zeitweise zu 286,30 Forint gehandelt, für die Devise ein Abschlag von weiteren 6,8 Prozent.
Der ungarische Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany sagte: "Der Forint steht weiter unter starkem spekulativen Druck." Die Notenbank kämpfe gegen diese Angriffe an und "verteuert damit den Spekulanten das Geschäft deutlich".
Während die großen Notenbanken der Welt derzeit ihre Geldpolitik lockern, um die Geldversorgung der Volkswirtschaften zu erleichtern, machen sich Devisenhüter in Mittel- und Osteuropa vor allem um den Kapitalabfluss aus ihren Ländern Sorgen.
Ungarn leidet besonders stark unter der Finanzkrise. Noch am Montag hatte die Notenbank bei einer regulären Entscheidung nicht an der Zinsschraube gedreht. Ein höheres Zinsniveau macht die Währung eines Landes am Devisenmarkt tendenziell attraktiver für Investoren.
Nicht nur der Forint, sondern auch die Staatsanleihen verbuchten zuletzt kräftige Verluste, weil an den Märkten Sorgen über die hohe Verschuldung des Landes sowie den Zustand der Bankenbranche zunahmen. Ungarns Geldhäuser kämpfen mit Liquiditätsschwierigkeiten. Viele von ihnen stellten die Vergabe von Devisenkrediten ein, die vor allem bei der Wohnbaufinanzierung eine große Rolle spielen.
Experten sehen nur Tropfen auf heißen Stein
Analysten äußerten sich skeptisch, ob der Eingriff der Notenbank den Forint stabilisieren kann. Die Commerzbank schreibt in einer Kurzstudie, es handle sich bei der Aktion wohl lediglich um einen "Tropfen auf dem heißen Stein". Andere Experten sagten, nachdem verbale Interventionen und andere Schritte nichts genützt hätten, sei die Zentralbank des Landes gezwungen gewesen, ihren Leitzins zu erhöhen, um den Druck auf die Währung abzumildern.
In die Nähe von den Problemen, wie sie Island derzeit hat, wollen Experten Ungarn aber nicht rücken. "Island ist ein Sonderfall", sagte Janis Hübner, Analyst der Dekabank. "So weit sind wir in Ungarn nicht." Allerdings seien die Schritte zur Stärkung des Vertrauens durch die Zentralbank des Landes bisher fehlgeschlagen. "Ungarn befindet sich in einer schwierigen Situation."
Ungarn sei ein "Musterbeispiel für Krisenanfälligkeit", sagte György Jaksity, der Geschäftsführer der Budapester Börsenfirma Concorde im Internet-Portal "index". "Wir haben keine Rücklagen gebildet und geglaubt, man könne Jahrzehnte hindurch nur Schulden machen. Jetzt, wo die Krise da ist, stehen wir mit runtergelassenen Hosen in den Brennnesseln."
Zuletzt hatte die Europäische Zentralbank der ungarischen Notenbank bis zu 5 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Damit sollte erreicht werden, dass diese die heimischen Kreditinstitute ausreichend mit Euro-Liquidität versorgen kann. "Dieses Geschäft mag die Lage ein wenig verbessern, aber es wird wahrscheinlich nicht ausreichen angesichts der Vielzahl von Problemen, vor denen wir stehen", sagte Gergely Suppan von der Takarekbank.
Nationaler Pakt gegen Finanzkrise
Auch die Regierung des Landes will mit allen Mitteln eine Verschlechterung der Lage verhindern. Ministerpräsident Gyurcsany schlug zuletzt einen "nationalen Pakt" zur Bewältigung der Auswirkungen der globalen Finanzkrise vor. "Ungarn navigiert mitten in einem Sturm und in unruhigen Gewässern", sagte der Regierungschef.
Ungarn, das seit Mai 2004 der Europäischen Union (EU) angehört, hat noch kein Zieldatum für die Euro-Einführung bekanntgegeben. Gyurcsany hatte schon früher Schritte zur Krisenbewältigung angekündigt, darunter ein halbjähriges Einfrieren der Reallöhne und -renten. Er bekräftigte am Samstag, dass seine Regierung die Klein- und Mittelunternehmen des Landes mit 800 Mrd. Forint (3,012 Mrd. Euro) unterstützen wolle.
(Quelle und ausführlich weiter lesen -> http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/:Nach-Fall-Island-Ungarn-ohne-Hosen-in-den-Brennnesseln/429768.html)
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Island:
Die 6,25 % Kaupthing Bank von 2005, ohne Endtermin, gab am Mittwoch von 10 bB auf 2 G nach.
Ungarn:
Die vier wichtigsten Staatsanleihen mit Laufzeiten 2013 bis 2020 brachten nach den Kursen vom Mittwoch Renditen zwischen 6,7 % und 8,3 %. Die im kommenden Jahr fällige Anleihe notiert bei 97,50 bG bei einer Rendite von 12,3 %.
Rating für argentinische Anleihen gesenkt - Argentinier sind schon lange verunsichert
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ mos. (31.10.08) - Die Ratingagentur Standard & Poor's hat am Freitag die Bonitätsnote für argentinische Fremdwährungsanleihen von B auf B- gesenkt. Die Agentur begründete den Schritt mit den „erhöhten Sorgen über die Verschlechterung des wirtschaftlichen und politischen Umfeldes in Argentinien und die daraus resultierende Belastung der Staatsfinanzen“.
Die schwächere Weltwirtschaft drücke die Preise von Agrargütern, deren Export eine wichtige Stütze der Staatseinnahmen und der Handelsbilanz sei.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EE085E165E966429BB60CDC948578BBCB~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Die Rendite des Bertelsmann-Genussscheins lockt
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ / JüB (31.10.08) - Ähnlich wie Unternehmensanleihen haben zuletzt auch Genussscheine unter den Turbulenzen an den Finanzmärkten gelitten. Das gilt auch für die beiden existierenden Genussscheine des Verlags- und Medienkonzerns Bertelsmann (zu dem unter anderem der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, die Verlagsgruppe Random House, die Druck- und Dienstleistungssparte Arvato und die RTL Group gehören), die wohl die bekanntesten Vertreter ihres Bereichs in Deutschland sind.
So weist der Genussschein 2001 mit der Isin DE0005229942, der im Vergleich mit dem Genussschein aus dem Jahr 1992 (Isin DE0005229900) über ein deutlich höheres Volumen (499 Millionen zu 17 Millionen Euro) verfügt und wegen der daraus resultierenden höheren Börsenliquidität vom Unternehmen selbst als „der Bertelsmann Genussschein“ bezeichnet wird, derzeit noch eine Notiz von 160 Prozent auf. Gemessen am 52-Wochenhoch von 235,60 Prozent ist das ein beachtlicher Rückfall.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EBE9517E314E84E20B301FB8A76C3E055~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
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Spekulative Unternehmensanleihen: In Richtung Abgrund
Von Martin Hock
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (12.11.08) - Seit mittlerweile Jahren schon warnen die Rating-Agenturen davor, dass die historisch niedrigen Ausfallraten vor allem im Bereich der spekulativen Anleihen keinen dauerhaften Bestand haben könnten. Erst am Mittwoch prognostizierte Moody's eine Verdreifachung innerhalb der kommenden zwölf Monate.
Zum Jahresende dürfte die Ausfallrate von derzeit 2,8 Prozent auf 4,3 Prozent steigen und bis Oktober 2009 10,4 Prozent erreichen. Allein für Europa rechnet Moody's mit einem Anstieg von 1 auf 9,7 Prozent.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EDB4C78B9722F44A3B281F1C74423E641~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
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Sicheres für schwierige Zeiten
von Gerd Hübner
Kaum eine Anlageklasse scheint noch sicher, wenn ganzen Staaten der Bankrott droht. Experten empfehlen dennoch Staatsanleihen - aber nur von bester Qualität.
Financial Times Deutschland (13.11.08) - Die Industrieländer gehen schweren Zeiten entgegen. Die drohende Rezession ist kaum abwendbar. Im dritten Quartal ging die Industrieproduktion in Amerika auf das Jahr hochgerechnet um sechs Prozent zurück, die Umsätze im Einzelhandel brachen um vier Prozent ein. Carsten Klude, Chefökonom von M.M. Warburg, geht davon aus, dass die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal ins Minus gerutscht sein dürfte.
Auch die Hoffnung auf eine Abkoppelung anderer Volkswirtschaften hat sich zerschlagen. Hierzulande befindet sich der ifo-Geschäftsklimaindex auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der achtziger Jahre. Noch düsterer als in Deutschland sind die Aussichten in einigen anderen europäischen Ländern wie Italien oder Großbritannien.
Selbst die Schwellenländer sind nicht immun. China oder Indien werden zwar in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum aufweisen, doch auf deutlich niedrigerem Niveau als in den vergangenen Jahren.
Welche Anleihen sind am besten geeignet?
Dass die Notenbanken die Zinsen senken werden, steht deshalb außer Frage. So betonte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet jüngst die geringer gewordenen Preisrisiken und stellte weitere Zinssenkungen in Aussicht. Rentenfondsmanagerin Isolde Lindorfer-Kubu vom Institut für Quantitatives Asset Management (IQAM) in Wien rechnet damit, dass nach den jüngsten Leitzinssenkungen durch die EZB noch weitere folgen werden.
Zinsen in 2009 auf den tiefsten Stand seit Generationen?
Keith Wade, Chefvolkswirt der Investmentbank Schroders geht gar davon aus, dass die Zinsen in 2009 auf den tiefsten Stand seit Generationen fallen werden. Ein Umfeld also, in dem die Beimischung von Anleihen eine gute Idee zu sein scheint. Denn sinken die Zinsen, dann verbuchen sie Kursgewinne.
Doch welche Anleihen sind dafür derzeit am besten geeignet? Welche sind überhaupt noch sicher, in Zeiten, in denen Staaten wie Island, Ungarn, die Ukraine, Pakistan und viele andere mit massiven Kapitalabflüssen und zum Teil gar einem drohenden Staatsbankrott zu kämpfen haben?
Verschuldung steigt auf Rekordniveau
Dies gilt umso mehr, da die Verschuldung vieler westlicher Industrieländer in Folge der Finanzkrise massiv ansteigen dürfte. Für Amerika zum Beispiel rechnet Klude damit, dass sich die Verschuldung auf 75 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausweiten wird. "Dies ist der höchste Stand seit dem zweiten Weltkrieg", sagt er. In einigen Ländern Europas, zum Beispiel in Italien, liegt diese Relation schon jetzt deutlich darüber.
Doch das Risiko eines Zahlungsausfalls oder auch nur von Zahlungsschwierigkeiten halten die meisten Experten zumindest für Amerika und den Euroraum für gering. "Es ist zwar denkbar, dass es zu Herabstufungen der Kreditwürdigkeit von Staatsschuldnern aus dem Euroraum kommt, wahrscheinlich aber ist es nicht", sagt Lindorfer-Kubu.
Das beurteilt Klude ähnlich. "Nach dem derzeitigen Stand der Dinge besteht keine Gefahr einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Länder der Eurozone", sagt er, "und selbst in den Vereinigten Staaten ist bei einer Staatsverschuldung von 75 Prozent des BIP die Höchstnote für Kreditwürdigkeit, das AAA-Rating, noch nicht in Gefahr."
Doch sollten Anleger auch Wechselkursrisiken bedenken. Denn die Kursausschläge an den Devisenmärkten sind derzeit erheblich. Wer Währungsrisiken meiden möchte, für den bleiben europäische Staatsanleihen erste Wahl.
weiterlesen:
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/:Geldanlage-Sicheres-f%FCr-schwierige-Zeiten/435882.html
@ benedikt54 [#6]
Ungefähr so als wenn man bei der Bank ein zweites Darlehen erhält und dann sagt man hat ja nicht mehr schulden weil das erste Darlehen ja nicht höher wurde.
Ich kann mir auch nicht vorstellen das das ganze Szenario am Rentenmarkt spurlos vorübergeht.
Hallo,
Recht hast Du, frage mich immer wieder wie der 'gemeine' Kleinanleger die Bonität einer Anleihe, Obligation oder Pfandbrief exakt nachprüfen soll, vor allem bei ausländischen Titeln? Denn viele Ratings haben sich doch nicht als krisensicher erwiesen, siehe UBS-Desaster.
Der Rentenmarkt wird wahrscheinlich auch in den Sog der Finanzkriese gezogen.
Beste Grüße
Roti
Spekulative Unternehmensanleihen: In Richtung Abgrund
Von Martin Hock
Financial Times Deutschland, FTD (12.11.08) - Seit mittlerweile Jahren schon warnen die Rating-Agenturen davor, dass die historisch niedrigen Ausfallraten vor allem im Bereich der spekulativen Anleihen keinen dauerhaften Bestand haben könnten. Erst am Mittwoch prognostizierte Moody's eine Verdreifachung innerhalb der kommenden zwölf Monate.
Zum Jahresende dürfte die Ausfallrate von derzeit 2,8 Prozent auf 4,3 Prozent steigen und bis Oktober 2009 10,4 Prozent erreichen. Allein für Europa rechnet Moody's mit einem Anstieg von 1 auf 9,7 Prozent.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EDB4C78B9722F44A3B281F1C74423E641~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
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Bundesanleihen nicht mehr erste Wahl
Financial Times Deutschland, FTD (14.11.08) - Bundesanleihen haben lange Jahre prima Renditen gebracht - und bieten immer noch gute Chancen. Aber auch die Risiken sind inzwischen recht hoch.
[..
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Das-Kapital-Bundesanleihen-nicht-mehr-erste-Wahl/438920.html?eid=313559)
Der Bullenmarkt bei Staatsanleihen dürfte langsam auslaufen
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ / JüB (28.11.08) - Die dreißigjährigen amerikanischen Staatsanleihen werfen inzwischen nur noch eine Rendite von 3,54 Prozent ab. Das ist so wenig wie seit 25 Jahren nicht mehr und spiegelt auf Sicht einer sehr geringe Inflationserwartung wider. Die Tatsache, dass sie im Juni 2007 noch mit 5,30 Prozent rentierten, macht deutlich, wie sehr inmitten der Kreditkrise Anleihen erstklassiger Schuldner derzeit gefragt sind.
Neben dem Bedürfnis nach Sicherheit und der Aussicht auf weiter fallende Leitzinsen steckt hinter dem Renditerückgang auch die an den Markt zurückgekehrte Angst vor dem Deflationsgespenst. Nachdem die Inflationsraten zuletzt gesunken sind und sich die Weltwirtschaft in einem schlechten Zustand befindet, wird von den Anlegern derzeit das Deflationsszenario gespielt. Und weil der Disinflationsprozess auch noch eine Weile anhalten dürfte, könnten auch die Renditen der Staatsanleihen noch etwas weiter sinken.
Deflation oder Inflation, das ist hier die Frage
Wegen der sich andeutenden Nullzinspolitik und der weltweit geschnürten riesigen Konjunkturpakete stellt sich aber die Frage, ob langfristig wirklich fallende Preise drohen. Die bankenunabhängigen Analysten von Independent Strategy erteilen der Deflationsprognose jedenfalls eine klare Absage. Sie gehen davon aus, dass die enormen Liquiditätsspritzen und die massiven Fiskalausgaben in einer Rückkehr der Inflation münden werden. Dafür sprechen auch die wachsende Bedeutung des Staates im Wirtschaftsprozess allgemein und die vermutlich steigenden Arbeitskosten. Dies wird nach ihrer Lesart dann allmählich zu einem Ende des nun schon seit 25 Jahren dauernden Bullenmarktes bei den Staatsanleihen führen.
Ganz anders sieht es dagegen bei den hochverzinsten amerikanischen Unternehmensanleihen sowie den Unternehmensanleihen von Unternehmen aus den Schwellenländern aus. Hier belaufen sich die Renditen derzeit auf 20 und 27 Prozent. Sie liegen damit deutlich über den früher als normal erachteten Niveaus. Unter dem Strich stuft der Markt aktuell die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls in diesem Segment als sehr hoch ein. Sobald erste Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung auftauchen, werden sich die Renditeaufschläge nach Einschätzung von Independent Strategy zurückbilden.
Schwierige Timingsfrage
Allerdings ist es derzeit noch sehr schwierig vorherzusagen, wann der Stimmungswandel einsetzen wird. Derzeit gehen die Marktteilnehmer nach der einfachen Rechnung vor, dass der Staat schon nicht pleite gehen wird, bei Unternehmen diese Gefahr aber besteht.
Viel wird letztlich davon abhängen, ob es wie derzeit oft erwartet, zu einer Deflation kommt oder die Inflation wieder anspringt. Die hohe weltweite Verschuldung, Globalisierungseffekte und eine sinkende Risikoneigung sprechen zwar für die Möglichkeit einer Deflation. Aber dagegen sprechen die fast weltweit von den Verantwortlichen ergriffenen Maßnahmen in Form von Zinssenkungen und Konjunkturpakete (insgesamt pumpt der Staat Mittel in das System, die ungefähr 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der OECD-Staaten ausmachen). Dieses konzertierte Vorgehen unterstreicht, dass man die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen will.
Enormer Kapitalbedarf zeichnet sich ab
Fehler wurden unter anderem in Japan gemacht. Dort sank die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen um die Jahrtausendwende in der Spitze trotz staatlicher Hilfspakete und rekordtiefer Zinsen phasenweise sogar bis auf 0,5 Prozent. Dieses Beispiel macht deutlich, dass hinter dem von Independent Strategy erwarteten Szenario noch ein Fragezeichen steht. Wenn man sich aber überlegt, was für finanzielle Lasten sich der amerikanische Staat mit den abgegebenen Garantien und Konjunkturpaketen aufgebürdet hat, dann drängt sich einfach die These auf, dass irgendwann auch noch die Blase bei den Staatsanleihen platzen wird.
Der sich abzeichnenden Anstieg der Staatsverschuldung in Amerika auf 80 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, was dem höchsten Stand seit 1954 entspricht, wird irgendwann seinen Tribut erfordern. Zumal 2009 vermutlich Mittel im Volumen von zwei Billionen Dollar aufgenommen werden müssen. Mit 14 Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist das so viel wie noch nie. Und Europa steht dem mit 1,25 Billionen oder 10 Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt nicht viel hinterher.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~E6DB6DFB66ABB497C8B42BD172127DD3B~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Bundesanleihen: Rendite erstmals unter 3 Prozent
Von Stefan Ruhkamp
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (04.12.08) - Der deutsche Staat hat sich noch nie zu so günstigen Konditionen verschuldet wie heute. Wenn das nur für alle Schuldner gelten würde. Die Zinsen, die Unternehmen und Hauskäufer zahlen, sinken - wenn überhaupt - viel langsamer als die des Staates.
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ist am Donnerstag zum ersten Mal deutlich unter 3 Prozent gefallen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E7F919C400397413089FF8CDCB1B50935~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
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Regierungen fluten Märkte mit Staatsanleihen
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (11.12.08) - Die fiskalpolitischen Hilfspakete zahlreicher Regierungen werden im kommenden Jahr zu einer Flut von Neuemissionen an den Märkten für Staatsanleihen und kurz laufenden Staatspapieren führen. Gleichzeitig aber wird 2009 ein Rekordvolumen von Unternehmensanleihen fällig, das von Unternehmen refinanziert werden muss. Dieser gewaltige Kapitalbedarf an den Anleihemärkten bedeutet eine ernste Konsequenz für die Emittenten: Für Staaten wird es extrem teuer werden, sich zu refinanzieren.
Da Investoren angesichts der Finanzkrise möglicherweise weiterhin zu sicheren Staatspapieren greifen werden, birgt die gewaltige Emissionsflut von Seiten der Regierungen für Unternehmen indessen Gefahr, dass sie mit ihrem Finanzierungsbedarf an die Seite gedrängt werden, heißt es bei Morgan Stanley, der Deutschen Bank und JP Morgan.
Emissionsflut der Regierungen absehbar
Die exorbitanten Renditeaufschläge, die Unternehmen schon jetzt am Kapitalmarkt bieten müssen, dürften daher nicht von kurzer Dauer sein. In der Londoner City warnen Investmentbanker, dass Unternehmer nicht auf Zeiten günstigerer Finanzierungskonditionen warten, sondern in den saueren Apfel beißen, und die jetzigen Konditionen zur Kapitalaufnahme nutzen sollten. Ansonsten liefen sie Gefahr, sich im kommenden Jahr gegen die Emissionsflut der Regierungen behaupten zu müssen, was sie teuer zu stehen kommen könnte. Bisher sei immer derjenige besser gefahren, der sich in dieser Krise früh genug refinanziert habe.
Im kommenden Jahr werden die Vereinigten Staaten, die Länder der Währungsunion, Japan und Großbritannien mit einem Kapitalbedarf an den Markt kommen, der den Bedarf von diesem Jahr nochmals um 800 Milliarden Dollar übersteigen wird. Insgesamt wird sich das Emissionsvolumen dieser Staaten auf 3,63 Billionen Dollar belaufen. Nach Schätzungen von Barclays Capital wird allein auf die Vereinigten Staaten ein Kapitalbedarf und Emissionsvolumen von 1,5 Billionen Dollar entfallen. Um die Größenordnungen in Dollar gerechnet vergleichen zu können: Aus dem Raum der Währungsunion werden Brutto-Emissionen in Höhe von 938 Milliarden Dollar an den Markt kommen, aus Japan 957 Milliarden Dollar und aus Großbritannien 235 Milliarden Dollar.
Selbst wenn die fälligen Tilgungen und deren Refinanzierung berücksichtigt wird, steht 2009 ein dramatisch erhöhtes Nettovolumen von Staatsemissionen bevor: in den Vereinigten Staaten schnellt die Netto-Emission von 101 Milliarden Dollar im Jahr 2007 auf 961 Milliarden Dollar in die Höhe. In der Währungsunion steigt das Netto-Emissionsvolumen von 77 Milliarden Dollar im Jahr 2007 auf 210 Milliarden Dollar. In Großbritannien schnellt die Netto-Emission auf 173 Milliarden Dollar. Zwar verzerrt die Wechselkursentwicklung über die Jahre diesen Vergleich. Er ändert aber nichts an der Tatsache, dass sich die Emissionen in allen Währungsräumen rasant ausweiten.
Emissionen in allen Währungsräumen dürften rasant ausgeweitet werden
Deutschland hält sich im Vergleich zu anderen Ländern der Währungsunion noch relativ gut: die Neu-Emissionen von Staatspapieren fallen in fast allen anderen Ländern höher aus als die Netto-Emission von 11 Milliarden Euro von Deutschland. Freilich kommt von Deutschland aus noch der Finanzierungsbedarf des Stabilisierungsfonds hinzu, der für Deutschland nochmals ein Emissionsvolumen im kommenden Jahr von bis zu 54 Milliarden Euro bedeuten könnte.
Anders als in den Vereinigten Staaten machen kurz laufende Papiere in Europa einen relativ geringen Anteil der gesamten staatlichen Kapitalaufnahme aus, was sich jedoch im kommenden Jahr ändern dürfte. Je prekärer der Finanzierungsbedarf, desto höher bei Staaten der Anteil kurz laufender Papiere, der dann später durch länger laufenden Anleihen ersetzt wird.
Während die Flucht verängstigter Anleger die Renditen am Markt für Staatspapiere auf ein Minimum zusammenfallen ließ, stehen die Risikoaufschläge am Markt für Unternehmensanleihen in keinem Verhältnis mehr zu den Ausfallprämien, die in normale Rezessionszeiten am Markt gefordert werden. Normalerweise wird selbst bei hoher Verzinsung am Markt in einer Rezession nur eine fünfjährige Ausfallrate von 35 bis 40 Prozent angesetzt. Derzeit scheinen die extremen Marktbedingungen eine Ausfallrate von 65 Prozent einzurechnen. Bei hochkarätigen Investment-Grade-Anleihen liegt die kumulative Ausfallrate mit 15 Prozent fünf Mal höher als in normalen Rezessionszeiten, heißt es bei dem Fondsmanager Threadneedle. Der Fonds hält diese Risikoaufschläge für so extrem, dass er nicht nur Investment-Grade-Anleihen sondern auch hochverzinsliche Unternehmensanleihen kauft.
http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E5FA770BB72EF46649F08A39D7B03C1F9~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Grüß Gott,
habe mich heute Abend nach Anleihen noch für dieses Jahr umgesehen.
Sollte jemand noch 2008 Bedarf an Anleihen haben,
so sind folgende vielleicht von Interesse:
DE000LBW1D33
DE000LBW0D59
Vergleichbares fand ich weder bei der DZ-Bank (Cobold) noch bei der Commerzbank (Colibri).
Es sind Credit linked notes !!!
Jetzt bitte nicht erschrecken sondern die Konditionen ansehen:
-Beachte die kuponlose Ausstattung
-Kurze Laufzeiten
-6%-7% effektive Rendite (Kauf muss allerdings morgen oder übermorgen erfolgen!)
-Die Bonität der Emmitenten muss jeder selbst beurteilen.
Ich halte diese Anleihen für sehr interessant.
Gruß
peterg
Kreditkrise hat auch Brasiliens Staatsanleihen zugesetzt
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (19.12.08) - Wie praktisch alle Anleihen aus Schwellenländern haben in diesem Jahr auch die brasilianischen Staatsanleihen unter der Kreditkrise und der damit verbundenen Risikoaversion gelitten. Der Risikoaufschlag gegenüber Euro-Staatsanleihen beläuft sich derzeit auf 399 Basispunkte. Zum Jahreswechsel waren es noch deutlich geringere 245 Basispunkte.
Die bis zum 24.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E74CB5F6105CA46F6BD97E14C03BEA106~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
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Schwellenländeranleihen werden riskanter
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ / cri (02.01.08) - Die Jahre des Kredit getriebenen Booms hatten mit Blick auf die verschiedensten Anlageklassen eines gemeinsam: Anleger ignorierten die Risiken.
Das galt auch für die Staatsanleihen, die von den verschiedenen Schwellenländern herausgegeben worden waren. Aufgrund der lockeren Geldpolitik und der scheinbaren wirtschaftlichen Konvergenz weltweit liefen die Kurse dieser Papiere in dieser Phase nach oben, ob die Entwicklung in einzelnen Staaten nun nachhaltig war oder nicht.
Finanz-, Wachstums- und politische Risiken bei Schwellenländeranlagen
Oft konnten internationale Anleger nicht nur von den Kursgewinnen profitieren, sondern aufgrund der Kapitalzuströme in diese Staaten werteten auch noch ihre Währungen auf.
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Prognose 2009: Die Zinsen werden wohl wieder steigen
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ / ruh/kpa (06.01.09) - Der deutsche Staat gibt das Geld derzeit mit vollen Händen aus. Allein für das bevorstehende Konjunkturpaket sind Ausgaben von bis zu 50 Milliarden Euro im Gespräch. Für Steuerzahler, denen vor solchen Summen gruselt, gibt es einen schwachen Trost: Die Finanzkrise hat zu einer Flucht in sichere Anlagen geführt, weshalb der Bund sich zu Vorzugszinsen verschulden kann.
Es ist gerade erst ein halbes Jahr her, als sich alle Welt noch vor einer Inflation fürchtete und die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen auf knapp 4,7 Prozent stieg.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EDAE3423B19F4436DA01A851C416F656C~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Zitat in Posting No. 1:
Der Verband Deutscher Pfandbriefbanken versucht unterdessen zu beruhigen. „Die Pfandbriefe werden gerade zu Unrecht in Sippenhaft genommen, dabei sind sie eine sehr solide Geldanlage“, sagt eine Sprecherin. In der mehr als 100 Jahre dauernden Geschichte der Pfandbriefe sei es noch nie zu einem Ausfall gekommen.
Zitatende
Naja, sicherlich sind die 1923er Emissionen voll getilgt worden, sogar inklusive Zinsen und damit ist es rein theoretisch nicht zu einem Ausfall gekommen. Nur was war der ganze zurückgezahlte Schotter im Endeffekt dann wert ? Richtig. Nichts.
Sicherlich sind Pfandbriefe solide.
Nur hätte man in dem obigen Zitat den Zeitrahmen nicht auf 100 Jahren ausdehnen sollen. Zumindest hätte man -Ausfalltechnisch- die Hyperinflation ausklammern sollen.
@ Paljusevic, Franjo [#26]
Die Aussage war 'Pfandbriefe wurden stets zurückgezahlt'. Nicht mehr, nicht weniger.
Das Thema Hyperinflation hat für mich nichts mit Pfandbriefen zu tun, sondern mit festverzinslichen Papieren aller Art, Sparbüchern, Bargeld, Briefmarken zur Frankatur und ähnlichen Werten - da gibt es fast keinen Unterschied.
Bund-Future erreicht mit 126,04 eine neues ATH!
Umlaufrendite wieder klar unter 3%.
Europas Peripherie verliert Vertrauen der Anleger
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (14.01.09) - Der wirtschaftliche Abschwung in der Europäischen Union bringt die Regierungen von Spanien, Portugal, Irland und Griechenland besonders in Verlegenheit. In diesen Ländern fürchten Anleiheinvestoren am stärksten um die Bonität von Staatsanleihen.
Sinkt die Bonität, wird es für die Staaten teurer, sich am Kapitalmarkt Geld zu beschaffen. Zwar hat sich die Kreditwürdigkeit der Mitglieder der Währungsunion durchweg verschlechtert. Allerdings hat sich die Bonität der einzelnen Mitglieder gleichzeitig immer weiter auseinanderentwickelt.
Bonität Griechenlands sinkt - Spanien und Irland bangen
So hat die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) am Mittwoch die Einstufung Griechenlands auf "A-1" für langfristige und "A-2" für kurzfristige Anleihen jeweils um eine Stufe gesenkt. Zur Begründung hieß es unter anderem, dass der geringe Rückhalt der Regierung die Möglichkeiten beschränke, die Wirtschaftskrise einzudämmen. Bangen müssen auch Spanien und Irland um ihre bisher erstklassigen Bonitätsnoten "AAA". S&P prüft hier gegenwärtig eine Herabstufung.
Damit reagiert die Agentur auf den überdurchschnittlich starken Abschwung in diesen beiden Ländern, die noch vor kurzem zu den wachstumsstärksten EU-Mitgliedern gehörten. Außerdem hat sich die Lage der Staatshaushalte jeweils deutlich verschlechtert. In Spanien beispielsweise musste der Wirtschafts- und Finanzminister Pedro Solbes jetzt bekanntgeben, dass das Haushaltsdefizit schon 2008 die Marke von 3 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) verfehlt hat. Für 2009 muss jetzt befürchtet werden, dass das Defizit noch deutlich schlechter als bisher angekündigt ausfällt; Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte 2008 ein Defizit von 3,5 bis 4,2 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung für 2009 in Aussicht gestellt. Bis einschließlich 2007 hatte Spanien zu den wenigen EU-Mitgliedern mit teils deutlichen Haushaltsüberschüssen gehört. In Regierungskreisen wird jetzt die Erwartung geäußert, dass frühestens 2011 wieder mit einem Überschuss gerechnet wird.
Die aktuelle Verschlechterung der spanischen Staatsfinanzen hängt damit zusammen, dass die Regierung allein für 2008 Maßnahmen im Volumen von 20 Milliarden Euro oder 2 Prozent des BIP ergriffen hat, um den Abschwung zu bremsen. Gleichwohl rechnen die meisten Beobachter damit, dass die spanische Wirtschaft 2009 mindestens um 1 Prozent schrumpft. Einfluss auf die Staatsfinanzen hat auch die Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt: Mit einer zuletzt stark gestiegenen Arbeitslosenquote von rund 13 Prozent ist Spanien das Schlusslicht in der EU. Damit gerät auch die Sozialversicherung in Spannung, die zuletzt stets Überschüsse ausweisen konnte.
Warnung auch für Portugal
Die Verschlechterung der Bonität hat zur Folge, dass Spanien auf dem Kapitalmarkt eine Art Strafzins zahlen muss, um seine Staatsanleihen verkaufen zu können. Während es seit Beginn der Währungsunion etwa zu Deutschland kaum Zinsdifferenzen gab - 2005 und 2006 musste Deutschland vorübergehend sogar höhere Zinsen zahlen -, ist der Aufschlag gegenüber Deutschland inzwischen auf rund 1 Prozentpunkt gestiegen. Die Verschlechterung der Bonität lässt sich auch daran messen, dass die Absicherung gegen die Folgen von Zahlungsausfällen - sogenannte Kreditausfallswaps - deutlich teurer geworden ist. Der Preis von Kreditausfallswaps für spanische Staatsanleihen hat sich seit September mehr als verdoppelt, wie Daten des Marktbeobachters CM Datavision zeigen: Anleihen im Volumen von 10 Millionen Dollar fünf Jahre lang vor den Folgen eines Zahlungsausfalls zu versichern kostet derzeit jährlich 122.000 Dollar. Die Kosten der Ausfallswap-Kontrakte für entsprechende irische Anleihen haben sich sogar auf 217.000 Dollar versiebenfacht.
Unter Druck steht auch Portugal. Das Land erhielt am Montag als dritter europäischer Staat innerhalb einer Woche eine Warnung der Ratingagentur. Die Kreditanalysten wollen die Bonitätsnote für langfristige Anleihen Portugals unter Umständen herabsetzen, da das Land vor immer größeren wirtschaftlichen Problemen stehe. „Das Land versucht, seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und das nach wie vor schwache Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Allerdings ist die Schuldenlast Portugals gewaltig, und die Ungleichgewichte sind sehr hoch", erklärten die Analysten von S&P. Bislang bewertet S&P die Bonität Portugals mit "AA-", der zweitbesten Note.
http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~ECB12D72669094B059ACE66C889C85485~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
Russland will amerikanische Staatsanleihen abstoßen
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (10.06.09) - Russland will den Anteil von amerikanischen Staatsanleihen an seinen Währungsreserven reduzieren. „Dieser Anteil wird jetzt fallen, weil sich andere Möglichkeiten auftun“, sagte der stellvertretende Zentralbankchef Alexej Uljukajew am Mittwoch in Moskau. Russland werde seine Einlagen bei Geschäftsbanken erhöhen und Anleihen des Internationalen Währungsfonds (IWF) kaufen.
Die Zentralbank hatte bereits angekündigt, IWF-Bonds in Höhe von etwa 10 Milliarden zu erwerben.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E6D1CEFF1DC2042CE8B4431CD7937827A~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
USA zahlen für Staatsanleihen so hohe Zinsen wie lange nicht
Reuters, New York (11.06.09) - Angesichts der explodierenden Staatsverschuldung zahlen die USA den Abnehmern von Staatsanleihen so hohe Zinsen wie seit langem nicht.
Bei der jüngsten Aktion bot das Finanzministerium zehnjährige Treasuries mit einer Verzinsung von 3,99 Prozent an - so viel wie seit August 2008 nicht mehr. In der Folge sei die Nachfrage nach den Staatspapieren groß gewesen, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Börsianer fürchten, Investoren könnten ihr Geld angesichts der höheren Verzinsung künftiger mehr in Staatsanleihen statt in Aktien investieren.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE55A00D20090611)