Totale Geldschwemme - Japans Notenbank startet Verzweiflungsakt
mich hat gerade folgender Artikel zum Nachdenken gebracht und würde gern verschiedene Meinungen zu dem Thema auf mich wirken lassen. Hier sind ja bekanntlich auch recht alternativ denkende VWLer unterwegs :-)
Es geht um diesen Artikel.
http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/0,2828,892425,00.html#ref=rss
Besonders Punkt 1 beschäftigt mich.
Was könnte es also (auch langfristig) bedeuten, wenn sich die japanische Zentralbank vom Leitzins als maßgebliche geldpolitische Kenngröße verabschiedet und stattdessen auf die Geldbasis M0 achtet?
Oder sind die Japaner einfach satt und werden trotzdem nicht mehr konsumieren? egal was die Notenbank macht?
die Japaner sind ja als die Nation mit den höchsten Sparguthaben bekannt.
@ xtrade [#1]
Na ja,
wenn ich die Geldmenge dramatisch ausweite und dies nicht unmittelbar in die Realwirtschaft einfliesst, so wie es in der Eurozone auch läuft,
bedeutet dies eine Inflation in den Assets
und gleichzeitig einen deutlichen Kaufkraftverlust für die Sparer welche somit zur Entschuldung herangezogen werden.
Der euro - Yen wird wohl Richtung 140 steigen.
@ xtrade [#1]
Das ist Staatsfinanzierung mit der Notenpresse. Wäre der alte Franjo P. aus Ex-Yu noch aktiv, würde gleich mal der Untergang der Republik YU als Blaupause herangezogen werden. Mich stimmen die Grössenordnungen schon nachdenklich. Japan hat allerdings den wirtschaftlichen Kollaps Anfang der 1990er Jahre auch verdaut. Die Substanz ist ungleich grösser, auch relativ. Ähnliches gilt ebenfalls für Italien. Das Weginflationieren der Staatschuld muss nicht gleich im Desaster enden. Die USA haben das ja vorgeführt, mit dem Ergebnis Gold und Commodities hoch. Ein Halbierung des JPY/USD Kurses vom letztjährigen Hoch wäre für mich nicht überraschend. Zum Umsetzen der Strategie würde ich long AUD/JPY nehmen; da gibts noch gute carry Zinsen obendrauf. Grüsse SPOMI